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10.02.2019 09:26    |    notting    |    Kommentare (18)

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Logo Warum sind DC-Lader so teuer
Logo Warum sind DC Lader so teuer

Hallo!

 

Diese Woche gab’s unter https://www.electrive.net/.../ eine News zum Thema "Ladesäulenhersteller kämpfen um Leistungselektronik". Sprich da ging’s vor allem auch um den Kostenfaktor. Worum geht‘s da genau?

Zunächst einmal muss man beim E-Auto zwei grundlegend verschiedene Lademodi auf der Ladesäulen-/Wallbox-Seite unterscheiden: AC (Wechselstrom) und DC (Gleichstrom). AC-Wallboxen sind relativ simpel aufgebaut, wie man z. B. in https://www.youtube.com/watch?v=U3xZR-nP15E sieht. Im Wesentlichen ist das eine kleine Steuerelektronik, ein Schütz (sozusagen ein Relais für größere Ströme), (hoffentl. auch) Schutzeinrichtungen wie RCD und natürlich ein Gehäuse mit der entspr. Steckdose bzw. Anschlusskabel. Das Auto sprich kurz mit der Steuerelektronik die dann noch rückmeldet wieviel Strom man ziehen darf ohne dass der Leitungsschutzschalter auslöst. Dann wird schon das Schütz betätigt, also einfach den Strom einschaltet, sprich der Strom aus dem Stromnetz wird einfach 1:1 durchgereicht da ja das Stromnetz AC ist und naheliegenderweise das so gemacht wurde, dass die E-Autos halbwegs kompatibel dazu sind. Bzw. im Schütz ist drei mal (für jede Phase) das gleiche drin, was jew. 32A AC vertragen muss und im Prinzip nicht mal ein Halbleiter sein muss, sondern auch ein entspr. Kontakt sein kann. Es mag vllt. für Wallboxen etwas modifiziert sein. Aber im Wesentlichen dürfte es in der Industrie gängigen Schützen entspr., ist also eine leichte Variation von Massenware, wo‘s viele Gleichteile geben dürfte.

Bei DC-Ladung dagegen ist das erste Problem, dass aus dem Stromnetz eben AC kommt. D.h. man braucht Halbleiter, die den Strom gleichrichten. Wenn man auch die Leistung des negativen Teils der Sinus-Kurve nutzen will, braucht man mind. 6 Dioden, die recht hohe Ströme vertragen müssen (und natürl. als ein integriertes Teil ausgeführt sein können). Wenn hinten 22kW rauskommen sollen, ist das aber noch nicht so aufregend, da die Dioden sich ja die Arbeit teilen. Aber bei DC-Ladung muss die Steuerelektronik ständig mit dem Auto kommunizieren um den Strom anzupassen. Das heißt auch, dass man einen fetten Halbleiter braucht, der den Ladestrom von bis zu ca. 22kW / 400V = 55A verträgt, den er steuern soll. Das scheint schon rel. speziell zu sein, also tendenziell teuer.

Jetzt muss man bedenken, dass öffentl. DC-Lader meist mind. 50kW haben und z. B. Ionity bis zu 350kW anbietet (bei doppelter Spannung, was den Strom halbiert, aber wg. der Spannung wieder speziell ist) bzw. gerade ein entspr. Netzwerk aufbaut.

Und mal nur so zum Vergleich: Kleinere Elektro-Schweißgeräte haben so 4-5kW Eingangsleistung (und eine vermutl. viel weniger aufwändige Steuerung).

Natürl. ist auch beim DC-Lader eine Steuerelektronik nötig. Der Entwicklungsaufwand dürfte durch die ständige Kommunikation bzw. Stromanpassung deutl. höher sein, insb. was die Software angeht.

Zurück zu o.g. News. Lt. der stagniert die Nachfrage was Unterhaltungselektronik bzw. IT angeht. Aber im Kfz-Bereich kommt gerade das Thema Konnektivität (z. B. Smartphone-Integration), autonomes Fahren (viel Rechenleistung im Auto erforderl.!) und eben E-Autos hoch. Wie manche Hersteller zugeben, gibt‘s deswegen gerade auch eine hohe Nachfrage nach Leistungselektronik, also insb. entspr. Halbleitern. Z. T. wird auch gesagt, dass eben AC-Lader nicht betroffen sind, aber DC-Lader. Die Begründung für den Unterschied steht eigentl. schon oben.

 

Hier ein paar konkrete Zahlen einfach zu Einordnung der Preisverhältnisse:

 

Mobile Lader von www.schnellladen.de:

Name Leistung Gewicht (ca. kg) Preis (ca. EUR) Kommentar
NRGkick 22kW 3phasig AC 4,2 1.100 österr. Hersteller, offenbar beliebtes Produkt, mit 11kW 50EUR weniger.
Setec SET450-20B 10kW DC 17,5 4.800 chin. Hersteller, 1.300EUR Aufpreis wenn man beide DC-Kabel will
Designwerk MDC22 22kW DC 22,5 zzgl. Kabel >20.400 schweizer Hersteller, nur jew. ein Kabel Richtung Stromnetz bzw. E-Auto im von mir genannten Preis enthalten (werden dort im Shop auf der Produktseite als aufpreispfl. Option gewählt), Geschwisterchen mit doppelter und vierfacher Leistung vorhanden, haben Rollen weil bis zu fast 100kg schwer, deren Preise nur auf Anfrage.

