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veni vidi vega

Mit einem Fiesta fing alles an, seitdem habe ich alle möglichen Autos sämtlicher Typen hier behandelt.

24.08.2015 00:00    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: Der Audi

Weiter geht es mit dem Audi - auch wenn ich zurzeit erstmal nicht mehr Auto fahren kann, heißt das ja nicht, dass ich nicht weiter basteln kann.

Schon länger ist es her, dass das Lenkgetriebe getauscht wurde. Die Aktion dauerte sieben (!) Stunden, das Teil war unter anderem auch fest mit der Karosserie verschraubt. Wer baut denn sowas?

Da kam dann auch gleich raus, dass der Lenkungsdämper höchstens noch die Fahrfreude dämpft... gut, wer weiß, wo da welche Schraube versteckt ist, macht das in einer halben Stunde.

 

Ultraseltene Teile (Clip vom Plastikrahmen um die Scheinwerfer) oder schweineteure Dinge (Fahrertürdichtung neu) bekam ich preiswert über Kontakte und wurden auch schnell noch getauscht.

 

Am Wichtigsten ist aber die neue Innenausstattung. Ja, die passt nicht so ganz. Der Farbkontrast fällt auf, keine Frage. Allerdings ist braun/blau zwar grenzwertig, geht aber noch... zumal die Karre ja eh außen Rot ist und das schon vorher leicht absurd aussah.

 

 

Der Umbau war die reinste Katastrophe. Das alte Zeugs raus war ein Kinderspiel, aber die neuen Sitze wollen einfach nicht in den Schienen einrasten. Vier Stunden später und nach einigen Schnitten und Quetschungen war aber auch dieses Werk vollbracht. Nie wieder! Das wäre auf jeden Fall etwas, wofür ich besser einen erfahrenen Schrauber hinzugezogen hätte. Die Verstellungen gehen alle verflucht schwer, aber mit etwas Fett sollte sich das noch beheben lassen.

 

 

Das Gestühl entstammt dem Audi 90, hat daher auch einen hochwertigeren Veloursstoff als im Audi 80 üblich, die Rückbank hat auch eine Armlehne (sehr selten, sonst nur im Topmodell Audi 80 CD). Ebenso gibt es die Sitzhöhenverstellung (na ja, die Sitzfläche wird gekippt), die mein Sportsitz auch hatte. Leider, wirklich leider, ist es wider Erwarten doch kein Sportsitz. Der Komfort stimmt aber dennoch, nur der Seitenhalt ist perdu,

 

Zwar hätte ich den Sportsitz auch aufpolstern lassen können, aber wirtschaftliche Überlegungen sprachen dagegen:

 

a) Der Stoff aller Sitze inkl. Rückbank ist verblichen, Ersatz kostet mehrere hundert Euro.

b) Die Gestelle sind verschlissen, ob das bei einem Unfall hält?

c) Sattler sind auch nicht billig.

 

So gesehen war der Einbau einer noch sehr guten "fremden" Ausstattung noch am Sinnvollsten.

 

Leider bleiben auf technischer Seite noch genug Baustellen, sodass mir der Gesprächsstoff wohl nie ausgehen wird.

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12.08.2015 14:09    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Der Fiesta

Nachdem der Fiesta hier in der Versenkung verschwand, ist es nun an der Zeit, zu resümieren, was dieses Jahr war.

 

Der Fiesta legte dieses Jahr sogar weniger Kilometer als der Audi zurück - bedingt durch lange Standzeiten.

 

 

Das Unglück nahm im April seinen Lauf: Beim Wechsel auf Alus (vom MK5 Sport) verwendete ich falsche Radmuttern, beim Losfahren krachte das Auto runter auf die Ölwanne, weil die Felge vorne links sich aus dem Staub machte.

Die Felgen hatten dann zu allem Übel keine eingestanzte KBA-Nummer, es war quasi unmöglich die richtigen Muttern zu finden - die, die für den MK5-Fiesta gedacht waren, passen bei meinem MK7 nicht. Ford-Vetragspartner konnten mir nicht helfen, das ganze Theater ging zwei Monate, ehe ich mich für Felgen von Borbet entschieden habe.

