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11.04.2020 10:58    |    notting    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: Anteil, Corona, E-Auto, Krise, Wirtschaft

Wie seht ihr die längerfristigeren Auswirkungen von Corona auf den E-Auto-Anteil? (relative Zahlen!)

Logo Corona eher gut oder schlecht für den E-Auto-Anteil?Logo Corona eher gut oder schlecht für den E-Auto-Anteil?

Hallo!

 

Ja, der Wirtschaft geht‘s gerade wegen Corona sehr schlecht. Offenbar sogar noch schlechter als bei der Wirtschaftskrise 2008/09. In https://www.heise.de/.../Elektroautos-Duestere-Aussichten-4700441.html wurde über Aussagen von Marktexperten von Wood Mackenzie berichtet, die düstere Aussichten sehen was E-Autos angeht. Es ist die Sprache von stärkerer Käuferskepsis dieser für viele potenzielle Käufer recht neuen Technik aufgrund der Krisen-Situation. Die Spritpreise sind IIRC sogar günstiger als sie je während letzten Wirtschaftskrise waren. Dazu mögliche Material-Lieferprobleme insb. bei Rohstoffen aus fernen Ländern. Ganz abwegig ist das nicht.

Aber was spricht denn dafür, dass die Situation dem E-Auto-Anteil nicht schadet oder ihn sogar erhöhen könnte? Das wurde in dem Artikel nicht erwähnt. Normalerweise wird doch auch nur auf die Anteile im jew. Segment geschaut und dementspr. Entscheidungen getroffen.

Hier möchte ich meine persönl. Einschätzung dazu darlegen.

 

- Verbrenner-Autos sind wg. Elektronik auch stark betroffen, wenn vllt. auch nicht ganz so stark wg. den Akkus. Es ist also nicht so, dass wegen Corona gerade massenhaft Verbrenner-Autos produziert werden und E-Autos nicht.

- Offenbar funktioniert die Entwicklung in dieser Situation besser als die Produktion. D.h. das Angebot an E-Auto-Modellen kann weiter ausgebaut werden. Siehe z. B. VW, wo noch am ID.3 herumoptimiert wird bzw. an den gravierenden Software-Problemen gearbeitet wird trotz stillstehender Produktion. IMHO ist eben ein großes Hemmnis bei der E-Mobilität, dass es viele noch viele "Löcher" zwischen den vorhandenen E-Autos gibt was Preise und Fahrzeuggröße/-form angeht. Bzw. aktuell gibt's IMHO noch in vielen Klassen in der Hauptsache selbst dafür dass es E-Autos sind nur sehr hochpreisige Autos.

- IMHO haben diejenigen, die einen gut bezahlten Job haben eher die Möglichkeit Home-Office zu machen, die zudem oft normalerweise abseits von Home-Office-Zeiten mit dem Auto zur Arbeit fahren. Sie haben also unterm Strich geringere Einkommensverluste und eher geringere Job-bedingte Ausgaben durch Corona. D.h. wenn's gut läuft haben sie unterm Strich sogar deutl. mehr Geld. Bzw. sie können ihren Verbrenner noch länger verwenden.

Selbst wenn man kein Home-Office machen kann, spart man gerade als Autofahrer immerhin Fahrtkosten, in der Hauptsache entweder wegen niedrigerer Spritpreise oder weniger nötigen Fahrten zur Arbeit. Wieviel man trotz Einkommenseinbußen unterm Strich mehr oder weniger hat, hängt natürl. von der individuellen Situation ab.

- So wie‘s aussieht, wird auch im Sommer Urlaub machen nur eingeschränkt möglich sein insb. wegen Einschränkungen bei Reisen (insb. ins Ausland bzw. im ÖP(N)V & Co.) und in der Gastronomie, z. B. wegen Abständen zwischen den Kunden. D.h. es wird tendenziell nicht so weit gereist bzw. es werden tendenziell geringere Fahrtkosten anfallen. Je nach dem auch niedrigere weitere Kosten. Urlaub nachholen geht auch nur sehr bedingt. Nicht immer ist es so einfach genehmigten Urlaub wieder zu stornieren. Bzw. die Leute werden den längst beantragten Urlaub eben z. B. auf Balkonien verbringen. Und den kompletten Oster-/Pfingsturlaub im Sommer nachzuholen und noch Sommerurlaub zu machen, macht auch nicht viel Sinn schon alleine vom Erholungsfaktor her. Vielleicht ein etwas längerer oder luxeriöserer Sommerurlaub, soweit es der Resturlaub, die Reiseeinschränkungen und die „Luxus-Kapazitäten“ zulassen.

D.h. es wird deswegen eher mehr Geld für andere Dinge da sein.

- Dadurch, dass die E-Auto-Entwicklung noch einigermaßen weiterläuft, erhöht sich IMHO tendenziell die Wahrscheinlichkeit, dass deren nächstes Auto ein E-Auto statt einem Verbrenner wird.

