Thu Jun 17 19:56:15 CEST 2010
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pibaer
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Kommentare (38877)
ger
Angesichts des doch ausgeprägten Diskussionsbedarfs über technische Hintergründe und insbesondere die Frage, welcher Hersteller in welchem Bereich wohl bald die Weltherrschaft an sich reißen wird, ist hier Platz für solche Diskussionen. Hier wird nicht zensiert, nur weil der Lieblingshersteller ein anderer ist oder die Meinung von der des Blog-Erstellers abweicht. |

Thu Jun 04 10:31:00 CEST 2020 |
olli27721
-
Nee - aber dafür darfste Dich ggf. über höhere Fahrzeugsteuern freuen.
Das ist doch auch was.
Thu Jun 04 10:32:28 CEST 2020 |
rpalmer
Darfst dich auch über höhere Kraftstoffpreise freuen (CO2-Abgabe).
Thu Jun 04 10:33:41 CEST 2020 |
olli27721
Bei meiner geringen Fahrleistung ist mir das relativ schnurz.
Thu Jun 04 10:38:25 CEST 2020 |
Steam24
https://www.manager-magazin.de/.../...gehen-muessen-a-1307500-amp.html
Manager Magazin fordert unverblümt neuen VW-CEO.
Thu Jun 04 10:43:18 CEST 2020 |
rpalmer
Mit meinem Flüssiggas ebenso. Zumal ich immer rüber nach F kann und dort E85 tank.
Aber dem Rest ists nicht schnurz und die Lkws fahren auch nicht mit Luft und Liebe. (Auch wenns auf die Europalette runtergerechnet nicht viel ausmacht... sowas wird immer gerne für Preissteigerungen genutzt)
Ich fordere auch Rio Reiser oder Elmar Fudd als Kanzler oder König von Kastanien.
Thu Jun 04 10:55:47 CEST 2020 |
Steam24
Die
Habsburger DonaumonarchieSalzburger Salzachmonarchie wirds schon richten.Thu Jun 04 12:40:07 CEST 2020 |
illusion2001
Woher nimmst du die Info mit den HEVs? Eine Verdoppelung von 0 bleibt ja schließlich 0
Der Entwurf sagt
"Durch die Umweltprämie fördern wir den Austausch der Kfz-Fahrzeugflotte durch
klima- und umweltfreundlichere Elektrofahrzeuge. Im bestehenden System werden
wir die Prämien des Bundes als neue „Innovationsprämie“ verdoppeln."
Bisher:
EV bis 40.000 Euro: 3.000 Euro
EV über 40.000 Euro: 2.500 Euro
FCEV bis 40.000 Euro: 3.000 Euro
FCEV über 40.000 Euro: 2.500 Euro
PHEV bis 40.000 Euro: 2.250 Euro
PHEV über 40.000 Euro: 1.875 Euro
HEV: 0
Thu Jun 04 13:24:43 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
....aus dem im Beitrag eingestellten link zum Kfz-Betrieb.
Woher die das allerdings haben, ist auch mir unklar. Insofern muß man wohl abwarten, wie das im Detail wirklich aussieht.
Die Aussagen sind allerdings verwirrend:
https://www.autobild.de/.../...et-zuschuesse-und-rabatte-16906209.html
Ergänzung/Korrektur:
Offensichtlich wurde etwas Verwirrung in den Medien gestiftet.
Es sollen wohl doch nur BEV´s ind PHEV´s gefördert werden.
https://www.focus.de/.../...-benzin-und-diesel-fahrer_id_12063996.html
Thu Jun 04 13:26:10 CEST 2020 |
rpalmer
Thu Jun 04 13:27:50 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
Das stimmt so nicht. Eine rückwirkende Steuererhöhung wird es nicht geben und ist auch nicht im Gespräch.
Es geht um die Neuzulassungen ab 1.01.2021.
Thu Jun 04 14:21:11 CEST 2020 |
olli27721
-
Auch gut.
Schlecht für Saschas T6.1.
Thu Jun 04 15:54:02 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
Mit dem Verweis auf die bisherigen Regelungen in Bezug auf Kaufpreisprämien hat @Illusion somit recht.
Die linksgrüne SPD hat sich also durchgesetzt mit ihrem Willen, keine Verbrenner zu fördern. Somit tragen auch die neuen, nunmehr erhöhten Kaufpreisprämien mitnichten dazu bei, der einheimischen Industrie zu helfen. Im Gegenteil. Es ist ein Schlag gegen die eigene Industrie und gegen das eigentliche Wahlklientel, den Durchschnittsverdiener und den Gewerkschaften. Erstaunlich ist das jedoch nicht.
