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Unterwegs mit meinem 328i

Geschichten eines Sexzylinder-Fahrers

16.01.2022 09:32    |    Bayernlover    |    Kommentare (72)

Hallo liebes Forum,

 

fast drei Jahre ist es her, dass ich hier meinen letzten Artikel geschrieben habe. Was in dieser Zeit auf der Welt passiert ist, wissen wir alle, deshalb soll das gar nicht Thema sein. Vor drei Jahren jedenfalls war ich gerade in der Auswahl meines ersten Dienstwagens, hier hatte ich mich schlussendlich für den 520d Touring entschieden. Nach knapp 140.000 gemeinsamen Kilometern seit Juni 2019 stelle ich fest: Es war die richtige Wahl!

 

Das Auto hat mich durch halb Europa geführt,

 

über die Côte d'Azur,über die Côte d'Azur,

 

den Gardasee,den Gardasee,

 

die Niederlande,die Niederlande,

 

durch tiefen Winterdurch tiefen Winter

 

und über unzählige Kilometer deutsche Autobahn.und über unzählige Kilometer deutsche Autobahn.

 

Dabei hat er mich nie im Stich gelassen und auf die Dauer mit einem Verbrauch von 5,5 bis 6 Litern geglänzt. Urlaubsfahrten zu viert mit viel Gepäck sind in den Sportsitzen schmerzfrei und bequem möglich, durch die guten Assistenzsysteme und die tollen Scheinwerfer fühlt man sich wunderbar unterstützt und erreicht sein Ziel entspannt und ausgeglichen.

 

Kurz: Würde ich genau so wieder machen!

 

Doch bevor es zur Auswahl des Nachfolgers geht, ein kleiner Exkurs zur E-Mobilität. Seit September 2021 hat sich zum BMW noch ein Tesla Model 3 gesellt. Warum, wenn man doch schon ein Auto hat?

Warum nicht, sollte man sich fragen. Ich hatte Lust, die E-Mobilität mal auszuprobieren und da das mittels Förderung und dem momentan nicht vorhandenen Wertverlust aktuell recht risikoarm möglich ist, hab ich es einfach mal gemacht:

 

Rot, mit weißen SitzenRot, mit weißen Sitzen

 

Fazit nach 5.000 Kilometern: Für den Nahbereich reicht ein Standard Range Model auch ohne eigene Lademöglichkeit aus, vorausgesetzt, man hat ein paar Säulen an seinen üblichen Zielen stehen. Dann macht E-Mobilität richtig Spaß, das Fahren ist ein ganz anderes.

 

Sie vermehren sichSie vermehren sich

 

Die Vorklimatisierung ist im Winter Gold wert (und 3% Akku)Die Vorklimatisierung ist im Winter Gold wert (und 3% Akku)

 

Nichtsdestotrotz geht das Model 3 in Kürze wieder weg, auf Dauer sind zwei Autos doch ein wenig sinnfrei. Er geht mit einem lachenden und weinenden Auge, vieles macht Tesla richtig (Laden, Fahren), vieles nervt (Autopilot, Regensensor, teilweise unübersichtliche und verbuggte Software).

 

Doch im Juni ist auch die Zeit des BMW abgelaufen, was kommt danach? Darüber habe ich mir seit einer Weile so meine Gedanken gemacht. An sich hätte ein 3er auch gereicht, aber aufgrund der Chipkrise gibt es den nicht mit meiner gewünschten Ausstattung zu bestellen. Also habe ich wieder auf einen 5er, diesmal als Hybriden, geschielt. Aber im Endeffekt haben mich der höhere Grundpreis (verbunden mit weniger Ausstattung) und die langsame Ladegeschwindigkeit (maximal 3,7 kW) davon abgehalten. Außerdem fahre ich doch öfter mal weite Strecken, da würden mich die nur 46 Liter Benzin im Tank auf Dauer nerven.

