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veni vidi vega

Mit einem Fiesta fing alles an, seitdem habe ich alle möglichen Autos sämtlicher Typen hier behandelt.

10.05.2015 17:58    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (128)    |   Stichworte: Autoverkauf, billige Gebrauchtwagen, Carisma, DA0, Mitsubishi, Mitsubishi Carisma, Sonstiges

20150503-192831
20150503 192831

Hallo an die Gemeinde,

 

zu diesem Artikel über kürzlich stattgefundene Ereignisse insprierte mich eben die recht präsente Werbung von diesem gewerblichen Anbieter.

 

Doch konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass es so eine Qual ist, einen Wagen im Yolobudget zu veräußern.

Das Versuchskaninchen war ein Mitsubishi Carisma, Baujahr 1996. Sehr gute Ausstattung, 116 PS, Automatik, TÜV frisch abgelaufen. Für den hätte es neue Bremsen gebraucht und die Klimaautomatik kühlte auch nicht mehr. Ein paar optische Mängel hat das Fahrzeug auf seinen 202 000 Kilometern auch bekommen. Im Vergleich zu meinem Audi war der aber noch echt gut. Der Motor war trocken und lief wie ein Uhrwerk, das Getriebe schaltete, als wenn es neu wäre. Nur 350 Euro wollte ich dafür sehen, wie ich finde ein fairer Preis.

 

In das ausführliche Inserat schrieb ich, dass ich Mail und SMS bevorzuge, da ich aus beruflichen Gründen kaum telefonieren kann. Es hat alle einen Sch...dreck interessiert.

SMS und Mails kamen trotzdem auch reichlich, fast alle sahen so aus:

Zitat:

hallo carisma 100e?

Nein, danke...

 

Das Telefon bimmelte permanent. Nicht mal zu Unzeiten wie halb vier morgens hat man seine Ruhe. Besonders beliebt:

Zitat:

hundertfunfsig euro ledsde prais? holle heute ab!

Nein, danke...

 

Sehr kreativ auch ein Balkanese (dem Akzent nach zu beurteilen):

Zitat:

hallo mache überweisen die voll preis heute gleich hole auto geggen kwittunk von der überweisen ab! ist morgen drauf die gelt!

Ja.. ehm.. sehr seriös. Von daher: Auch nein danke.

 

Der erste Kandidat war ein Afrikaner. Er war sehr temperamentvoll, wollte aber scheinbar nicht am Preis drehen. Ich habe allerdings eh kaum ein Wort verstanden.

 

Er kam drei Stunden zu spät, alle halbe Stunde davor rief er an und wollte eine Wegbeschreibung. Leider wusste er nicht, wo er war und konnte kein Deutsch und war aufgrund seines schrecklichen Akzentes nicht zu verstehen. Ich fuhr entgegen, um sie abzufangen, siehe da, es klappte. Er war extrem agressiv, stieg in den Wagen und knallte 100 Euro hin. Er wollte das Auto jetzt sofort mitnehmen, den Rest würde er überweisen. Er schrie wild herum, die gesamte Nachbarschaft kam entweder mit Besen und Nudelholz bewaffnet auf die Straße oder schloss sich in den Wohnungen ein. Erst ein eilig herbeigerufener Freund, der in der Security-Branche arbeitet, konnte schlimmeres verhindern - es wäre fast handgreiflich geworden. Stinksauer brauste er davon.

 

Der Nächste war ein Araber, er bot 200 Euro Anzahlung, würde dann aber gerne den Brief mitnehmen - ehm ja, ist klar. Durch Übergabe des Briefes hätte er de facto das Eigentum am Fahrzeug erworben und könne einen Herausgabeanspruch durchsetzen - es sei denn, schriftlich hätte man alles genau festgehalten. Auf Verträge o.Ä. reagierte der Herr aber sehr allergisch und schubste mich herum, ehe ich ihn dafür am Kragen packen konnte, zog er schon fluchend von Dannen.

 

Akt Nummer drei, wiederum Afrikaner: Sie kamen einfach nicht...

 

Finaler Akt: Abermals Afrikaner. Sie äußerten erstmal den Wunsch, abgeholt zu werden! 70 Kilometer eine Tour - aber sie würden den Wagen auch zu 100% nehmen. Im Gegenzug einigten wir uns (die Deutschkenntnisse waren auch nicht gut, aber sie konnten gutes Englisch), dass die 350 Euro ein Festpreis sind.

