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Yoshi`s Blog

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11.01.2012 15:03    |    Yoshi007    |    Kommentare (34)    |   Stichworte: Allianz, breaking, Citroen, Fiat, Fusion, fusionsgerüchte, Fusionsphantasie, Koperation, Marchionne, News, Peugeot, Volkswagen, VW

fiat-psa-peugeot-allianz-1-0
Fiat psa peugeot allianz 1 0

Nach der Flaute während der Wirtschaftskrise, scheint sich die Automobilindustrie zu rehabilitieren. So konnte der deutsche Autobauer Volkswagen und seine Submarken Audi, Seat, Skoda & Co. das vergangene Jahr mit einem Rekordergebnis abschließen.

 

Mehr als 8 Millionen Fahrzeuge (8,16 Mill.) lieferte Volkswagen im vergangenen Jahr aus und rückt nach General Motors mit rund 9 Millionen Fahrzeugen auf Platz 2 der weltgrößten Autobauer vor. Und das gefällt nicht jedem. Wie es scheint bildet sich zur Zeit eine Front, unter der Führung von Fiat-Chef Sergio Marchionne, um eine Allianz gegen Volkswagen zu formieren. Der Fiat Boss gab jüngst mit großer Entschlossenheit bekannt, dass es ein Gegengewicht zu Volkswagen geben müsse. Sergio Marchionne liegt ja bekanntlich schon seit vielen Jahren in Urfehde mit Volkswagen. Doch nun sucht Fiat mit neuem Eifer nach Verbündeten und ist wohl auch bereit, mit anderen Unternehmen zu fusionieren, um Volkswagen die Stirn zu bieten.

 

Medienberichten zufolge sei der französischen Rivale PSA Peugeot-Citroën zu Verhandlungen bereit, wie die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" am Dienstag berichtete. Da Fiat wie Peugeot-Citroën stark von den europäischen Markt abhängig ist, wäre eine Allianz durchaus sinnvoll.

 

Sollte diese Fusionsphantasie in der Automobilwelt weiter gesponnen werden, berichte ich natürlich darüber.

 

Quelle: Autoblog


11.01.2012 16:12    |    Edroxx

Audi und Co. sind keine Submarken der Marke Volkswagen..

Audi, Volkswagen, Skoda, Seat etc. sind Tochtergesellschaften (Marken) der Volkswagen AG.

 

http://de.wikipedia.org/.../Volkswagen_AG?...


11.01.2012 16:35    |    124er-Power

Immer diese Kriegserklärungen.

Dann sollen die eben bessere Autos bauen! :o


11.01.2012 16:37    |    Benjamin2111

Und die Volkswagen AG ist kein deutscher Autobauer? Was stellen die dann her, Kaffeemaschinen? :rolleyes:

 

Zum Gerücht: Auf der einen Seite ist es gut, dass ein Konzern wie die VAG damit keine uneingeschränkte Machtposition in Europa bekommt, auf der anderen Seite geht mit jeder Fusion ein Stück Markenphilosophie verloren.

 

Welchen Bereich nehmen dann die Marken

- Peugeot

- Citroën

- Fiat

- Alfa Romeo

- Lancia

- Ferrari

- Maserati

- Chrysler

- Dodge

für sich ein. Gut, Ferrari und Maserati sind leicht zuzuordnen. Aber stehen sich Alfa und Citroën nicht irgendwo im Weg?

 

Was dabei rauskommt, wenn Marken sich innerhab eines großen Konzerns anfangen das Leben schwer zu machen, sieht man an VW und Skoda. Weil VW der VAG etwas näher ist, werden die nächsten Skodagenerationen verramscht und so tolle Autos wie den Superb wird so wohl nicht mehr geben.


11.01.2012 16:44    |    Edroxx

Natürlich hast du recht, aber es ist hier etwas mißverständlich geschrieben. Auch Audi ist ein deutscher Autobauer genau wie Volkswagen. Die Volkswagen AG ist jedoch der Konzern an sich deren Marken Autos bauen.

 

Das wording ist hier einfach schlecht gewählt. Man sollte nicht jede Korrektur / Richtigstellung gleich als Angriff sehen nur weil man etwas schreibt was nicht VW kritisch (genug) ist ...


11.01.2012 16:50    |    Dr Seltsam

Naja, Fusionen, größter Autobauer, eigentlich alles Schlagworte von gestern wo doch jeder mit jedem in die Kiste steigt.

