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veni vidi vega

Mit einem Fiesta fing alles an, seitdem habe ich alle möglichen Autos sämtlicher Typen hier behandelt.

21.10.2019 02:13    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: Benz-Limousinen, Mercedes-Benz, s-klasse, W140, W220

Ein Thema, welches immer wieder hochkommt ist: Statt eines W220 lieber einen W140 kaufen.

Dann dachte ich mir, warum nicht den Selbstversuch machen? Sorry, dass das nur ein Bild in bescheidener Qualität ist, meine Handykamera ist im Eimer.

 

 

Die Kandidaten

 

Sehr früher W220 (1998), nicht die volle Hütte, aber schon sehr gut und auch für eine S-Klasse überdurchschnittlich ausgestattet. Technischer Zustand gut gewartet, Karosserie frisch gemacht. Kurzum: Mein bekanntes Auto.

 

Ebenso sehr früher W140 (1991), auch Langversion zum direkten Vergleich, Ausstattung gut aber nicht überragend. Zustand ähnlich wie beim W220, Karosserie top, technisch vielleicht ein paar kleinere Macken.

 

Karosserie, Platzangebot und Wertigkeit

Wer nicht regelmäßig große Autos bewegt, wird vom 140er quasi "erschlagen". Selbst direkt neben dem W220 zeigt er klar, wer hier das Kanzlerauto ist. Das muss man mögen - oder fährt doch lieber 220. Übersichtlich sind beide, was sie aber insbesondere im Parkhaus trotzdem nicht kleiner macht. Der 91er Benz hat keine Parktronic, sondern noch die elektrischen Peilstäbe - das wirkt heute unfreiwillig komisch, ist aber in der Tat besser als nichts, da die Ausmaße des 140ers definitiv gigantisch sind. Auffallend ist, dass der bislang völlig "unbeandelte" 140er rostFREI ist. Nichts, nada, niente. Mein 220er hingegen musste kürzlich aufwendig vom "Sternenstaub" befreit werden.

 

Im Interieur das Gleiche. Als ich bei einer Probefahrt zum ersten Mal einen W220 fuhr, habe ich gefühlt mein Kapitänspatent gemacht und war beeindruckt von der schieren Größe. Nun setzt der 140er noch mal einen drauf. Insbesondere die Ellenbogenfreiheit wirkt im direkten Vergleich doch nicht mehr so königlich im 220er. Nicht, dass man im Jüngeren wirklich Grund zur Klage hätte... aber das Kathedralenartige des 140ers ist "leider geil". Auch hinten fühlt sich alles "wichtiger" an. Türverkleidungen sind klobig, Materialien eine Spur wertiger, das Tresorgefühl kommt auf. Das lässt der W220 bei allem opulenten Luxus dann doch vermissen.

Der Fahrerplatz wirkt im 140 völlig anders. Die Scheibe steht steil, das Armaturenbrett ist kurz - man fühlt sich wie in die 80er zurück versetzt. Man kann schon fast vom "Oldtimergefühl" sprechen, während der W220 so wirkt, als wäre er erst kürzlich abgelöst worden. Da liegen gefühlt weit, weit mehr als 7 Jahre zwischen den beiden Testwagen. Allein die Sitze - die im 220 kennen "Seitenhalt" nicht wirklich, trotz Multikonturfunktion. Das Gestühl im 140er wippt ständig und man rutscht darauf herum, als wäre das Leder gebohnert.

 

Auch das Design kann unterschiedlicher nicht sein. Im 140er dominiert der alte Stil des Hauses, gern auch als "Taxistil" verspottet. Alles geradlinig, streng und nüchtern. Die "Würfel"-Bedienelemente der Klimaautomatik erinnern mich an meinen C64, und der Wagen hat nicht mal einen digitalen Kilometerzähler (nur die Außentemperatur wird digital angezeigt). Im linken Kreis des Kombiinstruments sind gleich vier Anzeigen: Economy (wie bei BMW), Öldruck, Kühlwassertemperatur und Tankuhr - die Analoguhr sitzt im Drehzahlmesser. Das wirkte damals auf mich ziemlich beeindruckend, meine benzgeprägte kindliche Logik sagte:

1. Je mehr Anzeigen, umso schneller und teurer ist er.

2: Je mehr Schalter auf der Mittelkonsole neben dem Warnblinker, umso mehr Extras hat er.

