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Technik-und-OT-Blog

Technik, Wirtschaft, Weltherrschaft.

Thu Jun 17 19:56:15 CEST 2010    |    pibaer    |    Kommentare (38877)

gerger

Angesichts des doch ausgeprägten Diskussionsbedarfs über technische Hintergründe und insbesondere die Frage, welcher Hersteller in welchem Bereich wohl bald die Weltherrschaft an sich reißen wird, ist hier Platz für solche Diskussionen. Hier wird nicht zensiert, nur weil der Lieblingshersteller ein anderer ist oder die Meinung von der des Blog-Erstellers abweicht.


Wed Sep 23 10:34:37 CEST 2020    |    touranfaq

Zitat:

@passat32 schrieb am 23. September 2020 um 09:37:04 Uhr:

Warum bist Du kein Zahnarzt geworden?

Weil ich keine Lust habe mir täglich irgendwelche Hackfressen anzusehen?

 

Zitat:

Die Konditionen könntest Du auch bekommen.

Die bekommst noch nicht einmal Du :p Es geht um Konditionen bei Abnahme großer Mengen.

 

Zitat:

Trifft auch auf bestimmte Brot-und Butter-Autos bei Toyota zu. Also heul nicht rum.

Wer heult denn? Ich diskutiere sachlich.

Wed Sep 23 10:36:33 CEST 2020    |    passat32

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 10:34:37 Uhr:

Zitat:

Die Konditionen könntest Du auch bekommen.

Die bekommst noch nicht einmal Du :p Es geht um Konditionen bei Abnahme großer Mengen.

dann nimm große Mengen ab dann bekommst auch Du diese Konditionen.

Wed Sep 23 11:00:51 CEST 2020    |    rpalmer

Der Privatmann soll diese Autos nicht kaufen. Daher auch die "Fantasie"-Listenpreise.

Für dich & mich stehen dann die Glaspaläste zur Verfügung, welche diese "Firmenkarren" dann als "junge Gebrauchte" durchschieben.

 

Daher zumeist Diesel, zumeist in völlig langweiligen Farben lackiert und auch oft ne 08/15 Ausstattung drin, "extrovertiertes" wirst da selten finden.

 

Wer es mag und sowas braucht (Gibt ja gewisse Klientel die unbedingt mit "teuren" Autos sich zeigen muss), der kann sichs kaufen.

Wed Sep 23 11:11:22 CEST 2020    |    touranfaq

Zitat:

@passat32 schrieb am 23. September 2020 um 10:36:33 Uhr:

 

 

dann nimm große Mengen ab dann bekommst auch Du diese Konditionen.

Du verstehst das "Spiel" nicht. Dein Arbeitgeber zahlt dir einen Firmenwagen mit Mondpreis von 50k, das kriegst Du versteuert und freust dich so ein tolles Auto zu fahren, aber tatsächlich zahlt dein Arbeitgeber nur Mondpreis minus 40%. Nach drei Jahren wird die Kiste dann verscherbelt zu Mondpreis minus 50%. Wertverlust für den AG quasi Null, das Teil noch steuerwirksam abgesetzt. Hersteller hat seinen Absatz gemacht. Alle freuen sich, ausser der Steuerzahler der das querfinanziert.

 

Rpalmer hat das Spiel verstanden...

Wed Sep 23 11:14:10 CEST 2020    |    passat32

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 11:11:22 Uhr:

 

Du verstehst das "Spiel" nicht. Dein Arbeitgeber zahlt dir einen Firmenwagen mit Mondpreis von 50k, das kriegst Du versteuert und freust dich so ein tolles Auto zu fahren, aber tatsächlich zahlt dein Arbeitgeber nur Mondpreis minus 40%. Rpalmer hat das Spiel verstanden...

das liegt aber an unserem verkackten Steuersystem, das mal wieder nicht die Realität abbildet. Im Übrigen zwingt Dich als Angestellten niemand die 1%-Regelung in Anspruch zu nehmen, Du kannst auch einen Firmenwagen bekommen und auf die Privatnutzung ganz verzichten.

 

 

Nur das wir drüber reden: ich kenne die 1%-Regelung, ich wende sie nämlich beim Passat (und früher Touran) jeweils an.

Wed Sep 23 11:26:16 CEST 2020    |    passat32

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 11:11:22 Uhr:

 

Hersteller hat seinen Absatz gemacht. Alle freuen sich, ausser der Steuerzahler der das querfinanziert.

 

Rpalmer hat das Spiel verstanden...

nunja, der Steuerzahler bzw. der Staat kassiert erstmal ein Plus durch die 1%-Rgeelung, die sich ja auch auf die Lohnnebenkosten auswirkt, inkl. Krankenkasse und Rente, die alle mehr einsacken. Dafür kann der Betrieb das Fahrzeug, das er ja sowieso beschaffen muss, eben von den Kosten her als Betriebsausgaben geltend machen. Das macht er aber auch, wenn er einen Transporter kauft und in die Werkstatt schafft, neue Reifen montieren lässt oder tankt und wäscht. Lediglich der Umstand, dass der Fahrer damit auch mal privat rumgurken darf lässt der Staats ich dann vergüten.

 

Willst Du jetzt die Absetzbarkeit eines Toyota Hilux für den Förster in Frage stellen, oder des Sprinters für den DPD-Fahrer?

 

 

Im Übrigen, was DU bei deinem Rumgeheule vergisst: der Privatnutzung eines PKW auch und gerade bei der 1%_Regelung sind sehr enge Grenzen gesetzt. Spätestens bei einer Steuerprüfung, die irgendwann einfach kommt, fallen die meisten 1%-Nutzungen durch, vor Allem bei kleinen Betrieben und Selbständigen. Was glaubst Du warum ich nbeben dem Passat ein Privatfahrzeug vorhalte und auch völlig privat bezahle?

 

Die Wenigsten geben dann zu das die 1%-Regelung bei der Steuerprüfung einkassiert wurde und zumindest in Anteilen nachgefordert wird.

Wed Sep 23 11:26:40 CEST 2020    |    touranfaq

Zitat:

@passat32 schrieb am 23. September 2020 um 11:14:10 Uhr:

das liegt aber an unserem verkackten Steuersystem, das mal wieder nicht die Realität abbildet.