- Aufgrund des Zeitfaktors bzw. der Weiterentwicklung dürfte es dann auch ein besseres Angebot an gebrauchten E-Autos geben, sodass vllt. auch niedrigere Einkommensklassen profitieren.

Zumindest ein paar Berufe aus den niedrigeren Einkommensklassen sind gerade stark nachgefragt und sogar Boni angedacht, dürften also eher nicht arbeitslos werden. Selbst wenn ein Arbeitnehmer (aus egal welcher Einkommensklasse) mit Corona in Kontakt kommt, sollte er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Erkrankung innerhalb der übl. Lohnfortzahlungszeit auskurieren und dann zumindest einige Monate immun sein (wie lange die Immunität hält ist noch nicht sicher geklärt).

Das bessere Gebraucht-E-Auto-Angebot dürfte wenn dann die Corona-Regeln gelockert werden auch dafür sorgen, dass aktuell eher unterdrückte Mobilitätsbedürfnis wieder befriedigt wird, aber eben noch nicht mit ÖP(N)V & Co. wegen der noch vorhandenen Ansteckungsgefahr. Bei längeren Strecken ist halt das Auto die einzige Alternative zum ÖP(N)V & Co.

Vor Corona vermieden niedrigere Einkommensschichten insb. aus Anschaffungskostengründen E-Autos eher (dazu noch das mit der Ladeinfrastruktur daheim bzw. den damit verbundenen Anschaffungskosten). Desweiteren versuchen sie sie möglichst lange zu nutzen. Daher spielen sie insb. bei den den E-Auto-Verkaufsanteilen (noch?) keine so große Rolle.

- Auch gibt‘s anders als in der letzten Wirtschaftskrise Regelungen und Förderprogramme, die die Situation auch sehr direkt für Arbeitnehmer und kleinere Firmen inkl. Solo-Selbstständige deutl. entschärfen. Zu erwähnen wäre hier das mit dem Aufschub von Mietzahlungen, Steuerstundungen und Soforthilfen.

- Außerdem sind div. längst geplante Regelungen im Kommen, die Ladeinfrastruktur zu Hause besser durchsetzbar und günstiger (Stichwort Leerrohre) machen. Sofern das im konkreten Einzelfall umgesetzt werden kann, wird es im normalen Pendelverkehr die Infektionsgefahr etwas verringern, weil weniger Leute die Ladestecker von heimischen Wallboxen berühren (sofern nicht eben z. B. noch auf der Arbeit an einer (halb-)öffentlichen Ladesäule geladen wird).

Was übl. Wallboxen angeht, scheint noch einiges auf Lager zu sein. Div. Webshops zeigen ähnl. Lieferzeiten wie vor Corona.

 

Fazit

Also ich denke, dass Corona dem E-Auto-Anteil in den nächsten Jahren eher einen wenn auch recht kleinen Schub geben wird. Einerseits weil gerade die Verbrenner-Produktion stärker von Ausfällen betroffen ist (schlicht aufgrund des aktuell viel höheren Anteils). Andererseits weil ein Teil der Leute, die aktuell einen Verbrenner haben bzw. in der Vergangenheit häufiger einen neuen Verbrenner bekommen bzw. selbst gekauft haben und sich vorstellen können ein E-Auto zu kaufen unterm Strich tendenziell etwas mehr Geld zum Ausgeben haben werden.

 

Denke auch, dass die Studie eher die absoluten Zahlen betrachtet hat. Klar, dass die aktuelle Situation die auch die Verbrenner-Produktion stark betrifft ebenfalls die E-Auto-Produktion stark betrifft, wenn auch vielleicht etwas unterschiedlich. Das ist sehr naheliegend. Aber wichtig ist IMHO der prozentuale Anteil von E-Autos am Gesamtmarkt.

Was ich als größtes Risiko für den E-Auto-Anteil betrachte ist das mit der Lieferbarkeit von Materialien, die man bei Verbrennern nicht oder nicht in dem Maß braucht.

 

Bei mir persönlich ist es gerade so:

- Auf längere Zeit absehbar mit vollem Gehalt im Home-Office.

- Baue gerade sogar noch stärker Überstunden auf wegen dem Home-Office = viel weniger Fahrerei-Zeitfaktor bzw. wg. der anstehenden Arbeit. Die versuche ich so gut es geht in der Zeit abzubauen, wenn ich wieder zur Arbeit fahren müsste. Dadurch spare ich noch mehr Sprit.

- Da ich wegen dem Home-Office viel weniger fahren muss, spare ich viel Spritkosten und insb. der unter normalen Bedingungen nicht mehr allzu ferne teure Zahnriemen-Wechsel verschiebt sich entspr. nach hinten.

