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veni vidi vega

Mit einem Fiesta fing alles an, seitdem habe ich alle möglichen Autos sämtlicher Typen hier behandelt.

31.01.2015 11:51    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: Chevrolet, Vega, VEGA Motors

Nun ausnahmsweise mal ein Gefährt, das es hierzulande nicht gibt.

Wer trotzdem weiterliest, erfährt etwas über einen innovativen amerikanischen Kleinwagen (subcompact) - es lohnt sich.

 

Und nein, ich heiße nicht Vincent im RL. Auch bin ich kein Fan des Chevrolet Vega, des Facel Vega oder von Suzanne Vega. Ich schaue einfach nur gerne Pulp Fiction ;)

 

Gerne hätte ich den Artikel früher veröffentlicht, aber ständig stürzte MT ab, wenn ich alles abgesendet habe und die Wiederherstellung funktionierte nicht. Und so brauchte ich erst wieder ein, zwei Tage, bis ich Lust hatte, nach dem driten Mal habe ich auf Word vorgetippt, und siehe da, beim vierten Absturz war das sehr hilfreich. :D

 

Ende der 60er waren Fahrzeuge mit Schrägheck in Europa supermodern. Auch die Amis bekamen das mit und dachten sich, ein eigenes Produkt, welches japanische und europäische Subcompacts gezielt abwehrt, wäre angebracht.

 

Pontiac und Chevrolet hatten Konzepte, die jedoch verworfen wurden, stattdessen hatte es ein souveränes Team im Konzern entwickelt. Also eben keine Einzelmarke, die das Gefährt den anderen mittels badge-engineering unterjubelt, wie sonst üblich.

Neben einem dreitürigen Fließheck gab es auch einen ebenso nur dreitürigen Kombi und eine zweitürige Limousine. Ein "panel van", ähnlich der holländischen "bestelwagen" gesellte sich dazu.

 

Im Handling sahen die amerikanischen Sofaautos ziemlich blass gegen die Importe aus, weshalb der Vega mit straffer Federung, guter Gewichtsverteilung und tiefem Schwerpunkt hier besonders punkten sollte. In der Tat waren die Fahreigenschaften gar nicht übel für einen einfach gestrickten Ami dieser Zeit.

 

Der 2,3-Liter-Motor zielte ebenfalls gegen die moderne Konkurrenz und bestand aus Alu und hatte eine obenliegende Nockenwelle, für amerikanische Verhältnisse also ziemlich fortschrittlich. Es gab sogar eine Cosworth-Variante mit Vierventil-Zylinderkopf, wie später die Mercedes 190!

Bei der Konstruktion achtete man in mehreren Punkten darauf, das Fahrzeug für den vertikalen Transport mit der Front nach unten zu konzipieren ("vert-a-pack"). So konnten deutlich mehr Fahrzeuge beim Schienentransport verfrachtet werden.

Eine im-Tank-Benzinpumpe, bei Einspritzern später üblich, gab es auch schon. Bis 1973 kamen die Schaltgetriebe übrigens von Opel. Für die beliebte Viergangschaltung sollte zur Gewinnmaximierung Aufpreis verlangt werden können, weshalb man nun ein Dreiganggetriebe brauchte. Opel hatte wider Erwarten sowas aber nicht mehr, weshalb sie erst eine etwickeln mussten, und die Gesamtkosten waren deutlich höher, als wenn man serienmäßig ein Vierganggetriebe eingebaut hätte...

Bei der gesamten Fahrzeugentwicklung ging es so zu, weshalb John Z. DeLorean in seinem Buch der internen Misere um den Vega ein eigenes Kapitel widmete. Angeblich hätte keiner der Ingenieure Lust auf das Auto gehabt.

 

So ist die Konstruktion des Kühlerkreislaufes fehlerhaft, was Motorschäden nach sich zog. Rostschutz war ebenfalls ein Fremdwort. Auch die Verarbeitung war nicht gut, durch interne Streitigkeiten (Entlassungen, etc.) soll sogar die Fertigung sabotiert worden sein.