 

 

So lange stand der Fiesta auf Winterreifen, und damit wollte ich bei den diesjährigen warmen Temperaturen nicht fahren. Ich hatte ja zwischenzeitlich auch den Carisma und am Audi hatte ich auch gut zu tun. Der Fiesta bekam einen Ölwechsel, ich habe mich für ein Ford 5W-30 entschieden, welches eine deutlich höhere Spezifikation hat als das eigentlich zu verwendende Öl.

Meine Erfahrung ist, dass der Wagen leiser und geschmeidiger läuft, aber vielleicht ist dies auch Einbildung oder Placebo. Schaden kann es aber nicht.

Verbraucht hat der Fiesta in ca. einem Jahr so gut wie keinen Tropfen. Defekte waren auch Fehlanzeige. Lediglich ein Klappern störte, ich vermutete, es war die Hutablage.

 

Als ich Anfang Juli auf die neuen Felgen umrüstete, schien alles in bester Ordnung zu sein. Nur ein seltsames Schleifgeräusch irritierte. Bei Inspektion des gesamten Fahrzeuges kam heraus, dass das rechte Hinterrad deutlich weiter heraus stand als das Linke.

Alle Felgen hatten die gleiche Einpresstiefe, montiert war alles korrekt. Eine Inspektion auf der Bühne zeigte allerdings, was passiert war:

 

 

Die Hinterachsbuchsen haben sich nahezu aufgelöst, die Hinterachse verlor ihre Führung und schlug lose hin und her (das war das Klappern in Kurven und auf Unebenheiten) und die Aufhängung und der Achskörper an sich haben sich durch die Krafteinwirkung verzogen.

 

Probleme mit der Teilebeschaffung und böse Überraschungen (bei ausgebauter Achse sieht man den Schnittkantenrost umso besser, allgemein ist der Rost langsam nicht mehr feierlich) verdarben mir den Spaß am Fiesta dieses Jahr nachhaltig.

 

 

Ansonsten muss ich aber sagen, dass ich meine Begeisterung für das Fahrzeug wieder entdeckt habe: Viel Audi fahren war angesagt, da der Fiesta ja nun oft stand und nur einmal die Woche für eine mittlere Strecke mit Winterreifen gefahren wurde, dann stand er im Zuge der Hinterachsreparatur ganze sechs Wochen völlig. Ich habe hier mal Bilder der linken Buchse - die rechte hatte sich regelrecht eingebrannt und musste mit dem Hammer von der Achse abgeschlagen werden, dabei zerbrach sie.

Wenn man im Internet nachsieht gibt es sowohl hier als auch im Fiestaforum ähnliche Erfahrungen (Klappern, Rad steht raus, Reifen verschleißen). Eigentlich ein Unding, wenn nach 33 TKM die Buchsen so aussehen. Qualität sieht anders aus.

 

 

Nach Ende der Reparatur bin ich in zwei Wochen immerhin wieder 700 Kilometer gefahren. Und da weiß ich wieder, warum ich Fiesta mal gekauft habe.

Zwischenzeitlich war ich ja im Zweifel, denn gerade auch bei der U25 fahren sie deutlich größere, schnellere, komfortablere und nicht mal im Unterhalt teurere Autos. Warum dann also Fiesta fahren?

 

Nach vielen Kilometern Audi lernte ich die Stärken des Fiesta erneut kennen - sehr handliche Fahreigenschaften, geringer Verbrauch, ansprechender Federungs- und Geräuschkomfort. Und so bin ich wieder zufrieden mit dem, was ich habe.

Nur mit dem Rost muss ich mir etwas einfallen lassen - da ich nach einem Unfall aber erstmal bis auf Weiteres kein Auto mehr fahren kann, wird dies wohl auch noch etwas dauern - und der Fiesta wieder stehen...

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