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veni vidi vega

Mit einem Fiesta fing alles an, seitdem habe ich alle möglichen Autos sämtlicher Typen hier behandelt.

17.12.2014 11:41    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (35)    |   Stichworte: A, Opel, Sintra, VEGA Motors

Nun ist er aber endlich dran, der Sintra.

Opel SintraOpel Sintra

 

Sowohl VW als auch Opel haben den Van-Boom verschlafen. Während VW sich immerhin bereits 1991 mit Ford zusammensetzte und 1995 das Ergebnis präsentierte, bediente sich Opel bei der Konzernmutter GM.

Vielleicht kennen ja einige von euch die erste Frontantriebs-Vangeneration von GM in den USA, die raumschiffartigen Plastikkarrossen Pontiac Trans Sport, Chevrolet Lumina APV, Oldsmobile Silhouette. Der Pontiac wurde exportiert und fand auch in Deutschland anfang der 90er-Jahre ein paar Abnehmer. Skurril: Der europäische Pontiac Trans Sport war der amerikanische Oldsmobile Silhouette!

Durch den konzeptionell ähnlichen Renault Espace fanden die Europäer das GFK-Fahrzeug im Handstaubsaugerdesign ziemlich cool. Die Amerikaner sahen das allerdings anders.

 

So wurde die zweite Generation der GM-Vans deutlich konservativer. Da man nun kein GFK mehr verwendete, versuchte man über intensiven Leichtmetalleinsatz das Gewicht niedrig zu halten.

Namentlich änderte sich etwas, so wurde aus dem Lumina APV nun der Venture.

Als sie alle 1996 auf den Markt kamen, wurde in Europa statt des Pontiac nun ein Opel vertrieben: Der Sintra. Jahrelang dachte ich, das Ding hieße Sinatra, benannt nach Frank. :D

Opel SintraOpel Sintra

Der Übersee-Opel fügte sich optisch sogar perfekt in die Palette ein, denn er erinnert ein wenig an einen aufgepumpten Vectra Caravan dieser Zeit.

Der Sintra taucht in der KBA-Statistik heute gar nicht mehr auf - er wurde bereits 1999 aus dem Programm genommen und stattdessen der Chevrolet Trans Sport verkauft, diesmal tatsächlich ein Pontiac, aber mit Bowtie. Verstehe einer diese Amis :D

 

Amerikaner rügten das geringe Platzangebot, Europäer lobten das großzügige Raumangebot. Man wollte den Spagat zwischen beiden Märkten schaffen, was m.M.n. auch gelang. Die Breite ist mit 1,83 Metern nicht größer als ein aktueller Mondeo, die Länge von 4,7 Metern wird heute vom Astra (!) Sports Tourer übertroffen.

 

Mit dem in den USA angebotenen 3.4-Liter-V6 (mit weniger Leistung als der 3.0) wäre man hierzulande ziemlich schlecht aufgestellt gewesen. Im Sintra waren ein 2.2-Liter-Vierzylinder, ein 3.0-V6 und ein 2.2-Diesel im Angebot, die allesamt von Opel stammten - insofern war der Sintra durchaus ein eigenständiges, vom GM-Grundprodukt emanzipiertes Fahrzeug.

 

Die gute Ausstattung zum günstigen Preis war genauso USA-typisch wie eine legere Verarbeitung. Die Plastikwüste, die ein Armaturenbrett darstellen soll, ist auch typisch Amerika, der Ford Galaxy war allerdings auch kein Musterknabe in Qualitätsanmutung.

 

Der Sintra hat ein sehr schlechtes Image. Ich kenne aber zwei Familien, die einen fuhren, sie waren sehr zufrieden damit und hätten ihn noch heute, wenn nicht Unfälle den wirtschaftlichen Tod bedeutet hätten.