 

Der von 1970 bis 1977 angebotenen Vega war anfangs ein Verkaufsschlager, doch die Qualitätsprobleme drückten den Absatz ab 1975 so gravierend, dass der Vega keinen Nachfolger erhielt.

Wer sich einen importiert, dürfte Probleme haben, einen zu finden, die meisten sind weggerostet. Ein spätes Modell ab 1976 ist ausgereift und im Vergleich zu Nova oder Caprice nicht teuer und wäre besonders hier in Deutschland ein Auto, dass wirklich niemand einordnen kann.

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18.01.2015 20:41    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (41)    |   Stichworte: 900, 9-3, Saab, VEGA Motors, YS3D

Nachdem die letzte Folge auf wirklich fantastische Resonanz stieß (danke für die vielen Kommentare und guten Bewertungen - das motiviert mich wirklich sehr), dachte ich mir, dass ich nach dem Erfolg des Luxuscoupés nicht gleich wieder mit einer Alltagsgurke ankommen muss.

So gibt's heute immerhin ein Cabriolet eines Premiumherstellers - den es leider nicht mehr gibt.

 

Während die Saab 900 in den 80er Jahren zumindest vom Image her das Standardmobil des intellektuellen Freigeistes waren, so waren die erst 1987 erschienen Cabrios in der damaligen Meinung nicht nur Professoren- , sondern auch Yuppiefahrzeug. Was wohl auch am Preis lag, der den eines BMW 325i Cabriolets locker übertraf und in etwa auf dem Niveau eines offenen W124 lag.

Heute sind die 900er begehrte (und wieder sauteure) Sammlerstücke. Ein Saab Cabriolet, unerreichbar?

 

Nicht ganz, wie wäre es mit dem Nachfolger? Der ab 1993 erhältliche Saab 900-II wurde 1994 auch als Cabrio vorgestellt, welches bei Valmet in Finnland gefertigt wurde. So richtig warm wurde mit ihm niemand. Modern und gefällig sah er aus, doch die Technik stammt überwiegend von GM, davon hauptsächlich vom Opel Vectra A, der zu diesem Zeitpunkt bereits so langsam seinem Produktionsende entgegen blickte. Das schreckte Fans ab, wäre aber nicht so schlimm gewesen, wenn der 900-II nicht so unzuverlässig gewesen wäre. In den ersten Produktionsjahren litt der 900 unter gravierenden Qualitätsmängeln.

Daher begründet sich die noch heute existierende Ablehnung gegen GM, da die Macken des 900-II auf deren Einstieg bei Saab zurückgeführt wurden, ob berechtigt oder unberechtigt. Das Design und die Motoren sind "echt-Saab" und konnten durchaus begeistern. 1996 wurde eine Rekordfahrt gestartet, um die verbesserte Qualität des Pannen-Saab zu demonstrieren, sie verlief sehr erfolgreich.

 

Um dennoch einen Strich nach dem Fehlstart zu vollziehen, wurde 900-II 1998 in 9-3 umbenannt. Auch wenn zahlreiche Teile modernisiert und verbessert wurden, gelang der erhoffte Imagewandel nicht, zumal das Auto äußerlich nahezu unverändert blieb und weiterhin den gleichen internen Code YS3D trug.

Weiterhin sei das Fahrzeug noch immer recht unzuverlässig, der ADAC moniert Turboschäden bei den Dieseln, defekte Keilriemen, Zündspulen, und so weiter. Die Glaubwürdigkeit des ADAC thematisiere ich hier nun nicht weiter. Fakt ist aber, dass man mit einem CLK wohl sorgloser sein dürfte - schlecht ist der 9-3 aber sicherlich nicht.

 

Doch zurück zum Cabrio: Das trägt -ganz klassisch- eine Stoffmütze. Für den Vortrieb kommt für den Saab-Freund eigentlich nur ein Turbo in Frage, obwohl auch die Sauger nicht schlecht sind, doch auf dem Gebiet der Turboaufladung leistete Saab Pionierarbeit und war stets ein Spezialist. Tatsächlich sind die Turbomotoren standfest. Die Verwindungsfestigkeit der Karosserie wurde oft bemängelt, das ändert aber nichts an den Stärken:

Komfortables, wenn auch untersteuerndes Fahrwerk, Platz für vier, luxuriöse Ausstattung, elegantes, aber individuelles Design, Turbomotoren mit reichlich Dampf, gute Sicherheit und ein großer Kofferraum.

