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Unterwegs mit meinem 328i

Geschichten eines Sexzylinder-Fahrers

Sun Dec 18 19:22:03 CET 2016    |    Bayernlover    |    Kommentare (95)

Hallo liebe Leser,

 

das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu und damit auch ein weiteres Jahr voller Langstreckenfahrten. Den meisten hier dürfte mittlerweile bekannt sein, dass ich als autoloser Mensch sehr glücklich bin und bei Bedarf auf einen Mietwagen zurückgreife. Warum und wieso, ob das sinnvoll ist oder nicht - das haben wir bereits in epischer Breite diskutiert, soll auch nicht Thema dieses Artikels sein (in den Kommentaren von mir aus ;)).

 

Seit Ende Mai hatte ich insgesamt elf Mieten mit neun verschiedenen Fahrzeugtypen. Durch die ständigen Fahrzeugwechsel habe ich natürlich eine Menge Fahreindrücke sammeln dürfen. Ein paar dieser Eindrücke möchte ich heute an euch weitergeben. Zunächst ein lustiger Zufall, die verbauten Ausstattungsdetails, die in sämtlichen Autos zu finden waren:

 

- LED/Xenon-Scheinwerfer (sogar Laserlicht war dabei)

- Navigationssystem

- Automatikgetriebe

- Dieselmotor

- Parkpiepser

 

Simple Fahrberichte von Allerweltsautos würden sowohl euch als auch mich langweilen, deshalb beschränke ich mich auf ein paar einzelne Aspekte, die mir besonders aufgefallen sind, sowohl negativ als auch positiv. Übrigens ist das Fahrprofil fast immer gleich: Viel Autobahn mit Tempo von 180 bis 200 km/h und auch mal darüber (dies nur, um die Verbräuche einordnen zu können).

Fangen wir mal mit einem Fahrzeug an, das ich eigentlich gar nicht gebucht hatte, mangels Alternativen aber mitnehmen musste (danach mietete ich nie wieder bei Hertz):

 

SUV - miet' ich nie (wieder)SUV - miet' ich nie (wieder)

 

Range Rover Evoque. Ein SUV. Und das, wo ich SUV normalerweise nicht riechen kann, schon gar nicht, wenn ich mehrere hundert Kilometer Langstrecke am Stück abreißen muss. Nichtsdestotrotz fuhr sich der mit 150 PS deutlich untermotorisierte, sogenannte "Geländewagen" erstaunlich gut.

Auch bei schnellen Autobahnkurven lag das Fahrzeug extrem direkt auf der Straße und war sehr leicht zu beherrschen. Fast kam das Gefühl von Sportlichkeit auf, hätte man nicht an jeder Steigung an Vortrieb verloren. Nichtsdestotrotz ein Auto, das ich eventuell mal wieder mitnehmen würde - mit 78 Euro für ein gesamtes Wochenende war dies auch gleichzeitig mein günstigster Mietwagen.

Dummerweise sorgte meine etwas forsche Fahrweise für einen Verbrauch von circa neun Litern Diesel, was ich für 2,2 Liter Hubraum und 150 PS mittlerweile als deutlich zu viel erachte. Nicht so wirklich überzeugt hat mich die Bedienung und der Innenraum an sich - das wirkte alles so undurchdacht und verschachtelt, irgendwie klassisch britisch. Die Sitze waren trotz allem sehr bequem, was auf Langstrecke natürlich mit das wichtigste Kriterium ist. Alles in allem eine nette Erfahrung, die mich ein wenig mit SUV versöhnt hat.

 

Apropos Versöhnung: Wer meinen Blog und meine Beiträge hier auf Motor-Talk regelmäßig verfolgt, weiß, dass Audi nicht wirklich meine Marke ist. Meistens Front- oder sogar Allradantrieb, wenig technische Innovationen, VW-Konzern...dementsprechend war meine Freude nicht so gigantisch, als das Sixt-Parkhaus keinerlei BMW-Fabrikate für meine gebuchte Klasse offenbarte.

Schlussendlich wurde es ein Audi A6 3.0 TDI, über den ich hier im Blog bereits berichtete.