Jetzt hast Du es verstanden ;)

 

Zitat:

Im Übrigen zwingt Dich als Angestellten niemand die 1%-Regelung in Anspruch zu nehmen, Du kannst auch einen Firmenwagen bekommen und auf die Privatnutzung ganz verzichten.

Um den AN geht es mir ja gar nicht, der fährt in der Regel auch mit der 1%-Regelung besser als wenn er privat ein Fahrzeug unterhält.

 

Mir geht es darum, dass der Steuerzahler diese Kistenschieberei mitfinanziert.

Wed Sep 23 11:30:47 CEST 2020    |    mozartschwarz

Und alle anderen "Subventionen" gehen zu nicht gerade geringen Anteilen auch nach Fernost, wenn es ja wenigstens nur EU-Ausland wäre..

Wed Sep 23 11:45:22 CEST 2020    |    touranfaq

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 23. September 2020 um 11:30:47 Uhr:

Und alle anderen "Subventionen" gehen zu nicht gerade geringen Anteilen auch nach Fernost, wenn es ja wenigstens nur EU-Ausland wäre..

Nicht wirklich....

 

https://de.statista.com/.../

Wed Sep 23 11:48:23 CEST 2020    |    passat32

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 11:45:22 Uhr:

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 23. September 2020 um 11:30:47 Uhr:

Und alle anderen "Subventionen" gehen zu nicht gerade geringen Anteilen auch nach Fernost, wenn es ja wenigstens nur EU-Ausland wäre..

Nicht wirklich....

 

https://de.statista.com/.../

naja, woran liegt das wohl? Weil kein Schwein so einen Toyota oder so haben kann wenn er sich einen VW, Audi oder BMW aussuchen kann ...

Wed Sep 23 11:52:03 CEST 2020    |    touranfaq

Zitat:

@passat32 schrieb am 23. September 2020 um 11:48:23 Uhr:

naja, woran liegt das wohl?

Konditionen, Rahmenverträge, nationale Präferenzen.

 

Wir hatten das im 2018er ja mehrfach thematisiert, Toyota hat des öfteren betont sich an den Rabattschlachten im Firmenwagensegment nicht zu beteiligen... andere asiatische Hersteller sehen das wohl ähnlich, und man sieht es am Ende ja auch an den Margen pro Fahrzeug, die bei Asiaten eben viel höher ist.

Wed Sep 23 11:55:55 CEST 2020    |    passat32

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 11:52:03 Uhr:

Zitat:

@passat32 schrieb am 23. September 2020 um 11:48:23 Uhr:

naja, woran liegt das wohl?

Konditionen, Rahmenverträge, nationale Präferenzen.

 

Wir hatten das im 2018er ja mehrfach thematisiert, Toyota hat des öfteren betont sich an den Rabattschlachten im Firmenwagensegment nicht zu beteiligen... andere asiatische Hersteller sehen das wohl ähnlich, und man sieht es am Ende ja auch an den Margen pro Fahrzeug, die bei Asiaten eben viel höher ist.

Selbst schuld.

Wed Sep 23 12:00:35 CEST 2020    |    touranfaq

Zitat:

@passat32 schrieb am 23. September 2020 um 11:55:55 Uhr:

Selbst schuld.

*Lach* klar, selbst schuld dass sie mehr verdienen pro abgesetztem Fahrzeug als deutsche Premiums. Das ist halt die direkte Folge des Kistenschiebens, da wird zwar ne Menge Umsatz/Absatz gemacht, aber die Gewinne sind schmal.

Wed Sep 23 12:23:44 CEST 2020    |    rpalmer

Mir doch egal welche Marge die machen pro Fahrzeug. Je teurer/hochklassiger das Fahrzeug wird, desto mehr bleibt übrig. Auch mit den "Firmenwagenpreisen" bleibt genug hängen (Bei 5er, E-Klasse, A6 und Co) um Aktionäre und einen Haufen Mitarbeiter bedienen zu können. Ob ein Toyota oder Honda da mehr pro Wagen verdienen, ist mir doch so völlig wumpe. Es interessiert mich einfach nicht, ich als Kunde habe nichts davon und ansprechend/interessant sind die Autos auch kaum. Gut, viele aktuelle deutsche Fahrzeuge auch nicht...

 

Was hier als nationale Präferenz genannt wird, das gibt es doch auch in Japan. Einfach die Zulassungsstatistik anschauen.

Wed Sep 23 12:28:41 CEST 2020    |    PS-Schnecke52374

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 09:10:07 Uhr:

...

Die "Subvention" ist ja nicht das eine Prozent, sondern die Absetzbarkeit der Fahrzeuge als Arbeitsmittel. Ich denke da vor allem immer gerne an den Zahnarzt ;)

Komisch, ich denke da an Handwerker, Außendienstler, mobile Dienste, Vertreter, Menschen, die arbeitsbedingt zwischen verschiedenen Standorten pendeln müssen. Also Menschen, für die das Auto eben genau so ein Werkzeug ist, wie eine Bohrmaschine oder eine Drehbank.

 

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 09:10:07 Uhr:

Zitat:

Ansonsten werden die halt von den Herstellern gepusht, zum einen das unkompliziertere Klientel und zum anderen ein leichterer Weg Neuwagen abzusetzen.

Korrekt. Wenn man die Konditionen kennt, zu denen gewerbliche Kunden diese Fahrzeuge erwerben, treibt einem das als Privatkunde die Tränen in die Augen...

Was aber rein gar nichts mit Subventionen zu tun hat, oder? Wenn dich die Rabattpolitik der Hersteller ankotzt, dann wettere gegen diese, und schieb es nicht auf die 1% Regel.

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 09:10:07 Uhr:

Zitat:

Privat kauft die kaummehr einer, schon garnicht obere Mitteklasse und Oberklasse von Premiumanbietern.

Mit 30ct/km zahlst du die Teile jedenfalls nicht... Da sind schon locker 20ct/km an reinem Kaufpreis fällig.

Ganz genau. Ohne Dienstwagensubventionen wären diese Fahrzeuge faktisch unverkäuflich ;) Beim KBA werden ja die gewerblichen Anteile ausgewiesen, da kann man sich das mal in Ruhe anschauen...

Was passiert eigentlich mit diesen Fahrzeugen, wenn sie das magische Alter von 3 Jahren erreicht haben?