 

Der "halbdigitale" Tacho im W220 ist eine andere Welt. Eine Sparsamere: Economyanzeige und Öldruckanzeige sind weg - Ersteres macht der Bordcomputer mit, Zweiteres vermisst man. Die Anordnung in Halb- und Viertelkreisen (so ungefähr, der Tacho ist mehr so ein Zweidrittelkreis) wird ja von Traditionalisten übel gescholten und als billig kritisiert, wobei das hier im 220er noch um Welten besser als im W203 oder W168 aussieht, wo es dann nämlich wirklich billig aussieht.

Die Leuchtsegmente und das für damalige Verhältnisse große Display sind erste Indizien der schönen neuen CAN-Bus-Welt.

 

sklassensklassenDas geschwungene Design des Armaturenbrettes ist genauso unpopulär, aber man darf auch nicht vergessen, dass irgendein Modell eben auch mal einen Stilbruch wagen muss. Nach der äußeren Schlankheitskur mit fließenden Formen war es nur konsequent, auch dem Interieur die Schwere zu nehmen. Der Fehler dabei war eben, kräftig an Materialien und Verarbeitung zu sparen. Was nicht mehr schwer und massiv wie zuvor aussieht und dann dazu auch noch knarzt und klappert, fällt in der Konstellation beim Kunden doppelt durch.

 

Tatsächlich ist es aber auch so - an Innenraumverkleidungen wackelt im W140 nichts und Störgeräusche muss man schon mit Grobmotorik provozieren - der W220er stöhnt aus jedem Winkel. Abgegrabbelter Softlack, der Lederstrukturen vortäuscht und nun aussieht wie in einem verranzten Golf IV TDI mit 600.000 auf der Uhr, das passt nicht zum Ruf einer S-Klasse.

Antwort des Herstellers: "Ja, das hält halt auf Dauer Handschweiß nicht aus und das ist völlig normal". Wie bitte? Also jetzt wirklich: Wie bitte? Der Zuziehgriff an der Tür - also dieses kleine Abdeckungsstück darauf - kostet 170 Euro brutto.

 

1:0 für den W140. Das Altbackene muss man mögen, aber die Qualität entscheidet: Der W220 ist hier ein Abstieg.

 

 

Fahreindruck

 

Ich beginne mit dem 220er - in der Erwartung danach zu er"fahren", was den 140er im Vergleich besser macht.

Der Federungskomfort ist gut, die möglichen Kurvengeschwindigkeiten sind sehr hoch. Leider klappert es ständig, was den Fahreindruck auf das Niveau einer besseren C-Klasse W203 degradiert. Mein Popometer sagt: Hydrolagerung des Hilfsrahmens der Hinterachse sind breit. Mein Portemonnaie sagt: Warten, bis die Hinterachse wieder planmäßig überholt werden soll, es sei denn, ich merke etwas am Fahrverhalten.

 

Natürlich musste ich mir die Frage stellen: "Was passiert, wenn das ESP auf Nässe aus ist?". Wer den Wagen quer treiben will, muss auch damit rechnen, dass er genau das dann auch tut, V8 sei dank. Dank des langen Radstandes ist er aber relativ gut zu fangen, auch weil das ESP immer noch Bereitschaftsdienst hat. Das ESP macht nur dann nichts, wenn man stark auf dem Gas bleibt, getreu dem Motto "Ok, dann wird der wohl wissen, was er da macht...".

In der Disziplin Haken schlagen und Bremsen auf nassem Laub wird's aber fies - wer sich darauf einstellt, dass das Heck kommt, wird eiskalt von heftigem Untersteuern überrascht - wieder der lange Radstand, der den Wagen unbeirrt geradeaus schieben lässt, und das ESP greift mit dem Feingefühl eines Nilpferdes ein. Hoffentlich steht dann nichts im Weg.

