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08.05.2022 08:18    |    notting    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: E-Auto, geringe Nachfrage, mieten

Was ist deine Erfahrung im Zusammenhang mit der Anmietung von E-Autos?

Logo E-Autos als Mietwagen kaum gefragtLogo E-Autos als Mietwagen kaum gefragt

Hallo!

 

Anfang der Woche gab’s einen Artikel in den Medien, wonach E-Autos als Mietwagen kaum gefragt sind. Schauen wir uns das mal an.

 

U.a. in https://www.heise.de/.../...os-als-Mietwagen-kaum-gefragt-7070903.html wurde berichtet, dass laut Billiger-Mietwagen.de u.a. wegen kleinem Angebot und auch den altbekannten Vorurteilen E-Autos als Mietwagen kaum gefragt sind. Von den getätigten Buchungen wurden 77% der Fahrzeuge an spanischen Stationen angemietet, 10% in Frankreich und 2% in Deutschland.

 

Warum ist das so, von den üblichen Vorurteilen und den div. aktuelleren Lieferproblemen mal abgesehen?

 

Zunächst frage ich mich gerade, ob es in Deutschland E-Autos eher bei darauf spezialisierten Anbietern zu mieten gibt, die bei solchen normalen Mietwagen-Preisvergleichsseiten nicht mitmachen. Z. B. bei Nextmove gab’s bis vor kurzem nur ein reines Kontaktformular ohne direkt auf der Webseite zu sehen, wann was für ein Modell verfügbar ist.

 

Generell ist bei Miet-E-Autos die Gefahr hoch, dass man aus Verfügbarkeitsgründen z. B. nicht den tollen Hyundai Ioniq 5 mit großem Akku und 800V-Schnellladung bekommt, sondern irgendwas viel langsamer ladendes wie z. B. einen ID.4 77kWh oder gar kleinerem Akku. Das kann das Thema Laden im Urlaub schnell viel nerviger machen. Insb. wenn die an sich brauchbaren Ladesäulen nicht da sind, wo man sich bräuchte.

„Spezial-Anbieter“ wie Nextmove die stärker darauf achten, dass man genau das Modell bekommt was man bestellt hat, dürften deutlich teurer sein als wenn eine normale Autovermietung E-Autos vermietet bzw. vermieten würde.

 

Laut dem Artikel sticht Mallorca was die Ladeinfrastruktur-Verfügbarkeit angeht für eine Touristen-Insel dieser Größe angeht wohl sehr positiv hervor. Vielerorts ist das Laden kostenlos. Mal ganz davon abgesehen bedeutet eine so kleine Insel, dass Touristen aber auch Pendler tendenziell weniger Reichweite brauchen – solange sie mit dem Auto nicht über’s Wasser fahren können ;-)

 

Allerdings werden im Artikel auch Zahlen für andere Orte genannt, wieviele Unterkünfte eine Ladesäule in der Nähe haben. Das ist nicht sinnvoll, da mehrere Unterkünfte um eine Ladesäule herum sein können.

 

Ich stell mir gerade meine Eltern mit einem E-Mietwagen als Urlaubsfahrzeug vor. Wenn meine Eltern tanken, zahlen sie mit Bargeld oder Girocard. KK haben sie nicht. An Ladesäulen steht man so meist blöd da, im besten Fall zahlt man deutl. drauf. Man müsste vorher wissen welche RFID-Karten im Zielgebiet am ehesten akzeptiert werden. Wobei einige Ladesäulen garkeine RFID-Karten akzeptieren, wie z. B. Tesla Supercharger.

Zahlung per App heißt im Zweifelsfall, dass teure Roaming-Gebühren dazukommen. Mal abgesehen davon haben meine Eltern unterwegs nur Dumbphones. Um unterwegs Internet zu haben, bräuchten sie also Smartphones und müssten mind. 5EUR/Monat bezahlen (wenn's kein Tarif sein soll, der sehr schnell viel teurer wird oder nichts mehr geht). Aktuell brauchen sie meistens >1 Jahr um bei 0,09EUR/min 15EUR zu vertelefonieren.

 

Apropos Tesla. Ich zitiere aus den Zusatzleistungen von Nextmove.de:

Zitat:

APP Service (APP Zugang zum Fahrzeugmodel einrichten) einmalig 32,90 €*

[...]

Bearbeitungsgebühr Tesla SuperCharger Einmalpauschale 24,90 €* pro Vorfall

Lies: Bei genau dem Hersteller der für seine überdurchschn. Reichweiten der Fahrzeuge und ein sehr gutes Langstrecken-Ladenetz bekannt ist, muss man massiv draufzahlen, wenn man dieses gute Ladenetz nutzen will. Aktuell geht das für Dritte nur in best. Ländern und auch nur per App.

 

Da würden entweder meine Eltern blöd dastehen. Entweder hätte ich Stress rechtzeitig passende RFID-Karten zu recherchieren und zu bestellen oder meine Eltern haben das App- bzw. (Roaming-)Mobilfunk-Internet-Problem.

 

Das würden sich meine Eltern im Urlaub garantiert nicht antun.

 

Zu guter Letzt: Es ist doch gerade ein häufiges Argument von sehr überzeugten bzw. bei der Reichweite nicht so anspruchsvollen E-Auto-Fahrern, dass man sich sowas privat kaufen kann gerade weil man für Urlaub & Co. eben auch einen Verbrenner vermieten kann. D.h. selbst überzeugte E-Auto-Fahrer dürften in der Praxis wenn sie ein Auto mieten eher einen Verbrenner als ein E-Auto mieten wollen (nehme an, dass E-Autos nicht häufiger/länger kaputt in der Werkstatt herumstehen durch Panne oder Unfall als Verbrenner).

 

Habt ihr schon mal versucht ein Miet-E-Auto zu bekommen? Also keine Probefahrt oder Werkstatt-Ersatzfahrzeug, sondern bei einer Autovermietung?

 

notting

 

PS: Falls ihr Lust bekommen habt doch mal ein E-Auto zu mieten: https://www.motor-talk.de/.../...-auto-am-besten-schnell-t7039977.html

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08.05.2022 09:38    |    nobrett

Da vorletzte Woche das elektrische Werkstattersatzfahrzeug gerade vergeben war, hat sich die Assistence bemüht ein E-Auto für mich zu mieten, weil ich keinen Verbrenner wollte. Meine Vorgabe war E-Auto oder wenigstens Plug-In Hybrid. Ich wohne nicht am A. der Welt, sondern im Speckgürtel, 20km von Frankfurt am Main, am Fuß des Taunus, um die Ecke von einem der kaufkräftigsten Kreise. Ergebnis: keine der bekannten Mietwagenfirmen konnten liefern.