Tatsächlich waren die beiden Afrikaner pünktlich am Treffpunkt. Nach dem ich 140 Kilometer fuhr und die Hälfte davon Taxi spielte, waren wir am Carisma angekommen. Was machten sie? Sie fingen an, am Preis zu meckern! Entgegen aller Absprachen. 200, mehr wollten Sie nicht geben. Und da Sie anders als vereinbart auch keine rote Nummer mitgebracht hätten, baten sie mich, sie wieder nach hause zu fahren.

 

Völlig entnervt einigte ich mich auf einen Preis deutlich unter meinen und sehr nah an deren Vorstellungen. Das Auto soll einfach nur noch weg, ich will endlich meine verdammte Ruhe haben. Dafür traten sie den Rückweg per Bahn an, sie fährt ja schließlich wieder. Auf die "Taxifahrt" zum Bahnhof (10 Kilometer) bestanden sie allerdings noch...

Der Knüller ist ja, dass sie nicht mehr als 200 Euro dabei hatten - hätte ich nicht aus nervlichen Gründen die Segel gestrichen, wäre die 100%-Zusage also nichts wert und den Fahrdienst zurück hätten sie trotzdem erstmal gefordert. Wahnsinn, in was für einer Welt lebe ich eigentlich?

 

Ich habe danach erstmal drei Liter Kaffee runtergekippt und dabei einen Big Pack JPS verqualmt und war einerseits frustriert, andererseits erleichtert.

Ein paar Euro müssen sie mir noch vorbeibringen, dann gibt es auch die Schlüssel und die Papiere. Ich warte schon auf den Anruf, wann ich sie wieder abholen kommen darf...

 

Und ich weiß jetzt endlich, warum wirkaufendeinauto.de oder andere unkomplizierte "Zwischenhändler" so einen Erfolg haben.

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10.05.2015 18:05    |    Dynamix

Naja, die "Professionellen" sind auch nicht unbedingt besser. Alles selbst schon erlebt. Man telefoniert mit denen, gibt denen genaue Details und Info zum Auto und am Ende wollen die genauso runterhandeln. Da werden dann plötzlich Probleme als Mangel aufgeführt die vorher schon 10 mal durchgekaut worden sind und die Typen am Telefon schicken dann meistens irgendein armes Schwein der die Kisten reihenweise abschleppen darf. Wenn man dann mit dem Preis nicht runtergehen will versuchen Sie einen via Telefon unter Druck zu setzen.


10.05.2015 18:54    |    Gemini02

Ich geh mal davon aus das Du das Taschengeld nicht unbedingt gebraucht hast, darum rate ich bei solchen Verkäufen immer zu den regionalen Tageszeitungen,(wenn Du nicht gerade in einer Metropole wohnst) vielleicht sogar zu Geduld bis zum Herbst wenn viele Motorradfahrer ein günstiges Winterauto suchen, das erspart einem das nervige Gestreite mit diesen "professionellen".

Und einen Stellplatz findet man doch eig. immer bei irgend einem Kumpel.

Ich würde schon diese ollen Kärtchenstecker am liebsten verklagen, das ist mir schon zu viel Kontakt mit den Gaunern.


10.05.2015 19:24    |    bommel-73

Darum kommen für mich KEINE Geschäfte mit irgendwelchen Kameltriebern in Frage!


10.05.2015 19:29    |    Dynamix

Mal davon ab das ich nicht weiß was ein Kameltrieber sein soll:

 

In meinem Fall war es ein DEUTSCHER der mich über den Tisch ziehen wollte. Es sind mitnichten immer nur die bösen Ausländer. Was der Deutsche einfach nicht in seinen Schädel bekommt ist die Tatsache das Handeln im Ausland Teil der kulturellen Identität ist. Die handeln IMMER.


10.05.2015 19:52    |    Turboschlumpf6

Früher hatte ich auch "Spaß" mit solchen Aktionen. Heute geht es mir finanziell endlich etwas besser. Wenn ich ein 350-€-Auto abzugeben hätte, würde ich es einem netten Bekannten schenken.


10.05.2015 19:58    |    VincentVEGA_

Zitat:

Was der Deutsche einfach nicht in seinen Schädel bekommt ist die Tatsache das Handeln im Ausland Teil der kulturellen Identität ist.