 

Im Wiki von Goingelectric.de habe ich noch https://twincar.sk/chargers.php entdeckt, der noch mehr Setec-Produkte importiert:

Name Leistung Gewicht (ca. kg) Preis (ca. EUR) Kommentar
Setec SET450-20B 10kW DC 20 3.500 chin. Hersteller, 1.300EUR Aufpreis wenn man beide DC-Kabel will
Setec SET450-40B 20kW DC 40 7.000 chin. Hersteller, etwas billiger wenn man nur Chademo will und ca. 600EUR mehr wenn man beides will, ist eine Art Rollkoffer, als Wallbox ähnl. teuer
Setec SET450-100 50kW DC <=200 >=12.000 chin. Hersteller, feste Ladesäule für öffentl. Laden mit Abrechnung etc., daher außer Konkurrenz

 

Kurz: Zwischen der selben Ladeleistung eines mobilen Typ2-AC- (auch 3phasig) und eines mobilen CCS-Laders liegen gerne mal Welten, sowohl was den Preis als auch das Gewicht angeht. Wobei man vermutl. wie berreits angedeutet dazusagen muss, dass CCS-Lader eben nicht nur mehr Halbleiter haben dürften (in kg), sondern auch die Entwicklung aufwändiger ist bzw. CCS schlicht neuer als Typ2 ist.

Bin mal gespannt, bis wann die Preise nachgeben.

 

Man muss sich in dem Zusammenhang auch folgendes vor Augen halten:

Der Kia E-Niro bzw. der Hyundai Kona Elektro kosten in der höchsten Ausstattungslinie mit dem größten Akku bzw. Motor und einer anderen Farbe als Standard ca. 45.000 bis 47.000EUR. Typ2 ist aber vermutl. wg. Schieflast in D auf 4,6kW begrenzt bzw. kann selbst im Optimalfall nur 7,2kW. Das ist aber gerade an öffentl. Ladesäulen auch aus Kostengründen meist schlecht, siehe auch z. B. https://www.motor-talk.de/.../...-jahr-neue-tarife-2019-t6522507.html. Leider gibt‘s innerorts meist kaum DC-Lader bzw. 22kW Typ2 ist viel verbreiteter.

Der Audi e-tron kostet zwar ohne nette Farbe etc. ab ca. 80.000EUR, hat aber schon 11kW Typ2 serienmäßig drin. Bzw. gegen einen noch unbekannten Aufpreis wird er in ein paar Monaten auch mit 22kW Typ2 als Option bestellbar sein.

Wenn wir nun den Kia bzw. Hyundai mit ca. 20kW laden wollen eben z. B. innerorts an öffentl. Ladesäulen oder zu Hause, muss man mind. 7.000EUR zusätzl. zu einer Drehstrom-Steckdose zu Hause investieren, wenn man einen mobilen Lader nimmt. Man ist also in der Summe deutl. über 50.000EUR bzw. wenn man dem China-Hersteller nicht traut ist man bei 65.000 bis 67.000EUR. Die zusätzl. Kiste erhöht sicher auch nicht die Effizienz beim Laden.

 

Für den Preisunterschied zum Audi kriegt man:

- CCS-Ladung bis 150kW (bei Kia/Hyundai wohl nicht mal die Hälfte, bei soweit ich das sehe ungefähr gleicher Reichweite gem. WLTP – und z. B. Ionity zieht gerade ein passendes Ladenetz hoch).

- mehr Motorleistung, auch wg.

- größeres Auto (kann man sich drüber streiten was eine sinnvolle Größe ist).

- viel engeres Service-Netz.

- Anhänger-Kupplung bzw. -Vorbereitung (z. B. stärkere Motorkühlung) gegen Aufpreis mögl.

- uvm.

 

Ok, bei der Garantie stehen die beiden Asiaten evtl. besser da. Evtl. auch noch bei den Wartungskosten lt. Hersteller.

 

Was ich aber damit ausdrücken will, ist dass die Preise für mobile DC-Lader bzw. Wallboxen/Ladesäulen unglaublich hoch sind. Daher sollte man IMHO aufpassen kein E-Auto mit lahmer Typ2-Ladung zu kaufen, sondern es sollten über Typ2 mind. 11kW sein, wenn man recht viel fährt bzw. z. B. auch mangels Lademöglichkeiten daheim auf öffentl. Ladesäulen angewiesen ist. Mal schauen bis wann insb. die genannten Asiaten das auch in ihren E-Autos anbieten bzw. wie sich die Lage auch hinsichtl. der CCS-Lader entwickelt.

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10.02.2019 11:05    |    Gedoensheimer

Weil die Sache neu ist. (Im Schlussverkauf gibt es den Krempel wesentlich billiger).

Weil die Investitionen für die schon zu schwache Leistung noch eingefahren werden müssen.

Letztlich ist es ja immer DC-Technik, lediglich der Einbauort variiert.

An der Verfügbarkeit der Elektronik kann es nicht liegen, die paar Bauteile für Ladestationen bewegen den Gesamtmarkt nicht. (Allein schon was aus der rückläufigen Solartechnik liegen bleibt könnte genügen).

Die Technik/Steuerung ist ein alter Hut.

Der verlinkte Artikel zeigt mal wieder das alte Journalisten-Problem: Was können wir bis Redaktionsschluss noch irgendwo abkupfern.


11.02.2019 19:40    |    Tobias_T

X Ich hab gar kein E-Auto und beabsichtige nicht, mich den ganzen Betatests, die gerade auf der Straße laufen, anzuschließen.

 

diese Antwortmöglichkeit fehlt.


11.02.2019 20:19    |    notting

Zitat:

@Gedoensheimer schrieb am 10. Februar 2019 um 11:05:28 Uhr:

Weil die Sache neu ist. (Im Schlussverkauf gibt es den Krempel wesentlich billiger).

Weil die Investitionen für die schon zu schwache Leistung noch eingefahren werden müssen.

Hatte ich bereits im Artikel zumindest indirekt genannt.

 

Zitat:

Letztlich ist es ja immer DC-Technik, lediglich der Einbauort variiert.

Typ2 AC konnte bisher AFAIK in der Peaxis max. 43kW (und das recht selten) und jetzt kommen da plötzl. selbst Asiaten mit >=70kW. D.h. die Leistung wird schon höher.

