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19.10.2019 14:14    |    Thilo T.    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Fazit nach 32.000km, Skoda Octavia RS 2.0 TSI 169kW

Nach ca. 32.000km kann ich nach wie vor ein positives Fahrzit (:)) ziehen:

Der Skoda Oktavia RS TSI Combi ist ein grundsolides Fahrzeug:

 

  • + er hat uns kein einziges Mal im Stich gelassen
  • + der Spritverbrauch mit viel Kurzstrecke und gelegentlich schnellen Passagen bleibt bei knapp über 9l
  • + kein(!) Ölverbrauch
  • + kein Kühlflüssigkeitsverlust o.ä.
  • + schnelles Navi (Amundsen)
  • + riesiger Kofferraum - eine Dachbox ist maximal fürs Skifahren nötig

 

  • +- die Assistenzsysteme sind IMHO unausgereift, aber das bezieht sich im Grunde auf alle Fahrzeuge in diesem Segment.
  • +- das Knacken und Knarzen, was sich eingestellt hat, hat nicht zugenommen und ist ok (mehr aber auch nicht). Audi ist hier nach unserer Erfahrung weit besser (und weit teurer ;)).

 

  • - nach wie vor einige Softwarebugs. Z.B. lässt sich das RS Menü sporadisch nicht starten, die Lautstärke nicht regeln (übers Lenkrad) … Ein Fahrzeug-Neustart regelt diese Aussetzer aber.
  • - die Schei#! Uhrzeit: im Automatikmodus verliert sie gerne mal das Signal und danach springt die StdHzg zu einer falschen Uhrzeit an. Also muss man die Uhrzeit auf manuell einstellen umstellen - im Jahr 2019.
  • - der Sound der Abgasanlage: Im Eco Modus erträglich. Im Normalmodus eigentlich schon zu laut und dröhnend. Btw. ich mag guten Aga Sound und bin da grundsätzlich nicht abgeneigt. Im RS Modus so was von blechernd und vor allem klappert dann der Dachhimmel. Also lassen wir ihn im Eco Modus.
  • - die Standheizung bietet keine Wochenplanung bzw. sie muss jedes mal neu aktiviert werden, nachdem sie gelaufen ist. Die Onlinefunktionalität muss zusätzlich bezahlt werden (wenn überhaupt möglich) und es gibt nur eine Fernbedienung. Das ist zu viel umständlich und es geht viel Komfort damit verloren.

 

Was wir mitgenommen haben nach 2.5 Jahren:

Der Octavia ist in Summe ein sehr gutes, solides Fahrzeug. Punkt.

Was fehlt ist ein Allradantrieb, da er die 230PS und 350Nm Drehmoment schon auf trockener Fahrbahn nicht auf die Straße bringt. Da kann man mit leben, aber wenn die Konkurrenz Allrad in hochmotorisierten Benzinern anbietet, eben nicht mehr.

Als 6-Gang Handschalter würde ich ihn nicht noch einmal kaufen/leasen, da dann die ACC einfach nicht so gut/einfach funktioniert.

Die Standheizung würde ich ebenfalls nicht noch einmal wählen, da sie nur schlecht programmierbar ist (keine Wochenplanung möglich) und in unserem Fahrzeug nicht per APP funktioniert (unser ist einer der ersten FL RS aus 2017). Selbst wenn die StdHzg per App funktioniert muss man diesen Online Service nach 1Jahre bezahlen. On top gibt es nur eine Fernbedienung zu der StdHzg.

Das ist IMHO den Aufpreis nicht wert.

Die Assistenssysteme wie Laneassist und Sideassist funktionieren so lala. In Baustellen nicht, im Regen nur bedingt und in der Stadt quasi gar nicht, bzw. pfuschen einem permanent in eigene Fahren.

Bei Sonne und auf gut ausgebauten Straßen funktionieren sie ganz gut. Also als Vielfahrer auf AB würde ich sie ordern. Sonst nicht mehr.

Der Lichtassistent ist und bleibt komplett unbrauchbar. Blendet spät auf, zu spät ab und erkennt schlecht beleuchtete PKW und LKW von hinten gar nicht. Zudem funktioniert er erst ab 60km/h und somit im kurvenreichen Sauerland auch außerorts nicht immer. Ist also totaler Quatsch.

 

Wir werden ab Mai nächsten Jahres von Skoda zu Seat wechseln und haben gerade einen SEAT Leon ST Cupra 300 4drive bestellt.

Hintergrund ist, daß uns der Skoda Octavia einfach zu neutral ist. Er ist ein schnelles Fahrzeug mit viel Stauraum und von guter Qualität (jedenfalls "unserer"). Mehr aber auch nicht.

Nach wie vor fahren wir beide lieber im SEAT Ibiza 1.5 Evo, weil der einfach mehr Emotionen bietet und mehr Spaß macht. Kann man leider nur schwer erklären …

Wir hätten gerne den Skoda Superb Combi geleast, aber in der Ausstattung, wie er uns gefällt, hätte das eine Bruttoleasingrate von mind. 550€ (eher 600€) gekostet.

Zudem benötigen wir die Größe ehrlicherweise nur für Urlaubsfahrten.

Der Seat Leon kostet mit quasi allem, außer dem Performance Paket, nur ca. 320€ brutto (12.500km/24Monat inkl. Zulassung und Überführung).

Dann kommt 1-2X im Jahr halt die Dachbox oben drauf ;).

Vom neuen Octavia gibt es nach wie vor keine Fotos und die Erlkönigbilder gefallen uns gar nicht. Vor allem das Heck sieht dort arg asiatisch aus (Hyundai etc.).

Zudem gibt es nach bisherigen Aussagen keinen Stauassistenten im Octavia. Wer den einmal gefahren ist, will ihn nicht mehr missen.

So sehr mich die ACC auch manchmal nervt: funktioniert bei Startregen nicht, im Schnee schon gar nicht …, die damit verbundene Stauassistenzfunktion wiegt diese Nachteile absolut auf.

 

Von daher: Der Octavia RS TSI ist ein gutes Fahrzeug mit einigen kleineren Einschränkungen. Wer damit leben kann und möchte, macht mit dem O3 Combi RS TSI nichts falsch.

Vielleicht kehren wir ja in 2.5 Jahren, nach dem Exkurs mit dem Leon, zu Skoda zurück :).

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24.02.2019 12:20    |    Thilo T.    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Mängelbeseitigung nach 22.000km, Skoda Octavia RS 2.0 TSI 169kW

Nach ca. 22.000km war ich außerplanmäßig beim Skoda Händler.

Ich konnte das Knacken im Vorderachsbereich vorführen und sprach noch einmal die Problematik mit der verstellten Uhrzeit an.

Es gibt tatsächlich einen Rückruf zu den Knackgeräuschen. Unser Octavia fällt zwar nach der Fahrgestellnummer nicht darunter, aber man die Handlungsanweisung trotzdem durchgeführt.

