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tomato

Was ich schon immer mal erzählen wollte, oder so...

18.06.2016 12:11    |    tomato    |    Kommentare (34)    |   Stichworte: 8VA Sportback, A3, Audi

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Normalerweise erhalte ich für Dienstreisen ja immer die üblichen Diesel-Kompakt-Kombis. Die erfüllen schließlich auch ihren Zweck. Für die letzte Dienstreise jedoch wartete etwas anderes auf mich. Man stellte mir einen nagelneuen Audi A3 E-Tron mit gerade mal 38km auf´m Tacho zur Verfügung (nicht ohne den Hinweis, vorsichtig damit umzugehen, da er eben frisch vom Werk kam und obendrein auch recht teuer sei). Als würde ich mit Dienstfahrzeugen nicht immer ordentlich umgehen, ja, ehrlich jetzt, auch wenn´s keiner glauben mag. :)

 

Nach einer kurzen Selbsteinweisung, eigentlich gibt die Bedienung keine großen Rätsel auf, konnte ich dann auch gleich lautlos vom Hof reiten (oder sollte ich besser gleiten sagen?). Zu diesem Zeitpunkt war die Batterie noch voll. Das hatte sich nach einige Kilometern Stadtverkehr aber recht zügig erledigt. Zwar habe ich auch den gesamten Kabelsatz mit dazu bekommen, die Frage, wo ich ihn denn zum Aufladen einstöpseln könne, wurde allerdings lediglich mit einem Schulterzucken beantwortet. Der Akku wird auch während der Fahrt entweder durch den Verbrennungsmotor oder durch Rekuperation wieder aufgeladen, aber auf der ganzen Strecke in den beiden Tagen habe ich es nicht geschafft, mehr als zwei der acht Balken der Ladeanzeige wieder aufzuladen. Egal, er kann ja auch ganz normal mit Super-Benzin fahren und ich brauchte den Wagen ohnehin für 900km größtenteils Autobahn. Nicht gerade das ideale Einsatzfeld, um die Stärken eines Hybrid-Fahrzeugs unter Beweis zu stellen.

 

Abgesehen vom Hybrid-Antrieb ist der E-Tron aber auch so recht gut ausgestattet, womit er zumindest einen Teil seines hohen Preises rechtfertigt. Dinge wie Abstandsradar in Verbindung mit dem adaptiven Tempomat, DSG, Navi mit ausfahrbarem Bildschirm, diverser Multimedia-Klimbim, selbstkorrigierender Spurhalteassistent, Regensensor, Keyless-Go, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und was weiß ich noch alles ist an Bord. Was davon Serie ist und was sich auf der Aufpreisliste wiederfindet, weiß ich allerdings nicht.

 

Und wie fühlt er sich jetzt beim Fahren an? Überraschend unspektakulär und dabei mit Abstrichen, auf die ich noch zu sprechen komme, auch angenehm, würde ich sagen. Dabei fällt vor allem der große Antriebskomfort auf. Anfahren geschieht praktisch immer elektrisch und erst später (mal mehr mal weniger spät, je nach Füllstand der Akkus) schaltet sich beinahe unmerklich der Verbrenner dazu. Ist aber kein Problem. Dass das Auto dabei zumeist angenehm leise bleibt, passt gut zu dessen unaufgeregtem Charakter. Die Automatik schaltet überwiegend ruckfrei, nur manchmal zeigt ein leichtes Zuckeln den gerade vollzogenen Schaltvorgang an. Auf der Autobahn merkt man auch oft die Funktion des sogenannten Segelns, bei der der Antrieb quasi ausgekuppelt wird und das Auto einfach rollt, der Verbrenner wird dabei konsequenterweise abgeschaltet. Das alles geschieht für den Fahrer völlig transparent und eigenständig. Ungewohnt höchstens, dass ein Bremsmoment des Motors beim „Vom-Gas-gehen“ völlig ausbleibt. Witzig auch, dass man über die manuell eingeleitete Rekuperation (man muss den Schalthebel einfach kurz nach hinten ziehen) bremsen kann, ohne das Bremspedal zu berühren. Was ich allerdings nicht weiß, ob dabei auch die Bremslichter leuchten. Das wäre sicherlich nicht von Nachteil. ;)

 

