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Tue Feb 13 14:02:43 CET 2018    |    yeoman    |    Kommentare (26)

Rückblick des Rückblicks

Winter 16/17 - Der Volvo ist verkauft. doch gewinnbringender als eigentlich erwartet. Gefahren habe ich ihn knapp 2 Jahre. Eigentlich wollte ich ihn länger fahren aber, gelegentlich überkommt es einen dann einfach und man entscheidet aus dem Bauch heraus. Grund für den Verkauf war - so habe ich es mir zumindest eingeredet - ich benötige ein größeres Auto, größeren Kofferraum udgl. Außerdem hat die TF80SC Automatik langsam angefangen sich zu melden, und da ich keine Lust hatte mich mehr mit ihr zu beschäftigen habe ich ihn dann nach erfolgtem Getriebeölwechsel, Update & Adaptionsgedöns verkauft. Ein Volvo ist schwer zu verkaufen wo ich herkomme. Eine Limousine ist irrsinnig schwer zu verkaufen wo ich herkomme. Eine Volvolimousine ist quasi unmöglich zu verkaufen wo... So ein Auto muss man gezielt suchen. Und so ists dann auch gewesen und nach ein wenig Verhandlung ging er für beide Seiten fair weg.

 

Rückblick

Geplant war, dass ich mir für 1-2 Jahren ein Übergangsauto kaufe - hier kommt der Skoda ins Spiel - und es sollte schnell gehen, den den geliehenen Golf meines Bruders musste ich bald wieder zurückgeben. Also Suchmaschinen angeworfen mit den kriterien 1.9TDI aus dem Hause VAG, damit dem ausschließlich gute Erfahrungen in der Family und Bekanntenkreis gemacht wurde. Die Wahl fiel auf den silbernen Skoda Octavia SLX 1.9TDI mit ganz guter Ausstattung. Bei der Besichtigung war er zwar dreckig, versifft und hat gestunken, aber ich habe die gute Substanz darunter erkannt und ihn kurzentschlossen für kleines Geld mitgenommen.

Vorerst dachte ich: top Entscheidung! Fährt sich super, Motor, Getriebe wirken sehr gut, auf der Sitzheizung kann man Spiegeleier braten, und der Radio geht laut! :D Das Schiebedach hat nach ein bisschen Liebe super funktioniert, und auch die Parksensoren waren hilfreich. Rost kannte er quasi nicht (außer am Schweller, wollte ich selbst machen, dazu kam es aber nicht) und mit 200k km war er schön warmgefahren geworden. Scheckheft war zwar nur halb und Rechnungen bekam ich keine, aber in meinem jugendlichen Leichtsinn kann man sowas schon mal machen ;) ... nicht!

 

Problemlose Wochen vergehen - ich fahre zu meiner Freundin, vor ihrem Haus wende ich fahre rückwärts und plötzlich: RUMMS! aus dem Motorraum, gepaart mit schleifen und quietschen gasabhängig. Beim Gasgeben verschwindet das Geräusch und er klingt normal. [...]

 

2 Tage später stelle ich ihn in die nette Freie ums Eck wo man angeblich die Spannrolle hätte tauschen wollen, da sie defekt war. Im Hörsaal schreibe ich gerade eine Prüfung während mich die Werkstätt anruft und ich denk mir schon: Das kann nicht sein, sicher schlechte News. "Ja, da kann man nichts mehr machen, die Halterung des Motors direkt am Block ist gebrochen (daher der Rumms) und das ist quasi nicht mehr reparabel. Zurückzuführen auf eine falsche Drehzahl einer SChraube beim ein Jahr zuvor geschehen Zahnriemenwechsel. Ich würde ihnen empfehlen Auto ins Ausland usw.." ICH TROTTEL! Warum habe ich mir keine Rechnungen, Zettel, Bescheide usw. geben lassen!??? Egal Lessons Learned!

Sehr schade dachte ich! Das Auto war super! Mir tat der Abschied fast mehr weh, als damals der Volvo verkauf weil ich mich darauf länger vorbereitet habe. Am meisten hat mich geärgert, dass ich kurz davor die Jahresvignette geklebt habe AAAHRRRGH

 

PS: Das Foto von der gebrochenen Halterung reiche ich nach wenn ich es finde - damit mir die Techniker hier sagen können wie man das mit WD40 und Teroson & Panzertape sowie Bremsenreiniger wieder fixen kann ;)

 

Gleich darauf inseriert für absurde 1400€. 10 Minuten später muss ich das Inserat rausnehmen, da ich mit den Telefonaten nicht mehr nachkomme. Paar Tage später wurde er von einem netten Slowaken mit Anhänger für 900€ samt 8 Reifen geholt und ich stand ohne Auto da. Klar, der Skoda hat mir insgesamt Geld gekostet aber dank Schadensbegrenzung war das vertretbar. Gottseidank konnte ich mir den Golf meines Bruders wieder ausborgen.

 

R.I.P Skoda. Ich bin mir sicher der nette Slowake hat ihn irgendwie repariert und der Wagen fährt jetzt noch irgendwo durch die Gegend.

 

Also beschloss ich mehr Geld in die Hand zu nehmen und mich im geliebten Nachbarland auf Autosuche zu begeben (siehe anderer Blog)

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Fri Jun 30 19:36:25 CEST 2017    |    yeoman    |    Kommentare (41)

Verrückt?

Lang ists her, dass ich den letzen Blogbericht geschrieben habe aber ein sehr sehr spannendes Ereignis hat sich mittlerweile zugetragen, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Dass ihr folgen könnt, werd ich mal kurz die Vorgeschichte erläutern. Lehnt euch zurück, nehmt euch ein-zwei-drei-vier kalte Bier denn es kann länger werden. Zu viel ist in der Zwischenzeit passiert. Gutes und Schlechtes. mehr Gutes

 

Vorgeschichte

 

Da ich auf Grund eines guten Angebots und dem immer wiederkehrenden Willen einen Wagen mit viel Platz im Inneren zu fahren den Volvo kurzerhand verkauft habe, und die ganze Sache dann doch schneller ging als erwartet musste ein Übergangsfahrzeug her. Kurz gesucht und innerhalb von zwei Tagen einen 2000er Octavia SLX 1.9TDI mit 'nur' 200.000km auf der Uhr gekauft. Der Wagen sollte mir 1-2 Jahre als Übergangsfahrzeug dienen bis ich mir dann einen richtigen Wagen (Kombi dgl.) kaufe. Angepeilt habe ich damals Octavia 3, Golf 7 Variant, oder Opel insignia. Erstere mit 150PS DSG und letzterer mit 170PS WandlerZ. Damals gesetztes Budget: 17.500€.

 

Zurück zum uralt-Octi: Der war eigentlich ziemlich cool. Fuhr sich für sein Alter wirklich gut, hatte das wichtigste an Bord, PDC, Mittelarmlehne (oh yeah), Sitzheizung (für die OHL), einen original ABT Heckspoiler, der die Leistung gefühlt um 1,5 PS steigerte. Ja warum rede ich in der Mitvergangenheit? Eines Tages (ich hatte das Fahrzeug ca. 3 Monate) beim Rückwärtsfahren tat es einen dumpfen Schlag gefolgt von schleifenden Geräuschen beim Hochdrehen und im idle. Naja alter Skoda so schlimm wirds nicht sein denk ich mir also stell ich den Wagen zu meiner Freien und lasse das mal checken. Erste Vorabdiagnose mit einem Stethoskop war eine defekte Spannrolle. Ja mei, wechselst die hald mal. Werkstätte ruft mich an und ich denk mir die sagen: Ja passt Auto fertig. Falsch gedacht. Auto zwar fertig aber komplett. Für immer. in aller Kürze: Motorhalterung gebrochen auf Grund von verpfuschter Zahnriemenreparatur von vor einem Jahr. Empfehlung des Meisters zwischen den Zeilen: Verkauf die Kiste ins Ausland so schnell wie möglich. Sehr nett, dass der gesamte WS Aufenthalt wegen Stammkunde usw. gratis war. :-) Quasi ein kleines Gimmick.

 

Jetzt werden sicher alle angekrochen kommen mit: 'mit bissl know how schweiß ich dir das in ner Stunde' oder 'kauf dir nen billigen Motor vom Schrotti' .. ne dafür fehlte mir damals sowohl die Zeit als auch die Lust das alles zu managen, da ich nebenbei mit einem wichtigen Projekt an der Uni beschäftigt war. Gut also Auto inseriert für 1490€ mit Motorschaden usw. und sofort. Ich dachte mir so: 'Alter sei froh wenn dir wer 500€ dafür gibt'. Schlussendlich hab ich für das nicht fahrbereite Auto mit Motorschaden und halbkaputter Klima 1000 unfassbare € bekommen. Ein netter Slowake hat sich darüber gefreut wie ein kleines Kind und hat ihn innerhalb eines Tages mit seinem gefühlt 80Jahre alten Galaxy, der mehr Rost als Lack hatte abgeholt. Ich habe mich einerseits gefreut andererseits stand ich nun ohne Auto da, welches ich täglich brauche. Ein Monat lang durfte ich mir den 4er Golf meines Bruders leihen, den er erst danach wieder brauchte. Übrigens der Golf 4, der mal mir gehörte (siehe Fahrzeugprofil). Die Autosuche begann.

 

Autosuche

 

Ich werde die Autosuche denk ich etwas kürzen, da sie ein hochkomplexer Vorgang mit Höhen und Tiefen, Tränen und Schweiß, Angst und Freude war mit dem ich euch nicht unnötig belästigen möchte.

 

Am Lastenheft standen: Kombi oder Limo mit 5 Türen, mind. 120PS, Automatik oder DSG, Diesel, Xenon, ACC, großes Navi, 2.0Liter Motor, Leder oder Alcantara, max. 17.500€. Von Anfang an war klar, dass ich in Deutschland suche und mir meinen Wagen selbst hierher ins schöne Österreich hole, da die Preise für Autos in der Klasse in Österreich wahnwitzig sind. Womit wir beim Thema Tränen wären.

 

Die Suche wurde eingeschränkt auf Golf 7 Variant, Octavia Combi, und Insignia Limo. Insi Kombi kam nicht in Frage, da er mir nicht wirklich gefällt und ihn meine OHL abscheulich findet. Limo ist gut. Egal wurde es sowieso nicht. Bitte Leute tut mir den gefallen und lässt das VAG Bashing beiseite. Geschmäcker sind verschieden, mein Traumfahrzeug was all meinen Vorstellungen entsprach fand ich im VAG Lager. Genauergesagt beim tschechischen Ableger.

 

Nachdem ich bei Mobile den Maximalpreis etwas nach oben geschraubt habe fand ich schlussendlich die Quintessenz meiner Wochenlangen Suche inform eines weißen Octavia Elegance 150PS DSG. 2,5 Jahre alt, gerademal 45.000km gelaufen und Werksgarantie bis 8/18. Und das zu einem Preis, der einem Österreicher Freudentränen in die Augen drückt. Einziger Wehrmutstropfen (was eigentlich im Endeffekt keiner war): der Verkäufer ist ein privater. Also kein Händler, dem ich die Überstellungskennzeichen entlocken könnte. Nach erfolgter Kontaktaufnahme war ich mir sicher, dass das das mein nächstes Auto wird. Der VK war freundlich, zuvorkommend und hat mir alle Fragen beantwortet und mir sämtliche Bilder per Whattsapp geschickt. Sollte er das hier lesen: Liebe Grüße ins schöne Stuttgart! Ich habe mir das Auto also per Whattsapp reserviert (ja riskant, dumm, naiv) ich weiß, aber der VK hat mir das Gefühl gegeben ihm vertrauen zu können. Weltklasse war dann die Tatsache, dass mich der VK mit seinen Taferln heimfahren ließ, welche ich dann in Ö. veschrottet habe, selbsverständlich alles vertraglich abgesichert.

