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veni vidi vega

Mit einem Fiesta fing alles an, seitdem habe ich alle möglichen Autos sämtlicher Typen hier behandelt.

05.04.2016 16:06    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (14)

Ich nutze die anstehende Nachtschicht mal, um bei einem schönen kühlen Malzbier ausgeruht vor dem offenen Fenster das schöne Wetter zu genießen und dabei munter auf der Tastatur zu klimpern.

 

Ich fange mal mit dem BMW an: Der ging für ein - im Vergleich zum von mir bezahlten Kaufpreis - Handgeld an einen befreundeten Bastler weg, der den Wagen dann weiterverkaufte. Allerdings gelang das nicht so, wie er dachte. Zwar bereitete er den Wagen professionell auf und lackierte auch die schwarze Frontblende in Wagenfarbe (das sähe wohl nach Bastelfahrzeug aus) und nach dem Tausch der Wasserpumpe war der Wagen auch wieder vollfahrbereit.

Allerdings brannte die Airbagleuchte nicht einfach nur wegen irgendeines Kabels. Er hatte den Fehlerspeicher auslesen lassen, was bei BMW satte 75 Euro kostete. Das Ergebnis: Beide Airbags defekt! Beide! Da er grundsätzlich keine Fahrzeuge mit defekten Sicherheitseinrichtungen verkauft, musste er in den sauren Apfel beißen und gab den BMW ebenfalls mit - wenn auch geringem - Verlust ab. Er bringt wohl einfach kein Glück.

 

Gehen wir mal zum Audi: Den habe ich, da Defekte ausbleiben, munter weiter benutzt. Da der Fiesta Ärger mit dem TÜV hatte, war das auch nötig. Eines Morgens stellte ich fest, dass der Motor nach dem Start lauter als sonst klackert. Ich kontrollierte den Ölstand, der Messstab war fast trocken. So schnell ist mir lange nicht mehr so viel Farbe aus dem Gesicht gewichen, denn bei der letzten Kontrolle eine Woche zuvor war noch die Hälfte drin. Im Nachhinein gibt's nur eine Erklärung: Da war einfach fälschlicherweise ein Ölfilm auf dem Stab, da der relativ biegsame Ölstab beim Audi wie sonstwas schmiert. Ich habe sofort auf Maximum gefüllt, der Motor lief fortan wieder etwas geräuscharmer. Das war Rettung in letzter Sekunde, denn wenn erst einmal die Lampe im Instrument brennt, ist die letzte Messe leider oft schon gesungen. Da der Wagen läuft wie vorher auch, gehe ich davon aus, dass der Öldruck noch ausreichen war. Die Öldruckleuchte geht beim Start korrekt an und aus, der Sensor sollte also funktionieren, es war spät, aber noch nicht zu spät. So ganz geschmiert lief es zumindest motorseitig nicht beim Audi. Beim Ford an anderer Stelle nicht.

 

Was war denn nun mit dem Fiesta? Beim Check vor dem TÜV hatte ich mit wenig Problemen gerechnet, aber am Ende stand folgende, immerhin recht übersichtliche Liste:

 

1) Bremssättel hängen, Scheiben haben deutliche Hitzespuren, sind wohl fast verglüht

2) Flexrohr lose

3) Felge vorne rechts defekt

4) Koppelstangen ausgeschlagen

 

Ersteres war natürlich sehr bitter. Der Wagen fiel (mit Wartezeit auf die Teile) eine Woche aus. Nachdem die Mängel behoben waren, war die Plakette reine Formsache. Doch zwei Wochen später fing es beim Überfahren von Unebenheiten heftig an zu knacken. Nicht so ein leichtes, dumpfes Poltern wie bei den Koppelstangen. Pfusch bei der Reparatur durch den befreundeten Mechaniker konnte ich also ausschließen, das war was Neues.

Ich fuhr vorsichtig weiter, doch plötzlich ging der Wagen in einer Kurve geradeaus und ich konnte ihn nur mit Glück und einer provozierten Lastwechselreaktion vor dem Einschlag in die Leitplanke retten. Danach fuhr er wieder normal, bis auf das Klappern. Da mein Kumpel keine Zeit hatte, ging der Wagen in eine Fachwerkstatt, dort wurde festgestellt, dass sich die Lenkstange gelöst hatte und außerdem die Spur verstellt ist. Wohl eine Spätfolge des Schlaglochs, das mir auch die Felge verbog. Hätte das beim TÜV nicht auffallen können? Andererseits: Das Scheppern begann erst einige Kilometer danach..

Ausfallzeit: Erneut eine Woche, da der Termin nicht von heute auf morgen zu bekommen war. Immerhin vertrat ihn der Audi ausfallfrei... bis auf eine Scheibenwaschdüse. So ganz auf Defekte verzichten kann er wohl nicht, aber immerhin ist sein Motor wieder gut geschmiert.

 

Nachdem ich das Fiasko repariert wieder abholen konnte, machte ich mich als Nächstes an eine gründliche Aufbereitung. Er sah übel aus. Durch das aus den Hohlräumen auslaufende Fett zog er Dreck magisch an und hielt ihn fest. Auch innen habe ich den langen Winter über nichts gemacht, es lohnte sich sowieso nicht, der Schnee und Matsch kam ja immer wieder. Hinzu kam, dass hinten ein Hund mitfuhr. Ein Alptraum, dem ich nie zugestimmt hätte. Da das allerdings ohne mich entschieden und durchgeführt wurde (Schwiegermonster lässt grüßen, das eigene Auto war ihr zu schade) war der Drops dann schon gelutscht und ich konnte zusehen, wie ich das verhaarte Auto reinige, zumal auf die Rückbank uriniert wurde. Warum wurde da keine Decke benutzt?.. Die zerbissene Hutablage muss ich langsam mal ersetzen, aber auf Ebay ist bislang keine Gute im Angebot.

 

Der Kofferraum war die letzte Müllkippe, es sah aus, als ob ich in dem Wagen gelebt hätte. Überall Dreck, Schnipsel, Müll, leere und auch nicht leere Flaschen. Ich habe gesaugt, geschrubbt, und entrümpelt.

 

Nach der Vorwäsche von Hand habe ich dem Fiesta die Super-Mega-Hyper-Diamant-Platin-Wäsche gegönnt. Ich war dennoch nicht zufrieden. Ich habe daher zum Leder gegriffen und den Wagen von Hand in drei Stunden erneut gereinigt und vollständig poliert.

Mir fällt da immer der Satz aus dem Film "The Transporter" ein. So wie ein Mann sein Auto behandelt, so behandelt er auch sich selbst. Da ist etwas dran. Ich war im Anschluss beim Friseur und habe mir ein neues Trainigsgerät besort...

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