 

Dafür bekam ich zwei Anrufe, hurra, man habe ein passendes Fahrzeug aufgetrieben, einen Hybrid. Plug-In? Nein, keinen Plug-In, einen Hybrid mit „automatischer Aufladung“, den man nicht selbst aufladen müsse. Habe ich dankend abgelehnt.

 

In dem Fall traf Nachfrage auf kein Angebot.

08.05.2022 10:33    |    Dr. Shiwago

Es gab ja schon diverse Pressemeldungen, wo Mietwagenunternehmen größere Mengen Elektroautos geordert haben. Eventuell sind die aber noch gar nicht ausgeliefert. Oder die E-Fahrzeuge werden direkt ins Ausland, mit Gewinn weiterverkauft.

Könnte mir vorstellen, dass viele Autofahrer ein Interesse an elektrischen Mietwagen haben, nur um mal auszuprobieren wie das ist, elektrisch zu fahren.

In meinem nächsten Urlaub, werde ich auf jeden Fall versuchen einen elektrischen Mietwagen zu bekommen.

08.05.2022 10:42    |    Dynamix

Das Problem ist zum einen das nicht jede Station E-Autos im Portfolio hat. Zum anderen wird sowas von den Mietfirmen auch nicht gerade offensiv beworben.

 

Beispiel Sixt:

 

Bei uns am Flughafen kein Problem! In der Innenstadt? Fehlanzeige! Und ich wohne jetzt nicht gerade in einer winzigen Stadt.

 

Europcar ist da schon etwas besser aufgestellt aber da kämen wir zum nächsten Problem:

 

Reichweite:

 

Wer sich einen Mietwagen nimmt, tut sich das nicht für 50km an sondern legt damit für gewöhnlich weitere Strecken zurück. Was will ich da mit einem Renault Zoe der im allerbesten Falle 395km schafft? Vor allem weil die 395km nur dann zustande kommen wenn ich damit möglichst sparsam durch die Stadt gurke. Auf der Langstrecke fährt man aber bevorzugt Autobahn und das auch nicht gerade langsam. Da geht die Reichweite dann schnell mal runter. Und ich denke viele Kunden haben da gar keinen Bock alle 200km an der Säule zu stehen wenn Sie noch mehrere 100km vor sich haben.

 

Und zu den eigenen Erfahrungen:

 

Ich hab mir den Spaß mal bei DriveNow mit einem i3 REX gegönnt. Auto war voll geladen, 150km Reichweite. Strecke insgesamt 77km. Die eine Hälfte habe ich vollelektrisch geschafft, die letzten 20km der anderen Hälfte musste der REX dann schon überbrücken. Jetzt stelle man sich das mal ganz ohne REX vor. Da hätte ich ziemlich dumm dagestanden. Ladesäulen auf dem Weg gab es damals nicht und heute glaube ich immer noch nicht. Ladesäulen gab es am Zielort auch nicht. Und bei mir im Viertel gibt es bis heute so wenige Ladesäulen das ich Sie an einer Hand abzählen kann. Und wir reden hier von einem Viertel das mit Autos nur so vollgeballert ist. Parkplatznot an jeder Ecke, welche von der Stadt mittlerweile künstlich verschärft wird, aber das ist ein anderes Thema. Wenn die Infrastruktur fehlt und auch die Plätze zum abstellen, wo soll dann die Energie für die Fahrt herkommen?

 

Und ich denke das genau wegen solcher Erfahrungen bei vielen das Thema Reichweitenangst eine massive Rolle spielt.

 

Bei einigen wenigen vielleicht auch der Zeitfaktor. Den Verbrenner haste halt in 5 Minuten getankt und den Sprit bezahlt. Beim E-Auto haste in der gleichen Zeit keine nennenswerte Reichweite geladen. Und nicht jedes Auto kann richtig schnell laden bzw. nicht jede Ladesäule die es könnte gibt auch die volle Leistung frei. Das hab ich jetzt auch schon bei mehreren E-Auto Tests gesehen wo es um das Thema Ladetempo ging. Da kam selten die versprochenen KW maximale Ladeleistung auch tatsächlich an.

 

Da wird am Ende des Tages wohl jeder so seine Gründe haben. Wüsste jetzt so spontan auch gar nicht ob ich mir von der Firma einfach mal ein E-Auto für die Dienstreise mieten könnte. Ich weiß zwar das wir sowas mal für Kurzstrecken zwischen den Standorten in der gleichen Stadt im Portfolio hatten, aber nicht ob ich dafür zu unserem Fleetservice rennen kann wenn ich doch mal ein paar 100km weit müsste. Könnte ich morgen theoretisch mal checken.

08.05.2022 10:51    |    notting

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 8. Mai 2022 um 10:33:21 Uhr:

Es gab ja schon diverse Pressemeldungen, wo Mietwagenunternehmen größere Mengen Elektroautos geordert haben. Eventuell sind die aber noch gar nicht ausgeliefert. Oder die E-Fahrzeuge werden direkt ins Ausland, mit Gewinn weiterverkauft.

https://insideevs.de/.../

Hertz kauft 65.000 Polestar 2 über 5 Jahre. Wobei ich schätze, dass die meisten nach 1 Jahr weiterverkauft werden. Lt. https://www.statista.com/.../ hat Hertz 424.000 Autos.

Ist also nur ein kleiner Bruchteil. Und auch Hertz wird Fahrzeuge für Führungskräfte usw. benötigen.

 

Zitat:

Könnte mir vorstellen, dass viele Autofahrer ein Interesse an elektrischen Mietwagen haben, nur um mal auszuprobieren wie das ist, elektrisch zu fahren.

In meinem nächsten Urlaub, werde ich auf jeden Fall versuchen einen elektrischen Mietwagen zu bekommen.

Wir haben seit Jahren keine Mietstation einer der großen Mietwagen-Firmen in der Stadt mehr. Und die dieser Firmen in der nächstgrößeren Stadt erscheinen mir recht klein.

