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26.10.2020 20:41    |    DerAlexX2    |    Kommentare (49)    |   Stichworte: 1 (1M), Leon, Seat

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Bildschirmfoto 2020 10 26 um 18 26

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben, lange habe ich nichts auf den neuesten Stand gebracht. Zuletzt berichtete ich 2017 noch über meinen E36, doch der ist schon lange weg. Dieses Auto glich einem Alptraum. Wie bodenlos das Fass war, realisierte ich erst, als der Stoßdämpfer durch die verrostete Karosserie durchstieß und das Auto endgültig futsch war. Kurz nach meinem Umzug nach Berlin, eine Stunde nach der Ummeldung auch noch.

 

Danach beschloss ich: Erstmal kein Bimmer mehr und zurück zu meinen Seat-Wurzeln. Bis heute bereue ich zutiefst meinen Verkauf eines Seat Leon 1P mit Pumpe-Düse-Diesel. Dahin wollte ich zurück, auch wenn es finanziell deutlich schlechter als früher lief. Doch am wichtigsten war mir: Das nächste Auto darf keine Bastelbude mehr sein, keine Grütze im 1000-Euro-Bereich. Ich kratzte alles (wirklich jeden Cent) zusammen, um mir einen Seat Leon 1M zu kaufen, den ich im Frankenland ausfindig machte.

 

Ein besonderes Fahrzeug. Es hatte zwar fast 200.000 Kilometer auf der Uhr, doch es war nach 14 Jahren immer noch in erster Hand. Der Besitzer hatte es 2003 als Neuwagen gekauft. Mit einem 1P FR ist der Vorgänger schwer zu vergleichen, der Motor ist trotz Pumpe-Düse-Technik noch mal ziemlich anders. 20 PS weniger (150) und nicht so viel Wumms, aber da ein Partikelfilter fehlt, insgesamt angenehmer zu fahren. Und der 1.9er ist natürlich ein Eisenschwein.

 

Was mir direkt auffiel: Der 1M ist paradoxerweise insgesamt deutlich hochwertiger und besser verarbeitet als der 1P, was auch seiner Audi-A3-Gene zu verdanken ist. Haubendämpfer und Soft Touch im Innenraum, das gab es im Nachfolge-Modell nicht. Ich finde das Auto einfach deutlich schöner innen. Außen macht er zwar weniger her, aber mittlerweile liebe ich das 1M-Design einfach und in der Seat-Community genießt die Generation heute fast schon Wehmut-Status. Immerhin sind die meisten 1M’s verschwunden.

 

Auch meiner macht es wohl nicht lange, denn den schmutzigen Diesel wird die Regierung wohl bald ganz verbieten. Grüne Plakette hat der Wagen gleich gar nicht, ich darf also nicht in die Innenstadt.

 

Nun besitze ich den Wagen schon drei Jahre (länger als je ein Auto zuvor) und ich liebe es wie am ersten Tag. Nie kam mir je der Gedanke, es abzugeben. Worauf ich aber stolz bin: Ich habe viel aus dem Wagen rausgeholt und ihn wieder richtig schick gemacht. Der Lack wurde komplett aufbereitet, Bremsen, Fahrwerk etc. alles erneuert. 2 mal war er bei Seat zum Service, das Scheckheft ist damit weiter lückenlos. Beste Maßnahme: Ein KW-V1-Gewindefahrwerk mit dezenten 20 mm Tieferlegung. Holt unglaublich viel aus der Optik raus.

 

Ich wasche den Wagen nur mit der Hand (in Detailing-Kram habe ich mittlerweile fast schon so viel Geld wie ins Auto gesteckt :D ) und fahre ihn fast schon übervorsichtig. Wenn er draußen parkt, kann ich kaum schlafen und muss jeden Tag nachsehen (vor allem wegen Vogelkot). Das muss einfach Liebe sein.