Das 9-3 Cabrio bietet somit genau das, was der erste 900 auch bot - wer auf den Charme des Originals verzichten kann oder aufs Geld schaut, der wäre beim Nachfolger eigentlich an der richtigen Adresse.

Ach ja, Geld: Ein Turbo-Cabrio des ersten 9-3 kostete als Neuwagen genausoviel wie ein CLK 230 Kompressor oder ein 328i Cabriolet. Weshalb es aufgrund seiner Schwächen (Untersteuern, schlechte Traktion, starke Verwindung, Saufen unter Vollast) nicht allzu viele Käufer fand.

Objektiv mag es sein, dass der Saab der Konkurrenz hinterherfährt. Dennoch hat diese Marke begeisterte Fans, die jenseits aller Kritik die Vorzüge schätzen. Der User nick_rs hat versucht, eine Erklärung zu geben. Vielleicht für den ein oder anderen lesenswert.

 

Wegen des unrühmlichen Endes der Marke sind die Preise für Saab im Keller. Insbesondere für den ungeliebten YS3D. Ausgerechnet für das Cabrio trifft das aber nicht zu - das kostet locker ein Drittel mehr als eine vergleichbare Limousine. Unter 5000 Euro gibt es nur Grotten, in die investiert werden muss.

Wo wir beim Thema sind: Ersatzteile stellt der bekannte Caterpillar-Konzern (CAT) her, und die Opel-Verwandschaft dürfte sich da auch nicht nachteilig auswirken. Wenn man einen Saab will: Jetzt ist der Zeitpunkt. Dabei muss es nicht immer ein Cabrio sein, aber gerade das ist als komfortables, gut ausgestattetes Reisefahrzeug mit der Extraportion Frischluft eben am reizvollsten.

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13.01.2015 22:29    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: 8er, BMW, E31, VEGA Motors

Heute gibt es wieder eine neue Folge - passend zu Nummer 8 stelle ich heute den BMW 8er vor. Auch der kann als unterschätzter Exot gelten, wenn auch in einer anderen Preisklasse.

 

Seit 1976 gab es bei BMW den erfolgreichen 6er der Baureihe E24. Das ist das Jahr, als der Mercedes den W123 bei den Händlern einführte, ABBA "Dancing Queen" sang und James Hunt Formel-1-Weltmeister wurde. Damals revolutionär: Die "Check Control", die elektronisch auf Knopfdruck sämtliche Fahrzeugfunktionen überprüfte.

Der letzte 6er lief 1989 vom Band. Das ist das Jahr, als Mercedes dem W124 die erste Modellpflege (die mit "Saccobrettern") verpasste, Alain Prost seinen dritten Fahrertitel holte und Modern Talking angesagt war.

Kurzum: Der Nachfolger war überfällig, als der 299 PS starke 850i 1989 erschien!

Die Entwicklung begann 1984. Elektronische Revolution ist dieses Mal eine digitale Datenübertragung über "Multiplex". Was auch immer das sein soll. Aufwendiges Fahrwerk und DSC+T, eine frühe Form des ESP, sind jedoch nicht weniger bedeutende innere Werte. In die Sitze integrierte Gurte waren genauso neu, die rahmenlosen Seitenscheiben fuhren beim Türöffnen ein Stück herunter, beim Schließen wieder ein Stück hoch, um absolut dicht zu sein. Solche Perfektion kannte man sonst nur bei Mercedes.

 

Er war dementsprechend auch stets das teuerste Modell von BMW und basierte technisch teilweise auf dem 7er der Baureihe E32. Seine Konkurrenten waren der C126, später der C140.

Das Äußere fand vor allem aufgrund der flachen Front mit Klappscheinwerfern viel Beachtung.