 

notting

08.05.2022 11:01    |    ballex

Na wenn du schon Hertz erwähnst, kannst du auch noch die 100.000 Model 3 erwähnen, die sie neben Polestar anschaffen wollen, spätestens dann ist es kein kleiner Bruchteil mehr: https://www.electrive.net/.../

 

Zum Thema allgemein:

Viele Leute hatten eben noch keinen Kontakt mit E-Autos. Wenn sie dann bspw. im Urlaub in einem fremden Land sind greifen sie eben auf Bekanntes zurück, in dem Fall eben Verbrenner - das ist ein normales Verhalten und auch verständlich. Ändert aber nichts daran, dass auch die Mietwagenflotten nach und nach umgestellt werden dürften.

 

Und zur Frage: Ja, habe schon E-Autos gemietet und ja, ich würde explizit nach einem E-Auto fragen, es sei denn ich bräuchte einen Sprinter z.B. für einen Umzug über lange Distanzen. Für kürzere Strecken würde ich da auch die E-Version bevorzugen, weiß aber nicht, ob es da auch schon Mietangebote für gibt.

08.05.2022 11:01    |    notting

Zitat:

@Dynamix schrieb am 8. Mai 2022 um 10:42:51 Uhr:

Da wird am Ende des Tages wohl jeder so seine Gründe haben. Wüsste jetzt so spontan auch gar nicht ob ich mir von der Firma einfach mal ein E-Auto für die Dienstreise mieten könnte. Ich weiß zwar das wir sowas mal für Kurzstrecken zwischen den Standorten in der gleichen Stadt im Portfolio hatten, aber nicht ob ich dafür zu unserem Fleetservice rennen kann wenn ich doch mal ein paar 100km weit müsste. Könnte ich morgen theoretisch mal checken.

Wäre interessant :-)

Bei meinen letzten Dienstreisen (immer selbes Hotel) gäbe es:

1x Tesla Destination Charger (für andere Marken nutzbar?)

1x 20kW-Triple-Charger auf der anderen Straßenseite der wohl einem Autohaus gehört.

An einer Seite des Gebäude wohl nicht explizit für's Laden ausgelegte Drehstromsteckdosen. Hab nie gefragt, ob man darüber sein Auto aufladen darf.

 

Gab aber auch schon Zeiten, wo ich in vielen verschiedene Hotels war und z. T. von dort jeden Tag 2x20km zum Kunden pendeln musste ohne praktikable Lademöglichkeit. Auch dürfte die Strecke für viele E-Autos zu weit für eine Akkuladung sein, selbst bei max. 130km/h. Hab dazu mal https://www.motor-talk.de/.../...nstreisen-mit-einem-bev-t7190901.html geschrieben.

 

Wir haben glaube ich auch nur ein älteres BEV mit kleinerem Akku für Stadtfahrten.

 

notting

08.05.2022 13:06    |    -colt-

Ich schlüssele mal auf:

 

Mietwagen für die Dienstreise (privat pkw sind nicht erlaubt)

Ist für mich schon generell genug Aufwand das zu planen. Wann kommt man bei Kunde eins an, wie lange dauert der Termin, bis wann muss ich ins Hotel einchecken (gibt erstaunlicherweise immernoch viele ohne online Check in)

Und dann auch noch planen wo ich wann laden muss und diese Zeit auch noch ein kalkulieren? Tanken muss ich nicht einrechnen, das mache ich innerhalb zehn Minuten inkl Pipipause und Kaffee zum mitnehmen) Zudem bin ich da meist mit Reisegeschwindigkeit 140-150 unterwegs, nicht wirklich praktikabel mit e)

Deswegen habe ich die Option mit E noch nie gesucht, wüsste ehrlich auch gar nicht ob das die Policy bei uns abdeckt)

 

Mietwagen privat

Als werkstattersatzwagen: bietet meine Schrauber nicht an, der hat einen ordentlichen, älteren aber dafür sehr günstigen Verbrenner dafür.

 

Im Urlaub

Brauche ich selten einen Mietwagen da meist mit eigenem Auto unterwegs. Und bei Flugreisen nehme ich dann wegen Wendigkeit und Schlechtwegetauglichkeit eher was in Richtung Jimny. Das gibt's auch nicht mit e.

Wobei ich bei mittlerweile echt vielen Hotels eigene Lademöglichkeiten gesehen habe.

09.05.2022 09:18    |    slv rider

vielleicht sind einige normalbürger auch mit der schlichten bedienung überfordert?

ich nehme mich da nicht unbedingt aus.

09.05.2022 09:34    |    -colt-

Zitat:

@slv rider schrieb am 9. Mai 2022 um 09:18:16 Uhr:

vielleicht sind einige normalbürger auch mit der schlichten bedienung überfordert?

ich nehme mich da nicht unbedingt aus.

Mal von mir aus gegangen: möglich bis sehr wahrscheinlich.

Tanken: an die Tanke fahren, Rüssel reinhalten und voll machen. Bezahlen gehen mit Bargeld, EC oder Kreditkarte. Fertig.

Wenn der extrem seltene Fall eintritt, dass eine Zapfsäule oder gar Tankstelle nicht geht, ist es nicht weit bis zur nächsten.

So Anwenderfreundlich ist das beim E halt noch lange nicht. Das sind hausgemachte Probleme die sich mit absolut nicht erschließen. Was ist so schwer daran mit Karte zahlen zu können? Das geht an jeder besseren Pommesbude...

09.05.2022 09:49    |    riedochs

Nie ein E-Auto als Leihwagen gehabt, aber seit Februar besitzen wir einen Fiat500e. Wir hatten schon ein paar mal den Fall das wir an öffentlichen Ladesäulen nicht laden konnten. Woran es lag, keine Ahnung.

In genug anderen Fällen waren die Ladesäulen belegt oder von Verbrennern blockiert.

 

Zahlen geht meistens nur per App oder RFID? Karte.

 

Zumindest was das Bezahlen angeht könnten Verleiher das eventuell einfacher lösen: Die Karte zum bezahlen wird mit dem Auto vermietet und bei der Rückgabe abgerechnet oder eben ein EC-Terminal in die Ladesäule eingebaut.

 

Aus nun eigener Erfahrung wollte ich auch nicht unbedingt ein E-Auto als Leihwagen, vor allem wenn unklar ist wie die Ladeinfrastruktur vor Ort aussieht.

09.05.2022 10:13    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@slv rider schrieb am 9. Mai 2022 um 09:18:16 Uhr:

vielleicht sind einige normalbürger auch mit der schlichten bedienung überfordert?

ich nehme mich da nicht unbedingt aus.

