Thu Jun 17 19:56:15 CEST 2010
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pibaer
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Kommentare (38877)
ger
Angesichts des doch ausgeprägten Diskussionsbedarfs über technische Hintergründe und insbesondere die Frage, welcher Hersteller in welchem Bereich wohl bald die Weltherrschaft an sich reißen wird, ist hier Platz für solche Diskussionen. Hier wird nicht zensiert, nur weil der Lieblingshersteller ein anderer ist oder die Meinung von der des Blog-Erstellers abweicht. |

Mon Aug 30 18:30:42 CEST 2021 |
touranfaq
Ich werde zu dem Thema nix mehr sagen, es ist sinnlos, wenn Fakten ignoriert bzw. als Lüge bezeichnet werden. Abschließend möchte ich nur noch folgendes loswerden:
Es ist richtig dass jeder die freie Wahl hat, ob er sich impfen lässt oder nicht. Allerdings hat man nicht die Wahl, ob man sich infiziert oder nicht. Das hat niemand in der eigenen Hand. Und das sollte man im Hinterkopf behalten.
Eine makabere Person würde sagen "Hey komm, lass den Leuten doch ihre Freiheit, aufs impfen zu verzichten. Auf lange Sicht entlasten sie die Rentenkasse." Aber makaber bin ich zum Glück nicht.
Immunisiert werden am Ende sowieso fast alle. Wenn nicht durch die Impfung, dann durch eine Infektion. Mit all den bekannten Gefahren.
In diesem Sinne, zurück zum Thema Apple
Mon Aug 30 19:00:38 CEST 2021 |
PS-Schnecke52374
Siehst kein argumentatives Land mehr?
Keine gute Figur, dann einfach beleidigt in die Ecke zu gehen und zu schmollen.
Höre nebenbei gerade den Lauterbach, der tutet in dein Horn, faselt was von wahnsinnig hohen Inzidenzien ... der war gut, die sind gerade so hoch, wie noch vor ein paar Monaten als Untergrenze benannt wurde, um den Lockdown zu beenden. Was für ein Kasper.
Mon Aug 30 19:41:38 CEST 2021 |
passat32
Holger, ich würde Deine jetzige Argumentation akzeptieren wenn Geimpfte nicht genauso das China-Virus übertragen würden als wäre (fast) nix gewesen.
Mon Aug 30 19:57:29 CEST 2021 |
touranfaq
Genau das tun sie ja nicht, aber das Gerücht hält sich eben hartnäckig:
Aus Public-Health-Sicht erscheint durch die Impfung das Risiko einer Virusübertragung in dem Maß reduziert, dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung keine wesentliche Rolle mehr spielen.
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html
Das Restrisiko wird dadurch noch weiter minimiert, dass Geimpfte weiterhin Masken tragen müssen und AHA einhalten müssen.
Mon Aug 30 20:04:04 CEST 2021 |
touranfaq
Es entbehrt nicht einer gewissen Komik das ausgerechnet von Dir zu hören. Du hast dich hier schon mehrfach beleidigt komplett ausgeklinkt, um am Ende doch immer wieder zurück zu kommen
Und was heißt "argumentativ nicht weiter kommen"? Wenn offizielle Zahlen und Aussagen per se angezweifelt werden, was soll man dagegen noch argumentieren?
Mir ist es am Ende auch wirklich egal was die Protagonisten hier im Thread machen, ich kenne ausser Sascha niemanden persönlich und habe daher auch keine emotionale Bindung zu irgendjemandem hier. Die Menschen die mir wichtig sind, sind alle geschützt. Wer sich hier bewusst dem Risiko aussetzen will, bitteschön. Gewarnt wurde oft genug.
Mon Aug 30 20:36:33 CEST 2021 |
touranfaq
@BaldAuchPrius
Zu der Myokarditis noch eine Anmerkung;
Selbst wenn die auftritt, stirbt davon keiner. Das liegt daran, dass es quasi eine sterile Infektion ist, es gibt nur die von der Impfung eingebrachten Spike-Proteine, und die werden kurz danach von den Antikörpern neutralisiert.
Wenn du aber Covid hast, hast du vermehrungsfähige Viren, deshalb ist mit einer Infektion das Risiko, an der Myokarditis zu sterben, ein reales Risiko.
Und selbst wenn man sich darüber ernsthaft Sorgen macht, kann man immer noch auf J&J greifen.
Mon Aug 30 20:55:20 CEST 2021 |
pibaer
Dass es ein natürlicher Alterungsprozess war, kann natürlich nicht sein. Hier in der Familie lassen sich alle regelmäßig seit Jahren gegen Grippe impfen. Auf die Idee, das Altern und das Sterben (was auch ohne Grippeimpfung früher genauso passierte), auf die Impfung zu schieben, darauf ist bisher keiner gekommen.
Ich kann Dir nur nochmal sagen: Es macht es nicht besser, sich unsinnige Kausalitäten einzureden und sich daran festzubeißen.
Mon Aug 30 21:22:47 CEST 2021 |
pibaer
Uiuiui, das hätte ich ja im Leben nicht gedacht:
Wie Seenotretter mit Schleppern zusammenarbeiten
Im Artikel kommen so ziemlich alle bekannten "Seenotretter-NGOs" vor, die in der Tradition von "Am deutschen Wesen..." ihrer Großväter nun als moralische Großmacht den Europäern zeigen, wie der Hase zu laufen hat:
Dass beim italienischen Strafverfahren ein Drittel der Beschuldigten deutsche Staatsangehörige sind, beim griechischen sogar drei Viertel, zeigt, dass Deutschland nicht nur bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten das weiteste Samariter-Herz hat, sondern wohl auch unter den Seenotrettern die Rolle des Klassenprimus gespielt hat.
Hier muss ich aber korrigieren: Deutschland hat nicht das weiteste Samariter-Herz, sondern die dümmsten Wähler, die sich das seit vielen Jahren genau so gefallen und sich von den meisten Medien in der Hinsicht frech belügen lassen.
In anderen Ländern werden diese Organisationen mittlerweile als "kriminelle Vereinigungen" angeklagt.