Leider verliert das Antriebssystem seine Contenance, sobald Leistung abgefordert wird, von der mit einer sogenannten Systemleistung von 204PS eigentlich genug vorhanden sein sollte. Hektisch schaltet die Automatik bei Kickdown mehrere Gänge runter und lässt den Motor schreien. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, das Gaspedal mutiert in solchen Situationen nämlich mehr zu einem „Laut-Leise-Pedal“. Wirklich schneller wird es dann jedoch leider nicht. Der Motor dreht in solchen Situationen viel zu oft in einem Drehzahlbereich, in dem er gefühlt keinerlei Schub mehr produziert und sprichwörtlich nach Hilfe schreit. Warum die Automatik nicht gleich einen höheren Gang wählt, der für weniger Drehzahl sorgen könnte, ist mir ein Rätsel. Zumal es tatsächlich einigermaßen flott voran geht, wenn Elektro- und Turbomotor Hand in Hand im optimalen Drehzahlbereich zusammenarbeiten. Die Werksangabe von 7,6Sek für den Standardsprint erscheint jedenfalls glaubhaft. Man darf auch nicht vergessen, dass der A3 E-Tron mit gut 1,6t alles andere als ein Leichtgewicht ist. So gewöhnt man sich schnell einen eher maßvollen Umgang mit dem Gaspedal an und das funktioniert dann auch ganz gut, denn wirklich sportlich dynamisch ist der E-Tron ohnehin nicht, auch wenn das Fahrwerk wohl gerne etwas anderes behaupten möchte.

 

Und damit komme ich auch zur größten Schwachstelle des A3 E-Tron, dem Fahrwerk. Warum Audi immer noch an der Meinung festhält, dass jedes - aber auch wirklich jedes - Fahrzeug sportlich zu sein hat und dass obendrein „sportlich“ mit „hart“ gleichgesetzt wird, ist mir weiterhin schleierhaft. Eigentlich erreicht man durch die harte und auch unharmonische Federung nur eines, einen schlechten Fahrwerkskomfort, der aber nicht mit hoher Fahrdynamik einhergeht. Besonders auffällig wird das bei Schlaglöchern oder Bodenwellen. Man hat immer das Gefühl, dass er zunächst weich einfedern will, dann verpasst er einem einen unangenehm kräftigen Schlag und federt anschließend wieder weich zurück. Harmonisch fühlt sich das nicht an. So poltert man mehr schlecht als recht über Straßen der B- oder C-Kategorie und fragt sich, wozu das gut sein soll. Ein Gefühl sportlicher Dynamik wird jedenfalls nicht erreicht, wofür neben dem Fahrwerk und dem hohen Gewicht auch die gefühllose Lenkung sorgt. Ich denke, eine komfortablere Abstimmung täte dem A3 E-Tron wirklich gut und würde den ansonsten lässigen Charakter besser unterstreichen.

 

Dass ich überwiegend Autobahn gefahren bin und dass dieses Fahrprofil einem Hybrid nicht wirklich entgegen kommt, erwähnte ich bereits. Dennoch hätte ich mir einen etwas niedrigeren Verbrauch erwartet als die angezeigten 6,4ltr auf 100km bei eher ruhigem Fahrstil. Ich war überwiegend mit 130Km/h unterwegs und nutzte auch oft den adaptiven Tempomaten (ACC). Solche Werte erreiche ich mit meinem Alltagswagen bei der gleichen Fahrweise auch leicht und locker und das ohne Downsizing oder Hybrid-Antrieb.

 

Wie so oft hatte ich auch dieses mal leider keine Kamera dabei, so dass ich nur ein Beispielbild des Cockpits einfüge. Wie ein A3 sonst so aussieht, weiß ja ohnehin jeder. Das von mir gefahrene Exemplar sah im Innenraum aber exakt genau so aus. Im Bereich des Tachos unterscheidet er sich allerdings schon klar vom normalen A3.

 

Fazit:

Trotz einiger Schwächen ist der A3 E-Tron ein sehr angenehmer Begleiter sowohl auf längeren Autobahnetappen als auch im Stadtverkehr, wo er sicher auch die Stärken seines Plug-in-Hybrid-Antriebs voll und ganz ausleben kann.

 

Ich verlinke zum Vergleich auch zum Artikel von Motor Talk damals zum A3 E-Tron und habe mir erlaubt, ein Bild daraus einfach mit für meinen Blog aufzunehmen. Sollte das ein Problem sein, bitte bescheid sagen.