Den Wertverlust des Neuwagens hat das Firmenleasing gezahlt, und der Privatmensch, der nie im Leben dieses Fahrzeug gekauft hätte, kann und will es sich als "junger Gebrauchter" leisten.

 

Irgendwie drängt sich mir der Gedankean den Begriff "Neiddebatte" auf: "Nur weil ICH mir keine S-Klasse neu kaufen kann, hat auch niemand anderes es verdient, eine zu fahren"

Wed Sep 23 12:45:41 CEST 2020    |    mozartschwarz

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 11:45:22 Uhr:

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 23. September 2020 um 11:30:47 Uhr:

Und alle anderen "Subventionen" gehen zu nicht gerade geringen Anteilen auch nach Fernost, wenn es ja wenigstens nur EU-Ausland wäre..

Nicht wirklich....

 

https://de.statista.com/.../

Was willst du damit sagen? Die meisten der von dir aufgezeigten "Subventionrn" gelten für alle Neuwagenkäufe.

 

Du lenkst schlicht ab

Wed Sep 23 12:50:58 CEST 2020    |    mozartschwarz

Zitat:

@touranfaq schrieb am 22. September 2020 um 12:52:52 Uhr:

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 22. September 2020 um 11:10:56 Uhr:

Die einen (VW) schmeißen ihr eigenes Vermögen zum Fenster raus ... da kann man ja durchaus sagen: "Warum nicht, wenn es ihnen Spaß macht"

Nur auf den ersten Blick "ihr eigenes Geld". Stell dir doch mal die Absatzzahlen von VW, Audi und Co. ohne die Dienstwagen Subventionen, Elektroförderung oder AWP vor. Da findet genau die Umverteilung statt, die hier immer moniert wird. Von unten nach oben.

 

Deshalb sage ich ja immer wieder: Eure Betrachtungen sind, auch wenn sie im Kern korrekt sind, viel zu einseitig.

Wed Sep 23 12:55:10 CEST 2020    |    passat32

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 23. September 2020 um 12:28:41 Uhr:

 

Irgendwie drängt sich mir der Gedankean den Begriff "Neiddebatte" auf: "Nur weil ICH mir keine S-Klasse neu kaufen kann, hat auch niemand anderes es verdient, eine zu fahren"

klar ist es der blanke Neid.

 

 

Der Witz an der ganzen Sache ist ja sein aktueller Hundai: den hat er auch gebraucht gekauft und den Wertverlust des Neuwagens dem Vorbesitzer überlassen. Okay, das war ein Privatkunde, aber das spielt da auch keine Rolle.

 

Das es sich dabei um einen Diesel handelt, der ja so scheisse ist und verhasst und dreckig und überhaupt, erwähne ich der Vollständigkeit auch gerne nochmal. Hätte ja auch ein gebrauchter Toyota HSD sein können, den er nicht kaufen wollte.

Wed Sep 23 12:58:05 CEST 2020    |    passat32

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 23. September 2020 um 12:50:58 Uhr:

Zitat:

@touranfaq schrieb am 22. September 2020 um 12:52:52 Uhr:

 

 

Nur auf den ersten Blick "ihr eigenes Geld". Stell dir doch mal die Absatzzahlen von VW, Audi und Co. ohne die Dienstwagen Subventionen, Elektroförderung oder AWP vor. Da findet genau die Umverteilung statt, die hier immer moniert wird. Von unten nach oben.

 

Deshalb sage ich ja immer wieder: Eure Betrachtungen sind, auch wenn sie im Kern korrekt sind, viel zu einseitig.

dazu kommt, das von der E-Auto-Förderung vornehmlich Marken wie Renault, Mitsubishi und Tesla profitieren, die am heimischen Markt ausser Reifenabrieb nichts produzieren.

 

Und nur weil Toyota nicht gewillt ist entsprechende Fahrzeuge anzubieten und die Kundschaft noch weniger Bock auf Vollhybride von Toyota hat kann da der Steuerzahler nix dafür.

Wed Sep 23 13:07:26 CEST 2020    |    ballex

Zitat:

dazu kommt, das von der E-Auto-Förderung vornehmlich Marken wie Renault, Mitsubishi und Tesla profitieren, die am heimischen Markt ausser Reifenabrieb nichts produzieren.

Tja...selbst schuld, wenn die dt. Hersteller nichts im Angebot haben oder nicht liefern können, weil sie mit zu kleinen Stückzahlen geplant haben - der Umbruch war wirklich nicht schwer vorauszusehen...außer man hält sich krampfhaft an alten Techniken fest. Ach ups. ;)

 

Übrigens: Tesla baut ja bekanntermaßen in Brandenburg - das Problem "nichts hier produzieren" ist damit ja bald erledigt (ab kommenden Juli um genau zu sein). Das dürfte zudem einige Aufregung in den dt. Vorstandsetagen ausgelöst haben - gut so! :)

Wed Sep 23 13:07:27 CEST 2020    |    touranfaq

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 23. September 2020 um 12:28:41 Uhr:

Komisch, ich denke da an Handwerker, Außendienstler, mobile Dienste, Vertreter, Menschen, die arbeitsbedingt zwischen verschiedenen Standorten pendeln müssen. Also Menschen, für die das Auto eben genau so ein Werkzeug ist, wie eine Bohrmaschine oder eine Drehbank.

Und was hindert uns, diese Aufwendungen ebenfalls über eine km-Pauschale geltend zu machen? Stichwort Gleichbehandlung?

 

Zitat:

Was aber rein gar nichts mit Subventionen zu tun hat, oder? Wenn dich die Rabattpolitik der Hersteller ankotzt, dann wettere gegen diese, und schieb es nicht auf die 1% Regel.

Ich habe dies erwähnt um das Gesamtbild des "Spiels" zu skizzieren.

 

Zitat:

Den Wertverlust des Neuwagens hat das Firmenleasing gezahlt, und der Privatmensch, der nie im Leben dieses Fahrzeug gekauft hätte, kann und will es sich als "junger Gebrauchter" leisten.