Er war mit dem Zwölfzylinder (übrigens dem ersten deutschen Nachkriegszwölfzylinder) aus dem BMW 750i ausgestattet - einen V12 hatte Mercedes erst in den 90er Jahren. Der 850i war auf den Betrieb mit Normalbenzin ausgelegt - ein Zugständnis an den US-Markt. Der wohlhabende Käufer konnte sich - ohne Preisunterschied - zwischen Viergangautomatik und Sechsgangschalter entscheiden.

 

Doch der Erfolg blieb aus. Wohl auch, weil die Kundschaft in dieser Klasse mehr Leistung forderte. Also legte BMW 1992 mit dem 850 CSI nach - mit 380 PS konnte man damals noch beeindrucken. Zeitgleich versuchte man, den Einstiegspreis über eine kleinere Motorisierung zu verringern und eine breitere Käuferschicht anzusprechen. Ein Dreiliter-Achtzylinder als 830i sollte es richten, doch der Motor war für das 1,8 Tonnen schwere Luxuscoupé zu schwach. Standesgemäße Leistung muss sein, weshalb ein größerer V8 als BMW 840i im Sommer 1993 nachgelegt wurde - 286 PS waren nah dran an denen des nun 850ci genannten Zwölfers. Dessen Leistung wurde kurz nach der Namensänderung auf 326 PS angehoben.

Kurios: 850i und 850ci wurden eine Zeit lang parallel produziert. Ebenso ist der Namenswechsel nicht mit der Einführung des neuen Motors zeitgleich. Es kann sowohl frühe 850ci mit 299 PS geben als auch späte 850i mit 326... Aber den 326-PS-Motor gab es nur in Verbindung mit einer neuen Fünfgangautomatik.(Quelle: e31.net)

 

In zehn Jahren wurden aller Bemühungen zum Trotz nur ca. 30600 Fahrzeuge produziert. Derzeit sind noch ungefähr 2000 in Deutschland zugelassen.

Das machte es für mich auch schwer, ein Foto aufzunehmen. Entweder stehen sie beim Händler (das sind in der Umgebung nur sehr wenige) oder in Garagen der Besitzer. Geringe Stückzahlen, außergewöhnliches Design und hohe Qualität machen den 8er zum Sammlerstück und lassen die Preise anziehen. Unter 15 000 Euro gibt es nur Exemplare mit Wartungsbedarf oder astronomischen Laufleistungen. Wer ein Schnäppchen sucht, wird beim 8er enttäuscht. Mittlerweile sind es Fahrzeuge zum Wegstellen. Für den Alltag dürfte der 840ci mit spürbar niedrigeren Unterhaltskosten noch am ehesten geeignet sein.

 

Auch wenn es ausnahmsweise kein vergessenes bzw. erfolgloses 08/15-Auto ist, ich hoffe der Artikel hat gefallen. Die Bilder sind vom User Telsch, er hat sie mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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10.01.2015 13:25    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Alupedale, Der Fiesta, Fiesta, Ford, Ghia, Mk7 (JA8)

Herzliche Grüße aus dem stürmigen Norden des Landes - ich hoffe, diese steife Brise ist bald wieder vorbei.

 

Als ich im Oktober mit Marcus am Fiesta schraubte, lautete unsere Meinung zu Alupedalen: "Die tritt man doch sowieso nur mit Füßen". Obgleich RadeonMobility, mu88 und Linux_TDCI sich diese nachgerüstet hatten, für uns war das nichts.

Völlig unerwartet überraschte mich Marcus mit der Aussage, er hätte sich die Pedale zu Weihnachten gegönnt. Da war ich natürlich unter Zugzwang, obgleich ich die Dinger immer noch nutzlos finde. :D

Aber da auch Marcus meinte, das Pedalgefühl sei besser, nahm ich das Geld in die Hand und bestellte bei Dürkop in Braunschweig, wie auch die Einstiegsleisten haben die den besten Preis. Bei European Parts wollen sie glatt 12 Euro mehr.

Ein Anlass war auch schnell gefunden: Im Januar 2009, vor sechs Jahren, lief mein Fiesta vom Band. Die Pedale wurden meiner Chantal also zum Geburtstag geschenkt.