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18.06.2016 12:52    |    PIPD black

Ich frage mich immer noch, wie hoch die Motorenhaltbarkeit ist, wenn der Verbrennermotor praktisch im Kaltzustand derart getreten wird, nur weil man beschleunigt. Eine Antwort darauf konnte ich noch nirgends lesen. Oder verfügt das System über einen Motorschutz wie die Abgasreinigungseinrichtungen diverser Hersteller?;):p


18.06.2016 13:47    |    Rockport1911

Zitat:

Leider verliert das Antriebssystem seine Contenance, sobald Leistung abgefordert wird, von der mit einer sogenannten Systemleistung von 204PS eigentlich genug vorhanden sein sollte. Hektisch schaltet die Automatik bei Kickdown mehrere Gänge runter und lässt den Motor schreien. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, das Gaspedal mutiert in solchen Situationen nämlich mehr zu einem „Laut-Leise-Pedal“. Wirklich schneller wird es dann jedoch leider nicht. Der Motor dreht in solchen Situationen viel zu oft in einem Drehzahlbereich, in dem er gefühlt keinerlei Schub mehr produziert und sprichwörtlich nach Hilfe schreit.

Bin schon mehrere GTE- und E-Tron- Modelle gefahren. Von der angeblich hohen Systemleistung ist nicht viel zu merken, ein 2.0 150PS TDI fährt da entspannter davon. Im schweren Passat ist der kleine 1.4er TSI völlig überforderd wenn man es mal eilig hat.

 

Die deutsche raserei vertragen die nicht so gut, und das schlägt sich dann auch im Verbrauch nieder der die aufwändige Technik rechtfertigt.

 

Von Vorteil sind allerdings die PlugIn- Funktionen und das rein elektrische Fahren über das DSG bis zur Autobahngeschwindigkeit.

weiterer Vorteil ist das der Rest dieser VAG- Hybridmodelle sich angenehm optisch zurückhält und diese weitgehend den anderen Motorvarianten entsprechen ( Technik, Platzangebot).


18.06.2016 13:51    |    PIPD black

Zitat:

Witzig auch, dass man über die manuell eingeleitete Rekuperation (man muss den Schalthebel einfach kurz nach hinten ziehen) bremsen kann, ohne das Bremspedal zu berühren. Was ich allerdings nicht weiß, ob dabei auch die Bremslichter leuchten.

Das tun sie. Zumindest im E-up! und E-Golf, wie ich bereits testen konnte. Auch der Instruktur wies darauf explizit hin, weil es zumindest bei den E-Mobilen verschiedene Stufen der Rekuperation gibt und je nach Version es fast einer Vollbremsung gleichkommt.


18.06.2016 16:00    |    tomato

Zitat:

Ich frage mich immer noch, wie hoch die Motorenhaltbarkeit ist, wenn der Verbrennermotor praktisch im Kaltzustand derart getreten wird, nur weil man beschleunigt.

Ja, ich war selbst doch ziemlich überrascht, wie hoch der gleich dreht, nur weil man mal ein wenig das Gaspedal berührt hat. ;)

Aber zu verhindern ist das kaum, vielleicht wenn man sich mehr daran gewöhnt hat und man ganz genau weiß, um wie viele mm ich das Pedal runterdrücken darf, bevor er hektisch runterschaltet.


18.06.2016 16:02    |    tomato

Zitat:

Die deutsche raserei vertragen die nicht so gut, und das schlägt sich dann auch im Verbrauch nieder der die aufwändige Technik rechtfertigt.

Von Raserei kann bei weitem nicht die Rede gewesen sein, ich wollte nur etwas beschleunigen. Natürlich habe ich auch einmal auf einem Beschleunigungsstreifen wissen wollen, was denn so geht, aber um die eine Situation ging es mir ja nicht. :D


18.06.2016 16:37    |    hapel

Danke für die ausführliche Fahrezeugvorstellung!

 

Beim Renault Zoe leuchten die Bremsleuchten bei der Rekuperation nicht wie ich gestern beim Hinterherfahren gemerkt habe.


18.06.2016 21:27    |    Fensterheber169

Guter Artikel.

Bin etwas verwundert wie hoch der Verbrauch ist. Das schaffen viele Autos auch ohne aufwendige Technik


18.06.2016 22:08    |    tomato

Zitat:

Bin etwas verwundert wie hoch der Verbrauch ist. Das schaffen viele Autos auch ohne aufwendige Technik

Ja, wie ich auch bereits erwähnte ist das in der Tat kein Ruhmesblatt. Ich gebe aber auch zu bedenken, dass einerseits der Hybrid-Modus auf der Autobahn kaum zur Geltung kommt und andererseits sind die 6,4ltr auch der am Bordcomputer abgelesene Wert.

Eigentlich hatte ich angesichts meiner Fahrweise aber schon mit einer 5 vor dem Komma gerechnet.