Gefördert wird also auch weiterhin der besser betuchte Privatkäufer und alle in den Genuss kommenden Dienstwagenfahrer.
Die deutsche Automobilindustrie ist also noch mehr als bisher darauf angewiesen, ihre Fahrzeuge als Dienstwagen an die großen Firmen- und Leasingflotten zu verklickern. Naturgemäß zählen BEV´s und PHEV´s nicht gerade zu den besonders leichten Fahrzeugen. Gepusht werden somit noch mehr SUV´s, wie Q5 und Co.
Insofern kann ich mich dann doch wieder beruhigt zurück lehnen und konstatieren: Wie erwartet, es wurde Unsinn fabriziert. Und das Gesabbere um CO2 - scheinheilig und verlogen, denn dann hätten längst schon auch HEV´s gefördert werden müssen. Halt Dummenfang.
Thu Jun 04 17:29:16 CEST 2020 |
myinfo
Hallo Alfons!
1. "Es geht um die Neuzulassungen ab 1.01.2021."
Das bezweifle ich.
Habe aber noch nichts zum Thema gelesen. Wieso dann die Zweifel? Memories - siehe nächster Punkt.
2. "Eine rückwirkende Steuererhöhung wird es nicht geben und ist auch nicht im Gespräch."
Wieso rückwirkend? Ich vermute, hier liegt ein Missverständnis vor. Die bei der Erstzulassung geltende KFZ-Besteuerung ist nicht in Stein gehauen. Die gilt nur solange bis sie verändert wird. Und das war auch in der Vergangenheit schon der Fall. Im Klartext, die KFZ-Steuer wird für alle neu geregelt werden.
Ich erinnere mich noch an die Einführung des Katalysators. Der Einbau wurde mit dem Betrag X (700 DM?) gefördert und genau diesen Betrag verlangte VW für den Einbau eines ungeregelten Kats. Der geregelte hätte das doppelte gekostet. Doch für beide galt danach der gleiche Steuersatz (13,20 DM / 100 ccm) und da nahm natürlich jeder den ungeregelten.
Die Quittung kam dann kurze Zeit später. Die KFZ-Steuer wurde geändert. Alle ungeregelten Kats waren jetzt böse und die KFZ-Steuer ging von 13,20 auf 33,20 DM pro 100 ccm hoch. Ein kleiner Polo mit einem 1300 ccm Benziner ging so von 171,60 auf 431,60 DM pro Jahr hoch. Da kam richtig Freude auf.
Und das wird dieses Mal nicht anders sein. Die KFZ-Steuer wird überarbeitet. Für alle. Das geschieht dann stufenweise. Je älter die Fahrzeuge werden, desto teurer wird für sie die KFZ-Steuer.
Warten wir mal ab, wann sich wer traut, in dieser Sache Klartext zu sprechen.
Irgendwie müssen sie den Absatz der Hersteller ja ankurbeln und den Altbestand von der Straße bekommen. Was noch kein historisches Kennzeichen hat, wird richtig teuer werden.
VG myinfo
Thu Jun 04 18:18:35 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
zu 1. und 2. Für Dich nochmal im Anhang - siehe unter Punkt 35 - Ergebnis des Koalitionsausschusses.
Eine rückwirkende Steuererhöhung würde übrigens auch EU-Regelungen widersprechen - das aber nur nebenbei.
Du täuschst Dich - die wollen den Absatz der Hersteller nicht ankurbeln. Nicht verbal mit allen Antrieben. Es geht ausschließlich um BEV´s und PHEV´s (FCEV´s spielen noch keine große Rolle wegen des Preises).
Ein Umstieg auf BEV´s soll im Grunde genommen erzwungen werden. Mit den einseitig darauf gerichteten Maßnahmen nimmt man sogar den Abbau zehntausender Arbeitsplätze in Kauf.
Ich staune, dass dies sogar Söder mitmacht. Entlarvend.
Thu Jun 04 19:01:04 CEST 2020 |
pibaer
Die dümmste Form der Planwirtschaft. Produkte, die kaum einer will, werden kräftig subventioniert, weil dumme Politiker das für Zukunftstechnologie halten.
