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Technik-und-OT-Blog

Technik, Wirtschaft, Weltherrschaft.

Thu Jun 17 19:56:15 CEST 2010    |    pibaer    |    Kommentare (38877)

gerger

Angesichts des doch ausgeprägten Diskussionsbedarfs über technische Hintergründe und insbesondere die Frage, welcher Hersteller in welchem Bereich wohl bald die Weltherrschaft an sich reißen wird, ist hier Platz für solche Diskussionen. Hier wird nicht zensiert, nur weil der Lieblingshersteller ein anderer ist oder die Meinung von der des Blog-Erstellers abweicht.


Wed Nov 14 14:49:08 CET 2018    |    rpalmer

Was ist eigentlich aus der "Steuererklärung auf dem Bierdeckel" geworden? Sie wurde damals groß thematisiert, aber aus der untersten Stufe, der Diskussion, kam das ja wohl nie heraus.

Wed Nov 14 14:53:33 CET 2018    |    Batterietester39

Richtig ist, dass große Teile der Bevölkerung mit Zuschüssen usw. unterstützt werden müssen, weil sie entweder zu wenig verdienen, trotz Vollzeit, oder zu wenig Rente erhalten. Genau das müßte selbstverständlich geändert werden.

Von einer Risikobewertung halte ich überhaupt nichts, dann müßten ja alle wirklichen Toppverdiener echt entlastet werden, was indirekt ja auch der Fall ist.

Für Leute, die mehr verdienen, als der allgemeine Durchschnitt, lohnt sich Leistung trotzdem, auch wenn sie mehr einzahlen müssen, als eben Niedriglöhner. Ich habe früher auch mehr eingezahlt und bin deshalb finanziell auch nicht abgestürzt ;)

 

Kleine Ergänzung zu diesem Thema ganz aktuell:

https://www.handelsblatt.com/.../23632962.html?...

Merz, Spahn und AKK fordern Steuersenkungen: Entlastung der Wirtschaft und Leistungsträger.

Damit dürfte klar sein bei allen Dreien, dass Steuerentlastungen für Durchschnittsverdiener eine Utopie bleiben, womit dann auch die Frage beantwortet ist, dass es grundlegende Reformen der Kranken- und Rentenversicherung nicht geben wird.

Wed Nov 14 15:30:44 CET 2018    |    passat32

eines ist sicher: weder AKK, noch Merz noch Spahn werden auch nur ansatzweise dafür sorgen, das sich etwas bessert. Da die SPD immernoch zu dumm ist auch nur ansatzweise was zu tun wird es in 3 Jahren ein Fest für Grüne und AfD ...

Wed Nov 14 15:34:32 CET 2018    |    Batterietester39

Zitat:

@passat32 schrieb am 14. November 2018 um 15:30:44 Uhr:

eines ist sicher: weder AKK, noch Merz noch Spahn werden auch nur ansatzweise dafür sorgen, das sich etwas bessert. Da die SPD immernoch zu dumm ist auch nur ansatzweise was zu tun wird es in 3 Jahren ein Fest für Grüne und AfD ...

....früher, wobei die Grünen sogar noch draufsatteln werden, dann dürfte es noch schlimmer werden - definitiv.

Wed Nov 14 15:58:03 CET 2018    |    PS-Schnecke52374

Zitat:

@Alfons007 schrieb am 14. November 2018 um 14:53:33 Uhr:

...Von einer Risikobewertung halte ich überhaupt nichts, dann müßten ja alle wirklichen Toppverdiener echt entlastet werden, was indirekt ja auch der Fall ist.

Für Leute, die mehr verdienen, als der allgemeine Durchschnitt, lohnt sich Leistung trotzdem, auch wenn sie mehr einzahlen müssen, als eben Niedriglöhner. Ich habe früher auch mehr eingezahlt und bin deshalb finanziell auch nicht abgestürzt ;)

 

...

Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt...

Die Leistung "Krankenversicherung" hat durchschnittliche Pro Kopf Kosten, das wäre der Beitrag, so wie es bei Haftpflicht, Kasko usw. auch ist (das meine ich mit Risikobewertung, und das ist auch das einzig Nachhaltige: die Summe der durchschnittlichen Beiträge müssen der Summe der durchschnittlichen Aufwendungen entsprechen, sonst macht die Kasse Defizit oder Überschuss...beides nicht gut).

Ich kann nicht nachvollziehen, warum es gerecht sein soll, wenn Bürger A mehr für die selbe Leistung bezahlen soll, als Bürger B. Im Umkehrschluss wäre es ja auch nur Fair, wenn die Gutverdiener pro Brötchen 5 ct mehr, und pro Brot einen Euro mehr bezahlen, als ein Geringverdiener, meinst du nicht?

Oder vielleicht wäre es dann fair, wenn der Geringverdiener, nur um mal ne Zahl zu nennen, für 5€/Monat eine Risikolebensversicherung von 50 k€ bekommt, um seine Lieben abzusichern, und der Besserverdiener die selben 50 k€ Absicherung nur für 15 oder 20€ pro Monat erhält.

 

Was ich mit Zuschuss aus Steuermitteln meine, und warum ich das eher gerecht finde:

 

Der Saat als solcher ist die Summe seiner Bürger. Jeder Bürger leistet seinen Beitrag zum Staat (durchaus einen fixen Prozentsatz vom Einkommen, gerne vom ersten bis zum letzten Euro, ohne irgendwelche Absetzerei). Zahlt also der Staat aus Steuermitteln Ausgleichszahlungen zum Beitrag der Geringverdiener, beteiligt sich der Gutverdiener via seiner Steuern auch an der Solidargemeinschaft... denn der Staat ist die Solidargemeinschaft.

Wed Nov 14 16:05:25 CET 2018    |    passat32

In der Theorie stimmt das auch. Das es nicht funktioniert hat die DDR bewiesen, bzw. deren Niedergang.

Wed Nov 14 16:34:02 CET 2018    |    PS-Schnecke52374

Sascha … nö, da bringst was durcheinander

Wed Nov 14 18:07:20 CET 2018    |    pibaer

Zitat:

@Alfons007 schrieb am 13. November 2018 um 16:16:43 Uhr:

Alles klar. Kommentar sinnlos.

Nein, er hat schon Recht. Ein ganz wichtiger Faktor beim persönlichen Erfolg ist die Eigenverantwortung. Selbst planen, sich selbst antreiben und sich vor allem klar machen, dass man seines eigenen Glückes Schmied ist. Wer ganz früh damit anfängt, hat ein sehr hohes Erfolgspotential.

Die Entgegenhaltung "Krankheit" ist da völlig am Thema vorbei, weil eigentlich klar sein sollte, dass irgendwelche Schicksalsschläge aus dieser Betrachtung ausgeklammert sind. Darauf hat man keinen Einfluss.

 

Leider ist in Deutschland das Thema "Eigenverantwortung" vollkommen verkümmert. Immer ist irgendwer anderes für etwas verantwortlich, meistens "der Staat", nur nie man selber.