Kurz: Ich habe wieder einen Diesel bestellt! Auf andere Marken hatte ich sowieso keine Lust, also wird es wieder ein 520d, diesmal als Limo:

 

Alpinweiß mit M-PaketAlpinweiß mit M-Paket

 

18-Zoll und schwarze Scheiben18-Zoll und schwarze Scheiben

 

Die Ausstattung wird ähnlich der des Tourings sein, aufgrund der aktuellen Situation hat das Budget leider nur für Alpinweiß gereicht, ich hätte gern Bluestone genommen. Technisch fehlt allerdings bis auf die aktuell nicht bestellbaren 360-Grad-Kameras nichts, als wichtigste Punkte sind geordert:

 

Großes Navi

Head-Up-Display

Laserlicht

Driving Assistant Professional

Harman Kardon

Lenkradheizung

M-Paket (18-Zoll, Alcantara-Sportsitze, dunkler Dachhimmel, M-Fahrwerk)

 

Die PDF findet ihr anbei.

 

Die wichtigste Änderung wird dieses Mal der Motor sein, dieser wurde mit einem Mildhybrid-System ausgestattet, welches ca. einen halben Liter Ersparnis bringt, zusammen mit der Karosserieform rechne ich mit 0,5 bis 1 Liter weniger Verbrauch als mit dem Touring.

 

Jetzt heißt es warten und hoffen, dass er auch genau so gebaut wird :)

520dM.pdf (110 mal heruntergeladen)
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16.01.2022 09:47    |    keksemann

als Dienstwagenfahrer "könnte" Dir die Einsparung beim Verbrauch doch egal sein oder bist Du monetär an Flotteneinsparungen beteiligt (fände ich gut!) ?

16.01.2022 09:49    |    Bayernlover

@keksemann es könnte mir komplett egal sein, aber ich mag hohe Reichweiten und freue mich trotzdem über jeden eingesparten Liter - ist so ein Fetisch ;)

16.01.2022 10:37    |    el lucero orgulloso

Zitat:

3 mal "E" macht "D"

Diese Formel würde ich gerne vom Mathematiker meines Vertrauens roasten überprüfen lassen. :D

 

Zitat:

und über unzählige Kilometer deutsche Autobahn.

Das Bild kommt mir sehr bekannt vor, es doch auf der mit Sicherheit einprägsamsten und schönsten Fahrt mit dem Auto entstanden. :cool:

 

Zitat:

Ich habe wieder einen Diesel bestellt!

Was bestimmte Leute jetzt mutmaßlich wenig überrascht. ;)

 

Zitat:

Jetzt heißt es warten und hoffen, dass er auch genau so gebaut wird :)

Dafür sind meine Daumen fest gedrückt - so und nicht anders möge er dann gerne mal im Saarland einrollen. :)

 

Schönes Auto, schöne Konfiguration und, wie bereits angedeutet, sinnvolle Gedanken (pro Diesel und contra PiH angesichts deines Fahrprofils) - und der alte Touring hat ja, obwohl er eigentlich "nur" Dienst nach Vorschrift geleistet hat, fast sowas wie 'nen Farewell-Artikel verdient.

Ich hoffe, der neue wird genauso treu. :)

16.01.2022 12:42    |    Dynamix

Als Dienstwagen wohl auch ziemlich risikofrei. Würde man sich sowas privat anschaffen, wäre die Frage ob man sowas in 3-5 Jahren überhaupt noch los bekommt.

16.01.2022 13:42    |    Lumpi3000

Warum diesmal eine Limousine?

16.01.2022 14:49    |    Bayernlover

Limo, weil ich sie schöner finde und durch den niedrigeren Grundpreis mehr Ausstattung reinpasst :)

 

@Dynamix da würde ich mir bei den PHEV mehr Gedanken machen, wer soll denn in drei Jahren einen 530e mit 150.000 km zu einem sinnvollen Preis abnehmen

16.01.2022 14:59    |    Dynamix

Beides eine Wette auf die Zukunft ;)

16.01.2022 15:03    |    Lumpi3000

Okay, ich find die Limo auch schöner .... :D

Viel Spaß damit!