 

notting


11.02.2019 20:20    |    notting

Zitat:

@Tobias_T schrieb am 11. Februar 2019 um 19:40:57 Uhr:

X Ich hab gar kein E-Auto und beabsichtige nicht, mich den ganzen Betatests, die gerade auf der Straße laufen, anzuschließen.

 

diese Antwortmöglichkeit fehlt.

"Bräuchte eigentl. mehr Ladeleistung, ist aber für zu Hause zu teuer." kommt dem IMHO am nächsten.

Eigentl. hatte ich ja explizit Hybrid/Elektro als passendes Unterforum angegeben...

 

notting


12.02.2019 09:12    |    KaJu74

Wer zu Hause mit 11kW laden kann, braucht im Normalfall keine DC Ladestation.

 

Warum die so teuer sind, verstehe ich aber auch nicht.

 

Und an @Tobias_T

Ich nehme seit 5 Jahren den von dir so genannten "Betatests" teil und werde nichts anderes mehr fahren.


12.02.2019 21:00    |    notting

Zitat:

@KaJu74 schrieb am 12. Februar 2019 um 09:12:35 Uhr:

Wer zu Hause mit 11kW laden kann, braucht im Normalfall keine DC Ladestation.

Im Endeffekt ging's ja eben genau um die Fälle, wo man daheim eben nur mit DC-Lader >=10kW laden kann...

 

Lt. Goingelectric:

- VW E-Up max. AC 1x16A, CSS 45kW

- BMX i3 1. Generation Serie 1x16A, optional 3x16A (immerhin), 50kW CCS, 2. Gen. max. 1x32A, 50kW CCS

- Hyundai/Kia aktuelle Generation 1x32A, 70kW CCS

- Opel Ampera-e 1x32A, 55kW CCS

- VW e-Golf 1. Gen. 1x16A, 50kW CCS, 2. Gen. immerhin wahlw. auch 2x16A, dafür nur 40kW CCS

- Jaguar i-Pace 1x32A, grob 100kW CCS

- Mercedes EQC 2x16A, grob 100kW CCS

- Nissan Leaf auch nur 1x<32A, 50kW CCS

 

Wobei in der Praxis 1x>20A meist eigentl. 1x20A sind (Schieflast).

 

notting


19.02.2019 10:53    |    noxly

DC-Lader zu Hause sind selbst bei einphasiger Ladung in über 90% der Fälle überflüssig.

Ich fahre so einen einphasen-Lader und auch ich war zunächst sketpisch.

Allerdings muss man sich mal vor Auge halten, dass man mit 16A auf einer Phase über 3,5kW lädt. Bei 8h Standzeit und 15kWh/100km ergibt das eine täglich mögliche Fahrleistung von 180km (falls man an seinem Ziel nicht auch die Möglichkeit der Ladung hat)

 

Die Grenze des erlaubten liegt übrigens nicht bei 16 sonder 20A, sodass im o.g. Beispiel auch 230km möglich sind.

Begrenzend kann hier übrigens auch der Akku sein, sowohl von Seiten der Kapazität (230km bekomm ich bei mir gar nicht rein) als auch der über die Ladeleistung, gerade bei nahezu vollem Akku.

 

Ich werde demnächst ein Auto erwerben, das auch dreiphasig laden kann.

Trotzdem bin ich am Überlegen, es zumindest im Sommer einphasig zu laden. Das kann Vorteile haben, wenn man wie ich die Ladegeschwindigkeit an die aktuelle Leistung der Solaranlage koppelt. Man kann nämlich per Typ2 die Ladegewschwindigkeit nur in ganzen Ampere-Schritten verstellen, wobei 6A der kleinste Vorgabestrom ist. Das bedeutet man kann dem Sonnenverlauf viel einfacher nachfahren. Und wenn zwischen Zähler und Haus ein Wechselrichter sitzt kann dessen Phasenleistung durchaus auf die Ladesäule augeschlagen werden, ohne dass das Netz eine unzulässige Schieflast sieht.

 

Es fehlt als in der Umfrage die mögliche Antwort: DC-Lader zu Hause brauch ich nicht und auch sonst fast niemand.

Dennoch verfolge ich die Preisentwicklung der DC-Lader mit Interesse. Das wird aus meiner Sicht eher etwas für Enthusiasten bleiben. Vielleicht ist es noch vorstellbar, irgendwann mal die Leistung aus Batterie und PV über einen DC/DC-Wandler statt durch einen Wechselrichter zu schicken. Aber ich schätze, dass wir eher 30% BEVs auf der Straße haben, bevor sowas verfügbar und bezahlbar wird. Vor allem im Hinblick darauf, dass man unfassbar gute mobile Ladesäulen, die man einfach nur an der Kraftstromstreckdose anschließt für mittlerweile 600-700€ bekommt.

 

noxly


19.02.2019 20:00    |    notting

Zitat:

@noxly schrieb am 19. Februar 2019 um 10:53:14 Uhr:

DC-Lader zu Hause sind selbst bei einphasiger Ladung in über 90% der Fälle überflüssig.

Ich fahre so einen einphasen-Lader und auch ich war zunächst sketpisch.

Allerdings muss man sich mal vor Auge halten, dass man mit 16A auf einer Phase über 3,5kW lädt. Bei 8h Standzeit und 15kWh/100km ergibt das eine täglich mögliche Fahrleistung von 180km (falls man an seinem Ziel nicht auch die Möglichkeit der Ladung hat)

 

Die Grenze des erlaubten liegt übrigens nicht bei 16 sonder 20A, sodass im o.g. Beispiel auch 230km möglich sind.

Begrenzend kann hier übrigens auch der Akku sein, sowohl von Seiten der Kapazität (230km bekomm ich bei mir gar nicht rein) als auch der über die Ladeleistung, gerade bei nahezu vollem Akku.

Soviel zur Theorie, jetzt zur Praxis: Lt. https://www.heise.de/.../Test-Hyundai-Kona-EV-4303336.html?... kann das Ladekabel zumindest vom Hyundai Kona eigentl. 1x20A, aber die Ladesäulen regeln dann auf 16A runter.

