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Bosch Themenspezial
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Auto und Internet wachsen zusammen

Die Zukunft des Fahrens gehört der Vernetzung. In unserem Themenspezial erfahrt Ihr, wie sich Komfort, Sicherheit und Effizienz erhöhen lassen, wenn Fahrzeuge per Internet und Cloud miteinander kommunizieren. Mit vernetzten Services von Bosch.

von MOTOR-TALK am 23.11.2018 um 14:14

Autos, Nutzfahrzeuge und Motorräder werden zunehmend zu Teilen der digital vernetzten Welt. Was zu Hause oder im Büro längst Alltag ist, wird auch beim Fahren Stück für Stück zur Realität: Fahrzeuge und Benutzer, die via Internet und Cloud miteinander verbunden sind – das Internet der Dinge.

Bosch arbeitet seit 2008 an vernetzten Services. Nach Aussage des Zulieferers wird der Straßenverkehr mit den entwickelten Produkten „effizienter, sicherer und komfortabler“. 2020 werden laut Marktforschungsunternehmen Gartner von 2015 eine Viertelmilliarde Fahrzeuge weltweit miteinander verbunden sein. Schon heute vernetzt Bosch mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge.

Die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander ist zum einen Voraussetzung für autonomes Fahren. Zum anderen wird durch vernetzte Services das Fahren auch für Menschen angenehmer: In Zeiten stetig wachsenden Verkehrsaufkommens kann vernetztes Fahren an vielen Punkten nützlich, an manchen sogar lebensrettend sein.

Perfectly keyless

Das System setzt dem ewigen Suchen nach dem Autoschlüssel ein Ende. Der Fahrer kann den Pkw mit Hilfe seines Smartphones öffnen und starten. Zudem kann er aus der Ferne anderen Nutzern den Zugang zum Fahrzeug gewähren.

Vernetzte Services

Moderne Pkw verfügen über Telematikeinheiten, die mit verschiedenen Systemen im Fahrzeug verbunden sind und deren Daten an die Außenwelt übertragen. So werden neue Services wie eine Warnung vor Falschfahrern möglich.

Achtung: Falschfahrer

Die cloudbasierte Falschfahrerwarnung von Bosch ermittelt bei Autobahnauffahrten und –abfahrten die Fahrtrichtung von Pkw und gleicht diese mit der korrekten Richtung ab. Wird ein Geisterfahrer registriert, alarmiert das System nicht nur den Fahrer selbst, sondern auch alle vernetzten Fahrzeuge.

Der dynamische Straßenzustands-Service

Das System ermittelt mit Hilfe der ESP-Sensoren, wie glatt oder griffig die Straße ist. Diese Info, ergänzt um aktuelle Wetterdaten, wird an alle vernetzten Fahrer übermittelt.

Hilfe bei der Parkplatzsuche

Die Suche nach einem freien Parkplatz kostet Zeit und Nerven. Mit Hilfe von Community-based Parking geht es in Zukunft schneller und bequemer.

eCall für neue und alte Autos

Ist der Fahrer nach einem Unfall nicht mehr in der Lage, selbst Hilfe zu rufen, setzt eCall einen automatischen Notruf ab. Bosch bietet eCall auch als Nachrüstlösung für ältere Fahrzeuge an.

Mehr Komfort durch Vernetzung

Mal wieder den Autoschlüssel verkramt? Zu viele Sachen in den Taschen? Mit Perfectly keyless von Bosch öffnet das Auto seine Türen bereits, wenn man sich ihm mit dem digitalen Schlüssel auf dem Smartphone nähert. Das Fahrzeug stellt dann automatisch individuelle Einstellungen wieder her, wie etwa Sitzposition oder Stellung des Außenspiegels.

Das Fahrzeug kann mit Hilfe von Perfectly keyless per Smartphone geöffnet werden.

Ein weiteres Plus der Technologie: Der Zugang zum Auto lässt sich per App auf das Smartphone weiterer Fahrer übertragen. Natürlich über einen gesicherten Cloud-Zugang. Sollte das Smartphone verloren gehen, kann der digitale Schlüssel online deaktiviert werden. Zur Überbrückung gibt es dann noch den guten alten Fahrzeugschlüssel.