 

Eigentlich beendete er geradezu perfekt die letzte Saison, 2020 war leider bisher nicht so doll. Die ein oder andere altersbedingte Reparatur war nötig, im TÜV brauchte es drei Anläufe, bis der Rußwert in der Au endlich passte und nun das: Bei meinem Besuch in Dresden wurde in den Leon eingebrochen. Das schon dritte Mal, dass das mir in Sachsen mit einem Auto passiert. Bisher ging es den Dieben aber immer um Wertgegenstände oder das Radio, diesmal waren sie aber auf das Auto aus.

 

Denn das Zündschloss ist hin, im Wagen wurde nix mitgenommen. Und es ist eigentlich ein Wunder, dass der Wagen nicht weg ist, keine Ahnung, warum. Mich hat das Ganze einfach nur total erschüttert, da steckt man so viel Liebe rein und dann will es dir jemand einfach wegnehmen. Und das Auto ist ja eigentlich nichts wert. Wer klaut denn bitte einen 17 Jahre alten Seat?

 

Nun steht der Wagen seit 2 Wochen in der Werke, mega frustrierend. Vielleicht nimmt man Berliner dort ja nicht richtig ernst ... Immerhin bin ich kasko-versichert, wenn auch mit gewisser Selbstbeteiligung.

 

So, jetzt konnte ich das Auto nach all den Jahren endlich mal vorstellen :D Wer es mal sehen will, sollte er endlich mal fertig werden in der Werke, trifft mich oft in der Waschbox am BER-Flughafen. Wo man bei der Eröffnung des Flughafens wohl nun sicher nicht mehr so entspannt detailen kann ...

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26.10.2020 21:12    |    AustriaMI

Mein erstes Auto war damals das VW Pondon, ein Golf 4 mit 110PS Diesel. Aber ich mochte damals schon den Seat lieber, vor allem als Cubra, ach, als 18 jähriger träumt man gerne...

 

Heute ist der Wagen wirklich schon fast komplett aus dem Straßenbild verschwunden und den Nachfolger sieht man eigentlich auch kaum noch...ist mir aber auch erst durch den Artikel von dir bewusst geworden und zusätzlich hat mich der Artikel in Erinnerungen an 2004 schwelgen lassen.

 

Ich find den Wagen cool


26.10.2020 22:00    |    Dynamix

Joa, mit sowas und einem 1.8T war man zu "meiner Zeit" schon der King ;) Mit dem Leon hat sich Seat einen großen Gefallen getan, bisher war jede Generation gefällig.


27.10.2020 09:24    |    PIPD black

Moinsen

 

Mir gefiel der Leon damals auch. Hab aber trotzdem Golf bzw. Passat gefahren.

 

Gut gepflegt steht er ja da.......wenn man vom Lenkrad mal absieht.:eek::cool:


27.10.2020 09:50    |    Goify

Habe ich mir auch gerade gedacht. Der Lenker ist aber nicht mehr handfreundlich.


27.10.2020 10:34    |    tobse1005

Einen 2002er 1M hatten wir auch mal, mit dem 1.9er TDI und 110ps. Eigentlich wollten wir die 400tkm voll machen. Bei 374tkm ist dann der Klimakompressor kaputt gegangen. Kurz danach wäre der Zahnriemen fällig gewesen. Dann musste er weg und wir fahren seitdem Leon 5F.


27.10.2020 16:33    |    judyclt

Schöner Wagen. Bei dem Pflegearsenal muss doch auch noch neues Leder fürs Lenkrad drinsitzen.


27.10.2020 19:19    |    DerAlexX2

Ja, der Schaltknauf sah genauso aus,. Der is mittlerweile ja neu, auch wenn er fälschlicherweise 5 Gänge anzeigt. Lenkrad steht natürlich noch an.


27.10.2020 20:38    |    Dynamix

Kann man sich notfalls auch nett beledern lassen wenn man es mag. Kostet nicht die Welt und man spart sich die Sauerei mit den ganzen Färbezeug.


27.10.2020 21:15    |    judyclt

Würde ich auch neu beziehen lassen.


