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Youngtimer Expo

Nach Oldtimern kommen die Youngtimer. Eigentlich logisch. Aber die Grenzen, was was ist, lassen sich eigentlich nur Zulassungsrechtlich ziehen. Und es gibt Exoten, die gerade erst aus der Werkhalle gerollt sind...

20.03.2018 15:05    |    Ingolf_Youngtimer.Ex    |    Kommentare (38)    |   Stichworte: 100, Audi, Audi 100, Audi F104, Audi F105, Audi Typ 43, Audi Typ 44, Klassiker, oldschool, Oldtimer, Youngtimer

50 Jahre Audi 100- 50 Jahre Überlebenssicherung für Audi..

Nein, ein Youngtimer ist der erste Audi 100 (F104/F105) schon lange nicht mehr- nicht nur zulassungstechnisch, sondern auch gefühlt. Während sein Nachfolger, interne Bezeichnung Typ 43 (C2), noch bis vor wenigen Jahren in diversen Autoblättern als Youngtimer -obwohl seit 1976 gebaut- auftauchte, ist die erste Ausgabe schon seit Ewigkeiten dem Oldtimerstatus unterworfen. Vielleicht liegts am klaren 60er Jahre Design, oder auch an der Tatsache, dass, trotz relativ hoher Stückzahlen, kaum ein Exemplar bis in die 80er Jahre hinein existierte? Möglich, denn als sich die Youngtimerscene Anfang der Neunziger, damals noch auf Kadett C und Golf 1 schielend, entwickelte, war der Audi 100 früher Machart bereits aus dem Straßenbild verschwunden- der Gilb hatte die Masse der Exemplare zu Kompost werden lassen. Zur Ehrenrettung sei aber bemerkt, dass dieses Schicksal fast allen Vehiceln der 60er widerfuhr.

 

Nun, Autos die einfach verschwunden sind, gibt es viele, denken wir nur an sämtliche Ford 12, 15, 17 und 20"m"... und auch sie haben ihrem Hersteller damals das Überleben gesichert. Aber beim Audi ist es etwas anderes. Etwas Grundsätzliches, denn ohne ihn wäre Audi auf dem Markenfriedhof beerdigt worden. Denn die gloreiche Traditionsmarke aus Sachsen hatte mit der Teilung Deutschlands nach dem Krieg aufgehört zu existieren. Einzig die Schwestermarke DKW, die schon vor dem Krieg Zweitakter erfolgreich verkaufte, durfte im westlichen Exil unter Daimler in Ingolstadt und Düsseldorf weiter machen. Als die Stuttgarter das endgültige Aus für die zweitacktenden PKW Anfang der 60er Jahre kommen sahen, stießen sie die Produktionsstandorte und die Markenrechte der Auto Union, die bereits vor dem Krieg Audi, Wanderer, Horch und DKW unter einem Dach einte, an VW ab. Der neue Eigentümer inetressierte sich unter der Federführung Claus Nordhoffs aber weder für die noch unter Mercedes entwickelten Mitteldruckmotoren, noch die Schöpfungen alias Audi 60, 70, 80 oder gar den 100. Das VW- Interesse beschränkte sich auf hinzugewonnene Produktionskapazitäten für den ewigen Käfer, der sich Ende der Sechziger tatsächlich immer noch wie geschnitten Brod verkaufte.

Audis neuen Konzernschwester NSU ging es übrigens kaum besser- der "K70" wurde zähneknirschend ins VW Programm übernommen und nach dem Ro80 verschwand die Marke für PKW endgültig.

