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02.04.2021 07:50    |    notting    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Computerspiel, E-Auto

Wie werden E-Autos Computer-Spiele beeinflussen?

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Hallo!

 

Es ist Carfreitag, äh, Karfreitag. Zeit um sich über die wichtigen und auch unwichtigen Dinge des Lebens Gedanken zu machen ;-)

Vor einiger Zeit hat mir der Youtube-Algorithmus Videos von alten Rennspielen vorgeschlagen, die ich sehr gemocht habe. Beim Schauen fühlte ich mich in die damalige Zeit zurückversetzt. Hab mir deswegen ein paar dieser Videos angeschaut.

Aber mir stellte sich dabei auch die Frage: Wie werden sich E-Autos auf Computer-Spiele auswirken?

 

Ende der 1990er bis Ende der 2000er Jahre gab’s die einzigen Rennspiele, die mir jemals in meinem Leben richtig Spaß gemacht haben. Genauer gesagt waren das aus der Need-for-Speed-Reihe NFS III: Hot Pursuit, NFS Brennender Asphalt (engl. Version hieß High Stakes) und NFS Hot Pursuit 2.

Kein großartiger Karriere-Modus, keine komplizierte Steuerung. Einfach „einsteigen“ und losfahren. Ideal für Zwischendurch. Entweder gegen andere oder den Computer. Gibt auch einen Modus wo man selbst oder der Computer auch als Polizei unterwegs sein kann um den „Rasern“ Strafzettel zu verpassen. Der hat mir am meisten Spaß gemacht.

Auch gibt es Computer-Spiele wo man zu einem nennenswerten Teil des Spiels von A nach B fahren muss, um zum Start-Punkt der nächsten Mission zu kommen bzw. um sie durchzuführen, z. B. die GTA-Reihe.

 

Aber wie werden sich E-Autos auf solche Computer-Spiele auswirken?

 

Muss zugeben, dass ich als Autofahrer eher weniger anspruchsvoll bin. Sowohl meine Eltern (bin als Führerschein-Neuling zuerst mit deren Autos gefahren) als auch ich haben immer nur Basis-Benziner oder knapp darüber gehabt, immer mit Anhänger-Kupplung. Motor-Sound? Scheißegal. Nur in diesen Spielen fand ich, dass der Motor-Sound zur Atmosphäre positiv beiträgt. Anhänger-Kupplung? In diesen Spielen komplett irrelevant.

 

Nun werden bzgl. E-Autos gerne die folgenden Punkte genannt, warum sie keinen Spaß machen:

- Kein schöner Motor-Sound

- Unübersichtliche Situation bei den Ladetarifen

- Geringere Höchstgeschwindigkeit

- Geringe Reichweite

- Niedrige Ladeleistung

 

Zum ersten Punkt habe ich schon was geschrieben. Zu den letzteren beiden Punkten kann ich aus Erfahrung berichten, dass man in allen Computer-Spielen die ich kenne so gut wie nie Tankstellen zwecks tanken anfahren muss. Also könnte man die Ladesäulen- bzw. die Reichweiten-Problematik auch bei Spielen mit E-Autos weglassen und die Autos einfach fahren lassen. Bei einem alles andere als günstigen Bugatti Veyron ist bei 400km/h bekanntermaßen auch nach 12min der Tank leer ;-)

Allerdings haben in der Tat viele E-Autos geringere Höchstgeschwindigkeiten als sonst recht gut vergleichbare Verbrenner.

 

Eingangs schrieb ich, dass die genannten Rennspiele die einzigen waren, die mir jemals Spaß gemacht haben. Hatte mal bei einer Aktion für 5EUR NFS Hot Pursuit aus dem Jahr 2010 gekauft. Hab’s angespielt und hat mir nicht gefallen. Blöder Gummiband-Effekt wodurch die Gegner egal wie gut man gefahren ist immer wieder abartig viel schneller als man selbst gefahren ist von hinten angeschossen kamen. Das kannte ich aus den alten NFS-Spielen nicht. Da musste man schon ziemlich Mist bauen, damit sowas passierte. Wie gesagt, ich lege weniger auf realistische Fahrphysik wert, sondern auf mal eben wenige Runden gegen oder als virtuelle Polizei zu spielen.