 

Die Anreise

 

Dies war der wohl riskanteste Teil. Ob ich es genau so wieder machen würde? JA! Sinnvolle Möglichlichkeiten wären gewesen: 1) mit einem Auto hinfahren und mit zwei zurück, 2) hinfliegen und zurückfahren, 3) den Zug nehmen.

Was haben wir gemacht? Richtig, Flixbus über Nacht. :D völlig irre wenn man bedenkt, dass zwei junge Burschen mit einem (niedrigen) 5-stelligen Betrag in der Tasche in der Nacht mit einem vollen Bus durch die Gegend fahren. Aber der Bus war preislich natürlich mit Abstand am günstigsten. Außerdem gefiel uns die Tatsache, dass wir über Nacht im Bus schlafen könnten und somit keine Tageszeit verloren. Also Bus von Wien nach Stuttgart für ingesamt knapp 70€ für 2 Personen gebucht. Die Fahrt war eigentlich relativ angenehm. Beim Zwischenstop in München noch kurz Mini-Sightseeing und die Hackerbrücke sowie das AugustinerBräu mit gefühlt 7 Millionen Heurigengarnituren begutachtet. Leider war es um 6 in der Früh zu Früh für ein Bier.

 

Die Abholung und Heimfahrt

 

Der VK hat uns netterweise direkt von der Flixbushaltestelle abgeholt und zu sich nach Hause gefahren. Netter Smalltalk hat mich aufgeklärt warum der Octavia, wegen dem ich hingefahren bin verkauft wird. Einerseits wegen Firmenautozuwachs und andererseits wegen der Umweltpolitik in Stuttgart. Momentan rüsten dort immer mehr Leute auf Benziner um. Das werdet ihr wahrscheinlich alles wissen aber für mich war das Neuland. Echt spannend, dass das mittlerweile schon soweit ist, dass Autos deswegen zu guten Preisen verkauft werden. Die Familie war überaus nett und ich wurde bestätigt darin, dass mein ganzes Vorhaben doch auf meiner scheinbar unfassbar guten Whattsapp-Menschenkenntnis basiert. Dort ausgestiegen und mein neues Auto begutachet. Klarerweise war es noch nicht mein Auto, aber es musste echt viel passieren, dass ich wieder mit dem Geld 14 Stunden nach Hause fahr. Zumal nichtmal eine Heimfahrt gebucht war. Plan B gabs eigentlich nicht. Ich vermute wir wären maßlos überteuert heimgeflogen.

 

Mussten wir aber gottseidank nicht, denn das Auto war ein Traum. Genau so wie ich ihn mir vorgestellt habe. Das weiß steht dem Octi echt gut! Ich war erst etwas skeptisch, da weiß ja doch schwer zu reinigen ist aber das werd ich ja ihn naher Zukunft sehen. Ausstattungstechnisch in der Form in Österreich quasi nicht zu finden. Xenon, LaneAssi, Standheizung, E-Heckdeckel, Columbus, Canton usw.. Das Auto werd ich wenn Interesse besteht in einem gesonderten Blogartikel vorstellen, da das hier den sowieso schon sehr ausgedehnten Rahmen sprengen würde ;)

 

Also den ganzen Papierkram erledigt und mit allen Unterlagen und ohne Geld die Heimreise angetreten. Da ich gemeinsam mit einem guten Freund gefahren bin konnten wir uns stündlich abwechseln, somit kam nie auch nur ansatzweise Müdigkeit auf. Eines muss ich noch loswerden: Die Qualität von MacDoof ist ja in D unter aller Sau! Preislich ca. 20% teurer als bei uns und sowohl BigMac, als auch Cheesburger waren kalt. Da wir aber keine Zeit zu verlieren hatten haben wir das Essen dennoch gegessen und sind dann weitergefahren.

Die Heimfahrt war wirklich sehr entspannt. Bis Nürnberg zwar ziemlicher Verkehr aber danach konnte man schön laufen lassen. Ja die 150PS des Skodas reichen völlig aus! Dank ACC und LaneAssi musste man eigentlich gar nicht wirklich fahren, das hat das Auto erledigt. War für uns Neuland und sehr spannend!

 

Bürokratie in Österreich

 

Jetzt kommt der für die Eigenimporteure unter euch vermeintlich spannendste Teil. Ich hoffe ich vergesse nichts, wobei ich sagen muss, dass der Import dank EU echt kinderleicht und kein Hexenwerk ist. Der erste Weg führte mich mit allen Unterlagen und den Kennzeichen des VK zur nahe gelegenen Zulassungsstelle, wo ich den ersten Rückschlag in meiner Planung erleben musste. Leider konnte ich die deutsche Zulassung trotz Vollmacht nicht einfach abmelden. Dies würde nur in Verbindung mit einer Wiederanmeldung funktionieren. Diese war aber noch nicht möglich, da ich den Österreichischen Typenschein noch nicht hatte. Also wieder nach Hause.

Dankenswerterweise hat dies der Vorbesitzer verstanden und ich hab ihm natürlich versichert, dass das Auto in der Zeit in der Garage steht und ich mit seiner Anmeldung nicht mehr weiterfahre.

 

Der nächste Weg führte also zu SKODA, um den Österreichischen Typenschein anzufordern. Bisher habe ich mit Vertragshändlern eher gemischte Erfahrungen gemacht und war nicht wirklich euphorisch, dass das gerade bei VAG besser wird. Ich wurde allerdings sehr überrascht! Wahrscheinlich lag es daran, dass sie einen neuen Kunden für Service und Garantieleistungen witterten, aber die Mitarbeiter dort waren sehr sehr freundlich und zuvorkommend! Ich habe mich sofort wohl gefühlt, obwohl es ein eher größerer in der Region bekannter Händler ist. Der Typenschein ist genau 5 Werktage später dort eingetroffen und ich konnte ihn mir für zwei grüne Scheine abholen. Da ich so schnell wie möglich das Auto angemeldet haben wollte führte mich mein nächster Weg am nächsten morgen zum Finanzamt, wo ich die Nova nachgezahlt habe. Nach Vorlage von Typenschein und Kaufvertrag war das eine Sache von 5 Minuten. Einige grüne Scheine später wurde das Fahrzeug im System freigeschaltet und war ANMELDEBEREIT! Endlich! Also mit der Mappe mit allen Dokumenten zu meiner Versicherungsfrau, und weitere 2 grüne Scheine und einen halben Tag später war das Auto dann endlich angemeldet und ich konnte fahren. Also wirklich alles halb so wild. Im Endeffekt war ich erstaunt wie schnell die ganze Sache ging, den nachdem ich den österreichischen Typenschein hatte war es tatsächlich eine Sache von 1 Werktag.

 

Ich fahre das Auto nun knapp 2 Wochen und bereue die ganze Sache keine Sekunde. Ich würde es auf der Stelle genau so wiedertun. Allerdings wirklich nur dann wenn der VK einen vertrauenswürdigen Eindruck macht. Selbstverständlich bleibt auch dann ein gewisses Restrisiko, welches ich durch meine jugendliche Naivität ausgeblendet habe. Viele hätten das so wahrscheinlich nicht gemacht. Fakt ist, ich habe nun ein Auto in der Garage stehen, dass ich mir so in Österreich nie hätte leisten können. Dafür bin ich euch Deutschen dankbar ;)

 

Ich würde mich freuen wenn ihr fragen stellt, die euch interessieren und generell mal eure Meinung zu der Geschichte darlegt. Um den ganzen Spaß aufzulockern hänge ich euch ein paar Bilder von der Reise an. Sollte Interesse bestehen, kann ich das Auto gerne auch genauer vorstellen.

 

 

PS: doch gar nicht so lang geworden :rolleyes: :D

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Tue Sep 13 14:39:41 CEST 2016    |    yeoman    |    Kommentare (17)

Ich habe mich selten so auf eine Fahrt mit einem mir neuen Auto gefreut! Ich bin schon seit eh und je Mazda MX5 Fan, und speziell der neue ND hat es mir seehr angetan! Umso mehr habe ich mich gefreut als ich mir den neuen 124 Spider von Fiat für 2 Tage ausborgen durfte. Der gefällt mir noch einen Ticken besser als der aktuelle MX5 ND auf welchem er basiert. Somit muss der Testbericht der Guilia noch etwas warten und dem 124 den Vortritt lassen.

 

Ich muss dazu sagen, dass ich mich bewusst vorab nicht über das Auto informiert hatte. Ich wusste lediglich, dass er schwarz ist, einen 1.4L Motor und 140 PS hat. Über alles andere wollte ich mich überraschen lassen, um quasi unvoreingenommen den Test zu bestreiten

 

Innenraum

 

Also Schlüssel entgegen genommen, hineingset….. hineingefallen und das Interieur in Augenschein genommen. Tja was soll ich sagen. Vielleicht liegt es daran, dass hier Mazda ganz stark die Finger im Spiel hatte aber das war mit Abstand der wertigste und bestverarbeitetste (gibt’s das Wort?) Fiat in dem ich je gesessen bin! Cool, dachte ich mir! Alles da wo es hingehört. Mein Blick beginnt beim Armaturenträger. Sehr schön angeordnete Instrumente, links ein kleiner Display, in der Mitte prangt groß der DZM und rechts daneben die Geschwindigkeit. Das Lenkrad liegt top in der Hand, ist weder zu dick noch zu dünn. Bei den vorigen Fiats die ich gefahren bin hat mich immer das kleine, fette Lenkrad gestört, das im 124 ist top, und wirkt echt wertig. Die Schalter des MUFU Lenkrads haben einen klar definierten Druckpunkt und sind logisch angeordnet. Wie es sich für einen Sportflitzer gehört ist die Mittelkonsole was die Knöpfe anlangt sehr reduziert, und gefällt optisch. Lediglich die Lenkstockhebel (Blinker und Wischer) und die sich Sonnenblenden schimpfenden Plastikstücke trüben den wertigen Gesamteindruck etwas. Egal, daran solls nicht scheitern dachte ich mir – ist es auch nicht. Der Schalthebel liegt ähnlich wie das Lenkrad super in der Hand und lässt sich schnell, wenn auch etwas hakelig durch die Gasse führen, dazu später mehr. Der Cluster für die Steuerung des Infotainmentsystems ist, auf Grund der Tatsache, dass der Schalthebel recht viel Platz beansprucht relativ weit nach hinten gerutscht, was mir beim Bedienen eine unnatürliche Körperhaltung abverlangt. Für meinen Geschmack könnte auch der Schalthebel den einen oder anderen Zentimeter nach hinten also Richtung Klimasteuerung rutschen. Was wahrscheinlich daran liegt, dass ich sehr lange Arme habe. Generell zur Sitzposition kann ich nur sagen top! Selbst ich mit meinen 1.90cm hab in dem kleinen Flitzer schnell eine angenehme Haltung gefunden. Sitz auf der vorletzten Stellung, also wäre auch für noch längere Typen noch etwas Platz. Über 1.95 darf man aber nicht sein. Von der Höhe her würde ich sagen, dass ich etwas zu hoch bin. Ich sehe zwar uneingeschränkt durch die WSS aber meine Haare waren des Windes Feind Nr. 1. Etwas kleiner sein wäre hier noch angenehmer, liegt aber nicht an des Autos, sondern an den meinigen Ausmaßen.

