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Technik-und-OT-Blog

Technik, Wirtschaft, Weltherrschaft.

Thu Jun 17 19:56:15 CEST 2010    |    pibaer    |    Kommentare (38877)

gerger

Angesichts des doch ausgeprägten Diskussionsbedarfs über technische Hintergründe und insbesondere die Frage, welcher Hersteller in welchem Bereich wohl bald die Weltherrschaft an sich reißen wird, ist hier Platz für solche Diskussionen. Hier wird nicht zensiert, nur weil der Lieblingshersteller ein anderer ist oder die Meinung von der des Blog-Erstellers abweicht.


Fri Nov 27 20:24:33 CET 2020    |    rpalmer

@ 32b: Ähnliche Worte kenne ich von meinem Verwandten. Der hat seit mehr als 30 Jahren einen Gebrauchtwagenhandel. Betrieb dr mit seinem Sohn zusammen. Nach der ganzen Dieselpanik stieg der Sohn aus, weils einfach nicht reichte. Die Kisten standen dank der völlig chaotischen und teils überraschenden Politik dazu, viel zu lange auf dem Hof. Also suchte er sich eine Anstellung und fand auch eine recht passable.

 

Der Vater betrieb das allein weiter und müsste eigentlich noch gute sechs Jahre bis zum "Rentenalter" es weiter betrieben. Aber dieses Jahr ging einfach "nichts". Man kommt schwieriger an Nachschub (Meistens gewerblich gekauft) und problematischer: Man findet weniger Abnehmer.

Der sagt auch "Dann werde ich bald alles auflösen müssen, aber dauerhaft Minus geht nicht."

Sat Nov 28 02:40:03 CET 2020    |    invisible_ghost

Manchmal treibt das Leben seltsame Blüten, oder besser: „Realität ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhört, daran zu glauben.“ ( Philip K. Dick ). Der Erlebnisbericht eines Linken vom Schweigemarsch in Berlin:

 

Zitat:

Corona-Demo Wenn die Antifa die Putztruppe für autoritäre Dekretregierer macht und alles niederbrüllt, was nach Kritik riecht, sei es auch noch so notwendig und angemessen.

 

Nachlese Schweigemarsch 22.11.20 in Berlin – eine albtraumhafte Realsatire

 

Man soll seine Eindrücke von Erlebten ja zu Papier bringen, solange sie noch frisch sind – und genau das tue ich jetzt, wo mir der Unglaube und die Fassungslosigkeit über das, was ich gerade erlebt habe, noch in den Gliedern sitzt.

 

Ich komme just vom Schweigemarsch, der am 22.11. in Berlin an der Bornholmer Brücke startete. Wer es nicht weiß: Der Schweigemarsch ist ein Demo-Format, das bereits zum zweiten Mal in Berlin stattfindet und sich unter dem Motto „Alles ist gesagt“ gegen die anhaltende Diskursverweigerung der Regierung und weiter Teile der Medien richtet und eine kritische, offene Auseinandersetzung mit den Corona-Maßnahmen fordert – ein Ansinnen, dass in einer Demokratie eigentlich unverdächtig sein sollte. In der Demoankündigung wurde explizit darum gebeten, Flaggen, Schilder, Banner, sowie Kleidung mit Parolen, Organisationen, Vereinen und Symbolen zu Hause zu lassen – ein probates und kluges Mittel, um diejenigen fernzuhalten, die gerne versuchen, solchen Kundgebungen ihren symbolischen Stempel aufzudrücken, andererseits ebensolche Menschen anzusprechen, die nicht gerne unter fremder Flagge oder stumpfen Parolen gezählt werden möchten. Es wurde ferner ausdrücklich auf Einhaltung der Hygieneregeln hingewiesen (woran die TeilnehmerInnen sich auch hielten). Auch ein kurz zuvor veröffentlichtes Statement der Veranstalter sei hier der Klarheit halber nochmal genannt: „Dieses Virus und die politischen Reaktion haben unser Land und die Welt nachhaltig verändert. Nochmal ganz deutlich - aus dem Orga Team ‚Schweigemarsch‘ negiert keiner das Corona Virus an sich. Aber wir stellen deutlich die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen in Frage“. Das sollte man dürfen. Weiter: „Hier haben Faschismus und Extremismus auch schweigend keinen Platz“. So weit, so gut. Als jemand, der sich seit Beginn der Pandemie kritisch und vor allem quellenkritisch mit dem Corona-Komplex auseinandersetzt, bin ich da hin – andere Möglichkeiten, diesbezüglich auf der Straße Gesicht zu zeigen, gibt es ja schlicht nicht.