Dazu wurden irgendwelche Lenkerteile gereinigt und gefettet.

Sehr warscheinlich wird das nicht von Dauer sein, aber in knapp 1 Jahr geht der Octavia sowieso zurück zum Händler ;).

 

Um zu verhindern, daß die Standheizung wieder einmal nicht anspringt, weil die Uhrzeit sich verstellt hat, wurde die Uhrzeit auf „manuell“ gestellt.

Hintergrund dazu ist, daß man das Problem kennt, es aber keine andere Lösung gibt:

Die Uhrzeit wird automatisch über die Satelliten bezogen. Wenn das Fahrzeug ungünstig steht, es Sonnenstürme gibt etc. pp., klappt das manchmal nicht und das Auto würfelt die Uhrzeit.

Anstatt also eine simple Antenne einzubauen, um die Atomzeit abzurufen, wie es Audi schon vor 15 Jahren gemacht hat, wurde das Rad neu erfunden.

Jetzt darf ich Sommer- und Winteruhrzeit wieder manuell einstellen, wie damals in meinem Golf II ;).

 

Ansonsten ist alles beim alten:

+ tolle Fahrleistungen

+ geringer Benzinverbrauch

+ kein Ölverbrauch

 

- klappern/rappeln

- Softwareprobleme (Uhrzeit, aufhängen des gesamten Systems, Tasten funnktionieren gelegentlich nicht)

- gefühlt lauter werdendes Fahrzeug

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18.11.2018 10:57    |    Thilo T.    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Fazit nach 20.000km, Skoda Octavia RS 2.0 TSI 169kW

Sooo, nach Überschreiten der 20.000 km Marke fängt der Skoda Octavia RS dann doch an, deutlich weniger Spaß zu machen:

 

Geräusche:

Jetzt, im zweiten Winter, ziehen deutlich Klapper- und Knarz-Geräusche ins Auto ein :(.

Betroffen sind der Dachhimmel im vorderen Bereich und der Bereich ums Lenkrad. Das Problem ist leider, daß die Geräusche nur schwer zu lokalisieren sind und nicht immer auftreten.

Seit ca. 6 Wochen haben wir zudem ein unregelmäßiges Poltern im Heckbereich und selten ein Geräusch vorne links.

Das Problem bei allen Geräuschen ist, daß sie kaum reproduzierbar sind. Somit kann ich sie nicht vorführen und der Händler weiß nicht, wo er etwas überprüfen/reparieren kann.

Abgesehen von den Geräuschen scheint der Octavia auch lauter geworden zu sein. Wir fahren quasi von Beginn an mit dem Motorsound im Eco Modus, (auch weil sonst der Dachhimmel noch mehr knarzt), aber irgendwie scheint es im Innenraum lauter geworden zu sein.

 

Skoda Connect:

Es gab soooo viele Verbindungsabbrüche :(.

Zudem nur eine pseudo-sinnvolle Anwendung: die Ansicht, welche den Status der Türen, Fenster und des Panoramadaches anzeigt.

Pseudo-sinnvoll deshalb, weil die Regenschließen-Funktion nicht mehr existent ist.

Mit Skoda Connect zahle ich also dafür zu sehen, daß das Panoramadach offen ist. Früher hätte das Fahrzeug das Dach einfach selbst zugefahren.

Die anderen Optionen und Auswertemöglichkeiten kann ich mir auch kostenfrei im Fahrzeug selbst anschauen.

Und Live-Stau Ansichten sind super; aber wenn Connect wieder mal hängt, funktioniert das eben auch nicht.

Von daher haben wir Skoda Connect nicht verlängert.

 

Sonstiges.

Ich wollte heute früh um 03:45 Uhr in ein warmes Auto einsteigen. Aber nein: es war, wieder einmal, kalt.

Im letzten Winter hatte ich das Problem, daß die Standheizung sich nicht mehr programmieren ließ, wenn sie vorher gelaufen war. Also bei der Ankunft auf dem Firmenparkplatz z.B..

Dagegen wurde ein Deepreset gemacht und seit dem scheint das zu funktionieren.

Was war also heute morgen los?

Ich vermute es lag an der Uhrzeit (gängiges Thema bei Skoda): die Uhr ging nämlich WIEDER mal 1h vor. D.h. als ich einstieg war die Karre schon wieder kalt.

Die Standheizung ist für uns das unnötigste Extra: wir haben die in Summe vielleicht 20X benutzt. Dafür war ich aber schon 2X wegen der StdHz in der Werkstatt und heute morgen hat sie wieder nicht funktioniert.

 

Also, wie man sieht/liest, sind wir immer weniger mit dem Octavia zufrieden.

Der Motor läuft gut und verbaucht kein(!) Öl und angemessen wenig Sprit.

Die Fahrleistungen machen weiterhin Spaß.

Aber das ist nur die halbe Miete: die Fertigungsqualität scheint sich doch über Gebühr im günstigen Preis wiederzuspiegeln und die ständigen, kleinen Ärgernisse versauen uns den Spaß an dem Fahrzeug.

 

Fazit:

Wir werden in gut einem Jahr keinen Octavia mehr bestellen und wechseln, falls er besser verarbeitet ist, auf den Superb.

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04.06.2018 22:12    |    Thilo T.    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: Fazit nach 15.000km, Skoda Octavia RS 2.0 TSI 169kW

Nach langer Zeit mal wieder eine kurze Rückmeldung zu unserem Skoda Octavia RS:

Der Wagen hat jetzt etwas über 15.000km „runter“ und ist weiterhin sehr schön unauffällig :).

Der Langzeitverbrauch liegt ca. 9.5L/100km, was bei unserem Streckenprofil ein wirklich guter Wert ist. Zum Vergleich: unser neuer Seat Ibiza 1.5 TSI Evo liegt aktuell bei 7.8L/100km mit „nur“ 150PS, Zylinderabschaltung und deutlich weniger Gewicht, schmaleren Reifen ... Das spricht IMHO für den 2.0 TSI im Skoda.

Aktuell befindet sich der Ölstand genau in der Mitte vom Peilstab, sprich auf 15.000km kein Ölverbrauch :).

 

Einzig gelegentliche Aussetzer im Infotainment trüben etwas den Gesamteindruck:

- die RS Taste war 2X ohne Funktion

- mehrmals funktionierten die MuFu-Tasten am Lenkrad nicht.

Beheben ließ sich das bisher immer zuverlässig durch einen kompletten Neustart des Fahrzeugs (incl. Abschliessen).

Vielleicht bessert Skoda hier mal nach und das nächste Modell hat dann die Tasten CTRL+Alt+Del irgendwo eingebaut ;). Dann würde der Neustart an der Ampel vielleicht besser funktionieren.

 

Da aber auch Premiumfahrzeuge im Bekannten- und Verwandtenkreis solche oder ähnliche Probleme kennen, wie z.B. nicht an oder abklappende Spiegel, plötzlich neu bootende Navis (nicht witzig in Großstädten), denke ich, das ist leider der Preis, den man für die immer weiter fortschreitende Integration von hochkomplexen Assistenzsystemen etc. pp. bezahlen muss.