 

Der Kofferraum ist tatsächlich ein kleiner Raum, allerdings nur für einen Koffer, bzw. eine Reisetasche. Den Wochenendeinkauf kann man damit locker bewältigen, allerdings sollte man dann auf die ein oder andere Kiste Bier verzichten. Leitungswasser ist sowieso viiiiel gesünder.

Lustig ist auch, dass das Handschuhfach nicht dort ist wo man es vermutet sondern, zwischen den beiden Rückenlehnen der Sessel sitzt. Dort ist auch das Bordhandbuch versteckt. Ich habe in meinem Volvo die vielen Ablagen für Brille1, Brille2, Handy, Geldbörse, Schlüssel, usw. zu schätzen gelernt. Die habe ich im 124 leider etwas vermisst. Es gibt in der MK lediglich ein kleines offenes Fach für zB den Autoschlüssel und weiter hinten ein geschlossenes Fach für Kaugummis, Münzen, Schlüssel usw. Meine Brille musste ich leider in das ‚Handschuhfach‘ geben.

Mein Blick fällt nach vorne, cool! Man sieht die Motorhaube optisch nach vorne ansteigen. Sieht genial aus und macht das Cabriofeeling gleich viel netter. Ich bin generell ein Fan von Sichtbaren Motorhauben im Frontbereich.

 

Fahren & Fühlen

 

Soweit zum Innenraum, also Schlüssel ins Fach gelegt, da der Wagen über Keyless Go verfügt und kurz den Startknopf gedrückt. Mit einem kleinen Schütteln surrt der Motor los. Der Sound war echt überraschend nett. Weder aufdringlich noch zu leise. Dabei stellte sich mir gleich die erste Frage, nämlich ob der Wagen einen Soundgenerator hat. Ich war nämlich der Meinung, dass ein brummiger Sound aus dem Heckbereich kommt. Kann natürlich auch an den Endrohren liegen, bzw. an einem nicht vorhanden Schalldämpfer? Ich weiß es nicht. Fakt ist, er klingt besser als erwartet, nämlich sehr angenehm. Die ersten Meter waren wirklich aufregend. Ich bin noch nie ein Cabrio selbst gefahren, von daher war das auch eine ganz neue Erfahrung für mich. Wetter perfekt, also natürlich offen fahren! :D Der Motor hängt sehr gut am Gas mit seinen 140PS. In jeder Lebenslage ist genug Power vorhanden um Spaß zu machen. Selbstverstänldich muss man gelegentlich 1-2 Gänge runterschalten aber dafür legt er dann so richtig los. Ich war verblüfft wie stark einen die 140PS des 1.4L Motors in den Sitz drücken. Der Motor ist sensationell drehfreudig. Drehen ist das Stichwort. Gedreht will er werden, am besten hoch, seeehr hoch. Dann macht der Motor und generell der Wagen Spaß. Wobei ich mir auch denken kann, dass die Beschleunigung und generell Geschwindigkeiten schneller wirken, auf Grund der Lautstärke des Windes und des Motors. Egal! Spaß macht er! Und das soll er auch. Zum Testen habe ich kurz dann noch das Dach geschlossen, einfach um zu sehen wie er sich geschlossen fährt. Danach schnell wieder aufgemacht, da es nicht besonders Spaß macht. Es fühlt sich eng, laut und irgendwie dunkel an. Aber dafür ist er auch nicht gemacht, also Dach auf!

Ich weiß nicht ob es an meiner Größe liegt, aber schneller als 110 hat mir in dem Auto keinen Spaß gemacht. Der Wind bläst schon recht laut und meine Haare wehen like a candle in the wind. Also Tempomat auf 80, da fühlt er sich meines Erachtens am besten. Kurven machen in dem Auto riesig Spaß, er liegt sehr gut auf der Straße und ist dabei weder zu weich noch zu hart. Das einzige was ich beim Fahrverhalten etwas störend empfand war, dass er bei hohen Geschwindigkeiten etwas zu Schwimmen begann und man das Lenkrad festhalten muss, da er sonst leicht nach rechts und links versetzt. Kann allerdings auch an Spurrillen gelegen haben. Soweit zum Fahrverhalten, welches mir ausgesprochen gut gefallen hat. Abschließend noch ein paar Worte zum Getriebe. Die ersten Schaltvorgänge haben mich nicht wirklich begeistert. Die Gänge gehen eher schwer mit Nachdruck rein und gelegentlich verhakt es sich beim Schalten. Interessanterweise hat sich das mit der Zeit gebessert und die Schaltvorgänge wurden besser, ich bekam Übung und bei Vollgas gelangen mir dann doch sehr schnelle Schaltvorgänge. Bei langsamem Offenfahren ohne Radio hört man beim Schalten aus der Gegend des Unterbodens metallische Geräusche. Wie wenn das Schaltgestänge quasi offenliegen würde. Wahrscheinlich gehört das so, aber wirklich vertrauenserweckend und wertig erscheint das nicht.

 

Die ganze Zeit ist mir der ESP off Schalter schon ins Auge gestochen und irgendwann musste ich ihn dann doch probieren. Also auf einen nahegelegenen Platz, Schalter gedrückt, erster Gang rechts eingelenkt und Vollgas! WOW! Genial, er kommt echt verblüffend schnell und willig mit dem Heck! Macht unendlich Laune. Bin damals den Guilia gefahren welcher auch sehr nett war, allerdings nicht ausbrechbar war, da man bei dem Auto das ESP nicht ausschalten konnte. (BTW: Den Testbericht der Guilia schiebe ich auch schon ewig vor mir hin! Ich hoffe ich komme bald dazu, bei regem Interesse eurerseits kann ich den Prozess etwas beschleunigen :D )

 

Fazit und Meinung

 

Alles in allem hat mir die Fahrt, bzw. die Fahrten sehr viel Spaß gemacht. Innenraum top, Motor top, Fahrverhalten top, Getriebe … naja okay. Irgendwelche Kritikpunkte muss es doch noch geben? Kritikpunkte würde ich vielleicht nicht sagen aber ein paar Dinge haben mich doch etwas ‚gestört‘ obwohl das schon fast übertrieben ist. Das Infodisplay neben dem Tacho ist nicht besonders übersichtlich. Man muss schon etwas länger hinschauen um sich zurecht zu finden. Die Tempomatsteuerung ist etwas eigenwillig, da man sich durch verschieden Modes klicken muss nämlich Tempomat, Limiter und noch irgendwas. Hab ich bis zum Ende nicht wirklich herausbekommen wie das funktioniert. Ebenso ist die Anwendung Verbrauchsanzeige im Farbdisplay nicht sehr übersichtlich. Die vielen Balken ergeben einfach beim Schnellen hinschaun wenig Sinn. Wenn man steht kann man sich die Balken am besten anschauen, viel Sinn ergeben sie aber auch dann nicht, da sie nur sehr ungenau beschriftet sind.

 

Schlussendlich könnte ich mir schon vorstellen, dass ich mir irgendwann den Wagen als Zweitwagen holen würde. Allerdings in blau und mit Xenonscheinwerfern. Die sind mir beim Testwagen schon etwas abgegangen. Die SerienHalogen waren in der Nacht zwar recht hell, aber doch kein Vgl. zu Xenon. Heute Morgen musste ich den Wagen dann schweren Herzens dem AH. Zurückgeben. Also vollgetankt und wieder dem Freundlichen übergeben. Abschließend hier noch eine Aufstellung der technischen Daten des von mir gefahrenen Modells. Preis wäre in dem Fall knapp 29.000€. Finde ich nicht zu viel und nicht zu wenig, zumal da ja sicher noch der ein oder andere % abgezogen wird.

Ich hoffe euch hat das Lesen Spaß gemacht, solltet ihr noch Fragen haben könnt ihr euch gerne melden.

 

  • Motor 1.4 MultiAir (140 Hp)
  • Max. Motorleistung 140 PS /5000 rpm
  • Tankinhalt 45 l
  • Länge 4054 mm
  • Breite 1740 mm
  • Höhe 1233 mm
  • Radstand 2310 mm
  • Spur vorne 1496 mm
  • Spur hinten 1503 mm
  • Vorderer Böschungswinkel 13.1°
  • Gepäckraumvolumen Min. 140 l
  • Position des Motors Front, der Länge nach
  • Hubraum 1368 cm3
  • Max. Drehmoment 240 Nm /2250 rpm
  • Turbine Turbo-Kompressor
  • Position der Zylinder Inline
  • Anzahl der Zylinder 4
  • Motoröl 3.8 l
  • Kraftstoffart Motorenbenzin
  • Antriebsart Hinterradantrieb
  • Anzahl der Gänge (Schaltgetriebe) 6
  • Kleinster Wendekreisdurchmesser 9.4 m
  • Leergewicht 1050 kg
  • Normverbrauch 6.4L (Testverbrauch knapp 9L)
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Sat Jul 16 13:22:04 CEST 2016    |    yeoman    |    Kommentare (53)

BMW und Minivan? Kann das funktionieren? Der Grundtenor des Internets sagt ja eher nein. Leider etwas voreingenommen ging ich in den Test des Wagens. Mich hat interessiert ob das Konzept Fronttriebler, 4-Zylinder und Minivan im Hause BMW funktionieren kann. Darum bin ich den Wagen als 218d Gran Tourer mit Sport Automatic gefahren. Die Ausstattung kann sich durchaus sehen lassen. Bis auf Leder, elektrische Sitze und eine Kamera habe ich während der Testphase nichts vermisst. Die Ausstattung umfasst das große Navi, HUD, E-Kofferraum, Xenon und natürlich den ganzen anderen Kleinkram wie Sitzheizung, Tempomat usw., was durchaus normal in der Klasse sein sollte.

 

Draussen

 

Rein optisch muss ich sagen bin ich etwas zwiegespalten. Von vorne gefälllt mir der Wagen ausgesprochen gut. Von der Seite etwas weniger, da mir die Rückleuchten zu dominant sind. Und von hinten gefällt er mir nicht besonders gut, da die Proportionen meines Erachtens nicht 100% passen, und die Rückleuchten überdimensioniert sind. Die Farb-Felgenkombination gefällt mir ebenfalls nicht, konnte ich mir aber nicht aussuchen. Wichtig war mir der Diesel mit der Aisin Automatik - die übrigens Ober Sahne ist!! (aber dazu später mehr). Ich würde bei dem Auto einen dunklen Blauton wählen mit normalen silbernen 17 Zöllern. Die Felgen die montiert waren sehen irgendwie nach 100€ ATU Felgen aus. Der Bimmer hatte die Sport Line Ausführung welche rund 3500€ (Ö) extra kostet. Sie verleiht dem Wagen eine sportlichere Optik und eben die hässlichen (meine Meinung) Felgen. Sonst gibts außen nicht viel zu sagen, ausser dass die Verarbeitung passt und die Spaltmaße sehr gut sind. Die Türen klingen von außen vielleicht etwas hohl beim Zuwerfen, aber das bin ich von meinem Volvo ja gewohnt :D. Das kann VW besser. Als rein in die gute Stube.