 

Ich war mit drei Leuten dort, die allesamt eine linke Sozialisation und langjähriges Engagement in linken Zusammenhängen haben – und es genauso wie ich an der Zeit fanden, gegen dieses zweifelhafte Treiben der hierzulande Verantwortlichen auf die Straße zu gehen.

 

Mein Eindruck zu den TeilnehmerInnen: Eine bunte Mischung, alte, junge, bürgerliche, hippe, unauffällige, hippieeske, legere, langhaarige, lockige, akademisch, proletarische…. Auf den belebten Spaziermeilen, die ich auf der Hinfahrt per Rad passierte, hat es an diesem Sonntag Nachmittag nicht anders ausgesehen. Da das ja alles Nazis und Verschwörungstheoretiker gewesen sein sollen: Sicher, mit Symbolen und Flaggen sind die natürlich recht einfach als solche zu erkennen, ohne eben nicht; dennoch wage ich mal folgende Behauptung: Weder Stil, Kleidung, noch Habitus der Demoteilnehmer (die ich gesehen habe) haben irgendwie Anlass zu der Vermutung gegeben, dass es sich hier um Nazis, Nazihools oder ähnlich unangenehmes Volk gehandelt haben könnte, nein, wirklich nicht. Ich traf auch gleich zu Anfang auf einen alten Bekannten, der alles andere als ein Nazi, Antisemit oder Verschwörungstheoretiker ist – genausowenig wie ich oder meine drei BegleiterInnen. Man könnte nun einwenden: Niemand kann den Leuten in die Köpfe gucken. Das ist zwar richtig, trifft allerdings auf jede Demo zu, wo unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Partikularmeinungen sich unter einem Thema temporär zusammenfinden. (Weltfremd zu glauben, auf keiner Umweltdemo befände sich nicht der ein oder andere rechtsesoterische Heimatschollenverfechter oder Demos gegen TTIP oder G7 seien gänzlich frei von globalisierungskritischen Rechten). Also: Mein subjektiver Eindruck vor Ort war eindeutig der, dass dies alles war, aber keine Nazidemo.

 

Der Zug fast pünktlich unter massiver Polizeipräsenz los.

 

Die Mobilisierung und das Framing der Demo als Nazi- und Verschwörermarsch zuvor war immens. Schon auf der Bornholmer Brücke standen die ersten jugendlichen Antifas, mit Trillerpfeifen, Töpfen und laut „Nazis raus“ skandierend – ich konnte es nicht glauben und hab ihnen über die Köpfe der Polizei hinweg zugerufen „Ich hab schon über Nazis geschrieben und in linken Voküs den Kochlöffel geschwungen, da habt ihr noch bei Mami gewohnt, was fällt euch ein, mich hier als Nazi zu beschimpfen?“. Keine Reaktion, totale Diskussionsverweigerung – ein Umstand, der uns die restliche Demo begleiten sollte.

 

Auf der Bornholmerstraße wurde es dann wild. Trillerpfeifen, Töpfeklappern, teils Musik und Lautsprecherdurchsagen von Balkonen, eine Gegendemonstrantin hupte wie wild in ihrem Auto am Straßenrand. Schilder, Transparente, Höllenlärm. Eine meiner Begleiterinnen – nochmal: eine eingefleischte Linke - versuchte immer wieder, mit Gegendemonstranten ins Gespräch zu kommen: Abwehr, Aggression, Diskursverweigerung. Die andere sah auf der Gegenseite jemanden, mit dem sie sich gemeinsam in einem linken Nachbarschaftsprojekt engagiert, die begonnene Diskussion wurde von der Polizei abgewürgt, aber die zwei werden ihr Gespräch demnächst unter vier Augen fortsetzen – wenigsten mal ein Anfang.