Elektroautos sind in der Handhabung einfacher als Verbrenner - jeder kann auf dem Rummelplatz mit dem Autoscooter fahren. Und in der Regel ist auch das Laden unkompliziert. Zuhause einfach nur Stecker rein, Teslas am Supercharger auch einfach nur Stecker rein. Und mit der richtigen Ladekarte ist es auch bei anderen Anbietern unterwegs kein Hexenwerk sein Auto zu laden.

09.05.2022 10:56    |    slv rider

wobei man unterscheiden sollte zwischen käufer der sich für ein E entscheidet (der sich dann natürlich mit der technik auseinandersetzt) und eben dem mietwagenbenutzer. ich bin schon einige e-kisten gefahren. geladen aber nur über schuko.:D

09.05.2022 12:28    |    PIPD black

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 9. Mai 2022 um 10:13:08 Uhr:

Zitat:

@slv rider schrieb am 9. Mai 2022 um 09:18:16 Uhr:

vielleicht sind einige normalbürger auch mit der schlichten bedienung überfordert?

ich nehme mich da nicht unbedingt aus.

Elektroautos sind in der Handhabung einfacher als Verbrenner - jeder kann auf dem Rummelplatz mit dem Autoscooter fahren. Und in der Regel ist auch das Laden unkompliziert. Zuhause einfach nur Stecker rein, Teslas am Supercharger auch einfach nur Stecker rein. Und mit der richtigen Ladekarte ist es auch bei anderen Anbietern unterwegs kein Hexenwerk sein Auto zu laden.

Einfach wird es dann aber nur, wenn dich das Auto dann quasi an die Hand nimmt und dich dann auch noch vor Fahrtantritt fragt, welche Möglichkeiten der Zahlung der E-Frischling hinterm Steuer so hat oder welche Ladeform er bevorzugt. Als Verbrennerfahrer habe ich außer Giro- u. Kreditkarte keine weiteren Zahlungsmittel bei mir, die sonst irgendwie geeignet wären, den Strom an kostenpflichtigen Ladesäulen zu beziehen. Und dann muss dich der Karren einfach nur rechtzeitig an eine passende Ladesäule führen.

 

Es könnte alles so einfach sein......isses aber nicht....

09.05.2022 15:11    |    woife199

Dienstreisen sind, wie -colt- bereits erwähnt hat, eher aufwändig. Kundenbesuch, Flug, usw. müssen mit Wartezeiten geplant werden. Ein Mietauto soll vollgetankt abgegeben werden. Mit einem e-Auto eigentlich nicht möglich. Dies lassen sich Sixt und Co. gut bezahlen.

Wenn ich an die letzte England Reise denke, wäre mir keine Ladesäule am Hotelparkplatz aufgefallen. Wenn man hier spät Abends ankommt hätte ich wenig Lust mich noch mit der Ladesäule und Bezahlmöglichkeiten zu beschäftigen. Auch im vorhinein kostet es halt Zeit sich zu informieren.

 

Es fängt ja eigentlich schon bei normalen Verbrennerfahrzeugen an. Letztens einen Toyota Rav 4 Hybrid bekommen. Die Bedienung von Navi und co. bedarf schon wenige Minuten bis man den Dreh raus hat. Bei Audi (VW), BMW, Mercedes ist die Bedienung meist selbsterklärend. Auch Opel muss man gewöhnt sein um die Bedienung zu verstehen. Versteht mich nicht falsch. Wenn ich 2 mal mit solchen Autos gefahren bin hat sich alles geklärt. Bei den großen Deutschen Marken sitzt man sich rein und man findet sich zurecht. Das wünscht man sich halt wenn man vom Flughafen zum Mietauto im Parkhaus geht, sich ins Auto setzt und sofort alles selbsterklärend ist.

Da jetzt noch Tankstopps zu planen möchte ich nicht haben.

 

Im privaten Bereich siehts dann doch anders aus. Hier könnte ich mit e-Auto vorstellen. Außer es müssen 800 km + an einem Tag abgespult werden.

09.05.2022 16:09    |    knolfi

Ich habe jetzt bei der Abstimmung auf "hat nicht geklappt, weil zu teuer" geklickt und bin bisher der einzige. :D

 

Hintergrund: vor zwei Wochen waren wir auf Mallorca. Den Mietwagen hatte ich wie immer im Vorfeld bei Sixt reserviert. Als Kategorie nehmen wir eigentlich immer einen SUV der unteren Mittelklasse (Tiguan, Q3, X1, o. ä.), da wir zu Viert samt Gepäck vom Flughafen ins Hotel kommen müssen. Mit einer normalen Limousine bin ich auf den teilweise abenteuerlichen Straßen schon aufgesetzt, daher lieber etwas mit mehr Bodenfreiheit.

 

Da die Mietwagen auf Mallorca aktuell exorbitant teuer sind, hatte ich mich auch für ein E-SUV interessiert. Zur Verfügung standen der Jaguar i-Pace und der Audi e-tron. Beide Modelle waren nochmals eine Schippe teurer als die von uns gebuchte Kategorie, aber ich hätte das Experiment gewagt.

 

Gescheitert ist es an der Ladeinfrastruktur bzw. am fehlenden Mut. Das Hotel hat mir zwar im Vorfeld bestätigt, dass es Lademöglichkeiten am Hotel gibt, aber ich habe dieser Aussage nicht getraut. Die nächste öffentliche Ladesäule (22KW) war ca. 1,5 km vom Hotel entfernt. Das hätte bedeutet: Auto dorthin zum Laden fahren und dann zu Fuß zurück zum Hotel...das Gleiche dann nochmal zum Abholen. Gerade im Urlaub will man flexibel sein und sich nicht (Lade)Zwängen unterordnen.

Des weiteren vermutete ich, dass die Lademöglichkeiten in der Hotelgarage installiert sind. D. h. zum Laden muss man in die Tiefgarage. Dafür verlangt das Hotel 30€ pro Tag (Tiefgaragenparkplatz).

 

Wie gesagt, alles vor Abreise überlegt und dann doch lieber einen Diesel genommen.

