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Auswertung der Umfrage: Würdest Du Dir ein E-Auto kaufen?
MOTOR-TALK
02.05.2018 um 16:24 UhrBosch, Elektromobilität

Bei der Elektromobilität sind die MOTOR-TALKer gespalten. Es steht 50:50. Bei der Elektromobilität sind die MOTOR-TALKer gespalten. Es steht 50:50. Elektromobilität ist das Thema der Stunde. Alle großen Autohersteller haben mittlerweile ein E-Auto im Programm. Doch was sagen die potenziellen Käufer dazu? Wir wollten gemeinsam mit Bosch von den MOTOR-TALKern wissen, ob ein Elektroauto für sie in Frage kommt. Hier kommen die Ergebnisse unserer Umfrage.

Bei der Elektromobilität sind die MOTOR-TALKer in zwei nahezu gleich große Gruppen gespalten. Für insgesamt 48,7 Prozent käme ein Elektrofahrzeug in Frage. 10,8 Prozent davon sind sogar schon elektrisch im Straßenverkehr unterwegs. 14,4 Prozent finden die Technik reizvoll. Umweltbewusstsein spielt nur für 3,9 Prozent eine Rolle. Allerdings schränkt ein nicht unerheblicher Teil sein Bekenntnis zum Elektroauto ein: Für 19,6 Prozent kommt diese Antriebsart nämlich erst in Frage, sobald es mehr Ladesäulen gibt oder die Reichweite höher wird.

Dem gegenüber steht die große Gruppe derer, für die ein Elektrofahrzeug (noch) keine Option ist. 24,6 Prozent sind von dieser Technik bisher nicht überzeugt. Mit 24,1 Prozent glaubt fast ein Viertel der MOTOR-TALKer nicht daran, dass sich die E-Mobilität auf Dauer durchsetzen wird. Für 2,5 Prozent ist vor allem der satte Sound eines Verbrenners gegenüber der Stille eines Elektroautos ein Grund für die Ablehnung.

Geringe Reichweite als Haupthindernis

Dieses gespaltene Meinungsbild wird auch in den fast 700 Kommentaren unter der Umfrage deutlich. Kritiker der E-Mobilität beanstanden vor allem die geringe Reichweite der Stromer. MOTOR-TALKer roko5 dazu: „Ich persönlich würde mir kein E-Auto kaufen. Das Hauptproblem sehe ich in der eher geringen Reichweite. Im Stadtgebiet lasse ich es mir eher einreden, aber wenn man am Land wohnt und so wie ich auch viel Bergstraße fahren muss, macht ein E-Auto eher wenig Sinn.”

VolvoV50 berichtet von eigenen Erfahrungen: „Ich fahre aktuell ein Elektroauto. Im Sommer ist die Reichweite (ca. 150 Kilometer unter Realbedingungen) für uns auf jeden Fall ausreichend. In der wirklich kalten Winterzeit rutscht die Reichweite aber leider dann doch auf einen Wert zwischen 95 und 105 Kilometern.”

Verbesserung der Ladeinfrastruktur

In diesem Zusammenhang wird oft auf das noch unzureichend entwickelte Ladenetz verwiesen. bartsch dieter gibt zu bedenken: „Noch gibt es nicht genug Ladestationen, vor allem im Ausland. Wenn es in den Urlaub geht nach Kroatien, wo gibt es dann dort Ladestationen?” Hinzu kommt das regelmäßige Aufladen über Nacht.

Schmoll sieht vor allem Einschränkungen bei Nutzern ohne eigenes Haus mit Stellplatz: „Als Eigenheimbesitzer mag man sich seine eigene Ladesäule in die Garage hängen können. Als Mieter sieht dies schon schwieriger aus. Man hat vielleicht einen festen Parkplatz, aber wenn ich dann aus dem 3. OG jeden Abend die Kabeltrommel herunter werfen muss, um mein Auto zu laden, ist das schon fragwürdig.”

MTler wünschen sich mehr Fahrzeugmodelle

Ein weiterer Kritikpunkt ist das geringe Angebot an Fahrzeugtypen. Zephyroth dazu: „Ich würde lieber heute als morgen auf ein E-Fahrzeug umsteigen, leider gibt der Markt derzeit kein vernünftiges Fahrzeug für eine Familie her. Entweder gibt es Kleinwagen oder große Limousinen, die dann wieder entsprechend hoch eingepreist sind.”

Goify sieht das ähnlich: „Aktuell gibt es noch kein E-Auto, was meinen Ansprüchen genügt. Das Model S von Tesla ist für mich viel zu groß und alle anderen E-Autos schaffen keine so langen Strecken, wie ich sie ohne Nachladen fahren will.”

