Telematik-Tarife sind ein spannendes Thema für Versicherungen, aber auch für Versicherte. Manche Autofahrer schätzen die Möglichkeit, beim Tarif zu sparen – andere befürchten, zu viel von sich preiszugeben. Wir geben Euch einen Überblick darüber, was Telematik bedeutet und wollen das Thema mit Euch diskutieren. Was ist Telematik?Das Prinzip von Telematik-Tarifen ist simpel: Ein Telematikmodul im Fahrzeug liest die Daten der wichtigsten Merkmale beim Fahren aus – zum Beispiel Beschleunigen, Bremsen, Lenken. Der Fahrstil des Autofahrers wird bewertet und eine positive Fahrweise belohnt, durch günstigere Versicherungstarife oder eine Rückerstattung. Dabei fährt der Autofahrer im Umsichtigkeits-Wettbewerb gegen sich selbst: Je höher der Score – also die Bewertung des Fahrverhaltens – desto größer ist die Ersparnis. Die Angebote der Kfz-Versicherer unterscheiden sich in reine Telematik-Policen und Telematik-Zusatzoptionen zur bestehenden Kfz-Versicherung. Die Ersparnis reicht je nach Anbieter von 5 % bis hin zu 40 %. Telematik-Tarife in anderen LändernIn Großbritannien gibt es Telematik-Tarife schon seit den 1990er-Jahren. In den USA fahren ca. 10 % der versicherten Autofahrer mit einem Telematik-Tarif. Die Unfallzahlen der so Versicherten sind dort um 40 % gesunken. In Italien muss jede Versicherung einen derartigen Tarif anbieten. Dort und in Österreich gilt: Die Telematik-Angebote beziehen sich nur auf die gefahrene Strecke, d. h. es werden vorrangig Wenigfahrer belohnt. Vernetztes Fahren Telematik – Big Brother als Beifahrer?Viele Autofahrer befürchten, sich durch die freiwillige Kontrolle mit Hilfe einer Telematikbox ‚gläsern’ zu machen. Da Telematik-Tarife noch nicht lange auf dem Markt sind, gibt es bisher wenig rechtliche Präzedenzfälle. Verbraucherschützer und Politiker warnen vor Sicherheitslücken und Datenmissbrauch. Was oft vergessen wird: Autos speichern schon heute viele Daten, beispielsweise um bei einem Unfall rechtzeitig die Airbags auszulösen. Der Abschluss von Telematik-Tarifen ist außerdem freiwillig, so dass niemand seine Daten preisgeben muss. Wir sind gespannt, wie Ihr zur Telematik steht. Top oder Flop? Was ist Eure Meinung und aus welchem Grund? Für die Diskussion möchten wir Euch auch unsere Telematik-Option vorstellen. Telematik bei AdmiralDirekt.de Unser Geschäftsführer Thomas Vogel erklärte anlässlich der Einführung der Telematik-Option: “Wir wollen kein Alles-oder-Nichts-Prinzip anbieten, in dem nur eine Top-Autofahrergruppe von einer hohen Ersparnis profitiert, sondern den Kreis derer, die bei guter Fahrweise sparen können, möglichst groß halten. So gibt es noch bis zu einem Score von 80 eine Rückerstattung von 5 % auf den Jahresbeitrag. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass der Versicherte keine Rückerstattung erhält.“ Einen Zusatznutzen sehen wir in der App: Über die App oder über ein Online-Portal kann der Versicherte seinen Score überprüfen. Im Idealfall trainiert er eine umsichtigere Fahrweise, und das Unfallrisiko minimiert sich. Das Telematikmodul sendet bei einem schweren Unfall einen automatischen Notruf an die Notrufzentrale von AdmiralDirekt.de. Auch ein manueller Notruf kann abgesetzt werden. Mit Tankstellensuche, Parkuhr-Timer, Fahrzeugsuche, Diebstahlschutz und Fahrtenbuchunterstützung soll die App ein Helfer im Alltag sein. Wie berechnet sich der Score? Was meint Ihr?Was sagt Ihr zur Telematik allgemein und zu unserer Telematik Spar-Option? Was würdet Ihr Euch wünschen bzw. wann wäre eine solche Option für Euch attraktiv? Wir freuen uns auf die Diskussion mit Euch. |



Die Sorgen möcht ich haben...(nein, eigentlich lieber nicht)
Glaub ich dir sofort. Wer ständig verkünden muss, wie unsinnig es doch ist, worüber andere sich aufregen, der hat ganz spezielle Probleme.