 

Als wir am Hotel ankommen war ich überrascht, dass direkt vor dem Hoteleingang drei Parkplätze waren, von denen zwei mit Ladesäule ausgestattet waren. So hätte man doch das Experiment E-Auto im Urlaub ruhig mal wagen können. die Reichweite der E-Autos reicht ja für Mallorca aus und über Nacht hätte man den Akku laden können. Tja, hinterher ist man immer schlauer. Wenn wir das nächste Mal nach Mallorca in Urlaub gehen, werde ich definitiv ein EV als Mietwagen buchen.

 

Im Übrigen kann ich die Aussage bestätigen ,dass sich EV's als Mietwagen wohl nicht gut verkaufen. Im Inselradio hat Sixt extra Werbung für den Etron geschaltet, weil der wohl nicht gebucht wird.

09.05.2022 16:13    |    PIPD black

Und wenn du ihn "leer" abgibst und der nächste Kunde kommt, der auf ein E-Mobil besteht, dann heißt es: Sorry, der hängt jetzt noch ne Stunde an der Box, damit er wenigstens 80% geladen ist.

09.05.2022 17:13    |    notting

Zitat:

@riedochs schrieb am 9. Mai 2022 um 09:49:09 Uhr:

Zumindest was das Bezahlen angeht könnten Verleiher das eventuell einfacher lösen: Die Karte zum bezahlen wird mit dem Auto vermietet und bei der Rückgabe abgerechnet oder eben ein EC-Terminal in die Ladesäule eingebaut.

Wie gesagt verlangt z. B. Nextmove recht viel Geld für jede Mal (nicht 1x/Miete!), wenn du deren Teslas an einen SC anschließt...

 

notting

09.05.2022 17:15    |    notting

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 9. Mai 2022 um 10:13:08 Uhr:

Zitat:

@slv rider schrieb am 9. Mai 2022 um 09:18:16 Uhr:

vielleicht sind einige normalbürger auch mit der schlichten bedienung überfordert?

ich nehme mich da nicht unbedingt aus.

Elektroautos sind in der Handhabung einfacher als Verbrenner - jeder kann auf dem Rummelplatz mit dem Autoscooter fahren. Und in der Regel ist auch das Laden unkompliziert. Zuhause einfach nur Stecker rein, Teslas am Supercharger auch einfach nur Stecker rein. Und mit der richtigen Ladekarte ist es auch bei anderen Anbietern unterwegs kein Hexenwerk sein Auto zu laden.

- Nicht jeder kann zu Hause laden.

- SC-Nutzung bei Miet-Teslas ist wie gesagt z. B. bei Nextmove sehr teuer pro Einstecken, nicht pro Miete.

- Kenne Gemeinden wo die einzige Ladesäule weder EnBW, Maingau, NewMotion noch Plugsurfing akzeptiert.

 

notting

10.05.2022 17:14    |    jo-1

was soll ich mit einem E-Auto in der Vermietung?

 

I.d.R. wird es wohl auch soso sein wie beim Verbrenner:

 

  1. Voll geladen übernehmen
  2. Rumfahren und nachladen - doch wo - mit welcher Ladekarte?
  3. Vor Rückgabe laden und dann voll zurück geben sonst extra Kosten
  4. Gibt es eine Ladestation kurz vor der Rückgabe? Wie lange dauert das?

 

Abgesehen von der Zeit kommt beruflich eher (U)-Bahn und Bus in Frage - oder Taxi - fahre auch privat zwischenzeitlich viel mit dem Taxi.

 

Grade beim Mietwagen sehe ich kaum einen Nutzen in einem BEV.

 

Da würde ich mir eher ein Fahrzeug mieten, dass ich privat nicht fahre - hatte ich den vergangenen Jahrzehnten so gut wie alles gehabt vom Smart Roadster bis zu S-Klasse und so gut wie alles dazwischen.

 

BEVs fahre ich zuweilen Probe - kaufen würde ich mir sowas nur, wenn ich auch ein Eigenheim mit Solardach hätte.

 

Stattdessen hab ich mir unlängst einen Achtzylinder mit Klang und Freude am Fahren geholt

10.05.2022 17:27    |    notting

Zitat:

@jo-1 schrieb am 10. Mai 2022 um 17:14:18 Uhr:

was soll ich mit einem E-Auto in der Vermietung?

 

I.d.R. wird es wohl auch soso sein wie beim Verbrenner:

 

  1. Voll geladen übernehmen
  2. Rumfahren und nachladen - doch wo - mit welcher Ladekarte?
  3. Vor Rückgabe laden und dann voll zurück geben sonst extra Kosten
  4. Gibt es eine Ladestation kurz vor der Rückgabe? Wie lange dauert das?

Wie ich angedeutet habe, kann man sich durchaus einen Ladetarif ohne Grundgebühr buchen der an extrem vielen Ladesäulen funktioniert. Otto Normalos werden damit aber wie gesagt aktuell überfordert sein.

Nextmove verlangt standardmäßig eine Ladepauschale, Höhe je nach Größe des Fahrzeugs. Man kann das Auto wohl mit fast leerem Akku zurückbringen.

 

Zitat:

Abgesehen von der Zeit kommt beruflich eher (U)-Bahn und Bus in Frage - oder Taxi - fahre auch privat zwischenzeitlich viel mit dem Taxi.

Das Taxi mag meinen Anhänger den ich immer wieder privat nutze nicht mitnehmen. Und wenn man mal ein Auto hat, ist Taxi zu teuer. Und wenn man "zuviel" mit dem Taxi fährt sowieso.

 

Zitat:

Grade beim Mietwagen sehe ich kaum einen Nutzen in einem BEV.

 

Da würde ich mir eher ein Fahrzeug mieten, dass ich privat nicht fahre - hatte ich den vergangenen Jahrzehnten so gut wie alles gehabt vom Smart Roadster bis zu S-Klasse und so gut wie alles dazwischen.

 

BEVs fahre ich zuweilen Probe - kaufen würde ich mir sowas nur, wenn ich auch ein Eigenheim mit Solardach hätte.

Nun, damit das richtig Sinn macht, muss das E-Auto auch tagsüber daheim stehen. Wenn man das Auto zum Pendeln braucht, ist das eher nicht der Fall. Und wenn man nicht pendelt und aber viel Langstrecke fährt, bringt das einem auch nicht soviel.

Deswegen würde ich die Entscheidung pro/contra E-Auto nicht von einer eigenen Solaranlage abh. machen.