 

Kurz um, der von Audi- Ingenieuren im geheimen entwickelte Audi 100 wurde zufällig vom VW- Werkshalter entdeckt, dem Konzernchef Nordhoff- einem fanatischen Käfer-Befürworter- vorgestellt und für gut befunden. Tatsächlich verkauften sich in den knapp 8 Baujahren über 800.000 Exemplare- eine stattliche Größenordnung im gehobenen Segment, zumal aus der Hocke heraus. Audi als Markenbegriff hatte damit seine Lebensberechtigung verteidigt, wenn auch erst der unter Porsche-Mann Piech der Enkel des ersten 100er mit dem ab 1983 angebotenen 100er, Typ 44 (C3) und dem dazu lieferbaren Allrad namens Quattro Audi endgültig zum weltweit akzeptierten Premiumhersteller machte. Aber das ist dann eine Youngtimerstory und wird ein anderes Mal erzählt;)

Einen kräftigen Schluck Super-verbleit auf den 50. Geburtstag

  • C1
  • C2
  • C3
c1 C1

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20.03.2018 15:51    |    astra33

Der Nachbar hatte damals den Audi 100 C1 als Neuwagen, ein Bekannter fuhr dann in den 80-Jahren das Audi 100 Coupé S als Youngtimer.


20.03.2018 15:57    |    Christian8P

Der C4 gehört aber doch auch noch dazu.:(


20.03.2018 16:34    |    LT 4x4

C1 als LS mit 100 PS in verblasstem Rot wäre beinahe mein erster Eigener geworden.

Scheiterte aber am Veto von meinem Vater (100 PS wäre zuviel)...


20.03.2018 21:55    |    GLI

Wer ist Claus Nordhoff?


21.03.2018 03:00    |    Ingolf_Youngtimer.Ex

Sorry, Heinrich natürlich.


21.03.2018 03:05    |    Ingolf_Youngtimer.Ex

@christian8P klar gehört der c4 auch dazu, der Text drehte sich aber um die allereste Serie. Der C3 ist ja nur deshalb noch erwähnt, weil er ein Meilenstein im Kontext der Markenetablierung war.


21.03.2018 04:37    |    HelldriverNRW

Bitte einmal als 100 Coupe S, wenn ich im Lotto gewinne und vorher ein paar noch dringlichere Autowünsche befriedigt hab :D.


21.03.2018 07:36    |    stefank62

Die Audi C1 haben sicherlich einen weiteren, wichtigen Beitrag zur Rettung der Marke Audi geleistet, wären aber Audi 72/60/75/80 (F103) gescheitert, hätte es den C1 vielleicht gar nicht mehr gegeben.

Grüße von einem Audi 60L Fahrer ;-).


21.03.2018 12:02    |    Lewellyn

Ja, so einen 76er(?) 100GL hatte Vaddern auch früher. Erinner mich nur ans sanfte Fahren damit. War aber nach wenigen Jahren schon ziemlich rostig. Mutter hat ihn dann bis 1980 gefahren, während Vaddern schon nach 2 Jahren

auf einen Granada 2.8i Ghia gewechselt ist. Das war ein Unterschied...


21.03.2018 13:14    |    HeinzHeM

Bitte? Der Artikel geht ja wohl sowas von an den tatsächlichen Ereignissen vorbei.... :rolleyes:

 

Kurz zur Klarstellung: Nachdem die Auto Union Ende der 50er Jahre auf Drängen des Hauptaktionärs beider Hersteller Friedrich Flick von Daimler Benz übernommen worden war, wurde gegen Ende der Zweitakt-Ära aus dem DKW F102 der Audi 72 PS (F103) entwickelt. Diese Modellreihe sollte den Mercedes 190/200 als späte Ablösung der 180er Baureihe nach unten ergänzen. Man entschied sich dann jedoch in der Konzernleitung anders und verkaufte Wagen und Werk in Ingolstadt an den Volkswagen Konzern. Die Werke in Düsseldorf und in Spanien jedoch behielt man bei Mercedes zur weiteren Produktion von den gut im Markt eingeführten Transportern.