- Oster-Urlaub habe ich keinen gebucht bzw. keine Urlaubstage verbrannt. Sollte es meiner Abteilung schlechter gehen, habe ich noch entspr. viele Tage mehr um bei vollem Gehalt Urlaub zu machen bzw. Überstunden abzufeiern. Generell investiere ich nicht viel Zeit im Jahr um im Urlaub zu verreisen. Ok, von dem her bin ich vermutl. auch nicht durchschnittl.

- Immer mehr für mich interessantere E-Auto-Modelle sind im Kommen. Z. B. der Polestar 2 (der mit Anhänger-Kupplung verfügbar ist, für mich ein Killer-Kriterium) ist seit kurzem auch für Nicht-Reservierer bestellbar. Fehlt nur noch ein günstigeres Basis-Modell. Vielleicht gibt‘s bis dahin auch eine Option mit einen größeren Akku wie beim Ford Mustang Mach-E? Letzterer ist vermutl. für meine Garage zu groß ist. Auch von Renault wird Anfang kommenden Jahres was kommen, was für mich interessant klingt, wenn‘s mit entspr. Reichweite und AHK verfügbar ist.

Ohne Corona wäre die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich ein weiteres Verbrenner-Auto brauche bevor ich ein passendes E-Auto finde - auch wenn ich hoffe, dass der Zahnriemen-Wechsel die letzte größere Investition in mein aktuelles Auto ist und es dann bis zum E-Auto hält. Je mehr ich für Verbrenner-Autos ausgeben muss, desto weniger Geld habe ich für die E-Auto-Anschaffung.

 

Wünsche mir natürl. auch, dass die Wirtschaft bald wieder auf die Beine kommt. Denke auch es wird auch z. B. noch stärker kommen, dass die Leute daheim Wallboxen bzw. zusätzl. Strom-/Hausanschlüsse haben wollen, auch wegen dem absehbaren Gesetz was dies ihnen rechtl. erleichtert (was schon vor Corona angedacht wurde). Bzw. ein bundesweites Förderprogramm in der Richtung wurde schon vor Corona angedacht.

Intelligenterweise wird diese Zwangs-Auszeit z. T. auch so gut es geht genutzt, um geplante Investitionen zu tätigen, die ohnehin eine gewisse Auszeit im jew. Teil des Betriebs bedeutet hätten. Also Beispiele wären div. Landebahn-Erneuerungen in Frankfurt am Main und Stuttgart zu erwähnen.

Auch wünsche ich mir, dass ich mal wieder z. B. Schuhe im Laden kaufen kann. Habe kurz vor den Corona-Einschränkungen gemerkt, dass ich neue bräuchte und ich brauche immer ewig bis ich ein Paar finde was nicht irgendwo drückt und halbwegs so aussieht wie ich es mir vorstelle.

Wünsche mir auch mal wieder mit Kollegen Mittagessen gehen zu können.

 

Zudem wünsche ich allen, dass sie die Corona-Zeit möglichst unbeschadet überstehen, sowohl gesundheitl. als auch finanziell.

 

notting

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Ergänzung von notting am 12.04.2020 20:36

Eine Einschätzung aus Österreich, es wird aber in der Hauptsache auf ganz Europa geschaut. Geht allerdings nur am Rande um die relativen Zahlen E-Auto zu Verbrenner. Aber man kann einiges in der Richtung raushören. Der ist zwar offenbar selbst ein Geschäftsmann im Bereich E-Mobilität, daber seine Argumente sind nicht ganz von der Hand zu weisen und finde er verfällt auch nicht in Extreme bei seinen Aussagen: https://youtu.be/pR-cusqv4V0

 

notting

Ergänzung von notting am 12.05.2020 18:46

https://www.heise.de/.../...rend-Covid-19-Beschraenkungen-4719292.html

Zitat:

E-Auto-Anteil steigt deutlich während Covid-19-Beschränkungen

notting

Ergänzung von notting am 18.05.2020 20:56

Ford Mustang Mach-E verzögert sich um 2 Monate: https://insideevs.com/.../

 

Auf Deutsch: https://www.electrive.net/.../

 

notting

Ergänzung von notting am 22.05.2020 11:47

Corona hat aktuell keine Auswirkung auf Start des BMW i4: https://www.bimmertoday.de/.../

 

notting

Ergänzung von notting am 15.06.2020 18:08

https://www.heise.de/.../...er-Coronakrise-als-Verbrenner-4783949.html

Zitat:

IEA: Elektroauto-Markt leidet weniger unter der Coronakrise als Verbrenner

Während der Automarkt im Allgemeinen dieses Jahr schrumpfen wird, werden nach Prognosen der Internationalen Energieagentur so viele E-Autos verkauft wie 2019.

notting

11.04.2020 11:17    |    BravoI

Ergentwo habe ich gelesen - wegen Corona die Reiche werden reicher und die Arme werden ärmer, mit dem Trend - es wird immer weniger Reiche und immer mehr Arme. Bis jetz E-Autos waren nur für Reiche erreichbar und wegen Corona für die Leute, welche haben wenigen Geld in die Tasche, nur (Gebrauchte) Verbrenner kommt in die Frage, welche (vermutte ich) werden in die Massen stehen, weil viel pleite gegangen sind und Preisen für (zu viele) gebrauchte werden dramatisch sinken.

