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Toby1389

Alles über die Marke Ford.

18.02.2014 16:30    |    Toby1389    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: Elektro Fiesta, Elektrokleinwagen, Fiesta, Ford, Mk7 (JA8)

Wo ist denn hier der Motor?

Ein Fiesta, wo vorn unter der Motorhaube kein Motor drin ist? Kein Benzin, kein Diesel, kein Gas und auch kein Elektromotor. Wo ist der Motor dann, im Kofferraum? Nein, auch dort nicht. Ford arbeitet gemeinsam mit dem Zulieferer Schaeffler an einem Elektro-Fiesta mit Radnabenantrieb. Radnabenantrieb? Ja! Zwei Motoren an den Hinterrädern, ganz nach dem Prinzip von Ferdinand Porsche 1897. Die zwei Radnabenelektromotoren im Prototyp haben jewals 54Ps Spitzenleistung samt Leistungselektronik und Flüssigkeitskühlung. Die Energie dazu liefert ein Lithium-Ionen-Akkupaket, dass unter der Vorderhaube steckt. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 130km/h dann ist Schluss. Das ist aber nicht schlimm, denn der E-Fiesta soll hauptsächlich als Stadtauto dienen. Der Prototyp (e-Wheeldrive) hat nur eine Reichweite von 30Km aber im moment geht es nur um die Erprobung. Der Serien-Fiesta soll eine größere Reichweite haben. Die 45 ungefederten Extra-Kilos pro 16-Zoll Rad machen keine Probleme.

 

 

 

Einparken kinderleicht

Die Motoren können individuell ansteuert werden, weil Antriebswellen zu den Achsen überflüssig sind, könnte so ein Auto die Räder deutlich weiter einschlagen. Und weil sich jeder Radnabenmotor einzeln ansteuern und bei Bedarf sogar gegenläufig betreiben lässt, kann ein derartiges Mobil ähnlich wie ein Kettenfahrzeug sogar auf der Stelle drehen oder wie ein Krebs seitwärts wandern.

 

 

Jetzt noch die Frage wann?

Ein Fiesta mit (heck mittel unten) E-Motoren und Heckantrieb mit 110Ps und ein Drehmoment von bis zu 700 Nm in einem Kleinwagen. Ich würde mir den sofort kaufen. Aber der E-Fiesta mit Radnabenmotor kommt nicht in der jetzigen Baureihe Mk7 sondern erst im neuen Fiesta und dann erst 2018.


18.02.2014 18:08    |    GaryK

Nun noch einen Generator als Backup in die Kiste und das Thema mit den Akkus hat sich überwiegend erledigt. Kein Akku mag es tiefentladen zu werden, ein rechtzeitig einspringender Generator kann daher die Lebensdauer deutlich verlängern. Auch wenn die Klangkulisse eines auf Vollgas laufenden und die Akkus ladenden Aggregats nicht besonders prall ist.

 

Achja, den Kaufpreis senkt ein Aggregat ebenfalls, da die Akkureichweite auf die durchschnittliche Strecke plus kleinem Zuschlag optimiert werden kann und nicht auf die maximal vom Kunden gewünschte Distanz (sehr üppige Reserve) ausgelegt werden muss.

 

Zudem ist aktuell ein neues Elektrodematerial bei Li-Akkus in der ENtwicklung. Siehe http://www.japanmarkt.de/.../

 

Zitat:

Sekisui Chemical hat mit Hilfe neuer Materialien die Kapazität von Lithium-Ionen-Batterien verdreifacht. Zugleich sollen durch die neue Bauweise die Kosten pro Kilowattstunde um 60 Prozent sinken. Als Folge wären Elektroautos nicht mehr teurer als Benziner- oder Diesel-Fahrzeuge.


18.02.2014 22:45    |    Karlsson79

Bitte korrigieren - es ist ein Radnabenmotor. Radnabe ohne "r". Das beißt immer so in den Augen ;)

 

Die Meinung zum RE sehe ich auch so. Wobei ein Zweitwagen auch ohne auskäme.

Den E-Antrieb dann bitte im Focus Kombi + RE.


19.02.2014 08:49    |    Dynamix

Interessant! Chevy hat ja mit dem E-Spark ein ähnlich interessantes Modell in den USA am Start. Gut 130 PS und massenweise machen aus dem Spark schon eine kleine Taschenrakete auch wenn er in der Top Speed nicht gut dasteht.

 

Bin mal gespannt wie das Teil am Ende aussieht wenn es denn in Serie geht.


19.02.2014 13:18    |    Karlsson79

Tja, Chevy zieht sich aus Deutschland nur leider komplett zurück und so wird der Spark wohl nicht zu uns kommen.


19.02.2014 13:30    |    Dynamix

Das wäre er sowieso nie. Der ist mehr für den nordamerikanischen Markt konzipiert. Eigentlich schade!


19.02.2014 17:36    |    GaryK

Wobei Chevy als Opel kommen wird. Chevy zieht sich in Europa zurück um Opel ausreichend Platz und Luft zu lassen, beide Marken gehören zu GM. Der Spark war mal ein Daewoo...


19.02.2014 17:38    |    Dynamix

@Gary: Falsch! Du meinst den Matiz. Der Spark war eine völlige Neuentwicklung als GM das Ruder bei Daewoo schon komplett übernommen hatte. Der hatte mit einem Daewoolett so viel zutun wie John Wayne mit der Anti Waffenlobby ;)


22.03.2019 03:31    |    hd311

Ich bin Physiker +Elektroniker und sehe den Radnabenmotor

nur dann erfolgreich, wenn er möglichst leicht ist. 40 kW pro Rad würden vollkommen ausreichend sein.

Die neueste Pressemitteilung von NIDEC (einem der weltweit größten Hersteller von Elektromotoren) dass ein 100 kW starker und 32 kg schwerer Radnabenmotor den Markt aufrollen wird, kann man nur als reines Wunschdenken interpretieren, um europäische Entwickler zu "schockieren". Im Bereich der Elektromotoren sind die epochalen Erfindungen schon lange passiert. Ein 10 kg schwerer Radnabenmotor würde da eher in Verbindung mit einer hohen Reifenflanke zu einem akzeptablen Fahrkomfort führen !


22.03.2019 03:39    |    hd311

Und Schaeffler hat da richtig gehandelt.

Nur jetzt ist es nötig einen Hersteller zu finden, der die Vorteile im Markt realisieren kann.

BMW z.B. könnte da mit einem "i4" mit 4 Radnabenmotoren a 30 kW =120 kW max. Gesamtleistung den Markt aufrollen ...


22.03.2019 03:44    |    hd311

Der Fiesta hat meiner Meinung nach zu niedrige Reifen, (Reifenquerschnitt) um die nötige Federdynamik zu erreichen, aber das wissen die inzwischen selbst ...


29.03.2020 07:30    |    Toby1389

Ja das wissen die schon, er kam ja nicht auf dem Markt ??


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