 

Von hinten sieht er echt gut aus, der A6Von hinten sieht er echt gut aus, der A6

 

Zusammengefasst kann man sagen: Nichts, was ich mir kaufen würde, aber trotzdem ein gutes Langstreckenauto, das mit 272 PS super motorisiert war. Wirklich schätzen gelernt am Audi habe ich allerdings die Sitze - da kneift nichts, auch nach mehreren Stunden nicht. Der Verbrauch geht mit neun Litern gerade noch so in Ordnung - allerdings war ich, wie bereits erwähnt, nicht gerade langsam unterwegs.

 

Wenn wir schon einmal beim Thema Verbrauch sind, kommt jetzt der Gesamtsieger in dieser Kategorie, den ich so niemals erwartet hätte: Die aktuelle E-Klasse als 220d.

Zwei Liter und 194 PS ergaben bei vielen 200er-Etappen und dem einen oder anderen Eifel-Landstraßen-Kilometer bombastische 6,5 Liter im Durchschnitt (nachgerechnet, weil ich es auch nicht glauben wollte) - hier ist Mercedes der große Wurf gelungen. Das Fahrzeug hatte zwar sixttypisch nur das Nötigste an Ausstattung an Bord (warum man automatisches Einparken ordert, dafür aber ein richtiges Navi weglässt - dieses Garmin-Ding gehört nicht mal in einen Dacia - wird für immer das Geheimnis von Sixt und Daimler bleiben), fuhr sich aber extrem angenehm. Endlich hat man der E-Klasse mit dem 9-Gang-Getriebe eine schnell und angenehm schaltende Automatik verpasst, die nicht, so wie ihre Vorgängerin mit sieben Gängen, den Eindruck eines sterbenden Beamten erweckt.

 

Der VerbrauchssiegerDer Verbrauchssieger

 

Auch wenn ich mit der im Gegensatz zu BMW und Audi etwas unmodern wirkenden Bedienung niemals warm sein werde, würde ich dieses Auto jedem empfehlen, der unaufgeregt und komfortabel viele hundert Kilometer am Stück abreißen und dabei auch noch, ganz schwäbisch, den einen oder anderen Liter Sprit sparen möchte.

Ich bin mir sicher, die fünf vor dem Komma ist hier ein Kinderspiel. Übrigens hat es Daimler nun endlich geschafft - nachdem es das bei BMW schon mindestens seit dem E34 gibt - ausziehbare Schenkelauflagen an die Sitze zu bauen.

 

Einen weiteren Wagen aus dem Hause Daimler durfte ich sogar zwei Mal für jeweils drei Tage mein Eigen nennen, es handelte sich um die "alte" S212er E-Klasse als 220er Diesel-T-Modell. Hier merkte man sowohl innen als auch außen, dass der 212er seine besten Zeiten schon hinter sich hatte. Trotzdem empfand ich ihn als bequemes und angenehm motorisiertes Langstreckenauto mit gigantisch großem Kofferraum. Auch hier war über die Serienausstattung hinaus nicht wirklich viel an Bord - das ILS mit LED-Technik war allerdings über jeden Zweifel erhaben. So viel habe ich auf einer Autobahn selten gesehen. Da ich mehrheitlich im Dunkeln unterwegs war und bin, ist mir das sehr wichtig.

 

Die "alte" E-KlasseDie "alte" E-Klasse

 

Auch hier war, wie im 213er, die 9-Gang-Automatik verbaut, die im höchsten Gang sensationell niedrige Drehzahlen auf der Autobahn ermöglicht. Bei 200 km/h liegen knapp über 2.000 Umdrehungen an - bombastisch.

 

Als echter BMW-Fan kann ich allerdings nicht nur mit Audi, Mercedes oder englischen Fabrikaten unterwegs sein, sondern muss auch mal zum Propeller greifen. Im Falle des aktuellen 3er BMW tat ich dies insgesamt zwei Mal, jeweils einen 320d xDrive und einen 320d Touring durfte ich über deutsche Autobahnen und österreichische Landstraßen scheuchen. Mit zwei Litern, 190 PS und dem wunderbaren 8-Gang-Getriebe ist man für alle Lebenslagen gerüstet. Auch auf Langstrecke enttäuscht der 3er keineswegs und kann auf kurvigen Landstraßen sogar etwas Spaß aufkommen lassen. Mit meinem geliebten iDrive bin ich sofort eine Symbiose eingegangen, dessen Bedienung beherrsche ich mittlerweile auch mit verbundenen Augen und im Tiefschlaf.

 

320d - gern wieder!320d - gern wieder!