Ich arbeite (noch), aber selbst, wenn ich arbeite, teuere E-Autos kann ich mich nicht leisten und laden zuhause/bei Arbeit kann ich nicht (in abseebare Zukunft auch nicht), darum E-Autos bei mir stehen nicht in die Planung.

 

Gruß. I.


11.04.2020 11:29    |    notting

@BravoI: Das mit der Schere zwischen arm und reich ist schon sehr lange ein Thema. Bzw. es war schon immer so, dass wenn man mehr Möglichkeiten hat (z. B. auch aus finanziellen Gründen), auch schwierige Situationen besser meistern kann oder gar Nutzen daraus ziehen kann.

Andererseits werden eben gerade auf Grund von Corona zumindest ein paar eher schlechter bezahlte Berufsgruppen noch stärker gebraucht als sonst (z. B. Krankenpflege).

 

notting


11.04.2020 12:53    |    BravoI

Habe in Nachbarschaft Leute, welche arbeiten in Logistick, sie mussen Heute doppelt so viel als früher bewältigen und bekommen weniger Geld als ich.

BMW in unseren Stadt still steht, das heißt sie bekommen weniger Geld.

Die Piloten, welche vor kurzen haben nach mehr Lohn gefragt, heute am Boden und in Zukunft bekommen weniger Geld, durch mehr Konkurenz. Für E-Autos brauchen zahlungskräftige Kunden, welche werden immer weniger.

Selbs wenn ich hätte genugend Geld in die Tasche, ohne Lademöglichkeit für mich E-Autos kommen nicht in die Frage.

 

Gruß. I.


11.04.2020 19:31    |    Romiman

Ich möchte auf jeden Fall E-Auto fahren.

Aber ich kann BravoIs Ausführungen nichts hinzufügen. Exakt so sieht es nunmal aus.

Auch der Regierung geht mittelfristig angesichts der milliardenschweren Corona-Hilfspakete das Geld für so einen Luxus wie E-Auto-Subventionen aus.


11.04.2020 19:38    |    DonC

Solange die Ladeinfrastruktur so katastrophal ist, geht nur TESLA und den kann sich kaum einer leisten..

 

Kauft schon mal ne gelbe Weste...ihr werdet sie bald brauchen..


11.04.2020 22:53    |    __NEO__

vielleicht is Corona ja auch gut für den Dieselanteil...

 

https://m.focus.de/.../...rvt-fahrverbote-als-sinnlos_id_11873014.html

 

Dazu die aktuellen Sprit- vs. Strompreise...


12.04.2020 10:44    |    Leonmm

Ich glaube wir haben zurzeit andere Sorgen als den Ausbau des E-Auto Anteils, da sich Elektrowagen bald ohnehin ohnehin weniger Menschen leisten können. Da spielt dann auch die Lieferfährigkeit einzelner Zulieferer keine Rolle wenn insgesamt die Nachfrage nach Autos sinkt (siehe Zulassungsstatistik März 20).Den Klimawandel werden wir anders wirksam bekämpfen, z. B. Die Rodung des Amazonas stoppen oder nicht mehr für 10 Euro nach "Malle" fliegen ( zähle nicht dazu, letzter Flug 2016). Vllt dämmert es manchen, dass Fahrverbote und Bekämpfung von Pandemien nicht zusammenpassen. Insofern drehe ich als 24 Jähriger Oldtimer-Fahrer weiterhin die Zündung. Und das mache ich noch verdammt lange. In 20 Jahren reden wir nochmal drüber..


12.04.2020 10:46    |    Ascender

Die EU hat doch bereits angekündigt die verschärften Emissionsregeln aufgrund der Pandemie zu verschieben, weil man fürchtet der eigenen Industrie damit zu sehr zu Schaden.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass wir ähnlich wie in 2009, ein Konjunkturprogramm für die Hersteller auferlegen werden, was mich sehr ärgert. Die Geschichte wiederholt sich. Was ist damals passiert? Abwrackprämie. Das war ein als "Umweltschutzmaßnahme" getarntes Subventionsprogramm für die Hersteller, aber vor allem auch für die Zulieferbetriebe, die Schrotthändler, die Autohäuser, die Logistikunternehmen, Banken und Versicherer!