Thema Unfall: Hier liegt wohl die Ursache, warum der Sintra so verhasst ist. Beim Euro-NCAP-Crashtest versagte die Fahrgastzelle, die Lenksäule drang in den Fahrgastraum ein und trifft den Fahrer schwer. Der dritte Stern wurde gestrichen. In diversen amerikanischen Tests pendelten die Resultate zwischen akzeptabel und mies. Ist heute nicht anders - im NCAP hat mein Fiesta fünf Sterne, im amerikanischen small overlap hingegen versagt er.

Andere rollende Ami-Trutzburgen wie der Dodge Caravan der 90er waren auch nicht besser als der Sintra - aber der musste sich nun mal an den anderen Opel-Modellen messen, die auf den NCAP hin entwickelt waren.

NCAP-CrashtestNCAP-Crashtest

 

Desweiteren war der Sintra ein Fall für USA-Fans (eine interessante Alternative zum Ford Windstar) oder Preisbewusste. Letztere dürften, gerade wegen der höherpreisigen USA-Teile-Versorgung, an der Wartung gespart haben, was vielleicht ein W123 verzeiht, nicht aber ein Sintra.

 

Opel selbst will von dem Sintra nichts mehr wissen. Wer einen hat, braucht gar nicht erst zur Vertragswerkstatt fahren, dort kennt sich niemand mehr mit dem Dickschiff aus.

Bei Mobile.de finden sich derzeit fast 100 Exemplare zwischen 300 und 3000 Euro, die Meisten sind verschlissen und haben astronomische Laufleistungen. Ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht, wer den als Youngtimer aufheben soll. Dann lieber ein früher Galaxy Ghia oder, wenn's ein Ami sein soll, Ford Windstar.

Vor einer Woche ist mir zum ersten Mal seit langer Zeit - mindestens ein Jahr, gefühlt drei - ein Sintra auf der Straße begegnet. Bei den Bildern musste ich mich leider bei Wikimedia bedienen, dafür entschädige ich mit eigenen Bildern des Schwestermodells.

 

Pontiac Trans SportPontiac Trans Sport

 

Wir selbst hatten den Pontiac Trans Sport "Montana" in den USA als Mietwagen, war glaube ich 1997. Später wurde das ganze Fahrzeug in Montana umbenannt. Wir hatten auch einen goldenen Dodge Caravan, der war besser.

 

Ähnlich wie der Sephia wird der Sintra bald vollständig in der Versenkung verschwinden - wie seht ihr das? Schade drum oder gerechtes Schiksal?

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17.12.2014 12:35    |    Cosmo-Politan

Bei uns sehe ich unregelmäßig noch einen V6 auf der Straße, Sintras sind für mich eine aussterbende Gattung, die technischen Probleme sind in den Opel Foren gut beschrieben, Lückenfüller für bastelwütige Van Liebhaber, mit dem großen Motor interessant, ansonsten bleibt einfach das Werkstattproblem im Falle eines der vielen Fälle.

 

Ich freue mich immer einen Sintra zu sehen, Big Brother zu unserem Meriva MiniVan, beneiden kann ich die Sintra Besitzer nun wirklich nicht, für uns wäre die Kiste (viel) zu groß, den V6 Motor hätte ich schon gern. :D


17.12.2014 13:01    |    opel-infos

Einen Fan kenne ich persönlich. Er hat sogar zwei davon. ;)

Ja, man muss schon Fan sein, um einen Sintra zu fahren. Obwohl ich das Fahrzeugkonzept nicht schlecht finde. Platz für 7 Personen und beiderseits Schiebetüren findet man nicht oft. Die Motoren sind allesamt gut, nur der Innenraum schreit einem entgegen, dass er nicht aus Europa stammt. Zusammen mit dem schlechten Crashtestabschneiden und dem Werkstattproblem vielleicht die einzigen Kritikpunkte.

 

Zur Ergänzung noch: alle Motoren waren von Opel, die Endfertigung erfolgte in Luton. Mittlerweile alles Geschichte, das Werk in Doraville ist schon lange stillgelegt.