 

Wäre die Chance auf einen 330d oder sogar 335d höher, würde ich diese Klasse fast nur noch buchen. Allerdings lässt mich die Aussicht auf einen 316i-Handschalter dann meistens doch Abstand davon nehmen. Nichtsdestotrotz ist der F30 seit seinem Erscheinen für mich einer der schönsten und gelungensten 3er BMWs, in den ich immer wieder gern einsteige. Fast ein bisschen wie Heimkommen für mich - und sollte ich wirklich mal wieder ein Auto brauchen, ist der F31 ganz oben auf der Liste.

 

Doch bevor es so weit kommt, muss ich natürlich noch seinen großen Bruder, den F11, ausgiebig erfahren. Meine einzige Berührung mit dem (nun nicht mehr) aktuellen 5er bestand aus einem infernalischen Ausritt im BMW M5 - ich berichtete. Doch für Langstrecken wär der mir nichts, mit 26 Litern Durchschnittsverbrauch und ständigem Drang zum Regelbrechen hätte ich wohl keine lange Freude daran. Deshalb hoffte ich, auch mal einen "zivilen" 5er BMW zu ergattern.

Nun gut, der Blick in die App offenbarte einen A6, einen A6, einen A6, noch einen A6, einen weiteren A6...doch recht weit unten, zwischen lauter Familienvans und SUV, stand er:

 

Unauffällig, aber bärenstarkUnauffällig, aber bärenstark

 

Ein 535d xDrive Touring mit einer langen Liste von Neuschäden und mit knapp 24.000 km auf dem Tacho kurz vor der Ausflottung. Den musste ich haben! Gesagt, getan, geblockt, gemietet, gefahren.

Meine Güte, der Biturbo macht einen Dampf, dass es nur so kracht. Was für den Fahrer noch die Erfüllung eines lang gehegten Traumes ist, gerät für die Mitfahrer manchmal zur Nervensache (@greentea868 kann davon ein Lied singen, ein sehr langes sogar :D).

Die brachiale Kraft des doppelt aufgeladenen Diesel-R6 reißt gefühlt Löcher in den Asphalt und sorgt dafür, dass man ständig schneller fahren möchte, als es eigentlich gesund wäre. Hier ist wirkliche Disziplin gefragt. Durch die reichhaltige Ausstattung und den tollen Motor hatte ich auf jeden Fall einen Heidenspaß, der mit zehn Litern Durchschnittsverbrauch belohnt wurde. Das geht für die flotte Fahrweise in Ordnung. Suchtpotential: Hoch. Sehr hoch.

Tatsächlich durfte noch ein zweites Mal einen 535d über deutsche Autobahnen hetzen, wieder verbrauchte er um die zehn Liter und spielte seine perfekten Langstreckenqualitäten aus.

 

So langsam nähern wir uns dem Ende dieses Artikels und damit auch der Spitze des bayerischen Automobilbaus. Denn der aktuelle 7er BMW ist diese Spitze, er ist sogar noch mehr. Er ist die automobilgewordene Perfektion, das gottgleiche Fahrzeug auf unseren Straßen, welches trotz seiner Größe erstaunlich leichtfüßig zu fahren ist. Woher ich das weiß? Nun, mittlerweile hatte ich schon zwei Mal das Vergnügen, den BMW G11 über deutsche Autobahnen scheuchen zu dürfen.

Auf insgesamt 3.500 gemeinsamen Kilometern konnte ich sowohl den 730d mit 265 PS als auch den 740d xDrive mit 320 PS ausgiebig testen. Was soll man zu einem 7er BMW groß schreiben? Es ist nicht in Worte zu fassen, wie diese einzelnen Bestandteile aus Technik, Helferlein, Infotainment und Komfortextras zu einer einzigen Symphonie verschmelzen, die folgendes ausdrückt:

 

Fahr mich schnell. Fahr mich schneller. Ich werde dabei auf dich aufpassen wie der frischgebackene Vater auf das Werk seiner Lenden. Mach einfach - im Zweifel bin ich da.

 

Finde den 740d!Finde den 740d!