 

Ab der Ecke Schönhauser begleitete dann ein ganzer Zug Gegendemonstranten permanent die Demo, aggressive, teils hasserfüllte Stimmung, Lärm, Tröten, Stinkefinger, pauschal diffamierende Plakate, „Haut ab“- und „Ihr marschiert mit Nazis und Faschisten“-Sprechchöre (um Aerosole und Mindestabstand hat sich da natürlich keiner geschert…), ich habe gesehen, wie auf Leute gespuckt worden ist, einem älteren Mann wurde der Regenschirm entrissen und in die Menge geschleudert… Meine BegleiterInnen und ich kamen uns vor wie in einem surrealen Film, eine albtraumhafte Realsatire. Kann es sein, dass Linke, mit denen man sich kurz zuvor noch politisch verbunden gefühlt, z. T. sogar konkret tätig gewesen ist, einen plötzlich als Nazi, Antisemiten und Verschwörungstheoretiker beschimpfen und bedrohen? Keiner von uns hatte auch nur entfernt den Eindruck, hier „mit Nazis und Faschisten zu marschieren“; sollte es dort überhaupt welche gegeben haben, waren sie es, die umgekehrt mit der überwiegenden Mehrheit der vielen anderen „marschiert“ sind. Und dieser Marsch war friedlich, die Leute ließen sich überwiegend nicht provozieren, die meisten trugen Masken, Abstände wurden eingehalten. Es war eine bizarre Umkehrung der Situation vom 18.11.: Während vor ein paar Tagen die Demo gegen die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes von der Staatsmacht resolut weggekärchert wurde, hatte die Polizei heute alle Hände voll zu tun, die Schweigemarschierer vor einem aggressiven Mob (der Begriff entspricht leider genau dem, was ich erlebt habe) zu schützen.

 

Auf der Danziger wurde es mir dann irgendwann zu bunt und ich nutzte einen kurzen Moment, in dem die Polizei die Gegendemonstranten weiter hinten auf dem Gehweg zurückhielt, um quasi unbemerkt – und ohne mich am Ende noch prügeln zu müssen - der Demo zu entschlüpfen.

 

Es steckt mir ehrlich gesagt noch ganz schön in den Knochen. Selten habe ich was surrealeres erlebt. Nicht nur die schiere Aggressivität, das gnadenlose Framing jeglicher Kritik an den Maßnahmen als „rechts“, die Diffamierung anderer Ansichten, die Schwarz-Weiß-Malerei, die Diskursverweigerung. Vielmehr frage ich mich nach diesem Tag wie es dazu kommen konnte, dass ausgerechnet die radikale Linke, die Antifa als Putztruppe für autoritäre Durchregierer wie Merkel, Spahn und Söder oder Angstschürer wie Drosten, Wiehler und Lauterbach durch die Straßen zieht und alles niederbrüllt, was in punkto Corona irgendwie nach Staatskritik riecht? Wieso stimmt die obrigkeitsfeindliche Antifa am lautesten ins Lied des There-is-no-alternative mit ein und heißt einen ordnungsstaatlichen Amoklauf und jegliche Einschränkung gut, anstatt sachinhaltliche Kritik zu üben? Wie kann es wieder zu argumentativem Austausch kommen, wenn sich offenbare große Teile der (radikalen) Linken in Wort und Tat bereits so weit aus dem Fenster gelehnt haben, dass der point of no return schon überschritten scheint? Eines kann ich sagen: Die Lehre von heute für uns vier, die wir auf dem Schweigemarsch waren, heißt: Vernetzen, reden, überzeugen. Vielleicht mit Diffamierung und Anfeindung leben. Manchmal vielleicht auch neue Freunde suchen. Aufgeben kann es auf jeden Fall nicht sein. Denn was man heute wie im Brennglas beobachten konnte, war eine Spaltung und Atomisierung von Gesellschaften und Gruppen, der Traumzustand für die neoliberale Restumkrempelung der Welt. Wie sagte schon Maggy Thatcher: „There is no society, there are only individuals“. In diesem Punkt war der heutige Tag ein voller Punktsieg für die neoliberalen Umgestalter, Nutznießer und Trittbrettfahrer der gegenwärtigen Krise.