Mon Aug 30 21:48:59 CEST 2021 |
mozartschwarz
Und genau da liegt irgendwo die Essenz. Genau deshalb wird es Zeit für den deutschen "Friedentag".
Mon Aug 30 22:04:38 CEST 2021 |
mozartschwarz
Während hier die Antifa mitlerweile von Kanzleranwärterinnen als "per se nicht linksradikal" eingestuft wird...
Tue Aug 31 08:08:37 CEST 2021 |
passat32
Holger, wenn sich das hier bewahrheitet, wie gehst Du damit um?
(52 mal aufgerufen)
Tue Aug 31 09:47:13 CEST 2021 |
touranfaq
Damit gehe ich wie mit so gut wie allen Nachrichten rund um das Thema um: Ich informiere mich umfassend, bevor ich mir eine Meinung bilde. Und dabei treffe ich auf das:
https://twitter.com/AbigailRook2/status/1432381904137883649?s=19
Die Argumentation ist bestechend logisch: Würden einfach nur PCR-positive Todesfälle als "Corona-Tote" gezählt (was ja gerne behauptet wird), würde der Anteil der Corona-Toten an der Gesamtsterblichkeit der aktuellen Durchseuchungsrate entsprechen (rund 1.4%). Tatsächlich sind aber rund 12% aller Todesfälle auch PCR-positiv. Folglich sind rund 90% an Corona verstorben, und nicht nur 20% wie von der Welt behauptet.
Ist eigentlich nicht schwer zu verstehen, oder?
Und wie früher schon einmal angemerkt: Die Ärzte kennen das Krankheitsbild und den typischen Verlauf mittlerweile sehr gut. Wenn jemand positiv getestet mit Erkältungssymptomen und geringer Sättigung ins Krankenhaus kommst, ne Woche später auf ITS künstlich beatmet werden muss und trotzdem stirbt, wird die Ursache wohl kaum das Jägerschnitzel sein dass er vor drei Wochen gegessen hat...
Tue Aug 31 10:01:09 CEST 2021 |
touranfaq
Dem kann ich nur beipflichten. Aus meinem persönlichen Umfeld weiß ich, wie schnell sich bei älteren, scheinbar gesunden Menschen, der Gesundheitszustand sehr rapide ändern kann.
Ich denke dabei oft an unseren ehemaligen Nachbarn. Der war erst ein paar Jahre in Rente, Anfang 70. Ein Mann wie ein Baum, kein Gramm Fett zu viel, körperlich aktiv, nicht geraucht, nicht getrunken. Von heute auf morgen gestorben, KHK.
Bei seinem etwas älteren Bruder wurde die KHK noch diagnostiziert, er bekam mehrere Stents. Kurz darauf auch gestorben. Ein Verschwörungstheoretiker würde jetzt sagen, die Stents waren dran schuld
Was meiner Erfahrung nach eine viel größere Rolle spielt: Genetische Prädisposition. Lässt sich oft sehr gut nachvollziehen dass Menschen an den gleichen Krankheiten versterben (oder darunter leiden) wie Eltern oder Großeltern. Deshalb wird das auch in fast jedem Anamesebogen abgefragt.
Bei den beiden Nachbarn war das offensichtlich der Fall, es kann kaum Zufall gewesen sein dass zwei fast gleich alte Brüder an der gleichen Krankheit litten (und starben), denn in beiden Fällen hat der Lebensstil sicherlich keinen Ausschlag gegeben.
Tue Aug 31 11:13:54 CEST 2021 |
mozartschwarz
Die durchaus bestechende Logik lässt halt ein paar Fakten aus. Z.B. fehlt die durch die Maskenpflicht sehr niedrige Ausbreitung anderer Infektionskrankheiten und es fehlt die, immerwieder vom RKI als "vermutlich hoch", bezeichnete Dunkelziffer der Coronainfektionen.
Ich würde jetzt tatsächlich nicht konform zur Meinung des Experten im Welt-Interview gehen, aber halt auch nicht zu der von dir verlinkten Facebooklogik. Wird dazwischen liegen.
Würde die Zahl der Coronatoten wirklich nur auf die reduziert, die in der Klinik durch, und eben nicht mit, Corona sterben, wäre die Zahl sicherlich weniger populistisch aber eben realistischer.
Tue Aug 31 11:36:33 CEST 2021 |
PS-Schnecke52374
https://www.rnd.de/.../...munitaet-42ZY777OCRFXBEVG5KJYGONI4I.html?...
Soviel zum Thema, Gespritzte sind keine potentiellen Überträger, oder stellen ein geringeres Restrisiko dar. Wieder einmal passt Propaganda nicht zum Ergebnis.
Hört, hört...
Wie jetzt, die Mittelchen taugen nur dem "egoistischen" Motiv, sich selbst zu schützen ... Es wird doch aber gebetsmühlenartig propagiert "Lasst euch spritzen, um die Anderen zu schützen" wie jetzt?
Tue Aug 31 11:52:19 CEST 2021 |
passat32
Da platzt die ein oder andere Propaganda-Blase ...
Tue Aug 31 12:08:47 CEST 2021 |
XuQishi
Der Fairness halber sollte man erwähnen, dass eine Myokarditis das Herz schädigen kann. Da meine Familie von insbesondere jungen Leuten mit geschädigten Herzen quasi lebt (Unterstützungssysteme) und ich so manche Patientengeschichte mitbekomme, würde ich lieber verzichten. Aber noch lieber verzichte ich auf eine deutlich wahrscheinlichere Infektion, daher hab ich mich impfen lassen (außerdem fand ich die Technologie cool ...).
Tue Aug 31 12:23:02 CEST 2021 |
touranfaq
Ist es so schwer zu verstehen, dass es zwischen "schützt gar nicht" und "schützt absolut" noch den Bereich zwischen 1% und 99% gibt? Und das ist der, auf den es ankommt. Über 90% Schutz vor schweren Verläufen (um eine Überlastung der ICU Kapazitäten zu vermeiden) und trotz Delta immer noch um die 80% Schutz vor Ansteckung und Weiterverbreitung. Bei entsprechender Impfquote wäre der R-Wert sehr schnell so klein, dass es zu keinem exponentiellen Wachstum mehr kommen kann.