Wir haben jetzt schon eine E-Auto-Kaufprämie, ich könnte mir aber vorstellen, dass die Bundesregierung diese aufstockt. Und damit der Bestand an Altfahrzeugen abgebaut wird, wird man diese an die Bedingung knüpfen, dass das alte Auto entsorgt werden muss, was dem Umweltgedanken dann auch widerspricht, aber das stört ohnehin keinen so wirklich, habe ich das Gefühl. Hauptsache mehr Schein als Sein. Den Herstellern ist geholfen, die Arbeitsplätze sind gesichert und der Käufer bekommt noch ein gutes Gefühl etwas für die Umwelt getan zu haben (eigentlich hat er ja das Gegenteil gemacht, aber egal). :rolleyes:

 

Langfristig gesehen wird die EU jedenfalls ihre Emissionsregeln durchdrücken, und dank Flottenverbräuchen, und staatlichen Regulierungen, etc. wird das E-Auto, zumindest bei den Klein- und Kompaktwagen künstlich eingeführt werden. Was meine ich mit "künstlich"? Meiner Meinung nach müsste in einer freien Marktwirtschaft sich das Modell durchsetzen, welches sich wirtschaftlich am meisten für das Individuum lohnt. Tut es das nicht, ist das Produkt chancenlos. Und hier greifen dann die Subventionen und Regulierungen, mit denen man "künstlich" etwas in den Markt drückt, was eigentlich keine Chance hätte (außer bei einigen Enthusiasten, aber das gilt für alle Produkte, nicht zwingend nur für Autos).

 

Mit den Fahrzeugpreisen hat man ohnehin schon die Jugend als Kunden verloren, weil man eh überall mit dem Bus und mit dem Flugzeug reisen kann, und weil viele junge Leute in den Städten leben, wo das Autofahren immer unattraktiver gemacht wird. Jedenfalls kann ich mir kaum vorstellen, wie hier die Massenelektrifizierung stattfinden soll, wenn gefühlt 90% der Autos Laternenparker sind.


12.04.2020 11:18    |    notting

Zitat:

@Ascender schrieb am 12. April 2020 um 10:46:32 Uhr:

Die EU hat doch bereits angekündigt die verschärften Emissionsregeln aufgrund der Pandemie zu verschieben, weil man fürchtet der eigenen Industrie damit zu sehr zu Schaden.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass wir ähnlich wie in 2009, ein Konjunkturprogramm für die Hersteller auferlegen werden, was mich sehr ärgert. Die Geschichte wiederholt sich. Was ist damals passiert? Abwrackprämie. Das war ein als "Umweltschutzmaßnahme" getarntes Subventionsprogramm für die Hersteller, aber vor allem auch für die Zulieferbetriebe, die Schrotthändler, die Autohäuser, die Logistikunternehmen, Banken und Versicherer!

Es gibt doch schon dieses Notfallpaket, wodurch Steuern, Mieten etc. gestundet werden können bzw. es auch direkte Soforthilfen auch für kleine Selbstständige gibt.

 

Zitat:

Wir haben jetzt schon eine E-Auto-Kaufprämie, ich könnte mir aber vorstellen, dass die Bundesregierung diese aufstockt. Und damit der Bestand an Altfahrzeugen abgebaut wird, wird man diese an die Bedingung knüpfen, dass das alte Auto entsorgt werden muss, was dem Umweltgedanken dann auch widerspricht, aber das stört ohnehin keinen so wirklich, habe ich das Gefühl. Hauptsache mehr Schein als Sein. Den Herstellern ist geholfen, die Arbeitsplätze sind gesichert und der Käufer bekommt noch ein gutes Gefühl etwas für die Umwelt getan zu haben (eigentlich hat er ja das Gegenteil gemacht, aber egal). :rolleyes:

Schon damals bei der staatl. Abwrackprämie war ein Mindestalter (IIRC 9 Jahre) und eine Mindest-Haltedauer nötig. D.h. es gab schon Begrenzungen hinsichtl. dem Umweltfaktor. Da hatte sogar zur Folge, dass man div. für den dt. Markt vorgesehene Autos die nicht in div. Umweltzonen fahren durfte nicht abwracken durfte. Mein Auto was ich damals mit dieser Förderung gekauft habe (und dafür ein >20 Jahre altes Auto verschrottet wurde was immer mehr Probleme gemacht hat), hatte im Alter von 9 Jahren schon grob 300Mm drauf. D.h. wenn da was größeres kommen sollte (wobei hier der Zahnriemen schon fast was größeres ist) finde ich eine Abwrackprämie gerechtfertigt.

 

Zitat:

Langfristig gesehen wird die EU jedenfalls ihre Emissionsregeln durchdrücken, und dank Flottenverbräuchen, und staatlichen Regulierungen, etc. wird das E-Auto, zumindest bei den Klein- und Kompaktwagen künstlich eingeführt werden. Was meine ich mit "künstlich"? Meiner Meinung nach müsste in einer freien Marktwirtschaft sich das Modell durchsetzen, welches sich wirtschaftlich am meisten für das Individuum lohnt. Tut es das nicht, ist das Produkt chancenlos. Und hier greifen dann die Subventionen und Regulierungen, mit denen man "künstlich" etwas in den Markt drückt, was eigentlich keine Chance hätte (außer bei einigen Enthusiasten, aber das gilt für alle Produkte, nicht zwingend nur für Autos).