Thu Jun 04 19:04:01 CEST 2020 |
pibaer
Dem einfachen Arbeiter und Angestellten mit riesigem Anlauf in den Arsch zu treten, ist doch der Lieblingssport von SPD-Politikern.
Wenn man gleichzeitig noch Planwirtschaft spielen kann und sich in seiner Dummheit für "visionär" hält, ist der Tag doch gerettet.
Thu Jun 04 19:06:04 CEST 2020 |
Daniela_Wolf
Heute hat leider wieder einmal eine Idelogie den Verstand vernebelt.
Thu Jun 04 20:00:00 CEST 2020 |
pibaer
Man hatte ja die Hoffnung, dass die Corona-Krise die Politik wieder etwas erdet, aber die legen sogar noch eine kräftige Schippe Irrsinn drauf. Währenddessen schiebt die EZB die Notenpresse an, damit die paar Euro, die der eine oder andere gespart hat, bald auch von der Inflation weggefressen werden.
Thu Jun 04 20:07:02 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
Diese Hoffnung habe ich längst aufgegeben.
Was die EZB treibt, sprengt jegliche Vorstellungskraft. Ihr gebietet aber auch keiner einen Einhalt, wohl wissend, dass es aus diesem Dilemma nur noch einen einzigen Ausweg gibt.
Thu Jun 04 20:31:51 CEST 2020 |
myinfo
Danke!
Ich traue dem Braten aber immer noch nicht. Weil, wären alte PKW außen vor, wäre der 1. Satz falsch formuliert.
"Die Kfz-Steuer für Pkw (= alle, keine Einschränkung!) wird stärker an CO 2 -Emissionen ausgerichtet, wovon eine spürbare Lenkungswirkung hin zu emissionsärmeren bzw. emissionsfreien Fahrzeugen ausgehen wird."
Ist er aber nicht, denn da kommt noch etwas. Man konnte sich da nur noch nicht einigen und schrieb daher nichts hin.
Der 2. Satz und die folgenden beschreiben, auf was man sich schon einigen konnte, die Regelung für Neufahrzeuge, usw.
Der Altbestand wäre nur safe, wenn da stehen würde, dass dessen KFZ-Besteuerung beibehalten werden würde. Doch das steht dort nicht. Mann will per KFZ-Steuer für PKW lenkend eingreifen. Und wenn das etwas bringen soll, muss man auch an den Altbestand ran. Und genau das befürchte ich.
Schaun mer mal, wie's wirklich kommt.
VG myinfo
Thu Jun 04 20:42:57 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
Nicht aufregen, führt zu nichts. Ich gehe davon aus, dass man 2021 nicht an den Altbestand ran geht, weil es sehr viel Ärger geben könnte - denk dran, nächstes Jahr sind Bundestagswahlen.
Thu Jun 04 21:02:39 CEST 2020 |
myinfo
Ok, dann ist bis zur Wahl das Thema vom Tisch.
VG myinfo
Sat Jun 06 16:16:19 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
Diesen Volkssport haben die perfektioniert.
Eine kleine aktuelle Ergänzung:
Einige Gewerkschaftsfunktionäre der IG Metall sind wohl jetzt aufgewacht und kritisieren die SPD wegen ihrer absoluten Ablehnung der Förderung von Verbrennern:
https://www.n-tv.de/.../...ist-stinksauer-auf-SPD-article21829026.html
Dazu kann ich nur eins feststellen: Die meisten dieser Funktionäre sind SPD Mitglieder. Ihre Kritik wirkt scheinheilig, wenn nicht auch konsequente Schritte folgen: Austritt aus diesem Laden, um glaubwürdig zu werden.
Fairerweise muß man aber auch anfügen, dass CDU/CSU den Beschluß schließlich mit trägt und unterstützt.
Allein schon deshalb kann man dieser GroKo wahrlich nichts Positives abgewinnen. Sie haben die Zerstörung des größten deutschen Industriebereiches eingeleitet mit fatalen, langfristigen sozial-ökonomischen Folgen.
Sat Jun 06 16:50:12 CEST 2020 |
PS-Schnecke52374
Nicht, dass ich denen was Positives abgewinnen könnte, aber sind sie wirklich verantwortlich für die Probleme der Autoindustrie?
Haben die wirklich dafür gesorgt, dass die Hersteller durch die Bank weg sich im Graubereich bewegten, und einige sogar die roten Linien überschritten (nur, weil legal ein paar € mehr gekostet hätten), oder war das dann nicht doch eher Mißmanagement aus Gier seitens der Industrie?