Genau diese NFS-Ausgabe wurde übrigens letztes Jahr optisch aufgepeppt und für mehr Geld verkauft. Dabei wurde auf den Online-Plattformen der Verkauf der alten Version eingestellt, die immernoch auf aktuellen Windows-Rechnern funktioniert. Habe genau diese Version von 2010 auf Grund der Youtube-Videos installiert und dann doch durchgespielt. War aber mehr aus Langeweile. Der Gummiband-Effekt hat immernoch den Spaß massiv eingeschränkt. Auch sind einige der Polizei-“Levels“ reine Einzelrennen, wo man nur rechtzeitig zum Punkt X kommen muss, also ohne dass man direkt mit den „Rasern“ zutun hat.

 

Was meint ihr? Nehmt bitte auch an der Umfrage teil.

 

Wünsche euch frohe Ostern!

 

notting

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04.04.2021 21:56    |    Sp3kul4tiuS

Also es wird entweder keine Rennspiele mehr geben mit "Straßenautos", nur noch Oldtimer Rennserien, mit fiktiven Modellen... oder es wird alles mit Musik übertönt.

Lenkräder mit tasten für Gangwechsel sind dann praktisch auch überflüssig. Auch wenn es wie in der Formel e auch mehr als einen Gang gibt.

Gibt da viele Möglichkeiten. Irgendetwas wird verschwinden oder sich gänzlich ändern.

 

.... Habe Heute F-Zero angeschmissen SNES und Gamecube. Hat ja nichts mehr mit normalen Autos zu tun.


04.04.2021 22:28    |    GoLf 3 Bastler

Ist doch langweilig und zum Glück müssen Spieleentwickler sich nicht zwingend an der langweiliegen emotionslosen realität der "zukünftiegen" Mobillität halten.


05.04.2021 00:57    |    Martyn136

Sehe da eigentlich kein Problem. Einen BMW i3 oder VW ID.3 will natürlich niemand in einem Rennspiel sehen.

 

Aber Audi e-tron oder Tesla Model S laufen ja mindestens 250 km/h und sind damit uneingeschränkt spieletauglich. Selbst ein Mercedes EQC ist nur wegen der Reichweite auf 180 km/h gedrosselt so das eine 250 km/h Version jetzt nicht unrealistisch wäre.

 

Reichweite ist bei den Spielen auch nicht so relevant. 25 Runden Hungaroring sind ja nur 110km und eine reale Strecke von der Wiener Hofburg bis zur Burg in Bratislava sind über die längere A4 / A6 / E58 Stecke nur so 80km. Solche Strecken schafft man selbst mit Bleifuss-Fahrweise ohne Nachladen.

 

Abgesehen davon wird es sowohl in den Spielen als auch in der realen Welt noch eine lange Zeit eine grosse Auswahl an Verbrennern und PlugIn-Hybriden geben.


05.04.2021 20:17    |    Sp3kul4tiuS

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 5. April 2021 um 00:57:49 Uhr:

 

Aber Audi e-tron oder Tesla Model S laufen ja mindestens 250 km/h und sind damit uneingeschränkt spieletauglich. Selbst ein Mercedes EQC ist nur wegen der Reichweite auf 180 km/h gedrosselt so das eine 250 km/h Version jetzt nicht unrealistisch wäre.

Spiele sollen ja meist unvernünftig sein. Diese Autos können einen leider nicht anbrüllen und es wird nur Reifenquitschen abgegeben.

Die Programmierer könnten natürlich die E-motoren unnatürlich laut machen oder den Unsinn des Geräuschsimulierens in echten Autos übernehmen.


05.04.2021 23:01    |    CaptainFuture01

In GranTurismo und Forza Motorsport gab es vor JAHREN bereits Elektroautos zum fahren..... kein Realismus bei Betankung und Nachladung,auch beim Verbrauch wird der Phantasiewürfel geworfen....,warum sollte sich das auf einmal ändern?

 

Realismus wird beim Fahrverhalten gefordert,evtl. beim Schaden.Bezüglich Geräuschkulisse gibt es ja nicht viel zu tun....

 

Selbst bei den realistischeren Spielen auf dem PC gibt es diesbezüglich keine Einschränkungen oder übertriebenen Realismus....es wird simuliert,was wichtig ist.Der Rest wird übersprungen,weil sonst der SpielSPAß verloren geht und es keiner mehr zockt.....

 

Sehe hier wie erwähnt keine massive Änderung in der Zukunft....

 

 

Greetz

 

Cap


06.04.2021 02:03    |    Martyn136

Ich könnte mir Folgendes vorstellen: Immer wenn man das Spiel neu startet sind alle Autos in der Garage wieder voll geladen.