28.10.2020 09:10    |    flashrigo

Als eingefleischter Seat Besitzer mag ich meinen Leon 1M1.

Hatte diesen 2001 neu erworben, mitlerweile sprichwörtlich Familienmitglied.

Zeitloses Design, wertig verarbeitet innen und aussen. Man merkt das zum Gegenpart Audi A3.

Nichts klackert, klappert oder scheppert. Alle Spaltmaße innen abgedichtet, einst wurde ebenso mit Fett /Hohlraumversiegelung nicht gespart.

Meiner ist mitlerweile so gut wie durchrepariert. Ob nun Verschleißteile oder altersbedingte Reparaturen wie Materialermüdung. Gefühlt kenne ich jede Ecke oder Winkel.

Einiges an Euronen sind schon reingesteckt, dennoch meiner Meinung nach, ein kostengünstiges Unterfangen mit meinem Modell.

Meiner bleibt solange es geht, bisher anstandslos jeden TÜV überstanden. Nächstes jahr feiert er 20 jähriges Jubiläum.


28.10.2020 09:35    |    PIPD black

Zitat:

Meiner bleibt solange es geht, bisher anstandslos jeden TÜV überstanden. Nächstes jahr feiert er 20 jähriges Jubiläum.

RESPEKT.

Ich hab meinen Passat auch 2001 neu gekauft. Zugelassen an 9/11. Welch denkwürdiges Ereignis.....morgens das Auto vor der Arbeit zugelassen und dann stürzten die Twin-Towers ein :(

Ich hab das Auto geliebt, aber nach 11 Jahren und 211 tkm war Schluss.....das Getriebe machte leichte Zicken, die Lenkung war fällig, das Fahrwerk komplett hin.....Zeit Abschied zu nehmen und ihn gegen einen Fiesta einzutauschen....


28.10.2020 13:22    |    john66

Immerhin hat ein 20 Jahre alter Seat Leon einen Haubendämpfer.

Der neue Golf 8 hat eine primitive Stange, wie Autos der 70er Jahre.


28.10.2020 13:23    |    Goify

Der 3er Golf hatte auch nur eine Stange. Einzig Golf 4 bis 7 hatten die Gasfeder.


28.10.2020 19:20    |    HerrLehmann

"Wer klaut denn bitte einen 17 Jahre alten Seat?"

Nicht so ungewöhnlich in Dresden... ;-)

Einem Bekannten wurde der 15 Jahre alte Leon mit 250tkm geklaut, vor der Haustür...

Vermutlich war der verbaute Kindersitz so wertvoll... :-)


28.10.2020 20:42    |    john66

@Golfy

Golf 3 bis 1997 gebaut, mit einer Stange wie die meisten Fahrzeuge seiner Zeit. Einen Golf 8 im Jahr 2020 zu kaufen und nach 23 Jahren wieder eine primitive Stange geboten zu bekommen, hat schon was.


28.10.2020 20:44    |    Dynamix

An solchen Kleinigkeiten spart VW doch schon ewig. Mein Kuga hat auch keine Haubendämpfer, der Mii hatte auch keine. Ausgerechnet meine billigen Amerikaner hatten bisher immer welche ;)

 

Wobei ich jetzt auch kein Problem mit der Stange habe. Die Dämpfer sind halt fürs schrauben praktischer weil die Stange dann nicht im Weg stehen kann und die Hauben dann auch meist was weiter nach oben öffnen.


28.10.2020 21:40    |    AudiJunge

Naja, das hat weniger mit sparen als mit den Richtlinien zum Fußgängerschutz bei einem Unfall zu tun.

 

Ohne Dämpfer lässt sich dieser wohl leichter verbessern als mit.

 

Warum der Leon gestohlen werden sollte ist doch klar.

 

FR + großer Diesel = begehrt auch wenn man ihn zerlegt und in Teilen weiterverkauft.

 

Da spielt auch der Kilometerstand keine Rolle, da werden auch Fahrzeug mit 600Tkm gestohlen.