18.06.2016 22:51    |    martini-tier

Wundert mich auch. Nach einer Woche mit einem Mondeo Hybrid kann ich sagen, auch auf der Autobahn (Tempomat, Eco Cruise) waren 5,x l drin. Insgesamt um die 4,5l. Hätte beim A3 (kleiner, Batterie größer) weniger erwartet.


19.06.2016 06:50    |    206driver

Man sollte dem Motor auch zugute halten, dass er noch ganz neu ist. Wenn er mal 8-10tkm gelaufen ist, wird vermutlich auch der Verbrauch noch mal etwas sinken.

 

Du hast es ja schon richtig gesagt: sehr lange Autobahnetappen sind nicht gerade der hauptsächlich Einsatzzweck eines Hybrid. Die ganzen Vorteile des Konzeptes kann man auf Landstraßen und beim täglichen Pendeln mit viel Stop-and-Go ausspielen.

 

In welchem Fahrprogramm bist du denn gefahren? D oder B? Man kann wohl verschiedene B Programme auswählen und die Unterscheiden sich in der Stärke der Rekuperation. Im stärksten Programm wird die Batterie dann so stark geladen, dass man außer bei Gefahrensituationen nicht zusätzlich Bremsen muss.

 

Ich finde das Konzept schon interessant und wenn man mehr Gebrauch vom Laden per Steckdose macht, dürfte man auch einen besseren Verbrauch hinbekommen.


19.06.2016 10:08    |    tomato

Zitat:

Man sollte dem Motor auch zugute halten, dass er noch ganz neu ist. Wenn er mal 8-10tkm gelaufen ist, wird vermutlich auch der Verbrauch noch mal etwas sinken.

Das hatte ich jetzt nicht berücksichtigt, sollte ich den Wagen nochmal bekommen, werde ich das beobachten, zumal er jetzt ja die ersten 1.000km bereits hinter sich hat.

Allerdings würde ich diesen - ich nenne ihn mal - "erweiterten Einfahreffekt" nach den ersten vielleicht 5 bis 10tkm nicht überbewerten.

Bei meinen bisherigen Neuwagen konnte ich nach den ersten 1.000km nie wirklich dramatische Unterschiede feststellen.

 

Zitat:

In welchem Fahrprogramm bist du denn gefahren? D oder B?

Ein "B"-Programm konnte ich nirgends ausmachen, es gab D oder S (wenn ich in die manuelle Schaltgasse wechsle). Beim Rekuperieren zeigt er im Display übrigens auch "S" an.

Mit dem Audi-drive-select-Knopf habe ich nur kurz rumgespielt und es anschließend wieder auf der Standard-Einstellung "auto" gelassen. Ich gehe sowieso davon aus, dass das Auto sozusagen per default auf den ökonomischen Modus eingestellt ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich den Sparmodus, mit dem ich die werbewirksamen und vor allem steuertechnisch relevanten Verbrauchswerte erreiche, erst manuell aktivieren muss. Sonst gäbe es beispielsweise auch hier bei Motor-Talk nicht so viele Threads, in denen es darum geht, den Sport-Modus verschiedener Fahrzeuge als Standard zu definieren oder die Start-Stopp-Automatik komplett zu deaktivieren. Beides ist ab Werk nicht vorgesehen.


19.06.2016 10:21    |    PIPD black

Die Verbrauchsreduzierung trat bei den meisten meiner Neuwagen nach dem ersten Ölwechsel ein.

Da mußt du noch ein paar km fahren.:p


19.06.2016 11:21    |    206driver

Die unterschiedlichen B-Modi haben natürlich auch Nachteile. Je stärker die Rekuperation ist, desto langsamer wird der Wagen. Heißt im Klartext: Fuss vom Gas und gleiten lassen geht nicht. Es gibt auch Situationen, wo der normale D-Modus sinnvoller ist.

 

Es wundert mich jetzt aber doch, dass es das beim A3 nicht geben soll.

Hier ist ein Foto vom GTE Innenraum. Man kann die unterschiedlichen B-Modi erreichen, indem man den Wählhebel der Schaltung weiter zu sich zieht. Auf der Umrandung erkennt man auch das B. Beim A3 e-tron sieht das in der Tat anders aus. Vielleicht verbirgt sich die gleiche Funktion hinter dem Dreieck, dass unter "D/S" abgebildet ist.

 

In diesem Video wird das mit den unterschiedlichen B-Modi beim GTE auch gut erklärt.

 

Ergänzung: Ich konnte bei meinen beiden letzten Neuwagen bis 8-10tkm schon deutlichere Schwankungen beim Verbrauch feststellen. Bis 3tkm würde ich aber mindestens von Einfahrphase sprechen, auch wenn man da heutzutage nicht mehr viel machen / beachten muss.


