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veni vidi vega

Mit einem Fiesta fing alles an, seitdem habe ich alle möglichen Autos sämtlicher Typen hier behandelt.

07.04.2020 18:12    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: Alte Mitsubishi, E 30, Galant, Mitsubishi

Nachdem der 1990er Galant in der Umfrage vorne lag, kann ich jetzt sogar chronologisch korrekt berichten. Ich wollte eigentlich sowohl den Hintergrund als auch das Fahrzeug selbst in einem Artikel behandeln, aber das wurde zu viel. Daher einleitend nun zuerst, wie ich denn dazu gekommen bin, einen zweiten alten Galant anzuschaffen.

 

Also, wir haben Ende Dezember, seit einem Monat stehe ich ohne Alltagsauto da. Ich hatte mich gerade daran gewöhnt, dass meine Kanzlertonne durchrepariert war und einfach nur Spaß machte. Nun war das geliebte Prunkschloss ein Haufen zerknülltes Blech. Ein adäquater Ersatz wäre sicherlich zu finden gewesen, nur blockierte mein Unfallgegner die Abwicklung, indem er mir trotz klarer Sachverhaltslage die Schuld mit aberwitzigen Beschuldigungen in die Schuhe schieben wollte. Das Ganze ging zum Rechtsanwalt und an eine zeitnahe Auszahlung der Schadensumme war nicht zu denken.

 

Klar war für mich zu diesem Zeitpunkt: Ich würde mir wieder einen 220er Benz holen, nur vielleicht dann doch ein Faceliftmodell mit weniger Knarzen und Klappern. Bis dahin kann der E10 überbrücken, auch wenn Winter ist. Die Winter sind schließlich inzwischen sehr mild und einem Auto von 1986 ist nicht über Nacht Vorkriegstechnik gewachsen, die das Auto untauglich für die Fahrt zum Supermarkt macht.

 

img-20200213img-20200213Ich dachte eigentlich, das würde gehen, schließlich könnte man beruflich ja auch Bahn und Carsharing nutzen und für den Wochenendeinkauf taugt auch der Galant, auch Oldtimer wollen bewegt werden. Doch das war zu unflexibel und zum Alltagseinsatz ist die Ersatzteilproblematik beim Galant E10 einfach zu groß. Standzeiten von mehreren Wochen im Defektfall sind durchaus im Bereich des Üblichen. Und der Fall ist eingetreten und die vielen Mietwagen wurden ziemlich teuer. Also entschied ich mich, entgegen aller vorherigen Planungen, doch noch ein billiges Übergangsauto zu kaufen. Erst einmal war alles vorstellbar, wobei ich auch darauf achten musste, dass mir die Gurke wieder jemand abnimmt. Dann vielleicht doch kein Kia Oprius...

 

Nun wurde in der Mitsubishi-Oldiecommunity nur eine ¾ Stunde entfernt von mir ein Auto angeboten, das grundsätzlich überlegenswert war. Erstmal war's billig, ich könnte es locker bar bezahlen, ohne an den Notgroschen zu müssen. Und ich würde es, wenn es nicht mehr benötigt wird, in der Szene ohne großen Verlust schnell wieder loswerden. Es war wieder ein Galant, aber neuerer, ein E30 Baujahr 1990, also der Nachfolger des goldenen Reiters. Für den gibt’s für Japanerverhältnisse und die Tatsache, dass die ersten Exemplare schon mit H unterwegs sind, noch erstaunlich viele Ersatzteile, auch, weil die Karre mal ein Bestseller war.

 

Wie kam ich denn nun dazu?

 

Die Eckdaten: Farbe in sterbenslangweiligem Mausgraublau, praktisches Fließheckmodell, Modell GTi 16V, also wenigstens nicht der müde Basismotor, relativ frischer TÜV und auch vollfahrbereit zum Mitnehmen. 1.300 Euro sollte er kosten, hatte dafür aber auch happige 272.000 Kilometer gelaufen.

