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Wie wollt Ihr in Zukunft fahren? Eine intensive Community-Debatte über automatisierte Autos. Und die Gewinner der Sets aus Lunchbox und Thermobecher.

So habt Ihr abgestimmt So habt Ihr abgestimmt Wir haben Euch gefragt, was Ihr an Eurem Fahrzeug automatisiert ablaufen lassen würdet. Ganz unabhängig von Realitätsfaktoren wie Kosten, Aufwand und Machbarkeit.

Mit Abstand die meisten von Euch, 23 Prozent, wünschen sich ein Auto, das in Staus und stockendem Verkehr selbstständig arbeitet. Beim Ein- und Ausparken und der Parkplatzsuche würden 16,9 Prozent gern das Steuer mal loslassen, 13,7 Prozent bei langen Autobahnfahrten.

Schon auf Platz vier aber folgt mit 11,7 Prozent: „Ich will lieber alles allein machen“. Auf dem vorletzten Platz mit nur 4,5 Prozent liegt der alte Achzigerjahre-Traum: „Ich hätte am liebsten ein Auto à la KITT, das alles allein macht“.

Angeregte Diskussionen mit verschiedenen Positionen

Das Thema hat bei Euch eine breite, kontroverse Debatte ausgelöst: Mehr als 160 Kommentare zu Möglichkeiten und Problemen, über Sinn und Unsinn des automatisierten Fahrens. Da gibt es einerseits die Freiheits-Befürworter: Ein MOTOR-TALKer schreibt, stellvertretend für viele: „Ein paar Assistenten wie Abstandswarner oder Toterwinkelassistenten sind sicherlich sinnvoll. Aber autonomes Fahren ist das Letzte was ich im Auto will – dazu fahre ich viel zu gerne selbst“.

Das Gegenteil vertritt ein anderer MTler: „Ich hätte es gerne, dass der Unsicherheitsfaktor Mensch aus dem Verkehr entfernt wird. Wir bauen die Unfälle, wir töten Menschen – nicht die Fahrzeuge. Es darf ruhig noch einige Jahre dauern und noch mehr Daten gesammelt werden aber es hilft allen, wenn keine Menschen mehr fahren.“

Dazwischen liegt ein weites Feld an MOTOR-TALKern, die praxisnah und leidenschaftlich darüber debattieren, welche Teilbereiche automatisiert sinnvoll wären. Aber auch wo die Gefahren liegen. Und was überhaupt rein technisch die nächsten Jahre zu erwarten ist. Ein Community-Mitglied fasst den aktuellen Stand zusammen: „Wer sich auch nur annähernd mit der Materie beschäftigt hat, weiß, dass wir alle noch Lichtjahre vom autonomen Fahren entfernt sind. Dafür braucht es flächendeckend das 5G-Netz, wir haben aber noch nicht einmal flächendeckend 4G. Und wir brauchen verlässliche Systeme – keine Spurhalteassistenten die bei Baustellenmarkierungen völlig aus dem Takt geraten; keine PDC-Sensoren die, obwohl weit und breit nichts in Sicht ist, Alarm machen; keine Notruftasten die sich aus heiterem Himmel von selbst auslösen; keine Notbremsassistenten, die sich vor Brückenpfeilern oder Verkehrsschildern erschrecken, und auch keine Verkehrsschilderkennung, die in der 30er Zone Tempo 100 empfiehlt.“

Ihr seht den Nutzen situationsabhängig

Auf Autobahnen und Langstrecken, beim Pendeln, im Stau und beim Einparken halten die meisten von Euch autonomes Fahren für machbar und nützlich. Spätestens aber, wenn es in die Großstädte geht, wo der Verkehr komplex und oft chaotisch abläuft, wo zusätzlich jede Menge Radfahrer und Fußgänger unterwegs sind, sind viele von Euch noch skeptisch. Wie sollen Autos, die nur von künstlicher Intelligenz gesteuert werden, mit dieser Vielzahl an unvorhersehbaren Situationen sicher umgehen?

Und: Wird es überhaupt möglich sein, autonom fahrende Wagen mit von Menschen gesteuerten zu kombinieren? Müsste, wenn das Ganze funktionieren soll, nicht der gesamte Verkehr ausschließlich von miteinander kommunizierenden, selbständigen Fahrzeugen bestritten werden? Ob man so was als schöne, helle Zukunft betrachtet oder als Horrorszenario, in dem der Mensch nicht mehr aktiv mitmacht, bleibt bis auf Weiteres dem Temperament des Einzelnen überlassen.

Ergebnisse der großen Umfrage

Neben der Umfrage im Themenspezial haben wir zum gleichen Thema eine umfangreichere Umfrage erstellt. Mehr als 7.400 MOTOR-TALKer haben daran teilgenommen. Die überwiegende Mehrheit davon Männer, aus ländlichen Gegenden und mit Fahrzeugen von deutschen Automobilherstellern wie VW, Mercedes-Benz, Audi oder BMW. Altersgruppen jenseits der 50 mit überdurchschnittlichen Einkommen sind überproportional vertreten.

Spannend ist das automatisiertes Fahren ist vor allem für die mittleren Altersgruppen. Ab 50 Jahren sinkt das Interesse der MOTOR-TALKer daran zunehmend. Das hat vor allem damit zu tun, dass es für sie kaum vorstellbar ist, anderweitigen Beschäftigungen nachzugehen, während das Auto automatisiert fährt.

Teilnehmer unter 50 Jahren mit einem überdurchschnittlichen Nettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro im Monat sind jedoch häufig von den Vorteilen des automatisierten Fahrens überzeugt. Vor allem weniger Stress und höherer Komfort während der Fahrt sind für sie wichtige Pluspunkte.

Und was machen die MOTOR-TALKer mit der durch das automatisierte Fahren gewonnen freien Zeit? Drei Dinge stehen dabei im Fokus: Smartphone, Entspannung, Mitfahrer. Der erste Griff geht zum Smartphone. Es wird telefoniert oder im Internet gesurft, Textnachrichten und E-Mails werden gelesen. Andere MOTOR-TALKer wollen einfach mal entspannt aus dem Fenster schauen und die Landschaft betrachten. Muss sich der Fahrer nicht aufs Fahren konzentrieren, bleibt Aufmerksamkeit für die Mitreisenden. Allerdings: Dinge, die die Insassen zu sehr ablenken wie Schlafen oder Spiele spielen, kommen für die meisten Teilnehmer nicht in Frage.

Und das sind die Gewinner der Lunch-Sets

Fürs Mit-Diskutieren bei diesem spannenden Thema möchten wir uns bei Euch bedanken! Unter allen Teilnehmern der großen und kleinen Umfrage haben wir insgesamt 10 Sets, bestehend aus einem Bosch Edelstahl-Thermobecher und einer Bosch Edelstahl-Lunchbox, verlost. Die können zum Einsatz kommen, wenn Ihr Euch in Eurem vollautomatisierten Auto mal langweilt – oder bis dahin einfach auf einer Autobahnraststätte.

Die Gewinner sind: AcIvI, , Bambuslooter, Dang3r, DRHephaistos und schlicky sowie danielP80, Pilot69, SideWinder80, vineon und winni#1.

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß damit!

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