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Uwes erster Zwischenbericht

Unser goldender BMW X2 fährt nach wie vor im MOTOR-TALK-Testbetrieb. Seit geraumer Zeit sitzt Uwe am Steuer. Seinen ersten Zwischenbericht veröffentlichen wir hier. Wie der erste Tester Marcel den X2 fand, könnt Ihr hier lesen.

Erster Eindruck

Wow, der sieht ja in live noch besser aus als auf den Bildern, die ich bis dato gesehen hatte. BMW ist es mit dem X2 gelungen ein sportliches und gleichzeitig familientaugliches Fahrzeug zu kreieren. Galvanic Gold ist eine außergewöhnliche Farbe, der es gelingt die elegante Karosserielinie zu betonen. Das Interieur ist tadellos verarbeitet und ergab auch bei genauester Betrachtung keinen Grund zur Beanstandung. Gewöhnungsbedürftig war für mich der niedere Einstieg bzw. die niedrige Dachkante, da ich selbst einen SUV Ford Kuga fahre. Der BMW X2 ist sportlich, schick und sehr gut verarbeitet. Er liegt gut auf der Straße und ist mit 2.0 D ausreichend motorisiert.

Tiefere Eindrücke

Uwe und der güldende BMW X2 Uwe und der güldende BMW X2 Freunde und Bekannte reagierten positiv bis begeistert. Lediglich die 2 Embleme an der C-Säule wurden als übertrieben empfunden. Der X2 zeichnet sich durch ein gutes kurviges Fahren aus. Die Lenkung spricht sehr direkt an und lenkt agil ein. Ich könnte mir vorstellen, dass dies für manchen zu nervös ist. Bei Stadtfahrten ist er wendig und lässt sich gut und sparsam bewegen, passt gut in Parklücken und Parkhäuser. Lediglich das Einparken könnte sich durch die breite C-Säule und der damit verbundenen schlechten Rücksicht als schwierig gestalten. De facto ist es schier unmöglich, nach hinten schräg aus dem Auto zu blicken Eine Rückfahrkamera wäre hier von immenser Wichtigkeit.

Ein- und Ausstieg sind insgesamt ordentlich zu bewältigen, auch bei Dunkelheit, da eine ausreichende Umfeldbeleuchtung vorhanden ist. Der Kofferraum hat eine hohe Ladekante. Das Verladen massiver Gepäcksstücke gestaltet sich deshalb schwierig. Der Umstand, dass die Kante außerdem nicht eben ist, kommt erschwerend hinzu. Negativ fiel mir das Fehlen einer zweiten Kofferraumbeleuchtung auf, bei vollem Gepäckraum ist die vorhandene nicht ausreichend.

Verbrauch

Der Treibstoffverbrauch variierte je nach Fahrmodi zwischen 5,5 und 7,5 Liter. Bei einer reinen Stadtfahrt muss man mit 7,2 Liter rechnen. Eine längere Autobahnfahrt schlägt sich mit 5,5 Liter zu Buche. Ein Mix mit 6,5 Liter.

Motor und Antrieb

Am Antrieb ist nichts zu bemängeln, der Diesel mit 190 PS und 400 Nm hat genug Leistung und Drehmoment für alle Alltagssituaionen. Der Durchzug bei niedrigen Geschwindigkeiten ist einwandfrei. Es gibt einen Fahrerlebnisschalter mit drei Fahrstufen. Sport, Comfort und Eco Pro. An die gewählte Fahrstufe werden Motorsteuerung, Schaltpunkte und Fahrwerk angepasst. Die 8-Gang Steptronic aus dem Hause Aisin schaltet schnell und geschmeidig und findet immer im richtigen Moment die passende Getriebestufe. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, noch niemals ein besseres Automatikgetriebe gefahren zu haben!

Der Motor ist sympathisch leise. Das typische Dieselnageln beim Kaltstart ist schnell vorbei. Motorgeräusche nimmt man im Innenraum kaum wahr, was eine gute Dämmung vermuten lässt. Das Fahrwerk ist sportlich straff abgestimmt. Der Komfort bleibt dennoch nicht auf der Strecke. Dadurch, dass der BMW X2 mit einem NOx-Speicherkat und mit einem Harnstoffeinspritzsystem ausgestattet ist, erfüllt er die zur Zeit gültigen Auflagen.

Fahrverhalten

Der X2 liegt gut auf der Straße, Bodenwellen werden optimal abgefedert. Spurrinnen mag er jedoch gar nicht und läuft dann deulich aus der Spur. Bei Kurvenfahrten bleibt er neutral und lässt sich kaum aus der Ruhe bringen. Die Traktion auf matschiger Wiese war Dank seines Allradantriebs gut. Das Fahrverhalten im Schnee konnte mangels Schnee leider nicht getestet werden. Auf nasser Straße ist das Fahrverhalten einwandfrei.

Freisprecheinrichtung, Konnektivität und Navigationssystem

Das Verbinden mit Telefon hat bei Uwe problemlos geklappt. Das Verbinden mit Telefon hat bei Uwe problemlos geklappt. Das Koppeln meines Handys per Bluetooth ging schnell und zügig vonstatten. Apple CarPlay ist gegen Aufpreis erhältlich. Android Auto ist nicht verfügbar, das ist für die nicht unbeträchtliche Anzahl von Android-Nutzern unvorteilhaft. Das Infotainmentsystem lässt sich leicht per i-Drivecontroller sowie per Touch oder Sprache bedienen, die Menüstruktur ist übersichtlich und logisch aufgebaut und lässt sich innerhalb kürzester Zeit beherrschen.