28.10.2020 22:40    |    judyclt

Andere fast baugleiche Autos wie der neue Octavia schaffen den geforderten Fußgängerschutz auch mit Haubendämpfer. Warum VW nicht?


29.10.2020 06:00    |    Goify

Skoda ist mittlerweile die Premiummarke im VW-Konzern.


29.10.2020 07:24    |    tobse1005

Der Konzern spart nicht nur bei den Haubendämpfern. Unser Leon 5F hat weder vorn noch hinten höhenverstellbare Gurte. Das mag dem ein oder anderen egal sein. Aber wenn man extrem groß oder klein ist, spielt das schon eine Rolle.


29.10.2020 09:15    |    flashrigo

Dies Diskussionen werden denke ich zu nichts führen.

Denn ob höhenverstellbare Gurte, ob Haltegriffe im Dachhimmel, ob Leuchten unterhalb in den Türen, ob Haubendämpfer oder Metallstab und und und.............die Meinungen gehen auseinander.

oder eben ein Sprichwort auf Platt;-

Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich…

 

Meine Meinung ist, ein Pkw sollte ein gewisses Gewicht einhalten, damit er überhaupt noch als PKw zugelassen werden kann.

Immer mehr Elektronik hält Einzug. Jedes neue Bauteil bedeutet Gewicht.

 

Nehme ich nur das Beispiel, lege ich einen Haubendämpfer oder einen dünnen Metallstab auf die Waage, ich denke der Haubendämpfer ist schwerer. Genauso, wer sich mit Lackpflege beschäftigt, erkennt auch hier das Blech immer dünner wird.

Behelfsmaßnahmen sind in neueren Modellen sogenannte Blechsicken. Eine Verstärkung/Stabilität muß her. Oder eben Scheinwerferabdeckungen. Habe letzt mal interessenhalber gegen geklopft an einem neuem Fahrzeug, zwar anderer Hersteller, man merkt das auch hier die Dicke anders ist. Ob nun die Materailzusammensetzung anders ist zu älteren, die eben noch dickwandiger sind, keine Ahnung. Aber ich denke auch da wird sich jemand finden der dieses begründen wird, es muß dünner sein, wegen den Fussgängeraufprall.

Irgendwann ist vieles aus Papier.^^

 

Natürlich kann man Begründen das eine Personenanzahl x etwas nicht gebraucht, natürlich kann man Begründen ein Fussgängerschutz muß her.

Ich habe einmal bezüglich der Haube etwas gegoogelt, man findet einiges. Stichwort ist hier glaube ich- intellegente Motorhaube. Sie soll sich leicht anheben. Aber dennoch, so habe ich erlesen und verstanden, werden von einigen Herstellern Haubendämpfer verbaut. Es geht also.

 

Dann gibt es die die dankbar sind Haltegriffe zu haben. Hat etwas damit zutun wenn man keine Kraft oder wenig Kraft in den beinen hat, aber dennoch Kraft in den armen um sich entsprechend sicher in einem Sitz zu positionieren. Hab das damals schon dankend und Intellegent empfunden wo ich nebenbei Taxe gefahren habe und so manches Krankheitsbild was Fahrgäste hatten hier diese sich als sehr sehr nützlich erwiesen haben.

Aber da denkt keiner mehr dran, anderes ist wichtiger.

Zb ein Flugzeugkokpit so beleuchtet wie ein Rummelplatz und Menüführungen im Display wo Sprichwörtlich die Suche der Nadel im Heuhaufen beginnt. Ja, das ist wichtig.^^

 

Ich jedenfalls weiß was ich an meinem 1m habe.

Und ganz wichtig für mich, die Zeiten werden nicht besser, Keine Bank fährt mit die einem im Nacken sitzt.


29.10.2020 17:54    |    judyclt

Mir sind neue Autos auch zu schwer, aber Haltestäbe etc sind nur Kleinkram. Elektrische Sitze, Glasdächer, 21 Zoll Räder, Hybridsysteme etc sind die dicken Brocken.