 

Mit den Fahrzeugpreisen hat man ohnehin schon die Jugend als Kunden verloren, weil man eh überall mit dem Bus und mit dem Flugzeug reisen kann, und weil viele junge Leute in den Städten leben, wo das Autofahren immer unattraktiver gemacht wird. Jedenfalls kann ich mir kaum vorstellen, wie hier die Massenelektrifizierung stattfinden soll, wenn gefühlt 90% der Autos Laternenparker sind.

Ich wohne in der Stadt, der ÖPNV ist eher unbrauchbar. Selbst in Großstädten habe ich immer wieder die Situation, dass man selbst zur Rushhour mit dem Auto um ein mehrfaches schneller ist als mit dem ÖPNV.

Das mit der Fliegerei ist umwelttechn. aber auch nicht so toll, da dürfte das Auto oft besser sein. Bzw. viele scheinen sich nicht vor Augen zu führen, dass 1 Person im Flieger Amerika und zurück ca. soviel CO2 verursacht wie ein ganzes(!) nicht gerade kleines Benziner-Auto auf ca. 30Mm...

Generell sieht man eben durch die Pandemie auch einen weiteren Vorteil des Autos, der bisher garnicht beachtet wurde, obwohl man jedes Jahr durch die Grippewelle eine z. T. 5stellige Zahl an Toten alleine in D hat.

 

notting


12.04.2020 12:18    |    Ascender

Zitat:

Es gibt doch schon dieses Notfallpaket, wodurch Steuern, Mieten etc. gestundet werden können bzw. es auch direkte Soforthilfen auch für kleine Selbstständige gibt.

Ich weiß, und ich habe mich dazu ja bekanntlich schon sehr ausführlich in meinem Blog und im entsprechenden Corona-Forum hier auf MT ausgelassen. Diese Soforthilfen werden bei weitem nicht reichen bei einer Rezession (wer wird denn ausgerechnet jetzt noch Autos kaufen wollen?!) und nicht jeder bekommt sie aktuell. Außerdem sind Stundungen problematisch, weil sie einen irgendwann wieder einholen. Mir graut es jetzt schon davor, wenn die Kleinunternehmer alle in zwei, drei Jahren mit dem Finanzierungswunsch "Steuern" auf uns zukommen. :rolleyes:

 

Jedenfalls denke ich, dass sich das E-Auto nicht aufhalten lassen wird, denn die Politik will es so. Wie ich bereits anführte, mehr Schein als Sein. Unsere Umweltprobleme werden wir damit nicht lösen, auch wenn das noch so oft propagiert wird. Und den meisten Leuten ist es eh scheiß egal. Die stellen sich ein E-Auto als Zweitwagen in die Garage, marschieren bei FFF wegen des sozialen Drucks mit und fliegen dann in die Domrep. :rolleyes:

 

Zitat:

Ich wohne in der Stadt, der ÖPNV ist eher unbrauchbar.

Ich stimme zu. Wohne selbst in der Großstadt, und ÖPNV ist nicht nur unbrauchbar, sondern der absolute Horror. Auf meinem Arbeitsweg brauche ich mit dem Auto maximal 15 Minuten für eine Strecke. Mit Bus- und Bahn gurke ich eine dreiviertel Stunde durch die Gegend. Das ist schon enorm! Nicht zuletzt ist es unkomfortabel, der Bus hält nicht vor der Tür, es ist laut und dreckig, und mit Gepäck hat man eh verloren.

Das selbe gilt auch für Bahnstrecken. Je länger diese werden, desto eher fallen sie auch mal aus oder verspäten sich enorm. Selbst mit Stau bin ich mit dem Auto zuverlässiger unterwegs. Und Flugzeuge mag ich eh nicht, außer erste Klasse. Aber das ist dann wiederum so teuer, da könnte ich zehn mal in den Urlaub fahren. Wenn ich jeden Urlaub so starte und beende, dass ich mich für mehrere Stunden mit dutzenden von fremden Leuten in eine Konservenbüchse quetsche, dann ist von Erholung bei mir nicht viel übrig.

Aber andererseits will ich das Fliegen auch nicht zu schlecht machen. Es ist ein Menschheitstraum, der in Erfüllung gegangen ist. Wir beherrschen die Lüfte. Und nicht nur einige Elitisten! Es ist auch einem Großteil der Weltbevölkerung möglich, und das ist auf seine eigene Art und Weise faszinierend und "gut".


12.04.2020 13:02    |    Lumpi3000

Da weder Lademöglichkeit zu Hause noch im Ort vorhanden sind, ändert sich für mich gar nichts.

Da scheint sich auch in absehbarer Zeit nichts dran zu ändern. Egal ob mit oder ohne Krise.