Mit vernetzten Services kann man zudem den Zustand des Fahrzeugs in Echtzeit überwachen. Dem Fahrer wird dann angezeigt, dass bald ein neuer Keilriemen fällig ist oder der Kraftstofffilter erneuert werden muss. So können im Zusammenspiel der Daten aus dem Fahrzeug und der Diagnose-Kompetenz Störungen vorhergesagt und rechtzeitig behoben werden.

Selbst Termine bei der Werkstatt kann der Service dem Fahrer vorschlagen und direkt ausmachen. Per „Updates Over-the-Air“ werden Software- oder Firmware-Updates ganz ohne Werkstattbesuch direkt auf den Bordcomputer heruntergeladen – und das alles, während man selbst am Steuer sitzt.

Die cloudbasierte Falschfahrerwarnung alamiert alle vernetzten Fahrzeuge in der Umgebung.

Mehr Sicherheit und Effizienz

Autofahren wird durch digitale Vernetzung nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer. So hat beispielsweise Bosch eine Falschfahrerwarnung entwickelt, die schneller und zuverlässiger vor der Gefahr warnt als Radiodurchsagen. Die Warnung geht sowohl an alle via Cloud vernetzten Fahrer im Gefahrenbereich als auch an den Geisterfahrer selbst. Und das innerhalb von 10 Sekunden.

Der dynamische, ebenfalls cloudbasierte Straßenzustand-Service von Bosch ermittelt, wie glatt die Straße ist, auf der man gerade fährt. Durch den Abgleich mit verschiedenen Daten, z. B. denen der Wetterstation, werden die aktuellen und zu erwartenden Reibwerte berechnet. „Achtung: überfrierende Nässe in 500 Metern!“ ist dann beispielweise eine Warnung, der man besser Glauben schenken sollte. Indem der Fahrer seine Fahrweise anpasst, kann eine mögliche Gefahr durch Glatteis bereits im Voraus vermieden werden.

Der Straßenzustands-Service warnt den Fahrer frühzeitig vor Glatteis und Rutschgefahr.

Falls es trotzdem zu einem Unfall kommt, setzt das eingebaute eCall-System automatisch einen Notruf ab. Seit April 2018 verfügen alle in der EU neu zugelassenen Fahrzeuge serienmäßig über diesen Service. Für ältere Fahrzeuge hat Bosch den Unfallmeldestecker Retrofit eCall für den Zigarettenanzünder entwickelt. Klein und kompakt leistet er in Verbindung mit dem Smartphone alles, was eCall kann – auch in einem Golf aus den Neunzigerjahren.

Indem man beim Fahren vernetzte Services nutzt, kann man zudem Zeit sparen, beispielsweise indem Staus vermieden werden oder durch Unterstützung bei der Parkplatzsuche. Und gute Musik aus der eigenen Playlist kann man dabei auch noch hören.

Mehr Spaß beim Fahren

Sollte die Fahrt von A nach B doch mal länger dauern als erhofft, bietet das vernetzte Fahrzeug genügend Möglichkeiten für den Zeitvertreib. Der Fahrer hat jederzeit Zugang zu Streamingdiensten oder Musik in seiner Cloud.

Apps, die auf dem Smartphone installiert sind, können über mySPIN ins Infotainmentsystem des Autos integriert und sicher von dort gesteuert werden. Nur die neueste Lieblingsserie sollte man lieber nicht beim Fahren gucken. Dafür warten ja abends zu Hause Sessel oder Couch.

von MOTOR-TALK am 23.11.2018 um 14:14
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Hier fassen wir die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema vernetzte Services zusammen.

Wie arbeiten vernetzte Services im Fahrzeug?

Wie bei Computern oder Smartphones arbeiten auch bei vernetzten Services im Auto Hardware, Software und Cloud zusammen. Das zentrale Gateway ist dabei der Kommunikationsknoten im Fahrzeug.

Es verbindet verschiedene Systeme und sorgt für einen sicheren Datenaustausch mit der Außenwelt, via CCU mit dem Internet verbunden. Dabei kann es durch den Zugriff auf Daten, Sensoren und Aktoren im gesamten Fahrzeug eine Vielzahl von zukünftigen Fahrzeugfunktionen und internetbasierten Diensten aufnehmen.