 

Und egal ob im Spiel oder im echten Leben gilt:

 

Wenn man bereits zum Start eine Garage mit einem 100KW CCS-Schnellladeplatz in der Tesla Model 3 Standard Range, Audi e-tron 50 und Mercedes EQC 400 stehen zur Verfügung hat ist man schon unbegrenzt mobil. Wenn bei einem Auto wirklich der Akku leer ist kann man einfach mit dem nächsten Auto weiterfahren.

 

Auf höherem Level hat man dann vielleicht je zwei 300KW und zwei 100KW CCS-Schnellladeplätze zur Verfügung, und zusätzlich zu obigen Modellen vielleicht noch einen Tesla Model Y Performance, Tesla Model S Performane, Audi e-tron S Sportback, Porsche Taycan 4S und ein BMW i8 Roadster mit Range-Extender dazu.

 

Mit so einem Fuhrpark müsste man sich keinerlei Gedanken machen, auch in der Realität nicht. Nur in der Realität kann sich sowas eben kaum jemand leisten.


06.04.2021 20:48    |    _RGTech

Es gibt Simulationen und es gibt Rennspiele. Und alle möglichen Mischarten dazwischen.

 

Wenn ich mal so nachdenke...

Bei Accolade Test Drive (286er Pixelgrafik) musste man rechtzeitig an der Tankstelle halten.

Bei Grand Prix von Microprose waren Reifenstopps wichtig.

 

So gesehen könnte ein Titel mit Stromautos auch aus Geschwindigkeit und Ladesäulen eine Challenge bilden. Wie ausgefeilt das eingearbeitet wird, ist eine andere Frage; es kann z.B. Oregon-Trail-mäßig mit Zufallsstörungen wie Staus oder Schneestürmen Einfluss genommen werden, die Geschwindigkeit könnte Einfluss haben, die Frage wann (Monat) man losfährt, etc - quasi ein Live-Urlaubsfahrt-Planer... sozusagen wie früher mit der Generalkarte und den bleifreien oder mindestens ROZ-91-Tankstellen im Ostblock.

Also ich seh da durchaus Potential für eigene Titel.

 

Bei reinen Rennspielen könnte das unterschiedliche Beschleunigungsverhalten einen Unterschied machen; da fällt mir wieder Bleifuss ein mit dem Cheat-Auto "Rocket". Das hat einfach mal alle vernichtet, war aber nicht mehr ganz einfach zu dirigieren, wenn voll ausgefahren.

Ein Formel-E-Spiel allerdings dürfte ähnlich fad werden wie die eigentliche Formel E auch.

 

 

Da heutzutage Autorennspiele aber eh schon fast ausgestorben sind (ich meine - zu PlayStation-2-Zeiten gab's noch sehr gute Titel auch mit Splitscreen, auf der PS3 musste man das mit der Lupe suchen - dafür gibt's den 100. Egoshooter), glaube ich nicht dran, dass es einen "Spitzentitel" geben wird, der sozusagen alle anderen an die Wand fährt.

 

 

Grüße von einem mit:

  • Test Drive 1/5
  • Destruction Derby
  • Carmageddon I/II
  • Bleifuss
  • NFS II (SE)/III
  • NfS - Porsche
  • GTA / GTA 2
  • VW Lupo-Cup
  • Wacky Wheels (Mario Kart für DOS)
  • Death Track

und einigen mehr auf der Festplatte :) (und noch was auf'm Amiga und C64, und Amsoft 3D Grand Prix auf einer CPC464-Cassette, ...nein den Gameboy mit F1 hab ich nicht mehr :D)


Bild

06.04.2021 20:51    |    notting

Danke für eure bisherigen Antworten. Ist eine bunte Mischung geworden :-)

 

notting


10.04.2021 11:30    |    FWebe

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 5. April 2021 um 00:57:49 Uhr:

Selbst ein Mercedes EQC ist nur wegen der Reichweite auf 180 km/h gedrosselt [...]

Ich glaube, dass diese Begründung auf kein einziges Fahrzeug zutrifft, sonst hätte man die Fahrzeuge auch bei 80 km/ h drosseln können.

 

Zitat:

Reichweite ist bei den Spielen auch nicht so relevant.

Das dürfte wohl vom konkreten Spiel abhängen. Ich habe früher gerne Gran Turismo gespielt und da war, insbesondere bei den Langstreckenrennen, die Reichweite bzw. der Verbrauch ein nicht ganz unwichtiger Punkt.

Die ersten Autos (also die langsamen "Billigfahrzeuge") waren da irgendwie auch immer die, die am meisten Spaß gemacht haben, einfach weil man da ganz anders Zeit investiert hat.