Haben die wirklich dafür gesorgt, dass die Industrie trotz vieler Fördermillionen so gut wie nackich auf dem Catwalk der alternativen Antriebe dasteht, oder hat sich die Industrie nicht doch eher mit Feigenblättern, Versprechen in die Zukunft und der medialen Bekämpfung fortschrittlicherer Konkurrenten selbst ein Ei gegen die Schiene genagelt?
Haben die wirklich dazu beigetragen, dass die Modellauswahl so ist, wie sie ist, oder war das doch Entscheidung der Industrie?
Was man ihnen tatsächlich vorwerfen kann:
- sie haben weder Ergebnisse der Fördergelder eingefordert, noch die offenbar zweckentfremdeten Gelder zurück gefordert.
- sie haben steuerliche Erleichterungen bestehen lassen für Technologien, die dies schon lange nicht mehr nötig hatten.
- sie haben sichmehr oder weniger ihre Gesetze von genau dieser Industrie schreiben lassen.
- sie haben sich einen Feuchten um die Einhaltung dieser ohenhin recht laschen Vorgaben gekümmert.
In Summe haben sie eigentlich alles getan, damit die Industrie sich nicht großartig um die Zukunft kümmern musste, und so lange Zeit unbemerkt vom Spitzenplatz der ersten Liga auf die Relegationsplätze durchgereicht wurde.
Sein wir doch mal ehrlich zu uns selbst: Selbst wenn jetzt mit der Gießkanne jeder Autokauf kräftig gewässert würde, der Absatz allein in DE würde unsere Schlüsselindustrie nicht einmal ansatzweise retten, wenn sie im Export weiter abkackt. Und das wird sie, angesichts ihrer Produktpalette und Preispolitik im Vergleich zum Wettbewerb. Sie ist zwar nicht schlechter geworden, aber die anderen sind so wesentlich schneller besser geworden, dass sie die hiesiegen mittlerweile ein- wenn nicht sogar überholt haben.
Sat Jun 06 17:38:50 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
Ja, sind sie. Weil sie die politischen Rahmenbedingungen nicht geschaffen haben, nicht agiert, geschweige denn kontrolliert haben, sich im Gegenteil total beeinflussen ließ. Und das nicht nur national, sondern auch auf EU Ebene. Die vielen Beispiele zum Dieselgate will ich gar nicht aufzählen. Dazu kommt die jahrzehntelange mehr als mangelhafte Gesetzgebung für den Verbraucherschutz, womit im Grunde genommen die Großkonzerne geschützt wurden. Vergleich das mal mit Schadenersatzansprüchen in den USA, Kanada, Australien usw.
Und dann die gezielte, gleichfalls jahrzehntelange Verweigerung Hybridfahrzeuge mittels vorteilhaften Besteuerungen zu fördern, gleichfalls als Schutzschirm der heimischen Industrie. Usw.
Und alles, was man scheinheilig fördern wollte, wurde eher widerwillig und halbherzig getan. Angefangen von Erdgas, bis jetzt Elektro, bis hin zu Wasserstoff. Das Offenhalten von Technologien erwies sich bisher nur als Ausrede für die Unkenntnis und Ahnungslosigkeit internationaler Entwicklungen, was dazu geführt hat - wir hinken überall hinterher.
Jetzt sieht man, was diese visionslose, unausgegorene Politik angerichtet hat. Jetzt ergreift man Extremmaßnahmen, die ideologisch motiviert sind, mit kaum absehbaren verheerenden Folgen. Dabei hätte man auch einen Blick in´s überseeische Ausland wagen sollen (z.B. Kalifornien, oder auch Japan). Das eine oder andere wäre nützlich gewesen.
Ich bleibe dabei: Das Primat der Politik gilt - und die hat versagt. Es sieht auch nicht danach aus, als wären Besserungen in Sicht.
Sat Jun 06 19:02:59 CEST 2020 |
PS-Schnecke52374
Kein Einspruch.
Nur, ich finde, dass man es sich allzu einfach macht, die Verantwortung einfach auf die Politik abzuwälzen.
Jede Firma, egal, ob groß oder klein, hat sich in erster Linie um sich selbst zu kümmern. Dazu gehört auch, sich selbst und seine Produkte aktuell und Marktgerecht zu erhalten.
Sich einfach zurücklehen, nix tun, und im Zweifel auf den Staat zeigen, das ist der sicher Weg in den Untergang.