Wed Nov 14 18:16:15 CET 2018    |    mozartschwarz

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 14. November 2018 um 15:58:03 Uhr:

Zitat:

@Alfons007 schrieb am 14. November 2018 um 14:53:33 Uhr:

...Von einer Risikobewertung halte ich überhaupt nichts, dann müßten ja alle wirklichen Toppverdiener echt entlastet werden, was indirekt ja auch der Fall ist.

Für Leute, die mehr verdienen, als der allgemeine Durchschnitt, lohnt sich Leistung trotzdem, auch wenn sie mehr einzahlen müssen, als eben Niedriglöhner. Ich habe früher auch mehr eingezahlt und bin deshalb finanziell auch nicht abgestürzt ;)

 

...

Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt...

Die Leistung "Krankenversicherung" hat durchschnittliche Pro Kopf Kosten, das wäre der Beitrag, so wie es bei Haftpflicht, Kasko usw. auch ist (das meine ich mit Risikobewertung, und das ist auch das einzig Nachhaltige: die Summe der durchschnittlichen Beiträge müssen der Summe der durchschnittlichen Aufwendungen entsprechen, sonst macht die Kasse Defizit oder Überschuss...beides nicht gut).

Ich kann nicht nachvollziehen, warum es gerecht sein soll, wenn Bürger A mehr für die selbe Leistung bezahlen soll, als Bürger B. Im Umkehrschluss wäre es ja auch nur Fair, wenn die Gutverdiener pro Brötchen 5 ct mehr, und pro Brot einen Euro mehr bezahlen, als ein Geringverdiener, meinst du nicht?

Oder vielleicht wäre es dann fair, wenn der Geringverdiener, nur um mal ne Zahl zu nennen, für 5€/Monat eine Risikolebensversicherung von 50 k€ bekommt, um seine Lieben abzusichern, und der Besserverdiener die selben 50 k€ Absicherung nur für 15 oder 20€ pro Monat erhält.

 

Was ich mit Zuschuss aus Steuermitteln meine, und warum ich das eher gerecht finde:

 

Der Saat als solcher ist die Summe seiner Bürger. Jeder Bürger leistet seinen Beitrag zum Staat (durchaus einen fixen Prozentsatz vom Einkommen, gerne vom ersten bis zum letzten Euro, ohne irgendwelche Absetzerei). Zahlt also der Staat aus Steuermitteln Ausgleichszahlungen zum Beitrag der Geringverdiener, beteiligt sich der Gutverdiener via seiner Steuern auch an der Solidargemeinschaft... denn der Staat ist die Solidargemeinschaft.

War das nicht in etwa das schwedische Modell?

 

 

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 14. November 2018 um 14:24:21 Uhr:

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 14. November 2018 um 07:17:14 Uhr:

 

Von dem du aber auch mehr lebst als manch Arbeiter

tut mir leid, das verstehe ich nicht

Im allgemeinen ist es Betrieben oder Selbstständigen eher möglich Gewinne aus Infrastruktur u.Ä zu ziehen als einem Arbeitnehmer. Sicherlich lebt dann aber auch der Angestellte von besagten Gewinnen, trotzdem wird der Gewinn ja erstmal durch die Firma generiert und sollte dann auch im höheren Maß aus Gewerbesteuern finanziert werden.

Man darf auch nicht vergessen wieviel man als Selstständiger vor Steuer zahlen kann. Selbst wenn man nicht betrügt bis zur Schmerzgrenze. Auch da kann der Arbeitnehmer eher von träumen...

Wed Nov 14 18:27:23 CET 2018    |    Batterietester39

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 14. November 2018 um 15:58:03 Uhr:

 

Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt...

Die Leistung "Krankenversicherung" hat durchschnittliche Pro Kopf Kosten, das wäre der Beitrag, so wie es bei Haftpflicht, Kasko usw. auch ist (das meine ich mit Risikobewertung, und das ist auch das einzig Nachhaltige: die Summe der durchschnittlichen Beiträge müssen der Summe der durchschnittlichen Aufwendungen entsprechen, sonst macht die Kasse Defizit oder Überschuss...beides nicht gut).

Ich kann nicht nachvollziehen, warum es gerecht sein soll, wenn Bürger A mehr für die selbe Leistung bezahlen soll, als Bürger B. Im Umkehrschluss wäre es ja auch nur Fair, wenn die Gutverdiener pro Brötchen 5 ct mehr, und pro Brot einen Euro mehr bezahlen, als ein Geringverdiener, meinst du nicht?

Oder vielleicht wäre es dann fair, wenn der Geringverdiener, nur um mal ne Zahl zu nennen, für 5€/Monat eine Risikolebensversicherung von 50 k€ bekommt, um seine Lieben abzusichern, und der Besserverdiener die selben 50 k€ Absicherung nur für 15 oder 20€ pro Monat erhält.

 

Was ich mit Zuschuss aus Steuermitteln meine, und warum ich das eher gerecht finde:

 

Der Saat als solcher ist die Summe seiner Bürger. Jeder Bürger leistet seinen Beitrag zum Staat (durchaus einen fixen Prozentsatz vom Einkommen, gerne vom ersten bis zum letzten Euro, ohne irgendwelche Absetzerei). Zahlt also der Staat aus Steuermitteln Ausgleichszahlungen zum Beitrag der Geringverdiener, beteiligt sich der Gutverdiener via seiner Steuern auch an der Solidargemeinschaft... denn der Staat ist die Solidargemeinschaft.

Die Kosten bzw. Beträge in der Renten-/Pensions- und Krankenversicherung lassen sich nicht so einfach nur über die normalen Steuern (hauptsächlich Einkommenssteuern) abdecken, es sei denn, sie müßten drastisch nach oben geschraubt werden. Aber das wirst Du selbst sehr genau wissen.

Der Vergleich mit Brötchen usw. - na, ja, das hinkt aber gewaltig. Das ist natürlich Quatsch.

Irgendwo muss das System auch realisierbar, abrechenbar, handelbar bleiben.

Man könnte ja mal die ganzen Systeme im Detail im Ausland analysieren, wie die das machen, mit welchem Erfolg, wie in Dänemark, Schweden, Norwegen, Schweiz, Österreich. Ich meine jetzt nicht uns hier, sondern die Elitären. Aber das wollen die nicht, wohlweislich nicht. Wenn ich mir das gegenwärtige Gesundheitssystem anschaue, und hier meine Erahrungen sammeln muß, dann kriege ich nur noch Hühnerhaut :(

Es wird doch an allem nur noch rumgepfuscht, egal, was man her nimmt. Es wird nicht agiert, sondern seit Jahrzehnten nur nach reagiert. Es wird gedeckelt, bevor ein Topf überquillt. Nur nähern wir uns dem Punkt, wo das System abgewirtschaftet ist (unbezahlbare Stromkosten und Mieten sind gerade die besonders in´s Auge stechenden Auswüchse für das Heranreifen schwerer sozialer Spannungen). Ringsrum ist ein immer offensichtlicher werdendes Staatsversagen zu beobachten.