Quelle

Sat Nov 28 06:56:30 CET 2020    |    Holgernilsson

Das beschreibt recht gut, was in unserer Gesellschaft gerade passiert. Es wird nur noch in starren Kategorien gedacht. Wer etwas hinterfragt, ist Leugner oder Nazi.

 

Wo ist die Diskussionskultur in unserem Land geblieben?

Sat Nov 28 07:35:05 CET 2020    |    rpalmer

Die eigenen Medizin ist doch immer die bitterste... kam er mal in den "freundlichen Kugelhagel". Erinnert mich an den Vorfall mit dem Team der "heute Show". Unterwegs gewesen um sich mal wieder über "Rechte" lustig zu machen, eine "Hygienedemo" gefunden und dann gabs von den "Gesinnungsbrüdern" eben Dresche. Ja son Pech aber auch, die verehrten Ikonen mögen andere sein, die Denke die gleiche dumme.

 

Zitat:

Wo ist die Diskussionskultur in unserem Land geblieben?

Warum soll man den diskutieren? a) Haben ([Zynisch]Linke[/Zynisch]) doch immer recht, daher auch oft eine gewisse "Überheblichkeit", denn b) Man steht ja automatisch und immer auf der richtigen Seite und Entscheidung, c) Was "Nazis" oder "Rechte" sagen, ist per se falsch, ein Verbrechen und null und nichtig durchdenkenswürdig. Sind ja alle doof.

 

Ich kann Boris the Palmer nicht ab. Es ist und bleibt einer Grüner. Doch immerhin einer der auch mal nachdenkt und seine Meinung nicht hinter Parteiideologie stellt.

Der schrieb ein Buch und thematisierte genau das. Wieso diskutieren/debattieren wir nicht und schauen einfach sachlich auf die Argumente?

Sat Nov 28 07:49:32 CET 2020    |    Holgernilsson

Palmer und Schäuble haben im Frühjahr sinngemäß das Gleiche gesagt und die Maßnahmen in Frage gestellt. Nur bei Palmer gab es einen Aufruhr.

Sat Nov 28 08:35:48 CET 2020    |    touranfaq

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 27. November 2020 um 19:41:50 Uhr:

 

Sich hinzustellen und zu behaupten, das Wachstum wäre gebrochen worden, ist an Einfältigkeit nicht zu überbieten. Schließlich hat man dieses Scheinergebnis nur über die Reduzierung der Tests erreicht.

Interessant wie man mit stolzer Brust so einen Blödsinn behaupten kann, selbst nachdem die Aussage mit offiziellen Zahlen widerlegt wurde.

 

Getreu dem Motto "Ich hab meine Meinung, Stör mich nicht mit Fakten!"

Sat Nov 28 09:06:59 CET 2020    |    invisible_ghost

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 08:35:48 Uhr:

selbst nachdem die Aussage mit offiziellen Zahlen widerlegt wurde.

Die Dreistigkeit, mit welcher du deine Lügen verteidigst, ist bewundernswert.

Sat Nov 28 09:32:18 CET 2020    |    Holgernilsson

Zitat:

@invisible_ghost schrieb am 28. November 2020 um 09:06:59 Uhr:

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 08:35:48 Uhr:

selbst nachdem die Aussage mit offiziellen Zahlen widerlegt wurde.

Die Dreistigkeit, mit welcher du deine Lügen verteidigst, ist bewundernswert.

Das ist nicht dreist, dass ist dumm.

Sat Nov 28 09:34:38 CET 2020    |    invisible_ghost

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 28. November 2020 um 09:32:18 Uhr:

 

Das ist nicht dreist, dass ist dumm.

Wahrscheinlich gab es in der Rübe von touranfaq einen Kurzschluss wegen zu hohem IQ...