 

Zitat:

Ich werde demnächst ein Auto erwerben, das auch dreiphasig laden kann.

Trotzdem bin ich am Überlegen, es zumindest im Sommer einphasig zu laden. Das kann Vorteile haben, wenn man wie ich die Ladegeschwindigkeit an die aktuelle Leistung der Solaranlage koppelt. Man kann nämlich per Typ2 die Ladegewschwindigkeit nur in ganzen Ampere-Schritten verstellen, wobei 6A der kleinste Vorgabestrom ist. Das bedeutet man kann dem Sonnenverlauf viel einfacher nachfahren. Und wenn zwischen Zähler und Haus ein Wechselrichter sitzt kann dessen Phasenleistung durchaus auf die Ladesäule augeschlagen werden, ohne dass das Netz eine unzulässige Schieflast sieht.

Allerdings ist vermutl. allerspätestens bei 7,2kW Schluss wg. 32A selbst wenn du auf den anderen Phasen genug Last hast damit's keine unzulässig große Schieflast gibt. Und wenn deine Solaranlage gerade kein 6A 1phasig schafft?

Bzw. können alle 3phasig ladenden E-Auto auch sicher 1phasig?

 

Zitat:

Es fehlt als in der Umfrage die mögliche Antwort: DC-Lader zu Hause brauch ich nicht und auch sonst fast niemand.

Fällt für mich unter "Habe wenn ich in der Nähe meines Zuhauses bin i.d.R. keinen Bedarf für DC-Ladung weil ich recht wenig fahre."

 

notting


19.02.2019 21:11    |    noxly

Mag sein. Mein mobiler macht das nicht. In der Praxis.

Aber richtig. Bei 32A ist ist bei den Typ2 Ladern für zu Hause Schluss. Jedes Auto, das auch an einer Schukosteckdose geladen werden kann (also jedes handelsübliche Elektroauto, egal ob e-Up oder Tesla) geht natürlich einphasig. Die Frage ist nur, ob ein dreiphasiges Fahrzeug mit 16A im einphasigen Betrieb mehr als 16A kann. Ich werde es bald wissen.

 

Nur so nebenbei: 7,2kW reichen für fast 400km bei ca. 8 Stunden Ladezeit. PRO TAG!

Mich würde mal interessieren, wie viel du am Tag fährst, dass für dich 230km am Tag "recht wenig" ist.

 

noxly


20.02.2019 19:44    |    notting

Zitat:

@noxly schrieb am 19. Februar 2019 um 21:11:43 Uhr:

Mag sein. Mein mobiler macht das nicht. In der Praxis.

Aber richtig. Bei 32A ist ist bei den Typ2 Ladern für zu Hause Schluss. Jedes Auto, das auch an einer Schukosteckdose geladen werden kann (also jedes handelsübliche Elektroauto, egal ob e-Up oder Tesla) geht natürlich einphasig. Die Frage ist nur, ob ein dreiphasiges Fahrzeug mit 16A im einphasigen Betrieb mehr als 16A kann. Ich werde es bald wissen.

 

Nur so nebenbei: 7,2kW reichen für fast 400km bei ca. 8 Stunden Ladezeit. PRO TAG!

Mich würde mal interessieren, wie viel du am Tag fährst, dass für dich 230km am Tag "recht wenig" ist.

Mein "recht wenig" bezieht sich vor allem darauf, dass man 1phasig meist max. 4,6kW rausbekommt. Da kommt logischerweise viel weniger im Akku an als wenn man mit 7,2kW lädt.

 

Aber selbst wenn man von 7,2kW * 8h = 57,6kWh ausgeht: Bei typ. AB-Geschwindigkeiten vor allem im Winter ist man schnell mal bei 25kWh/100km - und da ist noch nicht mit drin, dass man bevor man von der Arbeit heimfährt mangels Lademöglichkeit im Winter das E-Auto auch noch aus dem Akku aufheizen muss, Umwege, Stromausfälle (siehe z. B. https://www.heise.de/.../...enick-Reparatur-mit-Hochdruck-4313680.html), etc.

 

Im Idealfall fahre ich nur etwas mehr als 160km/Tag.

 

notting


21.02.2019 10:41    |    noxly

Falls du Angst vor dem Heizen hast empfehle ich dir ein Auto mit Wärmepumpe. Damit reduziert sich der Reichweitenverlust im Winter auf 20% (in der Praxis). Das Vorheizen spielt nahezu keine Rolle, wenn du eh eine lange strecke hast und ist gar nicht unbedingt erforderlich, weil das Auto dank unabhängiger Heizung recht schnell warm wird.

 

Dann bräuchtest du mit deinen 160km bei 4,6kW und 25kWh/100km halt im Extremfall 9 Stunden. Ich hoffe für dich, dass du i.d.R. nicht nur 8 Stunden zu Hause sein darfst. Die gute Nachricht ist allerdings:, Wenn du so schnell fährst, dass du 25kWh/100km brauchst die Heizung mit ihren 800W/Stunde kaum noch eine Rolle spielt, also der Unterschied zwischen Sommer und Winter immer mehr vernachlässigbar wird.

 

Stromausfälle sind im Durchschnitt pro Jahr <15 Minuten.

https://de.wikipedia.org/.../Stromausfall?...

Wenn du tatsächlich mal in der unangenehmen Lage sein solltest, dass du in so eine Extremsituation kommst, wirst du wohl auf deinem durchaus langen Arbeitsweg eine Schnellladestation finden, welche dir innerhalb ner halben Stunde deinen Akku wieder lädt. Weiterhin ist sowas m.E. kein Fall auf den du auslegen musst, zumal in so einer Situation in deinem direkten Umkreis auch keine Benzin/Dieselzapfsäulen funktionieren.

 

Das einphasige Laden zu Hause wird kein Problem sein. Selbst wenn du vermutlich mehr als 80% aller Autofahrer unterwegs bist, fährst du so gesehen auch gerade noch "recht wenig" Kilometer.