 

Drinnen

 

Sofort fällt auf: Platz genug. Sehr angenehm luftig die ganze Geschichte und reichlich Platz in alle Richtungen. Muss dazu sagen, dass ich mit meinen 1.90 selten wirklich bequem in einem Auto sitzen kann. Apropos bequem: das sind die Sitze nicht sonderlich, wobei ich dazu sagen muss dass ich in Puncto Sitzen im Volvo natürlich sehr verwöhnt bin. Die Sitze im BMW sind straff gepolstert und man merkt die Konturen doch sehr stark. Der Blick fällt nach links auf die Türverkleidung. Wirklich hochwertig wirken die Materialien dort nicht. Aber gut, das ist ja bei den unteren BMW-Klassen nichts Neues. Somit war ich auch nicht schockiert wie ich die Sonnenblenden in Dacia-Qualität gesehen habe. Da fühlen sich die Blenden im Volvo schon um etliches besser an. Und jetzt braucht mir keine kommen mit: Naja aber der ist doch billig, naja wer braucht die schon, naja ist hald kein 7er. naja naja .... Ich benütze die Sonnenblenden täglich mehrmals, da will ich schon eine gewisse Qualität in der Hand haben, immerhin kostet die Hütte 45k. Der Blick geht weiter nach rechts in richtung Tacho. Mir haben die schlichten BMW Anzeigen mit echten Zeigern und nur kleinen Infodisplays immer schon gefallen. Und die Orange Beleuchtung wirkt zwar etwas altbacken, hebt sich aber zumindest von der Masse ab. Mit entsetzen musste ich feststellen, dass der Infodisplay im Kombiinstrument so dermaßen dämlich platziert wurde, dass er unter normalen Fahrbedingungen hinter der Lenkradnabe verschwinden würde und man sich unmenschlich nach vorne beugen müsste um beispielsweise den Momentanverbrauch, oder die Reichweite im Blick zu haben. Ich bin jemand, der ständig den Momentanverbrauch im Blick haben will. Wäre unmöglich, und für mich ein Kaufhinderungsgrund, zumal man den Momentanverbrauch ja sonst nirgendwo anzeigen lassen kann. Der Armaturenträger ist designtechnisch ... naja sagen wir eigenständig. Vor ein paar Monaten bin ich das erste mal in einem 2er ActiveTourer gesessen, da hat es mir nicht gefallen. Jetzt bei diesem Wagen war es schon besser, warum auch immer. Ich bin kein Fan von diesen aufgesetzten Displays, wobei ich mich bei dem Wagen wahrscheinlich damit anfreunden könnte, da der Innenraum dadurch luftiger und größer wirkt. Der Display selbst ist sehr hoch aufgelöst und hat mit iDrive wahrscheinlich das beste Infotainmentsystem, welches es momentan in Autos zu kaufen gibt. Ich bin Fan! Die Klimasteuerung wirkt etwas unübersichtlich, aber das ist bestimmt nur in der Eingewöhnungsphase der Fall. Wo wir bei der generellen Übersicht wären. Nach vorne hin sehr übersichtlich, nach hinten eigentlich auch, wobei die C-Säule schon etwas an Sicht kostet. Leider hatte der Wagen keine Kamera, wodurch das Rangieren nicht immer ganz einfach war. Ein Highlight für mich war die Ambiente Beleuchtung. Sehr sehr edel, vor allem bei Nacht. Bin momentan am Überlegen wie ich eine dezente LED-beleuchtung in meinen Volvo bekommen könnte ohne, dass man sie im ausgeschalteten Zustand sieht. Leider waren beim Bimmer nur zwei Farben einstellbar, nämlich weiß und rot. Eventuell kann man da etwas codieren (bin mir eigentlich sicher, dass das geht). Weiter gehts nach hinten. Platz gibts hinten genug, selbst wenn der Vordersitz auf meine Größe eingestellt ist. Die Rückbank lässt sich längs verstellen, was ich sehr praktisch finde. Ebenfalls praktisch ist der Kofferraum, der sich vom Fahrersitz, mit der Fernbedienung oder ganz normal öffnen lässt. Den Kofferraum finde ich für einen BMW ebenfalls groß, zumal beim Umlegen der Bank ein ebener Boden entsteht. Ich habe hierfür sämtliche Fotos gemacht. Einfach ansehen :)

 

Fahren & Fühlen

 

Also hinters Steuer und den Startknopf drücken. Am Stand wirkt der Motor sehr ruhig und leise. Der Wagen hat den 150PS Twin Power Turbo 4-Zylinder Motor. Die ersten meter fühlen sich erwartet souverän an. Die Automatik ist ein Gedicht. Sicherlich die beste Automatik mit der ich je gefahren bin. Die Schaltvorgänge sind kaum merklich, das Rangierverhalten ist top. Man merkt zudem einen deutlichen unterschied zwischen ECO, COMFORT und SPORT. Sobald man in den Sportmodus wechselt schaltet er einen Gang herunter und das Ansprechverhalten wird verbessert. Muss echt zugeben, dass ich von Motor und Getriebe sehr angetan bin. Die Automatik hätte ich auch gern in meinem Volvo! Der Kickdown dauert gefühlt halb so lange wie beim Volvo. Leistungstechnisch muss ich sagen, dass der zwar nicht übermotorisiert ist, aber durchaus genügend Power in den meisten Lebenslagen liefert. In den hohen Drehzahlbereichen wird der Motor jedoch relativ laut und man hat auch das Gefühl, dass dann das Drehmoment abnimmt. Ab 130 kommen zudem noch echt laute Windgeräusche dazu. Die Straßenlage ist sehr neutral und für den doch recht großen Wagen relativ sportlich. Die Dämpfung könnte meines Erachtens nicht besser sein, da sie einen guten Ausgleich zwischen Sportlichkeit und Komfort bietet. Verbrauchstechnisch kann ich leider nicht allzuviel sagen, da dafür die gefahrene Strecke zu kurz war. Aber ich bin mir sicher, dass sich der Wagen ohne viel Mühe unter 6 Liter (Ö.) fahren lässt. Nur zum Vergleich: Meine tägliche Kurzstrecke, die ich mit dem Volvo ca mit 5.5 (BC) fahre, habe ich mit dem BMW knapp einen Liter darunter bewältigt (ebenfalls BC-Werte). Kleines Highlight für mich war das HUD, welches ich so noch nicht kannte. Es wirkt als würden die Infos in der Tiefe angezeigt werden, was ich als genial empfand. Zudem konnte man im HUD den Radiosender wechseln, ohne den Blick von der Straße abzuwenden.

 

Fazit

 

+ Getriebe, ein Genuss!

+ Fahrverhalten, sehr neutral und dennoch sportlich, ohne in Kurven zu wanken

+ Verbrauch

 

~ Optik

~ etwas lauter Motor, bei hoher DZ

~ Materialqualität innen

 

- Infodisplay hinter Lenkradnabe nicht ablesbar

 

Das wars dann mal vorerst. Ich hoffe ich konnte meine Eindrücke des Wagens, die durchwegs positiv waren gut rüberbringen. Danke fürs Lesen! :)

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Tue May 24 21:56:51 CEST 2016    |    yeoman    |    Kommentare (3)

Vorwort.

 

Ich gebe zu ich war ziemlich skeptisch. Nicht nur gegenüber PlastiDip sondern generell gegenüber Sprühfolie bzw. Sprühgummi. Ich habe Dankenswerterweise vom offiziellen Plasti Dip Shop der Plasti Dip Europe GmbH zwei Testprodukte zur Verfügung gestellt bekommen. Als kleine Gegenleistung werde ich hier in Blog Form eine Art Erfahrungsbericht darüber schreiben. Also quasi eine Win-Win Situation.

 

Ich habe also die beiden Produkte in Empfang genommen und darauflos gedipped. Es handelt sich bei den beiden Produkten um Schwarz Matt Sprühgummi und den Glossifier der den Matt Effekt etwas aufhebt und ein bisschen Glanz in die Sache bringt.

 

Auf Youtube gibt es einen Kanal namens DipYourCar, wo ein Muskelprotz sämtliche Dinge quasi als Tutorial dipped. Habe mir alle Videos gefühlt 3 mal angesehen um ja nichts falsch zu machen. Vorgenommen habe ich mir den Kühlergrill schwarz zu Dippen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich das nur mache weil man die ganze Geschichte wieder rückstandsfrei entfernen kann. Würde das nicht gehen, würde ich es auf keinen Fall machen, da ich mir vor der Sache noch nicht sicher bin/war ob das ganze im Endeffekt gut aussehen würde oder ob es billig, verbastelt wirkt. Dazu aber später mehr. Eventuell werde ich später noch die beiden Ausgüsse für die SRA schwarz folieren,

da das Plastik schon leicht ausbleicht und auffällt.

 

Kühlergrill.

 

Also habe ich mich an den Kühlergrill gemacht. Der Ausbau hat nach dem dritten Anlauf und einem abgebrochenen (in Paketband gewickeltes) Buttermesser, dann doch noch geklappt.Danach habe ich den Grill mit Insektenentferner und Autoshampoo gut gereinigt, dass die Folie gut darauf hält.

 

Nun beginnt das eigentliche Dippen. Der erste Layer wirkt erstmal relativ langweilig. Man darf nicht zu lange auf eine Stelle halten, weil sonst Blasen und feuchte Flächen

entstehen.

 

Zweite Schicht, Dritte Schicht. Dazwischen unbedingt immer 5-8 Minuten antrocknen lassen. Wenn man lange genug wartet merkt man relativ schnell wie die Farbe immer

deckender wird. Dazu angehängt habe ich 6. Fotos, die jeden einzelnen Layer Zeigen. Nach dem 6. Layer folgten dann 2 Layer Glossifier.

 

Ganz wichtig ist zudem, dass man immer aus einem anderen Winkel sprüht. Somit werden alle Ritzen und Spalten gleichmäßig mit Folie bedeckt. Die 6 (oder mehr) Layer sind ganz wichtig, da sich die Sache ansonsten nicht leicht entfernen lassen würde - sofern es mir dann doch nicht gefällt. Die Farbe hat mich vorerst nicht ganz so begeistert. Mattschwarz wirkt eher wie ein sehr dunkles Grau (auch nach 6 Layern) Mit dem Glossifier wird es dann immer schwärzer, habe ich das Gefühl. Unbedingt draußen arbeiten! Es muss ständig durchlüftet werden, da die Sache sehr, sehr stinkt, und (denke ich) nicht sehr gesund ist.

 

Danach habe ich noch das blaue Emblem freigekratzt. Dabei ist mir leider ein kleines Missgeschick passiert. Nämlich ist der Gummi etwas ausgefranst (siehe Bild) - das ist zudem auch

einer der größten Kritikpunkte die ich habe. Das entfernen von Inneren Dingen bzw. von Abgeklebten Stellen funktioniert nicht ganz leicht. Das sieht in den Videos auf YT leichter

aus. Von der Deckkraft der Folie war ich recht begeistert.

 

Also Grill wieder dranmontieren und ansehen. Ich muss sagen ich war vom gesamten dunklen Grill nicht sofort begeistert. Zumal ich die eine ausgefranste Stelle nacharbeiten musste.

Natürlich würde mich nun eure Meinung zur Arbeit interessieren - wobei ich dazu sagen muss, dass das mein aller erstes Date mit Sprühfolie war und ich finde, dass es dafür gar nicht sooo schlecht aussieht. Würde mich über Meinungen freuen.

 

Die Dose ist nach dem Grill gefühlt noch zu 1/3 voll, also für die SRA Düsen reicht es allemal noch.

 

Wenn ihr jetzt sagt, dass euch das dunkle gar nicht gefällt und es prollig aussieht, respektiere ich das - dachte ich mir nämlich im allerersten Moment auch :D

Vorteil ist: Sollte es mir irgendwann nicht mehr gefallen - einfach runter damit!

