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Probefahrt in der Schweiz: der neue Audi Q7
MOTOR-TALK
Wed May 27 09:23:37 CEST 2015 um Wed May 27 09:23:37 CEST 2015 UhrAudi Q7

Bis zu 325 Kilo leichter ist der neue Audi Q7 im Vergleich zum Vorgänger. Mehr Alu an der Karosserie und neu konstruierte Achsen bringen das SUV unter die 2-Tonnen-Grenze. Wie sich das zusammen mit den weiterentwickelten Assistenzsystemen auf das Fahrverhalten auswirkt, haben wir zusammen mit MOTOR-TALKer und Audi-Fan Alex in den französischen Alpen getestet. Alex aka NoS-Pictures ist der Gewinner unserer Probefahrtverlosung.

Der Audi Q7 und seine neuen Motoren

Der Audi Q7 als 272-PS-TDI Der Audi Q7 als 272-PS-TDI

Zum Marktstart wird es zunächst zwei V6-Motorisierungen geben. Später folgen ein Vierzylinder-Benziner mit 252 PS, ein 3.0 TDI mit 218 PS sowie ein 3,0-Liter-V6-Diesel-Hybrid mit 258 PS und einem 94 Kilowatt starken Elektromotor. Beide Aggregate zusammen leisten 373 PS.

Für unsere Testfahren nutzen wir diese drei Motorisierungen:

• 3.0 TSFI mit 333 PS (245 kW)

• 3.0 TDI mit 218 PS (160 kW)

• 3.0 TDI mit 272 PS (200 kW)

Nach einer kurzen Einführung ging es los: Statt der direkten Route zum ersten Treffpunkt steuert Alex die längere Variante durch das Tal der Borgne an. Auf der kurvigen Bergstrecke hat unser Verlosungsgewinner vor allem die zahlreichen Assistenzsystemen angetestet, die im neuen Q7 entweder serienmäßig oder optional zu haben sind.

Assistenzsysteme regeln den Verkehr und senken den Spritverbrauch

Alexander - durchaus leidenschaftlicher Autofahrer – ist fasziniert vom prädiktiven Effizienzassistenten, eine Art Vorstufe für autonomes Fahrens. Basis für diese Funktion ist ein Tempomat. Darüberhinaus zieht sich das System aus den Navidaten Informationen über die Verkehrsführung aus. Nähern wir uns einem Kreisverkehr, so bremst das System den Wagen runter (Stoppen muss man aber noch selbst!). Am Ortseingang regelt die Technik den Tempomaten auf 50 runter und bremst auch das Fahrzeug entsprechend ab, am Ortsausgang entsprechend umgekehrt: Tempomat wird auf 80 hochgesetzt (Schweiz!) und soweit kein vorausfahrender Wagen langsamer ist, wird die Geschwindigkeit entsprechend erhöht.

Als unterwegs eine Wanderbaustelle auftaucht, reagiert das System sofort auf die von der Kamera erfasste Geschwindigkeitsreduzierung auf 60 km/h. Somit ist auf Autobahnen und Bundesstraßen mit mäßigem bis starkem Verkehr ein angenehmes Mitschwimmen möglich. "Ich lasse mir doch von meinem Auto nicht vorschreiben, wie ich zu fahren habe", wird mancher MOTOR-TALKer einwerfen. Sicher, bei der Wochenend-Spritztour wird er das System abschalten. Wer lange Strecken fährt oder täglich dieselbe Strecke pendelt, wird bald feststellen, wie entspannend das Fahren mit diesem Assistenten ist. Und ganz nebenbei spart man - laut Audi - bis zu 10 Prozent Sprit.

Kurvenstrecke durch das Tal der Borgne Kurvenstrecke durch das Tal der Borgne Zusammen mit dem Spurassistenten fühlt sich unser Testfahrer im Q7 schon nah am pilotierten Fahren. Aktuell greift der Assistent jedoch nur 3- bis 4-mal ein, danach fordert er vom Fahrer, sein Fahrzeug doch bitte selbst zu steuern. Lenkt Alex absichtlich über die Linie, so warnt er mit einem ein leichtes Rubbeln am Lenkrad. Dies vermeidet man, indem man beim Überholen (und beim Wiedereinscheren) brav den Blinker setzt.