Sat Nov 28 09:35:25 CET 2020    |    touranfaq

@invisible_ghost

 

Markierst Du mir bitte in der Tabelle die Zeilen in denen weniger getestet wurde als vor dem Lockdown?

 

Tatsächlich wurde in den ersten beiden Wochen des Lockdowns so viel getestet wie noch nie, und auch danach liegen wir über dem Niveau vor dem Lockdown.

 

Wer lügt ist jetzt wohl klar.


Sat Nov 28 09:59:46 CET 2020    |    invisible_ghost

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 09:35:25 Uhr:

 

Markierst Du mir bitte in der Tabelle die Zeilen in denen weniger getestet wurde als vor dem Lockdown?

Warum sollte ich? Was zu sagen war, habe ich gesagt, nämlich HIER.

Zitat:

Wer lügt ist jetzt wohl klar.

Ja, Du.

Sat Nov 28 10:05:51 CET 2020    |    touranfaq

Zitat:

@invisible_ghost schrieb am 28. November 2020 um 09:59:46 Uhr:

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 09:35:25 Uhr:

 

Markierst Du mir bitte in der Tabelle die Zeilen in denen weniger getestet wurde als vor dem Lockdown?

Warum sollte ich? Was zu sagen war, habe ich gesagt, nämlich HIER.

Das bleibt nach wie vor falsch. Vor dem Lockdown waren wir bei Zahlen um die 1.2 Mio, während des Lockdowns sind wir stets darüber. Es wurde also während des Lockdowns mehr getestet als zuvor (wo wir das exponentielle Wachstum hatten). Die Aussage, dass das Wachstum durch weniger Tests gebrochen wurde, ist folglich falsch.

Sat Nov 28 11:57:18 CET 2020    |    Holgernilsson

Die Aussage war und ist, dass während des aktuellen Lockdowns die Testungen reduziert worden sind.

Sat Nov 28 12:26:13 CET 2020    |    touranfaq

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 28. November 2020 um 11:57:18 Uhr:

Die Aussage war und ist, dass während des aktuellen Lockdowns die Testungen reduziert worden sind.

Was so auch nicht stimmt. Die höchsten Testzahlen waren während des Lockdowns.

 

Außerdem ging es doch um die Behauptung, das Wachstum wurde durch reduzieren der Tests gebrochen. Und das stimmt so ganz einfach nicht.

Sat Nov 28 12:33:33 CET 2020    |    Holgernilsson

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 12:26:13 Uhr:

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 28. November 2020 um 11:57:18 Uhr:

Die Aussage war und ist, dass während des aktuellen Lockdowns die Testungen reduziert worden sind.

Was so auch nicht stimmt. Die höchsten Testzahlen waren während des Lockdowns.

 

Außerdem ging es doch um die Behauptung, das Wachstum wurde durch reduzieren der Tests gebrochen. Und das stimmt so ganz einfach nicht.

Ich habe nicht bestritten, dass während des Lockdowns zunächst die meisten Testungen vorgenommen worden sind. Aber die Anzahl wurde dann eben stark reduziert und vor allem wurden sie eben im Wesentlichen auf die Personen beschränkt, die Symptome haben. Es ist unter diesem Gesichtspunkt erstaunlich, dass die Quote der positiven Tests nicht noch deutlich höher ist.

 

Alle anderen sich daraus ergebenen Schlüsse muss ich nicht mit Dir diskutieren, da Du sie nicht verstehen willst oder es auch nur nicht kannst. Mir fällt es schwer, das nachzuvollziehen. Muss am IQ liegen.

Sat Nov 28 12:47:46 CET 2020    |    mozartschwarz

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 28. November 2020 um 12:33:33 Uhr:

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 12:26:13 Uhr:

 

 

Was so auch nicht stimmt. Die höchsten Testzahlen waren während des Lockdowns.

 

Außerdem ging es doch um die Behauptung, das Wachstum wurde durch reduzieren der Tests gebrochen. Und das stimmt so ganz einfach nicht.

Ich habe nicht bestritten, dass während des Lockdowns zunächst die meisten Testungen vorgenommen worden sind. Aber die Anzahl wurde dann eben stark reduziert und vor allem wurden sie eben im Wesentlichen auf die Personen beschränkt, die Symptome haben. Es ist unter diesem Gesichtspunkt erstaunlich, dass die Quote der positiven Tests nicht noch deutlich höher ist.