 

Zitat:

Abgesehen davon wird es sowohl in den Spielen als auch in der realen Welt noch eine lange Zeit eine grosse Auswahl an Verbrennern und PlugIn-Hybriden geben.

Das schöne an Spielen ist, dass sie sich nicht an die Realität halten müssen, da könnten also auch kichernde Pilzköpfe durch die Gegend fahren und mit Bananen um sich werfen.

 

 

Zitat:

@Sp3kul4tiuS schrieb am 5. April 2021 um 20:17:05 Uhr:

oder den Unsinn des Geräuschsimulierens in echten Autos übernehmen.

Wieso aus echten Autos übernehmen? Die künstlichen Geräusche für die akustische Beschreibung der Fortbewegung eines Objekts gab es abseits der Fahrzeugindustrie schon deutlich früher in Film und Spiel und auch in Spielen werden keine "echten" Geräusche verwendet, sondern künstlich erzeugte.


10.04.2021 14:38    |    Sp3kul4tiuS

Also ich meine das Avas Geräusch oder das was Audi durch die Lautsprecher im Auspuff rauslässt.

Film Sound der nicht zum Bild passt geht mir eig in jedem Film auf die Nerven :D

 

 

Heute ist es ja fast Standart das der Motorsound digitalisiert wird. Auch wenn er erzeugt wird. Wenn ein V8 nach V8 klingt ok. Bei E- Autos wird eben das Reifengeräusch digitalisiert oder simuliert.

 

Das Spiel muss dann irgendetwas anderes bieten wenn die Fahrzeuge eben kein Geräusch machen.

Bei den etwas futuristischeren Genres kein Problem. Mit Hover oder Raketenfahrzeugen.

 

Ein Need for Speed mit stillen Autos?? Das wird sich garantiert ändern und nicht so bleiben wie es jetzt ist.

Ein reines Arcade Spiel kann ja machen was es will wenn es nahezu 0% mit der Realität zu tun haben muss.

Bekommen die Straßenautos eben Sound den Sie im echten Leben nicht haben.

 

 

Vom Fahren und der Fahrphysik her wirds sich eber null komma nix ändern.


10.04.2021 18:25    |    CaptainFuture01

Zitat:

@FWebe schrieb am 10. April 2021 um 11:30:27 Uhr:

und auch in Spielen werden keine "echten" Geräusche verwendet, sondern künstlich erzeugte.

Für Gran Turismo und Forza Motorsport sowie vielen anderen,realistischen Rennspielen wurden extensive Audioaufnahmen diverser Motoren und Getriebe durchgeführt um diese passend ins Spiel zu integrieren.....

 

 

Greetz

 

Cap


10.04.2021 22:20    |    Martyn136

Auch die Geräuschkulisse betrifft ist der Unterschied zwischen Verbrennerung und Elektroautos eh nicht so gross. Weder in der Realität noch im Spiel.

 

Ja, Elektroautos haben kaum ein Motorengeräucsch, aber das ist auch schon der einzige Unterschied. Selbst in der Relaität ist das aber fast nur relevant wenn man auf der Suche nach einem Parkplatz im Parkhaus rumfährt oder langsam durch eine Flaniermeile mit viele Passanten fährt.

 

Aber Überland und auf der Autobahn dominieren eh die Windgeräusche gegenüber dem Motorengeräusch, man hat Musik an, und unterhält sich mit seinen Mitfahrern, etc. und somit ist die Geräuschkulisse auch nicht nennenswert anders.

 

Auch bei Rennspielen wird man überwigend höhere Geschwindigkeiten fahren wo ohnehin die Windgeräusche das Motorengeräusch überdecken würden. Und was z.B. quitschende Reifen betrifft, oder die Geräusche die von den Zuschauern auf den Tribünen oder an der Strecke kommen, gibt es auch keinen Unterschied. Also wäre es ohnehin ähnlich.


11.04.2021 06:09    |    FWebe

Zitat:

@CaptainFuture01 schrieb am 10. April 2021 um 18:25:04 Uhr:

Zitat:

@FWebe schrieb am 10. April 2021 um 11:30:27 Uhr:

und auch in Spielen werden keine "echten" Geräusche verwendet, sondern künstlich erzeugte.

Für Gran Turismo und Forza Motorsport sowie vielen anderen,realistischen Rennspielen wurden extensive Audioaufnahmen diverser Motoren und Getriebe durchgeführt um diese passend ins Spiel zu integrieren.....