31.10.2020 03:06    |    _RGTech

Man kann auch mit Hybrid und Allrad unter 1000kg kommen - mich hat genau das Thema nämlich schon lang gestört, und die Lösung hab ich nun gekauft.

Klar: man merkt, dass da anderswo Gewicht gespart wird! Wie soll ein 2017er Fahrzeug mit Airbags, ESP, 5 NCAP-Sternen usw. sonst (fast) auf das Gewichtsniveau eines Golf 2 kommen? Also: Die Hutablage ist ein leichtes dürres (dennoch formstabiles) Teil, der Bodenteppich hat ungefähr die Konsistenz vom Malervlies, Schrauben im Innenraum haben keine Abdeckungsclips, der Dachhimmel hat keine Abschlussleiste sondern nur 2 Löcher mit Clips... Unterbodenverkleidung sucht man vergebens, dafür gibt's Wachs. Haubenaufsteller hat man links positioniert, so dass er enorm kurz sein kann. Die Plattform ist aus hochfestem und ultrahochfestem Stahl, so dass auch an den Verkleidungsblechen gespart werden kann (ehrlich gesagt hätten mich Kotflügel und Motorhaube aus Kunststoff auch nicht mehr gewundert). Und innen hab ich trotzdem höhenverstellbare Gurte und Haltegriffe, und was man sonst noch so erwartet. (und sogar das Licht geht ohne Touchscreen an :D)

 

Nichtsdestotrotz ist so ein alter Leon genau wie ein Golf 4 einfach, trotz der Macken (Lampenfressen, Alu-Zink-Kontaktkorrosion, teils zu geringe Spaltmaße wie am Heckklappengriff mit dem Seatlogo führen zu Kratzern, ...), das, was man "wertig" nennt. Und sieht nicht nur so aus. Ich weiß noch, durch welche Unmengen Abdeckungen und Verschraubungen wir uns beim Einbau eines Moniceivers, Blackbox, Endstufe, Subwoofer etc. durchgekämpft haben. Und "da klappert nix", auch hinterher :D

Damit kann heute fast kein Fahrzeug mehr konkurrieren - und vom VAG-Konzern habe ich mich schon bei der A3 Limousine nach einem Blick zwischen Tür und Kotflügel gedanklich verabschiedet. Das, was man vor 20 Jahren an Robustheit verbaut hat, wird heute durch immer mehr Elektronikspielereien aufgewogen. Ohne Dieseldrama und Leasingverträge würden die modernen Kisten viel weniger verkauft werden, weil sie sonst einfach nix Neues mehr bieten.

 

Den Haubendämpfer hat sich VW übrigens auch beim Octavia 1Z (noch) gespart gehabt, trotz der großen Haube. Sehr störend an der Stelle, die Haube ist nicht grad leicht! Nachdem ich 2x in kurzer Zeit das Plastikstück, wo die Haltestange reinkommt, zerstört hatte, kam von Superskoda der nachrüstbare Dämpferarm rein. Der ist so gut, dass man meinen könnte, das sei ein Originalteil, das nach der Vorserie wieder weggelassen wurde :D


02.11.2020 17:55    |    DerAlexX2

Danke fürs Interesse. Warte übrigens noch immer darauf, dass die Werke ihn repariert krieg t. Hab langsam das Gefühl, die wollen fett abkassieren und lassen sich daher Zeit, weil es ja die Versicherung zahlt.

 

Was mir noch einfiel: Im Sommer war er zum Service bei Seat, wo man mir ein 5W30 von Total reinkippte ... da bringt man einmal nicht selbst mit und dann das... Meint ihr, ich sollte schleunigst noch mal auf 5w40 wechseln oder verträgt der das? Ist der 150 PS PD ohne DPF.


02.11.2020 20:23    |    Dynamix

Der sollte das vertragen. Die dürften da ja ein modernes Öl reingekippt haben welches eh ne bessere Norm packt als ab Werk vorgegeben.