Wie funktioniert die cloudbasierte Falschfahrerwarnung?

Nähert sich ein Fahrer z. B. einer Autobahnauffahrt, sendet das System automatisch und anonymisiert die aktuellen Bewegungsdaten an die Cloud. Die Bewegung des Fahrzeugs wird mit der erlaubten Fahrtrichtung verglichen, die einer Online-Datenbank entnommen wird.

Fährt der Fahrer in die falsche Richtung, erhält er sofort eine Warnung, ebenso wie die anderen vernetzten Fahrer im Gefahrenfeld. So werden sie schneller als durch die üblichen Radiodurchsagen vor Geisterfahrern gewarnt.

Wie arbeitet der Straßenzustand-Service?

Mithilfe der Sensoren des Elektronischen Stabilitätsprogramms ESP ermittelt der Straßenzustand-Service, wie glatt die Straße ist, auf der man gerade fährt. Diese Info wird mit Daten von Wetterstationen abgeglichen. So ermittelt das System die aktuellen und zu erwartenden Reibwerte auf der Strecke. Die werden über die Cloud an alle vernetzten Fahrzeuge in der Region weitergegeben. So wird nicht allein der betroffene Fahrer etwas vor Eis und Glätte gewarnt, sondern alle vernetzen Verkehrsteilnehmer in der Nähe.

Was bringt eCall als Nachrüstlösung?

Seit April 2018 findet sich faktisch in allen in der EU neu zugelassenen Fahrzeugen serienmäßig ein eingebautes eCall-System. Das misst die Aufprallstärke eines Unfalls, erfasst übers GPS den aktuellen Standort und sendet beides automatisch zusammen mit einem Notruf per Smartphone an die Unfallmeldezentrale.

Der Unfallmeldestecker Retrofit eCall von Bosch dient als Nachrüstlösung für den Zigarettenanzünder, klein und kompakt. In Verbindung mit dem Smartphone leistet er alles, was eCall kann. Zum Beispiel unterscheidet er, ob man wirklich einen Unfall hatte oder nur ein größeres Schlagloch mitgenommen hat. In einer erweiterten Version kann man das eigene Fahrverhalten analysieren und aufs Smartphone übertragen lassen.

Und was ist das Internet der Dinge?

Das Internet der Dinge (IdD) (englisch: Internet of Things, IoT) bezeichnet die Verknüpfung physischer Objekte mit einer virtuellen Repräsentation in einer Internet-ähnlichen Struktur. Es fungiert als Sammelbegriff für Technologien, die es ermöglichen, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen.

Das Internet der Dinge erlaubt die Interaktion zwischen Mensch und vernetzten elektronischen Systemen sowie zwischen den Systemen an sich. Ziel des Internets der Dinge ist es, automatisch relevante Informationen aus der realen Welt zu erfassen, miteinander zu verknüpfen und im Netzwerk verfügbar zu machen.

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328 Kommentare
teddy1x Avatar
von teddy1x1. Dezember 2018 um 00:50:29 Uhr

Danke Bosch...für noch mehr Unterstützung, für den gläsernen Menschen.

Ostelch Avatar
von Ostelch1. Dezember 2018 um 13:22:52 Uhr

Zitat:

@teddy1x schrieb am 1. Dezember 2018 um 00:50:29 Uhr:

Danke Bosch...für noch mehr Unterstützung, für den gläsernen Menschen.

Jeder, der ein empfangsbereites Handy bei sich trägt, ist so gläsern, dass Bosch über ihn nicht viel Neues erfahren kann. Ob das jetzt mehr Fluch oder mehr Segen ist, kann man lange diskutieren.

 

Grüße vom Ostelch

Tomsche65 Avatar
von Tomsche651. Dezember 2018 um 13:38:32 Uhr

Zitat:

@Ostelch schrieb am 1. Dezember 2018 um 13:22:52 Uhr:

Zitat:

@teddy1x schrieb am 1. Dezember 2018 um 00:50:29 Uhr:

Danke Bosch...für noch mehr Unterstützung, für den gläsernen Menschen.