19.06.2016 11:48    |    tomato

Zitat:

Hier ist ein Foto vom GTE Innenraum.

Ah, jetzt weiß ich, was Du meinst. Das hat der VW e-up, soweit ich mich erinnere, auch.

Beim A3 heißt dieser Modus zumindest nicht "B". Ob sich beim mehrmaligen nach-hinten-ziehen des Hebels noch eine stärkere Rekuperation einstellt, habe ich nicht ausprobiert.

 

Zitat:

Bis 3tkm würde ich aber mindestens von Einfahrphase sprechen

Ich habe meine Autos nie länger als maximal 1.000km eingefahren. ;)

 

@PIPD black

Den Ölwechsel kann ich bei dem A3 ja leider nicht beeinflussen, aber wie gesagt, ich werden das mit dem Verbrauch bei Gelegenheit beobachten. Er hat sicher eine weitere Chance verdient.


19.06.2016 15:01    |    MatthesKtto

6,4l Benzin bei 200PS ist sehr gut find ich...


19.06.2016 23:41    |    tobistenzel

Zitat:

Wundert mich auch. Nach einer Woche mit einem Mondeo Hybrid kann ich sagen, auch auf der Autobahn (Tempomat, Eco Cruise) waren 5,x l drin. Insgesamt um die 4,5l. Hätte beim A3 (kleiner, Batterie größer) weniger erwartet.

Plugin-Hybride sind dafür da, nennenswerte Strecken rein elektrisch fahren zu können. Auf niedrige Benzinverbräuche sind die eher nicht ausgelegt. Dagegen spricht auch das hohe Gewicht. Die Nicht-Plugins brauchen weniger; der Mondeo hat ein recht effizientes Hybridsystem, das technisch sehr ähnlich zu dem von Toyota / Lexus ist.

 

Zitat:

Du hast es ja schon richtig gesagt: sehr lange Autobahnetappen sind nicht gerade der hauptsächlich Einsatzzweck eines Hybrid.

Wenn man autobahntaugliche Hybriden sucht, muss man eher bei Lexus oder Ford schauen ;)


20.06.2016 08:41    |    HL66

Zitat:

Ich frage mich immer noch, wie hoch die Motorenhaltbarkeit ist, wenn der Verbrennermotor praktisch im Kaltzustand derart getreten wird, nur weil man beschleunigt. Eine Antwort darauf konnte ich noch nirgends lesen. Oder verfügt das System über einen Motorschutz wie die Abgasreinigungseinrichtungen diverser Hersteller

Solange bis er kaputt ist .. offiziell wird Dir niemand sagen daß es dem Motor nicht gut tut... das offizielle Statement ist "über die Lebensdauer des Fzg kein Problem"... und wir wissen daß heute Lebensdauer keine 300.000km mehr ist sondern 3 Jahre Leasing

 

DIe Hersteller sollten die Möglichkeit einbauen daß wahlweise der Motor beim Laden an der Steckdose elektrisch vorgewärmt werden kann oder daß es eine Art Aufwärm-Modus gibt die den Motor eine Weile moderat mitlaufen lässt um ihn erst mal auf Temperatur zu bringen.

 

Abgesehen von der Belastung der kalten Maschine ist es bestimmt auch nicht gut wenn der z.b. im Stadtverkehr immer nur wenige Sekunden oder mal ne Minute mitläuft und dann wieder aus ist..der wird uU ja nie richtig warm..im besten Fall wird man dann nach 6000km zum Ölwechsel gerufen was der Wirtschaftlichkeit ja auch nicht besondes gut tut.. im schlechten Fall leidet die Lebensdauer


20.06.2016 15:07    |    RC42

Der Motor ist ggü. den normalen TSI an den kritischen Punkten schon deultich modifiziert.....die Haltbarkeit dürfte kein Problem sein....wen es Interessiert kann ja einmal das SSP537 vom GTE lesen, da steht alles drin.:)

 

Hinsichtlich Verbrauch...bei AB Richtgeschwindigkeit bringt der Hybrid mal garnix, jeder normale Benziner ist da rein von der Physik her sparsamer, ein diesel allemal.

 

Wenn man das Gewicht und die Fahrzeuggröße betrachtet schaffen das 20-25 Jahre alte Fahrzeuge auch, das ganze aber ohne hochkomplexe Technikspielerchen sondern mit klassischem Maschinenbau.