 

Benz mit Nissan ( siehe Motoren) und Benz mit VW ( Crafter und Sprinter). Chrysler mit Fiat und die Ehe zwischen Hyundai und VW ist grade erst zerbrochen. Renault produziert billige Ableger namens Dacia und treibts derweil mit Opel ( Kleintransporter ), während Opel gleichzeitig mit Fiat rummacht ( der neue Combo is ja nur ein Fiat mit andrem Emblem ).

VW saugt wie ein wildgewordner Staubsauger alle Marken auf, die bei 3 nicht auf dem Baum sind, was ja schon zu querelen zwischen Mama und Tochter ( VW und Skoda ) führte. Sowie hämischen Sprüchen, dass z.B. diverse Audis eigentlich nur nochmal überteuerte VWs sind. Mittlerweile ist sogar schon MAN und Bugatti in den Beutel geraten.

 

Fiat fummelt derweil bei Chrysler mit rum, eigentlich fällt mir nur gerade BMW ein, wo mir nicht auf Anhieb ein Partner einfällt, aber ich denke da kann mir einer der sich bei BMW auskennt auch was sagen. Ford hatte mal was mit Jaguar, Saab und aktuell Fiat ( 500 vs KA ). Ich könnt stundenlang so weitermachen, was ich damit sagen will: Es steht doch keiner mehr wirklich auf eignen Füßen. Jeder trinkt bei jedem mit um sich entsprechend zu kräftigen und je nachdem wie schlau oder dumm der fremde Becher gewählt wurde, wird man dadurch stärker oder schwächer.

 

Eine Supermarke die wirklich allein auf eignen Füßen steht. Die gibts schon lange nicht mehr.

 

Die Frage die man sich nun stellt, inwiefern das schlau ist wenn Marken immer mehr verwässert werden. Bis auf das Image z.B. brauch man keinen Audi, da kann man auch quasi einen Passat nehmen. Und wenn die Leute kein Geld mehr oder keinen Wert mehr auf Image legen?!

 

Wozu noch das Produkt von A kaufen, wenns das auch billiger bei B gibt?!


11.01.2012 16:53    |    124er-Power

@ Doc

 

BMW arbeitet mit Toyota zusammen. ;)


11.01.2012 16:54    |    HyundaiGetz

Zitat:

eigentlich fällt mir nur gerade BMW ein, wo mir nicht auf Anhieb ein Partner einfällt, aber ich denke da kann mir einer der sich bei BMW auskennt auch was sagen

Peugeot - zumindest im Bereich Motoren! Ich glaube die werden aber alle dann nur im Mini eingebaut.


11.01.2012 16:55    |    Dr Seltsam

Sup, Danke :)


11.01.2012 16:56    |    124er-Power

@ HyundaiGetz

 

Soweit mir bekannt ist, hat BMW mit PSA nix mehr am Hut.


11.01.2012 17:00    |    Edroxx

Zitat:

Hyundai und VW ist grade erst zerbrochen

Suzuki und VW ;)

 

Zitat:

mir nur gerade BMW ein, wo mir nicht auf Anhieb ein Partner einfällt, aber ich denke da kann mir einer der sich bei BMW auskennt auch was sagen

Aktuell Mini und Rolls, gescheitert mit Rover, Motorenkooperation mit Franzosen etc.

 

Ansonsten sieht man daran nur, dass ein einzelner Automobilhersteller (in Hinsicht auf Kosten etc.) heute kaum noch überlebensfähig ist und es selbst dann relativ knapp werden kann (siehe Seat).

 

Ansonsten ... Audi differenziert sich schon genug von Volkswagen.

Das wollen einige natürlich nicht wahrhaben, einfacher ist es zu sagen Audi ist ein überteuerter VW.

 

Wenn dem so wäre stellt sich aber auch folgende Frage: Da Audi auf einem Level mit Mercedes und BMW steht und Audi und VW so ziemlich das gleiche sind .. ist dann VW nicht auch auf einem Level mit BMW und MB ?

 

In meinen Augen: Nein ! Weder in der Materialauswahl noch in der Verarbeitung noch beim Image und auch nicht bei den Motoren (außer im 4 Zylinder Bereich).