 

Volkswagen war zu dieser Zeit auf der Suche nach einem Ausweg aus der Heckmotor-Ära und hatte bereits allerlei Prototypen auf die Beine gestellt, die aber nie der große Wurf zu sein schienen. Da kam das Angebot von Daimler-Benz gerade recht. Man übernahm hierbei einen fertig entwickelten marktreifen Wagen, aber vor allen anderen Dingen auch das Wissen und Können der Ingenieure der Auto Union zum Aufbau des zweiten Standbeins mit Frontantriebswagen, in denen man die Zukunft sah.

 

Unter der Volkswagen-Ägide startete die Produktion des Audi (72 PS) und man entwickelte das Modell in alter VW-Tradition kontinuierlich weiter, bis hin zum sehr gut verkauften Audi 60. Der Audi 100 wurde paralell dazu unter Ludwig Kraus entwickelt und der Vorstand unter Heinrich Nordhoff entschied sich 1968 zum Bau dieses Aufsteiger-Modells, um die Kunden weiter an die Marke zu binden.

 

Da gab es nichts retten, der Audi 100 war einfach nur ein weiteres Modell. Er löste auch mitnichten den Audi F103 ab sondern dieser wurde noch bis 1972 in großen Stückzahlen weiter gebaut und in diesem Jahr vom neuen Audi 80 (B1) abgelöst.

 

Erst 1969 wurde die NSU AG in den Konzern integriert und die Audi NSU AG geschaffen. Die NSU AG hatte auch eine Heckmotor-Geschichte und war ebenfalls nach einer Suche nach einem Ausweg, jedoch war die Kapitaldecke zu dünn um hier etwas wirklich konkurrenzfähiges auf die Beine zu stellen. Was man aber in den VW-Konzern einbrachte, das waren der Entwurf des K70 und eine gute Presseabteilung, der es zu verdanken war, dass die Käufer die Produktion des K70 nun von der Volkswagen AG erwarteten. Dabei war der Wagen alles andere als serienreif entwickelt und es bedurfte mehr als nur ein wenig Feinschliff dazu. Das ist aber eine ganz andere Geschichte.


21.03.2018 13:42    |    FrankyStone

Meine Eltern hatten sich irgendwann in den 1970ern einen roten Audi 100 GL als Jahreswagen gekauft. War ein schönes Auto und für damalige Zeiten gut motorisiert. Nur leider war der Audi - wie viele Autos dieser Zeit - nicht besonders langlebig und mit zunehmendem Alter auch nicht mehr besonders zuverlässig. Gegen Ende hat mein Vater die Öldosen gleich im 12er-Pack gekauft, weil er so oft Öl nachkippen musste.


21.03.2018 13:50    |    Turboschlumpf6

Diese Tradition scheint Audi ja zu pflegen: Immer schön Öl nachkippen ;)


21.03.2018 17:40    |    Trennschleifer243

Der C2 war die reinste Rostlaube.


21.03.2018 17:55    |    LT 4x4

Kann ich nicht bestätigen.


21.03.2018 18:52    |    HeinzHeM

Die Rostvorsorge bei den Pkw-Blechen war in den späten 60er und den 70er Jahren unter aller Sau, man kann es nicht anders sagen. Der Witz, dass die Wagen bereits im Prospekt rosteten trifft nicht allein auf Fiat zu. Nach etwa sechs Jahren waren die meisten Wagen hinüber :mad:


21.03.2018 22:12    |    wk205

Ja und nein.

Die Autos aus dieser Zeit rosteten im gleichem Tempo wie die aus der Zeit davor. Allerdings waren Stahl und Blech weniger und dünner geworden und damit die Strecke zum Ende kürzer.

Und dann Fiat. Das war schon krasser und auch später. Ich erinnere mich an fabrikneue Ritmo beim Händler auf dem Hof mit Rostpickeln an den verchromten Türgriffen.


21.03.2018 23:59    |    HelldriverNRW

Auf jeden Fall waren es Zeiten, die im Nachhinein sehr gern schöngeredet wurden ;).


