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19.08.2020 08:57    |    Tobner    |    Kommentare (48)

Moin liebe MT´ler,

 

der letzte Stand war folgender: Der BMW steht bereit zur Vollabnahme. Am 20.06. hatte ich den Termin, ich sollte schon 07:00 Uhr da sein, damit wir genügend Zeit hatten, alles ordentlich zu checken. Ich hatte mir vorher noch alle Papiere ausgedruckt, damit man das am Auto auch alles etwas besser handhaben kann.

 

Wochen vor dem Termin habe ich das Auto noch einmal komplett durch geschaut. Anfangs leckten die beiden Sensoren für Öltemperatur und Öldruck wie verrückt. Die konischen Gewinde musste ich extra noch mit Teflonband umwickeln, bevor es wirklich 100% dicht wurde. Danach habe ich an der Hinterachse noch 10mm Spurplatten verbaut. Jetzt stehen die Räder hinten satt im Radkasten drin.

 

Leider habe ich keine Detailfotos gemacht, nach der kompletten Aufbereitung werde ich aber eh ein Fotoshooting machen.

 

Ich habe die Kabel am Pluspol noch aufgeräumt und die orignale E30-Abdeckkappe dranaddaptiert und einen anderen Wischwasserbehälter eingebaut. Mein Eigenbau ist leider innen verrottet gewesen durch schlechte Farbe und Wassereinschlüsse. Der Hallennachbar hatte noch einen Behälter samt Pumpe von einem Fiesta I rumliegen. Der passte von der Form gleich recht gut und ich passte ihn mit einem selbstgebauten Halteblech in den Motorraum.

 

Die Räder vorne gingen bei Volleinschlag vorne an den Radhausschalen an. Ich habe die Luftführungskanäle etwas modifiziert und verschraubt (original sind die bloß gesteckt). Dadurch habe ich die fehlenden 4-5mm im Radkasten gewonnen.

 

Der Spallüfter hing leider 1,5-2cm vom Kühler weg. Beim Testlauf mit gebrücktem Lüfterschalter fiel mir aber sofort auf, dass die Luft nicht durch den Kühler, sondern eher durch den Spalt am Lüfter herausgedrückt wurde. Also experimentierte ich etwas herum und setzte den Lüfter fast direkt an den Kühler. Ich hätte das gleich noch machen sollen... Jetzt drückt die Luft richtig schön durch den Kühler.

 

..

 

..

 

Dann kam auch schon der Tage der Wahrheit. Die Fahrt zur Vollabnahme stand an. Wir trafen uns 06:00 Uhr vor der Halle, klemmten die roten Nummern dran und fuhren los. Es war früh ziemlich kalt, diesig, neblig und stellenweise regnerisch. Es war die erste Fahrt, bei der es nicht darum ging, angespannt zu lauschen und bangen. Wir konnten einfach qautschen und herumrollern. Ab und zu auf den Tacho schauen, ab und zu auf die Öltemperatur, sonst nichts. Am Tag zuvor installierte ich noch neue Wischerblätter, die mir jetzt die Regenfahrt fast schon versüßten. Der V8 drehte munter und unangestrengt an der Kardanwelle und so waren wir nach 50 Minuten am DEKRA-Standort. Der Prüfer war schon da und empfang uns mit Kaffee.

 

Dann ging es ans Eingemachte. Wir fingen an mit der Lichtanlage. Danach die Klassiker wie Gurte, Scheibenwischer, Bremsen, Abgasverhalten. Danach ging es auf die Bühne und unters Auto. Nach einiger Zeit und vielen Fragen des Prüfers war er angetan von der Arbeit, dem Baukastenprinzip der BMWs und meiner Umsetzung der Ideen. Einzig die Bremsbetätigung gefiel ihm nicht gleich. Die Stange, die direkt vom Bremspedal aus quer durch den Motorraum und an den Bremskraftverstärker geht sorgte für Bauchschmerzen. Er wollte nochmal die Papiere sehen, die ich dazu erstellt habe. Ich musste ja, bevor ich angefangen hatte mit dem Umbau, bereits die Verformung der Bremsstange simulieren und ihm zuschicken. Damals konnte ich das als Student noch via Autodesk Inventor gut machen. Die Simulationen nahmen dem Prüfer jetzt etwas die Bauchschmerzen. Eine ausführliche Probefahrt mit einigen Bremstests überzeugte ihn dann schließlich. Danach ging es ans Eintragen. Die Papiere, die es zum V8-Umbausatz dazu gibt, gefielen ihm gut. Auch die Tragfähigkeitsnachweise der Felgen (die sind ja vom BMW X1) und die Tragfähigkeiten des Fahrwerks in Verbindung mit dem erstellten Wiegeschein gefielen ihm. Kurzum: Alles eingetragen. Und das stellenweise sogar mit den BMW-Teilenummern und den Bezeichnungen. Vorallem die Bremsanlage und Abgasanlage nahm er penibel auf.