 

Weiterhin gibt es oberhalb des A4 kein Volkswagen Modell mehr. Lediglich A1 und A3 spielen hier mit Polo und Golf im Sandkasten und selbst hier hat der Audi immernoch einen Vorteil ggü. dem Volkswagen. Das macht ihn teurer (aber nicht, wie manche glauben um gefühlte 100%). Der Abstand für das gebotene passt (meistens).

 

Aber das nur als kleiner Ausflug.


11.01.2012 17:06    |    breakerxvii

Edroxx WORD.

 

Will aber eh keiner Wahrhaben, schon gar nicht die ganzen VW-Hater, die auf MT mehr als genügend vorhanden sind.


11.01.2012 17:10    |    MrXY

@Edroxx: und was ist mit Phaeton und Touareg - okay, dem Phaeton sagt man keinen großen Erfolg nach (was ihn nicht unbedingt zu einem schlechten Auto macht), aber der Touareg ist nun wirklich kein schlechtes Auto.

 

Den Vergleich mit dem Staubsauger finde ich nicht so angebracht, im PKW-Bereich liegen die Ankäufe alle schon ein Weilchen zurück. Und die Geschichte mit Porsche ging nicht auf die Initiative von VW zurück. Klar, im Nutzfahrzeugbereich sind sie sehr schwach aufgestellt, von daher ist es auch logisch, dass dort noch etwas Handlungsbedarf besteht - zumindest im europäischen Raum (http://spb.fotolog.com/.../1263764913711_f.jpg)

 

Man schaue mal die anderen großen Marken an, beispielsweise General Motors mit Buick, Cadillac, Chevrolet, GMC, Opel, Vauxhall und Holden. Bei Ford sah es mal ähnlich aus, da wurde inzwischen etwas aufgeräumt. Vielleicht kommt das bei der VAG auch noch, aktuell würde die Marke Seat wohl niemand vermissen.


11.01.2012 17:43    |    Bert Benz

Das vorletzte Gerücht war doch der Verkauf von Alfa an VW. Dann hätte VW wenigstens eine sportliche Marke, die bildschöne Autos baut.

Dafür SEAT endlich verschrotten, das wird nie etwas!

 

Peugeot Partner sind die nicht schon auf Fiat Doblo Basis? Der neue Peugeot 508 erscheint mir erschreckend total erfolglos, für mich aber kein Wunder. Gegen die VW Passat Dominanz haben Fiat PSA nicht ein brauchbares Modell in der Klasse.


11.01.2012 18:17    |    steel234

@Dr.Seltsam- das mit Saab war GM.

 

Ford = Volvo.

 

Und noch früher haben Opel und BMW zusammengearbeitet, BMW hat Opels Getriebe bekommen, dafür Opel 2,5er Diesel vom BMW.

Also irgendwie kooperiert jeder mit jedem, nur Fiat und PSA VS VAG ;)

 

Das kann nur nichts werden :)


11.01.2012 19:45    |    Dynamix

@doc & Hyundai&124Power:

 

PSA und BMW haben den sogenannten THP Motor zusammen entwickelt. 3 mal dürft Ihr raten in welcher 2012 erscheinenden Modellreihe der Motor sein Debüt geben wird ;)

 

Und dann dürft Ihr mir noch sagen in welcher Baureihe der Motor bereits verwendet wird (Tip: Es ist ein Modell von BMW, nicht Mini da gibt es ihn ja schon)


11.01.2012 19:48    |    124er-Power

@ Dynamix

 

Entweder 1er oder 3er BMW.

 

 

@ steel

 

Volvo = Geely

Außer du meinst, dass Volvo noch bauteile von Ford bezieht.


11.01.2012 19:51    |    Dynamix

@Power: Richtig!!!!!!!! :) Im 1er gibts ihn schon und im 3er soll er wohl dieses Jahr debütieren ;)

 

Mal sehen ob Sie die Steuerkettenmacke in den Griff bekommen haben. Ansonsten sehe ich schwarz für BMW :)


11.01.2012 20:48    |    mirabeau

Das sind doch alles nur feuchte Träume der italienischen Medien. Fiat ist ein hochverschuldeter Staatskonzern, PSA das genaue Gegenteil. Um Kosten zu sparen, kooperiert PSA mit Jeti und Pleti (BMW, Ford, Fiat, Mitsubishi...). Was soll da eine Fusion bringen?