Ich rief also beim MT-ler mit dem ozeanblauen (Atlantik oder Pazifik?) Galant an, der in der klassischen Mitsubishi-Szene sehr engagiert ist, und wurde sogleich auf die Reise geschickt, denn GTi-Modelle wären ultraselten, und wenn das Auto für 1.300 Euro noch selbstständig fährt, bremst und lenkt und nicht bei der ersten Bodenwelle zerkrümelt, wäre der ein Schnapper. GTi 16V bedeutet bei diesem Modell nicht nur mehr Musik unter der Haube, gleichzeitig war es auch die hochwertigste Modellvariante, gleichermaßen Topmodell in Leistung und Serienausstattung.

 

Gesagt, getan, die Probefahrt offenbarte dann auch direkt das Highlight, das eben nicht der stärkere Motor mit 144 statt 109 PS ist, sondern das Fahrwerk. Um 1990 waren die Japaner bei Hightech in Alltagsautos marktführend, man denke nur an Allradlenkung, die z. B. von Honda im Prelude angeboten wurde. Das Fahrwerk funktioniert ähnlich wie die Airmatic aus meiner verblichenen S-Klasse, es bietet einstellbare Bodenfreiheit und für jedes Rad adaptive Dämpfer, die sich blitzschnell auf die Fahrsituation und Radlast einstellen. Dieses System gilt als anfällig und ist – wenn man denn überhaupt Teile bekommt – sehr teuer zu reparieren.

 

Und nun das: Trotz der astronomischen Laufleistung funktioniert das System tadellos, arbeitet spürbar und blitzschnell. Besonders Standzeiten setzen dem Fahrwerk kräftig zu - gut, dass Opa Rudi mit seinem Auto bis zuletzt, kurz vor seinem Tod, regelmäßig, wenn auch immer seltener, unterwegs war. Dass der Wagen beginnenden Rost an Schwellern und Türen hat, der Motor leicht ruckelt und Kleinigkeiten wie ein durchgerosteter Tankstutzen und ausgeschlagene Koppelstangen (klang zumindest danach) auf der Liste standen, war nicht weiter schlimm, er war billig und funktionierte im Großen und Ganzen doch sehr gut. Ok, Wagenheberaufnahmen und die Fahrertür waren übel, aber trotzdem: Gekauft!

 

Eine ungewöhnliche Historie

 

Die Historie offenbart einige Kuriositäten: Der Wagen wechselte bis 1998 mehrfach den Besitzer, war also in jungen Jahren durchgereicht worden. Seine erste Zulassung war eine Händlerzulassung, die Zweite fand bereits in der Ende 1990 noch existierenden DDR statt – er fuhr mit einem Kennzeichen aus dem Bezirk Halle, hatte also auch einen DDR-Fahrzeugbrief, der später umgetauscht wurde.

1998 erwarb Rudolf K., ein älterer Herr aus Sachsen-Anhalt, das Auto aus fünfter (!) Hand und behielt es bis zu seinem Tod im Jahr 2018. Dass ein Auto erst den Wanderpokal bekommt, um dann in eine pflegende Rentnerhand zu kommen, ist schon wieder so ungewöhnlich, dass ich es für erwähnenswert halte. Über Rudolf K. ist mir nichts weiter bekannt, nur zahlreiche Rechnungen der örtlichen Dorfwerkstatt belegen, dass er den Wagen auch im fortgeschrittenen Alter gewissenhaft warten ließ. Jährlich ging es zur kleinen Inspektion, auch die Zahnriemenwechselintervalle wurden penibel eingehalten. In zwanzig Jahren fuhr er immerhin einige Kilometer, für einen Rentner sogar recht viel, aber mit den Jahren immer weniger, wie sich an den Werkstattrechnungen ablesen ließ, 2009 fuhr er noch 6500 p.a., 2017 nur knapp 2.000. Der Galant hat seinen Besitzer dank dessen Bereitschaft, auch für ein vermeintlich wertloses Auto Geld auszugeben, überlebt.

Der Wagen wurde dann an einen Mazdasammler verkauft, der etwas für den Alltag brauchte, nachdem dieser nach längerer Suche einen geeigneten Alltagsmazda fand, ging der Galant nach 1,5 Jahren weiter an mich.