 

Er meinte noch "Fährt sich echt sauber, kein Rappeln, kein Hackeln, nichts. Wie ein normaler E30. Gefällt mir gut. Glückwunsch zum sauberen Umbau."

 

Das geht runter wie Öl :D

 

Ein kleiner Wermutstropfen: Bei diesem Termin lief der Motor malwieder extrem heiß. Der Lüfter ging entweder garnicht oder zu spät los. Der Prüfer sagte nichts dazu, aber für mich war das schon recht peinlich. Da musste ich unbedingt nochmal dran. In der Mittagszeit rollerten wir wieder heim. In langsamen Stadtverkehr mussten wir wieder mit der Temperaturnadel im roten Bereich herausfahren und den Motor abkühlen lassen. Ansonsten lief das Auto wie geschmiert.

 

..In den kommenden Tagen machte ich gleich einen Termin auf der Zulassungsstelle. Wartezeit waren 2.5 Wochen. Mit dem Gedanken an das Cruisen im V8 fällt das Warten schwer :D

In der Wartezeit konnte ich mich aber noch um das Temperaturproblem kümmern. Ich habe den Motor warmlaufen lassen und an einigen Punkten die Temperatur gemessen. Der Motor wird schnell sehr heiß, der Kühler bleibt sehr lange kalt. Fehlersuche. Der M62-Motor hat ein Kennfeldgesteuertes Thermostat. Dieses regelt die Motorwassertemperatur auf über 100°C im Leerlauf und bei Teillast. Das verbessert (angeblich) das Abgasverhalten. Irgendwie verträgt sich dieses Kennfeld aber nicht mit dem großen Kühler. Eh der Kühler das Wasser heruntergekühlt hat, kocht der Motor. Also musste ich in den sauren Apfel beißen und das Thermostat ohne Kennfeld aus dem 840i E31 kaufen. Das kostet über 100€.Ich habe gleich die Tropenausführung gewählt, die bereits bei 85°C öffnet. Danach wechselte ich noch den Lüfterschalter. Der "alte" schaltete bei 95-90°C, der "neue" bereichts bei 90-85°C.

 

Beim Testlauf kam die Anzeige im Cockpit nicht über 90°C. Der große Spallüfter mit den 385mm Durchmesser macht zwar richtig Lärm, aber drückt auch gewaltige Luftmassen durch den Kühler. Kein Überhitzen mehr. Bis jetzt.

 

Mit dem Versicherungsmann handelte ich einen Deal aus. Da ich alle Fahrzeuge bei ihm versichert habe, kam er mir sehr entgegen. Jetzt bezahle ich 260€ Versicherung in der Saison von 04-10. Und das mit Teilkasko. Beim Anmelden musste eine nicht enden wollende Litanei an Bezeichnungen, Abkürzungen und Nummern in den Schein geschrieben werden. Die Zulassungsfrau schwitzte. Aber es lief. Und als Krönung konnte ich sogar mein Wunschkennzeichen nehmen: HOT-M62. Das Kennzeichen ist sooooo sexy. Es macht das Auto noch sexyieyier. Oder so.

 

..

 

Tja. Und dann bin ich herumgefahren. Erstmal habe ich Vollgetankt und gemerkt, dass der Tankverschluss undicht ist. Dort schwappert der Sprit etwas raus und es stinkt nach Benzin. Das war mir aber erstmal egal. Ich kurbelte das Dachfenster auf und cruiste eine gediegene Runde durch das Erzgebirge. Es war traumhaft. Das I-Tüpfelchen war ein Audi S4 B6, der in der Ortschaft gedrängelt hat. Kurz nach dem Ortsausgang war er dann recht klein im Rückspiegel. Als er näher kam, gab es kurze Lichthupe und nen Daum. Er hat sicher etwas geweint.