Und noch was, die Familie Peugeot wird sicher keiner Fusion unter der Führung Fiats zustimmen. Das kann man von vorneherein knicken.


11.01.2012 23:26    |    Edroxx

@Mr.XY

 

.. da hast du natürlich recht. Im Bereich SUV (Tiguan/Touareg) gibt es imho auch Synergien (sogar zu Porsche), beim Phaeton wäre mir nur Bentley bekannt. Insofern .. kann man hier von schlechter Qualität reden wenn es sogar zum Bentley "reicht" ? Ich finde er der Umkehrschluß macht mehr Sinn.

 

Ansonsten nutzen die Konzerne diese Synergien sehr sinnvoll ... was bei Volkswagen der MQB ist bei Fiat und Co. die C-Evo usw. ...

 

http://www.alfa-romeo-portal.de/.../die-neue-c-evo-plattform-239.html

 

... interessiert da aber dann komischerweise keinen ;).

 

Sprich: Die Fzg. dürfen, trotz gestiegener Fix.-Variaben Kosten (Gehälter, Inflation, Material, Enegie, Steuern, Entwicklung etc.) nicht explosionsartig teurer werden, man muss also zwangsläufig sparen. Dies geht nur durch größere Stückzahlen vom "gleichen" Modell (Plattformen). Anders ist es kaum noch möglich.


11.01.2012 23:29    |    Edroxx

Zitat:

Das sind doch alles nur feuchte Träume der italienischen Medien. Fiat ist ein hochverschuldeter Staatskonzern, PSA das genaue Gegenteil

Sind die schon wieder schuldenfrei ?

 

www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,716727,00.html


12.01.2012 07:47    |    mirabeau

http://meta.tagesschau.de/.../...d-peugeot-zahlen-staatshilfen-zurueck

Die Staatsanleihen sind längst getilgt. Fiat hat die Gerüchte selbst dementiert, man sollte nicht jeden Schmarrn glauben, der irgendwo geschrieben wird. Wer Peugeot auch nur ein wenig kennt, kann darüber nur lachen. Seit der Talbot/Simca - Übernahme, die PSA beinahe in den Ruin trieb, ist wohl kein Automobil-Unternehmen so konservativ oder vorsichtig, was Übernahmen angeht.


12.01.2012 09:55    |    Edroxx

Servus,

 

das war ja auch nur eine Frage, wenn du mal auf das Datum meines verlinkten Artikel schaust wird es sich evtl. von selbst lösen ?!

 

Welche Gerüchte hat Fiat dementiert ?


12.01.2012 10:53    |    mirabeau

Die Gerüchte, dass PSA zu Verhandlungen bereit sei.

Die PSA/FIAT Fusion ist ein running gag, der jedes Jahr aus der Kiste gezaubert wird. Ich vermute dahinter irgendeinen Börsenfritzen, der kurz die Kurse pushen will und nach ein paar Stunden kommt dann immer das Dementi von FIAT. Da ist aber das Geschäft schon gelaufen.


12.01.2012 11:09    |    Edroxx

Ok ... kommt ja anscheinend in letzter Zeit öfters vor (z.B. Volkswagen kauft Opel etc.).


12.01.2012 16:00    |    Gaswart

Als 100%ig eigenständige Marken fallen mir ein:

 

Honda

 

Toyota

 

Alle anderen Autohersteller gehören zumindest anteilsmäßig anderen Autoherstellern, berichtigt mich bitte wenn ich falsch liege...


13.01.2012 09:20    |    Edroxx

Servus,

 

Toyota ist imho genau wie Volkswagen auch ein Konzern mit verschiedenen Marken. 

 

Mit Marken wie eben Toyota, Lexus, Scion, Daihatsu etc. jedenfalls habe ich das so verstanden. Oder wie meintest du das ?

 

Gruß


13.01.2012 12:37    |    Gaswart

Servus Edroxx,

 

ich meinte das an diesen Firmen keine anderen Autohersteller in Form von Aktien beteiligt sind, d.h. sie haben zu 100% das alleinige Stimmrecht was wann wo im Konzern passiert und müssen keine Rücksicht auf die Interessen anderer Aktionäre nehmen.

 

So meinte ich das.

 

Das sich manche Marken sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben ist klar. VW-Gruppe, BMW-Gruppe, FIAT-Gruppe, PSA-Gruppe, etc.