 

++ Einfache Anwendung

++ Rückstandsfrei ablösbar (probiert)

+ Deckkraft

 

~ Farbe

~ etwas schwer abzulösen bei abgeklebten Stellen

 

-- bestialischer Gestank

-- nicht ganz billig

 

Abschließend möchte ich mich nochmal bei @eddymoney für die Bereitstellung der beiden Produkte bedanken! :-)

 

Link: https://www.plastidip-sale.com

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Mon May 09 09:22:31 CEST 2016    |    yeoman    |    Kommentare (8)

Was würdet ihr meinen?

Bin momentan am Überlegen ob ich eventuell die Bremssättel meines S60 lackieren soll. Komplettsets zur Lackierung gibt es ja schon um 30€, so dass nicht allzu viel Geld drauf gehen würde. Ich persönlich kann mir durchaus vorstellen, dass die Bremssättel gerade in Verbindung mit den 18 Zoll Ixion echt nett aussehen könnten.

 

Diesen kurzen Blogbericht nutze ich eigentlich um eine kleine Diskussion darüber zu entfachen. Vor allem weil ich mir noch nicht ganz im Klaren darüber bin, welche Farbe es denn wenn es so weit ist, werden soll. Zuerst dachte ich an das 'Rosso-Rot', in Anlehnung an italienische Sportwagen. Anschließend wurde ich von @Richtie92 darauf hingewiesen, dass auch blau gut aussehen könnte, gerade in Verbindung mit dem blauen Volvo Logo auf den Nabendeckel. Zuerst war ich abgeschreckt von der grellen Farbe blau, wobei mir die Idee eigentlich immer besser gefällt. Dritte Möglichkeit wäre sie schwarz glänzend zu lackieren in Anlehnung an die Wagenfarbe - würde dann Vorrangig als Rostschutz dienen.

 

Im Prinzip existiert noch eine vierte Möglichkeit: So lassen wie sie sind, da das ganze totaler Schwachsinn ist! :D

 

Würde mich jetzt über Anregungen und Kommentare freuen, da ich selbst wie man merken kann noch sehr Unschlüssig bin. Auch Erfahrungen, von denen die diese angeblich aufwändige und zeitraubende Arbeit schon einmal erledigt haben.

 

Während dem Überlegen über dieses Projekt, denke ich schon an das nächste... Die Folierung des Kühlergrills in Wagenfarbe. Dazu aber mehr wenn es soweit ist. :)

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Sun Apr 24 16:45:11 CEST 2016    |    yeoman    |    Kommentare (37)

Es hat sich also die Gelegenheit ergeben den neuen Tipo zu fahren. Ich muss sagen, dass ich ziemlich erwartungsvoll an die Sache herangegangen bin, da mir der Wagen äußerlich wirklich sehr gut gefällt. Innen schaut die Sache.... naja dazu später mehr.

 

Erstmal generelle Infos zum Auto. Im Tipo arbeitet der 1,6 Liter 4 Zylinder Diesel mit 120PS in der Lounge Ausstattung. Die beinhaltet zum Beispiel Navi, Rückfahrkamera und eine Zusatzheizung. Was davon Serie und was nicht ist, kann ich ehrlich gesagt nicht sagen - ist aber auch egal, denn bei einem Preis von knapp 19.000€ sollte eigentlich eh schon das meiste an Bord sein. Sitzheizung zum Beispiel hatte er keine - was mich sehr gewundert hat.

 

Äußerlich sieht der Wagen vor allem von vorne richtig schick aus. Die 16 Zoll Felgen mit schwarzem Inneren stehen dem Wagen in Kombination mit der Anthrazit Metallic ausgesprochen gut. Von hinten habe ich mich noch nicht richtig an die Optik gewöhnt. Aus manchen Blickwinkeln echt nett anzusehen, von frontal hinten, eher nicht so meins. Spaltmaße passen, und generell wirkt der Wagen von außen hochwertig, bzw. dem Preis angemessen. Kurzer Blick in den Kofferraum - wow echt okay für die Außenabmessungen! Dummerweise hab ich auf das Foto vom Kofferraum vergessen. Verzeiht mir.

 

Also, den Knopf auf dem ausgesprochen massiven Schlüssel - der ca. doppelt so groß und schwer ist, wie der von meinem Schweden - gedrückt und am Türgriff gezogen. Scheixe, habe ich den Türgriff abgebrochen? Nein, der ist nur wackelig und klappert - nix passiert. Also Tür geöffnet und hineingesetzt. Tür zu. Zuerst wandert der Blick auf die linke Seite in Richtung obere Türverkleidung. Ah! Da hat jemand gerade erst mit einem feuchten Kunststoffpflegetuch darüber gewischt! Drauf gegriffen - nein doch nicht, alles trocken. Der Teil glänzt wie Omas Strasssteine. Sieht nicht nur furchtbar billig aus, fasst sich auf genau so an. Einfach steinhart. Dabei nicht besonders massiv, wie man das von harten Stoffen kennt, nein eher dünn und hohl. Naja egal, dafür sieht der Rest des Interieurs besser aus. Das Lenkrad - ich weiß nicht ob es Leder ist oder nicht - hat mir schon nach 2 Minuten schwitzige Hände gemacht. Das war bei mir noch nie der Fall. Mittelkonsole bis auf den kleinen, pixeligen Display recht nett anzusehen. Den Bereich bei der Handbremse und den Becherhaltern sollte man sich dagegen besser nicht genauer ansehen... Der ist dann wieder paar Qualitätsstufen billiger angesiedelt. Druckpunkte der Tasten sind schwer zu beurteilen, da sie speziell am Lenkrad eigentlich nicht vorhanden sind. Da hat man das Gefühl man drückt etwas hinein, aber ein wirkliches Feedback bekommt man nicht. Was mir echt gut gefallen hat, waren die Anzeigen im Armaturenbrett, sowie der BC Display. Der löst gefühlt 8x so hoch auf wie der Display in der Mittelkonsole. Die Anzeige für die Kühlwassertemperatur habe ich sofort ins Herz geschlossen, die geht mir bei meinem Volvo sehr ab!

 

Also Prügel - äh Schlüssel ins Schloss und starten. Motor startet recht laut, läuft aber grundsätzlich recht ruhig und kultiviert. Die ersten Meter gefallen. Die Kupplung lässt sich super dosieren und die Schaltung geht ruckfrei und die Gänge lassen sich problemlos einlegen. Motor hat Betriebstemperatur erreicht, also kann man ihn etwas höher drehen. Will man eigentlich aber gar nicht, da der Motor dann sehr knurrig und laut wird. Mein 5 Zylinder im Volvo ist zwar auch laut, aber das ist ein ganz anderes 'laut' ;-) Die 120 PS reichen für den leichten Wagen völlig aus. Man hat außer in den ganz niedrigen Drehzahlregionen nie das Gefühl untermotorisiert unterwegs zu sein. 100Kmh sind echt schnell erreicht. Dann merkt man allerdings, dass er im Herzen doch ein Stadtauto ist, was die City Taste der Servolenkung schon recht offen suggeriert. Windgeräusche nehmen ab 110 doch recht stark zu. Genauso wie die toten Insekten auf der Windschutzscheibe. Also Spritzen! Ich hasse Fächerdüsen! Man hat das Gefühl, absolut keine Reinigungsleistung zu haben und die Scheibenwischer tun sich sichtlich schwer etwas auszurichten. Plötzlich Wischwasserverwirbelungen im linken Seitenfenster und vorm Außenspiegel. Alles voll Wischwasser, gottseidank von außen. Sowas hat der damals gefahrene 500X auch. Wieso bitte passiert sowas?

Nun hinauf den Berg und sehen wie sich der kleine Motor in Extremsituationen macht. Natürlich ständig im Hinterkopf, nicht zu hoch drehen, da es ja quasi ein Neuwagen ist. Völlig ausreichend. Klar muss man viel schalten, klar klingt er angestrengt. Aber das ist egal. Das passt zu dem Wagen..

Also wieder nach Hause und ausgestiegen. Schnell noch ein paar Fotos mit dem Handy gemacht und wieder rein.

 

Die Fotos sind leider echt schlecht, dafür entschuldige ich mich. War im Stress und mir war damit fahren wichtiger als Fotos davon machen.

 

Fazit. Sehr nettes Auto. Er ist mir echt sympathisch. Einige Schrullen hat der Wagen natürlich, aber mir persönlich gefällt er gut. Vor allem äußerlich, vor vor allem von vorne :D Innen muss ich sagen, gefällt er mir nicht unbedingt, aber ich denke das ist wie so oft Geschmackssache. Ich hoffe ich konnte euch einen objektiven, subjektiven, fanboylosen Testbericht liefern. Über Kommentare, Anregungen und Kritik freue ich mich immer ;)

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Fri Apr 01 09:32:26 CEST 2016    |    yeoman    |    Kommentare (9)

Letztens hatte ein guter Bekannter von mir den neuen Passat Variant zur Probefahrt bekommen. Da mir der Wagen von Anfang an sehr gut gefallen hat, wollte ich unbedingt mitfahren. Gesagt getan.

 

Die Ausfahrt dauerte aus terminlichen Gründen nur eine Stunde, weshalb der Bericht nicht ganz so ausführlich ausfallen wird wie so manch anderer hier. Ich bin überhaupt nicht vorbelastet und ganz unvoreingenommen an den Wagen herangegangen. Bin weder VW Fanboy noch VW Hasser,

werde dennoch meine subjektiven Erfahrungen niederschreiben.

 

Exterieur

 

Kurz zum Fahrzeug selbst. Es handelt sich um einen Passat Variant in der Highline Version. Zusätzlich dazu hat er noch das sportliche R-Line Paket, welches mir persönlich gerade in Kombinationen mit der hellen bronze Farbe sehr sehr gut gefällt. Beim Motor handelt es sich um

den Standard 2 Liter Diesel (ja genau der aus den Medien), mit 150PS. Getriebe ist das bekannte 6 Gang DSG.

 

Die 18 Zöller sind beim R-Line Paket dabei, welche dem Wagen sehr gut stehen. Sie sind meines Erachten nicht zu klein aber auch nicht zu groß.

 

Dank dem Standartfahrwerk wird der Wagen auch nicht allzu unkomfortabel mit den Felgen.

Was ich von den Fake Blenden halten soll weiß ich allerdings nicht so recht. Einerseits sehen sie recht schick aus. Wenn man näher ran geht sieht man allerdings

die Plastikblende dahinter, und den Auspuff darunter. Finde das irgendwie etwas peinlich. Vorteil ist, dass man sie nicht gesondert putzen muss.

 

Zu den LED Scheinwerfern kann ich leider recht wenig sagen, da wir bei Tag gefahren sind. In den Tunnels habe sie jedoch sehr hell gewirkt.

 

Das war zugleich das erste mal in meinem Leben, dass ich mit einem Wagen mitgefahren bin, der den Abstandstempomaten hat. Sehr angenehm, sofern man die Distanz

richtig einstellt. Es erfordert etwas Übung aber, wenn man den Dreh raus hat gehts wirklich geschmeidig von der Hand.

Auf der Autobahn macht der Wagen generell sehr großen Spaß. Er liegt satt auf der Straße, wahrscheinlich liegt das auch an den 235ern. Bei 130 ist der Wagen sehr ruhig und

der Motor unaufdringlich leise.

 

Motor Getriebe

 

Das wichtigste zuerst. Motor und Getriebe harmonieren wie man das von den anderen VW Modellen kennt perfekt. Das DSG schaltet schnell und unmerklich, und immer

nachvollziehbar. Bin selbst überhaupt kein Freund von Start Stop. Es ist allerdings gut integriert, und funktioniert ohne Rucken. Leider hat es während der Fahrt nur 1-2 Mal

funktioniert, bei den anderen Ampelstops war das Symbol mit dem durchgestrichenen A im Display zu sehen und der Motor ist nicht aus gegangen.