Jeder, der ein empfangsbereites Handy bei sich trägt, ist so gläsern, dass Bosch über ihn nicht viel Neues erfahren kann. Ob das jetzt mehr Fluch oder mehr Segen ist, kann man lange diskutieren.

 

Grüße vom Ostelch

Genau so ist es. Sofern man Paranoia davor hat, sollte man sämtliche Geräte die nur entfernt mit Internet zu tun haben, aus dem Haus/Leben werfen. Dann könnte ich auch das Auto aus den 90ern verstehen.

 

Entweder man findet sich mit der Überwachung ab, oder man entsagt allem was heute so an Unterhaltung auf dem Markt verkauft wird.

 

Ganz ehrlich ich verstehe 90% der Beiträge hier nicht, was soll daran schlimm sein wenn man beim Autofahren unterstützt wird? Kaum einer von uns fährt so gut und Fehlerfrei wie wir denken, aber jeder fühlt sich bevormundet. Sämtliche Assistenten sind bis zum heutigen Tag abschaltbar, wenn man denkt man benötigt sie nicht, dann schaltet man sie halt aus, oder bestellt die Extras erst gar nicht, die meisten kosten heute ja noch einen saftigen Aufpreis.

 

Aber zu denken, man benötigt sie nicht, weil man alles besser könnte, ist einfach nur dumm und zeigt die Selbstüberschätzung nur zu deutlich.

 

Aber diese Argumente fruchten hier nicht. Wie kann man nur versuchen an der Ehre eines mündigen Autofahrers kratzen wollen. Leider ist es halt so das der Mensch weitaus mehr Fehler macht als ein Ausstattungsdetail das von einem Computer gesteuert wird. Alle stürzen sich auf Berichte bei denen durch einen Assistenten ein Unfall geschehen ist. Niemand nimmt die unzähligen Unfälle die Tag täglich durch die Fehler des Menschen entstanden sind wahr, die fallen unter den Tisch.

 

Gruß Tom

Loger70 Avatar
von Loger701. Dezember 2018 um 15:02:59 Uhr

Zitat:

@Tomsche65 schrieb am 1. Dezember 2018 um 13:38:32 Uhr:

Genau so ist es. Sofern man Paranoia davor hat, sollte man sämtliche Geräte die nur entfernt mit Internet zu tun haben, aus dem Haus/Leben werfen. Dann könnte ich auch das Auto aus den 90ern verstehen.

 

Entweder man findet sich mit der Überwachung ab, oder man entsagt allem was heute so an Unterhaltung auf dem Markt verkauft wird.

Sorry, aber das ist doch Unsinn!

Ich glaube das muß man schon ein bißchen differenzieren. Klar, wenn ich Mobilfunk, Telefon und Internet nutze bin ich prinzipiell überwachbar. Aber von wem? Das macht den Unterschied!

Ich habe keine Probleme damit wenn z.B. die Polizei mit Hilfe eines richterlichen Beschlusses (!) die Möglichkeit hat sich meine Verbindungsdaten zu holen. Solange das alles im rechtsstaatlichen Rahmen abläuft habe ich als unbescholtener gesetzestreuer Bürger nichts zu befürchten.

Auch vor den Geheimdiensten (den eigenen oder denen fremder Mächte), welche wohl schier unbegrenzte Resourcen zur Verfügung haben mich zu überwachen, habe ich als kleines unbedeutendes Würstchen wohl auch nichts zu befürchten.

 

Aber vor irgendwelchen geldgierigen skrupellosen Dreckskonzernen, welche meine Daten nur als gewinnbringende Resource betrachten, habe ich sehr viel zu verbergen! Und offensichtlich nicht nur ich, in meinem Bekanntenkreis ist zwischenzeitlich niemand mehr ohne Ad-Blocker, Trackingschutz und entsprechend konfigurierten Browser im Netz unterwegs. Natürlich sind nicht alle so konsequent. Ich kenne auch einige welche völlig gedankenlos, ja fast schon naiv, sich jede erdenkliche Kundenkarte zulegen, bei jedem Gewinnsiel mitmachen, sich mit smarten Lautsprechern (eigentlich smarte Mikrofone) das eigene Wohnzimmer verwanzen und fast ihre gesamte Kommunikation über Whatsapp (Facebook!) abwickeln, ohne sich auch nur einen Gedanken über die (potentiellen) Folgen zu machen. Aber das werden täglich weniger.