 

Interessanterweise gibt es von dem Modell einen Nachfolger in China. Dort wurde seit 2000 schon der Buick GL8 hergestellt, der den anderen Brüdern gleichte. Seit 2010 gibt es davon einen Nachfolger, der optisch auch als Opel-Modell durchgehen könnte. Er soll allerdings immer noch auf der gleichen Plattform basieren.


17.12.2014 13:13    |    VincentVEGA_

Sehr interessant. Der neue GL8 sieht ja aus wie ein überkandidelter Meriva B - insbesondere in der Seitenlinie!

Wenn der aber wirklich noch die GM-U-Plattform zu Grunde hat, dürfte mit dem hierzulande kein Blumentopf zu gewinnen sein.

Aber man erkennt den Sintra darin nicht wieder - insbesondere der Innenraum kann sich wirklich sehen lassen und das Heck wirkt deutlich inspirierter als bei Lancia Voyager & Co.


17.12.2014 13:18    |    MB Dieselmaster

Auch der 3.0 V6 war aus dem Opelregal. Der gleiche Motor wie im Omega MV6, nur mit 10 PS weniger auf Grund der Auspuffanlage.


17.12.2014 13:32    |    MarioE200

Schöner Artikel!

Ich fand den Sintra eigentlich nicht schlecht. Für Low-Budget leider zu große Motoren, ansonsten eine Alternative.

Wenn ich heute welche sehe (gerne in ausgekreidetem rot) sind sie meist sehr schlecht vom Zustand und werden gerade zu Tode geritten.

Seine größte Kunkurrenz war der Zafira.


17.12.2014 13:34    |    VincentVEGA_

@MarioE200 das stimmt wohl - hauptsache man hatte irgendetwas im Van-Segment anzubieten, um etwas vom Marktvolumen abzubekommen. Und so kam da schnell der Sintra aus Amerika herüber, mit dem man den sogar noch einen direkten Konkurrenten zu den neuen Sharan/Alhambra/Galaxy hatte.

Es ist sehr auffällig, dass der Sintra nach dem Erscheinen der Eigenentwicklung Zafira quasi sofort aus dem Programm flog - er war wohl nur Zwischenlösung und Platzhalter. Dafür aber recht ordentlich gemacht.


17.12.2014 13:46    |    opel-infos

Der Sintra war auf jeden Fall schon mal deutlich massentauglicher als sein Vorgänger, der auch von Opel vertrieben wurde: Pontiac Trans Sport.


17.12.2014 13:49    |    Christian8P

Zitat:

Sowohl VW als auch Opel haben den Van-Boom verschlafen. Während VW sich den fast fertig entwickelten Ford Galaxy krallte

Der erste Galaxy wurde von VW und Ford gemeinschaftlich entwickelt und zusammen in Portugal gebaut.


17.12.2014 13:50    |    VincentVEGA_

Ja, das hatte ich ja ganz am Anfang erwähnt.

Ein Opelhändler in meiner Nähe vertrieb um 1991 auch den Pontiac Bonneville SSE :eek:

Bis 2008 fuhr auch noch einer mit DIN-Kennzeichen in meinem Bezirk rum, der wird wohl von da stammen.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie die um die Jahrtausendwende auch den Alero vertrieben, in der Zeit kam der Strategiewechsel von Pontiac auf Chevrolet.


17.12.2014 13:52    |    VincentVEGA_

@Christian8P Soweit ich weiß, war der Galaxy fast fertig, als VW einstieg. Sieh ihn dir mal an: Es hat alles auffällige Ähnlichkeit mit damals aktuellen Ford-Modellen, auch innen.

Das Facelift, was alle drei bekamen, entsprach fast 1:1 der um 2000 gängigen VW-Mode, die Modellpflege wird VW wohl dann als Ausgleich "übernommen" haben.