 

Bei mehr Kilometern bei einem solchen Verbrauch wird man dann mal darauf angewiesen sein, dreiphasig zu laden (bei 11kW=>ca. 350km in 8 Stunden). Mir sind deine Überlegungen sehr vertraut. Bevor ich umgestiegen bin hatte ich ganz ähnliche Gedanken. Ein DC-Lader für daheim wird wohl noch längere Zeit eine Spielerei bleiben.

 

Du solltest dir eher die Frage bezüglich der Akkugröße stellen. Nachdem man ungern auf "Reserve" fährt und der Akku ja auch ein wenig in der Kapazität nachlässt wird es bei dir vernünftigerweise wohl ein Akku mit mindestens 60kWh werden müssen.

 

Falls es bei dir aber gerade nur darum geht ein Kabel für's laden vorzubereiten: Mein Tipp: Lass dich nicht mit 16A abspeisen. Leider liegt immer noch bei vielen Elektrikern alles über 16A im Haushalt außerhalb der Vorstellungskraft. Der Preisunterschied beim Verlegen ist marginal. In einer idealen Welt hätten alle Autos einen dreiphasigen Anschluss, dann würden die 16A auch reichen.

Die Realität sieht aber leider so aus, dass selbst Jaguar mit einem 90kWh Akku nur einphasig lädt. Was für ein Irrsinn. Da sieht man wie wichtig der deutsche Markt mit seiner Begrenzung auf 20A bei einer Phase für den Weltmarkt ist ;-)

Und die Chance steht nicht schlecht, dass man 22kW Lader im Auto künftig ab einer gewissen Fahrzeugklasse zumindest als Option bekommt. Dass er Standard wird, wie ich es mir mal gewünscht habe wage ich mittlerweile zu bezweifeln, zumal erste Hersteller das "schnelle" AC-Laden >11kW wieder aus dem Programm nehmen. Dazu ist die typischerweise benötigte Ladeleistung viel zu überschätzt.

 

noxly


21.02.2019 18:20    |    notting

Zitat:

@noxly schrieb am 21. Februar 2019 um 10:41:10 Uhr:

Falls du Angst vor dem Heizen hast empfehle ich dir ein Auto mit Wärmepumpe. Damit reduziert sich der Reichweitenverlust im Winter auf 20% (in der Praxis). Das Vorheizen spielt nahezu keine Rolle, wenn du eh eine lange strecke hast und ist gar nicht unbedingt erforderlich, weil das Auto dank unabhängiger Heizung recht schnell warm wird.

 

Dann bräuchtest du mit deinen 160km bei 4,6kW und 25kWh/100km halt im Extremfall 9 Stunden. Ich hoffe für dich, dass du i.d.R. nicht nur 8 Stunden zu Hause sein darfst.

Da sind aber noch keine Umwege etc. drin!

 

Zitat:

Die gute Nachricht ist allerdings:, Wenn du so schnell fährst, dass du 25kWh/100km brauchst die Heizung mit ihren 800W/Stunde kaum noch eine Rolle spielt, also der Unterschied zwischen Sommer und Winter immer mehr vernachlässigbar wird.

Die Einheit W/h macht überhaupt keinen Sinn :rolleyes:

Falls du meinst, dass sie um die Temperatur zu halten nur 0,8kW braucht: Falsche Frage, es kommt sehr stark drauf an, wie zwischendrin das Auto kalt wird. Z. B. auf dem Firmenparkplatz oder wenn ich auf dem Heimweg noch 1-2h woanders parke. Da dürfte zunächst eine Weile ein mehrfaches der Leistung nötig sein.

 

Zitat:

Stromausfälle sind im Durchschnitt pro Jahr <15 Minuten.

https://de.wikipedia.org/.../Stromausfall?...

Wer sagt, dass dann alles wieder prima anläuft? Bei Stromausfällen trennen wir empfindl. Elektronik vom Netz (z. B. Computer), weil's beim Wiedereinschalten des Stromnetzes gerne Spannungsspitzen gibt. Oder es wird nochmal eine Bestätigung verlangt, dass man weiterladen darf. Auch an Laternenparker bzw. öffentl. Ladesäulen denken! Mir ist es auch schon passiert, dass ich spontan wochenlang nicht in meine Garage konnte!

Und "Durchschnitt" heißt implizit, dass es viele deutl. längere Ausfälle als <15min gibt. Im Extremfall gibt's viele Mini-Stromausfälle wg. Wartungsarbeiten in der Nacht, die keinem auffallen, aber die Statistik insofern verfälschen, dass sie den Durchschnittswert ggü. ungeplanten Stromausfällen verringern. Hier wäre der Median-Wert sinnvoller.

 

Zitat:

Wenn du tatsächlich mal in der unangenehmen Lage sein solltest, dass du in so eine Extremsituation kommst, wirst du wohl auf deinem durchaus langen Arbeitsweg eine Schnellladestation finden, welche dir innerhalb ner halben Stunde deinen Akku wieder lädt. Weiterhin ist sowas m.E. kein Fall auf den du auslegen musst, zumal in so einer Situation in deinem direkten Umkreis auch keine Benzin/Dieselzapfsäulen funktionieren.

Es gibt auf meinem Weg zur Arbeit (ca. 80km Distanz) genau 1 CCS-Ladesäule mit >=100kW - kurz vor meiner Arbeit. 100kW heißt 0,5h für 200km - wenn der Akku groß bzw. leer genug ist - wenn da kein Lahmlader mit 70 oder gar nur 50kW Lader kommt...

Was glaubst du was da unter den Randbedingungen bei einem Stromausfall in der Gegend an den Ladesäulen los sein wird?! So wahnsinnig viel Puffer habe ich morgens nicht!