 

..

 

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..

 

Seitdem bin ich fast 1000km gefahren und hatte eine Menge Spaß. Der Lüfter macht was er soll. Nur manchmal schaltet er etwas spät. Zwei Dinge sind mir dennoch aufgefallen:

 

1. Die Kats hängen so tief, dass ich echt schon oft aufgesessen bin. Die hängen erstens tief und zweitens auch noch genau zwischen den beiden Achsen. Das sorgte schon für Frust.

 

2. Ich habe das Auto 2mal fast ins Gebüsch geschmissen. Und dabei war ich noch recht zahm mit der Kurvengeschwindigkeit.

Das Auto fährt um eine Kurve wie ein amerikanischer Pickup aus den 60ern. Die Vorderachse ist präzise wie ein schweizer Uhrwerk, dann folgt die Hinterachse und macht, was sie will. Beim Lastwechsel (bremse lösen beim Kurveneingang, Gasgeben am Scheitelpunkt), fühlt es sich an, als ob die Achse irgendwo anders hin möchte. Das Auto fängt an zu schlingern, rollt und giert. Und das nicht zu knapp. Man muss sogar gegenlenken beim Gieren. Und nein, ich meine nicht das Übersteuern, was durch einen schweren rechten Schuh hervorgerufen wird :p

 

Das schlimme Fahrverhalten wird wohl am fehlenden Stabi an der Hinterachse liegen. Beim Bau dachte ich auch schon über den Stabi an der HA nach. Aber ich wollte es erstmal ohne versuchen. Das sich das so schlecht fährt, hätte ich nie gedacht. Ich kümmere mich die Tage um einen Stabi und rüste ihn an meinem kleinen 316i nach. Genauso wie eine ordentliche, ausfahrbare Großeltern-E30-Radioantenne. Dann ist er der perfekte Sleeper.

 

Und das Prinzip funktioniert. Es haben schon einige Leute richtig blöd aus der Wäsche geschaut. Einigen habe ich das Ego amtlich ausgebremst. Sehr sehr viele Daumen habe ich bekommen. Es macht einfach Spaß. Man hat zwar nur knapp 300PS, aber durch die nichtmal 1200kg Gewicht und das amtliche Drehmoment drückt die Fuhre richtig gewaltig nach vorne. Ich bin schon einige PS-Boliden mitgefahren (erst kürzlich in einem S8 D3 mit V10 Motor und E63 AMG mit dem großen Sauger), aber der E30 fährt, zumindest gefühlt, vorne mit.

 

..

 

Ich genieße das Fahren nach den (grob geschätzten) 800h Arbeit und viel Schweiß und grauen Haaren. Die Gesichter der Beifahrer, die mit weit aufgerissenen Augen tief Luft holen, wenn der V8 losmarschiert, ist zusätzlicher Lohn der langen Arbeit. Anfangs war es eine Hassliebe, aber mit jedem Kilometer macht mir das Auto mehr Freude. Anfangs dachte ich, ich verkaufe das Auto nach ein oder zwei Jahren. Aber jetzt funktioniert alles so gut, dass ich am Überlegen bin, was ich damit mache...

 

Das steht aber noch in den Sternen. Jetzt steht erstmal eines auf dem Plan: SPASS HABEN!

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19.08.2020 09:06    |    PIPD black

Endlich mal einer, der sein Projekt zu Ende führt. RESPEKT!:)

Passiert ja leider nicht selten, dass die Projekte unvollendet abgeparkt oder verkauft werden.

 

Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit dem Gerät......und bleib auf der Straße. Wärst auch nicht der erste, der sein Gerät auf diese Weise entsorgt. Aber das muss ja nicht sein.;)


19.08.2020 09:20    |    Dynamix

Shagadelic! :cool:


19.08.2020 09:36    |    Trottel2011

Geilomat!

 

Bestand schon vorher für den V8 im E30 ein Abgasgutachten?


19.08.2020 09:52    |    Tobner

Nein. Aber beide hatten Euro 2, somit haben wir eine AU gemacht und gut. Der Prüfer bestande aber darauf, dass abgasrelevante Dinge nicht verändert werden. Also ich musste original Luftfilter/-Kasten verwenden, originale Kats und auch die Rohrführung nicht stark verändern. Auch die Gesamtübersetzung sollte sich sehr nahe am Spenderfahrzeug sein.