16.01.2022 16:11    |    Wollschaaf

Gute Wahl Josy, dieses Mal sogar auch in einer optisch ansehnlichen Konfiguration. ;)

Weiße BMWs mit M-Paket sollen ganz hübsch sein habe ich gehört. :D

 

Der wird Dir sicher gute Dienste leisten!

16.01.2022 16:39    |    Bayernlover

Ich danke euch allen!

 

@el lucero orgulloso Saarbrügge ist doch im Navi schon vor Auslieferung in den Favoriten ;)

16.01.2022 19:22    |    el lucero orgulloso

So gehört sich das. :cool:

Nur pass' auf, dass du nicht versehentlich in Brügge landest..

16.01.2022 19:26    |    Dynamix

Da gibt es bestimmt nette Fritten und Waffeln :D

16.01.2022 21:30    |    jennss

Ich fand unserem ehemaligen BMW (225xe) qualitativ auch sehr überzeugend. BMW ist schon eine sehr gute Marke. Der i4 eDrive40 war keine Alternative für dich? Die fast 50000 km im Jahr sind bei Diesel wohl schon ein Argument. Allerdings geht es mit Model 3 durchaus. Hier schreibt einer von 80000 bis 100000 km/Jahr mit seinem Model3 Performance:

https://www.motor-talk.de/.../...odel-3-kaufberatung-t6510280.html?...

j.

16.01.2022 22:28    |    Bayernlover

Das Model 3 ist privat - Nahbereich

Der BMW ist dienstlich - Langstrecke (da dürfen wir keine BEV nehmen)

16.01.2022 22:33    |    jennss

Ah, ok. Warum dürft ihr keine BEV für die Langstrecke nehmen?

j.

16.01.2022 22:55    |    Bayernlover

Warum ist die Sonne hell…ist halt so ;) wird sich irgendwann ändern, bestimmt, aber mangels eigener Lademöglichkeit und wegen meiner wechselnden Kunden ohne Säulen hätte ich es sowieso nicht gemacht

16.01.2022 23:23    |    jennss

Ja., wäre wohl etwas umständlicher. Auch ein LongRange hat keine gute Reichweite ggü. einem Diesel.

Hast du das Model 3 SR nur öffentlich geladen?

j.

17.01.2022 08:26    |    Bayernlover

Ich habe eine Steckdose in der Garage, das war 1-2 mal die Notlösung, aber das kann man nicht als "Laden" zählen - insofern ja, so gut wie nur öffentlich

17.01.2022 08:49    |    Dynamix

Weiss ja nicht wie viele Jahre man warten will bis so ein grosser BEV Akku an ner Schuko laden will. Wenn Knolfi schon mit seinem kleinen PHEV Akku fast nen halben Tag an der normalen Steckdose braucht will ich nicht wissen wie viele Tage das bei einem Tesla mit grossem Akku dauert.

17.01.2022 08:52    |    Bayernlover

Das kann ich beantworten: mein SR+ hat einen 55 kWh Akku und aus Schutz für die Steckdose lade ich mit maximal 8 A, bedeutet, mit 1,8 kW, also nur ca. 30 h Ladezeit ;) Das ergibt natürlich hinten und vorn keinen Sinn. War hier aber auch nicht die Implikation von Jennss, denke ich

17.01.2022 09:03    |    Dynamix

Hajoa, ist aber ein gutes Argument für eine Wallbox bzw. auch eine gute Erklärung warum du die öffentlichen Ladesäulen vorgezogen hast :)

17.01.2022 12:33    |    jennss

Es würde auch mit Schukosteckdose mit Bev funktionieren. Man lädt ja nur so viel nach wie man am Tag verfahren hat, nicht täglich den ganzen Akku. Ich habe unseren PluginHybrid 2 Jahre nur mit Schukosteckdose geladen. Aber eine Wallbox ist die bessere Lösung. Da geht es dann auch bis 11 kW ohne Genehmigung.

j.