 

Der W140 überrascht dann tatsächlich im direkten Vergleich. Der Wagen ist leiser, wobei der Motor lauter klingt als im W220. Man hört im W140 nur den Motor, aber das recht gut. Offensichtlich wollten die Entwickler das Gefühl von Souveränität auch am kraftvollen Motorengeräusch vermitteln, das stets präsent ist, aber nie stört.

Der Fahrkomfort ist tatsächlich überlegen, insbesondere Gullideckel merkt man viel weniger. Auch derbe Fugen dringen kaum durch, wo man die Arbeit der Airmatic im 220er doch recht deutlich spürt. Die Seitenneigung ist gar nicht so viel mehr als im 220er, aber doch etwas mehr.

Was aber auffällt - das Einlenkverhalten ist bei Weitem zackiger und die Gasannahme deutlich spontaner. Das Ansprechverhalten von Lenkung und Gas wirkt beim 220 künstlich gedämpft. Beide haben eine Parameterlenkung, und die des 140er ist deutlich leichter - der Gigant lässt sich völlig mühelos im Stand dirigieren, während der 220er beim Rangieren schon etwas mehr Kraft braucht, allerdings immer noch lächerlich wenig für so einen Trümmer. Auf der Autobahn fühlt sich der 220er oberhalb von 200 km/h deutlich stabiler und sicherer zu Führen an, obwohl man eigentlich dem 140er diese Disziplin eher zutrauen würde.

 

Das sorgt dafür, dass der "gedämpfte" W220 sich kaum dynamischer anfühlt, obwohl in Youngtimergazetten das Gegenteil erzählt wird. Meine subjektive Meinung ist aber, dass der W140 zackiger und direkter im unmittelbaren Fahrgefühl ist, auch weil die "elektronische Watte" im 220er den Grenzbereich wirksam kaschiert - es passiert lange gar nichts.. verdächtig lange... und dann geht die Fuhre stur geradeaus, lässt sich von geübten Fahrern aber zum Halten bringen.

Der W140 verlangt dem Fahrer dank fehlenden ESP und ASR (nur die ganz frühen Modelle haben kein ASR) schon früher Eingriffe ab. Der Grenzbereich ist aber noch gut zu finden und der Durchschnittsfahrer findet auch wieder heraus. Für Leute, die fahren können und gern die Einheit mit der Maschine finden wollen, macht der Alte deutlich mehr Spaß. Beim "Haktentest" auf nassem Laub dachte ich mir dann aber "hahaha, oh, oh oh, ei, ei eieieieieieieiiiiiiii". Das ist kein Nilpferd mehr, sondern ein Blauwal, wenn die Physik "nein" sagt.

Auch beim Driften muss man den instabilen Zustand dann schon aktiv verlassen, wo das ESP im Nachfolger die Rote Karte zieht. Aber warum sollte man mit so einem Auto auch gewollt driften?

 

2:1 für den W140. Beide sind auf ihre eigene Art sehr gut. Der W220 fährt sehr, sehr nah an modernen Autos. Der W140 hingegen erinnert an die 80er. Das ist pures Fahren mit Nostalgiewert.

 

Der Showfaktor

 

Wer so ein Auto kauft, holt es nicht, um auf dem Golfplatz Staat zu machen. Da macht man sich mit dem alten Wagen lächerlich. Es gibt zwei Möglichkeiten: Man mag alte Mercedes einfach oder kann sich keinen Neuen dieser Klasse leisten.

Welcher Wagen ist denn nun für Letzteres besser? Der Neuere, den man Unwissenden als noch immer wertvoll vermitteln kann? Oder der Alte, den man als "das beste Auto aller Zeiten" verkaufen kann oder auch als "so alt, dass er wieder wertvoll ist".