Natürlich hat Streeck recht, eine 100% Herdenimmunität im Sinne einer Ausrottung werden wir nicht erreichen. Aber eben den Übergang vom pamdemischen in den endemischen Bereich. "Mit dem Virus leben", wie er so schön sagt.
Edit, bei der Grippe wirken die Impfstoffe knapp über 50%. Das wird, seitdem es diese Impfung gibt, klaglos hingenommen. Menschen bekommen trotz Impfung die Grippe, sie versterben eventuell sogar daran. Aber, es sind eben erheblich weniger als ohne Impfung. Deshalb ist auch diese Impfung sinnvoll und nützlich.
Tue Aug 31 12:37:25 CEST 2021 |
touranfaq
Das ist richtig, allerdings ist sie zumindest in den Studien, die ich verlinkt habe, ohne Folgekomplikationen verlaufen.
Tue Aug 31 12:56:26 CEST 2021 |
PS-Schnecke52374
Eher weniger beleidigt, als schlicht mir bewusst, dass ich an die Grenzen meiner Selbstbeherrschung gestoßen bin, und ohne selbstverordnete Zwangspause mich mit Sicherheit massiv daneben benommen hätte.
Ganz einfach: schau auf meine Antwort direkt davor. In deinem Post widersprechen sich die von dir zitierten "offiziellen Zahlen" in sich selbst. Im ersten von dir zitierten Absatz ist die Rede von 4,x Fällen pro Million, im zweiten, ebenfalls von dir zitierten Abschnitt wird dann was von 20 Fällen auf 2 Mio geschrieben ... was stimmt denn nun?
Danach hast es vorgezogen, nix mehr sagen zu wollen.
https://www.iges.com/corona/
Sehr aufwändig präsentierte Zahlen und Daten, Rohdaten des RKI, dazu Analysen und Einlassungen.
Irgendwie ergibt sich dann aber ein anderes Bild, als das in der allgemeinen Wahrnehmung.
Sehr interessant die Auswertung betreffs der täglichen Sterbezahlen ... 31 berichtet, davon tatsächlich aber nur 3, deren Nachweis innerhalb der letzten 5 Wochen lag, die anderen 28 wurden länger als 5 Wochen vorher positiv getestet, und dürften deshalb laut Definition des RKI nicht zu den C Toten zählen.
Aber was weiß ich schon.
Tue Aug 31 14:55:33 CEST 2021 |
mozartschwarz
AfD in Thüringen in Umfrage zur Bundestagswahl stärkste Kraft
https://www.welt.de/.../...age-zur-Bundestagswahl-staerkste-Kraft.html
Muhaha
Nun wird auch klar warum aufeinmal gezickt wird, wenn es um Neuwahlen in Thüringen geht.
Tue Aug 31 15:03:21 CEST 2021 |
touranfaq
@BaldAuchPrius
Mal ganz genrell und sachlich betrachtet, und vorher ein paar Gänge zurück geschaltet:
Was ist denn überhaupt das Problem mit Corona? Beim nüchternen Nachdenken sind es genau zwei Faktoren, die das Virus gefährlich machen (gleich vorweg, ich streite mich nicht um Nachkommastellen bei den Zahlen, mir geht es darum das Prinzip verständlich zu machen):
a) eine hohe Basisreproduktionszahl (je nach Quelle 2.8 bis 3.8 für den Wildtyp)
b) das relativ hohe Risiko schwerer (14%) und kritischer (5%) Verläufe bis hin zum Tod
In Kombination führen diese beiden Merkmale dazu, dass das Virus in ungebremsten Zustand sehr schnell zu einer Pandemie mit hohen Kranken- und Todeszahlen führt. Ich denke darüber sind wir uns einig.
Eine zivilisierte und entwickelte Gesellschaft kann es daher aus ethischen Gründen (hohe Todeszahlen) und praktischen Gründen (möglicherweise überlastetes Gesundheitssystem) nicht zulassen, das Virus ungebremst zirkulieren zu lassen. Ich hoffe, auch darüber sind wir uns einig.
Bevor wir Impfstoffe hatten, konnten wir das Virus nur mit sehr aufwendigen Maßnahmen aus einem exponentiellen Wachstum wieder zu R < 1 zurückführen. Lange Lockdowns waren das einzige Mittel, um die Zirkulation des Virus zu reduzieren und damit die Kranken- und Todeszahlen zu senken. Ich denke wir sind uns einig, dass diese Maßnahmen auf Dauer nicht durchzuhalten sind.
Jetzt allerdings haben wir Impfstoffe. Sie bieten (auch da sind wir uns denke ich einig) keinen perfekten im Sinne von 100%igen Schutz.
Aber, und das ist der wichtige Punkt: Sie setzen an den beiden Faktoren an, die das Virus so gefährlich machen.
1) Die Ansteckung (und damit auch die Weiterverbreitung) wird (je nach Datenquelle) zu mindestens 80% unterbunden. D.h. die Reproduktionszahl wird massiv gesenkt
2) Die Impfungen schützen sehr gut, sogar nahezu perfekt vor schweren und kritischen Verläufen.
Beides bestätigt übrigens dein IGES-Monitor:
Todesfälle von akut an Covid-19 Erkrankten im August bei nur täglich sieben Fällen nach 178 pro Tag im April
und
Infektionsfälle von Menschen im Alter von 80+ sind seit Beginn des Jahres weitgehend verschwunden
Rückgang der Infektionsfälle von 80+-Jährigen beträgt 98 Prozent seit Beginn des Jahres bzw. des Impfprogramms.
Dieser Befund ist Ausdruck der Wirkung des bundesweiten Impfprogrammes, das insbesondere den Schutz der Alten zum Ziel hatte, die besonders anfällig für einen tödlichen Ausgang sind.
Jetzt könnte man natürlich sagen: Na Klasse, alles Tutti. Es sterben kaum noch Menschen (vor allem keine älteren).
Dabei werden aber zwei wichtige Aspekte vergessen:
Erstens: Die aktuelle Situation ist nicht nur den Impfungen zu verdanken, sondern auch der Tatsache, dass viele Schutzkonzepte (Maske, AHA, 3G) noch in Kraft sind.