Ja, das mag sein, aber wenn vorher etwas anderes ausdrücklich abgemacht war, und man davon dann am nächsten Tag nichts mehr wissen will, hört es bei mir auf. Zumal mein Entgegenkommen weit über das Übliche insbesondere in diesem Preissegment hinaus ging. Die hatten echt Glück dass ich keinen Nerv mehr hatte. Und sie die Einzigen waren, die einen vollständigen und verständlichen (wenn auch teilweise englischen) Satz hervorbrachten.

 

Deutsche hatten sich übrigens nicht dafür interessiert. Der deutsche Michel kauft nichts ohne weniger als 3 Monate TÜV, so jedenfalls meine Erfahrung. Daher kann ich auch nicht zwischen Ausländern und Deutschen vergleichen und mir da ein Urteil erlauben. In eine Schublade würde ich Migranten jetzt trotz der wiederholten negativen Erfahrungen nicht stecken wollen.


10.05.2015 19:58    |    emil2267

leck mich am ärmel,nach hamsterdompteuren & militanten modellfahrzeugsachverständigen im ruhestand startet nun der nächste MT-geschichtenerzähler durch :D


10.05.2015 19:59    |    VincentVEGA_

Zitat:

leck mich am ärmel,nach hamsterdompteuren & militanten modellfahrzeugsachverständigen im ruhestand startet nun der nächste MT-geschichtenerzähler durch

Wie darf ich das verstehen?


10.05.2015 20:18    |    BMW-Onkel

Wenn man 350 will das Ding kackdreist für 900 inserieren und für "lädsde Prais 350" dann "schweren Herzens" verkaufen :D


10.05.2015 20:26    |    Multimeter48651

Zitat:

Darum kommen für mich KEINE Geschäfte mit irgendwelchen Kameltriebern in Frage!

Full Ack!

Du nix deutsch - dann kaufe deine Auto woanders.

Wäre mir echt zu Blöd gewesen, alleine das mit dem Abholen. Über 5km kann man reden wenn das Gegenüber seriös wirkt, aber 70km irgendwelche Afrikaner im Auto? Nein danke. Dann lieber die Karre zum Schrotti bringen und vielleicht noch 50€ dafür bekommen.

 

 

Zitat:

Was der Deutsche einfach nicht in seinen Schädel bekommt ist die Tatsache das Handeln im Ausland Teil der kulturellen Identität ist. Die handeln IMMER.

Und? Mir doch sch....egal! Das kann er ja in seinem Heimatland oder bei seinesgleichen veranstalten, aber nicht hier bei uns. Der hat sich uns anzupassen und nicht wir ihm, auch wenn das mache Zeitgenossen anders sehen mögen.

Eher bügel ich einmal mit der Planierraupe übers Auto und schlag jedes Karosserieteil einzeln kurz und klein als mich mit sowas auseinanderzusetzen.

 

Natürlich sind nicht alle Ausländer kriminell, darum geht es auch garnicht. Aber grade solche Karren ziehen dieses Klientel an wie die Sch... die Fliegen.

 

Letztens fuhr hier auch so nen Fliegender Teppich Ali Schrotti vorbei und hat gesehen das ich einigen Schrott in der Garage liegen hatte. Er würde ihne gerne kostenlos mitnehmen. Ist nicht, habe ihm angeboten das er das Zeug gerne zum üblichen Schrottpreis KAUFEN kann. Daraufhin bot er mir 5€ :D Er hätte ja nicht mehr dabei, plötzlich hatte er doch 20€ in der Tasche. Nach ewig langem hin und her hatte er wohl die Schnauze voll als er gemerkt hat das es nichts gibt. Einfach nur lästig dieses Volk.


10.05.2015 20:28    |    V8-Junkie

Deshalb würde ich ein Auto in so einem Preissegment niemals verkaufen. Entweder die Karre im Freundes/Bekanntenkreis verschenken oder ab auf den Schrott damit. Für die paar Euros würd ich mir so nen Stress nicht antun.


10.05.2015 20:36    |    CentaXx

Also jetzt mal im Ernst...

Adresse herausgeben - hätte ich nicht gemacht

Dann alleine dort gegenüber nem potentiell gefährlichen Typen stehen - immer zu zweit oder mehr das Auto verkaufen

Jeden Assi antanzen lassen - nö, direkt am Telefon nein sagen

Leuten entgegen fahren - soll ich für die Leute noch Chauffeur spielen?