 

Also schubst man die Carbon-Fahrgastzelle mithilfe von 265 beziehungsweise 320 PS sanft, aber bestimmt auf ihre Zielgeschwindigkeit. Genießt dabei die Ruhe, die im Fahrzeug herrscht, die angenehme Massage am Rücken und dabei das gute Gefühl: Stau nervt. Aber halt nur die anderen. Entweder, das perfekte iDrive (mittlerweile auch mit Touch und Gesten zu steuern) schickt einen drumherum oder der Driving Assistant fährt für einen durch den Stau, während man mit den Mitfahrern von der Abgekoppeltheit des Innenraums schwärmt. Und das, obwohl der Fahrer im 7er trotzdem immer mit dabei ist, man ist nicht so weg von der Straße wie in einem Volvo, der 7er kann auch direkt und fast schon sportlich.

 

Ein WahnsinnsautoEin Wahnsinnsauto

 

Kurzum: Wer die Möglichkeit hat, dieses Fahrzeug zu (er)fahren, nutze sie. Selbst der "kleine" 730d ist vollkommen ausreichend und dabei erstaunlich, fast schon gruslig sparsam. Nach vielen 200er-Etappen standen am Ende 8,1 Liter auf der Anzeige, die meine Tankbelege vollumfänglich bestätigen konnten. Das ist, bei gleicher Fahrweise, nur 0,8 Liter mehr als die beiden 320d. Wahnsinn.

Selbst der 740d, der bei mir noch mehr nach vorn geritten wurde als sein kleiner Bruder, kam am Ende nur auf 9,1 Liter - nicht vergessen, wir sprechen hier von einem doppelt aufgeladenen Reihensechszylinder mit über 300 PS. BMW, das ist ganz großes Kino. Auf den neuen 5er (G30) bin ich wirklich gespannt - der verspricht nämlich, ein kleiner 7er zu werden.

 

Nun gilt es diesen Artikel auch schon wieder abzuschließen. Mit meiner letzten Miete, dem 535d, endet aufgrund persönlicher Veränderungen meine Mietwagenkarriere zunächst. Viele Eindrücke haben mich dabei begleitet, die ich beim Schreiben noch einmal durchleben durfte und von denen ihr hoffentlich etwas mitnehmen könnt. Wenn ihr Fragen habt, stellt sie mir gern - bestimmt kann ich noch das eine oder andere Detail ergänzen.

 

Für die Zahlenfetischisten:

Auf exakt 15.237 km seit Ende Mai habe ich 8,3 Liter Diesel auf 100 km verbraucht, dabei insgesamt 34 Tage die Obhut über einen Mietwagen besessen. Gekostet hat der Spaß ohne Sprit zusammengerechnet 1.250 Euro, mit Sprit sind es bei geschätzten 1,15 Euro/Liter um die 2.700 Euro. Das geht für 15.000 km in Ordnung, denke ich. Sind am Ende magische 18 Cent/km :D

 

Ich freue mich über jeden Kommentar und versuche, alle Fragen zu beantworten :)

Hat Dir der Artikel gefallen? 11 von 16 fanden den Artikel lesenswert.

Tue Dec 27 15:47:23 CET 2016    |    Dynamix

Bei mir sind es immer 0,2-0,3 Liter zu wenig. Gut, das ist jetzt unerheblich aber warum kriegen Sie es nicht hin sowas auch in präzise zu bauen? Peugeot hats doch auch hinbekommen. Ich habe da den Verbrauch jedes mal nachgerechnet und die Werte waren immer bis auf die Nachkommastelle genau. Da gab es maximal Abweichungen die auf einen Rundungsfehler des Bordcomputers zurückzuführen waren. Der hat immer automatisch auf die nächsthöhere Nachkommastelle gerundet wenn was krummes beim Verbrauch rauskam. Wenn also 7,53 rausgekommen sind dann hat er 7,6 daraus gemacht.

 

Das gleiche bei einem Renault Megane den ich von der Arbeit mal als Leihwagen hatte.

 

Wieso können die Franzosen sowas und wir Deutschen nicht? :confused:

Tue Dec 27 16:39:46 CET 2016    |    Wollschaaf

Also mein alter 118d sowie auch mein CLK 320cdi waren 99%ig exakt. Mehr als 0,1l lagen die nie daneben. Beim 125i sind es wie geschildert auch mal 0,2l, aber definitiv nie ein halber Liter oder sowas in der Art.