Sollte ich mich da tatsächlich irren, korrigiere ich mich aber gerne.


17.12.2014 13:56    |    Christian8P

Kann man andersherum auch vom Galaxy behaupten. ;) Ford und VW betrieben von 1991 bis 1998 in Portugal ein Joint-Venture. In Latein-Amerika gab es in den 80ern die sog. Autolatina, die den Passat 32B auch als Ford Royale vertrieb. Man war sich also nicht ganz fremd.

VW hat nicht einfach stumpf den Galaxy übernommen. Diese Aussage ist schlicht falsch! Die zweiten Generationen wurden dann getrennt entwickelt.


17.12.2014 13:59    |    VincentVEGA_

Im Ur-Galaxy sehe ich sehr viel Mondeo, aber nicht wirklich etwas von VW. Gut, die Heckleuchten ähneln vielleicht mit etwas Fantasie denen vom Passat Variant.

Aber ich werde mich heute nach Feierabend genauer informieren und meine Aussage ggf. korrigieren.


17.12.2014 14:04    |    Christian8P

Schau dir mal den Corrado und den Vento von hinten an. Die geschwungene Linie des VFL-Armaturenträgers spricht auch die typische VW-Designsprache der frühen 90er.


17.12.2014 14:10    |    rudy1970

Wir fuhren 8 Jahre den Sintra 2.2i als Familienvan. Gekauft mit 6 Jahren und 100tkm auf der Uhr. Die Vorbesitzer hatten ihn damals angeschafft um einen Zwillingskinderwagen unterzubringen. Diese hatten mit dem Auto kaum Probleme. Auch wir hatten wenig Ärger mit dem Auto. Nach 10 Jahren eine neue Batterie. Ärgerlich war eine 1000 EUR teurere Reparatur wegen defekter Dichtung der Ölpumpe. Bei 200 tkm die Zündspule. Bei 220tkm kam dann die Zylinderkopfdichtung. Haben ihn dann verkauft. Eigentlich ein tolles Allround auto. Riesiger Innenraum. 5 Sitze ließen sich einfach einzeln entnehmen. Vordersitze drehbar. 2 Erw + Kind konnten drin schlafen. Zwei große Hundboxen passen nebeneinander, wenn die hinteren beiden Sitze raus waren. Und noch 5 Personen. ....Zafira, Sharan ist ein Witz dagegen. Und der sah nicht so Busmäßig aus. Wie VW Bus und Co. Wird noch viel als Chevrolet Venture von den Ami Hausfrauen gefahren.

Brauchte lange um mich an das jetzige Zwergenauto zu gewöhnen. MB E-Klasse T-Modell ;)


17.12.2014 14:20    |    Andi2011

Moin,

 

ich kann mich auch gut entsinnen, dass durch die bundesweite Publikation des Crashtest und der entsprechenden Medienschelte der Sintra im Showroom des örtlichen Opelhändlers unverkäuflich wurde. Der Preis sank rapide aber das Ding stand und stand - der Sintra war in den gebeutelten 90er Lopez Jahren für Opel ein weiteres Desaster.

 

Das Konzept an sich stimmte aber, kam nur zu spät und nicht durchdacht und wurde danach völlig aufgegeben, Gott sei Dank für Opel gab es dann noch den Zafira

 

Grüße

Andi


17.12.2014 14:20    |    VincentVEGA_

Tatsächlich scheint VW von Anfang an dabei gewesen zu sein. Habe das erstmal korrigiert. Zu "Autoeuropa" gibt es ja sehr viel zu erzählen. Vielleicht ein neuer VEGA Motors Artikel? Mal sehen.

@rudy1970 Ja, solche Erfahrungen hatten meine Bekannten auch. Bei guter Pflege machen sie wenig Kummer, aber irgendwann sind sie dann "platt", meist so zwischen 250-300 TKM. An sich könnte ein Sintra nochmal flott gemacht werden, aber durch die hohen Preise für Reparaturen lohnt es sich einfach nicht.