Wer aber einen passenden Stromer findet, kann damit durchaus Spaß haben, wie Nienhuis berichtet: „Ich habe selber ein Tesla Model S P85D 2015 in 2016 gebraucht gekauft. Jetzt 50.000 Kilometer damit hauptsächlich europaweit gefahren. Der Fahrspaß ist so unglaublich, dass alle andere Fahrzeuge altmodisch dagegen sind. Getriebe, Kupplung, Motor warm fahren, schalten, Motorlärm - das alles gehört der Vergangenheit an. Laden ist kein Thema mit den Tesla Superchargers, die mir kostenlos europaweit zur Verfügung stehen. 40 Minuten Aufladen und das Auto kann wieder 280 Kilometer fahren.”

Wie umweltfreundlich sind Stromer wirklich?

Einige Kommentatoren stellen die Umweltfreundlichkeit von Elektroautos in Frage. Für Benns verschiebt E-Mobilität die Emissionsproblematik nur räumlich - hin zu den Kraftwerken, weg aus den Städten. „Damit erreichen wir dann gute Luft in den Städten, mehr nicht. Leider produzieren wir noch nicht genügend Ökostrom, denn nur dann könnte E-Mobilität tatsächlich auch umweltfreundlich werden”, so seine Einschätzung.

geifri sieht weitere ökologische Nachteile: „Abgesehen von der Begrenztheit eines Autos mit Batterie ist die Batterie vor dem Auto und nach dem Auto das größte Problem. Die Herstellung der Batterien erfordert Raubbau an Ressourcen und an Menschen. Der gigantische Müllberg an Batterien nach ihrem Einsatz ist ein absolutes Umweltproblem. Mit diesen Parametern macht das Batterie-Auto für mich keine echte Freude.”

Hybride und Wasserstoff-Autos als weitere Option

adelheid4 wirft eine weitere Option in den Raum: „Ich glaube, dass sich die Wasserstoff-Technik durchsetzen wird. Bei E-Autos kommt früher oder später die Entsorgung der Batterien - und die ist genauso schädlich.”

Auch für tinbert ist das die beste Antriebsart: „Ich glaube an Wasserstoff-Technik. Autobauer aus China, Korea und Japan haben das schon lange erkannt. Serienfahrzeuge könnten sofort an den Start gehen. Wie weit die europäischen Autobauer bei dem Thema sind weiß ich nicht.” Auch Hybride sind für einige Nutzer wie Morini35 die bessere Lösung. „Der Hybrid ist im Moment die Lösung, und am besten in Verbindung mit einem sauberen Diesel. Elektroautos als 1:1 Alternative für den Verbrenner sind der falsche Weg.”

Gewinnerauslosung

Parallel zur Umfrage lief außerdem eine große Befragung auf MOTOR-TALK. Hier konnten all diejenigen, die noch mehr zur Elektromobilität sagen wollten, ihre Meinung loswerden. Unter allen Teilnehmern haben wir ein Bosch IXO, ein Bosch Worklight und ein Bosch Zamo verlost. Benzflo darf sich über ein Bosch IXO freuen, gnirke über ein Bosch WorkLight und StephanWulf über ein Bosch Zamo. Herzlichen Glückwunsch!

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12 Kommentare

Viele Meinungen basieren auf Halbwissen, wobei ich mich da nicht ganz ausschliesse,

da ich nicht in der Branche tätig bin und nicht jeden Artikel zum Thema mitbekomme.

Aber ein kurzer Hinweis zu 3-4 ablehnenden Meinungen:

- Verlagerung der Umweltverschmutzung

Es ist sicher effektiver, wenn ein Kraftwerk Strom für 1000 Autos produziert anstatt

1000 Motoren den Sprit einzeln verbrennen zu lassen

- Nicht genügend Öko-Strom

Problem ist wohl eher die fehlende Zwischenspeicherung, wir verschenken schon

Strom in Spitzen(Öko-)zeiten. Firma "Sonnen GmbH" unternimmt hier erste Schritte,

indem Sie den Strom von Tennet in dezentrale Speicher zwischenlagern will.

- Batterien Weiterverwendung, Entsorgung

Nach der Autonutzung können diese noch als PV-Stromspeicher genutzt werden oder

für jene Spitzenzeiten bei Windkraft & Co.

Die EU plant derzeit ein Recycling-Werk für bis zu 1 mio E-Autobatterien pro Jahr

- Wasserstofftankstellen gibt es auch nicht an jeder Ecke

- ...