 

LG Markus


21.06.2016 10:10    |    GaramMasala

Zitat:

Warum die Automatik nicht gleich einen höheren Gang wählt, der für weniger Drehzahl sorgen könnte, ist mir ein Rätsel.

Weil der Motor dann, anders als vielleicht gefühlt, real weniger Leistung bringt? Man sollte sich auch nicht zu sehr an der "Systemleistung" orientieren, die Fahrleistungen liegen idR dann doch mehr Richtung Verbrennerleistungsanteil , ist bei den bekannten Hybridmodellen anderer Hersteller recht ausgeprägt.

Beim Kickdown muss der Motor aufschreien, dafür ist der Kickdown da.


21.06.2016 10:28    |    Ti-Driver

Gegen möglichen erhöhten Verschleiß durch Kaltstart sind die Teile des Kurbeltriebs speziell beschichtet, auch kommt ein besonderes Motorenöl angeblich zur Verwendung, ob es auf Dauer hilft ist allerdings eine noch offene Frage. Ich verfahre mit meinem Volvo D6 ( Diesel ) daher so das bei Temperaturen unter +10 Grad die Vorkonditionierung am Kabel genutzt wird. Außerdem generell bei Fahrtantritt den Motor etwa 1 Minute im Leerlauf starten. Das reicht um die Lagerstellen im Kurbel-und Ventiltrieb und die Zylinderwandungen mit Schmieröl für einen späteren Motorstart im Fahrbetrieb zu versorgen. Je nach Geschwindigkeit und Leistungsabruf kann nämlich der eigentlich " kalte Motor " von o auf z.B. 3000 Upm hochdrehen. 6,0 Ltr/100 km bei leerem Akku sind doch ein guter Wert für einen derartigen Benziner. Hier muss man natürlich auch das nicht unerhebliche Zusatzgewicht berücksichtigen. Die Vorteile eines Hybrid , hier Plug in , liegen eindeutig im Stadt/Überlandverkehr und insbesondere wenn zwischendurch Lademöglichkeiten bestehen . Bei mir ist es der Idealfall so das ich täglich auf über 80 Km E-Reichweite komme und der BAB Anteil bei unter 10 % der Gesamtlaufleistung liegt. Wenn man sich dann noch auf ca. 130 Km/h als Richtgeschwindigkeit beschränkt sind auch Benzin Verbräuche unter 6,0 Ltr/100 Km machbar. Ein Hybrid will und kann kein Sportwagen sein und auch kein Fahrzeug für Fahrer die täglich 200 oder 300 Km auf der BAB unterwegs sind. Dann lieber einen Diesel oder RS/GTi. Schade das weder Audi/VW derzeit keinen Vollhybriden mehr anbietet, der Jetta Hybrid wurde ja eingestellt, Aber was nicht ist kann ja noch kommen. Hier wären durch Einsparung des großen Akkus ( Risiko ) Kosten und Gewichtsoptimierungen möglich.


21.06.2016 15:16    |    gregi66

ja, die technik ist veralte drum braucht er so viel. das hat schon vor kurzem ein reporter aufgedeckt. viel technik fuer das gleiche ergebis im benziner das man teuer bezahlen muss.

darum denke ich hat bmw nicht nur nen e motor eingebaut wie das im vw konzern gemacht wird, die haben das auto neu entwickelt. denke schon das manche dinge eben seinen grund haben...


21.06.2016 15:31    |    Ti-Driver

Die Technik ist nicht veraltet, die Kernfrage ist wie man einen Plug in Hybrid einsetzt. Habe ich z.B. einen Anfahrweg zur Arbeit von max. 40 Km und kann in der Firma laden, was schon vielfach möglich ist und erlaubt wird, kann ich den Rückweg ebenfalls rein elektrisch zurücklegen. Dafür könnte man natürlich auch ein E-Fahrzeug einsetzen. Der Plug in hat außer der E-Reichweite dann noch den Vorteil mit dem Motor auch größere Strecken fahren zu können. BMW hat nur den i3 und den i8 neu entwickelt, alle anderen Hybrid Lösungen basieren auch auf den alten Baureihen 2er, 3er , 5er und 7 er mit dem Unterschied das das System von Volvo übernommen wurde und ein E-Motor an der Hinterachse verbaut ist ( 2er und 7er ). Dadurch habe ich automatisch Allrad zu wahlweise Front-oder Heckantrieb.


22.06.2016 08:14    |    206driver

Ich bin gespannt, wie die nächste Version aussehen wird.

Bin mir jetzt nicht ganz so sicher, wie es beim e-tron ist, aber der GTE ist ja durchaus als Alternative zu den anderen GTx gedacht. Fraglich, ob man damit auch die Leute anspricht, die sich so einen Wagen kaufen würden.