Der Wertverlust ist ja faktisch keiner, denn er geht ja vom Mondpreis aus. Den hat der Arbeitgeber nicht bezahlt, auch nicht durchs Leasing (denn dann müssten die Raten ja viel höher sein). Das ist ja genau das, was ich an diesem Spiel anprangere: Der Mondpreis in der Liste dient ja nur dazu, dem Arbeitnehmer einzureden was für einen tollen, teuren Firmenwagen er bekommt. Die Firma bezahlt aber eben nicht den Mondpreis, sondern erheblich weniger. Deshalb sage ich ja, sie "schieben" die Kisten einfach nur durch und können das auch noch in einen steuerlichen Vorteil umwandeln, sponsored by Allgemeinheit.

 

Zitat:

Irgendwie drängt sich mir der Gedankean den Begriff "Neiddebatte" auf: "Nur weil ICH mir keine S-Klasse neu kaufen kann, hat auch niemand anderes es verdient, eine zu fahren"

Nö, das hat mit Neid nichts zu tun. Es kann und soll jeder fahren was er sich leisten kann. Was ich aber anprangere ist, wenn sich jemand eine S-Klasse als "Werkzeug" kauft und dies vom Steuerzahler querfinanzieren lässt.

Wed Sep 23 13:32:26 CEST 2020    |    PS-Schnecke52374

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 13:07:27 Uhr:

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 23. September 2020 um 12:28:41 Uhr:

Komisch, ich denke da an Handwerker, Außendienstler, mobile Dienste, Vertreter, Menschen, die arbeitsbedingt zwischen verschiedenen Standorten pendeln müssen. Also Menschen, für die das Auto eben genau so ein Werkzeug ist, wie eine Bohrmaschine oder eine Drehbank.

Und was hindert uns, diese Aufwendungen ebenfalls über eine km-Pauschale geltend zu machen? Stichwort Gleichbehandlung?

Die km Pauschale, welche inzwischen eh zu gering ist, um die Kosten zu decken, bezieht sich auf den Weg zur Arbeit. Den könnte man auch zu Fuß, per Rad, oder durch Umzug optimieren. Da geht es um den reinen Transport zum Arbeitsplatz.

Dein Vorschlag, eine gesonderte Pauschale aufzulegen, würde in der Realität bedeuten, dass der Bauschlosser den Transporter mit Werkbank und Maschinen selbst kaufen müsste, um ihn abzusetzen, anstatt ihn vom Chef gestellt zu bekommen. Wegen Gleichbehandlung.

Generell, wer die km Pauschale bekommt, würde durch deinen Vorschlag auch nicht mehr bekommen, da er beim Arbeiten das Auto nicht benutzt. Dannwäre das Gemecker genau das selbe wie jetzt.

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 13:07:27 Uhr:

Zitat:

Was aber rein gar nichts mit Subventionen zu tun hat, oder? Wenn dich die Rabattpolitik der Hersteller ankotzt, dann wettere gegen diese, und schieb es nicht auf die 1% Regel.

Ich habe dies erwähnt um das Gesamtbild des "Spiels" zu skizzieren.

Wenn du von der steuerlichen Seite sprichst, dann habenRabatte des Verkäufers genau nichts damit zu tun. Aber 2 unterschiedliche Dinge in einen Topf werfen machst du gern.

 

Eigentlich müsstest du "froh" über die Mondpreise der Liste sein, denn die 1% fallen nicht auf den rabattierten, tatsächlichen Preis an, sondern auf den Listenpreis.

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 13:07:27 Uhr:

Zitat:

Den Wertverlust des Neuwagens hat das Firmenleasing gezahlt, und der Privatmensch, der nie im Leben dieses Fahrzeug gekauft hätte, kann und will es sich als "junger Gebrauchter" leisten.

Der Wertverlust ist ja faktisch keiner, denn er geht ja vom Mondpreis aus. Den hat der Arbeitgeber nicht bezahlt, auch nicht durchs Leasing (denn dann müssten die Raten ja viel höher sein). Das ist ja genau das, was ich an diesem Spiel anprangere: Der Mondpreis in der Liste dient ja nur dazu, dem Arbeitnehmer einzureden was für einen tollen, teuren Firmenwagen er bekommt. Die Firma bezahlt aber eben nicht den Mondpreis, sondern erheblich weniger. Deshalb sage ich ja, sie "schieben" die Kisten einfach nur durch und können das auch noch in einen steuerlichen Vorteil umwandeln, sponsored by Allgemeinheit.

Die Firma kann nur die tatsächlich geleisteten Leasingraten absetzen, nicht den theoretischen Wertverlust, denn der gällt beim Leasing bilanziell nicht an. Auch die Leasingbank kann den nicht steuerlich geltend machen, denn auch sie kann nur den Betrag absetzen, den sie tatsächlich gezahlt hat.

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 13:07:27 Uhr:

Zitat:

Irgendwie drängt sich mir der Gedankean den Begriff "Neiddebatte" auf: "Nur weil ICH mir keine S-Klasse neu kaufen kann, hat auch niemand anderes es verdient, eine zu fahren"

Nö, das hat mit Neid nichts zu tun. Es kann und soll jeder fahren was er sich leisten kann. Was ich aber anprangere ist, wenn sich jemand eine S-Klasse als "Werkzeug" kauft und dies vom Steuerzahler querfinanzieren lässt.

Nundann. Du sagst damit nichts anderes, als dass auch der Bauarbeiter sich gefälligst seine Handgeräte wie Ohrmaschine oder Stichsäge auf dem Krabbeltisch im Baumarkt beschaffen sollte, anstelle von Hilti, Milwauke oder AEG/Bosch Profi Tools

 

Da liegen preislich auch einige 100% dazwischen.

 

Der witz ist eben, dass da nichts vom Steuerzahler querfinnziert wird.

Wenn du auf das Steueraufkommen schaust, generierz die 1% Regelung mehr Steueraufkommen, als dies der Fall wäre, würden nur kleine, billige Privatfahrzeuge mit km Pauschalen bedacht. Das fängt schon bei der MWSt im Fahrzeugverkauf an die Leasingbank an, geht bei der Gewinnbesteuerung selbiger weiter, und on Top noch die 1% Regelung. Und nach dem Leasing noch einmal MWSt aus dem Gebraucht Verkauf. Eben den Einkommenssteuern diverser Menschen, die ihre Brötchen eben beim Verkauf und der Betreuung des gesammten Vorganges verdienen.