17.01.2022 12:54    |    Bayernlover

Ich käme mit einer Ladung nicht mal über den Tag, Außendienst mit teilweise 400-500 km am Tag, ohne Möglichkeit beim Kunden zwischenzuladen

17.01.2022 13:33    |    jennss

Ein Mercedes EQS 450+ (WLTP 780 km) würde wohl reichen. Im Winter wäre es aber auch knapp. Da muss man dann ggf. an der Strecke irgendwo 10 Minuten Pause machen (+100 -bis 150 km). Bei so hoher Tageskilometerleistung kommt man um öffentliches Laden kaum herum. Mit 11 kW Wallbox kann man pro Stunde etwa 50 bis 60 km nachladen, je nach Auto. Über Nacht ginge es an einigen Tagen mit weniger km wohl ohne öffentliches Laden. Der kommende Lucid Air soll sogar nach EPA-Norm über 800 km haben, wird wie der EQS aber nicht billig sein.

j.

17.01.2022 13:45    |    Bayernlover

Autos über 100k sind hier nicht das Thema, insofern

17.01.2022 14:34    |    jennss

Jo und so bleibt festzuhalten, dass der Diesel auf solchen Fahrprofilen noch unbestreitbare Vorteile hat. Jeden 2. Tag zur Tankstelle fahren genügt. Wird noch etwas dauern bis Außendienstler einen optimalen elektrischen Ersatz für den Diesel bekommen. Der bestellte 520d ist ein sehr feines Auto.

j.

17.01.2022 14:46    |    Bayernlover

Danke, sehe ich genau so :) Allerdings sind wir Außendienstler auch eine verschwindend geringe Minderheit

17.01.2022 15:51    |    PIPD black

Dafür gibt's genug Pendler, die einen günstigen und verbrauchsarmen Wagen benötigen und ebenfalls keine hohen Investitionen in E-Autos (mit geringer Reichweite und ohne Lademöglichkeit) tätigen können oder wollen.

Es gibt noch sehr viele Leute, für die ein BEV nicht in Frage kommt/kommen kann.

 

Allzeit gute Fahrt mit dem weißen Riesen.:p

 

Wir halten dem Diesel auch die Treue.....wenn der Mokka dann im Mai vllt. geliefert wird.

18.01.2022 20:07    |    HerrLehmann

Das mit dem Tesla hab ich ja nie verstanden...

Aber vielleicht wolltest du ja mal was richtig hässliches neben dem attraktiven BMW vor der Tür stehen haben... ;-)

Und für E-Autos mit unattraktivem Design kannst Du ja zukünftig Deiner Hausmarke treu bleiben. ;-)

Zum 5er:

Limo? Dachte Du wärst jünger als ich... :-)

 

Buona corsa!

 

PS: Bild 7 > Striesen oder Blasewitz?

18.01.2022 20:12    |    Dynamix

Der Tesla hat wenigstens keine riesigen Nieren ;) Nur eine Frage der Zeit bis BMW den 5er in der Hinsicht ebenfalls völlig versaut.

18.01.2022 21:18    |    Bayernlover

@HerrLehmann ich hatte Lust auf E ;) und den i4 finde ich richtig gut! Striesen, an der Grenze zu Blasewitz (sind ganz frisch, die Säulen)

19.01.2022 12:22    |    miata&e46

Die Zusammenstellung des neuen 520d trifft genau mein Geschmack. Noch ein Schiebedach dazu und der Wagen wäre perfekt :-).

 

Ich bin auch im Außendienst und habe 2019 den Schritt in die E-mobilität gewagt. Ostern hatte ich bei einem Tesla P85D zugeschlagen, der seinerzeit 3 Jahre alt und gut 40 tkm hatte.

Die Erfahrungen damit waren höchst zwiespältig.