Bei Verbrennern ist a) die Reichweite höher, also mehr Puffer, b) das Netz an Zapfsäulen viel dichter, c) kriegt man pro Zeit viel mehr Reichweite rein und d) ist das Tankstellennetz darauf ausgelegt, dass so gut wie keiner eine private Tankstelle daheim hat, sprich quasi alle müssen ohnehin ab und zu zu Tankstelle = entspr. mehr öffentl. Kapazitäten gibt's bzw. es gibt mehr Reserve, wenn mal plötzl. ein Haufen Leute kommen, die sonst extrem selten öffentl. Lademöglichkeiten nutzen...

 

Zitat:

Das einphasige Laden zu Hause wird kein Problem sein. Selbst wenn du vermutlich mehr als 80% aller Autofahrer unterwegs bist, fährst du so gesehen auch gerade noch "recht wenig" Kilometer.

 

Bei mehr Kilometern bei einem solchen Verbrauch wird man dann mal darauf angewiesen sein, dreiphasig zu laden (bei 11kW=>ca. 350km in 8 Stunden). Mir sind deine Überlegungen sehr vertraut. Bevor ich umgestiegen bin hatte ich ganz ähnliche Gedanken. Ein DC-Lader für daheim wird wohl noch längere Zeit eine Spielerei bleiben.

Z. B. Hyundai/Kia lassen einem wenn man >4,6kW braucht keine andere Wahl.

 

Zitat:

Du solltest dir eher die Frage bezüglich der Akkugröße stellen. Nachdem man ungern auf "Reserve" fährt und der Akku ja auch ein wenig in der Kapazität nachlässt wird es bei dir vernünftigerweise wohl ein Akku mit mindestens 60kWh werden müssen.

IMHO eher noch mehr, dann kann man im Notfall auch entspr. schneller laden (oft auf 2C begrenzt).

 

Zitat:

Falls es bei dir aber gerade nur darum geht ein Kabel für's laden vorzubereiten: Mein Tipp: Lass dich nicht mit 16A abspeisen. Leider liegt immer noch bei vielen Elektrikern alles über 16A im Haushalt außerhalb der Vorstellungskraft. Der Preisunterschied beim Verlegen ist marginal.

Das mit dem geringen Aufpreis ist mir bekannt. War auch mal im Praxissemester in der Industrie mit nicht gerade kleinen E-Motoren :-)

 

Zitat:

In einer idealen Welt hätten alle Autos einen dreiphasigen Anschluss, dann würden die 16A auch reichen.

Die Realität sieht aber leider so aus, dass selbst Jaguar mit einem 90kWh Akku nur einphasig lädt. Was für ein Irrsinn. Da sieht man wie wichtig der deutsche Markt mit seiner Begrenzung auf 20A bei einer Phase für den Weltmarkt ist ;-)

Und die Chance steht nicht schlecht, dass man 22kW Lader im Auto künftig ab einer gewissen Fahrzeugklasse zumindest als Option bekommt. Dass er Standard wird, wie ich es mir mal gewünscht habe wage ich mittlerweile zu bezweifeln, zumal erste Hersteller das "schnelle" AC-Laden >11kW wieder aus dem Programm nehmen. Dazu ist die typischerweise benötigte Ladeleistung viel zu überschätzt.

IMHO ist es schlicht der Kostenfaktor. Der Akku im E-Auto braucht DC = idealerweise kommt fertiges DC ins Auto. AC egal welcher Art ist da nur eine Notkrücke bzw. jede zusätzl. Phase bzw. höhere Leistungen mehr Kosten insb. für Gleichrichter & Co. Dafür sind die AC-Wallboxen etc. eben billiger, weil die eben keine Gleichrichter etc. drin haben...

 

notting


21.02.2019 21:02    |    noxly

Im Prinzip sagst du, wenn Problem a und Problem b und Problem c dann klappt es nicht. Ich kann immer einen Grund finden, wieso etwas nicht geht und trotzdem auf dem Holzweg sein.

Einen Umweg puffert der wie wir festgestellt haben größere Akku jederzeit weg. Außerdem hast du jederzeit die Möglichkeit, deine Reichweite drastisch zu erhöhen, wenn du deine Geschwindigkeit einfach auf 100km/h reduzierst.

 

Das mit der Wärme sind natürlich W, das /h sollte hier nur verdeutlichen dass es nicht pro 100km ist. Immerhin gut aufgepasst ;-) Hintergrund war, dass wir neulich überschlagen haben ob ein Elektroauto im Winter im Stau schneller Reichweite verliert als ein Verbrenner (l/h). Ergebnis war: Ungefähr der gleiche Wert nur andere Einheit (kWh/h bzw. l/h). Es gibt oft die Bedenken was im Winter im Stau oder bei zähfließendem Verkehr passiert. Aus der Praxis heraus kann ich sagen, je langsamer der Verkehrsfluss, desto höher der Reichweitengewinn. Als Verbrennerfahrer tut man sich mit dem Gedanken recht schwer. Und selbst wenn du auf deiner Strecke drei/vier mal anhältst spielt das vom Wärmeverlust her trotzdem eine untergeordnete Rolle.

 

Da wären wir wieder beim Thema: Es muss a) ein langer Stromausfall in genau deiner Straße passiert sein (Wahrscheinlichkeit 1x in 10 Jahren (10%) wenn wir großzügig sind) b) der Stromausfall konnte die ganze Zeit während du zu Hause laden konntest angedauert haben (genau die 33% der Zeit, die dir was genützt hätten) c) wenn deine Säule etwas weiter weg ist reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, dass du dort weitere betroffene antriffst gewaltig. d) du kommst nicht auf die Idee einfach deine Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren (wie gesagt: Im Notfall nur mit 100km/h fahren bringts total) e) du holst dir das bisschen was du vielleicht brauchst nicht einfach an der nächsten freien Station. Nur wenn a bis e gleichzeitig eintreten wirst du liegen bleiben.

Interessant, dass wir von der Ladegeschwindigkeit irgendwie bei der Reichweitendiskussion gelandet sind.