Die einzige Möglichkeit das sich daran für mich etwas ändert wäre, wenn endlich eines meiner Aktion Mensch Lose zuschlagen würde ... :rolleyes: :D


12.04.2020 13:37    |    notting

Zitat:

@Ascender schrieb am 12. April 2020 um 12:18:56 Uhr:

Zitat:

Es gibt doch schon dieses Notfallpaket, wodurch Steuern, Mieten etc. gestundet werden können bzw. es auch direkte Soforthilfen auch für kleine Selbstständige gibt.

Ich weiß, und ich habe mich dazu ja bekanntlich schon sehr ausführlich in meinem Blog und im entsprechenden Corona-Forum hier auf MT ausgelassen. [...]

 

Jedenfalls denke ich, dass sich das E-Auto nicht aufhalten lassen wird, denn die Politik will es so. Wie ich bereits anführte, mehr Schein als Sein. Unsere Umweltprobleme werden wir damit nicht lösen, auch wenn das noch so oft propagiert wird. Und den meisten Leuten ist es eh scheiß egal. Die stellen sich ein E-Auto als Zweitwagen in die Garage, marschieren bei FFF wegen des sozialen Drucks mit und fliegen dann in die Domrep. :rolleyes:

Meine Aussage war in der Richtung gemeint, dass eben aktuell nicht nur Geld Richtung Automobilindustrie gepumpt wird. Mit dem Rest wirst du IMHO durchaus recht haben.

 

notting


12.04.2020 13:39    |    notting

Zitat:

@Lumpi3000 schrieb am 12. April 2020 um 13:02:39 Uhr:

Da weder Lademöglichkeit zu Hause noch im Ort vorhanden sind, ändert sich für mich gar nichts.

Da scheint sich auch in absehbarer Zeit nichts dran zu ändern. Egal ob mit oder ohne Krise.

Die einzige Möglichkeit das sich daran für mich etwas ändert wäre, wenn endlich eines meiner Aktion Mensch Lose zuschlagen würde ... :rolleyes: :D

Du meinst vermutl, dass du z. B. mangels fest zugewiesenem Stellplatz ein Problem hast? Weil rein von der Genehmigung her soll's Ende des Jahres was geben. Klar, kostet alles erstmal Kohle.

 

notting


12.04.2020 13:53    |    Lumpi3000

Zitat:

 

Du meinst vermutl, dass du z. B. mangels fest zugewiesenem Stellplatz ein Problem hast? Weil rein von der Genehmigung her soll's Ende des Jahres was geben. Klar, kostet alles erstmal Kohle.

Ich hab ne Garage mit Haushaltstrom und Lampe, aber das ist quasi nur ein Verlängerungskabel aus der Wohnung raus. Hab da das Glück das meine Garage direkt am Haus anschließt, da wurd einfach ein Loch durch die Wand gebohrt und ein Kabel durchgelegt.

 

Da kann ich den Staubsauger anschließen oder sowas, aber ein Auto laden, also Dauerbelastung über Stunden will ich da nicht dran haben. Da würd ich mir Sorgen machen, dass der ganze Kram abfackelt.

Außerdem würds aufladen ja auch ewig dauern.

Das wäre für mich ja keine Ausnahme sondern Dauerlösung, da es hier keine Ladesäulen gibt.

 

Und ich wüsste auch nicht wo hier überhaupt Starkstrom ist, da müsste man wahrscheinlich quer durch den ganzen Keller ne Leitung legen ... :D

 

 

Edit: Nur damit keine Missverständnisse aufkommen - Ich find die E-Autos sehr interessant. Zb der neue E-Corsa wär perfekt für mich. Groß genug, Reichweite genug, Leistung genug, finanzierbar ...


12.04.2020 14:04    |    notting

Zitat:

@Lumpi3000 schrieb am 12. April 2020 um 13:53:12 Uhr:

[...]

Und ich wüsste auch nicht wo hier überhaupt Starkstrom ist, da müsste man wahrscheinlich quer durch den ganzen Keller ne Leitung legen ... :D

Das einfachste wäre vermutl. schon aus Abrechnungsgründen, dass das eben auch direkt an deinem Stromzähler dranhängst. Ich denke mal, dass du das mit "quer durch den ganzen Keller" meinst.

Würde die Leitung gleich mind. auf stundenlang 22kW auslegen. Was du dann wirkl. anschließst würde ich von den Vorgaben bzw. der Genehmigung vom Stromnetzbetreiber und der Ladeleistung des E-Autos über die vorgesehene Wallbox abh. machen.