 

Im wenig schonenden Familieneinsatz dürften die Autos vom sonstigen Zustand her schon früher die Räder hochklappen.


17.12.2014 15:26    |    rudy1970

Hatte im Anschluss auch nach einem ähnlichen Fahrzeug gesucht. Als wirklicher Van konnte nur der Voyager mithalten. Aber nachdem 3 von diesen Italienischen Dieseln nicht angesprungen sind, wurde es dann die E-Klasse.

@VincentVEGA_ Pflege hat der Sintra bei uns nicht groß bekommen. Zum TÜV Termin in die Werkstatt, bissel gucken wat muss. Neues Öl und weiter ging es. Bremsen hab ich einmal selber gemacht. Neue Reifen. Ein Handbremsseil. Kopfdichtung hätte sich eigentlich auch gelohnt. Kommt ja bei anderen Fahrzeugen auch vor.

Aber man will ja auch mal was neueres. Ach sonst war der schon stabil. Hinten Blattfedern. Der Motorraum war eben schon sehr eng. Mochten die Werkstätten natürlich nicht. Auch für den Crashtest nicht vorteilhaft. Der Einzige Rempler war mal Rückwärts recht fix gegen einen Masten eines Supermarktüberdaches.

Ich dachte die Karre ist breit und kaum ne Woche bei uns. Ausgestiegen, kleine Delle im Stoßfänger, konnte so bleiben.

Halt ne gutmütige Klapperkiste wo man keine Angst haben muss was einzuladen oder die Köters zu transportieren. Sitze mit dickem Stoff usw. Im Resultat ein günstiges Auto in der Anschaffung was sehr universal nutzbar war. Dadurch ja auch Geld und Zeit spart. Verbrauch viel Überland, wenig Stadt und AB unter 9 Liter.

Ein Dorfauto halt. Der Rote ganz oben könnte meiner gewesen sein. :D

Leider sehe ich in D noch keine Alternative. In Amiland gibt es ja einige, auch Japanische Vans.:(


17.12.2014 15:28    |    VincentVEGA_

@rudy:

Nimm doch den Kia Carnival - der ist mit dem Sintra teilweise baugleich, zumindest hält sich hartnäckig dieses Gerücht. Beide Ex-Sintrafahrer haben danach einen Carnival gekauft. Allerdings kommt der schlechte Ruf nicht von ungefähr, aber es gibt auch überraschend haltbare Exemplare.


17.12.2014 15:55    |    rudy1970

@ incentVEGA_ Habe bei meinen damaligen Recherchen nix vom Baugleichen Kia gelesen. Glaube das auch so nicht ganz. Ist aber auch Wurscht.

Hab ja nun die E-Tonne und auch zufrieden und noch ein Hundauto für Wald und Wiese zum rumgurken dazugeholt.

Zufälliger Weise ein Opel Frontera Sport. Der ja wieder was mit Isuzu zu tun hat.

Ist halt irgendwo schade das hier keine Auswahl an echten bezahlbaren Vans gibt.

Wobei sich ja die Hersteller mit so einem Allrounder ins eigene Fleisch schneiden. ;)

Dafür gibt dat ja nun jede Menge SUV. :confused:


Bild

17.12.2014 16:04    |    Andi2011

Zitat:

@Andi2011 incentVEGA_ Habe bei meinen damaligen Recherchen nix vom Baugleichen Kia gelesen.

...ich noch nicht mal geschrieben.:confused:


17.12.2014 16:07    |    rudy1970

Sorry Andi, wurde irgendwie versehentlich eingefügt. Hatte es aber schon verbessert.


17.12.2014 16:41    |    Dortmunder 65

Ich hatte den mal auf dem Zettel, wollte ihn als Urlaubswagen.

Ein gutes Vectra B Angebot (Kombi) hat dazwischen gefunkt.