 

Alle anderen sich daraus ergebenen Schlüsse muss ich nicht mit Dir diskutieren, da Du sie nicht verstehen willst oder es auch nur nicht kannst. Mir fällt es schwer, das nachzuvollziehen. Muss am IQ liegen.

Kann ich so nicht bestätigen. Ich hab ja nachgewiesen das mein IQ höher ist als der von touranfaq. Ich konnte deine Aussagen nachvollziehen und komme zu keinen anderen Schlüssen. ;)

Sat Nov 28 12:54:34 CET 2020    |    Steam24

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 28. November 2020 um 06:56:30 Uhr:

Das beschreibt recht gut, was in unserer Gesellschaft gerade passiert. Es wird nur noch in starren Kategorien gedacht. Wer etwas hinterfragt, ist Leugner oder Nazi.

 

Wo ist die Diskussionskultur in unserem Land geblieben?

Differenzierte Diskussionen werden oft nicht mehr geführt. Ich stelle das leider auch an meinem Arbeitsplatz zunehmend fest. Es wird angeordnet ohne darauf zu achten, inwieweit die Anordnungen zielführend sind; leider schon seit 2015 zu beobachten. Widerspruch, und mag man die allerbesten Argumente haben, stellt den Narzissmus der Bosse infrage.

 

Sozusagen System Piech im kleinen.

 

Guter Link auch von Ghost. :)

Sat Nov 28 13:01:10 CET 2020    |    Steam24

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 28. November 2020 um 12:47:46 Uhr:

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 28. November 2020 um 12:33:33 Uhr:

 

Ich habe nicht bestritten, dass während des Lockdowns zunächst die meisten Testungen vorgenommen worden sind. Aber die Anzahl wurde dann eben stark reduziert und vor allem wurden sie eben im Wesentlichen auf die Personen beschränkt, die Symptome haben. Es ist unter diesem Gesichtspunkt erstaunlich, dass die Quote der positiven Tests nicht noch deutlich höher ist.

 

Alle anderen sich daraus ergebenen Schlüsse muss ich nicht mit Dir diskutieren, da Du sie nicht verstehen willst oder es auch nur nicht kannst. Mir fällt es schwer, das nachzuvollziehen. Muss am IQ liegen.

Kann ich so nicht bestätigen. Ich hab ja nachgewiesen das mein IQ höher ist als der von touranfaq. Ich konnte deine Aussagen nachvollziehen und komme zu keinen anderen Schlüssen. ;)

:D:D:D Geil, wo war das?

 

Konnte die Tage nicht so richtig hier folgen, zu viel Laub im Garten ... :eek:

 

Wie hoch war noch mal Holgers IQ? Meine mich an 135 zu erinnern oder so.

 

Nur werden wir die Differenzen im Schwanzus-Longus-Modus nicht beilegen. :D:D:D

Sat Nov 28 13:07:40 CET 2020    |    Holgernilsson

Touranfaq hat mit 123 geprahlt. Ich habe über meinen hier nichts geschrieben.

Sat Nov 28 13:14:02 CET 2020    |    Steam24

Es kommt der Tag, wo sich die Foristen von hier in nem Biergarten oder sonstwo treffen und unter amtlicher Aufsicht von MT Intelligenztests absolvieren.

 

Wenn es hinterher was gutes zu essen gibt, bin ich dabei. :D:D:D

Sat Nov 28 13:33:40 CET 2020    |    touranfaq

Die Ablenkmanöver ändern trotzdem nix an der Tatsache dass die Zahlen eine andere Sprache sprechen als sie @Holgernilsson uns hier weiß machen will. Wir hatten vor dem Lockdown um die 1.2 Mio Tests, danach mindestens 1.35 Mio

 

Die Testanzahl kann somit nicht erklären, wieso das Wachstum gestoppt wurde.

 

Aber am Ende ist ja auch egal, Realität bleibt Realität, egal was man sich selbst so zusammen spinnt.