 

Ich gebe mir Mühe, auf der Straße zu bleiben :D Jetzt, nach der ganzen Arbeit und dem Geld wäre es wirklich richtig bitter, das Teil um einen Baum zu wickeln...


19.08.2020 09:58    |    ToledoDriver82

Geil, richtig geil :D


19.08.2020 10:33    |    Trottel2011

@Tobner

 

Das ist cool. Ich überlege nämlich schon länger irgendein Umbau, am liebsten den 4.0l R6 Kompressor aus einem XJ6R im ein Volvo 960er zu stopfen... Der hat auch Euro 2, wie der 3.0l R6 im Volvo...


19.08.2020 10:53    |    Tobner

Geile Idee, wäre sicher auch sehr interessanter MT-Content ;)

 

Sprich vorher mit einem Prüfer. Da gibts schon einige Hürden zu klären...


19.08.2020 12:32    |    Trottel2011

Mit Sicherheit. Aber so wie dein Umbau schon ist, ist es geil. Erstmal meinen XJ-S fertig machen, dann kommen die anderen Projekte :D


19.08.2020 14:18    |    Tobner

Wir sprechen uns dann in ein paar Jährchen wieder zum Thema :D


19.08.2020 14:42    |    Goify

Das ist doch mal ein amtlicher BMW, wie es ihn ab Werk oder damals einem Tuner hätte geben sollen. Im Stuttgarter Konkurrenten gab es ja leider auch nie einen V8 ab Werk, nur vom Tuner bis zu 3,6 Liter R6. Große Motoren in kleinen Karossen wurden leider erst in den 90ern entdeckt und mittlerweile wieder verbannt.


19.08.2020 14:48    |    Tobner

Man muss aber sagen, dass es vielleicht auch besser so ist. Man kann nicht jeden Pimpf in so eine Waffe setzen. Vorallem in einen E30, der nicht mal ABS hat :D

 

Ich denke, wenn es solche Krawallzwerke am freien Markt gegeben hätte, wären einige schlimm verunfallt. Obwohl Hartge, Alpina und Kelleners mit dem aufgefriemelten M30-Motor im E30 auch etwas feines zusammengeschraubt hatten. Das waren (oder sind) aber so kostspielige Spielzeuge, dass man sie nicht so einfach aufs Spiel gesetzt hätte.


19.08.2020 14:54    |    PIPD black

Nee Nee Goify.....große Motoren in kleinen Autos gab es schon deutlich früher:

https://de.wikipedia.org/wiki/AMC_Gremlin

Nur war der etwas....nunja.....schwachbrüstig.:p


19.08.2020 15:02    |    Goify

PIPD black, ja, ok, das ist ein kleines Auto mit V8, wo es ein R4 aber auch getan hätte um die gleichen Fahrleistungen zu erreichen.

 

Tobner, so wäre es wohl damals gewesen und die Leute hätten solche Wagen als Wittwenmacher bezeichnet. Direkt ab Werk hätte man sicher einen E30 V8 für 70.000 Mark hinbekommen.


19.08.2020 15:22    |    PIPD black

Klar hätte man das hinbekommen. Nur paßte die prognostizierte Absatzzahl wohl kaum zum Entwicklungs- und Zulassungsaufwand.

VW hat auch nen Passat W8 gebracht, weil es möglich war. Wirklich Absatz generiert hat man damit aber nicht.

Solche Spielereien überläßt man den Tunern oder den hauseigenen Sportwagen und -abteilungen.


19.08.2020 15:41    |    Sir Firekahn

Glückwunsch zum nehmen der wohl größten Hürde beim Autobau in Deutschland :).

 

Tolle Sache, wobei ein unschuldigerer Lack wie Weiß oder Lachssilber den Sleeper noch unauffälliger gemacht hätte :D.

 

Tolles Projekt, jetzt wirf nur noch dieses Radio da raus, dann ist er perfekt ;)


19.08.2020 15:42    |    Tobner

Möglich ist fast alles. Haben nicht irgendwelche VW-Studenten mal so nen Übergolf mit W12 gebaut? Das war aber auch nur so ein "Wir-zeigen-was-wir-können-Projekt". Dennoch ein sehr cooles :D


19.08.2020 15:49    |    PIPD black

Ja, die VW-Studenten oder -Azubis dürfen ab und an mal die Sau raus lassen. Manchmal ging sogar was in Serie. Aber das waren dann nur dezent "veredelte" Fahrzeuge.