 

Ciao

 

Der Gaswart


13.01.2012 15:27    |    Loctite2000

[quote

... Fiat ist ein hochverschuldeter Staatskonzern....

Das höre ich zum ersten mal.

Habe ich was verpasst?

Ist Fiat von irgendeinem Staat übernommen worden?


13.01.2012 15:27    |    Loctite2000

[quote

... Fiat ist ein hochverschuldeter Staatskonzern....

Das höre ich zum ersten mal.

Habe ich was verpasst?

Ist Fiat von irgendeinem Staat übernommen worden?


19.01.2012 10:18    |    Edroxx

Ist auch falsch, Fiat ist wohl am ersten mit einem "familiengeführten" Unternehmen zu vergleichen. ~31 % gehören der Exor s.p.a. die von der Familie Agnelli kontrolliert wird.


20.01.2012 10:30    |    Gnubbel

Zitat:

[...]Da Fiat wie Peugeot-Citroën stark von den europäischen Markt abhängig ist[...]

Die Marken sind dort auch heimisch, Fiat ist jedoch auch in Südamerika sehr stark positioniert (ich glaube sogar Marktführer) und inzwischen über die Chrysler-Beteiligung natürlich auch stark am US-Markt hängend.

 

Ciao!


20.01.2012 10:42    |    Edroxx

Wurde doch schon wieder alles dementiert (wie mirabeau bereits schrieb) alles nur ein Strohfeuer. Hat's den Aktien wenigstens genutzt ?


21.01.2012 04:59    |    Volvolinsky

Leute, lasst euch doch nicht von „Ablenkungsmanövern“ täuschen, Fiat will gar nicht enger mit PSA zusammenarbeiten.

 

Aber der Reihe nach.

1) Die gut 8 Mio. von VW muss man etwas relativieren. Einerseits hatten ALLE Japaner durch die Katastrophe so ihre Probleme, und andererseits profitierte VW 2011 auch von ca. einer halben Million Suzukis, die sie durch die 20%-Beteiligung zu ihren Absätzen hinzurechneten.

 

Allerdings dürften sich BEIDE Dinge 2012 NICHT wiederholen. Die Japaner, allen voran Toyota, werden wieder stärker zulegen, da sie teilweise erst wieder bzw. eher lieferfähig werden und auch so einige wichtige neue Modelle 2012 kommen, wie der CR-V, und die Stückzahlen von Suzuki kann sich VW nach der wohl bald realisierten Trennung auch eher aufmalen als hinzurechnen.

 

2) Dadurch ist davon auszugehen, dass 2012 ein gänzlich anders Bild zeigen wird. VW wird dann nämlich wieder den dritten Platz hinter Toyota einnehmen, allerdings nicht allzu weit vor dem nach wie vor extrem zulegenden Hyundai-Kia-Konzern, der 2012 bereits 7 Mio anstrebt, und das in Anbetracht der bisherigen Erfolge wohl auch erreichen oder sogar überbieten dürfte.

 

3) Aufgrund der Marktpositionierung mit vorwiegend Kleinst-, Klein- und Kompaktwagen auf der einen Seite, sowie kleinsten, kleinen und kompakten „Raumfahrzeugen“ auf der anderen Seite, hätten diese beiden Hersteller zwar einen Großteil des Portfolios gemein, für den Rest einer umfangreichen Modellpalette, wie E-Autos, SUVs und große Vans gäbe es allerdings keine Symbiose.

 

Da diese mit dem Chrylser-Angebot (Dodge/Jeep) aber mehr als abgedeckt ist, würde der Input hier von Seiten Fiat kommen und das ganze somit nicht wirklich funktionieren.

 

4) Dazu kommt, dass Fiat eigentlich gar nicht mit PSA will. Denn würde das der Fall sein, hätten sie das schon über die bestehenden Kooperationen hinaus tun können. Etwa beim Kleinstwagen 500/107/C1, bei den kompakten Raumfahrzeugen Doblo/Berlingo/Partner oder bei den SUVs, die man hätte zusammen entwickeln können.

 

In Wirklichkeit ist die Zusammenarbeit zwischen Fiat und PSA aus unterschiedlichen Gründen gar nicht dazu gedacht, vertieft zu werden, sondern dient primär als Ablenkungsmanöver.

 

5) Denn Fiat will gar nicht mit PSA, Fiat will mit Suzuki.