 

notting

11.05.2022 07:17    |    jo-1

Zitat:

@notting schrieb am 10. Mai 2022 um 17:27:53 Uhr:

Zitat:

@jo-1 schrieb am 10. Mai 2022 um 17:14:18 Uhr:

was soll ich mit einem E-Auto in der Vermietung?

 

I.d.R. wird es wohl auch soso sein wie beim Verbrenner:

 

  1. Voll geladen übernehmen
  2. Rumfahren und nachladen - doch wo - mit welcher Ladekarte?
  3. Vor Rückgabe laden und dann voll zurück geben sonst extra Kosten
  4. Gibt es eine Ladestation kurz vor der Rückgabe? Wie lange dauert das?

Wie ich angedeutet habe, kann man sich durchaus einen Ladetarif ohne Grundgebühr buchen der an extrem vielen Ladesäulen funktioniert. Otto Normalos werden damit aber wie gesagt aktuell überfordert sein.

Nextmove verlangt standardmäßig eine Ladepauschale, Höhe je nach Größe des Fahrzeugs. Man kann das Auto wohl mit fast leerem Akku zurückbringen.

Vermute keineswegs dass es an Überforderung liegt sondern an Bequemlichkeit - im Job leisten die Allermeisten weit komplexere Aufgaben - unterschätze da mal nicht den gutverdienenden Ottonormalo :D

 

Es ist schlicht unbequem sich mit manchen Themen zu beschäftigen - vor allem mit Ladekarten - so lange hier kein einheitliches Zahlsystem ohne jegliche Eingangshürden bspw. mit Kreditkarten oder gar ApplePay kommt ist das für mich ein no-go

 

Hab ja auch schliesslich keine Einkaufsmarken auf dem Rabattheftchen mehr wie anno dazumal. Das ist schlicht UNBEQUEM!

Meinen Verbrenner tanke ich und gut is - die akzeptieren ALLE Zahlungsmittel ohne spezielle Vorbereitung - zudem bekomme ich noch einen Espresso oder 'ne Wurst auf die Hand - besser geht es kaum und vom zeitlichen Thema wollen wir erst gar nicht anfangen - einfach lächerlich wie viel Aufwand man für A nach B aufbringen muss - da muss man schon ein FanBoy sein - dann geht das natürlich auch oder insbesondere bei einem Mietwagen.

 

Zitat:

@notting schrieb am 10. Mai 2022 um 17:27:53 Uhr:

Zitat:

Abgesehen von der Zeit kommt beruflich eher (U)-Bahn und Bus in Frage - oder Taxi - fahre auch privat zwischenzeitlich viel mit dem Taxi.

Das Taxi mag meinen Anhänger den ich immer wieder privat nutze nicht mitnehmen. Und wenn man mal ein Auto hat, ist Taxi zu teuer. Und wenn man "zuviel" mit dem Taxi fährt sowieso.

Mietwagen haben also standardmässig Anhänger Kupplungen? Oder hab ich da was falsch verstanden?

 

Und was soll die Diskussion um den Preis? Ist doch egal was das kostet - man entscheidet sich doch nicht gegen etwas weil es ein zwei Taler mehr kostet sondern weil man einen Nutzen sieht, der den Preis wert ist.

 

Taxi ist extrem bequem und preiswert für mich trotz zwei Verbrennern - zudem zahlt das i.d.R. die Firma oder ich setzte es von der Steuer ab oder es ist Teils der Freizeit - niemand käme auf die Idee einen Besuch im Fussballstadium damit abzutun, dass man das Spiel ja kostenlos zu Hause sehen könnte :D

 

Zitat:

@notting schrieb am 10. Mai 2022 um 17:27:53 Uhr:

Zitat:

Grade beim Mietwagen sehe ich kaum einen Nutzen in einem BEV.

 

Da würde ich mir eher ein Fahrzeug mieten, dass ich privat nicht fahre - hatte ich den vergangenen Jahrzehnten so gut wie alles gehabt vom Smart Roadster bis zu S-Klasse und so gut wie alles dazwischen.

 

BEVs fahre ich zuweilen Probe - kaufen würde ich mir sowas nur, wenn ich auch ein Eigenheim mit Solardach hätte.

Nun, damit das richtig Sinn macht, muss das E-Auto auch tagsüber daheim stehen. Wenn man das Auto zum Pendeln braucht, ist das eher nicht der Fall. Und wenn man nicht pendelt und aber viel Langstrecke fährt, bringt das einem auch nicht soviel.

Deswegen würde ich die Entscheidung pro/contra E-Auto nicht von einer eigenen Solaranlage abh. machen.

 

notting

Also das BEV muss tagsüber zu Hause stehen? Wie sinnlos ist dass denn bei einem Mietwagen, den ich Anlass bezogen miete? Oder sehen wir da unterschiedliche Szenarien. Mietwagen fahre ich nur wenn ich in einem andren Land bin und/oder einen Eintagsflug mache ( morgen hin und abends zurück ) und lokal individuell mobil sein möchte - sonst habe ich zwei Verbrenner in der Garage, die mich an jeden Ort zu jeder Zeit bequem bringen.

 

Mietwagen hole ich mir nur dann, wenn diese Fahrzeuge nicht einsatzbereit sind weil entweder in der Werkstatt oder im Haushalt noch mehr Autos benötigt werden ( bei zwei Personen reichen i.d.R. zwei Fahrzeuge locker aus )

 

Bei den aktuellen Energiepreisen macht ein BEV finanziell nur Sinn wenn man das selber laden kann - sonst sind die Kosten und Unbequemlichkeit beim BEV viel zu hoch.

 

Wenn ich meinen aktuellen Sternenkreuzer mit Allradantrieb, Allradlenkung und automatischem Wankausgleich mit unter 4 Sekunden von 0 => 100 km/h und unter 13 Sekunden bis 200 km/h in Vollausstattung als BEV kaufen würde, hätte ich im Vergleich zum Gebrauchten mit drei Jahren Garantie rund 50 .. 70 k EUR mehr bezahlt für weniger Bequemlichkeit und mit zweifelhafter Umweltbilanz noch dazu.

 

Für die 70 k EUR Preisdifferenz ( sofern ich denn zeitnah überhaupt so einen eTrän oder Taycun bekommen würde ) kann ich selbst bei € 3 pro Liter Spritpreis ca. 8 .. 10 mal um die Welt fahren - also mehr als ein modernes Auto gleich welcher Bauart hält. ( wenn wir 3 EUR Spritpreis bekommen wird der Strompreis auf 60 ct steigen )

 

Und machen wir uns nichts vor - die Strompreise werden weiter explodieren. wir sehen derzeit erst den Anfang der Teuerung und der Umverteilung der Mittelschicht.