„Der schiebt ja kein wenig über die Vorderachse“, lobt Alex nach einigen zügig gefahrenen Haarnadelkurven im Serpentinenabstieg von Verbier. Das ist dem neuen Mitteldifferential zu verdanken, das gefühlt etwas Gewicht von der Vorderachse nimmt. Erreicht wird dies, indem es die Antriebskraftzwischen Vorder- und Hinterachse besser verteilt.

Auch die Anpassung der verschiedenen Assistenzsysteme an die aktuellen Fahrgegebenheiten im Fahrmodus „auto“ gefällt ihm, das Getriebe schaltet feinfühlig rauf und runter in der Serpentinenfahrt. Zudem ist das Touchpad auf der Mittelkonsole nicht mehr dermaßen berührungsempfindlich, dass es bei jedem Streifen der Hand vom Schaltknüppel umschaltet. Kurz vor der Talquerung machen wir Fahrerwechsel und ich orientiere mich in der informativen Vielfalt des hochauflösenden Farbdisplays.

Frontansicht des Audi Q7 vor malerischer Kulisse Frontansicht des Audi Q7 vor malerischer Kulisse

Der Verbrauch des Audi Q7 in den Serpentinen von Verbier

An den Hängen des Vallon de la Borgne fällt mir auf, dass der Q7 nicht auf jede Berührung des Gaspedals reagiert. Erwartungsgemäß kräftig ist der Vortrieb, wenn man das Pedal mit Nachdruck tritt. Dabei lag der Verbrauch des Benziners bei etwa 12 Liter, der Diesel blieb knapp unter 10. Während ich zügig die Serpentinen von Verbier herunterfahre, gefällt mir die leichte Kurvenführung, die der mitlenkenden Hinterachse –eine Neuheit im SUV-Bereich- zu verdanken ist: Langsam gefahren lenkt sie gegen, was kleinere Kurvenradien und bessere Traktion liefert. Auch bei schmalen Parklücken oder in Parkhäusern ist das Gegenlenken hilfreich. Bei höheren Geschwindigkeiten lenkt die Hinterachse hingegen mit, sodass der Wagen beim Spurwechsel leicht diagonal fährt.

Die senkrechte Ausrichtung des Kombiinstruments findet der MOTOR-TALK-Testfahrer anfangs gewöhnungsbedürftig, dafür gefällt ihm das Fach für den Wagenschlüssel auf der Mittelkonsole und die Möglichkeit, aus jeder Schalthebelposition per Knopfdruck direkt auf „P“ zu schalten. Im Vergleich zum Vorgängermodell, bei dem sich bei Nachtfahrten die gesamte Tachoeinheit in der Seitenscheibe gespiegelt hat, spiegelt sich beim neuen nur ein Chromstreifen links vom Kombiinstrument – nicht top, aber deutlich besser, sagt Alex. Einzig die Platzierung der Tempolimitanzeige rechts unten sei unglücklich: Die Positionierung wie bei seinem Audi A6 links oben wird seltener von den Lenkradstreben verdeckt und liegt damit besser im Sichtbereich.

Auch wenn seine Garage für den neuen Q7 zu klein ist: der prädiktive Effizienzassistent steht bei unserem Testfahrer Alex definitiv auf seiner Wunschliste – gerne in einem anderen Audi.

Weitere Bilder und die Berichte des Testfahrers findet Ihr hier. Teil 1 beschäftigt sich mit den Assistenzsystemen des Audi Q7. Teil 2 geht genauer auf den Innenraum und die Ausstattung des Q7 ein.

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2 Kommentare

"... mitlenkenden Hinterachse –eine Neuheit im SUV-Bereich..."

 

Lieber Praktikant,

komisch, verbaut doch INFINITY schon seit 2009 im FX!!!

Hausaufgaben bitte gründlicher machen!!!

Avatar von Achsmanschette21765
Fri Aug 28 21:26:03 CEST 2015

Liebe Motor Talker,

 

auch ich habe einen Testbericht zum neuen Q7 hier verfasst.

Außerdem habe ich meine Eindrücke vom Fahrzeug in einem Video festgehalten.

Seht es euch an und sagt mir, was ihr davon haltet.

https://www.youtube.com/watch?v=hKcYHyAunrA

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