 

Daher auch nach 15.000km mein (unser) Fazit: ein gutes Fahrzeug!

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14.02.2018 23:40    |    Thilo T.    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: Ärger bei Reparatur, schlechte Lackierung, Skoda Octavia RS 2.0 TSI 169kW

Sooo, die Heckschürze wurde neu lackiert. Die Laufnasen wurden (immer noch sichtbar) abgeschliffen und die Parksensoren deutlich besser eingesetzt.

Leider stimmt jetzt der Farbton nicht mehr: das nachlackierte moon white metallic sieht mehr aus wie ein alpin weiß uni. Deutlich weisser und fast ohne Metallic Partikel. Dazu undeutlich gewordene Konturen/Kanten wg. der zugenommenen Lackdicke.

O-Ton Service Mitarbeiter: „Weiss metallic ist schwierig zu lackieren und eine Nachlackierung sieht man halt immer“. Ersteres stimmt, zweiteres stimmt nicht.

Die Kratzer auf der Motorhaube wurden wegpoliert und sind nicht mehr sichtbar. Das hat also gut geklappt.

Ein kurzer Besuch bei der Dekra bestätigte meine Vermutung: hier muss nachgebessert werden.

Auch die parallele Anfrage an einen ADAC RA ergab, daß ein so junges Fahrzeug ohne sichtbare Mängel zu reparieren ist.

Was mich echt ärgert, war die Idee, auf dem Reparaturauftrag zu vermerken, daß die Lackierung vom original Farbton abweicht und ich somit bei der Rückgabe des Fahrzeuges keine Probleme habe.

Das ist ja nett gedacht, allerdings fahre ich dann noch über 2 Jahre mit einer andersfarbigen Heckschürze herum. Und das bei monatlichen Leasingkosten von knapp 400€ und einem ordentlichen Eigenanteil bei der Reparatur.

Warum kann der bezahlte Job nicht einfach fachgerecht erledigt werden?

Naja, wir haben einen neuen Termin ausgemacht und dann wird die weitere Vorgehensweise noch einmal besprochen werden.

Ich bin an dieser Stelle echt froh über eine gute RSV zu verfügen, falls das noch aus dem Ruder laufen sollte oder auch die dritte Lackierung nix wird ;).

 

Skoda selbst scheint an kritischen Fragen auch kein Interesse zu haben: ich wollte wissen, ob es seitens Skoda Vorgaben an die Händler gibt, wie z.B. Fahrzeugannahmen und - rückgaben abzulaufen haben. Ob es vielleicht standardisierte Formulare etc. pp. gibt (wg. der Diskussionen, wer die Kratzer auf der Motorhaube zu verantworten hätte). Dazu hieß es nur, daß diese Informationen Vertragsbestandteile zwischen Skoda und den Händlern wären und man mir dazu entsprechend keine Auskünfte geben könnte.

Soviel zum Thema Transparenz.

 

Mit dem Fahrzeug selbst, sind wir übrigens nach wie vor zufrieden.

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21.12.2017 19:40    |    Thilo T.    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Fehlermeldungen und Defekte, Skoda Octavia RS 2.0 TSI 169kW

Ich werde an dieser Stelle fortlaufend über Probleme mit dem Skoda Octavia berichten.

 

Nach jetzt ca. 8500km und dem Wintereinbruch, tauchen die ersten Problemchen auf.

Problemchen deshalb, weil bisher alles weiterhin funktioniert und die Fehler von alleine verschwanden.

Die ersten Fehler, waren z.B., das die Abstandssensoren verrückt spielten.

Ich fuhr bei trockenem Wetter nach Hause und plötzlich meldeten die Sensoren rundherum Hindernisse. Das passierte immer, sobald ich an einer Ampel stand. Immerhin ließ mich der Skoda weiterfahren ;).

Dann, bei etwas stärkerem Regen, fiel der ACC Sensor aus und damit auch der Tempomat.

Dieses Phänomen hatte ich bisher zweimal im Regen und zweimal bei Schnee. Was allerdings bei Schneefahrten auch 100% entspricht :(.

Das Problem habe ich auch direkt im Forum angesprochen und es sieht so aus, daß das ACC Problem zumindest alle VAG Fahrzeuge betrifft und damit Stand der Technik ist.

Also an alle, die gerne Skifahren oder in schneereichen Regionen sogar wohnen (;)): der ACC funktioniert sogar bei leichtem Schneefall gar nicht und schaltet damit die komplette Tempomatfunktionalität ab. Da es keine Möglichkeit gibt, den ACC zu deaktivieren und trotzdem eine standard Tempomatfunktion zu erhalten, wird unser nächstes Fahrzeug auch definitiv ohne ACC sein.

 

Auf einer längeren AB Fahrt mit eingeschalteter Navigation, ließ sich die MuFu Anzeige zwischen Tacho und Drehzahlmesser, nicht mehr über die rechten MuFu Tasten am Lenkrad bedienen.

Nach einem Auto-Neustart an einer Ampel, funktionierte alles wieder wie gewohnt.

 

Mit zunehmender Kälte haben wir auch die Standheizung ein paar Mal genutzt.

Letzte Woche wollte ich bei Ankunft auf dem Firmenparkplatz die Standheizung neu programmieren und bekam die sehr aussagekräftige Fehlermeldung „Fehler: Standheizung“ angezeigt. Bedienen ließ sich nichts mehr (im Standheizungsmenü).

Danach funktionierte die Standheizung den ganzen Tag nicht mehr.

Am nächsten Tag bin ich dann zum Fehlerauslesen zu meinem Händler gefahren.

Die Standheizung funktionierte zu diesem Zeitpunkt wieder.

Leider war im Fehlerspeicher kein Eintrag hinterlegt :(.

 

Update 15.02.2018:

Es schneit leicht (!) also geht der ACC wieder nicht :( (ok, das kennen wir ja bereits).

Aber jetzt geht die Standheizung wieder einmal nicht. Vor der Abfahrt hat sie noch funktioniert, bei der Neuprogrammierung für heute Nachmittag kam dann die angehängte Fehlermeldung.

Ist die vielleicht auch an den ACC gekoppelt? Ist es ihr zu kalt? Vielleicht darf die ab Werk nicht laufen wenn es kalt ist, weil dann der CO2 Ausstoß noch größer wird? ...

Man weiß es nicht, aber es nervt :mad:.

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12.12.2017 10:23    |    Thilo T.    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Ärger bei Reparatur, Ärger mit Skoda Autohaus, schlechte Lackierung, Skoda Deutschland, Skoda Octavia RS 2.0 TSI 169kW

Hallo zusammen,

 

der RS hat jetzt 8500km runter und macht weiterhin Spaß.