Aber wenn die Elitären ihr Primat darin sehen, die Steuergelder zunehmend für ihre abgehobenen Pläne zu verwenden, dann sind halt die Folgen auch immer offensichtlicher.

Wed Nov 14 18:27:52 CET 2018    |    touranfaq

Zitat:

Ein ganz wichtiger Faktor beim persönlichen Erfolg ist die Eigenverantwortung. Selbst planen, sich selbst antreiben und sich vor allem klar machen, dass man seines eigenen Glückes Schmied ist. Wer ganz früh damit anfängt, hat ein sehr hohes Erfolgspotential.

Ganz genau! Das ist der Punkt.

 

Für Sozis natürlich völlig undenkbar, da soll alles "der Staat" machen. Rente, KV, am besten noch Altersvorsorge... während man sich selbst zurücklehnt und in den "besten Jahren" das Geld für unnötigen Kram verprasst. Da ist im Alter natürlich nix mehr da. Altersarmut vorprogrammiert.

 

Was ich auch nicht mehr hören kann ist das Gejammer von der angeblich fehlenden Chancengleichheit. Was für ein Unfug! Ich komme aus einer einfachen Arbeiterfamilie, Vater in der Produktion Schicht gearbeitet, Mutter Putzfrau.

 

Da war nix drin von wegen "Finanziert ihr mir mal das Studium?", das habe ich alles selbst geleistet. In den Ferien in einer Elektrofirma gejobbt, am Wochenende als DJ gearbeitet, Gewerbe angemeldet und nebenbei Software entwickelt... Ja, ich war oft neidisch auf Kommilitonen, die von Beruf Vater oder Tochter waren, die sind mit 5er vorgefahren und konnten sich nach der Vorlesung erstmal aufs Ohr legen während ich arbeitete, aber dafür kann ich heute mit Fug und Recht darauf Stolz sein, mir meinen beruflichen Erfolg selbst erarbeitet zu haben, ohne "Sponsoring" von den Eltern.

 

Und deshalb kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Auch aus einer einkommensschwachen Familie heraus kann man es zu etwas bringen. Man muss er nur wirklich und unbedingt wollen. Hört sich flapsig an, ist aber so ;)

Wed Nov 14 18:40:52 CET 2018    |    mozartschwarz

Zitat:

@touranfaq schrieb am 14. November 2018 um 18:27:52 Uhr:

Zitat:

Ein ganz wichtiger Faktor beim persönlichen Erfolg ist die Eigenverantwortung. Selbst planen, sich selbst antreiben und sich vor allem klar machen, dass man seines eigenen Glückes Schmied ist. Wer ganz früh damit anfängt, hat ein sehr hohes Erfolgspotential.

Ganz genau! Das ist der Punkt.

 

Für Sozis natürlich völlig undenkbar, da soll alles "der Staat" machen. Rente, KV, am besten noch Altersvorsorge... während man sich selbst zurücklehnt und in den "besten Jahren" das Geld für unnötigen Kram verprasst. Da ist im Alter natürlich nix mehr da. Altersarmut vorprogrammiert.

 

Was ich auch nicht mehr hören kann ist das Gejammer von der angeblich fehlenden Chancengleichheit. Was für ein Unfug! Ich komme aus einer einfachen Arbeiterfamilie, Vater in der Produktion Schicht gearbeitet, Mutter Putzfrau.

 

Da war nix drin von wegen "Finanziert ihr mir mal das Studium?", das habe ich alles selbst geleistet. In den Ferien in einer Elektrofirma gejobbt, am Wochenende als DJ gearbeitet, Gewerbe angemeldet und nebenbei Software entwickelt... Ja, ich war oft neidisch auf Kommilitonen, die von Beruf Vater oder Tochter waren, die sind mit 5er vorgefahren und konnten sich nach der Vorlesung erstmal aufs Ohr legen während ich arbeitete, aber dafür kann ich heute mit Fug und Recht darauf Stolz sein, mir meinen beruflichen Erfolg selbst erarbeitet zu haben, ohne "Sponsoring" von den Eltern.

 

Und deshalb kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Auch aus einer einkommensschwachen Familie heraus kann man es zu etwas bringen. Man muss er nur wirklich und unbedingt wollen. Hört sich flapsig an, ist aber so ;)

Kannst du noch 10mal so schreiben, wird einfach nicht besser.

So wie dein IQ ja bekanntlich schlechter als meiner ist ;) gibts es auch Leute deren IQ noch weit schlechter ist als deiner.

 

Im leben gehört auch immer einiges an Glück dazu. Ich finde es durchaus angenehm zu wissen das ich zwar hart fallen kann aber wenigstens nicht verhungern muß.

Es ist ja nun nicht wirklich so das man in saus und braus leben kann ohne was dafür zutun. Das System hat Lücken die kriminell genutzt werden, man kann sich über den Sinn und Zweck von Tafeln streiten usw... Aber ein wenig "Sozi" ist schon gut. Zuviel Liberallismus und Kapitallismus führt auch in Sackgassen, wie man ansich gerade recht gut sehen kann...

Wed Nov 14 18:45:31 CET 2018    |    rpalmer

Das Problem ist aber, dass unser Konzept der sozialen Marktwirtschaft an zwei Extreme getrieben werden soll: Einmal an das soziale, Verteilen, Verteilen, Verteilen - und andererseits an den ungehemmten Kapitalismus: Laxer werden, Gewinne privatisieren und soll schön die Mitte tragen.

 

Das Zwischending was hier Jahrrzehnte klappte, das ist nicht mehr da. Es driftet auseinander. Wie auch unsere Gesellschaft in finanzieller Hinsicht. Und noch mehr "von oben nach unten durchreichen" löst das Problem nicht!

Wed Nov 14 18:50:12 CET 2018    |    mozartschwarz

Allerdings auch nicht das weitere senken des Spitzensteuersatzes...

 

Ich persönlich glaube ja fast das eine ältere Demokratie immer an solche Grenzen stossen muß und das System zusammenbrechen wird. Einfach weil natürlich erstmal jeder wählt was ihm am besten gefällt und nicht unbedingt das was für die Gesellschaft am besten ist. Heißt aber auch das der Selbsterhaltungstrieb der Politiker in Sackgassen führen muß..

 

Siehe Italien...

Wed Nov 14 18:50:41 CET 2018    |    rpalmer

Zitat:

Was ich auch nicht mehr hören kann ist das Gejammer von der angeblich fehlenden Chancengleichheit. Was für ein Unfug!

Das verstehe ich auch nicht. Da wird dann oft erwähnt Bildung sei teuer und daher können Einkommensschwache nicht das Höchstmaß an Bildung erhalten.