 

Im schlimmsten Fall Telefonnummer heraus nehmen oder (besser) eine andere Sim Karte in ein altes Handy packen, dann das in der Nacht ausschalten etc. Also ganz ehrlich, diesen Affen dann auch noch das Auto zu überlassen... Die lachen sich doch kaputt über dich. Da wär ich mir viel zu schade für, als dass ich mich so verarschen lasse.

 

Für meinen Autoverkauf hab ich mir vorallem viel Zeit genommen, war aber auch ne andere Preisklasse... Und hab nur auf die eine Anfrage reagiert, nicht auf so nen Schrott. Lern draus, machs beim nächsten mal besser. Mal aus Interesse, was hat wirkaufendeinauto.de denn gebracht? Kann mir vorstellen, dass du da sogar einen besseren Preis hättest erzielen können.


10.05.2015 20:39    |    VincentVEGA_

Zitat:

Über 5km kann man reden wenn das Gegenüber seriös wirkt, aber 70km irgendwelche Afrikaner im Auto? Nein danke. Dann lieber die Karre zum Schrotti bringen und vielleicht noch 50€ dafür bekommen.

Die Strecke war in der Tat nicht ohne. Ich hatte nach den vorherigen Erfahrungen auch ziemliche Bedenken. Immerhin ist der olle Audi nicht besonders attraktiv, weshalb ichziemlich sicher war, dass man mir denn nicht klaut. :D

Die beiden Herren benahmen sich bis auf das unverschämte Nachhandeln (wie gesagt, 350 waren Festpreis und sie nahmen wirklich nur 200 mit, keinen Cent mehr !!) auch gut. Soll heißen: Waren pünktlich da, sagten guten Tag und auf Wiedersehen und redeten in angemessener Lautstärke und bemühten sich auch, dass ich sie verstehe. Das hat mich dann ihnen letztendlich den Zuschlag erteilen lassen.

 

Zitat:

Entweder die Karre im Freundes/Bekanntenkreis verschenken oder ab auf den Schrott damit.

Über Ersteres kam ich an den Mitsubishi, da ich zu dem Zeitpunkt zwei defekte Fahrzeuge vor der Tür hatte. Der Audi war ohnehin anfällig und den Fiesta zog es durch einen "Arbeitsunfall" auch plötzlich aus dem Verkehr. Der Deal war: "Du fährst die letzten drei Wochen TÜV runter und machst damit was du willst, weil ich keine Lust auf den Ärger habe, der mit dem Verkauf verbunden ist."

 

Ich hätte ihn auch sehr gerne behalten, aber da sowohl Audi als auch Fiesta erstmal wieder laufen und in ein paar Tagen vollständig einsatzbereit sind brauche ich ihn nicht mehr und ohne TÜV, der im April ablief müsste ich ihn wieder irgendwo abstellen, also wieder Stellplatz suchen, Miete bezahlen, Bremsen reparieren sowie die Abnahme machen und ich hätte dann drei Autos für eine Jahresfahrleistung von 15 TKM...


10.05.2015 20:49    |    PIPD black

Wirkt zwar unseriös und wird von den Angebotsplattformen so auch erzählt, trotzdem kann man ein Auto solcher Preisklasse auch nur per angegeben mail-Kontakt verkaufen.

 

Die Leute geben idR ne Tel.Nr. da kann, da kann man dann anrufen, wenn einen die Anfrage genehm ist.

Auf mails haben die "Händler" keinen Bock.


10.05.2015 20:52    |    Habuda

Einfach einen dieser Kärtchenhändler anrufen, Auto wahrheitsgemäß beschreiben und die holen die Kiste innerhalb kürzerster Zeit ab ohne jegliche Probleme.

 

Geht auch viel schneller als es erst in mobile und Co einzustellen.


10.05.2015 20:53    |    VincentVEGA_

Zitat:

Einfach einen dieser Kärtchenhändler anrufen, Auto wahrheitsgemäß beschreiben und die Kohlen die Kiste innerhalb kürzerster Zeit ab ohne jegliche Probleme.

 

 

 

Geht auch viel schneller als es erst in mobile und Co einzustellen.

Hast du damit schon Erfahrungen gemacht?