 

 

Greetz

 

Cap

Das mag durchaus sein, synthetisiert werden sie am Ende trotzdem, sie klingen dabei halt nur weniger "künstlerisch", um es mal zu umschreiben.


11.04.2021 12:01    |    ohforfuxake

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 10. April 2021 um 22:20:09 Uhr:

Auch die Geräuschkulisse betrifft ist der Unterschied zwischen Verbrennerung und Elektroautos eh nicht so gross. Weder in der Realität noch im Spiel.

 

Ja, Elektroautos haben kaum ein Motorengeräucsch, aber das ist auch schon der einzige Unterschied. Selbst in der Relaität ist das aber fast nur relevant wenn man auf der Suche nach einem Parkplatz im Parkhaus rumfährt oder langsam durch eine Flaniermeile mit viele Passanten fährt.

 

Aber Überland und auf der Autobahn dominieren eh die Windgeräusche gegenüber dem Motorengeräusch, man hat Musik an, und unterhält sich mit seinen Mitfahrern, etc. und somit ist die Geräuschkulisse auch nicht nennenswert anders.

 

Auch bei Rennspielen wird man überwigend höhere Geschwindigkeiten fahren wo ohnehin die Windgeräusche das Motorengeräusch überdecken würden. Und was z.B. quitschende Reifen betrifft, oder die Geräusche die von den Zuschauern auf den Tribünen oder an der Strecke kommen, gibt es auch keinen Unterschied. Also wäre es ohnehin ähnlich.

Ich stimme Dir zu, dass bei den meisten Autos Abroll- und Windgeräusche ab einer gewissen Geschwindigkeit Motorgeräusche übertönen.

Aber hast Du mal in einem Sportwagen gesessen? In einem Porsche, Ferrari, Lamborghini? Das solltest Du mal nachholen, und Deine Aussage dann noch mal überdenken.

 

Motorsport ist da nochmal eine komplett andere Nummer. Schau Dir einfach mal ein Rennen einer beliebigen Rennserie im TV an (oder ein YouTube-Video) - da werden regelmäßig auch Innenaufnahmen gezeigt.

Im Motorsport sind sehr viel höhere Motordrehzahlen üblich, die Abgasablage muss keine TÜV- oder AU-Auflagen erfüllen, sondern möglichst viel Leistung zulassen, und zudem sind die Innenräume von Rennwagen aus Gewichtsgründen nahezu ohne jegliche Dämmung und Verkleidung (Teppiche, Türverkleidungen, usw.). Antriebsgeräusche (inkl., je nach Motorkonzept, dem "Singen" der Turbolader) sind im Motorsport absolut dominant.


11.04.2021 21:50    |    Martyn136

Das stimmt, aber zu so 100% simulieren lässt sich die Rennstrecke am PC ohnehin nicht. Denn kaum jemand wird sich vorm PC nen Helm aufsetzen und mit einem Mehrpunktgurt in einem Schalensitz fixieren.


12.04.2021 13:45    |    ohforfuxake

Hier noch ein paar Gedanken zur ursprünglichen Frage des TE, bzw. Anmerkungen zu einigen Themen, die von anderen Usern eingebracht wurden:

 

Sowohl reine E-Autos als auch Hybride sind längst in Computerspielen angekommen. In Gran Turismo Sport (PS4) gibt es mit dem Tesla Model S und dem Porsche Taycan bereits 2 Serienfahrzeuge mit E-Antrieb. Daneben sind natürlich auch Hybridkonzepte aus dem Motorsport (z.B. LMP1) im Spiel verteten.

Da Gran Turismo Sport eher Simulation als Arcade-Racer ist, spielen die genannten E-Modelle keine nennenswerte Rolle, und sind eher als Gag im Spiel untergebracht, bzw. als Marketingmaßnahme von Porsche und Tesla zu verstehen.

 

Die Reichweite von E-Autos im Motorsport ist nicht mit der Reichweite von normalen Serienfahrzeugen zu vergleichen (ist ja bei Verbrennern nicht anders). Ein typisches Formel E-Rennen geht über eine Distanz von etwa 100km - die erst seit 2019 überhaupt ohne Fahrzeugwechsel (=Batteriewechsel) zu bewältigen ist.

Davon abgesehen wird auf der Rennstrecke die Überhitzung des Akkus viel schneller zum Problem als dessen theoretische Reichweite.