 

Und warum ist es ungerecht, wenn man sich das Studium selber finanziert und nicht die Eltern? Ich habe es ebenso selber finanziert und nicht die Hand aufgehalten.

Wed Nov 14 19:21:38 CET 2018    |    passat32

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 14. November 2018 um 18:16:15 Uhr:

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 14. November 2018 um 15:58:03 Uhr:

 

 

 

Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt...

Die Leistung "Krankenversicherung" hat durchschnittliche Pro Kopf Kosten, das wäre der Beitrag, so wie es bei Haftpflicht, Kasko usw. auch ist (das meine ich mit Risikobewertung, und das ist auch das einzig Nachhaltige: die Summe der durchschnittlichen Beiträge müssen der Summe der durchschnittlichen Aufwendungen entsprechen, sonst macht die Kasse Defizit oder Überschuss...beides nicht gut).

Ich kann nicht nachvollziehen, warum es gerecht sein soll, wenn Bürger A mehr für die selbe Leistung bezahlen soll, als Bürger B. Im Umkehrschluss wäre es ja auch nur Fair, wenn die Gutverdiener pro Brötchen 5 ct mehr, und pro Brot einen Euro mehr bezahlen, als ein Geringverdiener, meinst du nicht?

Oder vielleicht wäre es dann fair, wenn der Geringverdiener, nur um mal ne Zahl zu nennen, für 5€/Monat eine Risikolebensversicherung von 50 k€ bekommt, um seine Lieben abzusichern, und der Besserverdiener die selben 50 k€ Absicherung nur für 15 oder 20€ pro Monat erhält.

 

Was ich mit Zuschuss aus Steuermitteln meine, und warum ich das eher gerecht finde:

 

Der Saat als solcher ist die Summe seiner Bürger. Jeder Bürger leistet seinen Beitrag zum Staat (durchaus einen fixen Prozentsatz vom Einkommen, gerne vom ersten bis zum letzten Euro, ohne irgendwelche Absetzerei). Zahlt also der Staat aus Steuermitteln Ausgleichszahlungen zum Beitrag der Geringverdiener, beteiligt sich der Gutverdiener via seiner Steuern auch an der Solidargemeinschaft... denn der Staat ist die Solidargemeinschaft.

War das nicht in etwa das schwedische Modell?

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 14. November 2018 um 18:16:15 Uhr:

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 14. November 2018 um 14:24:21 Uhr:

 

tut mir leid, das verstehe ich nicht

Im allgemeinen ist es Betrieben oder Selbstständigen eher möglich Gewinne aus Infrastruktur u.Ä zu ziehen als einem Arbeitnehmer. Sicherlich lebt dann aber auch der Angestellte von besagten Gewinnen, trotzdem wird der Gewinn ja erstmal durch die Firma generiert und sollte dann auch im höheren Maß aus Gewerbesteuern finanziert werden.

Man darf auch nicht vergessen wieviel man als Selstständiger vor Steuer zahlen kann. Selbst wenn man nicht betrügt bis zur Schmerzgrenze. Auch da kann der Arbeitnehmer eher von träumen...

Der AN trägt aber auch kein Risiko. Wenn etwas schief geht kann er RELATIV leicht woanders hin wechseln.

 

Problem ist hier, dass alle Seiten das eigene Risiko abwälzen und weiter geben, das war bis vor 20 Jahren ganz anders. Dabei soll auch Verantwortung honoriert werden, keine Frage. Deutschland ist in allen Gebieten aber zum Vollkasko-System geworden, vom Harzer bis zum Milliardär.

Wed Nov 14 19:23:39 CET 2018    |    passat32

Zitat:

@touranfaq schrieb am 14. November 2018 um 18:27:52 Uhr:

Zitat:

Ein ganz wichtiger Faktor beim persönlichen Erfolg ist die Eigenverantwortung. Selbst planen, sich selbst antreiben und sich vor allem klar machen, dass man seines eigenen Glückes Schmied ist. Wer ganz früh damit anfängt, hat ein sehr hohes Erfolgspotential.

Ganz genau! Das ist der Punkt.

 

Für Sozis natürlich völlig undenkbar, da soll alles "der Staat" machen. Rente, KV, am besten noch Altersvorsorge... während man sich selbst zurücklehnt und in den "besten Jahren" das Geld für unnötigen Kram verprasst. Da ist im Alter natürlich nix mehr da. Altersarmut vorprogrammiert.

 

Was ich auch nicht mehr hören kann ist das Gejammer von der angeblich fehlenden Chancengleichheit. Was für ein Unfug! Ich komme aus einer einfachen Arbeiterfamilie, Vater in der Produktion Schicht gearbeitet, Mutter Putzfrau.

 

Da war nix drin von wegen "Finanziert ihr mir mal das Studium?", das habe ich alles selbst geleistet. In den Ferien in einer Elektrofirma gejobbt, am Wochenende als DJ gearbeitet, Gewerbe angemeldet und nebenbei Software entwickelt... Ja, ich war oft neidisch auf Kommilitonen, die von Beruf Vater oder Tochter waren, die sind mit 5er vorgefahren und konnten sich nach der Vorlesung erstmal aufs Ohr legen während ich arbeitete, aber dafür kann ich heute mit Fug und Recht darauf Stolz sein, mir meinen beruflichen Erfolg selbst erarbeitet zu haben, ohne "Sponsoring" von den Eltern.

 

Und deshalb kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Auch aus einer einkommensschwachen Familie heraus kann man es zu etwas bringen. Man muss er nur wirklich und unbedingt wollen. Hört sich flapsig an, ist aber so ;)

Jain, da spielt einfach die Erziehung eine große Rolle, zumal die einfach Arbeiterfamilie kein negatives Beispiel ist!

Wed Nov 14 19:34:39 CET 2018    |    mozartschwarz

Zitat:

@passat32 schrieb am 14. November 2018 um 19:21:38 Uhr:

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 14. November 2018 um 18:16:15 Uhr:

 

 

Im allgemeinen ist es Betrieben oder Selbstständigen eher möglich Gewinne aus Infrastruktur u.Ä zu ziehen als einem Arbeitnehmer. Sicherlich lebt dann aber auch der Angestellte von besagten Gewinnen, trotzdem wird der Gewinn ja erstmal durch die Firma generiert und sollte dann auch im höheren Maß aus Gewerbesteuern finanziert werden.

Man darf auch nicht vergessen wieviel man als Selstständiger vor Steuer zahlen kann. Selbst wenn man nicht betrügt bis zur Schmerzgrenze. Auch da kann der Arbeitnehmer eher von träumen...

Der AN trägt aber auch kein Risiko. Wenn etwas schief geht kann er RELATIV leicht woanders hin wechseln.

 

Problem ist hier, dass alle Seiten das eigene Risiko abwälzen und weiter geben, das war bis vor 20 Jahren ganz anders. Dabei soll auch Verantwortung honoriert werden, keine Frage. Deutschland ist in allen Gebieten aber zum Vollkasko-System geworden, vom Harzer bis zum Milliardär.