Sat Nov 28 13:36:37 CET 2020    |    Steam24

Freunde, ich komme nicht mit, weil ich den Anschluss verloren habe. "Vor dem Lockdown" meint welchen Zeitraum? Und "danach" ist wann? Sind die Zeiträume von der Dauer her vergleichbar?

Sat Nov 28 13:42:39 CET 2020    |    mozartschwarz

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 28. November 2020 um 13:07:40 Uhr:

Touranfaq hat mit 123 geprahlt. Ich habe über meinen hier nichts geschrieben.

Ich eben 135... ich war auch der Einzige der den Ergebnisslink gepostet hat... und ich mach mir seit dem Tag immermal einen Spaß draus, man gönnt sich ja sonst nix

Sat Nov 28 13:54:10 CET 2020    |    mozartschwarz

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 13:33:40 Uhr:

Die Ablenkmanöver ändern trotzdem nix an der Tatsache dass die Zahlen eine andere Sprache sprechen als sie @Holgernilsson uns hier weiß machen will. Wir hatten vor dem Lockdown um die 1.2 Mio Tests, danach mindestens 1.35 Mio

 

Die Testanzahl kann somit nicht erklären, wieso das Wachstum gestoppt wurde.

 

Aber am Ende ist ja auch egal, Realität bleibt Realität, egal was man sich selbst so zusammen spinnt.

Die Realität ist das der R-Wert schon einige Tage vor dem Lockdown unter 1 war. Also war der expotenzielle Anstieg schon gebremst. Daran hat sich im Lockdown auch nichts geändert. Geändert hat sich die Teststrategie. Nähmlich vom wilden rumgeteste hin zum symptomabhängigen Testen. Das dadurch nicht unbedingt die Menge an Tests geringer wird ist im Winter und innerhalb einer Welle klar. Bei anhaltend wildem rumgeteste wäre die Wahrscheinlichkeit aber weit höher weiterhin eine ganze Menge an Symptomlosen zu finden, die würden aber entgültig die oberflächlich positive Bilanz des Lockdown verhageln.

Sat Nov 28 13:58:15 CET 2020    |    touranfaq

Die Teststrategie wurde aber schon vorher angepasst, nämlich am 11.11.2020

 

https://www.rki.de/.../Testkriterien_Herbst_Winter.html

 

Die Erklärung passt daher hinten und vorne nicht.

Sat Nov 28 13:59:27 CET 2020    |    invisible_ghost

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 13:33:40 Uhr:

dass die Zahlen eine andere Sprache sprechen

Dem pflichte ich bei, und offensichtlich sieht das das RKI auch so:

 

Corona laut RKI „unterhalb des Radars“

Zitat:

 

Die oberste Seuchenbekämpfungsbehörde der Bundesrepublik – das Robert-Koch-Institut (RKI) – scheint, wie der Indianer sagen würde, mit gespaltener Zunge zu sprechen beziehungsweise zwei Gesichter zu haben. Vielen ist der eklatante Widerspruch bereits aufgefallen:

 

Auf der einen Seite: Die seit etlichen Jahren etablierten, auf der Homepage des RKI seit 2008 dokumentierten, (Frühwarn-)Systeme zur Beobachtung und Überwachung der Verbreitung von Infektionskrankheiten unter der Bevölkerung (Grippe-Web und Arbeitsgemeinschaft Influenza) können keine nennenswerte SARS-CoV-2-Aktivität entdecken: Der Anteil von SARS-CoV-2 an den von Referenzpraxen und -laboren eingesandten Proben von Atemwegserkrankten ist nicht vorhanden oder verschwindend gering, im Verhältnis zu den Vergleichswochen des Jahres 2019 (und erst recht 2018) sind für 2020 keine vermehrten Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte, sondern eher weniger festzustellen (vgl. hier und z.B. KW 43).