Wenn dir 60kWh im Auto nicht lagen, bist du bei Hyundai/Kia aktuell eh verkehrt. Wenn wir schon mal so konkret sind: Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei deinen "recht wenigen" 160km es so eng werden kann, dass du mit Niro oder Kona nicht mehr heim kommst, auch wenn du die Strecke ausnahmsweise mal zwei mal hin und zurück musst.

 

Und um wieder zum Thema zurückzukommen. Bei einem langen Stromausfall hilft dir der DC-Lader auch gar nix ;-)

Es sind genau die von dir genannten Kosten, die DC-Lader für zu Hause vermutlich nicht zum Massenprodukt machen werden. Wenn man mal einen educated guess machen möchte, wie tief der Preis für einen 11kW DC-Lader mittelfristig fallen kann würde ich mal schauen, was ein PV Wechselrichter (die ja dem Massenmarkt schon wesentlich näher sind) in der Leistungsklasse kostet: ca. 2000€. Das wird mittelfristig etwa der Aufpreis auf einen AC-Lader sein, der ja im Wesentlichen sonst auch nur ein kleines Kommunikationsmodul und einen gleichstromtauglichen FI sowie die erforderlichen Stecker enthält. Aber nur für den Fall dass es eine größere Nachfrage gibt. Und die wird mangels Bedarf leider ausbleiben.

 

Es macht den Eindruck als würden dich die Neugier hin und der Zweifel her reißen. Da wird dir eine Forumsdiskussion, in der ich dir sag: "mach dir keine Sorgen, das klappt schon" nicht helfen können.

Hast du dir schon mal überlegt, dir für ein paar Wochen so ein Auto zu mieten? Ist doch besser als sich dauernd zu fragen: kann das klappen? oder nicht? soll ich? soll ich nicht?

Es ist zwar schon wieder etwas wärmer aber grad würdest du zumindest die Ausläufer des Winters noch mitbekommen. Oder halt nächstes Jahr. Aber ich muss dich warnen: Ausprobieren macht süchtig ;-)

 

in diesem Sinne, einen schönen Abend

 

noxly


22.02.2019 16:41    |    notting

Zitat:

@noxly schrieb am 21. Februar 2019 um 21:02:30 Uhr:

Im Prinzip sagst du, wenn Problem a und Problem b und Problem c dann klappt es nicht. Ich kann immer einen Grund finden, wieso etwas nicht geht und trotzdem auf dem Holzweg sein.

Sieht man ja z. B. regelm. bei der Bahn, was passiert, wenn alles auf Kante genäht ist :rolleyes:

 

Zitat:

Einen Umweg puffert der wie wir festgestellt haben größere Akku jederzeit weg. Außerdem hast du jederzeit die Möglichkeit, deine Reichweite drastisch zu erhöhen, wenn du deine Geschwindigkeit einfach auf 100km/h reduzierst.

Dann habe ich aber daheim entspr. weniger Zeit zum Laden und ich will ja auch zügig heimkommen, bin so schon lange genug unterwegs :-(

 

Zitat:

Das mit der Wärme sind natürlich W, das /h sollte hier nur verdeutlichen dass es nicht pro 100km ist. Immerhin gut aufgepasst ;-) Hintergrund war, dass wir neulich überschlagen haben ob ein Elektroauto im Winter im Stau schneller Reichweite verliert als ein Verbrenner (l/h). Ergebnis war: Ungefähr der gleiche Wert nur andere Einheit (kWh/h bzw. l/h). Es gibt oft die Bedenken was im Winter im Stau oder bei zähfließendem Verkehr passiert. Aus der Praxis heraus kann ich sagen, je langsamer der Verkehrsfluss, desto höher der Reichweitengewinn. Als Verbrennerfahrer tut man sich mit dem Gedanken recht schwer. Und selbst wenn du auf deiner Strecke drei/vier mal anhältst spielt das vom Wärmeverlust her trotzdem eine untergeordnete Rolle.

Ich sprach doch sehr eindeutig davon, dass man dann wenn man z. B. von der Arbeit heimfahren will zum Aufheizen erstmal viel Energie braucht. Und der Akku verliert ja mit der Zeit Kapazität, das muss man auch mit einberechnen.

 

Zitat:

Da wären wir wieder beim Thema: Es muss a) ein langer Stromausfall in genau deiner Straße passiert sein (Wahrscheinlichkeit 1x in 10 Jahren (10%) wenn wir großzügig sind)

Natürl. wird's nie einen Stromausfall genau in meiner Str. geben, weil dann normal näml. gleich mind. ein ganzes Viertel betroffen ist, also div. öffentl. Ladesäulen auch ausfallen und alles was normal daheim lädt plötzl. an die restl. Ladesäulen stürmt, die halt wg. nur 22kW selbst im Idealfall innerhalb von 2-3h nur eine handvoll E-Autos laden können, auch weil eben viele E-Autos nicht mal 22kW Typ2 können :rolleyes:

 

Zitat:

b) der Stromausfall konnte die ganze Zeit während du zu Hause laden konntest angedauert haben (genau die 33% der Zeit, die dir was genützt hätten)

Ich muss doch quasi die ganze Nacht laden hatten wir festgestellt und gerade die letzten % Ladezustand sind ewig langsam, die will man nicht an öffentl. Ladesäulen laden! :-(

 

Zitat:

c) wenn deine Säule etwas weiter weg ist reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, dass du dort weitere betroffene antriffst gewaltig.

Es erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, dass die effektive Reichweite sinkt, weil man wieder zurückfahren muss und die letzten % Ladezustand ewig dauern oder man viel Zeit auf dem Weg zur bzw. von der Arbeit verliert.

 

Zitat:

d) du kommst nicht auf die Idee einfach deine Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren (wie gesagt: Im Notfall nur mit 100km/h fahren bringts total)

S.o. -> u.a. weniger Zeit zum Laden und ich bin so schon lange genug unterwegs! :mad:

 

Zitat:

e) du holst dir das bisschen was du vielleicht brauchst nicht einfach an der nächsten freien Station. Nur wenn a bis e gleichzeitig eintreten wirst du liegen bleiben.