Dass Firmen auch in DE TROTZ der depperten Politdarsteller erfolgreich sein können, zeigen ja Firmen wie Trigema, SAP, oder auch Eisenmann (aber ich glaub, das sind Österreicher). Die haben die selben widrigen Bedingungen, aber man hört sie nicht jammern oder nach Staatsknete betteln, sie handeln, und sie tun fortlaufend was für ihre Zukunft.
Was erwartest du angesichts der im Bundestag versammelten, geballten Kompetenz? Manchmal hab ich das Gefühl, dass Inkompetenz eine Schlüsselfähigkeit ist, um dort überhaupt rein zu kommen. Und je mehr man dort seine Unfähigkeit auf möglichst vielen Gebieten demonstriert, desto höher fällt man auf der Kariereleiter, siehe Flintenuschi.
Sat Jun 06 19:18:57 CEST 2020 |
rpalmer
Ich weiß jetzt nicht, welchen Eisenmann du genau meinst. Aber wenn du von dem Anlagen- & Maschinenbauer Eisenmann sprichst... so sind dies Württemberger. Erfolgreich - das war mal. Ich will nicht zu tief ins Detail gehen, aber man hat (meiner Meinung nach) einige Fehlentscheide getroffen, aber dabei auch eine extrem hohe Meinung über sich.
Es ging talwärts und vor kurzem musste schon die Insolvenz angemeldet werden im Ziele einer Neuaufstellung... und das war noch pre-Corona. Mal sehen was daraus wird und ob man wieder zu alter Größe zurückfinden wird.
Jedenfalls... es gibt einen Konkurrenten D..r, der ca. 30-40 km nördlich sitzt. Und der läuft "n bissl" besser... da werden ganze Hallen nur noch mit deren Equipment hochgezogen... bitter, sehr bitter für den einstigen roten Riesen... aber auch da... der Fisch stinkt vom...
Sat Jun 06 19:33:16 CEST 2020 |
pibaer
Natürlich. Sie haben die Probleme fast ausschließlich erzeugt. Sie haben das Spiel gespielt "Wir geben niedrige Grenzwerte vor und schauen nicht so genau hin und tun aber ganz überrascht, wenn es auffliegt.". Jetzt spielen sie Planwirtschaft und wollen Produkte in den Markt drücken, die kaum jemand will. Sie erfinden CO2-Strafzahlungen, mit denen sich die EU an den Parlamenten vorbei einen fetten Haushalt finanzieren lassen will.
Ja, die Politik versucht sich einerseits an dummer Planwirtschaft und gleichzeitig versucht man auch noch, möglichst viel Geld abzuzapfen. Das wird nicht funktionieren, genauso wie die dumme Ausrede, die deutschen Automobilindustrie hätte irgendwas verschlafen, nicht zieht. Die Autoindustrie hat genau das hergestellt wird, was nachgefragt wird. Wenn jetzt Planwirtschaftler und deren Fans den Markt stark verzerren und dann allen Ernstes noch dummes Zeug wie "haben den Trend verschlafen" von sich geben, rollen sich mir die Fußnägel.
Sat Jun 06 19:36:22 CEST 2020 |
pibaer
Exakt das haben sie gemacht. Jetzt kommt die Politik um die Ecke und versucht mit aller Gewalt, mit planwirtschaftlichen Methoden den Markt nach ihren Vorstellungen zu verzerren.
Sun Jun 07 12:14:19 CEST 2020 |
PS-Schnecke52374
Sorry, aber das sehe ich etwas differenzierter.
Ja, sie haben exakt das entwickelt und produziert, was der Markt aktuell wollte.
Dabei sollte man allerdings bedenken, dass "der Markt" nichts nachfragen kann, was nicht verkaufsfertig im Schaufenster steht.
Und nein, mit Blick in die Zukunft haben sie tatsächlich geschlafen, mehr als das sogar, sie haben im Halbschlaf die Erkenntnis, dass Wettbewerber völlig neue Wege gehen, als Albtraum abgetan.
Das war in den 90ern eben die Entwicklung des Hybrid. Selbst, als Toyota Patente offen legen und angemessene Lizenzen vergeben wolte, gab es außer Ford und anderen Amerikanern keinen, der das wollte. Statt dessen ritt man wohl wissend das tote Pferd "Clean Diesel" und baute so hyperkomplizierte Hybride wie den Jetta.