Des Weiteren sorgt das Harman Kardon Soundsystem für einen spektalurären Hörgenuss, der fehlende Equalizer lässt aber nur begrenzte Eistellungsmöglichkeiten zu. Die Routenberechnungen erfolgen schnell und präzise unter Berücksichtigung der Echtzeitverkehrsdaten. Das Kartenmaterial ist aktuell aus 2018-1.

Komfort und Ausstattung

Zur Geräuschkulisse wäre zu sagen, dass beim starken Beschleunigen der Dieselmotor wahrgenommen wird. Die Fahrgeräusche sind gesamt gesehen auf einem niedrigen Niveau. Bei höheren Geschwindigketen treten Windgeräusche stärker hervor. Die in dem Testwagen vorhandenen Sitze sind elektrisch verstellbar und lassen sich dem Fahrer entsprechend gut anpassen. Die Sitzfäche vorne ist verlängerbar und die Breite der Lehnen ist elektrisch einstellbar.

Die Sitze sind bequem und langstreckentauglich. Die hinteren Sitze sind etwas weniger kommod, aber für längere Reisen trotzdem noch ausreichend komfortabel. Bei größeren Fahrern könnte es bei der Person auf der Rückbank durch die beengten Sitzverhältnissen allerdings zu einem Komfortverlust kommen. Personen ab einer Grösse von 1,90 Metern stoßen dank abfallender Dachlinie an dem Dachhimmel an. Auch ist der Kniewinkel sehr spitz.

Probesitzen auf der Rückbank. Für große Menschen kann es unter Umständen eng werden. Probesitzen auf der Rückbank. Für große Menschen kann es unter Umständen eng werden. Kindersitze lassen sich recht einfach durch das vorhandene Isofixsystem montieren. Die Gestaltung des Innenraums wirkt klar strukturiert, die Materialien sind sauber verarbeitet und machen einen hochwertigen Eindruck. Schalter und Bedienelemente sind logisch angeordnet,das Cockpit ist übersichtlich gestaltet. Der X2 verfügt über eine Zweizonen-Klimaautomatik, die ihre Arbeit anstandslos verrichtet. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit sind das beheizbare Lenkrad und die beheizbaren Sitze eine Wohltat.

Sicherheit und Assistenzsyteme

Die Sicherheitsausstattung des X2 ist grundsätzlich gut, der Autobahn-/Stauassistent, die Verkehrszeichenerkennung, der Spurverlasswarner, das Headupdisplay, der Kollisionswarner, der Abstandswarner und das vorausschauende Fußgänger-Notbremssystem erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr und garantieren ein stressfreieres Fahren. Mir persönlich gefällt besonders gut, dass erkannte Geschwindigkeitsbegrenzungen in den Geschwindigkeitsbegrenzer übernommen werden können. Hierbei kann eine Toleranz von +/- 10 kmh vorgewählt werden.

Durch das optional erhältliche Headupdisplay, bleibt der Blick stets auf der Straße. Das optional erhältliche LED-Licht ist sehr hell und sollte nicht fehlen. Weniger gut gefällt mir, dass BMW aufgrund des hohen Preises, der für dieses Fahrzeug aufgerufen wird, z.B. für den Autobahnstauassistent keine Radar-, sondern lediglich eine Kameralösung anbietet. Bei starkem Regen ist aufgrund der Sichtverhältnisse das System zum Teil ausgestiegen. Das können andere Hersteller, zum Teil auch BMW selber, besser.

Zwischen-Fazit

Generell ist der X2 ein familientaugliches Auto, das Familien mit max. 2 Kindern ausreichend Platz bietet. Weniger familienfreundlich ist dahingehend die Preisgestaltung. Ein weiteres Manko ist, dass selbst gegen Aufpreis bestimmte Assistenzsysteme, wie zum Beispiel der Totwinkelassistent, nicht erhältlich sind.

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3 Kommentare

Zitat: "Ein weiteres Manko ist, dass selbst gegen Aufpreis bestimmte Assistenzsysteme, wie zum Beispiel der Totwinkelassistent, nicht erhältlich sind"

 

Wir hatten uns ebenfalls für den X2- alternativ wegen der besseren Rundumsicht für den X1 interessiert. Weil es aber den Totwinkelassistent bei diesen Fahrzeugen von BMW nicht einmal gegen Aufpreis gibt, sind wir dann bei einem SKODA Karoq gelandet. Nebenbei haben wir noch das Geld für die nächsten beiden Urlaube gespart.

 

Ich verstehe die Politik von BMW nicht: Wer einen X1 oder X2 kaufen möchte, wird sicher nicht auf einen der größeren SUV upgraden, nur um dieses Feature zu haben, welches mittlerweile selbst Autos der 20000 Euro Liga serienmässig haben.

 

Übrigens: Fahre seit fast 40 Jahren BMW und habe auch noch zwei BMW, bin also eigentlich Fan der Marke. Mittlerweile bin ich aber nicht mehr bereit, diese vollkommen überzogenen Preise zu zahlen.

...und dass Android Auto nicht verfügbar ist, ist eine absolute Arroganz und Dummheit der Applejünger bei BMW!

 

Wie bescheuert ist eine solche Bevormundung vieler möglicher Kunden!??

ein wirklich toller Erfahrungsbericht, ähnliches kann ich von meinem X1 F48 auch berichten nur das man im X1 einfach mehr Platz und ein luftigeres Raumgefühl hat , die Runflat habe ich übrigens gleich runter geschmissen und besagter Rückfahrkamera ist auch im X1 Pflicht, herzlichen Dank Uwe, gut gemacht

Autoren
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