10.05.2015 20:54    |    Trackback

Kommentiert auf: max.tom:

 

Toms Diskusions - Ecke

 

[...] Etwas Lesestoff

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10.05.2015 20:55    |    Habuda

Änder mal bitte die "kohlen" in "holen" :)

 

Und ja, als unser L200 verreckte (Motorschaden). Er hatte eh schon sehr viel Rost. Also mal bei einem dieser Kärtchenstecker angerufen und der kam am gleichen Abend noch vorbei, legte einen vernünftigen Betrag in bar auf den Tisch und lies die Kiste noch in der Nacht abholen. Absolut problemlos somit.


10.05.2015 20:57    |    VincentVEGA_

Da ich zwar so schnell keinen Yolobudget-Wagen mehr verkaufe, kann ich es leider nicht selbst ausprobieren, ob die Kärtchenhändler besser als ihr Ruf sind, aber immerhin: Nun weiß ich, dass es bei Mobile nichts bringt außer Ärger. :D


10.05.2015 21:00    |    Habuda

Kommt aber natürlich sicher auch immer auf den Kärtchenhändler drauf an ;)

 

Ich kann aber ja natürlich nur das sagen, was ich selbst erlebt habe. Ebay ist bei so Autos auch eine gute Anlaufstelle. Da hatte ich meinen Totalschaden damals drüber für einen echt guten Preis verkauft. War das 3-fache des vom Gutachter in der Restwertbörse ermitteltem Restwert. Und lief auch problemlos ab.


10.05.2015 21:18    |    Fensterheber169

Das gleiche hatte ich auch. Auto für 1800€ invertiert. Als Motorschaden und Getriebeschaden. Keine 2 Minuten nach dem einstellen der erste Anruf. Aus irgendwo bei München. Er würde es gleich holen. Dankend abgelehnt.

10minutrn danach der nächste. Dieses Mal mit gutem Deutsch. Eine unternehmen. Er würde es am nächsten Tag abholen. Er bräuchte noch die Email Adresse. Und es würde nicht mehr gehandelt. Haben das mit der Email gemacht. Dann rief er wieder an das er morgen kommt und ich auf keinen Fall den Namen seines Unternehmens googeln solle(natürlich gemacht und total nervös geworden)

Nun gut am nächsten Tag kam dann jemand wirklich jemand mit einem Tranporter(vorher bekam ich noch die Email ich solle den Fahrer nach einem 4 stelligen Passwort Frage zur Sicherheit damit es keiner von der Konkurrenz ist(geht's noch))

Dann fing es an. Er wollte handeln. Naja am Ende bin 100€ runter. Geld und Papiere haben den Besitzer gewechselt.

 

Nun meinte er ich solle ihm helfen den Wagen auf den Transporter zu fahren. Hab dankend abgelehnt den er wollt das ich fahre und es sah nicht stabil aus.

Also ist er rein. Will die Rampe hoch. Diese biegt sich und ist zu steil. Auto sitzt vorn auf, er gibt Vollgas rutscht quer ab. Nun hing das Auto auf auf einer Rampe in der Luft. Stoßstange abgerissen Rad schief und Unterboden am Arsch.

 

Er steigt aus und meint da wären Kratzer und irgendwie das Getriebe sei defekt man müsse nochmal handeln. Bin dann ins Haus und hab nach 15 Minuten nochmal geschaut. Da war er dann weg.


10.05.2015 23:17    |    max.tom

Des Problem iss vinc ,das die Fähnchenhandler ,Ali und co alles geschenkt haben wollen ...

Des heisst die wollen noch Kohle haben und werden Frech wie oOskar

 

Kutschiert hätte ich die Bande ned vinc...!!!!!!!!!!!!!!


11.05.2015 00:29    |    schipplock

hehe...nicht schlecht die Story, aber Alltag :).


11.05.2015 00:52    |    ralf1k

hi

leider bist du zu weit weg sonst würde ich den Carisma nehmen.

da das Auto abgemeldet ist und der TÜV abgelaufen bekomme ich leider keine Kurzsichtigkeiten um das Auto zu überführen


11.05.2015 01:00    |    schipplock

jau, das ist ja aktuell ein neuer Hinderungsgrund Autos ohne Tuev zu kaufen. Je nach Entfernung und Moeglichkeiten ist man da locker den Kaufpreis noch mal los :).


11.05.2015 01:22    |    VincentVEGA_

Sicherlich auch ein Grund, warum kein Deutscher den Wagen wollte. Die Afrikaner sind da einfach besser organisiert und haben immer jemanden, der ihnen billig die Autos abholt.