 

Nun fühlte ich mich ungefähr so, als hätte ich einen Hund aus dem Tierheim adoptiert. Er sah traurig aus, war verbeult, der Lack matt und stumpf, die Substanz ist solide, aber der Zahn der Zeit nicht zu übersehen. Dennoch, er war der Straße näher als dem Schrottplatz.

 

img-20200406img-20200406Das Fließheck ist praktisch, gerade weil man beim E10 die Rücksitzbank durch den dahinter verbauten Tank nicht umklappen kann. Die Versicherung ist billig, der Motor kein Säufer, aber ausreichend flott mit 144 PS, von denen wahrscheinlich noch über 120 übrig sind. Den E30 kann ich also wirklich gut im Alltag nutzen, mit ein paar kleinen Investitionen verdient er bei mir sein Gnadenbrot und kann noch eine Weile unter den Lebenden verweilen. Generell vermisst man höchstens eine Klimaanlage. Der hohe Kilometerstand stört nicht, denn im E10 hinterfrage ich jeden Kilometer, der ihn näher an die 100.000 bringt. Hier kann man endlich einfach losfahren.

 

Im Juni 2020 könnte er das H bekommen, der Aufwand wäre überschaubar. Nur steuerlich bringt’s nicht viel, die Versicherung ist eh nicht mal halb so teuer wie bei der S-Klasse. Der einzige klare Grund für’s H ist die Wahrnehmung durch andere, denn der E30 gilt als klassisches Arme-Leute-Auto. Sowas fahren entweder verarmte Rentner oder Studenten. Auch die Tatsache, dass er sich bis zur Abwrackprämie noch an jeder Straßenecke finden ließ, macht dem Modell die Akzeptanz als Oldtimer schwer, ein Schicksal, das auch der BMW 5er E34 nur zu gut kennt. Ich bin ihn einfach erstmal gefahren, habe nicht sofort investiert, mit Ausnahme eines Ölwechsels, der überfällig war, um den kümmerte sich Rudolf K. nicht mehr, vielleicht auch, weil er wusste, dass es mit ihm zu Ende geht. Der nächste Besitzer betrieb Wechsel durch Nachfüllen, meinte aber, es hätte kaum etwas gefehlt. Na Mahlzeit.

 

Die erste Beziehungsprobe

 

Leider ließ die erste gravierende Macke nicht lange auf sich warten. Mir scheint, der Galant wollte herausfinden, ob ich es mit der Adoption wirklich ernst meine. Im fünften Gang zappelte der Schalthebel bei Lastwechsel. Ein Umstand, den ich vor dem Kauf nicht bemerkte, da die Probefahrt nur innerorts stattfand. Eine Nachfrage beim Schrauber des Vertrauens wurde mit „hat mein MX-5 damals auch gemacht, das ist eben so“ abgewatscht. Einen Monat später passierte es auf der A9 kurz vor Leipzig: Der Gang flog beim Beschleunigen raus, allerdings ohne hässliche Geräusche. Ein Wiedereinlegen war problemlos möglich, aber ein leichter Gasstoß reichte, um den Wagen wieder in den Leerlauf zu bringen. Ich hatte es zum Glück nicht mehr weit gehabt und fuhr im Vierten weiter. Nur die Rückfahrt war kein Vergenügen.

 

Der E30 ist nämlich sehr kurz übersetzt, als 16V dreht er gern, um wirklich sportlich voran zu kommen, muss man das auch so ausnutzen. Doch ab 3000 Umdrehungen dröhnt es heftig unterm Auto, es muss der Auspuff sein. Bei 5.000 Umdrehungen fallen einem die Ohren ab und nach wenigen Kilometern ist man reif für die Gummizelle. Das bedeutete, die Rückfahrt fand mit 90 Km/h bei abartigem Gedröhne statt…

 

DRRRRÖÖÖÖÖÖÖHHHHNNNN

 

Im Prinzip war da eigentlich die Messe für den Wagen gesungen, und er müsste vielleicht direkt wieder weg, wäre da nicht der Kumpel aus der Mitsubishiszene, der mich dazu trieb, den Schaden zu beheben. Also wieder zum Schrauber des Vertrauens der, vielleicht auch aus Frust über seine vorherige Fehleinschätzung, trotz seiner Abneigung gegen billige Vierzylinderautos engagiert zum Werkzeug griff. Die Getriebe der E30 und Eclipse haben einen Konstruktionsfehler. Nichts Dramatisches, aber lästig. Die Mutter am fünften Gang löst sich, und der Gang fliegt raus. In diesem Fall wäre der Wagen noch wirtschaftlich zu retten. Im worst case ist das Getriebe tatsächlich fritte und der Wagen kann geschlachtet werden.