 

Es ist schon schwer genug sich solchen Datenkraken wie Google, Facebook & Co zu entziehen, welche jährlich zweistellige Milliardengewinne mit Nutzerdaten generieren, warum soll ich dann auch noch freiwillig der Autoindustrie erlauben an diesem Geschäftsmodell teilzuhaben?

Wobei das mit dem Freiwillig auch so eine Sache ist. Mit eCall, welches Pflicht (Zwang!) in allen Neuwagen ist, hat man ja jetzt schon den ersten Schritt in die entsprechende Richtung getan. Ich denke die Lobbyisten in Brüssel werden schon dafür sorgen daß die ganzen schönen neuen vernetzten "Sicherheits-Features", welche eCall nachfolgen werden, auch als Teil der Fahrzeugzulassung gelten und nicht deaktiviert werden dürfen.

Wenn das der Fall sein sollte wäre das für mich der triftigste Grund in Zukunft auf einen Neuwagenkauf zu verzichten.

Tomsche65 Avatar
von Tomsche651. Dezember 2018 um 15:12:23 Uhr

Du glaubst wirklich ein AdBlocker würde dich davor schützen? Die ganzen Apps schützen dich vor Werbung, aber ganz bestimmt nicht vor Überwachung.

 

Von wem man überwacht wird macht auch keinen unterschied, die Daten werden weiterverkauft!!!!!

 

Wir sind alle gläsern geworden, damit müssen wir uns abfinden.

 

Mir geht es um den Schutz von Menschenleben und ich gebe gerne meine Daten ab (hab nichts zu verbergen) wenn dadurch ein Mensch vor schmerzen oder dem Tot geschützt wird. In aller Regel sind es die selbstüberschätzende Menschen die dieses Leid verbreiten und nicht die Überwachung (der wir sowieso ausgesetzt sind), oder die Assistenzsysteme. Wir bringen das Unheil, wir, wir, wir, wir!!!!

Ostelch Avatar
von Ostelch1. Dezember 2018 um 15:26:20 Uhr

Zitat:

@Loger70 schrieb am 01. Dez. 2018 um 15:2:59 Uhr:

Aber vor irgendwelchen geldgierigen skrupellosen Dreckskonzernen, welche meine Daten nur als gewinnbringende Resource betrachten, habe ich sehr viel zu verbergen!

Du musst bei denen ja nicht unbedingt ein Auto kaufen.

 

Grüße vom Ostelch

lex-golf Avatar
von lex-golf1. Dezember 2018 um 15:49:36 Uhr

Richtig. Und auch kein Smartphone. BTW mein HANDY kann Telefonieren und SMS. Und ich schätze viele der aktuellen A-Systeme in meinem Benz. Aber muss ein Auto in die Cloud? Oder 'umdieeckesehen'? Oder vor Glatteis warnen übers Internet warnen? Ein ordinäres Aussenthermometer und angepasste Geschwindigkeit gemischt mir Selbstdiziplin reicht. Also Basisdinge aus der Fahrschule. Aber dazu scheinen einige nicht mehr fähig zu sein. Alles muss im Netz verifiziert oder auch vorgekaut werden. Grundsätzlich kann Technik sehr nützlich sein. Aber ich will selbst bewerten und eine Entscheidung treffen. Meine Versicherung, meine Werkstatt, meine..... sollten nur das bekommen was ich denen gebe. Und da beginnt das Thema spannend zu werden. Ist ein Smart TV ein interessantes Gerät. Zur Antwort sollter ihr mal den generierten Routertraffic ansehen. Bei unserem waren es bei jedem einschalten mehr als 150 Verbindungen. Es waren die üblichen verdächtigen dabei. Aber wer waren die 110 anderen? Und was wurde gesendet. Lösung: vom Netz nehmen. Geht das mit Diensten von Bosch oder dem Hersteller auch? Sagt Dir Dein Autoverkäufer im Sinne der DSGVO was passiert? Hier wird ja noch nicht mal über Updates zufriedenstellend kommuniziert.