Wir sind mit dem Wagen hauptsächlich in hügeligem Gelände gefahren, und haben so den Motor und das Getriebe in allen Situationen testen können. Die 150PS reichen für österreichische

Verhältnisse völlig aus. Man kann in jeder Lebenslage zügig beschleunigen, ggf. mit Kickdown. Beim Kickdown merkt man allerdings, dass der Wagen nur mit 4,

Zylinder unterwegs ist, die werden dann schon etwas unangenehm laut und nicht wie mein Privater mit einem Zylinder mehr, der aber auch alles andere als leise ist. :-)

Dafür ist der Wagen im Stadtverkehr und beim gemütlichen Dahingleiten sehr leise.

Verbraucht haben wir bei unserer eher flotten Testfahrt 6,5 Liter. Der Wagen hatte allerdings erst 500 km auf der Uhr.

 

Innenraum

 

Vorweg - leider habe ich nur sehr wenige Innenraumbilder, da ich nicht mehr dazu gekommen bin, aber ich denke wer sich für den Wagen entscheidet, wird sich vor allem beim Gepäckraum und

der Rücksitzbank selbst informieren. Das Cockpit ist sehr gelungen und was sofort auffällt ist die Fahrzeugbreite. Man fühlt sich sehr wohl, das Raumgefühl passt!

Zur Mitte hin hat man merklich mehr Freiheit als in so manch anderem Mittelklassewagen, wobei ich da durch meinen S60, der ebenfalls recht breit ist verwöhnt.

Getestet wurde ja der Highline welcher den schwarzen Klavierlack hat. Mir persönlich gefällt der schwarz glänzende Lack nicht. Der Wagen hatte ca. 500km auf der Uhr und es wirkte als wäre

er innen verstaubt - obwohl er das gar nicht so schlimm war. Sehr nett ist das Active Info Display, mit seinen diversen Einstellungsmöglichkeiten und Ansichten.

Hat man Beispielsweise eine Navigationsroute aktiv, zeigt er diese an und im linken Kreisdiagramm sieht man wie viel Prozent der Strecke absolviert wurden.

Der Display in der Mittelkonsole reagiert auf Annäherung und blendet sobald man die Hände weggibt diverse Symbole aus, dass die Karte größer dargestellt wird. Gibt man die

Hände in die Nähe des Displays kommen sofort ohne Verzögerung Navisymbole und man kann Route verändern oder was auch immer - Sehr gut, kannte ich nicht. Gefällt. Wobei ich von

der Bildqualität des Displays generell eher enttäuscht war. Der ist nicht so scharf und hell wie ich mir das erhofft habe. Muss fast sagen, dass der Display in meinem Volvo schärfer

und vor allem die Farben schöner wirken.

Mir persönlich würden die Aluelemente vom Testwagen auch nicht gefallen. Ich bin eher der Holztyp.

Sehr gut gefallen hat mir im Innenraum die extrem dünne A Säule. Dabei ist die gar nicht wirklich so dünn sondern wirkt nur so, da sie aus genau dem Blickwinkel angesehen wird, aus dem sie dünn

erscheint. Dreht man seinen Kopf nach vorne links, sieht man dass sie recht dick ist. Echt gut gemacht.

Zudem bin ich ein totaler Fan der Analoguhr welche zudem echt hübsch hinterleuchtet ist. In Tunneln schaltet er sehr schnell von Tag auf Nacht um, beim Rausfahren aus selbigem dauert es etwas länger.

 

Fahrwerk

 

Für mich recht schwer zu beurteilen, da ich selbst den Bockharten S60 mit 18 Zöllern im Sommer fahre. Ich finde das macht der Passat - in dem Fall mit dem Standardfahrwerk wesentlich

besser. Er wirkt bei längeren Wellen oder Unebenheiten sehr ausgeglichen. Kurze Rillen, Kanaldeckel, Querfugen kommen schon sehr deutlich durch, jedoch ohne Poltern oder sonstigen

nervigen Geräuschen. Schnelle Kurvenfahrten sind mit dem Wagen kein Problem, wenngleich er natürlich nicht zum Kurvenräubern gemacht wurde.

 

Fazit

 

Mir persönlich hat der Wagen vor allem optisch sehr gut gefallen, innen optisch gelungen, allerdings würden mir andere Materialien (Holz statt Klavierlack und Alu) mehr zusagen.

Er darf sich zurecht als der große Bruder vom Golf Kombi bezeichnen. Mir hat er gefallen, würde persönlich wahrscheinlich aber den 190PS ler wählen :-)

 

Bitte die Handybilder zu entschuldigen, hatte meine Kamera nicht dabei. Ich hoffe ich konnte euch einen Eindruck vom Fahrzeug vermitteln, vielen Dank fürs Lesen.

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Fri Mar 18 11:19:35 CET 2016    |    yeoman    |    Kommentare (5)

Wer gefällt euch am besten?

Auf diesem Wege würde ich euch gerne eines meiner Hobbys vorstellen. Nämlich die Fotografie.

Heute habe ich mich zum ersten mal an meine Modellautosammlung gewagt. Herhalten mussten 2 Maybach (alt und neu) und etliche andere ältere Modelle. Grundsätzlich gefallen mir die Oldtimermodelle sowieso besser als alle aktuellen Autos, da diese viel mehr Details besitzen und nicht rundgelutscht sind :)

 

Ich habe hier mal eine Auswahl zusammengestellt. Gleich dazu sagen muss ich, dass die Autos trotz Vitirine sehr staubig sind. Sorry dafür. Zudem habe ich für den Upload die Auflösung stark reduzieren müssen, da ich hier am Land kein besonders gutes Netz habe :D

 

Ich würde mich über Feedback sehr freuen. Wenn ihr sagt, dass sie euch nicht gefallen ist das voll okay, aber ich würde gerne wissen warum bzw. was euch besser gefallen würde. Das war heute quasi der erste Gehversuch. Dafür finde ich sind eigentlich schon ein paar recht brauchbare Bilder dabei. Ausbaufähig ist der Hintergrund und die Verwendung eines Fernauslösers. Da ich zwar ein Stativ verwendet habe aber meine Finger trotzdem ein Ruckeln erzeugen, da ich mit kleiner Blende und großer Belichtungszeit fotografiert habe sind die Bilder teilweise unschärfer als gedacht.

 

Für die Fotografieinteressierten: Ausrüstung ist eine DSLM Olympus OM-D EM10 mit dem 14-42er Pancake Objektiv. Stativ, habe ich leider nur ein Einsteigermodell. Dieses ist zwar superleicht aber leider etwas wacklig.

 

Nun noch kurz in der Umfrage abstimmen und die Bilder anschauen :)

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Wed Dec 30 14:01:46 CET 2015    |    yeoman    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: Autos, Forza, Gaming, Playstation, Rennen, Rennspiele, Spiele, Xbox

Ich muss zugeben, seit meinem letzten Blog ist einige Zeit verstrichen. Nun, nachdem sich der Weihnachts und Uni-Stress ein wenig legt ist es an der Zeit wieder etwas zu schreiben. Und da nun auch die Lust dazu kommt, und ich etwas Zeit habe, kommt nun ein kleiner Beitrag dazu.

Und zwar ein ganz besonderer. Hier geht es nicht um meinen S60 oder generell um Realität, sondern um virtuelle Autos.

 

Früher habe ich es geliebt Autorennspiele auf dem alten Fett-Screen PC meiner Eltern zu spielen. Titel wie NFS Porsche (geniale Erinnerungen!), Hot Pursuit 2, aber auch extravagantere Spiele wie Cabela’s Offroad Adventure oder 4x4 Evolution wurden stundenlang gespielt. Ich frage mich ob heutzutage noch jemand diese Spiele kennt? Besonders NFS Porsche hatte es mir dank der simulations-ähnlichen Steuerung und der unfassbaren Atmosphäre angetan. Die Cockpitperspektive war für mich damals ein absolutes Novum.

 

Mit der Zeit kommt eines Osterns eine XBOX (die erste) ins Haus. Nun werden die Rennspiele anspruchsvoller. Gepackt hatte mich damals schon Forza Motorsport 1. Vor allem das Tuning und die Anpassungen haben mir enormen Spaß bereitet. Auch Enthusia habe ich stundenlang auf voller Lautstärke gespielt um die Motorsounds zu genießen.

Natürlich habe ich die Gran Turismo Reihen auch nicht ausgelassen. Begonnen hat es jedoch erst bei GT4, mit dem Erwerb einer PS2. Später auf der PS3, dann GT5, welches mir aber nicht mehr so gut gefallen hat.

 

Dann war längere Zeit Pause, und ich vertrieb mir die Zeit mit diversen PC Spielen wie zum Beispiel Euro Truck Simulator 2 und 3, diversen Formel 1 Titel und manche anderen unbedeutenden Spiele.

Mit der Zeit wollte ich aber etwas Neues ausprobieren. Das neue Need for Speed hatte es mir zunächst sehr angetan, da es sehr an die alten Titel erinnert. Forza Horizon 2, und Motorsport 6 wollte ich auch unbedingt spielen.

 

Nun wurde also eine gebrauchte Xbox One angeschafft um meine Gelüste zu stillen. Vom neuen Need for Speed wurde ich leider etwas enttäuscht, da mir die Steuerung und die ewige Nacht nicht so zusagt. Der Onlinezwang gefällt mir im Übrigen auch nicht.

Wesentlich genialer finde ich dafür Forza Horizon 2. Ich muss zugeben, dass es eines der besten Rennspiele ist, das ich je gespielt habe. Es macht unfassbar viel Spaß mit dem für sich perfekten Auto durch die Straßen von Nizza zu driften und dabei den Sonnenuntergang hinter dem Meer zu beobachten. Die Grafik ist schlichtweg grenzgenial. Noch bei keinem anderen Spiel habe ich mich so oft dabei erwischt den Fotomodus zu benutzen und mein Auto aus diversen Perspektiven anzusehen. Generell kommen Autofans bei dem Spiel voll auf ihre Kosten. Ich will nicht groß alle Möglichkeiten im Spiel beschreiben, ich möchte nur das Feeling vermitteln welches rüber kommt.

Ob man ein Faible für moderne Hypercars, oder aber auf Offroader abfährt spielt absolut keine Rolle. Sogar einen Ford Transit kann man fahren.

 

Was mir bei dem Spiel sehr gut gefällt ist die Möglichkeit diverse Bauteile zu tauschen. So kann man zum Beispiel in seinen VW T1 Bus einen fetten V8 einbauen und den wie gewünscht anpassen. Zudem kann man die Antriebsarten nach belieben tauschen. Jede Kleinigkeit verändert das Fahrverhalten merklich, was ich so auch noch bei keinem Spiel erlebt habe. Im Willy’s Jeep sind allein durch Tuning und Motor Swap Wheelyy möglich.

 

Dabei werden die Autos in Punkte unterteilt. Zum Vorstellen: Ein Stock VW T1 hat 100 Punkte, mein derzeitiger Lieblingswagen der Ferrari 250 GTO rund 700. Die Fahrzeuge sind alle in Klassen unterteilt, wie zum Beispiel: Hot Hatch, rare classics, modern rally, offroad, hypercars, und natürlich viele weitere. Das gewährleistet, dass bei Rennen nur Autos ähnlicher Kategorie gegeneinander fahren. Sollte man zum Beispiel mit einem Auto mit 500 LP teilnehmen wird das Starterfeld automatisch in ebendiese LP Region eingeteilt.