Das Kassengestell wandelt sich immer mehr zum kleinen Luxus-Flitzer. :)

 

Über den Einbau berichte ich nicht so viel, da dies die anderen Fiestablogs bereits taten. Es war aber ganz schön fummelig. Ist aber auch für Grobmotoriker machbar, sonst hätte ich sie ja nicht drauf bekommen :D

 

Nur: Ich horte überall Teile. Die alten Pedalgummis will ich nicht wegwerfen, die sind doch noch gut. So türmen sich da nun alte Innenleuchte, Polyurethanschaltknüppel und diverse andere ausgebaute Dinge. Ich muss irgendwann mal alles bei Ebay einstellen - aber wer kauft sowas?

 

Wer die Bilder aus dem Harz aufmerksam betrachet hat, wird feststellen, dass ich mittlerweile ein Ghia-Logo dran habe. Durch die vielen Umbauten und Nachrüstungen ist der Fiesta fast ein kleiner Luxuswagen und hat sich das Wappen verdient. Als Motivation für den Harzausflug pappte ich das Decal also dran.

Doch es wurde Opfer von Vandalismus, auf der Beifahrerseite (Bürgersteigseite) wurde es abgehebelt.

 

Scheinbar ein Fiesta-Kenner, der den Etikettenschwindel so nicht durchgehen lassen wollte. :D

 

Eigentlich wollte ich ja als neueste Modifikation einen kostengünstigen Do-it-yourself-Umbau ganz im Sinne des Blogtitels vorstellen, allerdings war die Idee nicht ganz ausgegoren und bedarf einiger Nachbesserung. Ich rechne mit dem nächsten Fiesta-Artikel anfang Februar, da ich die nächsten Wochen so gut wie gar keine Zeit habe.

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07.01.2015 22:46    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: VEGA Motors

Bis die Reihe weitergeht, werden noch einige Tage (oder Wochen?) vergehen. Ich möchte euch die Wartezeit aber ein wenig verkürzen.

 

Zuerst habe ich ein Angebot an alle Mitglieder von Motor-Talk! Ich bringe euer Auto in meinem Blog!

Wer von euch einen Exoten fährt, kann ihn bei mir seine angemessene Würdigung bekommen lassen. Ich brauche einfach nur ein Foto von vorne und hinten, wer mag kann auf den Innenraum mit senden.

Ihr könnt den Artikel in Abstimmung mit mir verfassen und eure persönlichen Eindrücke vom Auto wiedergeben, oder ich lasse euch anonym und präsentiere das Auto wie alle anderen auch.

Da wäre zum Beispiel Halbes Hähnchen mit seinem Lancia Y. Oder Burny92 mit seinem wunderschönen Rover 75 - ein kommender Klassiker.

Auch neue Autos sind nicht ausgeschlossen, wer einen Peugeot RCZ oder BMW i3 fährt, ist gerne gesehen. Einfach per PN anschreiben, und ich werde sehen, dass ich euren Wagen würdig darstelle.

Bei manchen wird es sicherlich schwer sein, zu urteilen, ob es ein seltenes Fahrzeug ist, das auch in mein Raster passt. Aber ich bin erst einmal für alles offen.

 

Zum Zweiten - eben als Lückenfüller - ein Tribut an den Schrottplatz von MrMinuteMan, der von ToledoDriver82 und futura03 mitgeschrieben wird.

Hier gibt es nicht nur Schrott zu sehen, in den Kommentaren werden Bilder von kommenden Youngtimern im Alltag gezeigt (sofern sie es nicht schon sind). Sie sind allesamt kein Kandidat für VEGA Motors, da sie keine beachtenswerten Exoten sind. Doch auch sie werden bald aussterben.

Insbesondere Fahrzeuge mit dem alten DIN-Kennzeichen (Erstbesitz-Alarm) sind Highlight und haben Extrabonus.

 

Im Blog gehen sie aber unter, täglich gibt es 100 neue Kommentare. VEGA Motors Spezial gibt diesen Fahrzeugen eine Heimat. Alles, was mir begegnete, und in das Schrottplatz-Schema fällt, landet im Spezialblog.