Und zweitens: Rund 10 Mio. Kinder sind unter 14 und haben zum Teil noch keinen Zugang zu einem Impfstoff. Man sieht jetzt schon, wie sich das Virus ungebremst unter den jungen (ungeimpften) Erwachsenen und Kindern austobt. Und wir haben erst Ende August.
Die spannende Frage ist jetzt: Wo wollen wir hin?
Als "Normalität" kann man den aktuellen Zustand sicher nicht beschreiben, ich denke da sind wir uns einig.
Wenn wir bezüglich der Impfungen auf dem Status Quo bleiben, werden wir die restlichen Maßnahmen (AHA, Maske, Tests etc.) auf unbestimmte Zeit fortführen müssen, denn wir sehen ja jetzt schon wieder einen Anstieg in allen Parametern (auch Hospitalisierungen). Die Pandemie wird dann wirklich "endlos". Selbst wenn wir weiter kostenlos testen wird das nichts bringen, denn Tests verhindern keine Infektionen. DAS ist der wichtigste Unterschied zwischen sich testen und sich impfen lassen. Der Test kommt ja erst zu dem Zeitpunkt, wo es schon zu spät ist. Vor allem die Schnelltests zeigen erst bei hohen Virenlasten positiv an, bis dahin kann man schon viele Leute angesteckt haben.
Meine Schlußfolgerung also:
Wenn wir alle (!) zur Normalität zurück kehren wollen, führt am Ende kein Weg daran vorbei, dass sich alle (!) impfen lassen. Punkt. Tun wir das nicht, kommen wir nie zurück zu einer "echten" Normalität wie man sie von früher kennt.
Wer einen anderen gangbaren Weg sieht, ohne volle Durchimpfung wieder zu einer Normalität im Sinne von vor Corona (ohne Masken, Abstand, Tests, Beschränkungen etc.) zu kommen, der möge ihn bitte skizzieren...
Tue Aug 31 15:25:24 CEST 2021 |
PS-Schnecke52374
Ist es so schwer, mal beim konkreten Inhalt zu bleiben, anstatt Nebelkerzen zu werfen?
Ob, und in welchem Umfang die Spritze den Empfänger schützt, war nicht Gegenstand der Aussage.
Gegenstand war: bei immer mehr Gespritzten (inzwischen nähert es sich den 50% an) Nachweis auf den Schleimhäuten (also genau dort, wo das Virus vom Atemstrom mitgerissen werden kann, sozusagen dem Ursprungsort der Übertragung), ist die Propaganda "Spritzt euch, um dadurch Andere zu schützen" hinfällig.
Und somit ergibt sich das, was ich schon sehr lange sage: Wenn impfen, dann diejenigen, die einen besonderen Schutz brauchen, oder möchten, anstatt mit der Gießkanne durchzugehen.
Das hat er nicht gesagt.
Was ist denn bitte pandemisch? Immer diese Superlative. Pan drückt doch nur weltweit aus, also aufs Land betrachtet epidemisch. Und was ist das Hauptcharakteristikum einer Epidemie? Exponentielles Wachstum vielleicht, ein steiles Ansteigen innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes hin auf ein Maximium, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass weite Teile der Bevölkerung gleichzeitig, oder in sehr kurzer Folge betroffen sind?
Was er sagt ist, dass eine Herdenimmunität nicht erreichbar ist. Und was ist das nun, diese ominöse Herdenimmunität?
Schlicht und ergreifend, dass eine sehr große Masse der Menschen immun ist, also weder sich anstecken, noch den Erreger weitergeben kann, und dadurch dann die Teile der Bevölkerung, die nicht immun sind, geschützt sind.
Das hat zunächst nichts mit Ausrottung der Krankheit zu tun, sonst bräuchte es ja kein neues Wort dafür, sondern lediglich eine Barriere für die Verbreitung, die eine exponentielle Verbreitung ausschließt, da die Erreger nicht auf ausreichend empfängliche Personen treffen können, und so ein schnell ansteigender Grad an Erkrankten verhindert wird.
Und, Gegencheck: Gespritzte sind eben nicht immun, mehr noch, wie verlinkt, bei immer mehr Gespritzten wird das Virus dennoch nachgewiesen. Und damit sind sie auch potentielle Überträger. Woraus dann eben die Unerreichbarkeit des Herdenschutzes rührt.
du solltest der Ehrlichkeit halber lieber einen Rahmen für die Wirksamkeit angeben:
https://...sche-apotheker-zeitung.de/.../...ppeimpfung-im-letzten-jahr
Deine "knapp über 50%" so als absolute Aussage sind schlicht eine Lüge.
Aber es taugt halt argumentativ deutlich weniger, wenn man schreiben muss, "Bei der Grippeimpfung wirken die Impfstoffe zwischen 15 und 62% ..."
Bei 15% Wirksamkeit stellt sich dann schon die Nutzenfrage. Insbesondere, wenn man dann im Beitext liest, warum das so schwankt, ist die Grippeimpfung vielleicht eines der schlechtesten Beispiele, um eine positive Aussage zu treffen und zu übertragen.
Tue Aug 31 16:47:02 CEST 2021 |
touranfaq
Nein, ist er nicht. Das habe ich ja versucht im letzten Posting klarzumachen.
Selbst wenn 50% aller Geimpften den Virus weitergeben können, bleiben wir nur dann in einem Wachstum, wenn die Geimpften als nächstes ausschließlich Ungeimpfte "treffen". Treffen aber Geimpfte auf Geimpfte, ist die "Weitergabe" reduziert UND der "Empfang". Damit läuft sich das Virus in wenigen Iterationen tot.
Tue Aug 31 16:54:50 CEST 2021 |
Pendler
Hallo,
für einen Beitrag des rbb im Vorfeld zur Abgeordnetenhauswahl suchen wir aktuell eine Person, die für den Weg zur Arbeit oder im Job aufs Auto angewiesen ist, die sich über den Dauerstau auf den Berliner Straßen aufregt und sich einen Ausbau der A100 oder einen Anschluss des eigenen Wohnorts an S-Bahn und Co. wünscht.
Bitte kommentiert oder schreibt uns hier eine private Nachricht. Wir freuen uns auf Eure Geschichten!
Viele Grüße!