 

Beim Ablassen des alten Getriebeöls kreiste gleich der Hammer, denn was da rauskam, verdiente die Bezeichnung „Schmierstoff“ nicht mehr, die Viskosität war vermutlich 0W0, was auch einige Schaltschwierigkeiten erklärte. Den Wechsel hatte ich deshalb ohnehin ins Budget eingeplant. Den Getriebedeckel abzunehmen war schon schwieriger, denn das Ganze war bombenfest, das Material aber eher weich, sodass grobe Gewalt mehr schadet als hilft…. Gut, wenn man einen kompetenten Mechaniker kennt, der nach viel Herumprobieren schließlich das Getriebe unbeschadet öffnete – und da flogen auch gleich die Zahnräder mitsamt der Mutter heraus. Tatsächlich – auch mein E30 hat das bekannte Fehlerbild. Ich war erst einmal erleichtert, dass der Wagen zu retten ist.

 

Eine wahre Odyssee war es, die Mutter aufzutreiben, denn das Gewinde war abgebröselt und das Teil bereits an allen Enden rundgeschliffen. Wäre ich so weitergefahren, hätte ich die Getriebewelle zerstört, so war sie zwar angegriffen, aber nicht in einem Maße, dass das die Funktion beeinträchtigen könnte. Im Übrigen haben wir uns auch die Zahnräder und Synchronringe angesehen und tatsächlich, für fast 300.000 Kilometer sah das alles noch erstaunlich gut aus - die vielbeschworene japanische Fertigungsqualität, da ist sie. Wäre da jetzt nicht die typisch japanische Ersatzteillage, eine Spezialanfertigung der neuen Mutter wäre zeitlich und geldlich unschön.

 

img-20200103img-20200103Nach vielem beharrlichen Herumtelefonieren und dem Studium von Explosionszeichnungen kam heraus: Es gibt die Mutter noch! Ein Händler aus Herten, der sich auch auf Youngtimer von Mitsubishi konzentriert, lieferte das Teil. Leider hielt es meine Putzfrau für Schrott und warf es weg, da es ausgepackt unterm Esstisch lag…

Das war dann Unglück im Glück im Unglück. Aber ich sollte Glück im Unglück im Glück im Unglück haben: Ein Händler aus Peine rief genau in diesem Moment an, dass sie das Teil wider Erwarten doch im Lager hatten. Die letzte vorhandene Mutter ging an mich. Da durfte jetzt nichts schief gehen, das Paket nicht verloren gehen…

 

Nach einer fünfstündigen Operation in der Werkstatt war der Wagen schließlich fertig. Eine kurze Probefahrt bestätigte: Alles in Ordnung. Die neue Mutter hat übrigens einen Gewindegang mehr als die Alte, offensichtlich hatte Mitsubishi irgendwann gemerkt, dass diese Konstruktion nicht deren Beste war und korrigierte den Fehler still und leise durch ein verbessertes Ersatzteil. Nach einigen hundert Kilometern mit frischem Öl stellte sich auch ein besseres Schaltverhalten ein.

 

Test bestanden

 

Und sonst? Das ECS kapitulierte einmal vor einem 240-Kilo-Beifahrer, hatte sich aber nach dem Ersatz einer minimal porösen Luftleitung, die erst bei Maximalbelastung durchlässig wurde, wieder gefangen. Die MKL, bei diesem Modell noch eine rote „Check Engine“ – Lampe, blinkt sporadisch. Zusammen mit dem etwas rumpeligen Motorlauf tippe ich auf abgenutzte Zündspulen, die vollständigen Unterlagen von Rudolf K. weisen keinen Tausch auf, es werden nach nun 30 Jahren noch die ersten sein. Ich werde das mal demnächst auslesen lassen, denn er springt warm schlecht an. Vor ein paar Wochen hat sich nach einer mehrstündigen Langstreckenfahrt eine Lampe der Heizungsregler verabschiedet – Peanuts.