Große Felgen und breite Reifen mögen nett aussehen, wer aber wirklich viel fährt, der möchte Komfort und die niedrigen Preise einer gängigen Größe.

 

Wenn man das nächste Modell aus der GTx-Linie rückt würde der Preis auch deutlich sinken. Dazu dann eventuell ein Wechsel auf den neuen 1.0 TSI.


22.06.2016 09:24    |    Ti-Driver

Meine Version im A3 statt aufwendigem Plug in wäre der neue TSi 1,5 Ltr.-Motor mit 110 kW, 85 kW würden auch reichen und dazu ein Hybridsystem a la Toyota/ Kia-Hyundai mit einem integrierten E-Motor um die 40 kW und dem DSG. Dazu ein kleiner Pufferakku um die 2,0 kWh. Das Ganze zu einem machbaren Einstiegspreis deutlich unter 30.000 €. Durch Wegfall des großen Akkus könnten locker über 100 Kg an Gewicht und rund 5.000 € eingespart werden. Damit wären im Schnitt Verbrauchszahlen um die 5,0 Ltr/100 Km realisierbar.


22.06.2016 11:40    |    tomato

Interessante Diskussion auf jeden Fall.

Ich denke bei dem hier beschriebenen Nutzungsprofil ist ein derartiges Fahrzeug meiner Meinung nach vermutlich eine ganz gute Lösung.

Müsste nur noch der Preis in kundenfreundlichere Regionen fallen.

 

Zitat:

Große Felgen und breite Reifen mögen nett aussehen, wer aber wirklich viel fährt, der möchte Komfort und die niedrigen Preise einer gängigen Größe.

Den sklavischen Zwang zum sportlichen Image sehe ich auch eher als Hemmschuh. Der von mir gefahrene A3 vermittelte nicht mal im Ansatz so etwas wie ein sportlich dynamisches Fahrgefühl und das sollte er meiner Meinung nach auch nicht. Mehr Konzentration auf Komfort gelegt, würde das dem Wagen sicher gut tun.


22.06.2016 13:23    |    McLion

Super Bericht!

Hatte einen A3 e-tron 2 Tage als Ersatz und kann jeden Satz nur bestätigen - deckt sich voll mit meinen

Erfahrungen. Ergänzen möchte ich lediglich, dass ich die reine e-Reichweite von praktisch ca. 40km definitiv als zu knapp empfinde.

War eine interessante Erfahrung - möchte allerdings nicht gegen den Q3 tauschen :D


23.06.2016 09:28    |    RedRunner10

Der E-Tron bzw. GTE versuchen niedrigen Verbrauch mit guten Fahrleistungen zu kombinieren und das funktioniert leider nicht wirklich gut. Die ganze extra Technik macht das Fahrzeug schwer und damit weder schnell noch besonders sparsam und das ist nicht Sinn der Sache. Außerdem wird das Auto nur unnötig teuer und von ein paar 1000 Euro Aufpreis kann man sehr viel Benzin kaufen. Wenn man schnell fahren möchte sollte man sich lieber gleich einen GTI kaufen und wenn man sparsam fahren möchte lieber einen lahmen Hybrid (z.B. von Toyota).


23.06.2016 09:48    |    McLion

...von ein paar 1000 Euro Aufpreis kann man sehr viel Benzin kaufen...

 

Allerdings steht hinter den Hybriden mehr der ökologische Gedanken und nicht der ökonomische ;) .. IMHO


23.06.2016 10:08    |    RedRunner10

Wenn man zu den Ökos gehört, kauft man sich einen Toyota Hybrid mit rund 5 Liter Verbrauch und investiert die restlichen paar 1000 Euro in andere ökologische Dinge wie Solar Panels oder eine Wärmepumpe.


25.06.2016 12:52    |    cembalo

Warum gibt es kaum Hybrid-Autos mit sparsamen und durchzugsstarken Dieselmotor? Dann wäre das Fahrzeug nochmals 10 % teurer...


25.06.2016 14:07    |    Ti-Driver

Gab es seit Ende 2012 bei Volvo läuft aber mit Erscheinen des neuen V60 in 2017 aus. Angeblich zu geringe Nachfrage Preis je nach Ausstattung zwischen 57-70 T/€. Ist m.E. mit 218 Diesel-PS aber über motorisiert. Man wollte mit diesem ersten richtigen Plug in auf Dieselbasis zeigen was möglich ist. Das System fand viele Nachahmer allerdings auf Benzin Basis. Schade ein Diesel mit nun Euro 6 und etwa 100 kW plus dem E-Motor wäre vielen Vielfahrern entgegen gekommen. Die real 40 Km E-Reichweite hätten auch in vielen Fällen ausgereicht.