Tue Aug 31 17:37:44 CEST 2021 |
mozartschwarz
https://www.n-tv.de/.../...lub-Branche-zu-spueren-article22770918.html
Um die 11% der Bevölkerung dürfen mangels eines zugelassenen Impfstoffs schonmal nicht geimpft werden. Bei etwa 5,5% ist die Erwirkung der Impffreigabe durch die Politik bei der Stiko zumindest stark umstritten.
Das heißt unterm Strich... Um Spahns träume zum "Friedentag" zu erfüllen, müssten sich an die 100% der über 18 -jährigen impfen lassen. Über 80% der Gesamtbevölkerung ruft Es auf. Also auch Die, die garnicht geimpft werden können.
Akut sind 50,3 Mio Einwohner vollständig geimpft. Das sind 72% der Bevölkerung für die Überhaupt ein zugelassener Impfstoff verfügbar ist. Weitere 7Mio haben zumindest eine Impfung, also nochmal um die 10% Derjenigen für die es einen Impfstoff gibt.
Wie man es dreht und wendet... Entweder die Regierung kommt aus Ihrer Deckung und verhängt eine Impfpflicht, was aber so garnicht wirklich rechtssicher zu begründen ist, oder Die hören auf die Menschheit derart zu gängeln und mit dämlichen Zahlenspielen zu verarschen... Man mag zwar die höheren Ziele der Politik nachvollziehen können, letztlich ist das Spiel aber hochgradig verlogen. Eine 20% Quote von Impfverweigerern war von Tag 1 der Pandemie an bekannt. Real haben wir aber schon einen Anteil Geimpfter von rund 82%, täglich kommen akut noch um die 0,25-0,5% dazu.
Mal eine der Quellen: https://rp-online.de/.../...eutschland-von-heute-30082021_aid-55434707
Tue Aug 31 19:51:07 CEST 2021 |
touranfaq
Sehr interessante Arbeitsweise. Man gibt eine Meinung vor und sucht eine "neutrale" Person der diese bestätigt. Stichwort Framing.
Tue Aug 31 19:53:37 CEST 2021 |
touranfaq
DER SPIEGEL: Bayern: Markus Söder schließt neuen Lockdown definitiv aus.
https://www.spiegel.de/.../...s-a-5157876f-0b11-4b95-97c7-0db6d385abae
Na das schauen wir uns an Weihnachten nochmal in der Retrospektive an
Tue Aug 31 20:10:33 CEST 2021 |
mozartschwarz
Meinst du ähnlich dem https://www.welt.de/.../...erde-Jens-Spahn-nicht-mehr-aussprechen.html
Ansich wäre das schon genug Grund für den Rücktritt von dem Vogel.
Dürfte so aber nichtmehr kommen oder auch du liegst mit deinen Aussagen zur Impfung völlig daneben. Wirklich viiielmehr geht halt akut nicht. Hatte ich ja rausgerechnet.
Tue Aug 31 20:12:36 CEST 2021 |
myinfo
Apropos anschauen. Aber Obacht! das ist GEZ finanziert.
FUNK
Exposed: Wie das US-Militär dich manipuliert
Zahlreiche Hollywood-Filme entstehen mit der Unterstützung des US-Militärs. Mithilfe zahlreicher interner Dokumente werfen wir einen Blick auf eine gewaltige Propaganda-Maschinerie, der wir so gut wie alle ausgesetzt sind.
(Laufzeit 16:22 Minuten)
VG myinfo
Tue Aug 31 20:25:39 CEST 2021 |
myinfo
SWR Wissen
Impfdurchbrüche
Können infizierte Geimpfte andere mit Covid-19 anstecken?
STAND 26.8.2021, 11:20 Uhr
Von Pascal Kiss, Franziska Ehrenfeld, Veronika Simon
Wie kann es sein, dass auch Geimpfte noch an Corona erkranken? Und wenn sie infiziert sind... Können sie andere anstecken? Die Delta-Variante wirft alte Fragen wieder auf.
VG myinfo
Tue Aug 31 20:40:53 CEST 2021 |
rpalmer
Dazu gibt es auch Bücher, welche das Thema aufgreifen und mit Beispielen ausführen. Ohne die Vollpensionsbude
Allein schon der Hollywood Stereotyp des immer bösen Russen (Oder Deutschen). Aus dem Grund wurde auch die Verfilmung von "Das Boot" durch Hollywood abgelehnt. Da wurde das reale Tagebuch mal gekonnt ignoriert und um ein paar "more Action & more bad Germans" erweitert. Zum Glück kam es aber anders und einer der besten deutschen Filme entstand. Kleiner Fingerzeig auf die 20er Jahre, als die Filmindustrie in Deutschlnd führte und Hollywood unbekannt war.
Tue Aug 31 20:52:46 CEST 2021 |
passat32
hm, und ich dachte, wir würden nur ausschließlich uns wohl gestimmten Ortskräften Unterschlupf gewähren.
Tue Aug 31 20:58:02 CEST 2021 |
touranfaq
Naja, das ist doch ein alter Hut. Zumindest mir ist schon lange bekannt dass "patriotische" US-Kriegsfilme üppig mit Material und Komparsen ausgestattet werden. "Windtalkers" mit Nicolas Cage zum Beispiel.
Tue Aug 31 21:20:04 CEST 2021 |
touranfaq
Schaut zufällig gerade jemand "Wie geht's Deutschland" im ZDF? Bin gerade bei meiner Mum und hab mal kurz reingeschaut, und ich muss sagen, dass Lindner da mit Abstand die beste Figur abgibt.
Ich finde das Format ganz interessant weil die Politiker spontan auf "Alltagsprobleme" reagieren müssen.
Tue Aug 31 21:29:33 CEST 2021 |
pibaer
Ohne Masken kämen die anderen Krankheiten aber noch dazu, das würde an der Corona-Sterblichkeit ja nichts ändern.
Tue Aug 31 21:32:14 CEST 2021 |
rpalmer
Nö. Ich suche Abbeizmittel für Farbe auf Metall, nicht Holz. Scheint aber in den üblichen Baumärkten nicht die Lagerware zu sein. Werde wohl doch zum Farbenhändler vorbei, der wird wenigstens Profiprodukte verkaufen. Bin nicht scharf darauf stundenlang mit Schleifmaschinen das Geländer abzuschleifen. Dann lieber Abbeizen.