Falsch, s.o. Vor allem der Effekt, dass dann sehr viele laden wollen die normal daheim laden wird ordentl. reinhauen, gerade wenn's keine >=100kW-Ladesäule ist, was man innerorts kaum findet.

 

Zitat:

Interessant, dass wir von der Ladegeschwindigkeit irgendwie bei der Reichweitendiskussion gelandet sind.

Hängt halt stark zusammen.

 

Zitat:

Wenn dir 60kWh im Auto nicht lagen, bist du bei Hyundai/Kia aktuell eh verkehrt. Wenn wir schon mal so konkret sind: Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei deinen "recht wenigen" 160km es so eng werden kann, dass du mit Niro oder Kona nicht mehr heim kommst, auch wenn du die Strecke ausnahmsweise mal zwei mal hin und zurück musst.

 

Und um wieder zum Thema zurückzukommen. Bei einem langen Stromausfall hilft dir der DC-Lader auch gar nix ;-)

Aber ggf. nach dem Stromausfall, weil >=50kW über Typ2 geht AFAIK praktisch überhaupt nicht mangels entspr. E-Autos. Und selbst das einzige Serien-E-Auto mit 43kW Typ2 wurde schon eingestellt.

 

Zitat:

Es sind genau die von dir genannten Kosten, die DC-Lader für zu Hause vermutlich nicht zum Massenprodukt machen werden. Wenn man mal einen educated guess machen möchte, wie tief der Preis für einen 11kW DC-Lader mittelfristig fallen kann würde ich mal schauen, was ein PV Wechselrichter (die ja dem Massenmarkt schon wesentlich näher sind) in der Leistungsklasse kostet: ca. 2000€. Das wird mittelfristig etwa der Aufpreis auf einen AC-Lader sein, der ja im Wesentlichen sonst auch nur ein kleines Kommunikationsmodul und einen gleichstromtauglichen FI sowie die erforderlichen Stecker enthält. Aber nur für den Fall dass es eine größere Nachfrage gibt. Und die wird mangels Bedarf leider ausbleiben.

Wie gesagt: Die günstigeren E-Autos von Hyundai/Kia mit ansatzweise brauchbarer Reichweite und div. andere auch können in D daheim an Typ2 nur max. 4,6kW. Selbst 10kW geht nur über CCS.

 

Zitat:

Es macht den Eindruck als würden dich die Neugier hin und der Zweifel her reißen. Da wird dir eine Forumsdiskussion, in der ich dir sag: "mach dir keine Sorgen, das klappt schon" nicht helfen können.

Hast du dir schon mal überlegt, dir für ein paar Wochen so ein Auto zu mieten? Ist doch besser als sich dauernd zu fragen: kann das klappen? oder nicht? soll ich? soll ich nicht?

Es ist zwar schon wieder etwas wärmer aber grad würdest du zumindest die Ausläufer des Winters noch mitbekommen. Oder halt nächstes Jahr. Aber ich muss dich warnen: Ausprobieren macht süchtig ;-)

Wie du in meinem Blog siehst, habe ich schon ein Model S probegefahren, was damals schon in D offiziell verkauft wurde aber defakto eine Beta-Version war. Außerdem brauche ich zwingend eine AHK. Bei Kia steht sogar in der Preisliste, dass keine Anhänger vorgesehen sind. Beim Hyundai nicht, wird aber nicht anders sein.

Außerdem sind die Kia/Hyundai-Händler rel. weit weg und der Kia-Händler scheiße (ist auch Mazda-Werkstatt und mein Bruder hatte mit denen schon das Vergnügen...).

 

Achja, hatte noch was vergessen: https://insideevs.com/kia-niro-ev-orders-europe-12-month-wait/

 

notting


19.03.2019 15:13    |    Trackback

Kommentiert auf: Was mich bewegt:

 

E-Autos, VW und die Geringverdiener

 

[...] jährl. geprüft werden...

 

Zitat:

Die 50KW Lader aus China sind ja jetzt schon günstig.

*LOL* 12kEUR netto -> https://twincar.sk/chargers.php bzw. lies mal https://www.motor-talk.de/.../...-sind-dc-lader-so-teuer-t6550884.html

Ich rede natürl. von Geräten mit CE usw., da sonst [...]

 

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31.03.2019 15:22    |    Trackback

Kommentiert auf: Was mich bewegt:

 

Mehr Ladepower auch zu Hause!

 

[...] dann mit bis zu 3000 Euro gefördert. Für eine Schnellladestation gäbe es bis zu 30.000 Euro Zuschuss. Das Förderprogramm solle bis Juli in Kraft treten.

In https://www.motor-talk.de/.../...-sind-dc-lader-so-teuer-t6550884.html habe ich zwar darüber geschrieben, dass [...]

 

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19.10.2019 17:44    |    Trackback

Kommentiert auf: jennss:

 

Die 30000 € E-Auto-Klasse ab 2020

 

[...] es zu wollen.

Du kannst dir auch für >10kEUR 20-25kW CCS in die Garage hängen... ;-)

Hatte das auch mal in meinem Blog thematisiert: https://www.motor-talk.de/.../...-sind-dc-lader-so-teuer-t6550884.html

 

notting

[...]

 

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21.10.2019 09:51    |    Trackback

Kommentiert auf: jennss:

 

Die 30000 € E-Auto-Klasse ab 2020

 

[...] schrieb am 19. Oktober 2019 um 17:44:53 Uhr:

 

 

Du kannst dir auch für >10kEUR 20-25kW CCS in die Garage hängen... ;-)

Hatte das auch mal in meinem Blog thematisiert: https://www.motor-talk.de/.../...-sind-dc-lader-so-teuer-t6550884.html

 

notting

Daheim reicht Schuko, steht [...]

 

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