Wenn man Kaufberatungs-Threads liest, wo die Frage 140 der 220 gestellt wird, sind das selten reife Herrenfahrer, nein, gesucht werden die Wagen von Leuten, die unverholen "geile Schleifer" oder "krasse Hobel" suchen. Die W140-Fraktion schreit dann immer regelmäßig auf, solche Leute dürften niemals einen W140 fahren weil es ihnen offentsichtlich am nötigen Respekt für den Wagen mangelt. Da fass ich mir doppelt an den Kopf. Erstens klingt "geiler Schleifer" wirklich nicht nach der Reife für ein PS-starkes Fahrzeug, andererseits: Auch wenn die Leute Stock Car damit fahren, wer das Geld nun mal hat kann mit dem Wagen machen was er will - auch "geiler Schleifer" spielen. Die fast schon sakrosankte Verehrung des 140ers ist mir ein bisschen "too much" und schreckt mich etwas ab. Andererseits: Er macht aktuell wirklich schon mehr Staat als der 220er, und dazu kommt: die Zeit arbeitet für den 140 und gegen den 220.

 

3:1 für den W140. Der Blauwal hat die Talsohle überwunden, das Nilpferd ist gerade erst reingefallen.

 

Problemzonen und Kosten

 

Die einhellige Meinung ist: Der W220 geht jeden Tag kaputt, der 140er ist qualitatives Gold. Dieses Schwarzweißdenken stimmt NICHT.

 

- Ja, der 220 ist in der Tat sehr anfällig. Rost, Rost und Rost. Nach Rost und Luftfederung kommt eigentlich nur noch Elektronik, und die ist nicht wirklich anfälliger als der Durchschnitt dieser Baujahre. Die horrenden Hiobsbotschaften kommen eher daher, dass in diesem Wagen eben überdurschnittlich viel verbaut ist.

 

- Der 140er ist nur bedingt besser. Öllack, gute Hohlraumkonservierung - die ersten Baujahre sind so solide wie späte W126. Ab 1993 mit Wasserbasislack wurde es schlechter, und ab 1995 rosten sie richtig.

Die Schwachstellen sind nicht Rost und Luftfederung, sondern Automatikgetriebe und Gleitschienen (auch erst ab ca. 1995). Insbesondere Letzteres ist völlig unnötig: Solide Metallgleitschienen der Steuerkette taten perfekt ihren Dienst, und gerieten damit in das Visier der Controller: Da kann man doch bestimmt ein paar Pfennig sparen. Die Kunststoffschienen hielten erst einmal, doch nach ein paar Jahren und ca. 150.000 - 300.000 Kilometern ist es soweit: Der Motorschaden ist da, und der Exekuter steht vor der Tür.

 

- Man könnte meinen, im W220 hätte M-B endlich wieder vernünftig gedacht, da man erkannte, dass man am falschen Ende gespart hat. Immerhin hört man ja nichts von Motorschäden durch Gleitschienen. Leute, glaubt ihr wirklich Mercedes hätte damals Sparmaßnahmen im Sinne der Qualität rückgängig gemacht?

Ironischerweise ist es der Geiz von Mercedes, der hier das Risiko minimiert. Die Motoren des W220 sind deutlich simpler aufgabaut und billiger zu produzieren. Der Verzicht auf eine Nockenwelle pro Bank gegenüber dem W140 sorgt für eine simplere Geometrie, sodass ein Brechen der Plastikgleitschienen zwar blöd und teuer ist, der Motor aber nur in Ausnahmefällen Folgeschäden nimmt. Quasi wie ein Zahnriemen mit Freiläufer.

 

- Die Anschaffung des W220 ist deutlich billiger. Gute W140 sind nicht unter 6.000 Euro zu bekommen, für einen W220 in gleichem Zustand legt man immerhin noch 4.000 Euro hin. Die Auswahl bei 220ern ist aber größer, da man quasi am oberen Ende der Preisskala unterwegs ist. Der 140er wird langsam zum Spekulationsobjekt und das merkt man auch an den Preisen, sodass einige Mondpreise bereits anzutreffen sind.

 

- Die billigere Konstruktion des W220 führt auch dazu, dass die Ersatzteile billiger sind. Die Unterhaltskosten liegen trotz potenzieller Rostreparaturen und Elektronikdefekten damit insgesamt unter dem W140, zumal dieser in seiner Zuverlässigkeit und Qualität auch mit jedem Jahr nachgelassen hatte.