Eine Spureinstellung und generell eine Teilüberholung der Vorderachse (Spurstangenköpfe, Koppelstangen) könnten nicht schaden, er fühlt sich „weich“ an und das Lenkrad steht nicht ganz perfekt gerade und die Bremsen waren sicherlich auch schon mal besser. Wenn diese im nächsten Jahr zum TÜV dran sind, kann man auch gleich die Radlager machen. Für die Karosserie gibt es hilfsbereite Mitglieder in der Szene, die vernünftige Schweißleistungen für einen zeitwertgerechten Obolus anbieten. Die Tatsache, dass die Mitsubishi-Szene recht hilfsbereit, monetär weitgehend uninteressiert und völlig unelitär ist, könnte dem Wagen noch das Leben retten. So manche abgeschriebene E30 – die ja fast nichts wert sind – sind dann doch wieder zurück auf die Straße gekommen.

Alles in allem müsste ich vielleicht 2.000 Euro reinstecken, dann ist der Wagen nicht nur uneingeschränkt H-würdig, sondern schafft auch noch die 300.000 Kilometer. Ich bin jetzt knapp 5.000 Kilometer seit Januar gefahren und es fehlt so gut wie kein Öl. Eine neue Fahrertür in passender Farbe liegt schon in meinem Keller…

 

Der nächste Artikel wird dann ein Fahrbericht mit Vergleich zum E10. Würde mich freuen, falls das auf Interesse stößt, denn irgendwie ist es doch schade, dass der Galant E30 kaum beachtet wird und ein Arme-Leute-Auto ist.

Hat Dir der Artikel gefallen? 18 von 18 fanden den Artikel lesenswert.

07.04.2020 18:23    |    ToledoDriver82

Du hast Marco sein Galant gekauft....die Welt ist ein Dorf :D


07.04.2020 18:29    |    VincentVEGA_

Zitat:

@ToledoDriver82 schrieb am 7. April 2020 um 18:23:24 Uhr:

Du hast Marco sein Galant gekauft....die Welt ist ein Dorf :D

Ihr kennt euch? Hat Spaß gemacht. Lief völlig problemlos und entspannt.


07.04.2020 18:31    |    ToledoDriver82

Ja,schließlich fährt er 626 und 323 :D


07.04.2020 19:03    |    ElHeineken

Das liest sich doch echt nett, außerdem sympatisch anders so ein Mitsubishi :D


07.04.2020 19:05    |    ToledoDriver82

Ein tolles Auto,da hast du recht....auch wenn ich hier wieder ein gewisses Muster zu den vorhergehenden Fahrzeugen sehe :D wo ich das jetzt so lese,fällt mir wieder ein,das ich die Geschichte schon an anderer Stelle verfolgt hatte ;)


07.04.2020 19:26    |    PIPD black

Das erklärt „Mazdasammler“.


07.04.2020 19:30    |    ToledoDriver82

Na ja,Sammler...Marco fährt einen tollen 626 GC und hat letztes Jahr zufällig einen 323 Kombi bekommen den er nun im Alltag fährt,deswegen durfte der Galant auch wieder gehen.



07.04.2020 19:44    |    bronx.1965

Zitat:

Na ja,Sammler...Marco fährt einen tollen 626 GC (...)

@Toledo

 

Ist das derjenige, welcher bei mir die Tür abgeholt hatte? Als Du im Febr. die Teile holtest?


07.04.2020 19:48    |    ToledoDriver82

Zitat:

@bronx.1965 schrieb am 7. April 2020 um 19:44:38 Uhr:

Zitat:

Na ja,Sammler...Marco fährt einen tollen 626 GC (...)

@Toledo

 

Ist das derjenige, welcher bei mir die Tür abgeholt hatte? Als Du im Febr. die Teile holtest?