 

Da Simulationen realen Rennserien nachempfunden sind, spielen natürlich auch nur die realen automobilen Vorbilder eine relevante Rolle. Neben der Formel 1, die im Sim-Racing eher ein Nischendasein fristet, sind dies vor allem GT-Fahrzeuge der Klassen GT3, GT4 und GT2.

Wenn es mal populäre E-Rennserien gibt, werden die sicherlich auch ihren Weg in das Sim-Racing finden.

 

Die Aussage, dass Rennspiele heutzutage so gut wie ausgestorben sind, stimmt definitiv nicht. Sim-Racing erfreut sich wachsender Beliebtheit und ist so verbreitet wie nie. Bestes Beispiel ist Le Mans 2020, das wegen der Pandemie am ursprünglichen Renntermin virtuell (als Sim-Racing) ausgetragen wurde (das "echte" Rennen wurde um 3 Monate verschoben). In vielen der 50 Teams wurden neben Rennfahrern (u.a. Alonso, Button, Leclerc) auch Sim-Racer eingesetzt.

Auch das Angebot an Ausrüstung und Zubehör für Sim-Racing ist in den letzten Jahren enorm gewachsen, und nahezu unüberschaubar geworden.

 

Ob das Angebot an Rennspielen vor einigen Jahren größer war als heute, kann ich nicht beurteilen. Es gibt aber definitiv für jedes System mindestens einen absoluten Spitzentitel, meistens sogar mehrere. Im PC-Bereich sind das z.B. rFactor und iRacing, für Xbox die Forza-Serie, für PlayStation die Gran Turismo-Serie, und, auf allen Plattformen vertreten, Assetto Corsa.

Obwohl Gran Turismo und Forza eher als Simulationen ausgelegt sind, bieten sie auch für Casual Gamer jede Menge Spaß, ohne sich lange mit technischen Details auseinandersetzen zu müssen.

 

Gerade Simulationen sind ja auf maximale Immersion angelegt, weshalb es keine Überraschung ist, dass ein möglichst realistischer Motorsound eine ebenso große Rolle spielt, wie der Druckpunkt von Bremspedalen oder das Force-Feedback von Lenkrädern, das den Fahrer z.B. Fahrbahnunebenheiten spüren lässt.

In den genannten Rennspielen klingt ein Porsche Saugmotor entsprechend auch deutlich anders als ein Mercedes oder BMW Turbomotor.

Zum Realismus gehört dann natürlich auch, dass ein Auto mit E-Antrieb keinen V8-Sound hat.


12.04.2021 15:36    |    ohforfuxake

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 11. April 2021 um 21:50:37 Uhr:

Das stimmt, aber zu so 100% simulieren lässt sich die Rennstrecke am PC ohnehin nicht. Denn kaum jemand wird sich vorm PC nen Helm aufsetzen und mit einem Mehrpunktgurt in einem Schalensitz fixieren.

Da hast Du aber auch schon die einzigen beiden Punkte genannt, die den Sim-Racer vom realen Rennfahrer unterscheiden (weil jeweils ohne Nutzen fürs Sim-Racing).

Der Schalensitz im "Racing Rig", Lenkrad mit Wheelbase, Pedalset, Schaltknüppel (für Oldtimer), Handbremse, 1-3 Monitore, Rennhandschuhe (evtl. ein Modell speziell für Sim-Racing) und Racingschuhe sind längst gängige Ausrüstung für anspruchsvolle virtuelle Hobby-Fahrer und eSport Profis.

Wer es auf die Spitze treiben will, stattet sich auch noch mit einem Motion-Simulator aus, der den virtuellen Fahrer die Karosserieneigung in Kurven, beim Bremsen und Beschleunigen im heimischen Schalensitz nachempfinden lässt.

 

Viele Originalstrecken sind heute per Laser vermessen und eingescannt worden, und entsprechend realistische Abbilder ihrer realen Vorbilder - inklusive jedem Baum, Strauch und Streckenposten an der richtigen Stelle.

100% Simulation ist natürlich auch mit VR-Brille nicht möglich. Aber inzwischen so gut, dass gerade auch Profi-Teams heute regelmäßig mit Simulatoren arbeiten. In der Formel 1 ist das schon eine ganze Weile üblich, weil reale Testfahrten durch die FIA streng limitiert sind.

Um die erforderliche Fahrerzulassung für das 24-Stunden Rennen von Le Mans zu erlangen, müssen u.a. auch Fahrten im Simulator absolviert werden.

Eingesetzt wird dabei jeweils die rFactor-Software, bzw. eine nicht frei verkäufliche Pro-Version davon.


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