22.03.2018 06:49    |    wk205

Definitiv. Mein 79er Golf war bei der Trennung 1985 (im fortgeschrittenen Alter von 5,5 Jahren) an diversen sichtbaren Stellen braun und mürbe, u.a. Radläufe, Türfalze, Antennenbohrung im Kotflügel.


22.03.2018 09:39    |    FrankyStone

Die Langlebigkeit kam beim Audi 100 erst mit dem C3, dank verzinkter Bleche und robuster Motoren.

 

Die 1980er waren in gewisser Weise ein qualitativer Höhepunkt des europäischen Automobilbaus, bevor in den 1990ern die Qualität vieler Hersteller durch übertriebene Sparmaßnahmen (der "Lopez-Effekt") wieder sank. Mir fallen da spontan der Opel Astra F und der Mercedes W210 ein. Meiner Ansicht nach ging's in den 2000ern qualitativ wieder nach oben.

 

Ich weiß jetzt nicht, in wie weit Audi vom Lopez-Effekt betroffen war. Kamen nach dem C3 "schlechtere" Audis? Kann man den ölsaufenden 1.8 TFSI in der Rubrik Lopez-Effekt einordnen?


22.03.2018 19:33    |    Gerry0309

Mein Vater hatte erst einen Audi 60L und danach einen Audi 100S mit satten 90PS weil der 60er als

Zugwagen für unseren 750kg Wohnwagen zu schwach war. Das muss man sich heute mal vorstellen 750kg!

Den 100S habe ich dann im stolzen Alter von knapp 10 Jahren als Führerscheinanfänger übernommen.

Er war schon etwas rostig, vor allem unten drunter und soff min. 1 Liter Öl auf 1.000km.

Um die 10 Liter Super hat er sich auch schmecken lassen.

Das war damals normal und ich habe es ihm nachgesehen weil er umsonst war.

Im Vergleich zu den 40 und 50 PS Polos und Klepperdetts meiner Freunde war ich damit natürlich der King.

Nach 2 Jahren hat uns dann 1980 der TÜV geschieden.

Der cremeweißen Schönheit hahe ich noch lange nachgetrauert.

Wenn ich mir je einen Oldtimer gönne wird es ein Audi 100.


23.03.2018 13:57    |    Fordlover1975

C1 und C2 hatten mehr oder weniger Blechprobleme, beim C2 wurde es Anfang der 80er Jahre besser. Was wurde 1968 noch intersesantes geboten? Peugeot 504, Saab 99, Vw 411 /412 ........bitte Liste vervollständigen!


23.03.2018 14:42    |    Rowdy_ffm

Ford 17M/20M/26M P7.

Ich hatte als erstes Fahrzeug nen 20M P7 2000S/XL Ein geiiles Fahrzeug! Ruhiger sanfter V6 mit 90 PS, bei konstant 140-150 auf der BAB 10,5 l Super, 1 Liter Öl auf 10.000 km. Toll. Zum Säufer wurde der Motor erst im Granada. Ich habe meinen M geliebt!


23.03.2018 18:45    |    Andy 43

Ich habe über einen Zeitraum von über 20 Jahren ein Audi 100 Coupe S gefahren. Selten hat es mir solch eine Freude bereitet einen Wagen wie diesen zu fahren. Der Audi rostete zwar als gäbe es kein Morgen mehr, aber nach einer von mir durchgeführten Totalrestaurierung, stand das Fahrzeug wieder Top da.

 

Leider setzte ein träumender Fahranfänger dem Leben dieses tollen Wagens ein jähes Ende, indem er das Audi Coupe an einer roten Ampel als Prellbock missbrauchte. Wäre das nicht passiert, würde ich das 76er Coupe S auch heute noch durch die Lande fahren.


24.03.2018 12:25    |    scottydxb

Ich durfte Mitte der 80er auch mal einen Audi 100 CD (C2) mit 100 kW mein Eigen nennen, bis ein abgerissenes Ventil dem Motor den Garaus machte.