In der weiteren Folge belächelte man Tesla als Spinner, und setzte auf EA 189 und Co, selbst, als Tesla anbot, die Patente offen zu legen, hat man sich gesperrt, abgesehen vom Daimler, der sich aber auch wieder zurückgezogen hat.
Dem "dummen" BEV setzte man dann erstmal den PHEV entgegen, wobei man das Grundkonzept völlig fehlinterpretierte, und dem E-Strang eher die Rolle eines zusätzlichen, "elektrischen Turbos" zugestand, was eben zu Fahrzeugen führte, die, wenn die, ich nenn es mal "niedliche" elektrische Reichweite aufgebraucht ist, zu Schluckspechten mutieren.
Völlig halbherzig besann man sich dann auf das Thema BEV (als ZOE, die japanich/französischen Drillinge, sowie Tesla schon fleißig lieferten) kam dann der E-Smart (Welch Ironie der Geschichte, war doch der Smart eigentlich ursprünglich als BEV geplant, und nur der Daimler zwang ihm den Dreizylinder auf), der weder mit Platz, och Reichweite oder Ladeleistung mithalten konnten.
Volle Energie hingegen investierte man in den CCS Stecker, und dessen nahezu zwanghafte Einführung (obwohl es mit ChaDeMo schon ein weltweit verbreitetes, funktionierendes System gab, und obwohl Tesla das Typ2 System bereits für hohe Leistungen an Gleichstrom ertüchtigt hatte), mit dem einzig erkennbaren Ziel, der ausländischen Konkurrenz ein paar Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
Als dann kamen E UP! und E Golf, aber wenn man sie richtig betrachtete, dann waren das eigentlich Bastelbuden, bestehende Verbrenner, deren Plattform nicht wirklich für Akkuantrieb konzipiert war, mit mäüßigen Reichweiten und Ladeleistungen im Vergleich zur Konkurrenz.
Einen kleinen Lihtblick hatte BMW mit dem I3, und hier insbesondere mit dem REX, ein Konzept, das zwar auch weiterhin entwickelt und gebaut wird, aber nicht für Europa!?! Der I8 .... naja, nettes Spielzeug für gelangweite Großerben
Und was bieten die hiesigen Hersteller derzeit so an?
Taycan, ETron, EQC ... Radpanzer, die weder ihren Stromhunger im Griff haben (und weit entfernt vom normalen Angebot rangieren), noch zum Preissegment passende Ladezeiten/Ladeleistungen (vom Porsche mal abgesehen). Dann noch die neuen Konzerndrillinge, die müssen erst einmal zeigen, ob sie gut sind, und der ID3 ... so fehlerverseucht, dass nicht einmal WOB ihn an die Kunden ausliefern möchte.
Und das zu Zeiten, in denen Tesla mit dem M3 in der Mittelklasse angekommen ist, mit dem MX die mittleren SUV bedient, und dem MS weiterhin die oberen Klassen hofiert, Zeiten, in denen eine Zoe schon lange unter 20k€ kostet (ohne Berücksichtigung der Förderung) bzw. unter 30 k€ mit Kaufakku, Zeiten, in denen die Franzosen selbst in der "Brotkastenflotte" was anbieten mit dem Kangoo, und die Koreaner bald schon jedes Segment außerhalb der Oberklasse auf dem Händlerhof stehen haben, und da zu Preisen, die sich nicht vor denen hiesiger Verbrenner verstecken müssen.
Wasserstoff... außer ein paar Prestigeprojekten für Messen nix, macht ja nix, dass bereits 2 Hersteller BSZ Fahrzeuge in Serie an Kunden übergeben.
Aber, man hat sich zusammen getan (war ja bei der Größe der Ad Blue Tanks schon eine "gute" Idee), und ein eigenes Konsortium für Ladesäulen geschaffen: Ionity. Zunächst mal eine gute Idee, und dann: De Facto Aussperrung anderer Hersteller durch Mondpreise, Torpedierung des sich gerade entwickelnden Roamingmarktes, Bevorzugung eigener Marken mit teilweise 50% Nachlass: Einzig "BEV ist teuer" konnten sie so prima in die Köpfe der Menschen setzen, und so weiter die Entwicklung bremsen, und eine Position zu erreichen, wo sie sagen köönten: "Da, der Markt nimmts nicht an"
Und das war jetzt alles abseits der Politik und ihrem Geschacher, denen ihr Bockmist kommt noch on Top
Sun Jun 07 13:06:03 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
Sehr gute Auflistung. Da hast Du völlig recht. Deshalb hatte ich schon mal geschrieben: Niedergang der deutschen Automobilindustrie. Sie hinkt nunmehr völlig hinterher und läuft Gefahr den technologischen Anschluß nunmehr völlig zu verlieren.