 

Was uns allerdings gar nicht gefällt, ist die anscheinend schlechte Kommunikation zwischen Skoda Auto a.s. und den deutschen Händlern und auch mit Skoda Deutschland:

  • Wir wollten eigentlich Glattleder bestellen, was im Konfigurator aber nicht wählbar war. Unsere Kundenbetreuung sagte dann, daß es bisher jeden RS mit Glattleder gab und der Konfigurator noch nicht vollständig sei. Der Vorschlag war dann, Alcantara zu ordern und später dann umzubestellen. Die Kundenbetreuung war leider nicht informiert, daß Glattleder gestrichen wurde.
  • Hier im Forum und auf YouTube erfuhr ich, daß die Standheizung per App bedienbar ist. Bei unserem Fahrzeug geht das nicht. Erst nach mehreren E-Mails und 2 Telefonaten stand fest: Skoda hat ca. 06/2017 einen Modelljahreswechsel vollzogen. Ab dann können die Standheizungen auch per App bedient werden. Das ist selbst bei Skoda Deutschland nicht überall bekannt. Fast O-Ton: „Als Importeur bekommen wir auch nicht immer alle Details genannt“. Aha ... Nachrüstbar ist die Funktion übrigens nicht, was schade ist, da es nur eine FB gibt und die Programmiermöglichkeiten sehr begrenzt sind.

 

Probleme haben wir leider auch mit dem uns betreuenden Skoda Autohaus.

Es ist leider wie immer (unsere Erfahrung):

Beim Kauf klappt fast (kein Glattleder) alles, man ist freundlich, es gibt Kaffee ...

Danach wechselt man mit dem gekauften Fahrzeug und Problemen zur Serviceabteilung und hier fängt der Spaß an:

  • Eine Bestellungen wird verschlampt, so daß man mehrmals zum AH fahren muss
  • Ein kleiner Unfallschaden (800€ netto) wird vom Schadensmanagement des AH so reguliert, daß man quasi auf gleicher Summe sitzenbleibt. Der Unfall (ohne Selbstverschulden), fand im Ausland statt und wird nach anderem Recht erstattet. D.h. Gutachterkosten, Wertminderung und RA Kosten werden nicht erstattet. Hätte man uns darauf aufmerksam gemacht, hätten wir die VK in Anspruch genommen und wären nur auf 300€ SB sitzen geblieben. Hätte, hätte Fahrrad... :|.
  • Trotz dieser Umstände wollte man uns dann den Leihwagen (falls die gegnerische Versicherung diesen auch nicht bezahlt), in Rechnung stellen.
  • Bei Rückgabe des reparierten Fahrzeuges waren dann vorher nicht vorhandene Kratzer auf der Motorhaube vorhanden und die Reparaturausführung mangelhaft. Um die Parksensoren Läufer im Lack, kleine Parksensoren nicht mittig montiert und Dichtgummis beschädigt, ein großer Sensor mit „Orangenhaut“, weil noch feucht in die Stoßstange gedrückt. Zu allem Überfluss kein Wort der Entschuldigung und noch Streitereien über die Kratzer, obwohl es kein Übergabeprotokoll vom AH gibt.

Wohlgemerkt: wir waren bisher auch nur 5 Mal in dem Autohaus (Autokauf, Kleinteilebestellung, Besprechung Schadensmanagment, Reparaturabgabe und Abholung des vermeintlich reparierten Fahrzeuges).

Schade, wir hatten den Wagen extra beim Händler vor Ort gekauft ohne zu handeln, um einen guten Service zu erhalten. Dieser Vertrauensvorschuss war leider umsonst.

Ein EU Import von irgendeinem Händler hätte anscheinend auch getan.

 

Vor diesem Hintergrund rückt ein weiterer RS von diesem AH (im Sommer soll der Audi ersetzt werden) erst einmal in weite Ferne.

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26.09.2017 22:23    |    Thilo T.    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Fazit nach 6500km, Meinung zu Assistenzsystemen, Skoda Octavia RS 2.0 TSI 169kW

Nach gut 6500km hier mal ein Zwischenfazit zum Skoda:

 

An die Lenkung habe ich mich mittlerweile gewöhnt.

Die Größe ist nach wie vor eine glatte 1: wir konnten zu viert 2 Wochen nach It fahren, und ich konnte das Rollo noch über das Gepäck ziehen - ohne Dachbox!

Auf der Fahrt in den Urlaub waren die Assistenzsysteme sehr hilfreich und trugen zur entspannten Fahrt bei.

Die Power des RS möchte ich nicht mehr missen. Selbst vollbeladen ist der Wagen sehr schnell unterwegs.

Wo ich sehr geteilter Meinung bin, sind die Assistenzsysteme.

Wobei das nicht Skoda-spezifisch sein muss.

Definiv werde ich vor dem nöchstem Kauf genauer darauf achten und die dann neuere Generation der div. Helfer, genau testen.

Stand heute würde ich viele Systeme nicht mehr ordern:

 

1. Spurhalteassistent:

  • ist in der Stadt nicht zu gebrauchen
  • kommt in AB Baustellen, wo alte Markierungen nicht entfernt wurden, durcheinander
  • kann bei Überholmanövern ohne Blinken zu einem üblen Aufschaukeln führen
  • auf Landstrassen und AB grundsätzlich gut zu gebrauchen

 

2. Fernlichtassistent:

  • funktioniert erst ab 60km/h; auf kurvigen Strecken z.B. im Sauerland nicht zu gebrauchen
  • braucht auch auf AB zu lange um eine freie Strecke zu erkennen
  • blendet nicht immer sicher ab, wenn man von hinten auf Fahrzeuge aufschließt

 

3. Einparkassistent:

Tja, habe ich noch nie benutzt, da ich immer gaaaaanz weit weg von anderen parke, um keine Kratzer und Dellen zu bekommen. Vorm Haus habe ich massig Platz und die Firmenparkplätze sind auch riesig.

In Städten nutze ich gerne Parkhäuser.

 

4. adaptiver Tempomat:

Das ist ein echtes Wechselbad der Gefühle :) :

  • auf halberlei geraden Strecken ein Traum!
  • in Kurven bremst er wiederholbar unnötigerweise ab. Beispiel: 2 spurige Strasse macht eine Rechtskurve. In der Kurve bleiben Fahrzeuge auf der linke (Abbiege-) Spur stehen. Der Skoda sieht stehende Autos und bremst. Das ist sehr irritierend für den Hintermann.
  • wenn der Vordermann bremst und abbiegt und es drumherum Platz gibt, würde ein menschlicher Fahrer eine leichte Kurve fahren und um den Vorderman herumfahren. Der Assistent guckt eben nur geradeaus und haut in die Eisen. Das hat mir mehr als einmal wildes Gehupe eingebracht.
  • auf der AB hält der adaptive Tempomat auch bei geringst möglich eingestelltem Abstand riesige Lücken (gesetzeskonform halt) und bei jedem dazwischen-Drängler verlangsamt der Skoda sich oder leitet abrupte Bremsmanöver ein. Das ist absolut nachvollziehbar, aber überrascht doch vor allem den Hintermann. Auch macht kaum ein vorausfahrendes Fahrzeug Platz, da der Tempomat einen so großen Abstand hält.