Auf der positiven Seite standen: instant torque, Platz, Fahrgefühl, Ruhe

Das Reisen damit höchst angenehm

Negativ aber: Ladezeiten, Reichweite (insbes. wenn autobahnlastig), Service

 

Ich hatte dann in gut 2 Monaten etwa 7.000 km mit dem Auto gemacht. Darunter auch eine Urlaubsreise. Und dabei kam es dann zum Eklat mit dem Wagen. Selbst die Kinder waren von den Ladestopps angenervt. So viel musste keiner auf die ekligen Sanifairs oder schon wieder Junkfood vom Chemiker genießen.

Der eine oder andere mag es als Entspannung bezeichnen, uns alle hat es einfach nur abgenervt. Im Winter auf noch längerer Strecke mit noch höherem Verbrauch... unvorstellbar für uns.

 

In der täglichen AD-Praxis: ging einigermaßen. Irgendwo ist schon eine Säule in Mandantennähe. Wenn nicht, läuft man halt 15 bis 30 Min, lässt sich vom Kollegen holen oder nimmt ein Taxi ;-).

 

Zugegebenermaßen: die BT4 (85er) wurden mittels OTA-Update massiv hinsichtlich Ladegeschwindigkeit (und teils auch Kapazität) beschnitten. Wie ein M5 mit 10l-Tank, der durch einen Strohhalm betankt wird. Das können andere mittlerweile besser und weit von dem entfert, was ein Model 3 so an der Ladesäule bringt. Und natürlich kenne ich auch die Berichte aus dem TFF, wo unglaubliche KM mit den Autos gefahren werden und sich das alles in den Tagesablauf integriert.

Aber das geht nur, wenn man sich dabei dann auch eine gehörige Portion davon bestimmen lässt.

 

Ich bin froh, dass ich den Test gemacht habe und im Dieselgatewahn niemand meinen schönen 5er kaufen wollte. Den den habe ich jetzt immer noch :-).

 

Was krass war: dank free SUC und den 2019 noch oft kostenfreien Ladesäulen hatte ich nur etwa 35€ Ladekosten auf den 7.000km :-). Wobei dies teils wieder mit nicht bezifferbarem Freizeritverlust verunden war.

19.01.2022 13:37    |    PIPD black

@miata&e46

Oh, oh.....was du schreibst, kann doch alles gar nicht stimmen. Du übertreibst doch maßlos und ihr wart gar nicht bereit, die E-Mobilität euer Leben bestimmen in euer Leben integrieren zu wollen. Es gibt nichts besseres als E-Autos. :D:D:D

19.01.2022 15:06    |    Bayernlover

Die E-Mobilität hat schon durchaus ihre Berechtigung, aber sicher nicht im Außendienst mit mehreren 100 Kilometern am Tag

20.01.2022 08:32    |    PIPD black

Ja, sie hat ihre Berechtigung.....in gewissen Grenzen. Sie ist aber definitiv kein Allheilmittel und kann und wird nie die gesamte Mobilität umfassen.

20.01.2022 09:30    |    Dynamix

Denke für den Güterverkehr wird sich E auch nicht durchsetzen. Alleine was man da an Akkus für die Reichweiten braucht die so ein LKW zurücklegen soll. Da braucht es definitiv Alternativen. Aber im Individualverkehr kann das für viele schon Sinn machen. Man müsste dann halt mal in die eigene Infrastruktur im Sinne des eigenen Hauses investieren. Es wohnt ja auch nicht jeder irgendwo in der Stadt und muss sein Auto unter der Laterne parken. Alleine auf dem Land gäbe es da genug Möglichkeiten, da bewohnt eh gefühlt jeder ein Einfamilienhaus mit eigener Unterbringungsmöglichkeit.

 

Und machen wir uns nix vor:

 

Wenn eh die Solardachpflicht kommt, dann kann man auch direkt ne Wallbox in die Garage nageln. Reduziert dann nicht nur den Stromverbrauch sondern drückt auch die Kraftstoffkosten gewaltig. Macht halt schon einen Unterschied ob ich mit dem kostenlosen Strom vom Dach laden kann oder dann bald 2€ pro Liter zahle.