Tue Aug 31 21:39:11 CEST 2021 |
pibaer
Meine Abbeizerfahrungen auf Metall waren nicht so prickelnd, am Ende habe ich doch wieder geschliffen. War aber Abbeizmittel aus dem Baumarkt. Meine Einstellung mittlerweile dazu: Farben, Lacke und Zubehör besorge ich mir nur noch aus dem Fachhandel. Das, was da im Baumarkt verkauft wird, ist eher etwas, das man notfalls auch mittags mal als Soßenersatz verwenden kann.
Tue Aug 31 22:06:55 CEST 2021 |
mozartschwarz
Zitat:
"Die Argumentation ist bestechend logisch: Würden einfach nur PCR-positive Todesfälle als "Corona-Tote" gezählt (was ja gerne behauptet wird), würde der Anteil der Corona-Toten an der Gesamtsterblichkeit der aktuellen Durchseuchungsrate entsprechen (rund 1.4%). Tatsächlich sind aber rund 12% aller Todesfälle auch PCR-positiv. Folglich sind rund 90% an Corona verstorben, und nicht nur 20% wie von der Welt behauptet."
Zitat Ende
Der prozentuale Anteil an der Gesamtsterblichkeit verschiebt sich aber nach oben wenn andere Faktoren eliminiert sind.
Ohne Masken kämen deutlich mehr simple Grippetote etc. ohne positiven PCR dazu, der prozentuale Anteil der PCR positiven an den Gesamttoten nimmt ab.
Wed Sep 01 09:32:03 CEST 2021 |
PS-Schnecke52374
Ich würde mal sagen, falsche Voraussetzungen angenommen.
Ja, es gibt Risikogruppen, bei denen ein ungeschütztes Aufschlagen des Virus fatale Folgen hat.
So z.B. die Gruppe der Alten (ü 75), oder die Gruppe der einschlägig Vorerkrankten. Insbesondere die Hochbetagten stellten die überwältigende Mehrheit der von schweren Verläufen Betroffenen. Insgesamt ist ihr Anteil an der Bevölkerung aber gering. Es ist gemessen daran, dass bei den Jüngeren, und nochmals deutlicher bei den Kindern und Jugendlichen schwere Verläufe eher deutlich seltener auftreten, methodisch nicht so ganz einwandfrei, diese 20% (14 plus 5) auf die Bevölkerung zu verallgemeinern.
https://de.statista.com/.../
Wenn du aus der Gesamtbevölkerung, auf die du die 5 bis 14% beziehst, nur einmal die über 70 Jährigen herausnimmst, müsstest du diese Zahlen deutlich nach unten korrigieren, eine Größenordnung kannst du aus obiger Statistik sehen.
Wenn man die Zahlen so betrachtet, so muss man vielleicht eher sagen:
- ein Großteil der besonders vulnerablen Gruppen hatte ihren schweren V..erlauf/Tod schon
- den Rest gilt es, besonders zu schützen. Und zwar davor, dass ihnen was übertragen wird, oder vor dem schweren Verlauf.
Das bedeutet: vorbeugende Maßnahmen beim Kontakt mit dieser Gruppe (AHA z.B., oder auch Testung der Besucher) und (wenn sie möchte) Impfung dieser Gruppe.
Ebenso verhält es sich bei anderen gefährdeten Gruppen, wie schwer Kranken, Neugeborenen (bei Letzteren eher keine Impfung, die bekommen schon Haufen genug in den ersten Wochen, und wenn sie die ersten Monate/das erste Jahr hinter sich haben, fallen sie automatisch aus der Risikogruppe).
Eine Impfung für alle, die nur schwere Verläufe mildern kann, hilft diesen Gruppen nicht weiter.
Jetzt mal die emotionalen Untertöne ausgeblendet, mal ganz kalt die Zahlen betrachtet.
Kumulativ werden Stand 28.08. etwas über 92.000 Todesfälle gelistet.
Einmal nicht betrachtet, dass, wie oben verlinkt dort auch einige "Fälle" gezählt werden, die nicht gezählt werden dürften (nach Eigendefinition des RKI, "Infektion" nicht länger als 5 Wochen zurückliegend), bedeutet das im betrachteten Zeitraum (08.03.2020 bis 28.08.2021) von 538 Tagen rein arithmetisch 171 Coronafälle am Tag auftraten.
Als nackte Zahl schon erschreckend. Allerdings beträgt die normale Sterblichkeit in DE 2.400 bis 2.600 Menschen am Tag. Damit entsprechen die C Sterbefälle 6,6 bis 7,1% zusätzlich Verstorbener.
Dabei ist aber auch unbeachtet, dass auch unter den C Sterbefällen auch einige Menschen sind, die auf Grund ihrer Grunderkrankungen, oder auch schlicht aus Altersgründen ohnehin im betrachteten Zeitraum in die Statistik eingegangen wären.
Ebenso wird bei der Zählung nicht unterschieden zwischen "mit" und "an". Wenn man dann den Weltartikel daneben hält, und die dort kolportierten 80% "Fehleinträge" (Wobei ich die 80% auch für übertrieben halte, denn anhand der Originalquelle, die ich hier verlinkt hatte, würde ich eher knapp 60% annehmen) zu Grunde legt, erhielte man folgendes Bild:
Dann blieben noch 18.400 coronabedingte Sterbefälle über, oder 35 am Tag.
Wann kam doch gleich der erste Lockdown? .... ach ja richtig, als die Kurve bereits begann zu sinken ... keine Fragen.
Das selbe Phänomen dieses Jahr: oh Wunder, der Sommer kommt, und die Zahlen fallen. Das hat nichts mit Maßnahmen oder der Spritzerei zu tun, sondern schlicht damit, dass Coronaviren von Natur aus eher im Nasskalten anzutreffen sind.
Dass sie unter Umständen geeignet sein könnten, schwere Verläufe abzumildern, will ich nicht bestreiten.
Aber einen Schutz Anderen gegenüber sehe ich nicht.