Das unterstreicht einerseits, dass Suzuki bisher als EINZIGER Kooperationspartner Fiats als lizensierter Motorenbauer auftreten darf und darüber hinaus, dass Fiat dieser Tage dieses Lizenzabkommen auch auf Maruti/Indien ausweitete.

 

Mit der Lizenzfertigung der Alfa-Modelle in China wäre das auf Anhieb ein 6 – 7 Millionen-Ding und damit die Nr. 5 der Welt.

Und wer Marchionne kennt, der weiß auch, dass der Mann ganz genau weiß, was dazu geeignet ist, seine Ziele zu erreichen und was nicht. Der Mann kam nicht auf der Nudelsuppe zu Fiat (und nein, es war auch keine Minestrone).

 

6) PSA ist - und das ist bei weitem kein Geheimnis – eher an einer vertieften Zusammenarbeit mit Mitsubishi interessiert, wo auch schon mal der Begriff Übernahme fiel. PSA bezieht aktuell mit I-On/C-Cero, 4007/C-Crosser und 4008/C-Aircross nahezu gleich viele Modelle von Mitsubishi, wie sie mit Fiat gemeinsam entwickeln (Fiorino/Qubo=Nemo/Kombi=Bipper, Scudo=Jumpy/C8=Expert(807, Ducato=Jumper=Boxer).

 

Nach dem beendeten Eurovan-„Experiment“ und den seitens PSA ausgelagerten Kleinen in Richtung Toyota halte ich eine weitere UND engere Zusammenarbeit zw. Fiat und PSA für nahezu ausgeschlossen.

Und da Fiat mittlerweile in dieser Sache auch ein wenig zurück ruderte, heißt es umso mehr, abwarten, und sich überraschen lassen…

 

 

Zitat:

Original geschrieben von Edroxx:

Lediglich A1 und A3 spielen hier mit Polo und Golf im Sandkasten und selbst hier hat der Audi immernoch einen Vorteil ggü. dem Volkswagen. Das macht ihn teurer (aber nicht, wie manche glauben um gefühlte 100%). Der Abstand für das gebotene passt (meistens).

Kommt hin, wenn man die „Gleichteile“ bewusst verharmlosen möchte. Ansonsten kämen neben dem Q3, dem Golf als Basis für den TT, dem Q7 auf Basis des Touraegs und in Ansätzen die Phaeton/A8-Gleichteile noch einige weitere Modelle hinzu.

Da man damit aber auf ca. der halben Audi-Palette wäre, lässt man es einfach geschickt unter den Tisch fallen…

 

Übrigens, Plattformen für Längs- und Quereinbau unterscheiden sich nur marginal und das auch nur im Bereich des Vorderwagens voneinander. Die Motoreinbaulage bestimmt indirekt die Position der Vorderachse, der verwendete Lenkung und der Ausformung für die Getriebeglocke, alles andere ist zumeist ident.

 

Als Beispiel nenne ich hier mal den Renault 21, der innerhalb EINES EINZIGEN Modells EINER Periode sowohl Längs- als auch Quereinbau anbot. Und wenn sich das für ein einziges Modell rentiert, ist der große Sprung von VW zu Audi oberhalb des A3 wohl mehr marketingmäßiger Natur als wirklich reell existent.

 

Denn im Grunde unterscheiden sich A4/A6 und Passat bis auf die oben genannten Dinge weniger voneinander als es einem suggeriert wird.

Also lasst euch weiter von diesen MQB-/MLB-Märchen verführen…es ändert nichts daran, dass Audis technisch gesehen stets mehr VW sind, als es den Anschein hat.


27.04.2012 14:17    |    cuoroundsportivo

Hat hier eigentlich jemand Fiat Aktien im Moment. Chrysler ist ja grad gut am rennen und die US-Wrtschaft wächst ( http://www.valueblog.de/?p=188 ).

 

Sieht doch nicht so schlecht aus, die Aktie ist sehr günstig.

 

Die Quartalszahlen waren trotz der EU-Flaute doch ganz gut. AUch wenn der ganze Gewinn inzwischen von Chrysler kommt. ( http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE83P03J20120426 ).

 

Gruß und Euch einen sonnigen Nachmittag :)


Deine Antwort auf "Fusionsgerüchte: Fiat-PSA gegen VW?"

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