 

Ein 190E 2.6 in gutem Zustand - und dann die Erstserie! Der Nachfolger im W202 präsentiert sich in seltenem Braun mit rotem Interieur. Geschmacklich streitbar, aber Kult!

Der E36 - noch Alltag. Aber in Weiß so selten, dass er mit dazu gehört.

Kleine Franzosen aus pflegender Ersthand - so etwas stirbt aus. Die Meisten von ihnen sind bereits auf dem Schrott oder auf bestem Wege dahin.

Der alte Suzuki Swift ist ebenfalls nicht mehr oft anzutreffen. Aber ein Subaru Justy (dasselbe mit Allrad)? Ein Glücksfall!

Sämtliche Bilder entstanden im Herbst in Sankt Augustin (bei Bonn).

 

Mein "Lager" ist noch gut gefüllt für weitere Spezialfolgen. Wenn der Wunsch besteht, wird mehr davon kommen und den "Schrottplatz" hoffentlich würdig ergänzen.

 

Viel Spaß und gute Fahrt, ich freue mich auf eure Zuschriften für die Fortführung meiner Vorstellungen! :)

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04.01.2015 22:06    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: Chrysler, Neon, PL, VEGA Motors

Herzlich willkommen zur (vorerst) letzten Folge. :)

 

Wobei dies eigentlich nur bedeutet, dass ich erst einmal einige Wochen auf Streife gehen muss, um neue Fotos von potenziellen Kandidaten zu sammeln.

Außerdem ist es irgendwie doof, wenn alle paar Tage ein neuer Artikel kommt, da geht langsam Quantität vor Qualität.

 

Dynamix hat gestern einen schönen Artikel zum USA-Fiesta vorgestellt. Da revanchiere ich mich gerne und präsentiere nun einen Ami. :)

Der heutige Kandidat ist allerdings alles andere als ein V8-blubberndes Kingsize-Monster. Vielleicht hinterlässt er uns ja seine Meinung zu diesem Euro/Japano-Ami in einem Kommentar. :)

 

Der Neon wurde 1994 von den Chrysler-Marken Dodge und Plymouth vorgestellt, um den dort immer beliebter werdenden japanischen Importen á la Toyota Corolla Einhalt zu gebieten.

Das Fahrzeug der unteren Mittelklasse stand ganz in der eigenen Designlinie mit langem Radstand und weit nach vorne reichender Fahrgastzelle. Ansonsten wurde das Rezept ungeniert kopiert: kürzer als 4 1/2 Meter, Vierzylinder, Frontantrieb, nicht so schaukeliges Fahrwerk, günstige Preise.

Der Neon wurde, obwohl für den Heimatmarkt als Verteidigungsinstrument von Marktanteilen konzipiert, auch als Chrysler exportiert.

Ehrlich gesagt hätte ich aus der Familie lieber über den 300M oder den Vision geschrieben. Aber der Neon parkte am Freitag spontan an meinem Zielort, und so macht er das Rennen.

 

Die erste Generation des Chrysler Neon wurde nur als viertürige Limousine exportiert, der mit dem Facelift eingestellte Zweitürer verließ offiziell nie die USA.

Exportmodelle wurden zwar den europäischen Gewohnheiten entsprechend mit dem kleinsten Motor (2 Liter und immerhin 133 PS, für einen damaligen Ami keine schlechte Ausbeute) und einem Schaltgetriebe versehen, doch die höheren Importpreise, denen zwar mit besserer Aussattung entgegen gewirkt wurde, machten den Neon nicht gerade zum Hit, zumal wegen mieser Zuverlässigkeit bereits 1996 eine umfassende Überarbeitung nötig war. Während nahezu die gesamte Elektrik modifiziert wurde, wurde kurz darauf auch der mickrige 42-Liter-Tank aus Stahl (!) gegen ein 47-Liter-Kunststoffbehältnis getauscht.