Aber zurück zur Politik. Gesetzt den Fall, was ich längst getan hätte, man hätte Hybridfahrzeuge mit niedrigen CO2-Abgaswerten steuerlich begünstigt, im Kaufpreis mit niedriger MwSt und der Kfz-Besteuerung (hatte ich vor Jahren schon im alten Thread geschrieben). Was wäre denn passiert ? Eine Reihe kühl rechnender Kunden hätte Toyotas gekauft, v.a. die etwas reifere und liquidere Kundschaft. Wäre das schlimm gewesen ? Ich denke nicht. Denn die deutschen Hersteller wären gezwungen gewesen entweder nachzuziehen oder eben auf Marktanteile zu verzichten. Das hätte man vor mehr als 5 Jahren schon tun können. Hat aber seitens der Politik bewußt nicht. Eine geradezu schizophrene Einstellung, die sich heute als völlig destruktiv darstellt. Auch klar: Manager und Vorstände haben sich im Absatz- und Gewinnerfolg jahrelang sonnen können. Sie waren sicher, dass die Politik nach ihrer Nase tanzt wegen der Vielzahl beschäftigter Arbeitnehmer. Und haben schließlich die ihnen gewährten Freiheiten mißbraucht - mit dem Dieselgate. Haben die Beratungen der Chefs der deutschen Automobilindustrie mit dieser Kanzlerin, die berüchtigten Hügeltreffen, substantiell auch nur irgendwas sinnvolles gebracht ?
Aber ungeachtet nicht vorhandener sinnvoller Steuerungselemente der Politik, haben Kunden beim Hybrid zugegriffen. Und es werden immer mehr. Bemerkenswerterweise feiert der Hybrid besonders beachtliche Erfolge dabei sogar in anderen EU-Ländern, dort sogar mehr als in D.
Es reicht also nicht, die Wirtschaft und die Firmen so vor sich hinwursteln zu lassen unter dem Motto, der Markt wird es schon regeln. Ohne sinnvolle Rahmenbedingungen der Politik führt es genau zu dem, was wir jetzt konstatieren müssen. Der Zug ist abgefahren.
Sun Jun 07 22:19:41 CEST 2020 |
pibaer
Der Elektromist stand auch im Schaufenster und verkaufte sich nur mit hohen Subventionen. Jetzt erhöht die Politik die Subventionen und erfindet eine völlig absurde CO2-Bepreisung und verzerrt damit den Markt noch weiter.
Der Versuch, mit Gewalt eine bestimmte Technologie in den Markt zu drücken, schädigt sowohl Hersteller als auch Verbraucher. Es ist dumme Planwirtschaft und die Schuld dafür den Herstellern oder Kunden in die Schuhe schieben zu wollen, ist sehr billig.
Sun Jun 07 22:23:54 CEST 2020 |
pibaer
Wenn Politiker nicht in den Markt hineinpfuschen, ist das destruktiv? Ernsthaft? Die Probleme gehen fast immer genau dann los, wenn Politiker sich für schlaue Wirtschaftslenker halten oder meinen, Technikfolgen besser einschätzen zu können, als die Hersteller.
Mon Jun 08 06:10:34 CEST 2020 |
passat32
echt? wo denn?
Mon Jun 08 10:02:37 CEST 2020 |
rpalmer
Solange man den alten Klump verkaufen kann, solange tut man es auch.
Für was braucht es Gas, Hybrid sonstwas, wenn die Mobilität noch immer erstaunlich billig ist? Da will sowas keiner haben und die paar dies doch wollen... die machen den Kohl nicht fett.
Und mal ehrlich, ich habe mir auch gedacht "Hey, IS 300h, tolles Auto und so weiter.". Aber wirklich sparen... tut man mit dem Ding nicht. Da kannste auch auch massig junge "Dieselgebrauchte" zurückgreifen, die du mit gleichen Betriebskosten fährst. Oder zahlst eben das bisschen mehr und fährst nen Benziner. Aber hast massenhaft Auswahl, hast Kombis, Cabrios, groß, klein, deutsch, französisch, italienisch, amerikanisch, schwedisch... und für Anachronisten für mich: Kannst auch Schaltgetriebe haben ("Öh, wer will das, das ist unkomfortabel und blabla..." ICH will!)