 

So geringfügige Differenzen sind doch nun wirklich egal...dafür muss man keinen Franzosen nehmen. :D

Tue Dec 27 16:53:49 CET 2016    |    Dynamix

Ich kenns anders. Mir wurden schon Differenzen von 2 Litern zugetragen und einer der 318d die wir mal hatten lag auch immer mehr als einen halben Liter über dem BC ;)

 

Zu den Tankuhren und BCs aus dem VW Konzern äußere ich mich jetzt Mal nicht :D

Tue Dec 27 17:04:24 CET 2016    |    Goify

Es gibt im VW-Konzern keine Tankuhren oder so High-tech-Teile wie Bordcomputer - das sind Schätzeisen und Rechenschieber.

Gegen eine Gebühr kann man sich den Bordcomputer genauer einstellen lassen, wenn man nachweisen kann, dass er konstant um 0,X Liter daneben liegt.

Bei meinem sind es 0,3 bis 0,5 Liter daneben, was bei einem Diesel schon 10 % sind.

Tue Dec 27 17:41:16 CET 2016    |    Dynamix

Die Tankuhren sind echt Schätzeisen. Habe noch nie so unpräzise Tankanzeigen gesehen wie die bei VW. Die in meinem Golf hat sich in Intervallen bewegt. Erst gar nicht, dann fiel Sie, dann hing Sie wieder, dann fiel Sie wieder und dann hing Sie ne ganze Zeit bei 1/4 herum bis das Ding dann plötzlich von heute auf morgen auf Reserve springt.

 

Dann hatte ich im Urlaub mal einen New Beetle dessen Tankanzeige sich 500km lang so gut wie überhaupt nicht bewegt hatte und ich schon dachte "Yeah, du bist voll sparsam gefahren!". Blöd das dann beim nachtanken der große Schock kam. Nicht nur das der Tank fast leer war, ich hab die Kiste im Schleichmodus tatsächlich auf fast 9 Liter bekommen :eek:

 

Und dann wäre da noch mein Mii. Dessen Tankuhr bewegt sich die ersten 150-200km keinen Milimeter und erst dann wandert Sie kontinuierlich herunter. Dafür zeigt Sie selbst dann noch halbe Reserve an wenn der Tank faktisch schon so gut wie trocken ist. Da wäre ich beim ersten Auftanken fast drauf reingefallen. Tankanzeige zeigt noch halbe Reserve an und beim tanken stelle ich fest das nicht mal mehr ein halber Liter im Tank war. Hätte ich damit versucht die Restreichweite aufzubrauchen wäre ich irgendwo in der Pampa stehengeblieben. Naja, dafür ist der Wagen sparsamer als ich geschätzt hatte und mit dem popeligen Tank schaff ich meine 600-700km. Das ist mal mehr als ich mit dem Peugeot und seinem 55 Liter Tank so im Schnitt gepackt hatte. Da warens eher so 550-650km. Die 700km habe ich nur ein einziges mal mit dem Ding geknackt. Keine Ahnung wie ich das damals geschafft habe?!

Tue Dec 27 19:44:04 CET 2016    |    Bayernlover

Das ist der Grund, warum unter Mietwagenfans VW einen üblen Ruf hat: der Tank zeigt voll an, es fehlen aber schon 10 Liter, gleichzeitig tankt man am Ende voll, es dauert aber ewig, bis die Anzeige auf ganz voll steigt und der Vermieter denkt bei der Rückgabe, man hat das Tanken vergessen. Das Auto.

Tue Dec 27 19:45:41 CET 2016    |    SQ5-313

Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Beim Tanken steigt die Anzeige sofort auf ganz voll. Wenn 10l raus sind, ist das in jedem Fall auch ersichtlich. Das sagen zumindest meine Erfahrungen bei Fahrzeugen der Marke VW.

Tue Dec 27 19:49:06 CET 2016    |    Bayernlover

Zumindest im Passat soll das ein Problem sein.

Tue Dec 27 20:10:39 CET 2016    |    tobistenzel

Zitat:

Meine Eltern haben ja einen großen Hybrid (Lexus GS450h) seit über 300000km und der taugt für alles, aber ganz sicher nicht sparsames schnelles Fahren auf der Autobahn

 

Die 250 erreicht er problemlos und schnell, aber ab 150 fängt der mal richtig das saufen an. Ab ca. 150 ist man bereits im 2-stelligen Bereich und von konstant 200 und mehr sprechen wir lieber gar nicht erst.

Der Effekt nennt sich Luftwiderstand und den gibts bei jedem Auto, steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit ;) Beim Diesel merkt man es etwas weniger, weil 1l Diesel mehr Energie mitbringt und der Wirkungsgrad ein bisschen höher ist, aber der Verlauf ist ungefähr gleich.