 

Im Grossen und Ganzen war ich mit dem Auto sehr zufrieden; es war komfortabel und zuverlaessig.

 

Leider hatte ich hier in Dubai Probleme mit dem Armaturenbrett das nach einigen Jahren zahlreiche, mehr oder weniger grosse, Risse aufwies.

 

Das war sehr unansehnlich, aber zu dieser Zeit nichts unegewohnliches; hatten andere Premium Hersteller auch ;)

 

Heute kennt man dieses Problem, Gott-sei-Dank, nicht mehr.

 

LG Werner


24.03.2018 13:22    |    Fordlover1975

Schön, ein 5E CD, fuhr ein Nachbar meiner Eltern auch......hörte sich im Gegensatz zum Nachbar Daimler / BMW und Vadders Audi 80 richtig cool an bei Schleichfahrt im Wohnweg..


24.03.2018 13:30    |    scottydxb

Zitat von Fordlover1975:

 

Schön, ein 5E CD, fuhr ein Nachbar meiner Eltern auch......hörte sich im Gegensatz zum Nachbar Daimler / BMW und Vadders Audi 80 richtig cool an bei Schleichfahrt im Wohnweg..

 

Fuer mich hoerte sich das immer so an als wenn die Ventile klappern :rolleyes:

 

Deshalb auch das abgerissene Ventil, da ein "Fachmann" meinte man muesse sie einstellen und hat sie dabei wohl etwas zu stramm eingestellt; nach ca. 500km dann das Aus; schade....war ein tolles Auto.

 

Wir hatten zwar damals einen Austauschmotor eingebaut, aber fuer mich war das Auto nicht mehr das was es mal war und daher hatte ich mich zu dem Zeitpunkt zum Verkauf entschlossen.

 

LG Werner :cool:

 

P.S. Mal sehen ob ich im naechsten Urlaub im Mai paar Bilder zu Hause in D finde.


26.03.2018 00:16    |    SAP-Fuzzi

Zitat:

Diese Tradition scheint Audi ja zu pflegen: Immer schön Öl nachkippen ;)

Ja, aber damals hatten die Dinger wenigstens noch anständige Bremsen.


26.03.2018 07:26    |    wk205

Hüstel...


26.03.2018 07:43    |    scottydxb

Hmmm, vorne Scheiben - hinten Trommel :rolleyes:


26.03.2018 10:40    |    SAP-Fuzzi

Ihr müsst das in Relation sehen : Das reichte, um die Fuhre zu bremsen bei dem Gewicht. Und man musste nach 2 harten Vollbremsungen nicht gleich neue Bremsen kaufen wie heute.


26.03.2018 10:45    |    scottydxb

Zitat: Und man musste nach 2 harten Vollbremsungen nicht gleich neue Bremsen kaufen wie heute.

 

Stimmt..........aber damals fuhr man auch noch keine 250km/h ;)

 

LG Werner


26.03.2018 11:26    |    SAP-Fuzzi

Da hast Du Recht. Deswegen: In Relation gesehen taugten die Bremsen was, weil sie das Fahrzeug zum stehen bringen konnten, ohne dabei kaputtzugehen.

Aber wir verzetteln uns ... :)


26.03.2018 18:23    |    Rowdy_ffm

Heutzutage wiegt aber schon ein Golf so viel, wie der alte Audi 100. Zusammen mit den Fahrleistungen heutiger Fahrzeuge und deren Gewicht (mein A6 4G knapp 2T) haben die Bremsen doch etwas mehr zu tun.


26.03.2018 19:36    |    wk205

Trotzdem waren die Bremswege damals deutlich länger.


28.03.2018 12:16    |    Rowdy_ffm

Klar, dass die Technik weiter ist. Auch die Reifen haben einfach mehr aufstandsfläche und ganz andere Gummimischungen.