 

Im Jahr 1999 kam die zweite Generation auf den Markt, bei der Chrysler an den Schwachstellen des alten Modells getüftelt hat. So wirkt der Neon nicht nur optisch deutlich wertiger, er war es auch durch stark verbesserten Geräuschkomfort (der alte war wirklich kein Leisetreter) und hochwertigere Materialien. Auch am Fahrwerk, welches in der Vorversion eigentlich ganz in Ordnung war, wurde noch einmal Hand angelegt.

Das gestiegene Gewicht versuchte man mit einer kürzeren Übersetzung zu vertuschen, was sich allerdings auf der Autobahn in einem hohen Verbrauch niederschlug. Und das, obwohl der Neon in Europa (anders als in Amerika) kein Stadtauto, sondern durchaus ein Reisefahrzeug war.

Dennoch ließen sich einige Individualisten, denen ein Bora oder Octavia nicht zusagen wollte, besonders nach der Modellpflege auf den Neon ein. Mittlerweile hatte er auch nichts Billiges mehr an sich.

 

Der auf den Fotos zu sehende Neon hat die höherwertige und in Deutschland gern gewählte LX-Ausstatung, die unter anderem Alus, Nebler, Lederlenkrad, ABS mit vier Scheibenbremsen und bessere Sitze beinhaltet. Eine Klima hatte der Neon bereits vor der Modellpflege neben Zentralverriegelung, Airbags und meist auch elektrischen Fenstern serienmäßig in der LE-Version an Bord, für die damalige Zeit beachtlich.

Kurz bevor er 2002 vom deutschen Markt verschwand (in den USA lief er noch bis 2005 und bekam 2003 eine letzte Überarbeitung), erhielt er eine Viergangautomatik. Zuvor mussten Automatikkäufer mit drei (!) Gängen auskommen. So ganz konnte er die amerikanische Rückständigkeit dann doch nicht ablegen.

 

Vor einem Jahr gab es noch fast 2400 Stück von ihm, im Vergleich zu 300M und Vision ist das eine ganze Menge.

Ich persönlich finde den Neon in der zweiten Generation ziemlich ansehnlich und hoffe, dass ein paar Enthusiasten uns das ein oder andere Exemplar der Nachwelt erhalten.

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01.01.2015 21:41    |    VincentVEGA_    |   Stichworte: Sonstiges

AbendstimmungAbendstimmung

Liebe Leser,

 

das Jahr 2014 haben wir mit dem Beginn des heutigen Tage hinter uns gelassen.

Neben Ukraine-Krise, Fußballmärchen und sinkenden Spritpreisen hat jeder seine ganz persönlichen Höhen und Tiefen erlebt.

 

Ich habe die Kommentarfunktion bewusst deaktiviert, da ich das Geschehene einfach so stehen lassen möchte und sich an den abgeschlossenen Kapiteln keine Diskussionen mehr entzünden sollen.

 

Wie verlief mein Jahr 2014 bezogen auf diese Community? Was kann ich euch daraus mit auf den Weg geben?

Ich werde mal chronologisch vorgehen.

 

Ich wurde im März Fahrer des namensgebenden Fiesta und habe meine Begeisterung für dessen Individualisierung entdeckt, und wollte dies mit euch teilen.

Nicht immer werde ich damit euren Geschmack getroffen haben, doch hoffe ich dennoch, meist lesenswerte Artikel zu verfassen.

 

Auch war für Motor Talk das Jahr aufregend. Man erinnere sich an eine gestürzte "Forenlegende". Die Lücke, die hinterlassen wurde, füllte Schlawiner98 mit seinem Blog "Automobile Randerscheinungen". Und somit ist er eine der Personen, die ich hier erwähnen möchte. Er gab mir die Inspiration für VEGA Motors. Wir beide möchten uns nicht mit der verloren gegangenen Hitparade vergleichen - aber führen in lockerer Kooperation das interessante Thema fort.

 

Ich war vorher nie sonderlich präsent auf dieser Plattform, erst durch den Fiesta wurde ich zum aktiven Mitglied.