 

Da finde ich die amerikanischen API Normen auf dem Öl auch viel übersichtlicher als die ganzen A/B Normen hier in Europa wo kein Arsch mehr durchblickt weil Benziner und Diesel da 15 verschiedene Normen haben. Bei der API gibt es nur eine Reihe von Normen für Benziner und eine für Diesel und da kann man sich einfach merken je weiter im Alphabet der zweite Buchstabe desto besser das Öl.

 

Hier musste dann schauen ob das Öl auch bei A und B die Mindestnorm erfüllt, dann am besten noch mit Herstellerzertifizierung die wiederum ihre ganz eigene Ölnorm haben und so weiter. Denke wenn das Öl die Herstellerfreigabe hat (was beim VW Konzern nicht schwierig ist) sollte das kein Problem darstellen.


02.11.2020 23:51    |    _RGTech

5W30 ist ja ohnehin die "Standard Longlife" Viskosität von VAG. Wenn's die entsprechende Freigabe hat (und eine Werkstatt hat normalerweise nur wenige verschiedene Sorten auf Lager, die aber möglichst viele Freigaben abdecken) für den 1.9 PD (meines Wissens, siehe Anhang, ist das beim 2003er die 507.00 - weit verbreitet), ist alles gut. (nicht sehr gut, aber gut)

Also bis auf den Preis dafür natürlich.


Bild

03.11.2020 07:26    |    PIPD black

Richtig. Der Leon ist sicherlich noch mit dem sehr dünnflüssigen LongLife II ausgeliefert worden. Da gab es öfter Probleme mit Undichtigkeiten und Ölverbrauch. Man hat dann die LL-II-Autos auch auf das LL-III-Öl umgestellt. Das war wieder etwas zähflüssiger. Die 50700 ist bzw. war sehr lange die Universalölnorm hauptsächlich für Dieselfahrzeuge des VW-Konzern.


03.11.2020 17:10    |    enrgy

jetzt war ich grad "BAF" - ich dachte, das ist Vogelkot auf Bild 2...:eek:


04.11.2020 01:19    |    Roadrunner-07

Lasst den Seat Leon 1m1 mit Dieselmotor laufen! Der Diesel darf und wird nicht unterrgehen!

 

Ich habe auch ein solches Modell, und zwar den TDI mit 81 kW von 04/2000, rund 260.000 km auf der Uhr, aber bei weitem nicht so gepflegt wie beim Themenstarter. Und da er in NRW in einer Zone läuft, in der unter grün nichts läuft, hab ich ihn vor ein paar Jahren umrüsten lassen (müssen), so dass er von gelb auf grün gewechselt ist (es gab damals noch ein paar Euronen Zuschuß), hab ich nie bereut, obwohl ich den Sinn nicht erkennen kann.

 

Er war ca. 1 Jahr für SEAT Deutschland zugelassen, und seitdem befindet er sich anschließend in meiner Familie. Nenneswerte Reparaturen hat es trotz des hohen Tachostandes bisher nicht gegeben, von den üblichen Verschleißteilen wie Reifen, Auspuff usw. mal abgesehen. Außer Ölwechsel gibts Inspektionen normalerweise nur bei Auffälligkeiten wie Klimananlage reinigen u.ä.

Die HU's hat er alle ohne vorherigen Wekrstattaufenthalt bis auf eine auf Anhieb bestanden: da hatte sich die Staubschutzklappe eines Stoßdämpfers gelöst - lt. HU-Vorgaben ein wesentlicher Mangel.

 

Ein "Problem" hat er aber: der Fußboden auf der Beifahrerseite gleicht manchmal einem Schwimmbad; wie das Wasser da reingekommen ist, konnte nie geklärt werden. Das scheint bei diesem Typ aber ein allgemeines Problem zu sein, jedenfalls nach Aussagen von diversen anderen 1m1-Fahrern, die ich deshalb angequatsch habe auf Supermarkt-Parkplätzen usw.