Schon richtig, dafür hat der AG aber auch die Gewinne, egal wie hoch die auch sind. Unternehmerisches Risiko hat Schatten und Sonnenseiten..

Allerdings trägt der AN schon auch das Risiko des Jobverlustes, je nach Job u.U sogar Verantwortung über das Wohlbefinden der gesamten Firma.

Wed Nov 14 19:35:37 CET 2018    |    touranfaq

Zitat:

Im leben gehört auch immer einiges an Glück dazu.

"Glück" ist es, wenn die Wildsau rechts am Straßenrand steht und so früh losrennt, dass ich sie nicht erwische ;)

 

Wenn ich aber mein Abitur als Jahrgangsbester abschließe, ist das kein "Glück", sondern einfach das Ergebnis harter Arbeit.

 

Dass andere "mehr Glück" haben ist nichts anderes als eine faule Ausrede dafür, dass man selbst nicht motiviert oder zielstrebig genug ist. Wie oben schon erwähnt, die Fähigkeit zur Selbstkritik spielt da die zentrale Rolle...

Wed Nov 14 19:42:32 CET 2018    |    mozartschwarz

Zitat:

@rpalmer schrieb am 14. November 2018 um 18:50:41 Uhr:

Zitat:

Was ich auch nicht mehr hören kann ist das Gejammer von der angeblich fehlenden Chancengleichheit. Was für ein Unfug!

Das verstehe ich auch nicht. Da wird dann oft erwähnt Bildung sei teuer und daher können Einkommensschwache nicht das Höchstmaß an Bildung erhalten.

 

Und warum ist es ungerecht, wenn man sich das Studium selber finanziert und nicht die Eltern? Ich habe es ebenso selber finanziert und nicht die Hand aufgehalten.

Bildung ist teuer.

Ich hab Zwillinge durchs Abitur bis ins Studium geführt. Allein die Kosten für Schulzeugs waren da heftig. Dann der Kasperkram mit völlig überzogenen Klassenfahrten usw... Bei Zwillingen kommt ja immer alles doppelt.

Heute verschulden sich die beiden via Bafög bevor es überhaupt mit geldverdienen los geht. Arbeiten klappt nicht wenn man den Master in Maschinenbau in der Regelstudienzeit schaffen will. Die schreiben auch in den vorlesungsfreien Zeiten laufend Klausuren und sind ständig am lernen. Dann noch die Studiengebühren. Kein Schnapper... Sie jammern aber nicht wirklich..

Wed Nov 14 19:49:07 CET 2018    |    mozartschwarz

Zitat:

@touranfaq schrieb am 14. November 2018 um 19:35:37 Uhr:

Zitat:

Im leben gehört auch immer einiges an Glück dazu.

"Glück" ist es, wenn die Wildsau rechts am Straßenrand steht und so früh losrennt, dass ich sie nicht erwische ;)

 

Wenn ich aber mein Abitur als Jahrgangsbester abschließe, ist das kein "Glück", sondern einfach das Ergebnis harter Arbeit.

 

Dass andere "mehr Glück" haben ist nichts anderes als eine faule Ausrede dafür, dass man selbst nicht motiviert oder zielstrebig genug ist. Wie oben schon erwähnt, die Fähigkeit zur Selbstkritik spielt da die zentrale Rolle...

Blablabla... Ganz ehrlich, deine selbstbeweihreucherung kitzelt am Zäpfchen. Glück ist es schon deshalb weil halt kein anderer besser war. Es ist auch ein bisschen Glück das du noch beide Hände hast und das Hirn keinen Schlag bekommen hat.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort und die richtige Entscheidung, das ist erstmal wichtig. Fleiß und Zielstrebigkeit helfen dann beim Rest...

Wed Nov 14 20:10:58 CET 2018    |    Achsmanschette51801

An die, die studiert und zusätzlich gearbeitet haben: Wann in der Zeit nach 2009 habt Ihr das Studium begonen und wann vor 2003 wart Ihr damit fertig?

 

Ich wette, niemand von Euch hat nach 2009 angefangen und hatte eine negative Zahl an Semestern absolviert.

 

Hintergund dieser polemisch anmutenden Worte: Durch die Agenda 2010 wurden auch viele Studentenjobs Opfer des freien Falls der Löhne. Insbesondere wurden viele Studentenstellen (z.B. bei Mercedes-Benz war in HB sehr beliebt) durch Zeitarbeiter ersetzt - war eben noch billiger. Die Löhne der Studenten fielen damit etwa um die Hälfte.

Durch die Umstellung des Systems auf Bachelor/Master wurden viel mehr Veranstaltungen zu Pflichtveranstaltungen, so daß es für Studierende sehr viel schwieriger wurde, Job und Studium miteinander zu kombinieren. Zudem war man sehr viel weniger frei darin, wie man seine KP (zu Diplomzeiten "Scheine") erlangen kann.

Wed Nov 14 20:17:53 CET 2018    |    pibaer

Zitat:

@rpalmer schrieb am 14. November 2018 um 18:50:41 Uhr:

Das verstehe ich auch nicht. Da wird dann oft erwähnt Bildung sei teuer und daher können Einkommensschwache nicht das Höchstmaß an Bildung erhalten.

Ja, das ist der Witz schlechthin. Wo gibt es noch so viel kostenlose Bildung wie hier?

 

Zitat:

@rpalmer schrieb am 14. November 2018 um 18:50:41 Uhr:

Und warum ist es ungerecht, wenn man sich das Studium selber finanziert und nicht die Eltern? Ich habe es ebenso selber finanziert und nicht die Hand aufgehalten.

Zu meinen Zeiten war die Finanzierung vor allem für die Studenten am bequemsten, die "arme" Eltern hatten. Die konnten relativ sorgenfrei von Bafög leben, der Rest musste sehen, wie er zurecht kam. Der war nämlich komplett von den Eltern abhängig oder musste sich mit mehreren Nebenjobs durchschlagen.

Wed Nov 14 20:27:44 CET 2018    |    pibaer

Zitat:

@meehster schrieb am 14. November 2018 um 20:10:58 Uhr:

An die, die studiert und zusätzlich gearbeitet haben: Wann in der Zeit nach 2009 habt Ihr das Studium begonen und wann vor 2003 wart Ihr damit fertig?

 

Ich wette, niemand von Euch hat nach 2009 angefangen und hatte eine negative Zahl an Semestern absolviert.

 

Hintergund dieser polemisch anmutenden Worte: Durch die Agenda 2010 wurden auch viele Studentenjobs Opfer des freien Falls der Löhne. Insbesondere wurden viele Studentenstellen (z.B. bei Mercedes-Benz war in HB sehr beliebt) durch Zeitarbeiter ersetzt - war eben noch billiger. Die Löhne der Studenten fielen damit etwa um die Hälfte.

Ich mache mal eine große Tüte Mitleid für Dich auf. Besser so?