Wed Sep 23 14:11:57 CEST 2020    |    touranfaq

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 23. September 2020 um 13:32:26 Uhr:

Dein Vorschlag, eine gesonderte Pauschale aufzulegen, würde in der Realität bedeuten, dass der Bauschlosser den Transporter mit Werkbank und Maschinen selbst kaufen müsste, um ihn abzusetzen, anstatt ihn vom Chef gestellt zu bekommen. Wegen Gleichbehandlung.

Ähm nein, hast Du falsch verstanden. Mein Vorschlag war, die steuerliche Absetzbarkeit für Firmenfahrzeuge durch die Firmen auf die km-Pauschale zu reduzieren, und eben nicht die Anschaffung des Fahrzeugs.

 

Zitat:

Wenn du von der steuerlichen Seite sprichst, dann habenRabatte des Verkäufers genau nichts damit zu tun. Aber 2 unterschiedliche Dinge in einen Topf werfen machst du gern.

 

Eigentlich müsstest du "froh" über die Mondpreise der Liste sein, denn die 1% fallen nicht auf den rabattierten, tatsächlichen Preis an, sondern auf den Listenpreis.

...vergiss es einfach. Ist eben nur komisch dass rpalmer "das Spiel" verstanden hat.

 

Zitat:

Die Firma kann nur die tatsächlich geleisteten Leasingraten absetzen, nicht den theoretischen Wertverlust, denn der gällt beim Leasing bilanziell nicht an.

Das ist mir klar. Nochmal, mir ging es darum, den kompletten Prozess des steuersubventionierten "Durchschiebens" zu skizzieren.

 

Zitat:

Du sagst damit nichts anderes, als dass auch der Bauarbeiter sich gefälligst seine Handgeräte wie Ohrmaschine oder Stichsäge auf dem Krabbeltisch im Baumarkt beschaffen sollte, anstelle von Hilti, Milwauke oder AEG/Bosch Profi Tools

Wo sage ich das?

 

Zitat:

Der witz ist eben, dass da nichts vom Steuerzahler querfinnziert wird.

Doch. Die Absetzbarkeit der Fahrzeuge als "Betriebsmittel".

Wed Sep 23 14:19:01 CEST 2020    |    mozartschwarz

Nun sind die Fahrzeuge in aller Regel Betriebsmittel.

Man darf höchstens Fragen ob die Privatnutzung noch i.O ist, wenn das Fahrzeug sonst garnicht oder deutlich weniger geschäftlich genutzt wird. Man darf auch Fragen was noch angemessen ist und was unnützer Luxus.

Wed Sep 23 14:26:25 CEST 2020    |    passat32

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 13:07:27 Uhr:

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 23. September 2020 um 12:28:41 Uhr:

Komisch, ich denke da an Handwerker, Außendienstler, mobile Dienste, Vertreter, Menschen, die arbeitsbedingt zwischen verschiedenen Standorten pendeln müssen. Also Menschen, für die das Auto eben genau so ein Werkzeug ist, wie eine Bohrmaschine oder eine Drehbank.

Und was hindert uns, diese Aufwendungen ebenfalls über eine km-Pauschale geltend zu machen? Stichwort Gleichbehandlung?

Alle wollen weg von der Bürokratie und noch umständlicheren Methoden und Unterlagen, nur Holger nicht. Und das auch nur, weil er keinen Firmenwagen mit Privatnutzung bekommt.

 

Deine Überlegung enthält übrigens gleich mehrere grobe Denkfehler und zeigt nur auf, wie weit weg Du von der Realität lebst.

Wed Sep 23 14:33:53 CEST 2020    |    PS-Schnecke52374

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 14:11:57 Uhr:

...

Ähm nein, hast Du falsch verstanden. Mein Vorschlag war, die steuerliche Absetzbarkeit für Firmenfahrzeuge durch die Firmen auf die km-Pauschale zu reduzieren, und eben nicht die Anschaffung des Fahrzeugs.

Wenn eine Firma eine Maschine beschafft, um überhaupt wirtschaftlich tätig zu werden, dann jst die Anschaffung eben vom Gewinn abzuziehen. Auch ein Auto ist eine Maschine.

Wenn du die Bedingungen verschärfen möchtest, sodass nicht allein das Bestehen einer Firma ausreicht, um ein Fahrzeug zu beschaffen, sondern nachgewiesen werden muss, dass eben jenes Fahrzeug nicht wegdenkbar ist, ohne dass die Firma betriebsunfähig wird, damit würde ich mitgehen. Dann wäreder Fkrmenwagen für den Zahnarzt, der dich ja stört, weg, da er ja nicht mit dem Fahrzeug zu seinen Patienten fährt.(oder er muss eben dies nachweisen, es gibt auch Zahnärzte, die Haus- und Pflegeheimbesuche machen, incl. mobiler Gerätschaften, um vor Ort "die Gusche zu klempnern")

 

Du willst aber diejenigen übermäßig belasten, für die das Auto eben tatsächlich ein Betriebsmittel ist. Nimm z.B. einen ambulanten Pflegedienst... der kann ohne Autos nicht agieren, und genau dem willst du die Luft abschnüren, oder der Handwerker, der eben auf Baustellen fahren muss, kder auch das Taxiunternehmen, dessen einzige Tätigkeit aus Autofahren besteht.

 

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 14:11:57 Uhr:

Zitat:

Wenn du von der steuerlichen Seite sprichst, dann habenRabatte des Verkäufers genau nichts damit zu tun. Aber 2 unterschiedliche Dinge in einen Topf werfen machst du gern.

 

Eigentlich müsstest du "froh" über die Mondpreise der Liste sein, denn die 1% fallen nicht auf den rabattierten, tatsächlichen Preis an, sondern auf den Listenpreis.

...vergiss es einfach. Ist eben nur komisch dass rpalmer "das Spiel" verstanden hat.

Wieder mal die Tour? Wieder mal die Schine, jeder, der nicht mit dir ist, ist nur zu doof zum Verstehen?

Ich hab dir auseinandergesetzt, dass es aus Steuersicht sogar mehr einbringt, aber das hast du nicht zitiert. Warum auch auf Argumente eingehen?

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 14:11:57 Uhr:

Zitat:

Die Firma kann nur die tatsächlich geleisteten Leasingraten absetzen, nicht den theoretischen Wertverlust, denn der gällt beim Leasing bilanziell nicht an.

Das ist mir klar. Nochmal, mir ging es darum, den kompletten Prozess des steuersubventionierten "Durchschiebens" zu skizzieren.