Wenn ich mir sowas antun würde, wär das einzig sinnvolle Argument unabhängig vom Energiepreis zu werden. Und auch hier vermute ich irgendwann eine Dachsteuer für belegt Quadratmeter Solarpanelen.

 

Ein Verbrenner ist immer noch die Beste aller Alternativen wenn man weit und flott fahren will. Lokal nutze ich eBike und/oder ÖPNV und/oder Taxi und ich lebe im Zentrum meiner Stadt weil ich da wirklich alles zu Fuss erreichen kann - mehr Umweltschutz geht nicht lokal :D

 

Die Argumente der Fans sind im Grunde alles Argumente gegen diese Art der Mobilität. Man spart nichts - im Gegenteil - gleiche Ausstattung und Leistung sind massiv teurer und man verliert gleichzeitig Bequemlichkeit - was man nur macht, weil man andre Gründe findet und dazu gehört eine gewisse Lebensanschauung, die ich nicht teile.

 

Mich wundert es nicht, dass Mietwagen elektrisch noch keine Alternative sind und vermutlich bleiben werden und mir wäre es grade bei einem Mietwagen - der eh schon mehr Aufwand bedeutet - zu unbequem.

 

Finde es aber gut, dass man die Wahl hat - nur finde ich die Fans mehr als anstrengend, weil sie jedem sagen wollen wie toll es wäre - ich nutze einfach das was ich nutze ohne es andren aufzuoktroyieren.

 

... mal drüber nachgedacht warum einem Tesla Fahrer beim Allerersten Gespräch immer beiläufig erzählen, dass sie einen Tesla fahren?

 

Streng nach dem Motto - wie weiss man, dass jemand einen Tesla fährt? Er wird es Dir erzählen :):D

 

edit - hab grad mal geguckt was ein Tesla Model 3 für einen Miettag kosten würde - also ein Auto, das schlechter als mein aktueller Verbrenner wäre - Anmietung als 5* Hertz Kunde ( 5 Star auf Lebenszeit aus frühere Zeiten erworben ) - € 228 für einen Tag

 

Sauber ;-)

 

( so viel zum Thema BEV in der Vermietung )

11.05.2022 18:30    |    notting

Zitat:

@jo-1 schrieb am 11. Mai 2022 um 07:17:21 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 10. Mai 2022 um 17:27:53 Uhr:

Das Taxi mag meinen Anhänger den ich immer wieder privat nutze nicht mitnehmen. Und wenn man mal ein Auto hat, ist Taxi zu teuer. Und wenn man "zuviel" mit dem Taxi fährt sowieso.

Mietwagen haben also standardmässig Anhänger Kupplungen? Oder hab ich da was falsch verstanden?

Du sprachst IMHO von regelmäßigen Strecken und nicht von Mietwagen.

 

[...]

 

Zitat:

@jo-1 schrieb am 11. Mai 2022 um 07:17:21 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 10. Mai 2022 um 17:27:53 Uhr:

Nun, damit das richtig Sinn macht, muss das E-Auto auch tagsüber daheim stehen. Wenn man das Auto zum Pendeln braucht, ist das eher nicht der Fall. Und wenn man nicht pendelt und aber viel Langstrecke fährt, bringt das einem auch nicht soviel.

Deswegen würde ich die Entscheidung pro/contra E-Auto nicht von einer eigenen Solaranlage abh. machen.

Also das BEV muss tagsüber zu Hause stehen? Wie sinnlos ist dass denn bei einem Mietwagen, den ich Anlass bezogen miete?

Du hast an der Stelle von einem BEV-Kauf gesprochen.

 

Zitat:

[...]

Bei den aktuellen Energiepreisen macht ein BEV finanziell nur Sinn wenn man das selber laden kann - sonst sind die Kosten und Unbequemlichkeit beim BEV viel zu hoch.

Aber IMHO trotzdem keine Solaranlage.

 

Zitat:

[...]

Und machen wir uns nichts vor - die Strompreise werden weiter explodieren. wir sehen derzeit erst den Anfang der Teuerung und der Umverteilung der Mittelschicht.

Wenn ich mir sowas antun würde, wär das einzig sinnvolle Argument unabhängig vom Energiepreis zu werden. Und auch hier vermute ich irgendwann eine Dachsteuer für belegt Quadratmeter Solarpanelen.

Der Sprit wird aber durch den Staat eben auch künstl. teurer gemacht. Sprich du hast die Wahl zwischen Pest und Cholera.

 

notting

11.05.2022 19:52    |    jo-1

Zitat:

@notting schrieb am 11. Mai 2022 um 18:30:22 Uhr:

Zitat:

@jo-1 schrieb am 11. Mai 2022 um 07:17:21 Uhr:

 

 

Mietwagen haben also standardmässig Anhänger Kupplungen? Oder hab ich da was falsch verstanden?

Du sprachst IMHO von regelmäßigen Strecken und nicht von Mietwagen.

 

[...]

Zitat:

@notting schrieb am 11. Mai 2022 um 18:30:22 Uhr:

Zitat:

@jo-1 schrieb am 11. Mai 2022 um 07:17:21 Uhr:

 

 

Also das BEV muss tagsüber zu Hause stehen? Wie sinnlos ist dass denn bei einem Mietwagen, den ich Anlass bezogen miete?

Du hast an der Stelle von einem BEV-Kauf gesprochen.

Zitat:

@notting schrieb am 11. Mai 2022 um 18:30:22 Uhr:

Zitat:

[...]

Bei den aktuellen Energiepreisen macht ein BEV finanziell nur Sinn wenn man das selber laden kann - sonst sind die Kosten und Unbequemlichkeit beim BEV viel zu hoch.

Aber IMHO trotzdem keine Solaranlage.

Zitat:

@notting schrieb am 11. Mai 2022 um 18:30:22 Uhr:

Zitat:

[...]

Und machen wir uns nichts vor - die Strompreise werden weiter explodieren. wir sehen derzeit erst den Anfang der Teuerung und der Umverteilung der Mittelschicht.

Wenn ich mir sowas antun würde, wär das einzig sinnvolle Argument unabhängig vom Energiepreis zu werden. Und auch hier vermute ich irgendwann eine Dachsteuer für belegt Quadratmeter Solarpanelen.