Siehe die verlinkten Aussagen, bei gut 50% der Geimpften C Nachweis auf den Schleimhäüten, und schon werden aus deinen beeindruckenden 80% nur noch 40. Und ob die Bestand haben, ist zweifelhaft.
Das Virus kann ggf. nicht mehr weiter als auf die Schleimhaut (wo es ohnehin normalerweise bleibt), aber von dort kann es uneingeschränkt weitergegeben werden.
Was bezweifelt werden kann, angesichts der Tatsache, dass z.B. in Israel die schweren Fälle 50:50 gespritzt oder nicht sind, also kein Vorteil.
Hast du vielleicht schon einmal in Betracht gezogen, dass die besonders Anfälligen inzwischen .... vorsicht, böses Wort ... weggestorben sind, und in der Gruppe der Ü 80er eben nicht mehr da sind, da sie bereits letztes Jahr gestorben sind? Keiner stirbt zweimal.
Primär ist die aktuelle Situation der Tatsache zu verdanken, dass gerade Sommerhalbjahr ist, selbst ganz ohne alle Maßnahmen wären die Zahlen deutlich gesunken.
Ich lass mich drauf festnageln: spätestens Ende September gehen die Zahlen auch wieder hoch, egal, welche Maßnahmen getroffen werden.
Austobt? wo ist da ein Austoben? Inzwischen hat es doch Haufen genug Daten, dass Jüngere, und insbesondere Kinder so gut wie nie ein Problem mit C haben. (Außer sie haben entsprechende Vorerkrankungen)
Ja, da sind wir uns einig. Den jetzigen Zustand bezeichne ich für mich eher als "dem Wahnsinn verfallen"
Wo ich gern hin möchte:
Ich möchte zu einem Zustand gelangen, wo nicht mit allerlei Zahlentricks aus jeder Mücke ein Elefant gemacht wird, sodass man vor lauter Elefanten keinen Horizont mehr sieht.
Ich möchte gern zu einem Zustand gelangen, wo nicht pauschal und mit der Gießkanne irgendwelche Maßnahmen verhängt werden, sondern wo tatsächlich Gefährdete erkannt werden, reale Risiken ermittelt, und dann passende Maßnahmen angeboten werden, und zwar einzog und allein zur Entscheidung durch den Betroffenen.
Ich wünsche mir einen Zustand wo ich einen Klabautermann, nein Lauterbach, nicht mehr andauernd in den Medien ertragen muss.
Und vor allem wünsche ich mir einen Zustand, in dem die Massen nicht mittels ständig aufgebauschten Panikmeldungen in Angst und Gefügigkeit gehalten werden.
Die hohe Anzahl falsch positiver Schnelltests (verifiziert durch PCR) spricht eher dafür, dass diese Schnelltests zu sensibel anschlagen.
Und natürlich steigen die Zahlen, der Herbst beginnt. Sie werden auch weiter steigen. Und die Maßnahmen werden so lange bleiben, wie es der Politik passt. Oft genug haben sie in den letzten Monaten die von ihnen selbst gesetzten Meilensteine für Maßnahmenenden einfach ignoriert.
Vielleicht sollte man sich einmal vor Augen halten, was der Begriff Normalität eigentlich bedeutet, oder, besser noch, hinterfragen, was nicht zur Normalität gehört.
Zur Normalität gehört, dass Menschen sterben. Das tun sie aber nicht nach dem Muster "Bis 23.00 Uhr kerngesund und quitschfidel und um 23.05 Uhr den letzten Gang zu Ende gegangen".
Zur Normalität gehört ein schleichender Verfall, eine damit einhergehende immer höher werdende Anfälligkeit für Infekte jeder Art. Und irgendeiner dieser Infekte, der normalerweise einem Gesunden, abgesehen von ein paar Tagen Krankheitsgefühl nichts anhaben kann, wird dann das Finale einleiten. Das kann Corona sein, das kann aber auch eine einfache Pneumokokke sein, oder sein Staphylokokkus aureus (nein, nicht multiresistent), oder auch ein simpler Schnupfen, der den abschließenden Niedergang einleitet.
Die Erwartungshaltung, immer, und zu jeder Zeit, und vor allem in jedem Alter frei von Krankheit zu sein, und gefeit vor jeder Gefahr, die ist fern jeder Realität.
Und mit dieser Realitätsferne wurde ich schon oft konfrontiert. Ich habe einige Jahre auch Dienst in der Altenhilfe geleistet. Ein natürliches Sterben wird den Menschen dort verwehrt. Und da spreche ich nicht von Sterbehilfe, die ich ablehne.
Aber: der natürliche Sterbeprozess ist ein langsamer Abbauprozess über Wochen, ja sogar Monate. Es gehört zur Normalität, zum natürlichen Lauf der Dinge, dass sich der Körper am Lebensende sozusagen selbst verbraucht. Der Mensch, der beginnt, sich auf den letzten Weg zu begeben, verspürt immer weniger Hunger und Durst. Er würde deutlich abnehmen, auch auf ein Gewicht, das als ungesund niedrig angesehen wird. Aber er hat persönlich kein Problem damit, er leidet nicht darunter. Viel eher leidet er darunter, dass ihm immer wieder aus gutem Willen Essen aufgenötigt wird. Das steigert sich dann oft noch dahin, dass eine Magensonde gelegt wird, denn man kann die Leute ja nicht verhungern lassen. Das Ergebnis ist ein nicht wirklich friedlicher, künstlich verlängerter Sterbeprozess, der Körper wird gezwungen, weiterzumachen, bis er selbst mit Zwangsernährung und massiver Medikamentengabe nicht mehr kann. Das ist keine Verlängerung von Leben, sondern ein Hinzufügen von Vegetieren. Aber wehe denen, die sich dagegen stellen, die dem Sterbenden seine Würde erhalten wollen, und auf seine wahren Bedürfnisse eingehen, die seine Ablehnung und seinen Rückzug respektieren, auf die wird regelrecht Jagd gemacht, die werden drangsaliert mit Auflagen, genauestens aufzuschreiben, was da noch an Nahrung reinging, nur um sie hinterher unter Druck zu setzen, warum man nicht mehr reingepresst hat.
Und nun schau dir den skizzierten Ablauf des Sterbens an.