 

Aber nun zur harten Realität: Für die meisten Studenten waren Löhne aus der Automobilindustrie schon lange, lange vorher maximal ein feuchter Traum!

 

Zitat:

@meehster schrieb am 14. November 2018 um 20:10:58 Uhr:

Durch die Umstellung des Systems auf Bachelor/Master wurden viel mehr Veranstaltungen zu Pflichtveranstaltungen, so daß es für Studierende sehr viel schwieriger wurde, Job und Studium miteinander zu kombinieren. Zudem war man sehr viel weniger frei darin, wie man seine KP (zu Diplomzeiten "Scheine") erlangen kann.

Echt, während des Studiums muss man heutzutage echt studieren? So richtig mit Anwesenheit? Das ist ja mal richtig hart! :p

 

Meine Tüten Mitleid sind alle. Daher verrate ich Dir mal ein paar Fakten über mich: Ich hatte zwei Jobs parallel. Einen habe ich abends gemacht, den anderen am Wochenende tagsüber meistens 6-8 Stunden jeweils samstags und sonntags. Stundenlohn lag anfangs bei etwa 9 DM. So um 2001 herum waren es dann reichlich 11 DM.

Irgendwelches Gejammer kam mir trotzdem nicht in den Sinn, ich war froh, finanziell unabhängig zu sein und hatte trotzdem meinen Spaß. Dein Beispiel mit dem Daimler ist - sorry - ein abgehobenes Luxusproblem.

Wed Nov 14 20:44:07 CET 2018    |    mozartschwarz

Ich frag mich nur weshalb wir dann ein Fachkräfteproblem haben, wo doch alles so super läuft mit der Bildung. Die Qualität der staatlichen Schulen ist eine Katastrophe. Haupt und Realschule führen zu nicht. Wirklich kostenlos ist da auch nichts. Weder Grund noch weiterführende Schule. Uni sowieso nicht.

 

https://finanzmarktwelt.de/67070-67070/

Wed Nov 14 21:02:32 CET 2018    |    pibaer

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 14. November 2018 um 20:44:07 Uhr:

Ich frag mich nur weshalb wir dann ein Fachkräfteproblem haben, wo doch alles so super läuft mit der Bildung. Die Qualität der staatlichen Schulen ist eine Katastrophe. Haupt und Realschule führen zu nicht. Wirklich kostenlos ist da auch nichts. Weder Grund noch weiterführende Schule. Uni sowieso nicht.

 

https://finanzmarktwelt.de/67070-67070/

Echt? Also wir müssen kein Schulgeld bezahlen, Uni ist auch kostenlos.

 

Wie viele Kinder hast Du eigentlich aktuell in der Schule? Ich kann mich jedenfalls nicht über das Niveau beklagen.

 

Und weißt Du eigentlich, warum wir einen Fachkräftemangel haben? Weil für die meisten ein MINT-Studiengang viel zu anstrengend, öde und und uninteressant ist. Und einige von denen wundern sich dann noch, sofern sie den Abschluss geschafft haben, warum sie als Soziologen oder Juristen nicht wirklich gebraucht werden, während der langweilige MINTler 6 oder 7 Jobangebote bekommt.

Wed Nov 14 21:10:04 CET 2018    |    mozartschwarz

Kostenlos bedeutet keine Kosten. Nur kosten Bücher, Arbeitshefte etc. schon genügend. Dann noch die sonstigen anfallenden Fürze. Wie Kopiergeld und Klassenfahrten...

Studiengebühren sind also keine Kosten? Muß ich meinen Kindern wohl noch erklären..

 

Sind alle raus aus der Schule. Allerdings hatte ich den ältesten mal zurück zu seinem Mathelehrer geschickt. Er hat mit einer 1 in Mathe abgeschlossen, konnte in der Lehre aber keine Fläche berechnen. Nichtmal ein blödes Quadrat.

Wed Nov 14 21:13:01 CET 2018    |    rpalmer

Bücher kaufen? Die leiht doch die Schule.

Arbeitshefte waren von der Schule bezahlt. So in BW.

Wed Nov 14 21:16:49 CET 2018    |    touranfaq

Zitat:

Blablabla... Ganz ehrlich, deine selbstbeweihreucherung kitzelt am Zäpfchen.

...das sollte keine "Selbstbeweihräucherung" sein, sondern einfach nur meine eigene Erfahrung wiedergeben, und nach meinen Erfahrungen kann man es eben auch dann "zu etwas bringen", wenn man aus einfachen Verhältnissen kommt. In meinem Jahrgang waren Arztsöhne, Anwaltstöchter, jede Menge Sprößlinge von Selbständigen und Firmeninhabern... der eine Typ bekam zu seinem 18. vom Daddy einen nagelneuen 325i, ich kam mit einem alten Polo. Aber Daddies Wohlstand und der 325i ersetzen eben nicht Fleiß und Motivation.

 

Zitat:

Glück ist es schon deshalb weil halt kein anderer besser war.

Wie schon erwähnt, dass ist die Standardargumentation von Neidern ;) Mit "Glück" hat das an dieser Stelle rein gar nix zu tun, "Glück" hat vielleicht der, der von seinen Eltern eine Firma erbt, weil er dafür nichts getan hat.

 

Aber in einem Jahrgang der Beste zu sein, ist das Ergebnis harter Arbeit, und kein "Glück".

 

Zitat:

Ich frag mich nur weshalb wir dann ein Fachkräfteproblem haben

Haben wir nicht. Das reden uns die Industrieverbände nur ständig ein, weil sie Fachkräfte zu Hilfsarbeiterkonditionen haben wollen.

Wed Nov 14 21:24:46 CET 2018    |    rpalmer

Nun die Wahrheit liegt in der Mitte. Nicht jeder hat eben die Begabung für ein Abitur und ein Studium. Das ist einfach so. Das kann man Glück, Zufall wie auch immer nennen. Aber aus seiner Situation und Fähigkeiten das Beste machen, das hat jeder selber in der Hand. Und geschenkt gibt es nunmal nix in der Welt. Nirgendwo.

 

Es muss nicht sein, dass man der Jahrgangsbeste ist. Es reicht wenn man seinen Weg kennt, gut ist in dem was einem Spass macht und es zielstrebig verfolgt.

Wed Nov 14 21:27:05 CET 2018    |    mozartschwarz

Zitat:

@touranfaq schrieb am 14. November 2018 um 21:16:49 Uhr:

Zitat:

Blablabla... Ganz ehrlich, deine selbstbeweihreucherung kitzelt am Zäpfchen.

...das sollte keine "Selbstbeweihräucherung" sein, sondern einfach nur meine eigene Erfahrung wiedergeben, und nach meinen Erfahrungen kann man es eben auch dann "zu etwas bringen", wenn man aus einfachen Verhältnissen kommt. In meinem Jahrgang waren Arztsöhne, Anwaltstöchter, jede Menge Sprößlinge von Selbständigen und Firmeninhabern... der eine Typ bekam zu seinem 18. vom Daddy einen nagelneuen 325i, ich kam mit einem alten Polo. Aber Daddies Wohlstand und der 325i ersetzen eben nicht Fleiß und Motivation.