Einzig der Antriebskomfort fehlt, das war schon klasse, eine Welt für sich. Sowas könnte heute in jedem Fahrzeug oberhalb Kleinwagen doch verfügbar sein können... wir haben 2020, nicht 1990.
Für Ladesäulen gibts ne Pflicht, genauso gut hätte man es mit CNG handhaben können. Aber... war zu einfach.
Mon Jun 08 10:15:47 CEST 2020 |
Steam24
Sparkurs bei VW:
https://www.manager-magazin.de/.../...es-sparen-ein-a-1307561-amp.html
Mon Jun 08 10:26:32 CEST 2020 |
XuQishi
Jo, ich denke auch, dass für den Normalbürger ein Auto, das mit Biomethan betrieben wird, eigentlich die praktischste Lösung wäre.
Mon Jun 08 10:44:38 CEST 2020 |
rpalmer
Wäre es, denn im wesentlichen liegt ja bereits die Infrastruktur vor, in Form von Erdgasrohrleitungen, Tankstellengeländen, städtischen Versorgungsbetrieben etc..
Die Autos dafür "fit" zu machen ist auch keine große Kunst: Gehärtete Ventilsitze einpressen, evtl. härtere Ventile (Natriumgefüllt z.B.), andere Kerzen, Kennfeld auf "mehr Frühzündung & Klopffester" anpassen (Man legt einfach zwei ab), Druckminderer, Tanks, Injektoren, Leitungen. Das alles ist nicht neu, gibts massig von verschiedenen Herstellern und wenn man die Tanks vernünftig konserviert oder gleich hochwertiges V2A nimmt, dann hält das auch.
Vorteil: Man kann auch viele Bestandsfahrzeuge umrüsten und mit regenerativ gewonnenem Gas hast auch ohne riesen Aufwand die CO2-Vorgaben unterboten... Reichweiten liegen bei 350 -550 km, je nach Tankgröße und Verbrauch, ist auch schnell nachgefüllt und bei CNG gibts nur einen Adapter. LPG kannst auch regenerativ herstellen... auch aus Bioabfall.
Königsklasse: LPG/CNG + Hybrid....
Mon Jun 08 17:09:06 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
Oh , ja, in diesem Fall schon - bezogen auf uns in D ganz besonders.
Der Markt regelt eben doch nicht immer alles. Es gibt sogar mehrere Beispiele: Eins davon sehen wir gerade, Ignoranz, Arroganz gegenüber anderen Antriebsarten, weil in der Tat keine Motivation und Antrieb vorhanden war.
Andere will ich gar nicht anführen, bei denen oft die Politik sogar gemeinsam mit der Wirtschaft versagt hat.
Schau mal nach Kalifornien - die haben dort immer noch immer die strengsten Abgasregeln weltweit. Tun die Hersteller dort was, passen sie ihr Angebot auf den dortigen regionalen Markt an ?
Mon Jun 08 17:13:02 CEST 2020 |
Kurvenräuber48611
Ich hatte mal eine Auflistung dazu im alten Thread.
Wer dominiert bei den Hybridfahrzeugen in der EU noch vor uns: F, I, E, GB.
Ist sogar aktuell (vom Januar 2020).
Italien: Höherer Toyota-Absatz in 2019 als in Deutschland ! Zunahme auch bei Lexus, wenn auch nur geringfügig.
Interessant im Vergleich zu D: Honda, Suzuki, Nissan (wenn auch gesunken).
https://www.marklines.com/.../salesfig_italy_2019
Spanien: beachtenswerter Toyota-Anteil, mit allerdings geringem Wachstum im Vergleich zu 2018, Lexus Absatz mit deutlicher Zunahme
https://www.marklines.com/.../salesfig_spain_2019
Frankreich: Zweithöchster Toyota- und Lexus—Absatz in Westeuropa bzw. EU. In F dürfte der auch dort gebaute Yaris den größten Anteil aller Toyota-Modelle verbuchen.
https://www.marklines.com/.../salesfig_france_2019
GB: Höchster Toyota- und Lexus-Absatz in Westeuropa. Der Corolla dürfte da dominieren. Bemerkenswert auch: der dortige Dieseleinbruch.
https://www.marklines.com/en/statistics/flash_sales/salesfig_uk_2019
https://www.smmt.co.uk/vehicle-data/car-registrations/
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