Loger70 Avatar
von Loger701. Dezember 2018 um 18:25:27 Uhr

Zitat:

@Ostelch schrieb am 1. Dezember 2018 um 15:26:20 Uhr:

Du musst bei denen ja nicht unbedingt ein Auto kaufen.

 

Grüße vom Ostelch

Richtig, das ist dann die Konsequenz.

 

Zu den ganzen Assistenzsystemen: Einiges davon, z.B. Airbag und ABS, macht ja durchaus Sinn und hat sicher schon das ein oder andere Leben gerettet. Warum Fahrzeuge aber in Zukunft nach Hause telefonieren sollen um noch sicherer zu werden kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Man kann solche Systeme auch so konstruieren daß sensible Daten erst gar nicht generiert werden, Stichwort: Datensparsamkeit. Aber genau das ist wohl nicht gewünscht, deshalb unterstelle ich der Industrie ja auch andere Absichten. "Sicherheit" ist nur ein Vorwand um uns das Ganze schmackhaft zu machen und die entsprechenden Systeme als Zwang einzuführen.

 

Ich habe in meinem Auto ein kleines Nachrüst-Navi von Garmin. Das Gerät war gar nicht teuer und hat einen Digitalradio-Empfänger (DAB+) integriert worüber es einen Datenkanal mit aktuellen Verkehrsmeldungen empfängt (Garmin live Traffic - die Nutzung ist im Gerätepreis inbegriffen). Das Gerät funktioniert für meinen Anwendungsfall wirklich super und warnt mich regelmäßig vor Staus, Straßensperrungen und sogar vor Personen auf der Fahrbahn. Das könnte man sicher noch ausbauen, z.B. Warnungen vor Glatteis, etc... Eine Zweiwege-Verbindung zum Hersteller über das Internet ist für solche Funktionen also gar nicht notwendig - geschweige denn irgendwelche kostenpflichtigen Dienste!

Außerdem im Preis inbegriffen sind lebenslange Kartenupdates - also solange das Gerät funktioniert und vom Hersteller unterstützt wird. Und wenn es wirklich mal defekt oder veraltet ist dann tausche ich es halt durch ein Neugerät aus - kostet mich dann ca. 150 Euro.

Wenn ich mir ansehe was manche Autohersteller für ein Kartenupdate verlangen oder ein defektes Gerät... Bei einem Kollegen von mir war kürzlich das Werksradio im Auto defekt. Für ein Austauschgerät wollte die Werkstatt 2500,-€ haben. Sorry, da hat dann der Spaß ein Loch.

 

Wenn ich unterwegs mal nach etwas im Netz suchen muß (Tankstelle, Restaurant, Hotel...) habe ich ein Smartphone. Bei diesem habe ich die Kontrolle darüber welche Dienste ich nutze, welche Apps ich installiere, welche Rechte ich jeweils vergebe, etc... - und nicht der Autohersteller. Und wenn das Gerät in vielleicht 5 Jahren veraltet oder kaputt ist tausche ich es halt aus gegen ein aktuelles Neugerät. Kostet ja nicht die Welt - ganz im Gegensatz zu dem was die Hersteller ab Werk verbauen.

 

Bei den Geräten welche die Hersteller ab Werk einbauen bin ich für die nächsten 15-20 Jahre festgelegt und kann zusehen wie die Technik ständig mehr und mehr veraltet und mehr und mehr nur noch eingeschränkt nutzbar ist. Austauschen und modernisieren ist dank fehlendem DIN-Schacht und absolut unnötiger Integration in die Fahrzeuge ja heute nicht mehr möglich - kostengünstig sowieso nicht.

kappa9 Avatar
von kappa91. Dezember 2018 um 18:32:40 Uhr

Und woher kommen die metergenauen Stauinfos, Glatteiswarnungen usw?

Von Fahrzeugen, die diese Daten anonymisiert übertragen.

Wer davon profitiert sollte meiner Meinung nach dann auch selbst anonym durch sein Fahrzeug / Navi diese Daten anderen über die Server zur Verfügung stellen.

Nur dann funktioniert es.