 

Die die den Zuschlag bekamen waren halt noch die Angenehmsten (kaum zu glauben) und wollen den Carisma auch gar nicht exportieren. Wenn ich den einen richtig verstanden habe, rief der einen Bekannten an zwecks TÜV und Bremsen. Der will den wohl behalten und selber fahren. Normalerweise labern die einem ja hahnebüchene Storys ans Bein (schwangere Frau, kranker Vater, und was ich mir nicht alles anhören konnte) um einem den Wagen für lau abzunehmen, aber dem seine Geschichte von wegen er kommt nicht mehr zur Arbeit schien zu stimmen.


11.05.2015 07:10    |    Spurverbreiterung142

Ich find die Afrikaner-Geschichte ja mal richtig geil... ;) ;) ;)

 

Aber mal ganz ehrlich, selbst schuld, wenn man sich so auf die Nüsse gehen lässt. Taxi spielen? Never ever. Wenn jemand in der Preisklasse noch anfangen würde zu handeln, gäbe es allenfalls ein Grinsen meinerseits wie auch eine zuschlagende Haustür.

 

Das Gehackel hast aber durchaus auch in einer Preisklasse über den von Dir verlangten Peanuts und ich hätte da auch so manches zu erzählen... ;)


11.05.2015 07:34    |    Multimeter48651

Ronput, deine story ist ja mal geil :D

Leute gibt es, hammer.


11.05.2015 07:42    |    pico24229

Da hast du ja echt Pech gehabt! :D Aber wenn man ein paar Punkte beachtet, dann klappt sowas eigentlch ganz gut...

Ich verkaufe eigentlcih gerne an "Export-Händler" weil die das schnell und unkompliziert abwickeln und nicht rummeckern wenn im nachhinein doch noch was kaputt ist.

Aber naja nicht jeder ist für solche "Geschäfte" gemacht.


11.05.2015 09:00    |    X_FISH

Darum: Nie zu billig anbieten. Eher noch mal 100 Euro drauf, das schreckt dann u.U. schon mal die ganz rabiaten »Preisdrückerprofis« ab.

 

Grüße, Martin


11.05.2015 10:21    |    xc90er

Vielen Dank für Deine Geschichte! Bei meinem letzten "Billiggebrauchtwagen"-Verkauf habe ich die Welle von "was letzte Preis", "Komme morgen", "komme gleich" etc. über mich ergehen lassen und habe keinen dieser Händler zu mir kommen lassen. Nach guten zwei Wochen kam dann der "gesuchte" freundliche nette Käufer, zwei Dörfer weiter :)

 

Gruß

xc90er


11.05.2015 10:31    |    Federspanner43562

Zitat:

Darum kommen für mich KEINE Geschäfte mit irgendwelchen Kameltriebern in Frage!

Genauso ist es. Und Taxidienst würde ich schonmal gar nicht spielen.


11.05.2015 11:00    |    HemiV8

Kenne es ebenso, immer die gleichen Maschen.

Nach einem solchen Gebrauchtwagenverkauf, war ich schon mehrmals in der "Schieflage" in eine gewisse politische Richtung.

 

Aber zum Glück gibt es auch noch Menschen egal wo her, die einfach anders denken und handeln.


11.05.2015 13:16    |    XTino

Hatte auch mal so ne Story mit nem Afrikaner, hab einen 508D verkauft. Der Afrikaner aus dem Congo kam aus Düsseldorf nach Nürnberg mit einem alten zerbeulten Corsa und hat das Auto nach kurzer Probefahrt (ich bin selber gefahren) ohne zu handeln gekauft mit der Bedingung ich solle das Teil nach Düsseldorf bringen. Er würde mir dann das Zugticket bezahlen und mich zum Bahnhof fahren.... was er dann alles auch gemacht hat. super Deal, anstrengend aber hat gepasst. Das war der Einzige der nach 2 Stunden Inserat angerufen hat. Ist auch gleich gekommen.


11.05.2015 14:27    |    pgs-hd

Ich habe meinen zerstörten V70 http://www.motor-talk.de/fahrzeuge/734835/volvo-v70-1-l via eBay verkauft. Habe aber keine Telefonnummer angegeben, sondern nur per eBay Kontaktaufnahme erlaubt. Das zusammen mit einem Roman als Artikelbeschreibung hat dazu geführt, dass ein Familienvater den Wagen nach sieben Tagen anstandslos zum vereinbarten Preis gekauft und sich über den Motor gefreut hat.