17.12.2014 17:25    |    Harhir

Hier in USA waren die vergleichbaren Crashtest Rrgebnisse auch nicht besser. Danach wurde fuer den US Markt die Front geendert. Die Nase wurde etwas laenger. Sah dann aus wie eine Kreuzung zwischen SUV und Van.

http://upload.wikimedia.org/.../Chevrolet-Uplander-LS-LWB.jpg

Aber GM wie auch Ford wurden von der Konkurenz aus Japan ueberholt. 2. generation Toyota Sienna und Honda Odyssey.

Beide waren technisch moderner, sicherer, zuverlaessiger und vor allem praktischer. Beide hatten Seitenairbags rundum, eine im Boden versenkbare 3. Reihe und auch Fensterheber in den Schiebetueren.

Selbst die erste Generation der beiden Japaner war den Modellen von Ford, GM und Chrysler weitaus ueberlegen.

Wir haben seit 81/2 Jahren einen Sienna, der nun 11 jahre alt ist. Mit ca. 160Tkm bisher ausser einer undichten Gummmanschette am Lenkgetriebe keinerlei Werkstattaufenthalte. Nur Verschleissteile. Und das obwohl er im Familienbetrieb und im Anhaengerbetrieb nie geschont wurde.


17.12.2014 17:41    |    Harhir

Zitat:

Nimm doch den Kia Carnival - der ist mit dem Sintra teilweise baugleich, zumindest hält sich hartnäckig dieses Gerücht. Beide Ex-Sintrafahrer haben danach einen Carnival gekauft. Allerdings kommt der schlechte Ruf nicht von ungefähr, aber es gibt auch überraschend haltbare Exemplare.

Der Kia van hatte mit dem GM van nichts gemein. Keine Ahnung wo das Geruecht her kommt. Kia hatte allerdings die zweite Generation des Vans auch als Hyunday verkauft.

http://graphics8.nytimes.com/.../12auto600.jpg

 

Und nun sind sie mit dem 2015 Modell mit der dritten Generation auf dem Markt. Der sieht nun richtig schick aus.

http://www.autoblog.com/2014/09/17/2015-kia-sedona-first-drive-review/


17.12.2014 18:34    |    GT-Liebhaber

Sintra kenne/kannte ich auch nur eine Handvoll hier in der Stadt. Die sind aber alle nicht mehr am Leben... Ist halt das Schicksal solcher Fahrzeuge... die letzte Hand verbraucht Ihn nur noch. Wichtig ist noch zu erwähnen, das es den Sintra imho nur mit kurzer Karosse gab. In USA gibts auch lange Versionen der Schwestermodelle, bzw. den Trans Sport hier gab es imho auch lang.

 

Den ersten Carnival fuhren viele Taxler hier als 2,9TD. Aber länger als die 3 Jahre Garantie hat der leider auch nicht gehalten. Die sind danach ganz schnell wieder auf richtige Autos umgestiegen.

 

Die Uplander habe ich letztes Jahr in USA noch zu Hauf gesehen. Aber sieht schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig aus mit der verlängerten Front. Da ist die kurze Front gefälliger.

 

Fiat Freemont aka Dodge Journey ist ja so ähnlich, hat nur keine Schiebetüren, ansonsten dürfte das aber gut passen. Den hatten wir als 3,5V6/6-Gang-Automat/Allrad in 2008 als Leihwagen im Südwesten. Der findet in DE aber auch gar nicht statt.


17.12.2014 19:15    |    Spurverbreiterung142

Na ja, zu meinen Opel-Zeiten hatte ich tatsächlich über den Kauf eines Sintra nachgedacht, aber da das Fahrzeug auf Grund mangelhafter Crashtests vom Markt genommen wurde, will man sich sowas mit 2 Kleinkindern aber auch nicht ans Bein binden. Besser als unser Chrysler Vojager war der Sintra aber allemal... ;)

 

Die Pendanten vom Schlage eines Galaxy, Sharan oder Alhambra waren seinerzeit optisch auch keine Augenweide, also haben wir es letztlich ganz gelassen, obgleich KIA mit dem Carnival noch eine Alternative im Programm hatte. Leider seinerzeit sehr problemanfällig.