So wie TomTom HD-Traffic ebenfalls anonymisierte Daten - u.a. wie Geschwindigkeiten - auswertet und dadurch sehr genau wird was die aktuellen Verzögerungen und Gefahrenstellen angeht.

 

Nur nehmen und nicht geben ist halt... (hier darf jeder selbst sein Wort dafür einsetzen...)

kappa9 Avatar
von kappa91. Dezember 2018 um 18:33:46 Uhr

Nachtrag: TomTom HD-Traffic benutzt über ein joint venture die anonymen Bewegungsdaten aller Vodavone Mobilfunknutzer.

steha_caddy Avatar
von steha_caddy1. Dezember 2018 um 23:30:11 Uhr

Zitat:

@kappa9 schrieb am 1. Dezember 2018 um 18:33:46 Uhr:

Nachtrag: TomTom HD-Traffic benutzt über ein joint venture die anonymen Bewegungsdaten aller Vodavone Mobilfunknutzer.

Ich persönlich glaube nur bedingt das große Untenehmen Daten anonym behandeln. Es gibt leider zu viele negativ Beispiele. Und ich frage mich wo die unbeschränkte Datenerhebung, wir sind ja dadurch schon durchsichtig geworden, hinführen wird. Es wird irgendwann möglich sein jeden Pups von jedem Menschen genau zu erfassen, sicherlich will der Konzern aus dem Silikon Valley mit oo auch das gern im Rechenzentrum an den Niagarafällen spiechern. Schöne neue Welt :( Mag schon sein, das manche Daten den vernetzten Autos untereinander helfen können, wie du zuvor geschrieben hast! Kann man mögen, muss man jedoch nicht. Ich mag es nicht und bin benmüht nur wenige Daten preiszugeben (auch mit dem eigenen Auto).

 

Ich bin froh das unsere Autos (habe ich bewusst so bestellt) nur mit dem USB Stic, dem Radionetz und wenn ich es möchte per Bluetooth mit meinem Tasten-Handy "vernetzt" sind. Mit schöner Musik macht Autofahren noch mehr Spaß. Für alle anderen Eventualitäten/Herausforderungen beim Autofahren sind beim Fahrer/in(=Menschen) genügend Reize und Systeme "serienmäßig". Ebenso auch ein Kopf der zum (Vorraus-)Denken geeignet ist. Ist die Geschwindigkeit diesen "Systemen" angepasst fährt man relativ sicher.

Ich benötige kaum eins der in der Umfrage abgefragten Systeme und freue mich hier oft ähnliche Kommentare zu lesen!

kappa9 Avatar
von kappa92. Dezember 2018 um 05:48:59 Uhr

@steha_caddy ist ja auch völlig in Ordnung. Was ich nur nicht gut finde ist wenn man selbst an einem Teil dieser Daten (in dem Beispiel meter- und minutengenaue Verkehrs- und Straßenzustandsinfo) nutzniest, aber selbst keinen Beitrag leistet wegen Bedenken der eigenen Datenvertraulichkeit.

 

Wenn schon Nein, dann bitte auch konsequent.

lex-golf Avatar
von lex-golf2. Dezember 2018 um 09:34:19 Uhr

Anonym teilnehmen wäre ja ok. Motto: Da fährt ein Auto. Aber die Teilnahme lautet ja: Da fährt das Auto mit der Hardware IMEI 123456789012. Und schon bist Du im Profil.

Tomsche65 Avatar
von Tomsche652. Dezember 2018 um 09:50:15 Uhr

Und was passiert dort schlimmes?

lex-golf Avatar
von lex-golf2. Dezember 2018 um 10:43:40 Uhr

Nun lies die heutige Nachrichten auf Heise.de . Über 200 Hersteller, ABM und VW eingeschlossen, haben in China zugestimmt Standortdaten und persönliche Daten einer zentralen staatlichen Stelle life online 'zur Verfügung' zu stellen. Ich hab dazu keine weiteren Fragen. Es bestätigt aber mein generelles Misstrauen auch der Automobilindustrie gegenüber. Blockwart und Stasi 3.0 wenn man das mit dem Program des sozialen Profilieren aller Chinesen kombiniert. Orwells 1984 lässt chinesisch grüssen. DAS WILL ICH NICHT MEHR BEI UNS!!!

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