 

Und E-Fuels sind in der momentanen Form auch kein Heislbringer weil einfach zu teuer. Keiner wird freiwillig seinen Verbrenner im Alltag weiterfahren wenn der Liter 5€ kostet, schon gar nicht wenn fast alle auf E umsteigen und die Nachfrage nicht da ist, welche die Preise noch drücken könnte.

 

Und Wasserstoff im Brennraum verfeuern ist somit das ineffizienteste was es gibt. Nach heutigem Stand ist die Produktion mega aufwändig, heißt es kostet massenweise Strom. Da ist die Brennstoffzelle schon sinniger, aber auch die kommt im Wirkungsgrad nicht an das E-Auto heran. Und dazu kommt noch das Problem mit den Tanks. Die Dinger sind einem unglaublichen Druck ausgesetzt, damit der Wasserstoff im gewünschten Aggregatszustand bleibt. Wir reden da von mehreren 100 Bar. Dagegen ist der Druck in einem Gastank (5-15 Bar) gar nichts. Faktisch ist es halt auch total blödsinnig diese ganzen, komplizierten Zwischenschritte zu machen nur damit man kein reines E-Auto fahren muss. Je weniger aufwändige Produktionsschritte da am Ende drin sind desto besser für die Umwelt. Weil jeder unnötige Schritt wieder CO2 verursacht und nix besser macht.

 

Und solange nicht morgen einer mit einem funktionierenden Funktionsreaktor um die Ecke kommt der auch noch kostendeckend arbeitet oder man eine Möglichkeit findet schnell und billig aus dem bereits verballerten CO2 kostengünstigen Kraftstoff herzustellen, wird man sich erst mal mit dem behelfen müssen was man hat. Der Markt regelt halt nicht immer und sich darauf verlassen das irgendjemandem innerhalb der nächsten 10 Jahre die rettende Technologie am Start hat ist eher unwahrscheinlich. Und weil wir seit mindestens 50 Jahren geschlafen haben, sind laut Wissenschaft nur noch gut 8-10 Jahre übrig bis wir an einem Punkt angelangt sind an dem es für die Menschheit unangenehme Dauerfolgen haben wird. Dagegen werden die Probleme die wir jetzt schon haben einfach nur lächerlich wirken.

20.01.2022 10:22    |    Swissbob

https://www.okq8.se/foretag/priser/#/

 

HVO100 gehört zur Gruppe der E-Fuels, so gross ist der Preisunterschied nicht.

 

Sind übrigens schwedische Kronen. Rund 1 zu 10 ( € zu Kronen)

20.01.2022 10:31    |    Dynamix

Naja, aber umgerechnet 2,47€ sind immer noch ne Hausnummer. Was hat man Ende der 90er protestiert weil die Grünen gefordert haben das der Sprit 5 Mark kosten soll. Das hier ist schon ziemlich nah dran. Die Leute stöhnen ja jetzt schon weil der Liter E10 mal 1,70 kostet.

 

Und da ist dann halt die Frage ob das dann so massenkompatibel ist, oder ob man das Thema E-Fuels nicht eher für Oldtimer treibt. Porsche treibt das Thema ja gerade massiv, aber die haben da schon allein aufgrund Ihrer Oldtimerkundschaft ein berechtigtes Interesse daran eine Alternative zu normalem Sprit zu haben.

20.01.2022 10:37    |    jennss

Zitat:

Die E-Mobilität hat schon durchaus ihre Berechtigung, aber sicher nicht im Außendienst mit mehreren 100 Kilometern am Tag

Ich denke, es kann durchaus funktionieren, aber nicht genauso wie mit Verbrenner. Man muss bereit sein, ggf. eine Ladepause einzulegen. Mit dem i4 eDrive40 wäre das ab ca. 350 bis 450 km fällig und braucht nur so viel zu sein (10 Minuten?), wie man bis nach Hause braucht, wo man wieder laden kann. Eine Tankpause ist eben noch kürzer und nur alle 2 Tage nötig.

j.

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