11.05.2015 14:39    |    1,3er-i

Habe selbst einen Mogrationshintergrund und muss sagen dass die Händler alle dreist sind. Bei den Ausländer kommt noch oft die andere Kultur und spezielles Temperament.

 

Hingegen habe ich mit privaten nie Probleme gehabt. Begeistert war ich von einem Ungarn der so happy über den Corsa meines Kumpels war dass er einfach die angesetzten 350 hinlegte, obwohl der Motor kaputt war (Steuerkette). Aber auch ein Händler aus Mali der im Anzug kam und fließend Französisch, Englisch und Spanisch sprach nahm einen rostigen C220D W202 für 100€ unter dem VB von 1200 mit. Alle andere boten dreiste Preise wie 200-400. Den Afrikaner freuten die echten 180TKM der Rost war ihm schlicht Sch...egal.

 

Leider verderben diese dreisten Idioten vielen normalen das Geschäft. Einem Landsmann musste ich übersetzen und die Abhandlung machen, da viele dachten Akzent "Jugo" ohje Betrug. Er bezahlte letztendlich fair da er einen VW Bora als Ersatzteilspender suchte. Ich empfehle meinen Landsleuten auch immer,selbst wenns jemand nicht wie ich kostenlos macht, einen hier lebenden Übersetzer anzuheuern. Ohne Übersetzer bleiben nur die Buden übrig die nichtmal der Exportspezie los wird.

 

Trotzallem würde ich nichtmal meinen Verwandten ein Auto ohne Vertrag verkaufen. Ich verkauf es lieber mit Vertrag billiger als dass es jemand ausschlachtet und ich dann für die Wildentsorgung geradestegen muss als letzter festgehaltener Halter.


11.05.2015 14:46    |    VincentVEGA_

Was die Kultur betrifft: Wer schon mal in Afrika war, weiß, dass man dort sehr gastfreundlich ist. Ein Entgegenkommen wie "Fahr mir den 508 nach Düsseldorf" oder "hol mich ab und bring mich zu dem Wagen" ist dort keine Dreistigkeit, sondern durchaus normal. Daher hab ich's letztendlich auch gemacht.

 

Während der so richtig aggressive erste Afrikaner mich umhauen wollte (und ich ihn auch, aber meine Nachbarn sollten mich so lieber nicht erleben - das gibt Ärger), waren die Letzten ja recht umgänglich. Die Schublade "Der Afrikaner" existiert für mich nach der Aktion erst recht nicht mehr - klar, auch die Käufer haben mich mit dem dreisten Nachverhandeln richtig verärgert. Aber sie waren weder aufdringlich noch wollten sie mir eine aufs Maul zimmern, als ich den Nachlassforderungen nicht gleich nachgeben wollte (denn wer will hier eigentlich was von wem?...)


11.05.2015 16:13    |    Zavage

Wenn ein Händler meinen Wagen kaufen würde, sollte dieser erst zu mir fahren und da ich eh den Preis paar hunderter drüber ansetze, im Endeffekt mit Nachhandeln meinen vorgestellten Euros bekomme. Ich würde mich nicht auf den ersten einlassen, in meiner Gegend gibt es eine Straße mit locker 5 offiziellen und 10 inoffiziellen Händlern. Jeden Tag kommen mind. eine Handvoll Autotransporter her, die die altwägen abholen und neue bringen. Wenn ich mit den richtigen Argumenten komme, sind gleich paar Leute bei mir und bin den Wagen innerhalb einer Stunde los. Diese Autos gehen durch die ganze Welt, von Osteuropa bis Afrika ist alles dabei... und muss mich um nichts mehr kümmern.


11.05.2015 17:11    |    samthepspuser

Ich habe mal einen Volvo 940 mit "angehendem" Motorschaden an zwei Türkische Kärtchenhändler verkauft.

 

Die beiden haben mich nach hause gebracht, waren super nett und haben mir einen Fairen Preis (nicht zu viel aber auch nicht zu wenig) bezahlt.

 

Ich bin ganz ehrlich: Ich hätte nicht gedacht, dass das so korrekt abläuft. Waren aber echt super Typen :)


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