Hallo Pythagoras,
vielen Dank für deinen Kommentar. Aufgrund der großen Nachfrage haben wir hier auf Motortalk einen Artikel zum Thema Datenschutz/ Datenübertragung bei Telematik veröffentlicht. Darin kannst du bei Interesse detailliert nachlesen welche Daten erhoben werden und wer auf diese Daten zugreifen kann. Im Falle eines Unfalls wirkt die Datenerhebung sich nur positiv für dich aus. In Zweifelsfällen (Aussage gegen Aussage) können die Daten helfen deine Angaben zu belegen.
AdmiralDirekt.de wurde 2007 als Tochter der britischen Admiral Group gegründet. Seit 2011 ist die AdmiralDirekt.de GmbH eine hundertprozentige Tochter der Itzehoer Versicherung/ Brandgilde von 1691 VVaG.
Maren von AdmiralDirekt.de
Richtig. Mein Problem sind im Speziellen genau diese "Weltuntergangs-Theoretiker", die selber nicht so einen Tarif haben, aber natürlich gaaaaanz genau wissen, wie ach so böse der Tarif bzw. die Versicherung ist.
Aussagen wie " Telematik-Versicherte haben bis zu 40% weniger Unfälle" sind Augenwischerei. Das ist das gleiche wie "3.000.- Euro durch Versichererwechsel sparen".
Wenn sich jemand freiwillig eine Blackbox einbauen lässt, wird er sich genau so verhalten, wie es der Versicherer im Sinne einer günstigen Prämie vorstellt. Wenn ich weiß, dass ich mich immer innerhalb der zulässigen Geschwindigkeit bewege, wenig Nachts und Morgens fahre, sehr viel Autobahn und wenig in der Stadt, passt die Blackbox perfekt zu mir. Soweit alles in Ordnung.
Aber diejenigen, die sich genau Gegenteilig verhalten, werden sich eine Blackbox nicht einbauen lassen. Es würde ja zu höheren Beiträge führen. Soweit auch alles in Ordnung.
Wenn ich nun die Schadenhäufigkeit der ersten Gruppe der der zweiten Gruppe gegenüber stelle, dürfte selbst jedem Nichtstatistiker klar sein, dass die erste Gruppe auch 40% weniger Unfälle verursacht. Liegt das nun an der Blackbox? Mitnichten! Denn diese Gruppe würde auch ohne Blackbox die gleichen Schadenfrequenzen generieren wie mit ihr.
Für den Versicherer macht das alles dann Sinn, wenn er hierdurch die besseren Risiken in seinen Bestand holt. Das funktioniert dann, wenn sich die Anteile der Gruppe 1 zugunsten der Gruppe 2 verschieben.
Aber das ganze hat überhaupt nichts mit geändertem Fahrverhalten zu tun.
Aber diese Diskussionen habe ich schon immer gerne im Rahmen unseres gemeinsamen GenRe-Pools geführt.
Irgendwie habe ich hier Probleme was Aktuelles zum Thema "Telematik" + Versicherungen bzw. -Tarife zu finden.
Hilfe - was mache ich falsch?
Hier ist mir schon jemand auf die "Füße" getreten weil ich da was zu geschrieben habe obwohl der letzte Beitrag schon älter als 1Jahr war
https://www.motor-talk.de/.../...ck-auf-ueberwachung-t5873252.html?...