11.07.2016 07:45    |    Philsen82

Wenn man tatsächlich sparsam und umwelftfreundlich untwegs sein will, kauft man sich einen g-tron und keinen e-tron. Spritkosten von deutlich unter 4€ auf 100km, dazu der sauberste erhältliche Verbrennungsmotor der tatsächlich unter 100g Co2 / 100km außstoßen kann.

 

Hatte den e-tron auch schon mehrfach als Ersatzwagen. Das lautlose dahingleiten ist schon toll, vor allem in der Stadt. Aber die Reichweite ist leider wirklich sehr beschränkt. Ich fahre sowieso immer extrem (!) sparsam, aber so wirklich gering fand ich den Verbrauch vom e-tron nicht. Ich hatte am Ende ca. 4.5 L stehen. Sicher ein guter Wert, aber mein g-tron schafft im Benzinbetrieb auch 5.5 L ohne viel Schickschnack, bei ca. 10.000-15.000€ günstigerem Preis.

 

Generell ist E-Mobilität sicher die Zukunft, und ich freu mich drauf, aber 2-3 Jahre wird man wohl noch warten müssen, bis die ersten wirlklich 100% durchdachten e-Konzepte da sind. Tesla mal außen vor, die wenigsten haben nun mal 130.000€+ für ein Auto zur Verfügung. Den neuen i3 finde ich persönlich sehr interessant, da er mir entgegen der Masse doch wirklich gut gefällt. Auch das Konzept mit alles Recycling etc. finde ich toll. Muss mir den mal mieten und testen, wie sich die Reichweite in der Praxis verhält.

 

Bis dahin fahr ich weiter g-tron.


21.08.2016 15:13    |    bauks

Da der Motor - wie her bereits geschrieben - modifiziert ist, um erhöhten Verschleiß vorzubeugen, erwarte ich hingegen auch keine Änderung seines Verbrauches nach einigen tausend km Laufleistung.


17.11.2016 12:08    |    FJ60

Hallo!

Ich fahre den Etron jetzt seit einem Monat. Ich nutze ihn zu 99% Landstraße und Stadtverkehr! Mein Verbrauch liegt bei täglichen 100 Km bei 3,8 Liter. Morgens und Abends dunkel und auch täglich Sitzheizung und Heizung. Die Strecke zur Arbeit immer im Hybridmodus und zurück die verbleibenden 10 Km rein elektrisch. Ich gehe davon aus, dass sich der Verbrauch durch eingefahreren Motor und im Sommer noch senken wird. Als ich vor einer Woche auf der Autobahn war besetzt mit 4 Personen und ich dann auch zügiger fuhr lag der Verbrauch bei 7,1 Litern und einer VMax von 240 (laut Tacho). Für mich noch immer akzeptabel für ein 200 PS Gefährt. Ich weiß nicht, was hier einige erwarten? Dieses Auto hat Leistung fast wie ein GTI und verbraucht im Schnitt ca. 2 Liter weniger, wenn ich den STrom schon drauf gerechnet habe. Ich hatte vorher einen Q3 TDI 14o PS. Ja, er war entspannter zu fahren, aber auch lange nicht so spritzig. Ich bin von der technischen Umsetzung sehr zufrieden, weil man im normalen Betrieb (Auto) kaum etwas vom Antriebsmodus mitbekommt. Für die jenigen, die sich über die hektische Schaltung muckieren. Einfach den Schalthebel einmal zurück ziehen und man befindet sich im S-Modus des DSG. Hier ist der Etron immer im richtigen Drehzahlbereich und macht dann erst richtig Spaß. Die Elektromobilität steckt in Deutschland in den Kinderschuhen und ich erwarte in den nächsten Jahren eine höhere Reichweite, damit auch die reinen E Mobile interessant sein könnten. Meinen Etron könnte ich mir mit einer E Reichweite von 100-150 Km gut vorstellen. Damit wäre er der Allrounder und man braucht sich vor der Urlaubsfahrt nicht fürchten.

Alles in allem ein sehr gelungenes Auto, allerdings nicht für jeden interessant!

 

Ich muss allerdings noch erwähnen, dass ich dieses Fahrzeug geleast habe und das Angebot von AUdi um einiges günstiger war als für den A3 mit dem 1,4 TFSI. SOnst wäre ich wohl nicht zum Etron gekommen!


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