 

2:3 für den W220. Er ist billiger in der Anschaffung, die Ersatzteilpreise sind geringer, wenn auch immer noch gesalzen. Bis der 140er H-Kennzeichen bekommt, ist der W220 auch steuerlich und in der Versicherung günstiger, von geringeren Verbräuchen ganz zu schweigen. Ein klarer Sieg.

 

Fazit

 

Der W140 gewinnt knapp mit 3:2. Das zeigt: Der Nachfolger ist nicht unbedingt ein Fortschritt im großen Ganzen. Das heißt auch: Der W140 ist nicht das unbesiegbare Nonplusultra. Aber ja: Er ist unterm Strich, und unter Nichtberücksichtigung der Kosten, besser. Als Alltagsauto kann man den W140 aber nicht mehr betrachten: Die Wartungs- und Unterhaltskosten treiben einen in den Wahnsinn. Ich habe den direkten Vergleich und der W220 ist erschreckend deutlich günstiger zu unterhalten. Geschmack, Einsatzzweck und Geld entscheiden. Wer finanziell gut abgesichert ist und einen Wagen für den Sonntagsausflug und Schönwetter sucht, dürfte mit dem 140er den weit besseren Kauf tätigen. Wer nach wie vor viel im Alltag fährt und mit seinem Schiff täglich zur Arbeit dampfen will, sollte einen guten, aber nicht perfekten W220 kaufen.

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21.10.2019 06:23    |    Lumpi3000

Danke für den Artikel. Am Ende scheinst du irgendwie durcheinander gekommen zu sein. Überprüf nochmal wer jetzt gewonnen hat :D


21.10.2019 06:43    |    Goify

Liest man 140er Kaufberatungen, merkt man schnell, dass ein dauerhafter 2er Zustand extrem ins Geld gehen wird und definitiv nichts für den Alltag ist.

Danke für den Vergleich.


21.10.2019 09:51    |    Dynamix

Unterm Strich beides Autos in die man abartig viel Geld versenken kann. In Sachen Elektronik soll der 140er ja nicht ganz so unkompliziert sein.


21.10.2019 09:54    |    Goify

Der 140er hat ja auch schon den CAN-Bus und obendrein je nach Motor versprödende Kabelbäume, die einem die Zündspulen und das Motorsteuergerät hochgehen lassen. Ich bin froh, meinem Impuls damals nicht gefolgt zu sein, einen S280 zu kaufen. Die waren mal in Traumzustand für ca. 6.000 € zu bekommen. Heute geht unter 10.000 nichts und ein wirklich guter 500er kostet noch mehr. Als gut bezeichne ich nicht das, was Vincent als gut betrachtet, das ist für mich Kernschrott bis die HU abläuft.


21.10.2019 10:01    |    Dynamix

Das unser guter Vince ein Herz für, nennen wir es mal günstige und nicht ganz so gepflegte, Exemplare hat ist ja jetzt nichts neues :D


21.10.2019 10:04    |    Goify

Meinst du? :D


21.10.2019 10:14    |    Dynamix

Wenn ich an den Audi zurückdenke und mir dann noch den letzten Artikel vor Augen führe würde ich sagen: Ja ;)


21.10.2019 10:16    |    Goify

Wir sollten aber auch zugeben, nicht so leidensfähig wie er zu sein. Mir würde es auf den Keks gehen, würde mein Alltagsfahrzeug komische Geräusche machen oder irgendwas ständig defekt sein.


21.10.2019 10:34    |    Dynamix

Gut, damit kann ich leben. Deshalb fahre ich auch keine Altwagen mehr im Alltag. Einmal hat völlig gereicht. Der nächste wird auch wieder eher was in Richtung Jahreswagen. Wobei selbst die beiden Altkisten nicht soviel Ärger machen wie besagter Audi oder Kosten verursachen wie der Benz. Dazu kommt noch ein Punkt: Bei den beiden Chevys ist ein Ende des Wartungsstaus absehbar. Spätestens nächstes Jahr sollten hier beide technisch wieder 1A dastehen wenn nichts dazwischen kommt :cool:

 

Beide bekommen eine neue Vorderachse, dann ist hier die nächsten 20 Jahre Ruhe. Dann noch ein paar Elektrikbasteleien am Blauen ausbügeln und ich bin rundherum zufrieden. Danach bleiben nur noch optische Kleinigkeiten und der jährliche Service.