Beim natürlichen Verlauf (ohne verfehlte Intervention) ist der Körper irgendwann so geschwächt, dass er irgendeinen Infekt bekommt, den er nicht mehr bewältigt.
Beim künstlich verzögerten Verlauf ist der Körper ebenso geschwächt, das Immunsystem kann halt nicht mehr, aber da mehr Substanz da ist, dauert es dann halt länger.
Ich plädiere nicht dafür, wie man es mir jetzt vielleicht vorwerfen möchte, die Alten einfach "abkratzen" zu lassen.
Aber ich plädiere dafür, ihnen ihre Würde zu lassen. Sie sind keine Objekte, über die Pflegende, Ärzte, Ämter, die Politik, oder auch die Angehörigen einfach so entscheiden dürfen. Man soll jeden möglichen Schutz anbieten, aber es dem Menschen selbst überlassen, ob er diesen haben möchte.
Auf Corona bezogen:
- Natürlich muss ein Konzept erstellt werden, das geeignet ist, eine Übertragung zu verhindern, aber dieses darf z.B. einem Heimbewohner nicht aufgezwungen werden, so wie es gehandhabt wurde. Auch die alten Menschen kann man aufklären und über das Risiko beraten, und wenn er für sich entscheidet, dass der Kontakt zu seiner Familie für ihn wichtiger ist, als das Risiko, dass die ihm "was anhängen", dann ist das zu respektieren, diese zwangsweise durchgesetzte "Schutzhaft" geht gar nicht. Insbesondere geht sie nicht, wenn sie derart übertrieben wird, dass nicht einmal Sterbende von ihren Angehörigen besucht und begleitet werden durften.
- Selbstverständlich muss jedem der Zugang zum Impfstoff (der dessen persönliches Risiko senken kann) ermöglicht werden, aber er darf ihm nicht aufgenötigt werden. Diese Entscheidung steht eben niemand anderem zu, als dem Betroffenen selbst. Und es steht auch keinem ein Urteil über die getroffene Entscheidung zu, weder in Form von "hat er gut gemacht", noch in Form von "dieser Depp" und zwar in beiden Richtungen, egal, ob er sich für oder gegen die Spritze entscheidet.
Ebenso sehe ich das bei den Kindern. Seit es Bestrebungen gibt, auch ihnen die Nadel in den Arm zu stecken, werden Horrorbilder an die Wand gemalt, wie gefährlich es für sie ohne sei ... wo denn? Die Zahlen der letzten 15 Monate sagen etwas Anderes. Bei vorerkrankten Kindern schaut das anders aus, aber deren Risiko ist nicht mit dem allgemeinen Risiko zu verwehcseln, da ist eine Risikoabwägung im Einzelfall unumgänglich. Aber die Mär von "Wir müssen alle Kids impfen, um die Risikokids zu schützen" ist angesichts der tatsächlichen Wirkungen der Impfstoffe aberwitzig. Sie taugen eben nur zum Eigen- nicht zum Fremdschutz.
Der Weg ist simpel, und wirkt angesichts der aufgeheizten Stimmung herzlos:
Besonnen über die tatsächlichen Gefahren aufklären, die Impfung anbieten für jeden, der für sich einschätzt, einen zusätzlichen Schutz vor schwerem Verlauf zu brauchen, und die Vorschriften fallen lassen. Und vor allem die blinde Testerei sein lassen. Tests ja, bei Auftrete von Symptomen. Tests ja, z.B. für das Personal im Gesundheitswesen, das dieses auf die gefährdeten Menschen trifft. Aber keine Tests an Schulen, im Restaurant, in der Bahn, im Hotel etc.
Was ich davon erwarte:
- der überwiegende Anteil der Bevölkerung wird Kontakt mit Corona bekommen, die allermeisten werden davon nicht viel bemerken, einige werden Symptome entwickeln, wie bei jeder "Erkältung", also Verläufe erleben, durchaus auch mit ein paar Tagen Bett und "richtig" krank sein.
- die besonders anfälligen Menschen werden den Impfschutz in Anspruch genommen haben, und so auch nur im Ausnahmefall schwere Verläufe erleben
- es wird schwere Verläufe geben, und es wird auch Todesfälle geben, so, wie auch die letzten 15 Monate mitsamt allen Maßnahmen
- das, was derzeit ins Gespräch gebracht wird, und was die bösen Querdenker seit Monaten fordern, die Belegung der Krankenhausbetten im Auge zu behalten, und als Maßstab für beschränkende Maßnahmen zu verwenden, ist ein sehr guter Ansatz, den ich vollkommen unterstütze. Aber auch der setzt voraus, dass nicht jedes symptomlose, positive Testergebnis als "schlimmer Fall" gezählt wird.
Was ich mir allgemein wünschen würde, aber das ist leider utopisch:
Dass sich die Gesellschaft als Ganzes ein wenig mehr der Natur zuwendet. Wir alle haben in den zurückliegenden Jahrzehnten die Themen Krankheit und Sterben immer weiter aus dem Alltagsleben ausgeblendet. Kranke kommen ins Krankenhaus, und als Geheilte zurück (wenn sie Glück haben), und Sterbende gehen auch ins Krankenhaus, ins Hospiz, oder Altenheim, das Sterben findet im Verborgenen statt.
Und daran haben alle ihren Anteil. Die, die diese Praxis mitmachen, und auch die, welche sie zulassen. Damit meine ich auch mich selbst. Auch ich habe lange dieses Spiel mitgespielt, und selbst bei offenkundig Sterbenden Heimbewohnern den Besuchern die Illusion von "Alles ist in Ordnung" aufrecht erhalten.
Im Nachbetracht habe ich sie damit zwar vordergründig vor seelischer Pein bewahrt, aber ich habe ihnen unwiederbringliche, wichtige Zeit mit ihren Lieben vorenthalten, ich habe sie dabei unterstützt, die Augen so lange abzuwenden, bis es zu spät war, um noch richtig Abschied zu nehmen.
Letztlich habe auch ich auf diese Art die Erwartungshaltung von "Kerngesund bis an die Grabeskante" gestützt.
Und darum wünschte ich mir einen weniger verspannten Umgang mit den Themen, ein Zurückholen in den Alltag, in die Normalität.
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