Zitat:

@touranfaq schrieb am 14. November 2018 um 21:16:49 Uhr:

Zitat:

Glück ist es schon deshalb weil halt kein anderer besser war.

Wie schon erwähnt, dass ist die Standardargumentation von Neidern ;) Mit "Glück" hat das an dieser Stelle rein gar nix zu tun, "Glück" hat vielleicht der, der von seinen Eltern eine Firma erbt, weil er dafür nichts getan hat.

 

Aber in einem Jahrgang der Beste zu sein, ist das Ergebnis harter Arbeit, und kein "Glück".

Zitat:

@touranfaq schrieb am 14. November 2018 um 21:16:49 Uhr:

Zitat:

Ich frag mich nur weshalb wir dann ein Fachkräfteproblem haben

Haben wir nicht. Das reden uns die Industrieverbände nur ständig ein, weil sie Fachkräfte zu Hilfsarbeiterkonditionen haben wollen.

Wie kommst du drauf das ich neidisch bin? Liegt mir fern. Neid frisst Seele auf... Ich beneide nichtmal Milliardäre also sicher keine Jahrgangsbesten.

Schön für dich, alles gut, hoffentlich bleibt es so...

 

An dem Argument mit den Hilfsarbeiterlöhnen ist allerdings was dran

Wed Nov 14 21:32:29 CET 2018    |    pibaer

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 14. November 2018 um 21:10:04 Uhr:

Kostenlos bedeutet keine Kosten. Nur kosten Bücher, Arbeitshefte etc. schon genügend. Dann noch die sonstigen anfallenden Fürze. Wie Kopiergeld und Klassenfahrten...

Bücher gibt es von der Schule, der Rest der Kosten ist wirklich nicht der Rede wert. Im Vergleich zu anderen Ausgaben praktisch nichts.

 

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 14. November 2018 um 21:10:04 Uhr:

Studiengebühren sind also keine Kosten? Muß ich meinen Kindern wohl noch erklären..

Gibt es hier keine.

 

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 14. November 2018 um 21:10:04 Uhr:

Sind alle raus aus der Schule. Allerdings hatte ich den ältesten mal zurück zu seinem Mathelehrer geschickt. Er hat mit einer 1 in Mathe abgeschlossen, konnte in der Lehre aber keine Fläche berechnen. Nichtmal ein blödes Quadrat.

Ich kann mich über das Niveau hier nicht beklagen. Ist definitiv nicht leichter als zu meinen Zeiten. Die Bewertung eher noch etwas strenger.

Wed Nov 14 22:19:00 CET 2018    |    touranfaq

Zitat:

@rpalmer schrieb am 14. November 2018 um 21:24:46 Uhr:

Nun die Wahrheit liegt in der Mitte. Nicht jeder hat eben die Begabung für ein Abitur und ein Studium. Das ist einfach so. Das kann man Glück, Zufall wie auch immer nennen. Aber aus seiner Situation und Fähigkeiten das Beste machen, das hat jeder selber in der Hand. Und geschenkt gibt es nunmal nix in der Welt. Nirgendwo.

 

Es muss nicht sein, dass man der Jahrgangsbeste ist. Es reicht wenn man seinen Weg kennt, gut ist in dem was einem Spass macht und es zielstrebig verfolgt.

Klar muss es nicht Abitur und Studium sein. Auch in einem Handwerksberuf kann man es "zu etwas bringen". Ein ehemaliger Klassenkamerad hat Fliesenleger gelernt, ist jetzt selbständig, mach auch diese ganzen "neumodischen" Bodenbeschichtungen (Stichwort Weiterbildung in Eigeninitiative) und ist damit sehr erfolgreich. Hätte er den Schritt in die Selbständigkeit nicht gewagt, wäre er heute immer noch irgendwo abhängig beschäftigt. Aber er war zielstrebig, motiviert und engagiert... und damit letztendlich erfolgreich.

Thu Nov 15 11:22:51 CET 2018    |    passat32

Zitat:

@touranfaq schrieb am 14. November 2018 um 22:19:00 Uhr:

 

 

Klar muss es nicht Abitur und Studium sein. Auch in einem Handwerksberuf kann man es "zu etwas bringen". Ein ehemaliger Klassenkamerad hat Fliesenleger gelernt, ist jetzt selbständig, mach auch diese ganzen "neumodischen" Bodenbeschichtungen (Stichwort Weiterbildung in Eigeninitiative) und ist damit sehr erfolgreich. Hätte er den Schritt in die Selbständigkeit nicht gewagt, wäre er heute immer noch irgendwo abhängig beschäftigt. Aber er war zielstrebig, motiviert und engagiert... und damit letztendlich erfolgreich.

Holger, alles richtig. Du vergisst einfach, dass es Menschen gibt, die von Natur aus weder den Hang zur Selbständigkeit haben (und dann bitte auch niemals selbständig werden), die aus persönlichen Gründen ausgebremst wurden/werden (zum Beispiel Schicksalsschläge). Ich will hier nicht als Sozi erscheinen, dennoch sind eben die Ausgangsvoraussetzungen doch sehr unterschiedlich.

 

Nimm jemanden, der fett und hässlich ist, der wird es NIE zu irgendwas bringen. Der hat vielleicht ne Krankheit und kriegt das Gewicht nicht runter, der hat keine Chance. Nimm jemand mit Legasthenie, bis heute keine anerkannte Behinderung oder Krankheit, der wird nie weit kommen. Da gibt es zu viele Beispiele. Oder zum Beispiel der Migrationshintergrund als Zugangsbarriere zu Beruf und Bildung. Das ist Alltag.

Thu Nov 15 13:43:51 CET 2018    |    touranfaq

Zitat:

@passat32 schrieb am 15. November 2018 um 11:22:51 Uhr:

Du vergisst einfach, dass es Menschen gibt, die von Natur aus weder den Hang zur Selbständigkeit haben (und dann bitte auch niemals selbständig werden)

...etwas "von Natur aus" zu haben oder nicht zu haben ist beim genauen Hinsehen auch wieder nur so eine bequeme Ausrede ;)

 

Und nicht falsch verstehen: Klar will nicht jeder selbständig werden. Möchte ich auch nicht. Aber nicht "von Natur aus", sondern weil es nach Abwägung aller Umstände nicht in meine persönliche Lebensplanung passt.

 

Zitat:

die aus persönlichen Gründen ausgebremst wurden/werden (zum Beispiel Schicksalsschläge).

Nimm mal Stephen Hawking als Beispiel. Der hätte auch schon sehr früh die Hände in den Schoß legen können und einfach sagen können "bin krank, hab keinen Bock mehr". Aber er hat bis zu seinem Tod weiter gemacht mit seinen Arbeiten, trotz erheblichen Einschränkungen. Und warum? Weil er den Willen dazu hatte.