... in dem Sinne, fröhliches "Weiter-Diskutieren"

Avatar von Reifenfüller17298
2. Mai 2018 um 17:23:29 Uhr

Jede Technologie setzt sich durch wenn 1. ein Angebot da ist und 2. eine Nachfrage. An beidem hapert es! Das Angebot ist dünn und die Nachfrage begrenzt. Der Grund ist, dass hier eine bestehende Technologie aus politischen Gründen durch etwas ersetzt werden soll, was weder von den Kosten, noch von der Praktikabilität her auf dem gleichen Stand ist. Warum soll man sich das antun? Wären Mobiltelefone schlechter und umständlicher gewesen als Telefonzellen, dann gäbe es sie heute noch nicht!

OpenAirFan

Ich glaube nicht, dass E Autos per Saldo Umweltschonender sind als Verbrenner.

Man sollte alles daran setzen, die Verbrennungsmotoren zu verbessern, denn aus logistischen Gründen sind sie immer noch nicht ersetzbar.

Zitat:

@CLK_mr1968 schrieb am 2. Mai 2018 um 16:58:13 Uhr:

Viele Meinungen basieren auf Halbwissen, wobei ich mich da nicht ganz ausschliesse,

Das ist leider Wahr

Es ist sicher effektiver, wenn ein Kraftwerk Strom für 1000 Autos produziert anstatt

1000 Motoren den Sprit einzeln verbrennen zu lassen

Nein, das ist nicht wahr - Die effizient beim E-auto liegt bei max 8%, Diesel knap 40%

- Nicht genügend Öko-Strom

Problem ist wohl eher die fehlende Zwischenspeicherung, wir verschenken schon

Strom in Spitzen(Öko-)zeiten. Firma "Sonnen GmbH" unternimmt hier erste Schritte,

indem Sie den Strom von Tennet in dezentrale Speicher zwischenlagern will.

- Batterien Weiterverwendung, Entsorgung

Nach der Autonutzung können diese noch als PV-Stromspeicher genutzt werden oder

für jene Spitzenzeiten bei Windkraft & Co.

Die EU plant derzeit ein Recycling-Werk für bis zu 1 mio E-Autobatterien pro Jahr

- Wasserstofftankstellen gibt es auch nicht an jeder Ecke

- ...

... in dem Sinne, fröhliches "Weiter-Diskutieren"

Man darf gerne einen Meinung haben, sogar sehr gut.

Leider ist es verzweifelt dass die meisten nur etwas "glaubt" und wenig weiss!

Motortalk Journalisten ebenso, in EU muss man Politisch korrekt schreiben sonst wird man auf die schwarze liste eingetragen. deswegen auch hier, Scheit es durch dass "natürlich E-autos"

--- habt jemand ein E-auto mit Anhänger gesehen?

--- Nein !

--- warum nicht ?

Denke, denke, denke!

Jacob

Avatar von Dr. Shiwago "Tesla Model 3 LR"
Tesla
2. Mai 2018 um 19:16:00 Uhr

Zitat:

@OpenAirFan schrieb am 2. Mai 2018 um 17:23:29 Uhr:

Warum soll man sich das antun?

Weil es Spaß macht elektrisch zu fahren. Wenn die Leute das erst mal ausprobiert haben, werden sie es auch kaufen. Bisher sollen erst 2% der Deutschen ein Elektroauto ausprobiert haben.

Aber auch der Verbrenner wird vorerst seine Daseinsberechtigung behalten. Nicht jeder kann sich ein Elektroauto leisten oder kommt mit den langen Ladezeiten bzw. kurzen Reichweiten zurecht. Noch lange Zeit werden beide Antriebsarten parallel laufen.

Wenn ich noch 100 Jahre lebe und der Spuk mit dem E-Auto nicht vorbei ist, würde ich ein E-Auto kaufen.

Gruß Werner

Für meine Wünsche kommt ein künftiger Autokauf nur in halber Elektroausstattung infrage. Da ich eine Eigentumswohnung mit Einzelgarage und Stromanschluss besitze, strecke ich seit Kurzem meine Fühler nach einem plug-in Hybrid aus. Hierbei sehe den goldenen Mittelweg im Hinblick der noch zu wenig vorhandenen E-Säulen im Lande. Preislich gesehen müssten hierzu noch einige (deutsche) Hersteller entsprechende Baureihen planen und real so umsetzen, dass diese vielfältiger den diversen Käuferschichten angeboten werden können.

Wenn sich unsere Hersteller, wie VW und Audi nicht schneller beeilen, sehe ich für sie schwarz, denn Hyundai und Kia bemühen sich bereits intensiver in diesem Segment.