Der Sprit wird aber durch den Staat eben auch künstl. teurer gemacht. Sprich du hast die Wahl zwischen Pest und Cholera.

 

notting

Jep - cherry picking

13.05.2022 19:34    |    seahawk

Ein Mietwagen ist ein Mittel zum Zweck, der mir die Mobilität vor Ort erleichtern soll und Zeit sparen helfen. Wenn ich da noch extra planen muss, dann verfehlt der Mietwagen seinen Zweck.

 

Gerade bei den Mietwagen sehe ich den Verbrenner noch lange vorne, denn wenn die E-Autos sich langsam durchsetzen werden eben auch mehr Privat- und Firmenwagen E-Autos und damit wird an den Hotels der Druck an den Ladesäulen weiter wachsen.

14.05.2022 01:42    |    Gravitar

Es fehlt der Service, und zwar massiv! Es könnte so einfach sein! Übernahme des BEV Mietwagens, voll geladen, vom Vermieter. Hier haben sie unsere Ladekarte, sie können an jeder Säule der Insel und in jedem Hotel oder Restaurant damit bezahlen und laden. Wir rechnen dann am Ende ab, jede geladene kwh wird mit 42Cent berechnet, egal, wo sie laden! So sieht Service aus, der eine Entscheidung positiv beeinflusst. Statt dessen kocht jeder sein Süppchen, nimmt andere Tarife und stellt sie noch nicht einmal transparent an der Säule zur Schau (wenn ich kein Handy habe oder haben will) berechnet Servicegebühren und rechnet mit fast jedem Provider anders ab. Wer braucht so einen Mist?

 

Gruß

 

Gravitar

14.05.2022 08:13    |    notting

@Gravitar: Wie gesagt, Nextmove verlangt pro SC-Ladevorgang eine heftige Bearbeitungsgebühr. Evtl. auch Henne-Ei-Problem -> wenn's zu wenige E-Mietwagen gibt, wollen sich die Ladetarif-Anbieter nicht die Mühe machen den Vermietern die Aufteilung der Ladevorgänge auf die Kunden zu erleichtern...

 

notting

14.05.2022 12:33    |    Gravitar

Dann wird es Zeit, dass sich die großen Anbieter mit Kontrakten so organisieren, dass der Kunde nur noch transparent und kostensicher nutzen kann. Kriegen die das nicht geregelt, so können die ihre Karren selbst pilotieren.....

 

Gruß

 

Gravitar

14.05.2022 12:37    |    jo-1

Zitat:

@Gravitar schrieb am 14. Mai 2022 um 12:33:25 Uhr:

Dann wird es Zeit, dass sich die großen Anbieter mit Kontrakten so organisieren, dass der Kunde nur noch transparent und kostensicher nutzen kann. Kriegen die das nicht geregelt, so können die ihre Karren selbst pilotieren.....

 

Gruß

 

Gravitar

weil ja bekanntlich alle Mietenden eine homogene Masse darstellen und diese 'Abzocker', die in Vorleistung gehen und auf eigene Kosten Stellplatz und Fahrzeuge an frequentierten Orten bereitstellen, damit andre damit spontan reisen können, meiden weil sie einer willkürlich gewählten Sichtweise nicht entsprechen :D

14.05.2022 13:44    |    PIPD black

Gehört zwar nur indirekt zu diesem Thema, aber es gibt anscheinend Säulen, die mit EC-Karten und „normalen“ Preisen funktionieren. Aber auch andere Details werden genannt und sind durchaus interessant. Mit Ausweitung privater u. ä. PV sieht man keine Notwendigkeiten mehr für weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur.

 

Zeitungsartikel aus der heutigen Rundschau.


Bild

16.05.2022 14:31    |    shneapfla

Ich hab' schon probiert, ein E-Auto anzumieten (in der Findungsphase zum E-Auto-Kauf) - Sixt hat nix, Avia hat nix, Enterprise hat nix (in unserer nicht allzu kleinen Stadt).

Bei Sixt habe ich mal nachgefragt, die haben keine Ladesäule, also auch kein E-Auto...

16.05.2022 15:54    |    jo-1

Zitat:

@shneapfla schrieb am 16. Mai 2022 um 14:31:52 Uhr:

Ich hab' schon probiert, ein E-Auto anzumieten (in der Findungsphase zum E-Auto-Kauf) - Sixt hat nix, Avia hat nix, Enterprise hat nix (in unserer nicht allzu kleinen Stadt).

Bei Sixt habe ich mal nachgefragt, die haben keine Ladesäule, also auch kein E-Auto...

naja - der billigste Haushaltsstrom kostet zur Zeit nach Check 24 in meiner Gegend 0.47 € / kWh und das ist sicher nicht das Ende der Preisspirale nach oben.

 

Wenn man jetzt noch Wandlungsverluste, Platzmiete/Kauf und Instandhaltung mit dazurechnet und dann noch die Aufwendungen für EC- und Kreditkartenabrechnung wird da sicher ein Preis von eher 0,5 .. 0,6 € / kWh realistisch sein.

 

Keinesfalls massiv günstiger presketivisch.

 

Demgegenüber stehen rund 2 EUR / L E10 und bei einem typischen Kleinwagen sind es so um die 7 .. 8 L / 100 km respektive 20 kWh => macht also im Vergleich 14 .. 16 € / 100 km im Vergleich zu 10 .. 12 € / 100 km rein elektrisch und dann hab ich das Problem keine speziellen Karten zu haben oder mir ggfl.s zulegen zu müssen.

 

Da fahr ich dann lieber Taxi - das zahlt die Firma auch und ich kann hinten noch arbeiten oder ich hol mir einen Uber.

 

Sinn macht ein Mietwagen nur wenn ich weder lang anstehen muss noch irgend etwas gross beachten muss - sonst ist Taxi und PÖNV bequemer.

 

In Paris, Manchester, London oder München und Berlin - wo ich regelmässig bin - fahre ich gerne ÖPNV.

 

Das ist dann weniger stressig als mir ne Ladekarte zu holen und Ladepunkte zu suchen. Umweltfreundlicher ist es obendrein.

 

Ansonsten stelle ich mich bei der Gold line bei Hertz an ( die ist i.d.R. immer leer ) und miete mir einen Verbrenner.

 

( bin 5 Star auf Lebenszeit )

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