 

Der 1m1 läuft trotz seines Alters und Tachostandes auch heute noch wie ein Uhrwerk. Ich bin sicher, dass er auch die 300er Marke auf dem Tacho noch deutlich knackt - freilwillig gebe ich ihn nicht her!


04.11.2020 07:54    |    flashrigo

@Roadrunner-07

 

Hast du das Problem mit der Nässe auf der Beifahrer mitlerweile gelöst?

Wenn ja ok.

Wenn nicht, Pollenfilter(Innenraumluftfilterkasten) Abdichtung undicht oder Mossgummidichtung Türträgerplatte Beifahrertür undicht.

 

Ansonsten war deiner ja reparaturfreudig.

Ich hab im Gegensatz zu euch ein Benzinermodell.

 

3x Zahnriemensatz.

3x Mittel - Endschalldämpfer

3x Bremsscheiben und Bremsklötze

Fahrertürschloß erneuert

Dicht/Pufferringe verbindung hier zwischen Schaltgestänge/Köpfe 2x erneuert

hintere Federn erneuert

Hinten beidseitig Anschlagspuffer erneuert

Trocknerflansch - Trockner - Kondensator Alufras, ergo Kondensator+ Trockner neu

Bremslichtschalter

Lichteinheit/Drehregler

Warnblinkschalter/Blinkgeber

 

Ansonsten nebenher die obligatorischen Wechsel wie eben Öle, Ölfilter, Kerzen, Pollen -/Luftfilter, Klimaservice, Reifenverschleiß.

 

mfg


04.11.2020 10:49    |    judyclt

Das mit dem Wasser im Fußraum würde ich beheben, bevor es gammelt. Luftfilter oder Türdichtungen sind relativ easy selbst zu checken und ggf abzudichten. Hatte ich auch.


04.11.2020 10:59    |    flashrigo

Naja, er beschreibt, ein Problem hat er ja.

Hat sich entsprechend auch mit anderen Fahrzeughaltern unterhalten.

Mich macht stutzig das es niemand wußte wie es behoben werden könnte. Zumal das Problem bei dem Modell seit Jahren bekannt ist.

Aber vieleicht hat er es bereits behoben, keine Ahnung, deshalb meine Nachfrage.

 

Machen sollte man es schon.

Der 1M hat gute Isolierungen bzw Dämmungen. Heißt sehr dick. Das muß raus zum Trocknen bzw dann die Ursache behoben werden. Zwischen Dämmung und sichtbarem Boden, so ists zumindest bei mir, ist rückseitig dünn Foliert. Das stockt und schimmelt und miefft mit der Zeit wenn mans nicht beseitigt.

 

Das Problem Wassereintritt, meine Letzte Angelegenheit diesbezüglich, hatte ich hier auf MotorTalk beschrieben. Heckklappenaufnahme/Heckklappenabdeckung, hier die gestanzten Löcher im Blech und die werksseitig eingebrachten Dichtungen. Porös, das Ende vom Lied ist ein nasser Kofferraum.

Muß man ebenso beobachten.

 

mfg


04.11.2020 11:42    |    DerAlexX2

Also ich kann das mit der Nässe nur bestätigen. Unter den Matten sammelt sich gern was an. Auch in den Einstiegsleisten sind nach jedem Regen grosse Wassermassen, die nicht abfliessen. Das sind tatsächlich nervige Mängel.


04.11.2020 12:07    |    flashrigo

Dann solltest du unbedingt versuchen Abhilfe zu schaffen.

Die Träger in den Türen sind simpel nur via Moosgummi abgedichtet. Das härtet aus, wird brüchig.

Diese Art von Dichtung findet sich an den unterschiedlichsten Stellen am Modell.

Ob un Türen, Rücklichteinsätze oder eben Pollenfilterkasten.

Zu guter letzt wird es wenn es nass ist schmierig, dichtet nicht mehr ab.

Bei den Türen, Verkleidung ab, säubern, neu abdichten. Und du hast Ruhe.