 

Was das Spiel ausmacht ist meines Erachtens das Feeling – man ist Teilnehmer des Horizon Festivals – und misst sich mit anderen Fahrern aus aller Welt. Die Grafik und das Fahrgefühl tuen ihr seiniges dazu, dass das Spiel besonders macht.

 

Ich liebe es vor allem mit meinen Lieblingsautos durch die Berge oder die Küstenstraße entlang zu driften. Ich habe noch bei keinem anderen Spiel erlebt, dass das Driften so gut umgesetzt wurde.

Das hört sich jetzt an wie eine Werbung für Horizon 2 soll jedoch nur zeigen, wie mir das Spiel gefällt und wie es mich endlich wieder zu fesseln schafft, was den wenigsten Rennspielen in der letzten Zeit (keinem!?) gelungen ist.

Natürlich ist das Spiel eher ein Arcade Spiel, bei dem man nicht allzuviel Realismus erwarten darf.

 

Nun würd ich gern von euch wissen, welche Autorennspiele euch früher oder auch heute besonders gut gefallen haben. Auch wäre es cool wenn jemand der selbst Forza Horizon 2 spielt seine Meinung mit uns teilt.

 

Abschließend füge ich noch ein paar Bilder an – die nicht von mir sind – da ich Blogs ohne Bilder nicht mag ?

 

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und vielleicht konnte ich die ein oder andere Erinnerung hervorrufen. :)

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Thu Apr 09 14:40:56 CEST 2015    |    yeoman    |    Kommentare (37)    |   Stichworte: 2 (F), 5Zylinder, Alle, Allgemeine, Autosuche, D3, Golf, IV (1J), Kaufberatung, Kraft, S60, schweden, Schwedenstahl

Einleitung

 

Die ersten paar tausend Kilometer sind vorüber und ich bin momentan engagiert genug um einen Blogbeitrag in Form eines kleinen Erfahrungsberichtes niederzuschreiben. Bevor sich das ändert lege ich auch gleich los. Wer meinen vorherigen Blogbeitrag [LINK] schon gelesen hat kann die Vorgeschichte überspringen.

 

Vorgeschichte: Der Golf 4, den ich dankenswerter Weise von meiner Mutter übernommen habe hat seinen Dienst so brav verrichtet, dass er nun den Dienst weiter verrichten darf, allerdings in der Hand meines Bruders. Ich als 20 jähriger Fahrprofi habe schon lang genug Fahren gelernt und bin mittlerweile so gut darin, dass ich mir einfach ein stärkeres, schnelleres, extravaganteres Auto kaufen musste. Mein Vorteil ist, die mangelnde Selbstüberschätzung, welche viele Jugendseelen prägt. Dadurch fühle ich mich gefestigt ein PS-stärkeres Auto zu fahren ohne Angst zu bekommen, und sicher fühle ich mich obendrein da ich ja wie beschrieben sehr gut Autofahren kann. – Ironie off.

 

Seis drum, schneller als gedacht war der Entschluss gefasst. Der Volvo probegefahren, bisschen verhandelt – der Preis war für österreichische Verhältnisse so gut, dass verhandeln aussichtslos war. 400€ ließ er mir trotzdem noch nach. Also ab zur nächste Tankstelle, Vignette drauf und auf geht die Fahrt nach Hause. Tja was soll ich sagen.. Motor, Getriebe, .. einfach ein Traum.

 

Ich versuche den Erfahrungsbericht gewissermaßen zu gliedern. Anfangen werde ich mit dem für euch wahrscheinlich wichtigstem bzw. interessantestem nämlich:

 

Motor und Getriebe

 

Bei meinem Auto handelt es sich um einen S60 D3 mit der bei Volvo Geartronic genannten 6-Gang Wandlerautomatik. Motorisch hat er dem Einheitsbrei einen Zylinder voraus. Angefeuert wird der schwere Schwede von einem 2.0 Liter Fünfender mit 163PS und sagenhaften 400NM.

Bei langsamen Fahrten surrt der Motor so unauffällig, dass man meinen könnte man säße in einem Benziner. Wenn man ordentlich drauftritt schiebt der Wagen – nach dem Kickdown – ordentlich nach vorne. Interessant ist, dass der Wagen bei dreiviertel Gas schon gefühlt Vollgas gibt, den aktuellen Gang jedoch beibehält. Bei Vollgas (Pedal to the metal) wird zunächst runtergeschalten und mit einem feinen Sound, den man von Diesel nicht gewohnt ist nach vorne geschoben. Dabei klingt der Motor in keiner Weise überanstrengt. Das Getriebe passt wie ich finde herrlich zum Motor. Lediglich Kleinigkeiten in Bezug auf Schaltverhalten nerven etwas. Im kalten Zustand (erste Fahrt am Tag) die ersten 5-10 Minuten macht das Getriebe keine Freude. Gänge werden unnötig ausgedreht auch bei viertel bis halb Gas. Der Motor ist in der Zeit recht aufdringlich zu hören. Zudem liegt bei diesen Hochtourigen Fahrten wenig Drehmoment an, sodass man nicht viel schneller wird obwohl der Motor hoch dreht, sehr eigenartig. In der Zeit ist auch der Verbrauch um 2 – 3 Liter höher als normal. Ich nehme an das ist ein gewollter Mechanismus der den Motor rasch auf Temperatur bringen soll, was man leider nicht kontrollieren kann, da der Wagen keinen Öltemperaturmesser hat. Schade. Kurz OT: Hat jemand eine Idee wie man sich den Ölstand anzeigen lassen kann? Im warmen Zustand schaltet die GT nachvollziehbar und relativ weich. Gelegentlich kommt es vor, dass der Wagen bei einlegen von ‚D‘ einen Ruck macht. Angeblich kommt das öfter vor. Ich habe vor in den nächsten Woche eine Getriebeölspülung nach TIM Eckart machen zu lassen. Vielleicht hilft das.

 

Alles in allem finde ich die Motor Getriebe Kombi als sehr gelungen Die 400NM zerren schon einigermaßen an den Vorderrädern, wenn die GT das Drehmoment anlegt. Allrad wäre schon recht nett, würde den Verbrauch aber weiter nach oben treiben. Wo wir beim nächsten wichtigen Faktor wären:

 

dem Verbrauch

 

Ich komme gleich auf den Punkt: 7.0 Liter stehen momentan im Langzeitverbrauch, seit ich den Wagen habe. Das ist Angesicht der Tatsache, dass ich hauptsächlich innerstädtisch unterwegs bin ein passabler Wert. Bei längeren Strecken geht der Verbrauch - wenn ich im RTI eine neue Strecke starte um gezielt den Verbrauch der Fahrt zu messen – locker unter 6 Liter. Im Normalfall sind 5.6 Liter drin, bei normaler Fahrweise. Mein Rekord war eine ca 30 Minuten lange fahrt, bei der ich auf 4.7 Liter gekommen bin, ebenfalls normale Fahrweise. Da es eher bergab ging, ist das auch verständlich. Trotzdem habe ich mich gefreut. Freude. Das Stichwort. Es geht ab in den

 

Innenraum

 

Der Wagen wurde vor Kauf von einer Firma professionell aufbereitet und das sieht man auch. Man steigt ein und bis auf den fehlenden Neuwagengeruch deutet nichts darauf hin, dass der Wagen bereits 110.000km auf der Uhr hat. Echte Langzeitqualität wie ich finde. Das Leder sieht noch voll in Ordnung aus, lediglich eine Stelle in der Mitte der Sitzfläche zeigt eine Abwetzung. Ansonsten ist der Innenraum neuwertig. Aber am besten ihr überzeugt euch diesbezüglich selbst. Designmäßig ist der Innenraum natürlich nicht jedermanns Sache. Mir persönlich gefällt er verdammt gut und der Deutschen Konkurrenz überlegen. Verarbeitungstechnisch finde nichts auszusetzen.

 

Ein Missgeschick kommt selten allein

 

Kurz nachdem ich den Wagen gekauft habe, ist mir aufgefallen, dass die Fahrertür nicht immer bei Betätigung der Sperrtaste auf dem Schlüssel sperrt. Ist dies der Fall so schaltet sich auch die Alarmanlage nicht ein. Der ? sagte mir ich bräuchte ein neues Schloss. Kostenpunkt 280€ alleine der Teil. Mir ist aufgefallen, dass das Problem nur dann auftritt wenn die Tür nicht fest zugeschlagen wird. Also stand fest, dass es ein mechanischer leicht behebbarer Fehler sein muss. Also Metallriegel angesehen nach vorne und nach hinten bewegt und siehe da, auf der Fahrerseite geht er schwerer zurück. Als ich es dann nocheinmal versuchte und den Riegel zu weit drehte, ging er nicht mehr zurück. Super, da haben wir den Salat. Jetzt geht die Tür gar nicht mehr zu. Beim Zuschlagen würde dann Metall auf Metall schlagen und genau nichts passieren. Also ab zur Beifahrerseit und nachsehen wie es sein muss. So lange herumgefummelt bis es dort auch versemmelt war. ‚Super wie kann man nur so blöd sein?‘ Also mit dem ? telefoniert, aber auf Grund der Mittagspause war dort keinerlei Information zu erwarten. Das Auto steht also im Freien, mit offener Fahrer – und Beifahrertür und fahren damit natürlich unmöglich. Also schnell den Golf aus der Einfahrt gefahren, dann den Volvo rein und den Golf dahinter gestellt. Meine Mutter musste als Türhalter herhalten. Sie hielt die Beifahrertüre zu und ich die Fahrertür, das sie beim Rangieren nicht aufgeht. Ich bin mir so dumm vorgekommen wie schon lange nicht mehr. Also ab zum Tablet und Googlen. Gottseidank hab ich relativ schnell den entscheidenden Tipp ‚Türgriff‘ erhalten. Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen fragte ich mich.. Naja egal. Am Türgriff gezogen und schon ist das ‚Metallschnapperl nach unten gegangen‘. Also erledigt. Seit ich das Schloss mit einem Spezialfett ordentlich eingefettet habe, ist das Problem mit der nicht schließenden Fahrertür nicht mehr aufgetreten.

 

Kleinigkeiten, die nicht passen

 

Gottseidank kann ich hier von Kleinigkeiten sprechen. Mir ist aufgefallen, dass das Lenkrad beim Rangieren oder in scharfen Kurven knarzende Geräusche macht. Hört sich an wie Plastik auf Plastik. Bisher noch nichts dagegen unternommen, da es mich nicht allzusehr stört. Auch hinter dem Lenkrad die Plastikabdeckung macht bei gewissen Temperaturen Mucken und knackst vor sich hin.

Der linke vordere Parksensor hat bei Nässe und nach Wäschen so seine Probleme klar zu kommen. Bei langsamen Fahrten – zur Ampel rollen, oder beim Einparken – meldet er Hindernisse wo keine sind. Wie gesagt NUR bei Nässe. Sobald es auftrocknet ist wieder alles okay.

 

Bei langanhaltendem Starkregen habe ich das Gefühl, dass die Windschutzscheibe genau beim Kopf von mir etwas – ganz wenig – undicht ist und Wasser herein kommt. Das ist so gering, dass ich es erst spät gemerkt habe. Einmal drüberwischen und gut ist. Wenn der Wagen über Nacht im Regen steht tritt das Problem nicht auf. Nur wenn man fährt, insbesondere schneller fährt. Über Tipps bzw. Erfahrungen eurerseits wäre ich Dankbar!