Mein Hinweis darauf, dass der Thread >1 Jahr tot war, stand 1. im PS (also ganz unten) und hat 2. den Hintergrund, dass es immer wieder passiert, dass Leute alte Thread ausbuddeln und sich dann wundern, dass fast keiner antwortet. Z. T. ist es schlicht so, dass die Leute nicht mehr auf MT aktiv sind und gerade bei News-Threads ist's so, dass die Leute über die Newsseite reinkommen, also anders als in den Foren nicht mal sehen, wenn da jmd. in einem alten Thread geantwortet hat.
Bzw. Thread hier ist ja auch ähnl. alt.
Aktuell plätschert das Thema allg. betrachtet wohl auf kleiner Flamme vor sich hin.
Falls du aktuellere Threads suchst, ist vllt. https://www.motor-talk.de/forum/kfz-versicherung-b13.html die bessere Anlaufstelle. Evtl. gibt's dort sogar einen inoffiziell offiziellen Dauerthread? Also erstmal dort umschauen und wenn du nicht's halbwegs aktuelles findest, evtl. dort einen Thread aufmachen, wenn du konkrete Fragen bzgl. Erfahrungswerten hast.
Wenn du das einfach toll findest und es einfach anderen mitteilen willst, ist es evtl. besser, wenn du einen Blogartikel schreibst (dort hast du dann auch das virtuelle Hausrecht was die Kommentare angeht, wobei die MT-Regeln z. B. bzgl. Werbung, Beleidigungen & Co. trotzdem gelten) -> https://www.motor-talk.de/.../Faq.html?...
HTH
notting
Hallo @notting, danke für die Info bzw. Aufklärung.
Ich muß also auf Autobahnauffahrten schleichen, obwohl man schon in der Fahrschule lernt daß man hier "Pedal to the metal" gibt.
Wenn mir einer vor die Haube fährt darf ich weder bremsen noch ausweichen. Zahlt ja dann seine Versicherung wenn ich dem reinfahre und mein Tarif geht nicht hoch.
Ich bin Vielfahrer. Allein die Tatsache daß auf der Autobahn gefühlt kein Mensch mehr in den Rückspiegel schaut sondern einfach die Spur wechselt, disqualifizieren diese Kriterien meiner Meinung nach völlig.
Ein guter Fahrer weiß wie eine Vollbremsung geht (das erste was man bei einem Fahrsicherheitstraining lernt) und das wird jetzt von den Versicherungen abtrainiert.
Jeder der so einen Tarif abschließt dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen.
PS. Warum kommt der alte Thread plötzlich als Top-Thema nach vorne???
Gruß Metalhead
Jetzt interpretierst du aber sehr viel rein, was dort nicht steht bzw. überdramatisierst du es.
Ohne die einzelnen Parameter der Telematik zu kennen, dürfte naheliegend sein, dass für die Berechnung wohl ein Durchschnittswert genommen wird, welcher sich über einen festgelegten Zeitraum ermittelt. Die 3 sec Beschleunigung auf der Autobahnauffahrt fallen demnach nicht ins Gewicht.
Was ist denn an generellem zügigen Beschleunigen schlecht bzw. gefährlich??
Reduziert die Drosselverluste und ist sogar umweltfreundlich.
Gruß Metalhead
Daran ist gar nichts verkehrt - ganz im Gegenteil.
Dennoch nimmt die Zeit, welche du beschleunigst, auf die Gesamtfahrzeit nur einen untergeordneten Teil ein. Wer allerdings beim fahren nur "0" und "1" kennt, dem wird das auf die Füße fallen.
Stimmt, aber es werden ja scheinbar die Beschleunigungsvorgänge bewertet und nicht die gesamte Fahrt.
Zumindest lese ich das da so raus.
Das geht ja eh nur auf der Autobahn und wenn V sich Vmax annähert ist da auch nicht mehr viel Beschleunigung.
Naja, lassen wir die Leiche wieder einschlafen, ich würde sowas jednefalls niemals abschließen (wenn die Versicherung mein Risiko beurteilen will, dann müssen 20 Jahre unfallfrei (zumindest was verschuldete Unfälle angeht) einfach reichen).
Gruß Metalhead