 

Zitat:

Nimm jemanden, der fett und hässlich ist, der wird es NIE zu irgendwas bringen. Der hat vielleicht ne Krankheit und kriegt das Gewicht nicht runter, der hat keine Chance.

Gegenbeispiel: Kim Dotcom :D

 

Zitat:

Nimm jemand mit Legasthenie, bis heute keine anerkannte Behinderung oder Krankheit, der wird nie weit kommen. Da gibt es zu viele Beispiele. Oder zum Beispiel der Migrationshintergrund als Zugangsbarriere zu Beruf und Bildung. Das ist Alltag.

Nee, lasse ich alles nicht gelten. Ich kenne Legastheniker, die erfolgreich ein Studium abgeschlossen haben, und in meiner Firma sind mindestens ein Dutzend Kollegen mit Migrationshintergrund in Manager-Positionen, teilweise sprechen die mit deutlichem Akzent (vor allem der Franzose :D).

 

Es gibt ein Zitat von Rocky, das es auf den Punkt bringt:

 

"Aber zeig nicht mit dem Finger auf andere und sag du bist nicht da wo du hinwolltest, wegen ihm oder wegen ihr, oder sonst irgendjemandem. Schwächlinge tun das!"

 

Ist zwar etwas überspitzt, aber trifft den Kern der Sache. Denn vielen Menschen mangelt es an ausreichender Selbstkritik, und es ist nunmal viel bequemer zu sagen "Ich bin nicht dort wo ich hinwollte wegen dem oder das..."

 

Ich verurteile dafür auch niemanden, es ist nunmal das "normale" Verhalten, die Schuld zunächst bei anderen zu suchen. Habe ich früher auch gerne gemacht, die Fähigkeit zur Selbstkritik fällt einem nicht in den Schoß. Wie alles im Leben, muss man sich auch das erarbeiten ;)

Thu Nov 15 21:06:02 CET 2018    |    pibaer

Zitat:

@passat32 schrieb am 15. November 2018 um 11:22:51 Uhr:

Holger, alles richtig. Du vergisst einfach, dass es Menschen gibt, die von Natur aus weder den Hang zur Selbständigkeit haben (und dann bitte auch niemals selbständig werden), die aus persönlichen Gründen ausgebremst wurden/werden (zum Beispiel Schicksalsschläge). Ich will hier nicht als Sozi erscheinen, dennoch sind eben die Ausgangsvoraussetzungen doch sehr unterschiedlich.

Wenn ich so in meine Vergangenheit schaue, dann hatten die allermeisten Mitschüler keine außergewöhnlichen Bremsen im Leben, trotzdem war die Entwicklung durchaus unterschiedlich. Schon in der Schule hat sich gezeigt, wer etwas drauf hat und wer einfach nur eine Pfeife ist. Und die mit der beschissenen Krankheit ist auch erfolgreich in das Berufsleben eingestiegen.

 

Um erfolgreich zu sein, muss man auch nicht unbedingt selbstständig sein. Das ist nur ein Beispiel von vielen.

 

Zitat:

@passat32 schrieb am 15. November 2018 um 11:22:51 Uhr:

Nimm jemanden, der fett und hässlich ist, der wird es NIE zu irgendwas bringen.

Du hast sehr seltsame Klischees im Kopf.

 

Zitat:

@passat32 schrieb am 15. November 2018 um 11:22:51 Uhr:

Oder zum Beispiel der Migrationshintergrund als Zugangsbarriere zu Beruf und Bildung. Das ist Alltag.

Migrationshintergrund ist keine Barriere zu Beruf und Bildung. Dumme Eltern, die ihr Kind aus religiösen Gründen bei allen möglichen Gelegenheiten von dem Rest der Gesellschaft abschotten und nicht einsehen, dass das Erlernen der Landessprache hilfreich sein könnte, sind eine Barriere gegen Bildung und Erfolg.

 

Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viele Leute in Forschung und Technik hierzulande Migrationshintergrund haben. Nur sind das nicht die, die ständig von Benachteiligung plärren, sondern die die Sprache richtig lernen und ihre Chancen ergreifen.

Fri Nov 16 08:21:00 CET 2018    |    passat32

und dennoch hat jemand, der Apu Nahamahasapetilon heißt ne Zugangsbarriere. wobei ich dir schon zustimme, das Negativbeispiel ist kaum zu übertreffen. Wir wollen es doch aber so, Multikotzi und Vielfalt ...

Fri Nov 16 09:11:26 CET 2018    |    touranfaq

Zitat:

@pibaer schrieb am 15. November 2018 um 21:06:02 Uhr:

Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viele Leute in Forschung und Technik hierzulande Migrationshintergrund haben. Nur sind das nicht die, die ständig von Benachteiligung plärren, sondern die die Sprache richtig lernen und ihre Chancen ergreifen.

Ganz genau. Allein in meinem Bekanntenkreis sind drei Leute, die bei diversen "Raumfahrt-Firmen" (ESA/ESOC/Eumetsat) in Darmstadt arbeiten. Ein Fidschianer, ein Iraner, ein Türke.

 

In meiner Firma ist "Migrationshintergrund" ebenfalls ganz normal, und nein das sind nicht die Putzkräfte.

 

Zitat:

@passat32 schrieb am 16. November 2018 um 08:21:00 Uhr:

und dennoch hat jemand, der Apu Nahamahasapetilon heißt ne Zugangsbarriere. wobei ich dir schon zustimme, das Negativbeispiel ist kaum zu übertreffen. Wir wollen es doch aber so, Multikotzi und Vielfalt ...

...der einzige mit einer "Zugangsbarriere" bist ganz offensichtlich Du, langsam wird mir klar warum Du selbständig bist :D

 

Nicht teamfähig, mangelnde Integrations- und Kommunikationsfähigkeit, egoistisch, pessimistische Grundeinstellung... als Personaler würde ich Dich nach dem ersten Gespräch mit Absage nach Hause schicken :p

Fri Nov 16 12:47:28 CET 2018    |    PS-Schnecke52374

Zitat:

@touranfaq schrieb am 16. November 2018 um 09:11:26 Uhr:

...... als Personaler würde ich Dich nach dem ersten Gespräch mit Absage nach Hause schicken :p

Als Personaler könntest du dir diesen Luxus heutzutage gar nicht leisten ;) Insbesondere in Zeiten, in denen man "nur noch" Mitarbeiter sucht, nicht "gute" … man ist Großteils schon happy, wenn man "schlechte" bekommen würde...

Fri Nov 16 12:54:47 CET 2018    |    touranfaq

@BaldAuchPrius

 

Ja sowas in der Art habe ich auch schon gehört. "Wir bekommen kein Personal, noch nicht einmal schlechtes!"

 

Kommt aber auf die Branche an.

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