Ja, dann nimm doch den kompletten Prozess von Fahrzeugbeschaffung bis Abstoßung, und dann?

Zeig doch mal auf, wo da auch nur ein Cent weniger an den Staat fließen sollte.

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 14:11:57 Uhr:

Zitat:

Du sagst damit nichts anderes, als dass auch der Bauarbeiter sich gefälligst seine Handgeräte wie Ohrmaschine oder Stichsäge auf dem Krabbeltisch im Baumarkt beschaffen sollte, anstelle von Hilti, Milwauke oder AEG/Bosch Profi Tools

Wo sage ich das?

Ganz einfach. Beim Auto willst du vorschreiben, was "angemessen" oder "ausreichend" ist. Das ist analog zu den Werkzeugen. Auch mit der Obimaschine bekomme ich ein Loch in die Wand, reicht doch, warum dann eine Hilti im Preis von 10 bis 20 Obis als Betriebsausgabe anerkennen?

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 14:11:57 Uhr:

Zitat:

Der witz ist eben, dass da nichts vom Steuerzahler querfinnziert wird.

Doch. Die Absetzbarkeit der Fahrzeuge als "Betriebsmittel".

Die eigentliche Aussage hast du im Zitat abgeschnitten, anstatt inhaltlich darauf einzugehen, begnügst du dich auf ein bockiges "Doch"

 

Zeig doch auf, wo meine Argumentation falsch ist. Ich hab dir aufgezeigt, dass eben über den gesamten Prozess mehr Steuereinnahmen anfallen, als wenn man diesen wegdächte und durch Pauschalen ersetzte. Wenn der Staat also mehr Steuern durch etwas einnjmmt, wie kann dann der Steuerzahler dieses etwas querfinanziert, müsste er doch ohne diese Maßnahmen selbst mehr Euros aufbringen, damit der Staat die selbe Summe an Steuermitteln einnähme.

Wed Sep 23 14:48:14 CEST 2020    |    touranfaq

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 23. September 2020 um 14:33:53 Uhr:

Wenn der Staat also mehr Steuern durch etwas einnjmmt, wie kann dann der Steuerzahler dieses etwas querfinanziert, müsste er doch ohne diese Maßnahmen selbst mehr Euros aufbringen, damit der Staat die selbe Summe an Steuermitteln einnähme.

Bevor ich hier einen Roman schreibe:

 

https://www.umweltbundesamt.de/.../...tschaedliche-subventionen_bf.pdf

 

Seite 46ff.

Wed Sep 23 14:55:23 CEST 2020    |    mozartschwarz

Der Text beleuchtet in der Hauptsache die Umwelschädlichkeit. Einen Steuerschaden kann man erstmal weniger daraus ableiten... Höchstens wenn davon ausgeht das ohne Dienstawagen ein vergleichbarer Privatwagen gekauft und ähnlich genutzt würde. Davon geht aber auch der Text nicht aus...

Wed Sep 23 15:05:30 CEST 2020    |    touranfaq

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 23. September 2020 um 14:55:23 Uhr:

Der Text beleuchtet in der Hauptsache die Umwelschädlichkeit. Einen Steuerschaden kann man erstmal weniger daraus ableiten...

Nicht?

 

Die Berechnung des Subventionsvolumens folgt dem Prinzip, dass der geldwerte Vorteil durch die private Nutzung des Dienstwagens voll besteuert wird, d.h. kein ökonomischer Vorteil mehr durch die Bereitstellung eines Dienstwagens im Vergleich zu einem privaten Pkw besteht. Die Differenz einer solchen Besteuerung zu den jetzigen Steuereinnahmen ergibt die geschätzte Subventionshöhe.

 

Bei einem privaten Nutzungsanteil von 60 % beträgt das Subventionsvolumen mindestens 3,1 Mrd. €.

 

Ziel einer Reform sollte sein, dass es für den Nutzer oder die Nutzerin keinen ökonomischen Unterschied macht, ob ein Wagen privat gehalten wird oder als Dienstwagen zur Verfügung steht.

Wed Sep 23 15:36:19 CEST 2020    |    mozartschwarz

Nein, eben weil auch eine überhöhte Nutzung aufgrund von nicht selbst zu leistenden Zahlungen eingeräumt wird.

Wed Sep 23 15:42:37 CEST 2020    |    PS-Schnecke52374

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 15:05:30 Uhr:

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 23. September 2020 um 14:55:23 Uhr:

Der Text beleuchtet in der Hauptsache die Umwelschädlichkeit. Einen Steuerschaden kann man erstmal weniger daraus ableiten...

Nicht?

 

Die Berechnung des Subventionsvolumens folgt dem Prinzip, dass der geldwerte Vorteil durch die private Nutzung des Dienstwagens voll besteuert wird, d.h. kein ökonomischer Vorteil mehr durch die Bereitstellung eines Dienstwagens im Vergleich zu einem privaten Pkw besteht. Die Differenz einer solchen Besteuerung zu den jetzigen Steuereinnahmen ergibt die geschätzte Subventionshöhe.

 

Bei einem privaten Nutzungsanteil von 60 % beträgt das Subventionsvolumen mindestens 3,1 Mrd. €.

Interessant, da müssen schon 60% private Nutzung unterstellt werden, damit das dann zum gewünschten Ergebnis führt.

Realistischer, zumindest bei einem Firmenfahrzeug, das tatsächlich Betriebsmittel ist, sind wohl unter 10% private Nutzung.

 

Mein I3 hat jetzt gut 92.000 km runter. Davon sind nur rund 5000 km für private Fahrten drauf gegangen (kann ich per Fahrtenbuch belegen).

Und nun schauen wir mal:

Der I3 hatte rund 42.000€ Listenpreis (welch3r auch ohne Rabatte bezahlt wurde). Also monatlich 420€ geldwerter Vorteil zu versteuern, bei durchschnittlichem Steuersatz von 25% sind das niedrig geschätzt 100€ im Monat Extrasteuern, oder 1200€ Steuern im Jahr, die durch den I3 als Firmenfahrzeug generiert werden.

 

Hätte ich mir privat ein Fahrzeug zugelegt, dann eher im Preisrahmen bis 30.000€. Damit wären dem Staat schon einmal 19% MWSt aus mindestens 12.000€ Minderpreis entgangen, ein Minus von mindestens 3.480 €.