 

Ich kann nur sagen: ich musste ein Stück weit wieder fahren lernen, mit den modernen Assistenzsystemen.

O.g. Systeme würde ich daher nur als Vielfahrer, welcher auf Bundesstrassen und AB unterwegs ist, noch einmal ordern.

Der Spurhalteassistent hat mich schon einmal fast das Fahrzeug wegschmeissen lassen.

Ich habe ohne zu blinken auf einer Bundesstrasse überholt:

Beim Ausscheren, hielt der Assistent gegen meine Lenkbewegung. Daher übersteuerte ich diesen mit stärkerem Lenkausschlag. Daraufhin ließ der Assistent quasi los und ich flog regelrecht auf die linke Spur. Dort fing der Assistent den Wagen im gleiche Augenblick wie ich ein, als das Fahrzeug auf die ganz linke Fahrbahnmarkierung zusteuerte. Der Assistent und ich lenken dann zeitgleich oder zeitlich kurz versetzt wieder nach rechts und das Fahrzeug "flog" wieder auf die rechte Spur, vor das zu überholende Fahrzeug.

Gefühlt "titschte" der RS von rechts nach links und wieder zurück. Das war echt scary und das brauche ich nicht nochmal.

Seit dem ist der Spurhalteassistent nur noch auf den AB aktiv.

 

Was das klappern und knarzen angeht: naja, speziell im Dachhimmel, wo die Konsole für das Panoramadach sitzt, knarzt es vernehmlich. Vor allem, wenn der Motorsound auf Sport steht.

Daher fahre ich eben nicht mehr mit Sportsound. Da wird das AH noch mal nachbessern müssen.

A pros pros: der Sound der Aga hat sich verbessert, ist aber trotzdem gruselig gegenüber einem V6 o.ä..

 

Nach 6500km kann ich sagen, daß mir der Skoda immer mehr gefällt.

Die Assistenzsysteme sind gewöhnungsbedürftig aber wenn man ihre Tücken kennt, vor allem auf Langstrecken, gut benutzbar. Wenn auch nicht notwendig (IMHO).

Was mir sehr gut gefällt: aufgrund der markanten Nase wird auf der AB schnell Platz gemacht :).

Das Infotainment mit Smartphone Integration (streaming ...) finde ich ebenfalls sehr gelungen und sehr gut bedienbar.

Und ja: Bose klingt besser, aber ohne den direkten Vergleich, ist das Canton System echt ok.

Der Verbrauch ist nach wie vor gut: Kurzstrecke (8-12km/Fahrt) im Sauerland mit 9.7L und auf den Urlaubsfahrten auch unter 7L (40km Fahrt in Tirol mit Tempomat).

Kessy und die elektrische Heckklappe werden ebenfalls 100%ig wieder gekauft.

 

Aktuell würde ich sagen, Skoda hat hier viel richtig gemacht und wenn uns das AH nicht vergrault, würde ich aktuell wieder einen Skoda kaufen/leasen.

 

Beste Grüße,

Thilo

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21.06.2017 11:17    |    Thilo T.    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Kritik, Skoda Octavia RS 2.0 TSI 169kW

Hallo zusammen,

 

nach nunmehr 1000km schreibe ich hier einmal auf, was mir am Octavia RS FL alles so gefällt und was mir nicht gefällt.

Vielleicht hilft das dem einen oder anderen bei seiner Kaufentscheidung. Vor allem sind das jetzt Dinge, die uns bei Probefahrten nicht aufgefallen sind und auch in div. Testvideos und -berichten nicht zur Sprache kamen. Vermutlich, weil die Testfahrer nicht die Zeit hatten, den Wagen intensiv zu testen und quasi nur einmal die AB oder den Rundkurs einmal rauf und runter bügeln durften.

Interessant ist dazu warscheinlich auch, was wir von dem RS erwartet haben:

 

  1. er sollte sportlich sein und Spaß machen
  2. es sollte mehr Gepäck reinpassen, als im Audi A4 B6 Avant oder mind. gleich viel
  3. er sollte solide sein. Ruhiger Innenraum, gute Haptik usw.

 

Ich fange jetzt mal mit dem Positiven an und das wäre nach o.g. Liste unter Punkt 2 zu finden:

Der Octavia ist innen sehr geräumig und nun genießen unsere Kinder eine für sie bis dahin nicht gekannte Beinfreiheit. Der Kofferrraum mit doppeltem Ladeboden, Taschenhaken, Taschenlampe, "Regenschirmwanne" usw. ist groß und IMHO ungemein praktisch. Die automatische Heckklappe findet bei uns allen großen Zuspruch und nach der Umprogrammierung, kann sie nun auch vom Schlüssel aus (und vom Schalter im Innenraum) geschlossen werden. Da geht das Rausschmeissen der Kinder vor der Schwimmhalle oder der Schule noch komfortabler und schneller ;).

Also vom Nutzwert her ist der Octavia großartig und das entspricht auch absolut dem Werbeversprechen und den bekannten Auto-Tests.

Das ist für uns aber eher neu, da wir eben bisher nur Lifestylekombis oder Cabrios gefahren sind. Schön (teuer) und klein.

Fazit hier als Schulnote: 1

 

Punkt 3 ist schon etwas diffiziler:

Die generelle Haptik kann mit preislich gleichwertigen oder etwas höherpreisigen Fahrzeugen absolut mithalten. Nur die S Line Varianten bei Audi bieten noch den weichen und sehr dunklen Kunststoff an, zumindest ist das meine Beobachtung bei div. Mitfahrten und einer AH Besichtigung.

Von daher würde ich da nicht mäkeln wollen.

Was uns(!) überhaupt nicht gefällt, sind die Sitze: diese bieten schmaleren Personen (ich z.B. knapp unter 1,8m bei 70kg) nur geringen Seitenhalt. Stabiler gebaute Fahrer dürften sich bis zur ersten Kurve etwas besser darin fühlen, dann aber auch über die Wangen herausrutschen. Die Sitze sehen gut aus, aber das war es auch schon.

Was mir bei der Probefahrt auch nicht aufgefallen war: der Octavia hat keinen Haubenlift und die Motorhaube ist nicht gedämmt. Ok, den nicht vorhandenen Haubenlift kann ich mir mit Gewichtsersparnis schönreden. Die nicht vorhandene Dämmung nervt, da es dadurch im Innenraum merklich lauter wird.

Zu den Auspuffblenden: gibt es eigentlich ein anderes Fahrzeug aktuell auf diesem Planeten, bei dem man so schön durch die quasi eckigen Blenden auf die runden Endrohre gucken kann?

Mann, mann, mann, hat den niemand aus der Skoda Entwicklungsabteilung sich auch nur einmal hinter das Fahrzeug gestellt?