Nein,das war Steven aus der GE Truppe


07.04.2020 19:53    |    bronx.1965

Erklärt, danke. :p


07.04.2020 23:43    |    CarFan_77

Als ich ein Kind war, war dieser Galant ein Über-Auto. Der Ruf war extrem gut. Die wurden als Gebrauchte auch sehr teuer gehandelt. Mein Vater wollte auch so einen, konnte sich aber keinen leisten.


08.04.2020 18:24    |    corrosion

Schönes Auto - hier steht noch'n Coupe in der Stadt.

Trotzdem mag ich den großen Bruder dann doch lieber, den Sigma


08.04.2020 22:00    |    Tank-Like

Zitat:

@corrosion schrieb am 8. April 2020 um 18:24:36 Uhr:

Trotzdem mag ich den großen Bruder dann doch lieber, den Sigma

Kann ich gut verstehen :D Aber so ein Galant ist auch nicht verkehrt. Zumal die Japaner 4-Zylinder einfach drauf haben: Sparsam und spritzig, so wie es sein muss.

 

Mein Sigma wartet gerade darauf, dass die Zulassungsstellen wieder aufmachen. Dann zur HU und endlich wieder V6 genießen. Hab mittlerweile neue Reifen und ein neues Lenkrad. Das weckt Vorfreude.

Vor der HU muss ich aber noch das neue Flexrohr einsetzen. Aber irgendwas ist ja immer...


08.04.2020 22:05    |    ToledoDriver82

Das stimmt, die haben auch gute 4 Zylinder,kann jedenfalls nicht klagen.


09.04.2020 00:08    |    der_Derk

Ah, ein GTI-16V :).

Meine Eltern hatten damals einen roten 1987er als Stufenheck. Wurde allerdings nur bis ~150000 km gefahren, und irgendwann auf dem Weg war der Zahnriemen fällig. Ansonsten keine Beschwerden, und das ECS-Fahrwerk war zu der Zeit die Show. Langsam war er auch nicht wirklich...

 

Mit dem Dynamic4 gab es ja noch eine Steigerung, aber - ich meine, die manuelle Eingriffsmöglichkeit in's Fahrwerk wurde da wieder eingespart (der Einzige, der mir mal begegnet ist, hatte die Hutze + 3 Tasten nicht), und der Allrad hat die Mehrleistung kompensiert.

 

Gute Fahrt!

 

Gruß

Derk


09.04.2020 13:16    |    pico24229

Früher sah man die noch recht häufig mittlerweile sehr selten.

Der Galant und besonders diese Baureihe finde ich sehr sehr schön.

 

2000€ sind natürlich nicht nichts, dann Gute Fahrt in zukunft.


09.04.2020 19:01    |    john66

Seine Front mit den tiefen Augen sahen wirklich immer inspirierend und "galant" aus. Was für ein tolles Auto der 80/90 er Jahre, wie der Toyota Carina und ähnliche Japaner aus dieser Zeit. Die Ära wo viele Autofahrer auf Japaner umstiegen, da Fensterheber und vielerlei "Luxus" schon im Kaufpreis im Gegensatz zu deutschen Fabrikaten inbegriffen waren. Zur Zeit scheinen viele wieder auf Japaner umzusteigen, weil deutsche Fabrikate erneut nachlassen in der Haltbarkeit und überteuert sind, wie einst in den 80/90 er Jahren.


11.04.2020 19:48    |    corrosion

Hab Euch voll veräppelt.

Es ist 'n 626er Coupe 1987

Das hab ich heute morgen gesehen.

Da hab ich wohl was verwechselt.

Gab es den Wagen eigentlich als Coupe in Europa?


11.04.2020 19:51    |    ToledoDriver82

Ein 87er 626 Coupe...sieht man aber auch nicht mehr so oft


11.04.2020 23:28    |    Schlawiner98

Ich finde diesen Galant wirklich toll. Warum?