Dann nicht vergessen auch mal wegen dem Stromtarif zu schauen. Boni-Jäger werden aber wohl von den Stromanbietern massiv ausgebremst und gibt viele Fallen. Lieber ein Tarif der unterm Strich über mehrere Jahre günstig sein dürfte, ausr. lange Preisgarantie und gerade wenn du deinen Stromanbieter auch wg. einer günstigen Ladekarte nimmst auf das Thema Mindestvertragslaufzeit bzw. Kündigung achten. Preiserhöhung bei der Ladekarte dürfte kein Sonderkündigungsrecht bedeuten. Bei Finanztip gibt's einen Meta-Strompreisvergleich (fragt die Vergleichsportale Check24 und Verivox ab) mit sehr verbraucherfreundl. Voreinstellungen. Wenn du anderweitig Vergleichsportale verwendest, achte darauf woher die Daten stammen (z. T. wird auch nur Check24 und Verivox abgefragt) und auf verbraucherfreundl. Filtereinstellungen. Ist manchmal etwas versteckt in den Einstellungen und heißt manchmal "Stiftung-Warentest-Kriterien" oder so.

 

Außerdem musst du aufpassen, wann der Stromzähler z. B. wg. hohem Strombedarf teurer wird -> https://www.motor-talk.de/.../...ten-messsysteme-beginnt-t6796835.html

 

HTH

 

notting


12.04.2020 14:21    |    Lumpi3000

Bevor ich mir nen Stromtarif aussuche müsste ich natürlich erstmal die Stromversorgung haben. Aber danke für den Hinweis!


12.04.2020 20:20    |    Clio.0815

Legt Euch wenn geht eine 380V / 32A Leitung über den eigenen E Kasten im Keller.

Das reicht für die meisten E Stromer, da über Nacht geladen werden kann.

Nachteil für den Handwerker die Leitung ist etwas grösser im Durchmesser :)

 

Nachteil für die Stromer ... ich sehe da nur eine zeitliche Verschiebung, bis die Folgen der Pandemi nachlassen.

Danach steigen die Verkaufszahlen wieder.

 

@ Homeoffice: mit Kleinkind 6 Jahre tagsüber und konzentriertem arbeiten geht bei mir leider nicht!

Hoffentlich startet bald wieder die Grundschule ... 67% vom netto ist langfristig keine Lösung?


14.04.2020 05:10    |    Schwarzwald4motion

Spontan würde mit der eine oder andere Konkurs eines Händlers einfallen der jetzt noch mehr Probleme bekommt, hingegen eine geringere Fertigungstiefe eines E-Autos vielleicht besser mit den Corona-Maßnahmen klarkommt.

 

Der Spritpreis wird wohl wieder steigen (OPEG einigte sich), ist also eher kein Argument. Hingegen sich eine indirekte Auswirkung der EEG-Neuregelung negativ für E-Autos auswirken könnte. :rolleyes:


14.04.2020 07:54    |    Ascender

Strom verteuert sich aber auch immer mehr, und wird - sollte sich das E-Auto flächendeckend umsetzen - noch viel teurer werden. Das wird dann auch die privaten Haushalte treffen.


14.04.2020 09:38    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Ascender schrieb am 14. April 2020 um 07:54:45 Uhr:

Strom verteuert sich aber auch immer mehr...

Die Investitionen in die Erzeugersysteme kosten, bei den AKW's wurde noch der Steuerzahler geplündert.

Die Gefahr ist aber riesig das es wieder eine Lobbyveranstaltung* wird, denn eigentlich ist Erneuerbarer Strom im Betrieb extrem günstig. :cool:

Hat jetzt nur indirekt was mit Corona zu tun, aber deshalb nicht weniger Dramatisch :rolleyes:.

Jetzt und in den kommenden Umbruchszeiten können ganz bequem an der Öffentlichkeit vorbei Grundsatzstrukturen geschaffen werden welche die Vorherrschaft der Konzerne Zementiert :eek:, dazu brauchts dann nicht mal mehr eine Orchestrierte Kampagne...:(

 

*die sind viel mächtiger als die Autolobby war.


14.04.2020 12:36    |    SUV-Fahrer

Zitat:

@Ascender schrieb am 14. April 2020 um 07:54:45 Uhr:

Strom verteuert sich aber auch immer mehr, und wird - sollte sich das E-Auto flächendeckend umsetzen - noch viel teurer werden. Das wird dann auch die privaten Haushalte treffen.

Sehr unwahrscheinlich. Umso teurer Strom wird, umso schneller amortisieren sich PV-Inselanlagen für den privaten Haushalt.

 

Lediglich die Einspeisung ins Stromnetz rentiert sich für Neuanlagen nicht mehr. Die 40 ct/kWh, die ich für die Einspeisung bekomme, gibt es heute leider nicht mehr…

 

Gruß,

SUV-Fahrer


14.04.2020 12:47    |    DonC

Sitzt ja jeder während des Tages zu Hause, damit er sein Auto laden kann....

 

Die meisten, die sich ein E-Auto leisten können, arbeiten unter Tags an einem anderen Ort und abends lädt sich da nicht mehr viel - also Zwischenpuffer, der sehr teuer ist und verschleißt und zudem Wärmeverluste aufweist, installieren?


Deine Antwort auf "Corona eher gut oder schlecht für den E-Auto-Anteil?"