30.03.2018 03:37    |    Don Rogers

Ach ja, seufz, die guten alten Zeiten. Mein Vater hatte von 1969-72 erst einen dunkelblauen Audi Super 90 und anschließend von 72-76 einen gelben Audi 100 GL. Das war ja damals das Topmodell - 112 PS, Doppelscheinwerfer, Velourspolster.

 

Eigentlich schon seltsam wenn man bedenkt, das der Audi A6 heute bei den Benzinern erst ab 180 PS überhaupt anfängt - und damals waren 112 PS das höchste der Gefühle ! Aber die Autos waren dafür früher natürlich angenehm leicht und handlich, hatten viel weniger Masse zu bewegen. Ich weiß nicht genau was der 100er für ein Leergewicht hatte, aber mit Sicherheit nicht über 1200kg.

 

Jedenfalls schwärmte mein Vater noch sehr lange vom 100er, vor allem von der guten Straßenlage, dem angenehmen Fahrverhalten und dem für damalige Verhältnisse satten Antritt - das Ding war für die 70er Jahre schnell, Tacho 200 laut Vaddern überhaupt kein Problem. Und ich bin geneigt ihm absolut zu glauben, weil er als Mensch nicht zu unnützen Übertreibungen und Angebereien tendiert.

 

Bevor er ihn nach 4 Jahren verkaufte, hatte der Audi indes aber angefangen, richtig Öl zu saufen. Da mußte quasi täglich nachgekippt werden am Ende... :-)

 

Der Opel Commodore B den er danach fuhr (von 76-80), hatte zwar einen famosen 2.8er Reihensechser, war aber dafür schon nach 2 Jahren teilweise erheblich durchgerostet. Na ja, alles in allem waren / sind es aber tolle Autos, die eben ihre zeittypischen Schwächen hatten.


10.04.2018 08:12    |    waidlerNr2

Unglaublich, nächstes Jahr ist mein 44er dann auch stolze 30 Jahre alt. Letzte Woche wieder über den TÜV geblubbert ohne nennenswerte Vorkommnisse.

Lang lebe der Audi 100! ;-)


10.04.2018 09:25    |    Gerry0309

Der 100er wog damals gute 1000kg, je nach Modell und Ausstattung ging es ab 1050kg los,

bei immerhin auch schon über etwas über 4,60m Länge.

Ein Bekannter hatte den GL als Zweitürer, ein Traum !!!

 

Aber seiner war genauso wie mein Exemplar sehr rostanfällig.

Damals haben sie wie später beim Golf I auch minderwertiges Recyclingblech mit zu hohem

Buntmetallanteil verwendet. Der Konzern hat schon immer gespart.

 

Öl gesoffen haben auch beide jenseits der 100.000, meiner am Schluß einen Liter auf 1.000 km.

Ab da hab ich mir den Ölwechsel gespart.

 

Trotzdem habe ich ihm lange nachgetrauert. Als ich ihn für 300 Mark beim Schrotthändler abgegeben habe

hatte ich Tränen in den Augen.


Deine Antwort auf "Audi 100 - Alles Gute zum Geburtstag: der Retter der Marke Audi wird 50 Jahre"

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Ich bin Ingolf. Bei meiner Geburt muss man evtl. erforderliche Blutkonserven mit Benzin vertauscht haben, jedenfalls liebe, lebe und arbeite ich rund um das Thema Automobil mit Leidenschaft. Das geht manchen auf den Sack, ich kann aber nicht anders, sorry. Ich sammle alles vierrädrige aus den siebziger und achziger Jahren was iwie geil ist- völlig markenunabhängig. Und ich fahre diese Karren konsequent im Alltag, nachdem bei mir eine Neuwagenallergie diagnostiziert wurde. Auch beruflich darf ich dankenswerter Weise meinen Senf zur zweitschönsten Sache der Welt abgeben: altem Blech. Neben der gelegentlichen Schaffung von Filmautos kümmere mich mit darum, dass die erste Youngtimer Expo im September 2018 zum Leben erweckt wird.