 

1. Er ist ein Japaner.

2. Er ist alt.

3. Er ist selten.

4. Er hat eine tolle Historie.

 

Irgendwie hoffe ich, dass du das Auto deiner Tradition folgend, notfalls auch bei astronomischen Kosten, am Leben erhältst. Und es wäre toll, wenn dieser Galant am Ende deiner Nutzung nicht ebenfalls in der Restwertbörse landen würde... :D


11.04.2020 23:37    |    ToledoDriver82

Zitat:

@Schlawiner98 schrieb am 11. April 2020 um 23:28:14 Uhr:

Ich finde diesen Galant wirklich toll. Warum?

 

1. Er ist ein Japaner.

2. Er ist alt.

3. Er ist selten.

4. Er hat eine tolle Historie.

 

Irgendwie hoffe ich, dass du das Auto deiner Tradition folgend, notfalls auch bei astronomischen Kosten, am Leben erhältst. Und es wäre toll, wenn dieser Galant am Ende deiner Nutzung nicht ebenfalls in der Restwertbörse landen würde... :D

Sehr schön auf den Punkt gebracht :D


12.04.2020 22:44    |    GBMueller

So einen hatten wir damals auch... Ich habe noch die Original-Prospekte...


13.04.2020 12:27    |    GustavGungstol

Ich hatte zu meiner Fahranfängerzeit mal einen Colt C10. Der war schon locker 15 Jahre alt, als ich ihn kaufte.

Ich habe zu der Zeit noch in der Nähe von Mönchengladbach gewohnt und in unmittelbarer Nähe gab es ein Mitsubishi-Autohaus, dessen Mitarbeiter offenbar die roten Diamanten auf der Stirn tätowiert hatten - und wegen irgendeinem Kleinkram musste mein Colt dann da mal hin.

 

Werkstattersatzwagen war dann ein Galant wie oben abgebildet. Sicher nicht der GTi 16V, aber auch ein Fließheck. Der war damals auch schon ungewöhnlich alt (für eine Werkstatthure) und hatte astronomisch viel gelaufen. So viel, dass mich das nachhaltig beeindruckt hatte und ich danach nach einem solchen Galant suchte. Es gab leider keinen. Ich hab den Colt dann noch "zu ende" gefahren und danach einen Passat 35i gekauft, wenn ich das nicht richtig im Kopf habe.

 

Ersatzteilversorgung war übrigens damals schon teilweise "spannend" für ältere Japaner. Blechteile gab es eigentlich so gut wie nur bei einem Schrottplatz in der näheren Umgebung, der sich auf Japaner spezialisiert hatte. Ich weiß nicht, ob es den heute noch gibt. In der Gegend wurde und wird massiv Braunkohle abgebaut.

 

Muttern fuhr zu der Zeit übrigens L300 Diesel. Mit Lenkstockschaltung. So bin ich überhaupt erst zu Mitsubishi gekommen :)


13.04.2020 13:02    |    British_Engineering

Schönes Auto, dieser Galant Fließheck GTI. Die Eltern eines Freundes aus Jugendtagen fuhren dieses Modell als GLSi mit dem 109PS-Motor. Ab und zu bin ich da mal mitgefahren und fand jedes Mal die Materialanmutung im Innenraum sehr hochwertig. Dickere Veloursbezüge, sich besser anfassende Kunststoffe und hochwertigere Teppiche bot fast niemand.

 

Als Mitsubishi dann im Jahre 1993 die Nachfolge-Baureihe E50 vorstellte, fiel deutlich auf, dass die Qualität der Materialien nachgelassen hatte. Ob die kratzigen Sitzbezüge der ersten Modelle oder der in vielen Bereichen verbaute Hartkunststoff, das war schon eine Klasse darunter, obwohl auch der E50 in meinen Augen ein interessantes Auto war.

 

Mein Patenonkel fuhr viele Jahre lang einen Galant EA0, also den Nach-Nachfolger deines Galant. Er hatte die Kombiversion mit dem 2 Liter-Benziner. Das Auto lief auch problemlos weit über 200.000 Kilometer, aber auch hier war es im Innenraum so, dass der Wagen deutlich weniger hochwertig als im E30 wirkte. Vor allem waren am Ende der Zeit die Sitzbezüge komplett verschlissen und das Armaturenbrett sowie die Innenverkleidungen klapperten an allen Ecken und Enden.