Damit hat "mein" Firmen I3 nach 2 Jahren schon 3480€ mehr Steuern generiert, als hötte ich ein privates Fahrzeug beschafft.

 

Und mit dem privaten Fahrzeug hätte ich dann 87.000 mal 30 ct km Pauschale abgesetzt, also meine zu versteuerndes Einkommen der letzten 2 Jahre um 26.000€ gesenkt, was dem Staat dann 7.725€ weniger Einkommenssteuern von mir gebracht hätte.

Defizit für den Staat kummuliert auf 2 Jahre an dieser Stelle dann schon 11.205€.

 

Und jetzt erzähl mir, wo der Steuerzahler auch nur einen verfxxxten Cent für meine Mobilität draufgelegt hat? Er hat "Dank" meiner Mobilität 11.205€ weniger zum Staatsbudget beitragen müssen, um auf die selben Steuereinnahmen zu kommen.

 

Übrigens ... privat hätte ich einen Auris HSD für Liste 24.000 genommen, kannst ja mal ausrechnen, wieviele Euronen da noch zusätzlich nicht an den Fiskus gegangen wären.

 

Den Privatwagen hätte ich wohl um die 4 Jahr bis etwa 200.000 km gehalten, und dann für unter 3000€ abgegeben, was dann dem Staat keine Steuern gebracht hätte, weil ein privates Fahrzeug, privat verkauft keine Steuerpflicht auslöst.

 

Zitat:

Ziel einer Reform sollte sein, dass es für den Nutzer oder die Nutzerin keinen ökonomischen Unterschied macht, ob ein Wagen privat gehalten wird oder als Dienstwagen zur Verfügung steht.

Und übersetzt aus dem Politikerdeutsch:

" Ziel einer Reform sollte sein, dass jeder einzelne noch mehr Steuern zahlt, als bereits jetzt schon"

 

[Edit] R3ch3nfehler beseitigt

Wed Sep 23 15:56:21 CEST 2020    |    mozartschwarz

Aber mal nebenbei... 55 Milliarden pro Jahr an Flüchtlingskosten laut Kieler Institut für Wirtschaftsforschung. Davon 70% illegal. Macht 38,5 Milliarden an Einsparpotenzial. Selbst wenn man 8 Milliarden für Fluchtursachenbekämpfung abzieht bleiben 30,5...

Wed Sep 23 15:57:23 CEST 2020    |    PS-Schnecke52374

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 23. September 2020 um 15:42:37 Uhr:

...

Nachtrag:

 

Nur der Vollstänigkeit halber:

 

Die Leasingbank macht einen prognostizierten Gewinn von über 1000€ pro Jahr an den Leasinggebühren, bei 25% Körperschaftssteuer also 250€, und verkauft den Wagen bei Leasingende zu einem prognnostizierten Restwert von über 20.000€ ... noch einmal 5000€ Körperschaftssteuer

 

Gleichzeitig spart der i3 der Firma pro Jahr gut 500€ Steuern, als 1500€ über die Laufzeit.

 

Nochmal die Frage: wo ist die Subventionierung?

Wed Sep 23 16:31:05 CEST 2020    |    mozartschwarz

Bei deinen Rechnungen stört mich akut das du als Selbständiger fahrten zur Arbeit als Betriebskosten geltend machen kannst. Der "normale" angestellte Dienstwagennutzer allerdings erstmal nicht. Die Fahrtenbücher kämen also zu unterschiedlichen Ergebnissen. Wobei für den "Normalen" ein langer Arbeitsweg auch mit 1% Regel schnell teuer werden kann....

Einerseits mag es Gerechtigketsprobleme mit der Dienstwagenregelung geben, bis hin zur völligen Ausnutzung.. Andererseits sind wir halt ein Autoland, die Kisten müssen irgendwie unter die Leute...

Wed Sep 23 16:35:52 CEST 2020    |    passat32

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 15:05:30 Uhr:

 

Die Berechnung des Subventionsvolumens folgt dem Prinzip, dass der geldwerte Vorteil durch die private Nutzung des Dienstwagens voll besteuert wird, d.h. kein ökonomischer Vorteil mehr durch die Bereitstellung eines Dienstwagens im Vergleich zu einem privaten Pkw besteht. Die Differenz einer solchen Besteuerung zu den jetzigen Steuereinnahmen ergibt die geschätzte Subventionshöhe.

 

Bei einem privaten Nutzungsanteil von 60 % beträgt das Subventionsvolumen mindestens 3,1 Mrd. €.

 

Ziel einer Reform sollte sein, dass es für den Nutzer oder die Nutzerin keinen ökonomischen Unterschied macht, ob ein Wagen privat gehalten wird oder als Dienstwagen zur Verfügung steht.

Blöd nur, das eine private Nutzung nach der 1%-Regelung nur bis maximal 49% überhaupt steuerrechtlich zulässig ist und alles darüber spätestes bei einer Steuerprüfung kassiert wird. Genauso wie das Märchen des Porsche 911 Turbo S für den Zahnarzt der mal schnell zum Hausbesuch muss, oder der Mercedes SLS Cabrio für den Fliesenleger. Das sind Märchen die sie Dir erzählen, stolz berichten wie sie den Staat ausnutzen und dann ganz kleinlaut versuchen Fahrtenbücher zu fälschen wenn der Finanzbeamte die Verhältnismäßigkeit infrage stellt.

 

 

Nur um das mal zu verdeutlichen, an meinen zwei eigenen Beispielen, ich bin jetzt fast 23 Jahre selbständig:

 

als ich den V70 TDI fuhr und der Passarati (32b) noch regulär zugelassen war, wurde ich nach der Nutzung beider Fahrzeuge gefragt, und ganz klar: der V70 wurde geschäftlich genutzt und der Passarati, den ich vorher als einzigen Wagen hatte (war so um 2002 rum) privat. Der 32b war damals 20 und schon in einem Traum-Zustand, der V70 aber auch schon 15 Jahre alt und hatte mehr Kilometer auf dem Tacho als der Passarati, wohlgemerkt. Da war die Frage der Finanzbeamtin "Herr König, Sie wollen mir nicht ernsthaft weis machen, daß sie mit dem alten Passat Benziner in den Urlaub fahren wenn sie den Volvo Diesel haben?!".

