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veni vidi vega

Mit einem Fiesta fing alles an, seitdem habe ich alle möglichen Autos sämtlicher Typen hier behandelt.

20.05.2017 14:35    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: Der Scénic

Nehmt es ernst, Leute!Nehmt es ernst, Leute!

Kaum zu glauben, aber es ist wirklich schon ein halbes Jahr her, dass ein Renault vor der Tür stand. Zeit genug, die gemeinsame Zeit ein erstes Mal auszuwerten.

Da frage ich mich genau zwei Dinge: Ist ein Renault ein Fortbewegunsmittel, dass premiumverwöhnten Germanen auch als Gebrauchtwagen zuverlässig dient? Und macht es Sinn, einen Pampersbomber zu fahren, obwohl man ihn nicht braucht?

 

Zu 1.:

Als ich das Auto übernahm, war ich ja erst nicht so begeistert. Die ZV der Fahrertür war defekt, die Fangbänder knarren und im Innenraum löst sich Softlack. Für den Pflegezustand und die Dellen konnte der Wagen ja nichts. Hinzugekommen ist auch nicht wirklich mehr.

Die Bremsen sind in der zweiten Jahreshälfte fällig, der Zahnriemen auch, das ist eben Verschleiß. Ansonsten zeigt sich die Mechanik wohltuend standfest. Die Schlösser scheinen aber ein Schwackpunkt zu sein: Kurz nachdem 400 Euro in der Fahrertür versenkt wurden, knarrt es beim Schließen manchmal aus der Beifahrertür. Ich ahne nichts Gutes.

Dass es hier und da mal scheppert - geschenkt. Geschenkt war das Auto zwar beim Neukauf auch nicht, aber Premiumpreise hat Renault anno 2011 nicht verlangt.

Die Elektronik ist nicht immer einfach, so fiel einmal das komplette Licht aus, ein Aus- und Wiedereinschalten (war auf Automatik) half allerdings. Der Gurtwarner ist nervtötend, denn ständig heißt es, ein Gurt wäre angelegt, obwohl die hinteren Gurte von mir noch nie benutzt wurden und allesamt aufgerollt sind. Fahre ich flott um eine Kurve, eskaliert der Warner, dass ein Gurt gelöst wurde. Klicke ich die Meldung weg, sind zwei Passagiere hinten angeschnallt. Verdammt, ich sollte wirklich aufhören, mit dem Ouija-Brett Unfug zu treiben.

 

zu 2.:

Ja, ein Kombi hätte es auch getan. Aber der Renault war eben da und kam mir gerade recht, auch wenn kleiner Benziner und hohe Karosse im Außendienst eine gruselige Verbindung sind.

Als U25m bin ich auch nicht gerade die Zielgruppe, dennoch schätze ich ihn mittlerweile. Sportlich fährt er nicht, aber dank Dynamique-Ausstattung geht er gut durch die Kurven. Ich muss auch gestehen, das nächste Auto wird mindestens ein Kombi. Hat man den Platz (und der Kofferraum im Scénic ist wirklich anständig!) zur Verfügung, nutzt man ihn auch irgendwie, und dann hat man das Problem, dass man darauf nicht mehr verzichten möchte. Schließlich ginge auch eine Waschmaschine problemlos rein. Da sind wir mal beim Thema, ich muss mir dringendst einen Anschluss legen lassen. Seit ich im Minivan beim Waschsalon vorfahre, begehren mich die meist alleinerziehenden Frauen dort gefühlt dreimal so schlimm.

Und wenn ich bremse, um kinderbewagten Damen den Vortritt zu gewähren, haben die meisten mich glücklicherweise erfreut angelächelt, doch seit ich das mit einem Pampersbomber tue, schauen sie so, als werde ich mit ihrem Nachwuchs auf ein gemeinsames Abendessen eingeladen. Wenn die wüssten, wie sehr mich Kindergeschrei in den Wahnsinn treibt. Ich bin (und bleibe lieber) leidenschaftlicher Onkel. ;)

Nur eins treibt mich ähnlich zur Weißglut: Der Wendekreis. Ich will nicht wissen, wozu ich fähig bin, wenn ich dieses Auto auf engstem Raum drehen muss UND hinten ein Baby schreit. Ich brauche allein von der Vorstellung etwas gegen Kopfschmerzen.

 

Tja, ich schweife ab. Wie fasse ich das jetzt kurz zusammen? Ah, richtig. Wer eine Familie oder ein sperriges Hobby hat und für zivile Preise ein Auto sucht, dass einfach, robust und abwaschbar ist, dem kann ich den Scénic nach wie vor empfehlen. Man sollte nur nicht an der Wartung sparen, dann sollte er sich in der Zuverlässigkeit irgendwo zwischen Toyota Verso und VW Touran befinden.