Wenn ich bedenke, was ich vor sechs Jahren so schrieb ... aber jeder hat seine Jugendsünden. :D

Ich fing mir, ich glaube es war 2010, eine Verwarnung ein, ich hatte mal ein opelfeindliches Gedicht gepostet, welches spaßig gemeint war (ich hatte nie etwas gegen die Marke Opel), aber nicht von jedem so gesehen wurde.

Mittlerweile bin ich aus der spätpubertären Phase herausgewachsen und habe mir dennoch kurz vor Jahresende eine Zweite gefangen. Diese kann ich nicht mit jugendlichem Fehlverständnis von Humor erklären. Ich habe aus der zugrunde liegenden Situation aber gelernt, Dinge ruhiger anzugehen. Lieber einmal mehr überlegen, anstatt einmal zu wenig. Ein zweiter Blick auf eine komplizierte Angelegenheit wirkt manchmal Wunder.

Den Meisten dürften die Umstände näher bekannt sein, ich möchte das Ganze aber im alten Jahr lassen und nicht in das Neue mitnehmen.

Ich freue mich aber, dass sich bei einigen Mitgliedern die Weisheit bewahrheitet, dass nicht alles so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde.

 

In der Tat habe ich auch einige Mitglieder persönlich kennen gelernt.

Da wäre zum Beispiel Profi2010. Ich fragte ihn zu einer Modifikation seines Fiesta. Als ich durchscheinen ließ. dass ich das ebenfalls durchführen möchte, bot er mir sofort Hilfe an.

 

Am letzten sommerlichen Tag des Jahres, es war der 19.10., haben wir gemeinsam an unseren Autos geschraubt, jeder half dem anderen, wie er konnte.

Sogar ein zweites Mal kam es zu einem Treffen, am 16.11. ging er mir erneut zur Hand. Ihm konnte ich dieses Mal nicht wirklich helfen, aber ein gemeinsames Abendessen in einem schönen Restaurant war ihm eine würdige Entlohnung. Das ist, verglichen mit dem Aufwand und unter der Tatsache, dass wir flüchtige Bekannte sind, nicht viel.

Ebenso nahm er sich diesen Tag Zeit, obwohl finale Prüfungen in Kürze anstanden.

 

Wenn ich nicht so weit weg wohnen würde, daraus hätte eine echte reale Freundschaft entstehen können.

Lieber Marcus, solltest du den Weg in die Hauptstadt finden, so steht dir meine Tür stets offen.

 

Der erste Real-Life-Kontakt mit einem MT-Mitglied verlief perfekt. Er ist hilfsbereit, freundlich und ich konnte etwas lernen. Als angehender Mechatroniker kennt er sich schließlich ein wenig auf dem Gebiet aus.

 

Der zweite Kontakt mit einem virtuellen Freund fand schließlich kurz vor Weihnachten statt.

Der User legooldie lud mich zum Kaffee ein, und ich zögerte nach den guten Erfahrungen mit Profi2010 nicht.

Leider hatte ich nicht viel Zeit, nach eineinhalb Stunden musste ich weiter.

Ich bin immernoch begeistert von der Gastfreundschaft, die mir entgegen gebracht wurde. Hier bei MT gibt es Gleichgesinnte, die man auch außerhalb des Forums gerne um sich hätte.

Lieber Dirk, du hattest angekündigt, mir mittelfristig eine Gelegenheit zu geben, mich zu revanchieren. Mein Trabant-Buch liegt für dich bereit.

 

Liebe User, geht 2015 verstärkt auf euch zu. Ich habe es jedenfalls nicht bereut.

Und wenn ein Besuch beim Kommen ausnahmsweise keine Freude macht, dann immerhin beim Gehen. ;)

Nicht immer passt es so gut, wie man zunächst dachte, und auch negative Erfahrungen gehören dazu, aber diese sollte man abhaken und sich deswegen nicht lange grämen. So schnell wie 2014 vorbei ging, so wird mir wieder bewusst, wie kostbar unsere Zeit ist.

Sehen wir also nach vorne, und wenn wir nach hinten sehen, lasst uns die schönen Dinge hervor holen.

 

In diesem Sinne,

alles Gute für das Jahr 2015! :)

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