 

Jahre später, da war der Touran schon da und der Passarati längst anerkannter Youngtimer (07er), da stand ebendieser für Privatfahrten nicht mehr zur Debatte. Selbst da wurden die Fahrten bei einer Steuerprüfung akribisch durchleuchtet ob ich auch ja unter den 49% Privatanteil der Kilometer bin, trotz 1%-Regelung. Für einen Van, einen 7-Sitzer mit 140PS, keinen Supersportwagen.

Wed Sep 23 20:41:24 CEST 2020    |    pibaer

Das sieht so aus als wüssten die da im Umweltbundesamt gar nicht, wovon sie da schreiben. :D

Wed Sep 23 21:38:51 CEST 2020    |    illusion2001

Zum Nachweis der betrieblichen Nutzung von Firmenwagen gibt es hier was

https://www.iww.de/.../...achweis-der-betrieblichen-pkw-nutzung-f51613

 

Bei Fahrzeugen, die Arbeitnehmern zur Nutzung überlassen werden, ist laut Quelle kein Nachweis erforderlich.

Wed Sep 23 23:16:01 CEST 2020    |    mozartschwarz

Jo, da muß der Arbeitnehmer zahlen. Da wird dann auch nichtmehr der Arbeitsweg angerechnet. Vielmehr wirkt der sich negativ aus. https://www.finanztip.de/dienstwagen-besteuerung/

Wed Sep 23 23:29:45 CEST 2020    |    illusion2001

Und genau auf diese bezieht sich das Dokument, nicht auf die Firmenwagen Selbstständiger, also nicht auf den Zahnarzt und den Fliesenleger.

Thu Sep 24 00:14:35 CEST 2020    |    illusion2001

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 23. September 2020 um 15:42:37 Uhr:

Zitat:

@touranfaq schrieb am 23. September 2020 um 15:05:30 Uhr:

 

 

Nicht?

 

Die Berechnung des Subventionsvolumens folgt dem Prinzip, dass der geldwerte Vorteil durch die private Nutzung des Dienstwagens voll besteuert wird, d.h. kein ökonomischer Vorteil mehr durch die Bereitstellung eines Dienstwagens im Vergleich zu einem privaten Pkw besteht. Die Differenz einer solchen Besteuerung zu den jetzigen Steuereinnahmen ergibt die geschätzte Subventionshöhe.

 

Bei einem privaten Nutzungsanteil von 60 % beträgt das Subventionsvolumen mindestens 3,1 Mrd. €.

Interessant, da müssen schon 60% private Nutzung unterstellt werden, damit das dann zum gewünschten Ergebnis führt.

Realistischer, zumindest bei einem Firmenfahrzeug, das tatsächlich Betriebsmittel ist, sind wohl unter 10% private Nutzung.

 

Mein I3 hat jetzt gut 92.000 km runter. Davon sind nur rund 5000 km für private Fahrten drauf gegangen (kann ich per Fahrtenbuch belegen).

Und nun schauen wir mal:

Der I3 hatte rund 42.000€ Listenpreis (welch3r auch ohne Rabatte bezahlt wurde). Also monatlich 420€ geldwerter Vorteil zu versteuern, bei durchschnittlichem Steuersatz von 25% sind das niedrig geschätzt 100€ im Monat Extrasteuern, oder 1200€ Steuern im Jahr, die durch den I3 als Firmenfahrzeug generiert werden.

 

Hätte ich mir privat ein Fahrzeug zugelegt, dann eher im Preisrahmen bis 30.000€. Damit wären dem Staat schon einmal 19% MWSt aus mindestens 12.000€ Minderpreis entgangen, ein Minus von mindestens 3.480 €.

Damit hat "mein" Firmen I3 nach 2 Jahren schon 3480€ mehr Steuern generiert, als hötte ich ein privates Fahrzeug beschafft.

 

Und mit dem privaten Fahrzeug hätte ich dann 87.000 mal 30 ct km Pauschale abgesetzt, also meine zu versteuerndes Einkommen der letzten 2 Jahre um 26.000€ gesenkt, was dem Staat dann 7.725€ weniger Einkommenssteuern von mir gebracht hätte.

Defizit für den Staat kummuliert auf 2 Jahre an dieser Stelle dann schon 11.205€.

 

Und jetzt erzähl mir, wo der Steuerzahler auch nur einen verfxxxten Cent für meine Mobilität draufgelegt hat? Er hat "Dank" meiner Mobilität 11.205€ weniger zum Staatsbudget beitragen müssen, um auf die selben Steuereinnahmen zu kommen.

 

Übrigens ... privat hätte ich einen Auris HSD für Liste 24.000 genommen, kannst ja mal ausrechnen, wieviele Euronen da noch zusätzlich nicht an den Fiskus gegangen wären.

 

Den Privatwagen hätte ich wohl um die 4 Jahr bis etwa 200.000 km gehalten, und dann für unter 3000€ abgegeben, was dann dem Staat keine Steuern gebracht hätte, weil ein privates Fahrzeug, privat verkauft keine Steuerpflicht auslöst.

 

Zitat:

Ziel einer Reform sollte sein, dass es für den Nutzer oder die Nutzerin keinen ökonomischen Unterschied macht, ob ein Wagen privat gehalten wird oder als Dienstwagen zur Verfügung steht.

Und übersetzt aus dem Politikerdeutsch:

" Ziel einer Reform sollte sein, dass jeder einzelne noch mehr Steuern zahlt, als bereits jetzt schon"

 

[Edit] R3ch3nfehler beseitigt

Ich bin jetzt nicht der Steuerspezialist, die BWL Vorlesungen sind schon zu lange her, deshalb korrigiert mich, wenn ihr es besser wisst.

 

Machst du nicht den Fehler, anzunehmen, dass das Unternehmen MwSt bezahlt? Die Umsatzsteuer für den Erwerb erhält es doch über den Vorsteuerabzug zurück, da das Fahrzeug ein Betriebsmittel ist. Das Fahrzeug wird dann auch noch über 6 Jahre abgeschrieben, mindert damit den Gewinn und reduziert die Steuern. Zudem entfallen die Lohnnebenkosten für den Anteil, den der Firmenwagen auf der Gehaltsabrechnung ausmacht. Ebenso sind alle Betriebskosten, also Kraftstoffe, Wartung, Verschleiß, Versicherung, usw. als Betriebsausgaben absetzbar.

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