 

Vor 2 Tagen hat sich der Sticker vorne im Emblem verabschiedet (siehe Bild). Also hin zum ?, wo es anstandslos auf Kulanz erneuert wurde. Garantieauftrag unterschrieben (ich bin eigentlich aus der Garantie herausen) und dankend den Hof verlassen.

 

Schlussworte

 

Klar ist, dass die positiven Dinge überwiegen! Der Wagen ist einfach Klasse und ich freue mich über jede längere Fahrt, die ich antrete. Fahren in dem Auto entspannt. Ich wollte es nicht glauben, aber es ist tatsächlich so.

 

Über Input und Tipps würd ich mich natürlich freuen.

Bis dann!

 

PS: Zurücklehnen und – hauptsächlich Interieur - Bilder genießen ;)

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Mon Feb 16 15:49:18 CET 2015    |    yeoman    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: 5Zylinder, D3, Kraft, Power, Schweden, Schwedenstahl

Nun doch früher als eigentlich geplant und erwartet kann ich euch über mein neues Fahrzeug berichten und sozusagen eine kleine 'Vorstellung' machen. Die gestrige Abholung verlief völlig reibungslos und heute folgte sogleich die Anmeldung. Also gleich rein in den Wagen und mal eine Spritztour machen.

 

... Der Wagen ist einfach Klasse. Hab noch nie einen Wagen auch mit nur ansatzweise solcher Power (400NM) gefahren und für mich sind die 163PS mehr als ausreichend. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich von einem 4er Golf mit 90PS komme :). Die Geartronic schaltet kaum merklich und meist auch nachvollziehbar. Bei härterer Gangart ist es auch logisch, dass man die Schaltvorgänge spürt. Dass man durch die Geartronic (GT fortan) mit höherem Verbrauch rechnen muss ist auch selbstverständlich, wobei ich bis jetzt positiv überrascht bin. Die Herfahrt (300km --> 90% Ö-Autobahn, 10% Überland) genehmigte sich der 5Zylinder bei angenehmem österreichischen Reisetempo 5.1 Liter. Der Bordcomputer zeigte zwischenzeitlich eine Restreichweite von 2400km an. Da musste ich schmunzeln, auch wenn der Wert fernab jeder Realität ist. :)

Der 5Zylinder Diesel ist generell eine Wucht. Laufruhig, dass man glauben könnte man säße in einem Benziner. Und Kraft hat der Wagen, dass es eine Freude ist. Unglaublich der Antritt und die Elastizität von dem Auto, welches ja doch recht schwer ist. (1600kg ca.)

 

Der von mir ausgewählte hat überkomplette Vollaustattung. Lediglich das Fahrassistenzpaket und schlüsselloser Zugang wurde damals nicht gewählt. Vermissen tu diese Sachen allerdings nicht. Hätte sie mir selbst wahrscheinlich auch nicht dazugeordert. Viele behaupten ja, das Volvo Navi sei: langsam, veraltet, komliziert, unübersichtlich usw ... . Persönliche Meinung: So schlecht ist es sicherlich nicht. Die Adresseingabe ist über das Rollrädchen (?) etwas fummelig, und über die Mittelkonsole unterm Fahren nicht machbar, dafür fünktioniert die Spracheingabe recht gut. Orte die im Speicher sind (letzte Ziele oder was auch immer) versteht er sofort, ohne ein zweites Nachfragen. Sehr schnell ist auch die USB Schnittstelle. Hab meinen uralt-FAT32 USB Stick mit 2GB angeschlossen mit paar Liedern, und er hat eigentlich ohne Ladezeit sofort zum Abruf bereit. Der Bildschirm 'USB-Gerät lesen' war ca. 2 Sekunden da... Man bedenke, dass der USB Stick alt ist.

 

Ein nettes Gimmick, dass ich so nicht kannte ist die Möglichkeit im Menü auszuwählen, dass die Seitenspiegel bei Einlegen des Rückwärtsganges sich nach unten neigen und man somit den Gehsteig gut sieht.

 

Kurz noch zu den Platzverhältnissen: Ich bin selbst 1.90 groß und habe vorne und hinten mehr als genug Platz. In Testberichten hab ich ja viel bezüglich der geringen Kopffreiheit vor allem in der hinteren Reihe gelesen. Ich habe trotz Schiebedach vorne und hinten ausreichend viel Platz, wobei ich sagen muss, dass es hinten schon knapp werden kann. Größer als 1.90 darf man hinten nicht sein, wenn man aufrecht sitzen möchte. Fürs bequeme lümmeln reichts allemal.

 

Bisher bin ich überglücklich mit dem Wagen und muss erst mal begreifen, dass der tatsächlich mir gehört. Manchmal hab ich noch die Befürchtung, es sei alles nur ein Traum, aber es spricht viel dagegen. :)

 

Nun folgt der wahrscheinlich interessanteste Teil, nämlich die Bilder. Viel Spaß beim Anschauen. Ihr werdet fix noch etwas von mir und dem Wagen hören, spätestens in ein paar 1000km wenn ich dann mehr dazu sagen kann und erste Erfahrungen gesammelt habe :)

 

PS: Fahrzeugprofil wird bei Gelegenheit erstellt.

 

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Tue Jan 27 13:06:08 CET 2015    |    yeoman    |    Kommentare (72)    |   Stichworte: 4 (1J), Audi, Autosuche, BMW, F10, Gebrauchtwagen, Golf, Kaufberatung, S60, Volvo, VW

Nun hab ich mich doch endlich dazu durchgerungen einen Blog zu erstellen. Bisher hab ich nur gelesen und ab und zu kommentiert aber das Feeling des Selberschreibens war mir bisher noch nicht vergönnt. Wie ihr seht bin ich völlig neu im 'Blogbusiness' und hab noch nichts angepasst in puncto Blogdesign. Bitte nicht übel nehmen :)

 

Daher starte ich kurz mit grundlegendem über mich und meinen Golf und werd nachher meine derzeitige Gebrauchtwagensuche erläutern, die hoffentlich bald ein Ende finden wird.

 

Also zu mir, ich bin 20 Jahre jung, interessiere mich seit ich denken kann für Autos, wobei ich allerdings keine bevorzugten Automarken habe. Für mich gibt es mehrere, die etwas besonderes haben, mit denen man mich - sagen wir so - begeistern kann. Beispielsweise die Volvos, bei denen mir das Design (außer der C30 sorry) ausgesprochen gut gefällt. Sowohl die Alten als auch die Neuen. Neulich durfte ich den neuen XC90 live sehen, absoluter Wahnsinn der Wagen. Soll nicht heißen, dass ich nur Volvos mag, auch andere Marken haben es mir angetan, aber dazu später mehr.

 

So nun aber zu meinem Golf: Es handelt sich um einen stinknormalen Golf 4 Variant BJ04 1,9TDi 90PS ALH-Motor. Der Wagen hat mittlerweile knapp über 230.000km auf der Uhr. Außer der üblichen Kleinigkeiten, Verschleißteile, bin ich mit dem Wagen echt gesegnet. Er braucht nur Diesel und ab und zu Öl, sonst nichts. So ziemlich alle Werkstattaufenthalte waren eigenverschuldet oder eben Verschleißteile, mal abgesehen vom Heckwischer. ;)

 

Der Wagen ist seit 2006 in Familienbesitz nachdem er als Jungwagen mit 18.000 km gekauft wurde. Er wurde stets gepflegt und ich bemühe mich gerade in der kalten Jahreszeit den Motor immer warm zu fahren. Vielleicht ist er ja deshalb so dankbar. Nächstes Jahr wird dann der Zahnriemen erneuert und dann schauen wir mal weiter wie lange er es noch macht. Ich habe ehrlich gesagt schon noch vor, dass ich den Wagen ein oder zwei Jahre fahre. Ich denke ich spar noch einenhalb Jahre und werd mir dann einen neuen gebrauchten kaufen.

 

Womit ich beim eigentlichen Punkt des Blogs angekommen bin. Ich möchte euch natürlich mit Bildern illustriert vorstellen, welche Fahrzeuge ich in Erwägung ziehen würde. Ich habe meine Suche von Österreich auf Deutschland verlagert, da die Preisunterschiede doch ziemlich gravierend in meinen Augen sind, und die Überstellung mit Anhänger und Papas X-Trail kein Problem darstellen würde. Klar wird da wahrscheinlich ein Wochende drauf gehen, aber das wäre es mir alle mal wert. Die nun folgenden Fahrzeuge sind, welche die ich mir reell vorstellen könnte, dass es genau die werden ist sehr unwahrscheinlich, in Anbetracht der Zeit die bis zum Kauf vergehen wird.

 

Nun aber zu den Rahmenbedingungen, die ich mir gesetzt habe:

Schnell war klar: eine Limosine solle es sein und zwar eine große am besten :D

max. 16.500,- inkl. Überstellung und NoVa Nachzahlung

max. 100.000km,

BJ min. 2010, Diesel, max. 190PS wegen der Motorsteuer :(

Austattung soll: Atomatik (!), Navi (fix), Sitzheizung, Tempomat, Xenon

Austattung will: Standheizung, Schiebedach, Abstandstempomat

 

Also mittelmäßig bis gute Ausstattung.

 

Volvo S60 D3 Geartronic

Erster Proband in der Kategorie 'erfüllbar', den ich schon seit einigen Monaten im Visier habe ist folgender Wagen. Man könnte jetzt zwar meinen ich bevorzuge die Marke Volvo - was in gewissem Maß auch stimmt - aber ich bin relativ offen, was Marken anbelangt. Besonders gut am S60 gefällt mir der geniale 5 Zylinder Diesel mit unglaublichem Sound und viel Kraft. Auch innen gefällt mir der Wagen ausgesprochen gut. Zudem ist der Wagen ein Exot, und gerade das finde ich so toll. Man sieht an jeder ecker A4, 3er usw. aber einen S60 eher selten. Was sicherlich vor und Nachteile hat.

 

 

Audi A6 4F 2.7TDI Tiptronic

Zweiter Kandidat ist der A6 4F FL. Der mir Designtechnisch auch sehr gut gefällt und mit dem 2.7 TDI und der Tiptronic ist der sicherlich auch ein heißer Kandidat. Einzig das Interieur gefällt mir bei dem Wagen eigentlich überhaupt nicht. Das macht die Konkurrenz (subjektiv!) besser.

Leider fürchte ich mich bei dem und dem folgenden vor den hohen Kosten, die auf mich zukommen könnten.

 

 

 

 

 

 

BMW 520D F10 8-Gang-Automatik

Letzter Kanditat aus der Kategorie 'mehr oder weniger erfüllbarer Wunschtraum' ist der F10 von BMW. Meiner Meinung nach DIE schönste Limousine. Ich finde die Proportionen total stimmig. Wenn dann würde nur der 520d mit der ge*** 8 Gang Automatik in Frage kommen. Hinzu kommt, dass der Wagen ein meines Erachtens unglaublich schönes Interieur hat. Das Navi Prof. (sofern verbaut) tut seiniges dazu. Das IDrive hats mir zudem schon immer angetan. Derzeit liegt der Wagen noch über meinem Budget. Denkt ihr, dass er in einem Jahr in meine Preisklasse rutschen könnte?

 

 

 

 

Ich belasse es vorerst hierbei und hoffe die Community mit meinem nicht allzu langweiligem Lesestoff zu überfordern :)

Ich würde mich über Input zum Thema sehr freuen! Vielleicht habt ihr Vorschläge, Ideen oder sonstwas.

 

PS: Ich bin doch erstaunt wie gut mir das Layouten mit dem bescheidenen Editor gelungen ist :D

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Blogautor(en)

yeoman yeoman