Wenn man die Blenden ein paar Grad nach unten geneigt hätte, wäre das überhaupt kein Drama. So lächelt jeder über das Design und schmunzelt über die angelöteten Blenden. Bei MB kann man übrigens die ebenfalls runden Endrohre nicht mal eben so sehen. Da muss man schon auf die Knie gehen.

Warum hat der Octavia eigentlich kein Handschuhfachschloß? Ich habe das gerne genutzt, um z.B. meine Geldbörse dort versichert(!) zu verstauen.

Und: warum hat der RS LED Scheinwerfer, LED Kennzeichenbeleuchtung, LED Ambientebeleuchtung und GLÜHBIRNEN als Lese- und Innenraumbeleuchtung??? LED Innenraumbeleuchtung läßt sich auch nicht per Paket dazukaufen.

Gaspedal, Kupplungs- und Bremspedal kommen in Edelstahloptik. Die Fußstütze nicht. :confused:

Auch Vollleder wurde gestrichen und es gibt nur noch Alcantara. Bei unserer Bestellung wurde uns noch Vollleder versprochen "ist nur noch nicht im Konfigurator - gab es aber bis jetzt immer".

Was für Umsteiger von VW und Audi wiederum top ist: alles ist an dem Platz, an dem man es vermutet. Blinker, Tempomat etc. pp..

Ich bin mal einen Citroen Cactus gefahren und war kurz davor, mich aus Frust mit dem Ding um einen Baum zu wickeln. ;).

Also hier würde ich in Anbetracht des Preises sagen: Schulnote 2-

Ich verstehe da einfach die Kleinigkeiten nicht, die nur Ct's kosten, aber das Erscheinungsbild noch einmal deutlich abgerundet hätten.

 

Ihr ahnt es schon: wir kommen wir zu dem für uns ernüchternsten Punkt.

Punkt 3 die Sportlichkeit und der Spaßfaktor:

Die 230PS machen warscheinlich Spaß und er geht gut nach vorne. Warscheinlich, weil wir ihn ja noch nicht ausfahren dürfen. Aber bisher sieht das ganz gut aus ;).

Allerdings macht er das nur geradeaus wirklich gut.

Was uns nämlich gar nicht gefällt ist das (DCC) Fahrwerk:

Im Sportmodus ist es einfach nur hoppelig und im Innenraum klappert dann auch gerne mal etwas (Verkleidung o.ä.).

Beim Beschleunigen zerrt es auch enorm am Lenkrad.

Im Komfortmodus ist es deutlich weicher und angenehmer, aber eben weit entfernt von der Sportlichkeit, wegen derer wir uns für den RS entschieden haben.

Auch der einstellbaren Progressivlenkung können wir wenig abgewinnen. Sie läßt sich zwar in der Härte verstellen, aber die Rückmeldung ist dürftig und gefühlt zu leichtgängig.

Das könnte auch mit dem geringen Gewicht auf der Vorderachse einhergehen.

Aber mit den 230PS und 350NM scheinen das Fahrwerk und die Lenkung überfordert zu sein.

Auf jeden Fall gibt das 13 Jahre alte S Line Plus Fahrwerk am A4 deutlich mehr Rückmeldung und vermittelt ein viel direkteres Lenkgefühl als das RS Fahrwerk bzw. die RS Lenkeinheit.

Das S Line Plus Fahrwerk ist sehr straff abgestimmt, aber absolut nicht hoppelig. Allerdings sollte man hier auch nicht aus Glasflaschen trinken, es sei denn man hat schon einen Termin beim Zahnarzt ;).

Ich habe das heute mal in einer AB Auffahrt getestet, die ich sehr gut kenne und quasi jeden morgen fahre:

Bei der Kurveneinfahrt fühlt sich der Octavia hochbeinig an (trotz DCC im Sportmodus), beim Einlenken macht sich die sehr leichtgängige Lenkung unangenehm bemerkbar und er neigt sich merklich nach aussen; dann rutsche ich im Sitz nach rechts weg. Sekunden später rutscht dann auch der RS ab ca. 85km/h über die Vorderachse weg. Das war schon anstrengend.

Der A4 Avant mit S Line Plus Fahrwerk liegt dagegen wie ein Brett auf der Straße. Bei der Kurveneinfahrt gibt es schöne Rückmeldungen vom Lenkrad und der Wagen neigt sich sehr wenig zur Seite. Die Recaros halten einen schön fest und bei 90km/h merkt man, daß das Limit erreicht ist. Alles ohne Schweißperlen auf der Stirn :(. Da klappert übrigens auch nach 13 Jahren nichts.

Beide Fahrzeuge sind mit 18" Räderm unterwegs. Der RS mit 225'er Markenreifen und der Avant mit 235'er Nexen N8000.

Was uns wiederum sehr gut gefällt sind die Bremsen. Die packen kraftvoll zu und scheinen uns absolut ausreichend dimensioniert sein.

Was ich wieder nicht verstehe: wie konnte Skoda das Sounddesign abnicken? Das ist absolut gruselig und ich habe hier den Sound auf Komfort oder sogar Eco zurückgedreht.

Last but not least: der RS lässt überhaupt keine Emotionen aufkommen. Ich kann das schlecht erklären, da ich eigentlich ein Zahlenmensch bin, aber als wir den Avant neu hatten, habe ich mich auf jede Fahrt gefreut. Es ist aktuell tatsächlich so, daß es mir (und meiner Frau) egal ist, ob wir im alten A4 fahren oder im nagelneuen Octavia RS.

Im Octavia macht zwar das Infotainment aktuell mehr Spaß, aber das Fahrgefühl ist schlechter oder eher nicht vorhanden. Der Avant hat kein DAB, kein DCC, keine personalisierbaren Schlüssel, etc. pp., aber dafür liegt er souverän auf der Straße und macht sportlich gesehen, deutlich mehr Spaß, bzw. das Fahren an sich macht Spaß.

Trotz 40 PS weniger.

Als Fazit würde ich für Sportlichkeit und Fahrspaß tatsächlich nur eine 4 vergeben wollen.

 

Natürlich ist er günstig, aber er wird eben auch enorm mit Sportlichkeit beworben.

Ich würde dazu gerne mal mit Hans-Joachim Stuck sprechen, der mir mit seinem Markenbotschafter Videoclip auch richtig Lust auf den RS gemacht hat. Das kann er IMHO unmöglich alles ernst gemeint haben. Oder sein Fahrzeug war fahrwerksmäßig gepimpt.

 

Nicht schlagen, aber im Vergleich zum A4 Avant aus 2004 kann der Octavia nichts Entscheidendes besser, ausser der Zuladung:

- Der Octavia hat LED Scheinwerfer, der A4 Bi-Xenon mit neuen Brennern: kein Unterschied

- beide haben das jeweils größte Navi. Beim Octavia noch größer und bunter. Beide führen zum Ziel.

- die Recaro Sportsitze im Avant sind SPORTSITZE! ;) Im Octavia gibt es zuwenig Seitenhalt.