19.08.2020 21:32    |    Superbernie1966

ich schließe mich den Gratulanten an.

 

was kommt als nächstes ? :D


20.08.2020 04:09    |    ToledoDriver82

Ein nicht weniger interessantes Projekt :D


20.08.2020 07:30    |    raphrav

Heya,

 

 

ich schreib ja eher weniger in Blogs rum, aber wenn nicht hier, wo sonst?

 

Auch von mir allerhöchsten Respekt, wirklich Wahnsinn. Vor dem Projekt und der damit verbundenen Leistung im speziellen und auch wenn man sich sonst so in deinem Blog umschaut.

 

Und noch was: Das Projekt durchzuhalten ist das eine, die Dokumentation dazu das andere - da bist wirklich nicht unter vielen, die zwischendrin nicht die Disziplin verlieren, regelmäßig zu fotografieren und zu schreiben, selbst wenn das Projekt selbst eigentlich fertig ist. Ich hatte/habe Spaß, hier zu lesen, danke dafür! Und vielleicht kommt ja in Zukunft noch die eine oder andere Geschichte, was der E30 so erlebt bei dir? ;-)

 

 

Zu Einzelheiten des Wägelchens noch: Durfte den Motor als Kind ab und zu erleben, auf der Rücksitzbank eines E38. War schon schick, auch im deutlich größeren Auto und erst recht in der Zeit der noch-nicht-aufgeblasenen-Motoren :-)

 

Den Stabi würde ich nicht nur wegen der Sicherheit nachrüsten, sondern weil es für mich sonst den Makel des "unfertigen" hätte, weil da nochmal deutlich mehr Fahrspaß drinstecken sollte (wer später bremst ist länger schnell) und insbesondere weil es im Legoauto ja auch das kleinste Problem nun sein sollte.

 

Und Sleeper sind cool. Aber hinten 316 draufzuschreiben find ich affig. Entweder bei sonst unveränderter Karre 340i (als Gag für die Kenner und der Rest merkts eh nicht) oder noch besser einfach gar nichts. Aber 316 ist albern, sorry...

 

 

Und nochmal: Hammer! :-)

Ich geh dann mal leise weinend Simme schrauben, Tacho kaputt und Getriebeölwechsel steht an... ;-)

 

Grüße,

Raph


20.08.2020 07:37    |    PIPD black

Zitat:

Ich geh dann mal ..... Simme schrauben

Cooles Hobby;):)


20.08.2020 07:59    |    Goify

Den Stabi würde ich mal nicht zu hoch bewerten: Ein Stabi hinten verbessert das Fahrverhalten der Vorderachse und ein Stabi vorne, das der Hinterachse. Und ohne Sperrdiff ist ein Stabi hinten sogar kontraproduktiv, da er die Radlast des kurveninneren Rades negativ beeinflusst.

Ich denke, vorne ein größerer Stabi bringt mehr an der Hinterachse.


20.08.2020 08:23    |    Tobner

Was als nächstes kommt?! Ich baue nebenher eine Simson Schwalbe mit 1100ccm. Da baue ich einen Motorradrahmen selbst. Ich weiß nur nicht, ob das irgendwann mal wirklich fährt. Bin aber zuversichtlich.

 

Das nächste Projekt, was hier kommen wird (wenn die Finanzen stimmen) ist der Umbau auf Turbolader bei dem Audi. Der 16V mit seinen 160PS ist etwas schwachbrüstig. Der Grundstein mit der umgebauten Einspritzanlage ist ja gelegt. Da muss ich "nur noch" die Mechanik machen und Feuer frei.

 

Danach habe ich noch einen ´69er /8 200D, der restauriert werden soll. Die Basis ist einsame Spitze, aber der Lack ist fertig. Das wird auch ein schickes Projekt.

 

 

Zum Thema Stabi: Ich bin mir da nicht sicher. Es gibt auch an der Vorderachse stärkere Stabis. Aber ich denke, die Kombination vorne mit und hinten ohne ist der Krebsschaden. Ich hoffe, mit der Nachrüstung an der HA wird das schon besser. Ansonsten wäre ich wirklich sehr enttäuscht vom Kurvenverhalten des E30.