21.10.2019 10:37    |    Goify

Ich fahre ja gerne etwas abgehangenere Wagen und lebe dann mit den erhöhten Wartungskosten, aber einen Young- oder Oldtimer würde ich im Alltag nicht fahren wollen. Bei mir kommt nächstes Frühjahr auch eine komplett neue Vorderachse rein. Da ist alles ziemlich breit nach fast 200.000 km und alles noch original ab Werk. Dafür hat es dann doch sehr gut und lang gehalten.


21.10.2019 10:44    |    Dynamix

Sind halt alles Gummilenker die entweder durch die Laufleistung kaputt gehen oder falls diese sehr niedrig ausfällt durch ein entsprechendes Alter. Gummi hält halt nicht ewig. Klar könnte man das ganze wohl mit haltbaren PU Buchsen konstruieren aber da geht soviel Komfort bei flöten das sich da kein Hersteller ernsthaft rantraut. Die Gummibuchsen in den ganzen Lenkern der Achse sind ja genau das was, neben den Federn und Dämpfern, die ganzen störenden Straßeneinflüsse wie Geräusche oder Bewegungen aus der Fahrgastzelle raushält. Das ist halt einer der vielen Kompromisse den man im Automobilbau eingehen muss. Die perfekte Lösung gibt es da selten.


21.10.2019 11:09    |    joker0222

Wieder ein schöner Artikel.

Leider hatte ich niemals einen W140, nichtmal jemals in einem drin gesessen. Ich hatte immer zuviel Angst mir einen zu kaufen.

Allerdings in meine 60er Jahre Garage würde der sowieso nicht reingehen. Da passt gerade so mein kurzer 220 und der 126 rein.


23.10.2019 09:03    |    pico24229

Ich hatte ein halbes Jahr einen 300SE (später:S320) aus erster Hand mit 309.000km noch original verpackten SChlüsselanhänger und der original eingeschweißten(!) Kassette mit Audio-Handbuch: "Herzlich Willkommen in Ihrer S-Klasse..." -der Hammer!

 

Für mich ist der W140 DER Mercedes, ich liebe auch das Design und die extrem hohe Wertigkeit, lediglich der Kunststoff um die A-Säule und Sonnenblenden finde ich sehr unpassend. -Trotzdem eines meiner absoluten Lieblingsautos. Und auch als 3,2 Liter mit 231PS und 4-Gang-Automatik sehr kraftvoll.

Sehr überraschend auch wie hoch man im W140 sitzt, deutlich höher als in einer normalen Limousine. Und absolut beeindruckend natürlich die Serienmäßige und erste(?) Softclose für Türen, der ausfahrende Griff am Kofferraumdeckel und die Doppelverglasung. DAS ist Mercedes und haben auch die wenigsten neuen Autos.

 

Hatte aber auch sporadisch immer Probleme, die mich dann auch schnell zum Weiterverkauf bewogen haben: Unterdruckpumpe musste regelmäßig "resettet"(Sicherung rein, raus) werden. Kalte Lötstellen, oder Auflösung des Kabelbaumes? --> Knöpfe der Klimaautomatik mussten teilweise 50x gedrückt werden damit sie Befehle annehmen und Temperaturanzeige mit Wackelkontakt, außerdem bei Kickdown manchmal starkes Rucken und Drezahlschwanken vor Gangwechsel. Und 484€ Steuern, Euro1 =KLR nicht mehr lieferbar oder Superteuer. Nur 4-Gang Automatik

Ergo: Das ist ein wunderschönes AUto, aber auch ein leicht kaprizöses.

 

Im W220 sass ich leider noch nie. Finde ihn ein bisschen zu rundlich überall aber schick und macht im guten Zustand immer noch was her.


Deine Antwort auf "W140 gegen W220 - ein subjektiver Vergleich"

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