- der Octavia verbraucht nur knapp 1L weniger, trotz Start-Stop Automatik. Da hätte ich auch mehr erwartet, kann aber damit leben.

 

 

Würden wir ihn nochmal kaufen: als Zweitfahrzeug, für den Urlaub und Fahrten zum Baumarkt, ja.

Ist er seinen Preis wert: ja!

Es gibt in diesem Preissegment einfach keinen Gegner. Nicht umsonst ist jeder 5.te Octavia ein RS. Aber die eierlegende Wollmilchsau, speziell für Fans guter Haptik und Sportlichkeit, ist er definitv nicht.

Sportliche Autos mit Spaßfaktor und sehr guter Haptik/Verarbeitung kosten eben doch leider 20k € mehr :(.

 

 

Das Gesamtfazit für uns lautet daher:

Keine Emotionen, geringer Spaßfaktor und nur pseudo sportlich.

Dafür enorm praktisch, geradeaus schnell und bezahlbar.

 

 

Vielleicht macht SEAT den Leon Cupra von aussen noch hübscher. Dann könnte das in 3 Jahren ein neuer Kandidat werden.

 

 

beste Grüße,

 

Thilo

 

 

P.S. Das 4-Augen Gesicht habe ich bewusst nicht angesprochen, weil daß technisch gut umgesetzt wurde. Ob einem das Design persönlich gefällt, darf jeder selbst entscheiden.

Beim RS gefällt es uns; den normalen Octavia würde ich damit nicht kaufen wollen.

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10.06.2017 13:09    |    Thilo T.    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: 3 (5E), Octavia, Skoda

Wir haben uns also alle Modelle unserer Auswahl in umliegenden AH genau angeschaut.

Hier die Einzelkritik(en) :):

 

Der Ford Focus weist ein einfach unglaublich liebloses Interieur auf.

Gerade wenn man von den alten (Stichwort Softlack) und extrem hochwertig verarbeiteten Audi S Line Modellen kommt, geht so etwas gar nicht.

Auch das Ford Sync System erschien uns nicht gerade top modern und gut bedienbar.

Und ein Weiß-Metallic ist nicht verfügbar.

Das war´s dann für den Ford.

 

Ein Audi A4 mit S Line Paketen und sehr guter Ausstattung (analog zu unserem alten Avant) gefällt uns sehr gut und hätten wir sofort gekauft.

Wenn nur der Preis nicht wäre. Ich wusste nicht, ob ich lachen der weinen sollte.

Ein 2.0TFSI mit div. Extras (Metallic Lack; 18"; Navi; LED; Leder ...) kostet Liste mind. 60.000€.

Das war uns etwas zuviel für einen kleinen Lifestylekombi.

Zudem haben wir in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrungen mit dem Audi Service der umliegenden Audi Partner gemacht (nicht der Audi AG selbst!). Da wollten wir auf keinen Fall noch einmal in Vorleistung gehen und viel Geld bezahlen, um am Ende doch wieder schlechten (Privat-)Kundenservice zu erhalten.

Also fiel auch der (sehr schöne) Audi raus.

 

Der KIA Optima Sportwagon GT gefiel uns schon bei der Vorstellung sehr gut.

Die Optik, gepaart mit den technischen Gadgets, einem sehr guten Notbremsassistenten (beim Audi Q3 dagegen ein total Versagen) und dem Preis, hat uns dann zu einer Probefahrt veranlasst.

Die Probefahrt war bis auf 2 Dinge ein Erfolg. Was uns gestört hat, war der Sound Aktuator, welcher unglaublich krawallig und weit entfernt von einem sonoren V6/V8 ist, zu Werke ging. Das bestätigte auch das AH. Viele Kunden hatten schon danach gefragt, wie man das Ding abschalten kann :).

Der zweite Punkt war eine, für uns gefühlt, erhöhte Sitzposition. In dem A4 Avant haben wir die Recaro Sportsitze verbaut und da fühlt man sich der Strasse deutlich näher und irgendwie auch sportlicher unterwegs.

Der Verbrauch auf der Testfahrt viel mit knapp 12L genau so aus, wie es die technischen Daten des Herstellers vermitteln.

Das Ding hat immerhin 245PS und ist riesig groß. Das gepaart mit einer 6 Gang ZF Automatik, kann nicht verbrauchsarm sein. Da das aber auf dem gleichen Niveau wie unser Audi Cabrio (Quattro, 220PS, V6) liegt, war das kein K.O. Kriterium.

Der Innenraum bei dem KIA ist erstaunlich gut und auch der Audi Fahrer/Besitzer erschrickt nicht und fühlt sich absolut wohl im Innenraum. Hier hat Peter Schreyer ganze Arbeit geleistet .

Wenn KIA hier noch besser wird, sehe ich keinen Grund mehr (vom Interieur her betrachtet) einen Audi zu kaufen (welcher mir/uns aktuell noch am besten gefällt).

Das beste ist noch der Preis: voll ausgestattet (mit Panoramadach) kostet das Fahrzeug knapp 43.000€ Liste. Bezahlen muss man aber nur ca. 37.000€ ;). Als EU-Import mit ebenfalls 7 Jahren Garantie sogar nur 32.000€.

Ich kenne einige KIA Fahrer und KEINER ist unzufrieden mit den Werkstatt- und Garantieleistungen.

Das sieht bei den mir bekannten AUDI Fahrern leider anders aus.

Und nein: die sind nicht einfach pingeliger; ich rede hier von ganz normalen Werkstattbesuchen oder z.B. die Kostenübernahme eines defekten LED Tagfahrlichtes nach knapp über 2 Jahren. Aber gottseidank wurde dann nach mehrmaliger(!) Anfrage großzügigerweise Kulanz gewährt. Das ist eben Premium :rolleyes:.

Warum wir den KIA nicht gekauft haben:

Es gibt nur einen Grund: der unkalkulierbare Restwert.

Ich hätte den Wagen nach vermutlich 5 Jahren wieder verkauft. Der potentielle Käufer hätte dann noch 2 Jahre Garantie gehabt. Ich wollte auch hier keinen Stress mit Panoramadach, Full-LED Scheinwerfern, hochintegriertem Navi, Motor ... riskieren.

Aber: kauft der preisbewusste KIA Fahrer einen 245PS "Boliden" mit extrem umfangreicher Ausstattung und hohem Spritverbrauch? Auch an der Höhe der Leasingangebote kann man diesen vermuteten Wertverlust gut ablesen.

Daher warten wir mit einem Neukauf ab, bis der Octavia einen Käufer findet.

Bis dahin gibt es dann auch noch mehr Feedback zu dem KIA in punkto Rost im Motorraum usw..

Vom Tisch ist der KIA für die Zukunft aber definitiv nicht!