 

Heute ist der Fiat Freemont ungewöhnlich ansehnlich, innen wie außen, aber Family-Vans leiden unter den 7-Sitzer SUV's, für dessen auch ich mich eher noch entscheiden würde, bräuchte ich mal wieder so einen Großtransporter.

 

Zuweilen man einen Dodge Durango mit Vollausstattung und ordentlicher Powermotorisierung eben doch weit günstiger bekommt, als diese Familienkutschen deutscher Hersteller mit Basisausstattung.


17.12.2014 23:17    |    British_Engineering

Obwohl ich in den späten 90er und frühen 2000er Jahren ein hartgesottener Opel-Fan war und die Marke noch immer mag, habe ich zum Sintra nie eine echte Beziehung aufgebaut. Und das, wo ich doch US-Autos eigentlich auch mag. Der Sintra ist für mich nicht Fisch und nicht Fleisch. Das Design ist etwas anonym und die Crashtest-Ergebnisse lassen einen auch nicht gerade unbesorgt in den Wagen einsteigen. Zumindest mit Familie.

 

Ich habe schon längere Zeit keinen Sintra mehr gesehen. Die Verkaufszahlen scheinen aber auch recht gering gewesen zu sein. Sehr problematisch finde ich es, wenn sich der Hersteller selbst sich nach einigen Jahren schon nicht mehr mit dem Wagen abgeben mag und die Ersatzteil-Versorgung kaum noch gewährleistet ist. Sowas regt mich immer auf. Wengistens der Hersteller sollte sich doch zu seinen Produkten bekennen.

 

Mir war es total neu, dass die Endmontage und -kontroll im britischen Luton stattgefunden haben soll. Sehr interessant, denn ich habe mal ein halbes Jahr nicht allzu weit von Luton entfernt gewohnt.


17.12.2014 23:23    |    British_Engineering

Apropos Van und problembehaftet. Ich durfte 2001/2002 öfters mal einen Firmen-Sharan fahren, der damals fast neu war. Nie wieder bin ich mit einem Auto in Kontakt gekommen, dass solch eklatante Verarbeitungsmängel hatte. Klappergeräusche ohne Ende, streikender Scheibenwischer, enormer Ölverbrauch etc. Derjenige Mensch, der diesen Wagen nach Ablauf der Leasing-Dauer für gutes Geld kaufte, tut mir noch heute leid. Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Sintra schlechter verarbeitet war als dieser Sharan.


17.12.2014 23:27    |    Zavage

Komischerweise sehe ich jede Woche mindestens einen Opel Sintra bzw. dem Chevrolet Modell. Zuerst dachte ich, es sind wieder die Ami-Kisten(natürlich ohne Nebelschlussleuchte und rote Blinker) aus den umlegenden Kasernen (Grafenwöhr und Ansbach u.a.), weil ich bis auf Volvo und BMW kein deutsches Modell kenne, welches Reflektoren im Scheinwerfer besitzt, doch es sind deutsche Fahrzeugbesitzer.

Bis auf die Crashsicherheit scheinen es doch ganz gute Autos zu sein, die besser als ihr Ruf sind.


18.12.2014 19:21    |    Mattzedes

Mein damaliger Sintra hat sich verhalten wie ein Opel (Ohne Panne Ewig Laufen).

Kann deshalb nur Gutes über den Sintra berichten.

Schade,dass Opel dieses Konzept nicht weitergeführt hat.