05.11.2020 08:56    |    PIPD black

Und das "schöne" bei solchen Wasserschäden: man merkt es eigentlich erst, wenn es schon zu spät ist.

Die Passat 3B/3BG haben die gleichen Probleme.

Auch verstopfte Ablauflöcher in den Türen können Ursache sein.

Falsch eingesetzte Frontscheiben oder abgerutschte Schläuche für das Kondenswasser der Klimaanlage ebenfalls.

Keine Ahnung wie es im Leon ist, im Passat 3B war fahrerseitig im Fußraum noch das Komfortsteuergerät untergeberacht. Wenn die Innenraumleuchte zickte, war es für das StG schon zu spät. Dann war es komplett abgesoffen und vergammelt. Zudem gab es im Passat beifahrerseitig einen Höhenausgleich im Fußraum mittels Plastikstück. So konnte sich das Wasser erstmal ordentlich sammeln bis man nen nassen Teppich überhaupt erst bemerkte. Meistens lief es dann erst nach hinten vor die Rückbank und sorgte da für nassen Teppich.


05.11.2020 10:41    |    flashrigo

Im Leon 1M sitzt unter der Plastikverkleidung die den unteren Bereich der Frontscheibe abdeckt, von vorne stehend gesehen, links der Pollenfilterkasten, mittig der Scheibenwischermotor abgedeckt und rechts ein schwarzer Kasten. Was genau dieser bezweckt kann ich nicht beschreiben.

Aber jeweils auf beiden Seiten in dem (Hohlraum) die Abflüsse. Liegt hier Laub oder Tannennadeln, verstopfen diese. Wasser steht, ist die Abdichtung defekt, läuft es in den Innenraum.

Man sollte hier schon gelegentlich, wenn man dann Wert drauf legt, nachschauen und sauber halten.

Damit man Platz hat kann man die Scheibenwischerarme abschrauben, die Abdeckung aushebeln und dann aussaugen.

 

Ich habe heute morgen bei meinem neue Zündkerzen, Beru Ultra PLus Titan, verbaut. Kostenpunkt hier 28,80 Euro. Einen Ölwechsel gleich mit nachgeschoben, 5l 10W40 ca.24 Euro.

Kann er wieder schnurgeln.-)


05.11.2020 11:18    |    PIPD black

Ja, diese Probleme hatte der Passat auch.

Dazu kam dann noch, wenn der Wasserkasten voll genug mit Wasser war, hat auch der Bremskraftverstärker sich davon einen großen Schluck gegönnt.:eek:

Abhilfe beim Passat wurde geschaffen, in dem man Gummistopfen z. B. unter der Batterie, die da oben drin saß, entfernte.


05.11.2020 11:35    |    flashrigo

Beim 1M sitzt der BKV vorne im Motorraum.

Der Abflußstopfen Klimaanlage sitzt ebenso vorne im Motorraum. Das gute hier an dem Stopfen, hier kann nichts verdrecken. Das Kondensat sucht sich dann weiter seinen Weg nach unten.

Was ich hatte, unterhalb des Stopfen ist die Isolierung zum Verblendungsblech. Die Isolierung war brüchig mit der Zeit, das Blech leicht angerostet vom Wasserlauf. Habe hier nacharbeiten müssen. Jetzt ist wieder alles schick.


06.11.2020 21:23    |    rufus608

Oh ja, den LEON fand auch ich sehr schick seiner Zeit, das Fließheck fand ich dem des Lancia Delta gleich in dem mir die Sitzposition aber gar nicht zusagte. Also ab zum SEAT-Händler und mit nem Vorführ-LEON ne Probefahrt begonnen. Ein Fensterheber funzte nicht, egal, geht ja ums fahren. Also ab auf die BAB, aber das war eine sehr schwierige Sache, der LEON untersteuerte so sehr dass ich das Auto auf kürzestem Wege zum Händler zurück brachte. Nun sieht man den Typ LEON so gut wie nicht mehr, schick war er.

Viele Freude weiterhin wünsche ich.


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