 

Der Mercedes CLA Shooting Brake hat uns zuerst sehr gut gefallen. Tolle Ausstattung, super Assistenzsysteme, ein (IMHO) super Aussendesign und tolles Matrix LED Licht. Auch die Sitzposition ist klasse: schön tief, in engen Sportsitzen. Auch mit dem kleinen Kofferraum hätten wir leben können, da wir ja noch den A4 Avant haben.

Was nicht soll toll ist: vor einer roten Ampel muss man schon einmal durch das Panoramadach gucken, ob schon grün ist :p. Auch die nicht verstellbaren Kopfstützen (weil integriert) sind z.B. für Frauen mit Zopf oder Dutt nicht geeignet. Im Octavia sind die anscheinend weniger nach vorn geneigt und fallen überhaupt nicht auf.

Wir durften den CLA in der von uns favorisierten 250´er Version 2 Tage lang Probefahren. Bei Mercedes waren wir also auch vom Service sehr positiv überrascht.

Warum wir den CLA nicht gekauft haben:

Der angeblich hochmoderne Motor mit lediglich 211PS und einem modernen 7 Gang DSG, hat bei uns im Mittel fast 13L verbraucht. Bei meinen Fahrten zur Arbeit 12.8L und bei denen meiner Frau 13.1L.

Das ist mehr als unser 12 Jahres altes V6 Cabrio geschluckt hat. :eek:

Wir sind bewusst exakt die Strecken gefahren, welche wir im täglichen Leben fahren: zur Arbeit und die Kinder von A nach B bringen. Es war 1 Fahrt mit hoher Geschwindigkeit auf der AB dabei; über vielleicht 5km.

Unser alter 1.8T mit 190PS verbraucht 10.8L/100km und der neue Octavia mit 230PS 9.8L/100km!

Dazu kam dann der Listenpreis mit fast 58.000€ für die A-Klasse. Das kleinste MB Modell!

Zudem sind auch die beiden verzinken Schrauben im Heckklappenbereich sehr unschön, die einen bei jedem Kofferraum-öffnen "anlachen".

Und es gibt nur durchfall-braunes Echtleder in einer bestimmten Ausstattungskombination. Ansonsten ist nur Kunstleder verfügbar.

Das hat uns dann in Summe doch nicht überzeugt.

 

Dann sind wir zum Skoda Händler gefahren.

Das größte Problem: es stand zum Jahreswechsel nur noch ein RS beim Händler, der aber schon verkauft war. Aber wir durften uns einmal reinsetzen. Das Interieur haut keinen vom Sockel, ist aber absolut vergleichbar mit den anderen (außer Audi in S Line Ausstattung) Fahrzeugen und dem Ford meilenweit überlegen.

Da ich viele zufriedene Skoda Octavia Fahrer kenne, sind wir direkt zur Konfiguration übergegangen und damit war das Fahrzeug schon so gut wie gekauft :D.

Ich zähle jetzt mal auf, was unser Octavia RS NICHT hat, weil das einfach viel kürzer ist:

- kein Columbus (dafür Amundsen)

- keine Lenkradheizung (weil Standheizung)

- keine AHK

Ansonsten haben wir uns aktiv gegen das DSG entschieden, da das Fahrzeug damit lt. den offiziellen Datenblättern langsamer ist und einen höheren Spritverbrauch hat. Zudem fahren wir eher Kurzstrecke, da haben wir das Geld lieber in mehr Ausstattung gesteckt.

Kosten sollte das Fahrzeug nach Liste etwas über 43.000€. Händlerpreis lag bei knapp unter 37.000€ und als Gewerbetreibender gibt es das Fahrzeug dann für knapp über 33.000€ (brutto!).

Damit war dann auch der KIA geschlagen und wir haben zum Jahreswechsel bestellt.

Nach genau 5 1/2 Monaten wurde unser Octavia dann geliefert und wir sind bis jetzt sehr zufrieden.

 

Was genau mir bei dem Facelift Skoda Octavia RS 2.0 TSI Combi MJ 2017 (2018?) gefällt und was nicht, schreibe ich die Tage hier mal wieder rein.

 

VG,

Thilo

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09.06.2017 12:58    |    Thilo T.    |    Kommentare (0)

Unser Audi A4 Cabrio Bj2005 haben wir verkauft, da doch zunehmend (kleine) Reparaturen fällig waren und ich nicht mehr die Zeit habe (oder sie mir nehmen möchte) um diese selbst durch zu führen.

Ein Cabrio schied aus, da wir doch erkannt haben, daß ein Cabrio nur eingeschränkt als solches zu fahren ist. Wir hatten ein Golf IV Cabrio und eben das A4 Cabby.

Beide haben Spaß gemacht, aber eben nur in einem schmalen Temperaturband und div. Hindernissen:

  • unter 18 Grad war es Frau zu kalt (ich bin auch bei 12 Grad offen gefahren)
  • über 27 Grad zu warm
  • bei strahlendem Sonnenschein ist eine Mütze Pflicht
  • bei Sonnenschein und hohen Temperaturen, werden lange Fahrten auch gerne zur Qual: ohne Windschott erträglich, aber dafür zugig (Frau meckert ;)); mit Windschott zu heiß
  • ohne Windschott braucht Frau eine Mütze oder mind. ein Haarband
  • ohne Windschott zieht es auf den Rücksitzen so stark, daß Mitfahrer keinen Spaß mehr am offen fahren haben
  • mit Windschott kann hinten keiner mehr sitzen

Auf jeden Fall musste jetzt ein neuer her.

Die Anforderungen waren einfach (:)):

  • das Fahrzeug soll sportlich rüberkommen
  • es muss mind. 200PS haben
  • sollte ein Kombi sein (SUV oder Limo mögen wir nicht)
  • moderne Assistenzsysteme sollten drin sein
  • mind. Bi-Xenon Licht
  • mind. Teilleder
  • großes Navi mit USB/SD MP3 Möglichkeiten
  • ordentliche Haptik im Innenraum
  • Panoramadach sollte vorhanden sein
  • akzeptabler Spritverbrauch
  • bezahlbar bleiben (ist natürlich relativ, aber sagen wir mal, bei 45k € hört bei mir der Spaß auf)
  • ein Neu- oder maximal Jahreswagen sein und zudem über eine umfassende Garantie verfügen.

 

In unsere Auswahl kamen dann:

Audi A4 Avant

MB CLA Shooting Break

KIA Optima SW GT

Ford Focus Turnier ST

Skoda Octavia RS Combi

 

Der Seat Cupra schied aus, weil uns die Form nicht gefällt.

 

Weiter geht's im nächsten Artikel :).

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09.06.2017 12:01    |    Thilo T.    |   Stichworte: Der Thilo

der Thilo ist

  • zwischen 45 und 50 Jahre alt
  • verheiratet mit (eigenen) Kindern
  • Sauerländer; lebt und arbeitet dort auch
  • angestellt und verdient sein Geld als Programmierer und Systemmanager
  • Autoliebhaber
  • seit >10 Jahren bei MT
  • pingelig ;)

Blogautor(en)

Thilo T. Thilo T.

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