06.01.2015 16:40    |    VincentVEGA_

Gestern habe ich es endlich geschafft und einen Sintra gefunden, sogar einen V6 mit toller Farbe. Dieses Braun war ja 2012/13 wieder schwer in Mode, bis es mittlerweile bei Neuwagen wieder seltener geworden ist. Dieses Exempar zählt zu den Besseren, scheint in ziemlich fit zu sein. Ein ideales Fotomodell, den habe ich gleich abgelichtet.

 

Heute habe ich sogar noch einen Sintra gesehen, er war Metallicgrün und ebenfalls in einem recht guten Zustand, leider nahmen wir beide am fließenden Verkehr teil und es war mir nicht möglich, ihn zu fotografieren.


07.01.2015 23:30    |    Trackback

Kommentiert auf: Allgemeine Kaufberatung:

 

Kombi/Bus bis 2000 Euro

 

[...] Als Roadtrip-Karren sind Serena und Sintra keine schlechte Wahl. Ersatzteile sind etwas problematisch, aber die gelten beide als zuverlässig, sofern [...]

 

Artikel lesen ...


17.05.2015 13:17    |    Audi_06

Sehr schöner Beitrag! Ich hatte früher mal einen Pontiac Trans Sport EU Modell und das war ein hervorragendes Reisefahrzeug. sind damit 2 mal nach Spanien gefahren. Er hatte zwar die typischen elektronikproblem aber der Motor war sehr gut es war extrem viel Platz und das design war göttlich. Leider musste ich mich verkleiner trauer aber heute noch diesem Traumvan hinterher. Für mich der beste Van aller Zeiten.


18.06.2015 15:30    |    VincentVEGA_

So einen Trans Sport hab ich kurz nach Neujahr auch gesehen. Ich trage ihn hier mal nach. :)


Bilder

03.08.2019 21:59    |    Zeichnungsguru

Habe 2 Sintras, 3.0 Automaik, und , was soll ich sagen, habe die Dinger mit extremen Wartungsstau für 450,- gekauft, mich dann , bei Probleme im MotorTalk informiert. Wenn man mal die Kurbelwellensensorenspinnereien durch hat, läuft er eigentlich recht zuverlässig. Klar, kaputte Lima nach 20 Jahren, ja O.K. Rost an den Schwellern , ja, Kindskopf große Löcher. Bei einem dieses Jahr TÜV (21 Jahre alt) da war die Mängelliste schon länger. Traggelenk unten rechts, Spurstangenköpfe, Radlager vorne links, Auspuff Schrott, Fernlicht rechts ging nicht (Kabelbruch) Blechwanne, wo der Kühler drin sitzt, durchgerostet, Schweller wieder durch, Fahrersitzunterkonstruktion gerissen dadurch wackelte er stark, Airbag Lampe an, Ursache Schleifkontaktkassette unterm Lenkrad usw.

Wirtschaftlicher Totalschaden. Aber als Autohobbyschrauber waren es 2 Samstage und ca. 350,-

Ich bin zufrieden mit den Dingern, man muß ja auch das Alter sehen, vom Raumkonzept super, 2 Schiebeüren, Sitze einzel entnehmbar, 200 PS, Automatik.Nutze die Sintras als Schlosserei Wagen mit ca 380 kg Werkzeug und Schrauben an Bord, incl. Kompressor und Schweißgerät. Habe 4 Sitzplätze noch übrig und einen Ladeschacht mit 2 m Ladetiefe.

Teile gibt es günstig, möchte die Sintras schon noch etwas fahren, darum habe ich nun die Schweller und Unterboden mit Owatrol und Mike Sanders Fett behandelt. Den X30XE Motor macht man so schnell nicht kaputt, solange er Wasser, Öl und einen intakten Zahnriemen hat. Beide haben fast 300 Tkm auf der Uhr. Spritverbrauch ca 13 Liter, bei knapp 400 kg Werkzeug an Bord und 30% Hängerbetrieb (5 x 2 m Anhänger)

Als Ersatz stelle ich mir in ein paar Jahren einen gebrauchten 2019 er Zafira Van vor, das Ding find ich auch geil.


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