Im Vergleich fährt der Audi wie auf Schienen. Da machen Kurven bedeutdend mehr Spaß. Da wankt und giert nichts und es fühlt sich einfach sicher an.

 

Und @Raph:

Danke für die Blumen :)

Simson schraube ich nebenher auch. Wir waren mit den Simsons vorletzte Woche an der Ostsee (520km einfach) und es war ein mega Trip. Hatte mir da extra an der Schwalbe 3 einstrich-keinstrich-Tasch drangetüdelt und hatte extrem viel Zeug weggeschleppt. Auch da tüftel ich gerne herum. Vor der Reise habe ich die originale E-Zündung aufgerüstet mit potentialfreien Licht- und Ladespulen, Chinaregler und Blinkrelais. Jetzt geht die Elektrik wie ne Vape bei minimalem Geldeinsatz :D

Motor ist natürlich auch gefriemelt...


20.08.2020 08:25    |    raphrav

Nochmal von vorne, weil zu langsam...

 

Also, hab nachgedacht und nachgelesen, Goify hat recht: Mit einem Stabi hinten dürftest du alles noch schlimmer machen. Mach lieber vorne was, was auch einleuchtet, wenn du einen M40 durch einen M62 ersetzt hast ;-)

 

Und sonst, coole Projekte! Aber sorry, der E30 sticht raus, was aber auch daran liegt, dass ich mit Audis bzw. Längsmotoren vor der angetriebenen Vorderachse irgendwie nichts anfangen kann...

 

Bei mir ist es eine S51, an die ich wie die Jungfrau zum Kind kam. War verbastelt und in armseligen Zustand. Original wird sie leider nicht mehr, das habe ich eingesehen, also wird sie pragmatisch erhalten.

Mittlerweile ist sie gut fahrbar, hat tatsächlich ne VAPE und die "letzte" Elektronik, also 12V - das lass ich mal so. Sie läuft die 60, zieht gut, ruckelt nicht, also schonmal gut. :-)

Als nächstes stehen eben an:

Tacho spinnt (und wird momentan durch einen Fahrradtacho ersetzt, was aber nur bei Fahrten im Tageslicht cool ist.

Dann sollte ich nochmal an den Vergaser, der seit der Abdichtung des Auspuffes/Krümmers gefühlt zu fett läuft. So weit der Kindergarten.

Und dann klingelt was im Motor/Getriebe, das klingt nicht gesund. Entsprechend erstmal Getriebeöl wechseln, weil's einfach ist, und wenn das nicht hilft, werde ich im Herbst/Winter die Kiste mal aufmachen...

Lange Touren sind für mich auf der Simme aber leider nix, weil mir die für meine 1,95 zu klein ist - so ab ner halben Stunde wird's echt unbequem drauf... :-(


20.08.2020 08:25    |    Goify

Zitat:

Ansonsten wäre ich wirklich sehr enttäuscht vom Kurvenverhalten des E30.

Vielleicht wäre es eine Option, den schweren V8 durch einen leichteren R6 zu tauschen. :p


20.08.2020 08:39    |    Tobner

Dazu müsste man einen R6 finden, der tatsächlich auch leichter ist :D

Die ganzen Graugussmotoren sind alle ungefähr gleich schwer. Und die R6 stehen vorne noch 2 Zylinder "über".

 

Ich weiß garnicht, ab welcher Generation die R6 aus Alu sind. Die V8 bei BMW waren schon immer aus Alu.


20.08.2020 09:56    |    pico24229

Einfach nur HOT !

Wäre auch was für mich, aber eher das Fahren nicht das umbauen :(


20.08.2020 10:00    |    Tobner

Tja, ich werde das Auto wohl irgendwann verkaufen. Wenn du über 20.000€ auf der hohen Kante hast, kannst du dir so ein Auto kaufen ;)


20.08.2020 12:26    |    Trottel2011

Hmm, ich denke einen späteren R6 aus Alu wäre mit BiTurbo Aufladung lustig, ABER dann ist das Problem gegeben mit Sachen wie OBD, CANBUS usw. dann gegeben...