 

Die Tatsache, das das Elektronik-Fahrwerk deines Galant immer noch tadellos funktioniert, spricht ja auch für das Auto. Ich wünsche dir auf jeden Fall noch ganz viel Freude mit dem Auto! Vielleicht kann es ja auch länger bleiben als das eine oder andere Fahrzeug zuvor.


13.04.2020 14:32    |    GBMueller

Die Verarbeitungsqualität ist bei dieser Serie im Laufe der Bauzeit stark verbessert worden. Bei frühen Exemplaren sahen einige Teile am Armaturenbrett aus, als seien das Laubsägearbeiten aus dem Werkunterricht im 5. Schuljahr. Beim Facelift war das dann erheblich besser.


14.04.2020 09:39    |    mat619

Zitat:

Würde mich freuen, falls das auf Interesse stößt, denn irgendwie ist es doch schade, dass der Galant E30 kaum beachtet wird und ein Arme-Leute-Auto ist.

Das stößt unbedingt auf Interesse! Schön und unterhaltsam geschrieben, umfangreiche Infos, vor allem auch über die individuelle Hintergrundgeschichte des Autos... Top, bitte mehr davon!

 

Würde behaupten hier auf Motortalk tummeln sich so viele stille Mitleser wie sonst nirgends, die sich auch - oder gar insbesonders - für Autos interessieren, die sonst keine nennenswerte Wertschätzung erfahren, obwohl sie es verdient hätten. Ich jedenfalls bin einer davon, der Artikel wie diesen hier verschlingt und bekennender Fan der "auffällig unauffälligen, seltenen Alltagsautos mit ganz eigenem Charme, der dem Durchschnittsbürger verborgen bleibt" Fraktion ist!

 

(Jene Sympathie ist auch mit Schuld daran, dass unser Zweitwagen so einer wurde - wie dein Galant auch ein trauriger Tierheim-Kandidat mit optischen Macken zum günstigen Preis, mit nur ~600 Exemplaren in Deutschland sehr selten, speziell in der guten Motorisierung, auch ein Mittelklassefahrzeug nach dem sich kein Mensch umdreht, da wie ein Rentner- oder Arme-Leute-Auto wirkend... aber 20 Jahre jünger, italienisch und absolut ohne jegliche Community hierzulande.)


15.04.2020 11:34    |    HeinzHeM

*ganz breit grins*

 

So einen Mitsubishi E30 GLSi mit 109 PS habe ich von 1995 bis 1997 besessen. Tolles Auto, wenngleich man besser nur auf 130 km/h beschleunigte, danach wurde der Motor immer zäher. Und das Fahrwerk wurde mit der Zunahme vom Tempo auch nicht besser. Aber mit Richtgeschwindigkeit ein toller Reisewagen. Die Ausstattung bei meinem war mit Schiebedach und Klimaanlage richtig gut. Was die Klimaanlage wert ist "erfährt" man am besten im Hochsommer, wenn die Sonne so richtig schön auf die große Heckscheibe knallt.

 

Weniger schön: auf eine neue Auspuffanlage durfte ich Herbst 1996 zwei Monate warten, weil die in Deutschland gerade ausgegangen waren und Nachschub mit dem Schiff herbeigeschafft wurde.

 

Nette Anekdote noch am Rande: als ich den E 30 zwecks Inzahlungsnahme beim VW-Händler ablieferte, da kam ein völlig aufgeregter Mechaniker ins Büro des Verkäufers gestürzt und meinte, dass er den Wagen nicht starten könne. Da mir das völlig unerklärlich war bin ich mit ihm und dem Verkäufer zu meinem Noch-Wagen hinaus gegangen. Der Mechaniker setzte sich in den Wagen, drehte den Zündschlüssel um, wandte sich zu mir um und meinte: "Sehen Sie!" Ich beugte mich vor, zeigte auf den Drehzahlmesser der 800 Touren anzeigte und erklärte: "Der Motor hat zwei gegenläufig rotierende Ausgleichswellen. Den hört man nicht, den spürt man nicht."

Aber man sah deutlich die immer röter werdenden Ohren des jungen Mannes :D:D:D:D


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