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05.02.2017 16:57    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Der Scénic

Servus,

 

der letzte Stand war ja, dass ich einen Astra wollte - oder einen Dienstwagen. Gemäß meinem Status in der Firma als Neuling wollte man mir aus Rücksicht auf die Kollegen dann doch nicht gleich eine C-Klasse geben, weshalb der Chef den von mir favorisierten Astra mit Vollausstattung als Dienstwagen beschaffen würde. Nur ist es im Vertrieb aber so, dass man ja recht schnell fliegt, wenn man die Umsatzziele nicht schafft. Will heißen: Den Dienst-Astra gibts, wenn ich im ersten Jahr ungefähr im Bereich der Zielvorstellung abschließe. Außerdem hätte ich dann schon Erfahrungswerte, wie viele Kilometer ich im Jahr tatsächlich absolviere, wo man dann genau schauen kann ob der Dienstwagen oder das subventionierte, beruflich genutzte Privatfahrzeug die bessere Wahl ist.

 

Nun gut, mit dem Fiesta ging es so nicht weiter, und das Poolfahrzeug V-Klasse wird anderweitig benötigt. Ich brauche also ein Auto, dass im Vertreterberuf für ein Jahr eine vernünftige Figur macht.

 

Lange Rede, kurzer Sinn, bei mir steht jetzt ein Renault Scenic vor der Tür. Mit dem Basisbenziner...

 

Sicherlich fragt man sich jetzt, warum um alles in der Welt ich ausgerechnet diesen für das Fahrprofil ungeeigneten Motor nutze. Das Auto war in der Anschaffung mit dem Motor natürlich günstig, zumal der Wagen ziemlich verbeult und verkratzt (und völlig verdreckt) ist, was den EK-Preis spürbar senkt. Das Scheckheft ist lückenlos durchgestempelt, das ist bei einem Renault für mich wiederum Pflicht. Bei korrekter Wartung halten auch Franzosen gut durch.

 

Da sind wir auch beim Thema: Der 1,6er-Sauger, der seit 1999 im Scénic I verwendet wird, ist absolut ausgereift und kann kaum kaputt gehen. Zwar verblase ich bei meinem Fahrprofil jede Menge Kraftstoff im Vergleich zu einem dci, aber eine teure Reparatur am Turbo oder DPF kann das Auto schnell zum Verlustgeschäft machen - hier habe ich die ganz sichere Variante gewählt.

 

Ein Renault hat auch einen höheren Wertverlust als ein deutsches Produkt, weshalb die relativ hohe Laufleistung in diesem Jahr nicht ganz so schwer wiegt. Durch die Langstrecke sollte auch der Verschleiß eher gering ausfallen, zumal ich mich auch regional besser aufstellen möchte und ein Gros der Strecken im Bereich bis 150 KM einfach bleiben soll.

 

Ich habe das Auto in schlechtem optischen Zustand übernommen und werde es auch so wieder abgeben - wer einen dann sieben Jahre alten Scénic kauft, will etwas Praktisches zum vernünftigen Preis und dürfte sich an den Makeln nicht so sehr stören. Lediglich an der Sauberkeit mache ich etwas, denn das Auto ist für den Vertriebler auch irgendwo eine Visitenkarte. Leider war selbst teurer Polsterschaum im Innenraum machtlos, weshalb ich wohl zum Aufbereiter muss. In die Werkstatt musste ich auch, denn die Verriegelung der Fahrertür ging nicht mehr, ich musste zum Notschlüssel greifen. Wäre es der Stellmotor gewesen, hätte ich schnell selbst getauscht, doch es stellte sich heraus, dass das Türschloss defekt war. Kostenpunkt in der freien Werkstatt: 400 Euro, also auf VW-Golf-Niveau. Die Qualität bietet schon Anlass zur Kritik, aber an Stellen, wo es nicht allzu dramatisch ist. Es ist halt ein Renault.

 

Wie sich das Auto so fährt könnt ihr im Testbericht nachlesen. Um es kurz zu machen: Wer mit den Eigenarten dieses Modells zurecht kommt, hat hier ein ziemlich gutes Auto für das Geld. Ich bin mal gespannt, ob er das Jahr defektfrei übersteht. Wenn ja, dann würde ich Renault bei zukünftigen Anschaffungen durchaus einmal berücksichtigen.

 

Sollte ich nach dem ersten Jahr doch auf einen anderen Beruf wechseln, ist dann vielleicht so ein Scénic gar kein schlechtes Auto. Ich finde das 2013er Facelift optisch nicht schlecht, dazu dann eine frische Farbe, denn ich persönlich würde mir nie einen eher expressiven Renault kaufen, um ihn dann mit typisch deutschem Mausgrau zu verschandeln. Der Fiesta ist übrigens noch in meinem Besitz. Er wird demnächst abgemeldet und weggestellt, da er TÜV hat, wird er mal über KZK bewegt. Denn ich weiß noch nicht so ganz, ob der innerhalb der Familie weitergereicht wird oder ob es für mich finanziell noch einmal eng wird, dann ist man froh, so einen Kleinwagen zu haben.

 

Der Audi ist übrigens endgültig kaputt, der Motor hat den Geist aufgegeben (Kolbenfresser). Ein ziemlich preiswert aufgetriebener Neuer ist zwar da, aber ich habe nie die Zeit dazu, das in Angriff zu nehmen. Nächsten Monat muss er zum TÜV, und das könnte dann das Ende für ihn sein. Vielleicht ist es besser so.

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