 

Den Verbrauch bei höheren Geschwindigkeiten vernünftig zu messen ist recht schwierig, aber >10l bei 150 finde ich etwas hoch. Hätte eher 9 Liter gesagt beim GS450h. Finde ich bei einem 2005er-Modell mit 1,9t und einem 300PS V6 in Ordnung. Mit einem Diesel fährt man natürlich billiger, wenn man viel Autobahn mit > 150 fährt. Wenn sich die Geschwindigkeit öfter ändert und Stau & Baustellen dazukommen kann es schon anders aussehen.

Tue Dec 27 21:18:38 CET 2016    |    Wollschaaf

Das hast du wohl falsch verstanden. Ich wundere mich nicht ernsthaft über den Verbrauch, kenne das Thema Luftwiderstand etc.. Ich wollte vor allem Meehster den Wind aus den Segeln nehmen, die den Hybrid als das Allheilmittel ansieht und vor allem den Diesel nicht anerkennt, außer vielleicht in der Landwirtschaft.

 

Dabei ist der Dieselmotor für den Großteil der Bevölkerung für das Anforderungsprofil, was Joseph in seinem Blog hier wiederspiegelt, einfach das Optimum. Der Expresszuschlag ist im Verhältnis lächerlich klein und es lässt sich herrlich entspannt sehr zügig Strecke machen.

 

Zum GS450h. Für die 345 Benziner-PS und das Gewicht ist der Verbrauch völlig okay. Doch umso mehr man sich von der Stadt, wo das Auto verbrauchsmäßig begeistert, entfernt, umso mehr schluckt der ganz schön. Auf der Landstraße geht es noch, aber wenn man wirklich mit 150 oder mehr reisen möchte, steigt der Verbrauch auf 10l und mehr wie beschrieben. Das habe ich selber schon auf vielen 1000km und meine Eltern eben wie beschrieben auf über 300.000km im wahrstenn Sinne des Wortes erfahren. Von supersparsamem Hybrid ist dabei wenig zu merken. Das ist eigentlich schade, denn solch ein Auto ist einfach tendenziell eher schnelles Reiseauto als Stadtauto. Und das wird seitens Lexus mit dem "großen Hybrid", zumindest was den Verbrauch angeht, einfach nicht zufriedenstellend gemeistert.

Tue Jan 03 18:50:35 CET 2017    |    Datzikombi

@Bayernlover

 

Jetzt mal ganz blöd gefragt: Wie bekommst du so genau deine Fahrzeugauswahl hin?

Ich hab jetzt mehrere Vermieter getestet: Mehr als die Fahrzeugklasse kann ich nicht wählen. Seltenst den Hersteller, geschweige denn Details wie Xenon, Automatik o.ä.

 

Muss man dazu irgendwie "Premiumkunde" sein?

Tue Jan 03 19:00:48 CET 2017    |    Dynamix

Aktionär triffts eher :D

Tue Jan 03 19:43:33 CET 2017    |    Bayernlover

Nein, auch Aktionär hilft da nicht, nur preislich. Ich buche eigentlich immer Lxxx aufwärts und am Flughafen - da steht dann freitags das Parkhaus mit mehreren hundert Autos voll. Aus der gebuchten Klasse gibt's da immer genug Auswahl. Mir ist aber bewusst, dass das an kleinen Stationen auf dem Land gänzlich anders ist. Da steht dann ein Opel Mokka Benziner, ein Tiguan Benziner und ein E 200 Benziner - so macht das dann keinen Spaß.

Wed Jan 04 15:00:14 CET 2017    |    Goify

Das habe ich verstanden, aber wie genau sagst du dann, nee, nicht den Audi, lieber den BMW? Fragst du also aktiv nach oder bekommst du eine Liste in die Hand und kannst wählen?

Als ich bei Sixt mietete, habe ich die Klasse und Automatik gewählt und musste nehmen, was da war (ein E200 K).

Wed Jan 04 20:34:49 CET 2017    |    Bayernlover

Man hat in der App vorher die Auswahl und ja, ich sag am Schalter immer, dass ich nen BMW will - mittlerweile wissen die das :D klappt natürlich nur, wenn es mehrere Autos gibt und somit nur an großen Stationen, wie eben an den meisten Flughäfen.

Thu Jan 05 09:18:13 CET 2017    |    Goify

Ach so, du nutzt die App.

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