 

Oder du nimmst gleich den V12 an der Hinterachse :D


20.08.2020 12:31    |    PIPD black

Interessant und evtl. auch hilfreich bei der Fahrwerksproblematik wäre wohl ein Vergleich zwischen der M3-Technik und dem Standard-E30. Hauptunterschied wird zudem wohl sein, dass die M-Teile 3x teurer sind.


20.08.2020 12:41    |    Tobner

Die M3 hatte Serienmäßig vorne und hinten einen recht straffen Stabi. Also im Durchmesser dicker als die Serienteile. Den M3 gab es außerdem nur mit Stabi an der HA.

 

Und ja, so ein 3l Biturbo-sexer wäre auch geil. Den würde ich aber dann versuchen auf eine andere Steuerung umzubauen.


20.08.2020 12:51    |    PIPD black

Nur andere Stabis?

Keine anderen Teile? Querlenker, Achsaufnahmen, Buchsen, Gummilager?

Wie sieht das überhaupt aus? Hab das nicht mehr im Kopf. Hattest du das Fahrwerk auch überholt oder nur andere Stoßdämpfer/Federn?


20.08.2020 12:55    |    Tobner

Die Geometrie des Fahrwerks und fast alle Teile sind identisch. Er hat halt ein Sportfahrwerk und andere Federbeine (wegen 5 Loch-Naben).

 

Die Hinterachse an meinem Auto ist komplett neu. Das Fahrwerk ist noch vom Vorbesitzer. Das ist ein Tieferlegungssatz von Sandtler gewesen mit Konidämpfern und Federn unbekannter Herkunft (glaube es waren rote Eibach-federn). Vorne sind nur die Koppelstangen neu. Der Rest ist straff.


20.08.2020 13:16    |    PIPD black

OK. Evtl. paßt das FW oder dessen Abstimmung nicht so wirklich zu seiner neuen Aufgabe. Auf dem Papier mag das vllt. noch passen. Auf der Straße sieht das gerade in Grenzsituationen dann anders aus. Da wurde auch ein schmalbrüstiger Golf 2 mit Konifahrwerk und Jamex-Federn unberechenbar.

Ich denke mit den Stabis fängste am besten mal an und dann weiter schauen.;)


20.08.2020 13:33    |    Tobner

Ich möchte nicht abstreiten, dass es auch am FW selbst liegen kann. Ich werde es einfach probieren und gut. Wenn es sich mit Stabi immernoch schlimm fährt, suche ich weiter ;)


20.08.2020 14:00    |    Goify

Stabi hinten verringert das Untersteuern. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass das die Ursache für dein unruhiges Heck ist. Wie ist denn aktuell die Achslastverteilung? Kannst du dein Auto irgendwo achsweise wiegen (BayWa)?

 

Mein Weg wäre, vorne einen dickeren Stabi zu verbauen, hinten einen vom M3 und dann ggf. die Batterie nach hinten zu verlegen, wenn nicht schon geschehen, dann hast du vorne -15 kg und hinten +15 kg. Allerdings auch 2 kg Kabel.


20.08.2020 14:03    |    Tobner

Gewicht vorne sind 650kg, hinten 550kg mit 3/4 Tank. Batterie ist schon hinten.

 

Eventuell bekomme ich einen Touring als schlachter, der hat vorne und hinten schon etwas stärkere Stabis. Da könnte ich sogar etwas probieren.


20.08.2020 14:18    |    Goify

Der wiegt ja weniger als mein Polo (der die Batterie auch hinten hat).


20.08.2020 14:24    |    PIPD black

Voll normaaal eh.....

 

Mein Golf 2 hatte auch nur ein Leergewicht um die 900 kg. Der GTI hatte ne knappe Tonne und ein Rallye lag so bei 1.200 kg.


Deine Antwort auf "E30 V8 - Vollabnahme, Schrauberei und Fahrspaß"

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Tobner Tobner


Infos zur Person... hmmm mal sehen...

 

Ich bin BJ 92 und vom Beruf Medizintechniker. Damit verdiene ich das Geld, was ich gleich wieder in meinen Fuhrpark investiere :rolleyes:

Ich schraube an so ziemlichen Allem, was Räder oder Ketten hat, sich fortbewegt, oder einfach nur Lärm und Qualm fabriziert. Mein Motto ist dabei: Normal kann jeder.

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