Zitat:

@Lucky-Care schrieb am 2. Mai 2018 um 20:56:46 Uhr:

Für meine Wünsche kommt ein künftiger Autokauf nur in halber Elektroausstattung infrage. Da ich eine Eigentumswohnung mit Einzelgarage und Stromanschluss besitze, strecke ich seit Kurzem meine Fühler nach einem plug-in Hybrid aus. Hierbei sehe den goldenen Mittelweg im Hinblick der noch zu wenig vorhandenen E-Säulen im Lande. Preislich gesehen müssten hierzu noch einige (deutsche) Hersteller entsprechende Baureihen planen und real so umsetzen, dass diese vielfältiger den diversen Käuferschichten angeboten werden können.

Wenn sich unsere Hersteller, wie VW und Audi nicht schneller beeilen, sehe ich für sie schwarz, denn Hyundai und Kia bemühen sich bereits intensiver in diesem Segment.

Als Alleinfahrzeug ist das im Moment die vernünftigste Lösung, sowohl ökologisch wie ökonomisch und vor allem für die eigene Gesundheit. Und auch dass es für die deutschen Hersteller 5 vor 12 ist, kann ich nur unterstreichen.

Habe ein Tesla Model X mit AHK. Darf 2400kg ziehen. Wieso nicht möglich?

 

Zitat:

@Audi2L schrieb am 2. Mai 2018 um 17:54:23 Uhr:

--- habt jemand ein E-auto mit Anhänger gesehen?

--- Nein !

--- warum nicht ?

Denke, denke, denke!

Jacob

Avatar von Dr. Shiwago "Tesla Model 3 LR"
Tesla
3. Mai 2018 um 13:49:53 Uhr

Zitat:

@BurkhardR schrieb am 3. Mai 2018 um 08:28:14 Uhr:

Und auch dass es für die deutschen Hersteller 5 vor 12 ist, kann ich nur unterstreichen.

Gerade die deutschen Hersteller haben, was Elektroantrieb betrifft, jede Menge tolle Sachen in der Pipeline. Was man angeblich in China alles so tolles schon kaufen kann, ist bei näherer Betrachtung gar nicht so toll. Und es ist ja auch nicht so, dass die ganze Welt ab nächstem Jahr nur noch elektrisch fahren will.

Avatar von mustangfreak08
Jeep
3. Mai 2018 um 14:33:40 Uhr

Wer sich jetzt ein 100% E-Auto zulegt hat noch mit viele dinge zu kämpfen

- Strom tanken (auf längeren Strecken) ist mit dem Abrechnungscaos unattraktiv

- auf längeren Strecken muss man in Deutschland noch die Zwischenstopps genau planen

- die länge und die Zahl der Zwischenstopps

- Preis des Autos

- Lademöglichkeiten Zuhause ohne eigene Garage

Die Diskussion wegen der Batterie finde ich übertrieben.

trotzdem wird mein nächster ein E-Antrieb haben.

Das Öl und deren Gewinnung sind auch nicht wirklich Umweltschonend.

+ ruhiges dahingleiten und damit eine entspannte Fahrweise ist ein Sicherheitsaspekt

+ ein immer voller "Tank" bei eigener Lademöglichkeit und den klimatisierten Innenraum beim losfahren

+ die eigen Photovoltaikanlage einbinden

+ Wartungsaufwand geringer

die Pluspunkte sind für mich wichtiger als die negativen Punkte

Übrigens: ich habe E-Autos mit AHK gesehen

Zitat:

Für 2,5 Prozent ist vor allem der satte Sound eines Verbrenners gegenüber der Stille eines Elektroautos ein Grund für die Ablehnung.

2,5 Prozent, ist das statistisch überhaupt relevant? Warum wurde diese Frage überhaupt gestellt? Natürlich sind fast 100 Prozent der Bevölkerung von dröhnenden Motoren und künstlich lauten Klappen-Auspuffen genervt. In viele Foren beschweren sich die Leute sogar darüber, dass die EU-Bürokraten planen, Elektroautos ein künstliches Motorengeräusch zu verpassen, ganz zum Leidwesen der Fahrradfahrer, die wieder den Kürzeren ziehen.

 

Ich vermute allerdings, dass auch und gerade für die Auto-Enthusiasten das "Summen" des Elektromotors schneller beliebt wird, als man denkt: Von diesen beiden ist jedenfalls nach wenigen Minuten im Tesla einer bereits überzeugt. Und der dröhnende Auspuff wird ganz schnell nostalgisch, wie das Klappern der Hufe.

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