 

Diesen Befund bestätigt eine Studie der Initiative für Qualitätsmedizin, ein Zusammenschluss von 421 deutschen und schweizerischen Kliniken, wonach es im ersten Halbjahr 2020 inkl. Covid-19 weniger stationär behandelte schwere Atemwegsinfektionen gab als 2019. Und auch die Datenerhebungen anderer Behörden und Organisationen geben in den wesentlichen Eckpunkten zur Beurteilung einer epidemischen Gefährdungslage Anlass zur Entwarnung: Im Jahr 2020 hat es in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren unter Arbeitnehmern zu keinem Zeitpunkt einen erhöhten Krankenstand gegeben (vgl. Techniker Krankenkasse, AOK, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg).

 

Das von RKI und DIVI etablierte und täglich aktualisierte Intensivregister zeigt im zeitlichen Verlauf (siehe hier den Reiter „Zeitreihen“ oben rechts) für alle Bundesländer und Deutschland eine konstant um 70 Prozent schwankende Auslastung, die vom steigenden und fallenden Anteil von Corona-Patienten an der Gesamtbelegung von Intensivbetten überhaupt nicht beeinflusst wird. Nochmal: Auch wenn die Zahl von Corona-Positiven auf Intensivstationen zugenommen hat, ist die Gesamtzahl intensivmedizinisch behandelter Menschen gleichgeblieben. (Nebenbei sieht man hier auch die komfortable Notfallreserve von über 12.000 zusätzlich aktivierbaren Betten).

 

Zuletzt hat Corona in Deutschland auch keinen Einfluss aufs alltägliche Sterbegeschehen. Während in Jahren mit schweren Grippewellen etwa 15.000 bis 30.000 Menschen mehr sterben als üblich, gab es laut Statistischem Bundesamt im ersten Halbjahr 2020 unterm Strich gar keine Übersterblichkeit, eher sind rund 1.500 Menschen weniger gestorben als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. ERGO: Eine „Epidemie von nationaler Tragweite“, die einen gesundheitspolitischen Ausnahmezustand rechtfertigen würde, dessen Infektionsschutzmaßnahmen auf gravierende Weise elementare Grund- und Freiheitsrechte suspendieren, wird vom Robert-Koch-Institut mit den traditionellen und bewährten Methoden der Seuchenüberwachung überhaupt nicht festgestellt.

Spannende Begründungen

 

Auf der anderen Seite werden die Ergebnisse der PCR-Massentestung (Stichworte: „Neuinfektionen“, „R-Zahl“ und „Inzidenz“) vom RKI, von Drosten, von der Regierung und den Medien 24/7 alarmistisch präsentiert, um die rabiaten staatlichen Eingriffe ins gesellschaftliche und private Leben zu rechtfertigen.

 

Im aktuellen Influenza-Wochenbericht zu Kalenderwoche 47 geht das RKI nun tatsächlich auf diese offenkundige Diskrepanz zwischen den Meldesystemen ein:

 

Da es zwischenzeitlich Fragen zur Zahl der Nachweise von SARS-CoV-2 im AGI-Sentinel und den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) gab, möchten wir an dieser Stelle auf eine FAQ („Wieso unterscheiden sich die Nachweise mit SARS-CoV-2 aus dem AGI-Sentinel und den Meldedaten nach IfSG?“) auf den RKI-Seiten zu COVID-19 hinweisen.

 

Auf der verlinkten Seite finden sich spannende Begründungen:

 

GrippeWeb gehört zu den syndromischen Überwachungssystemen. […] Die „Covid-19-Wellen“ (im März/April 2020 sowie im September/Oktober 2020) bilden sich bei GrippeWeb in den ARE- und ILI-Raten bisher nicht ab, da sich die COVID-19-Fallzahlen noch in einer Größenordnung bewegen, die noch unterhalb des „syndromischen Radars“ liegt. […] Es gibt am RKI verschiedene Überwachungssysteme, die sich gegenseitig ergänzen. Wenn eine Erkrankung wie COVID-19 so häufig auftritt, dass sie auf Bevölkerungsebene wahrnehmbar ist, dann sind die Überwachungssysteme wie GrippeWeb (und auch die Arbeitsgemeinschaft Influenza) wichtig, um ihren Verlauf zu verfolgen. In der gegenwärtigen Lage ist aber zur Beobachtung der COVID-19-Erkrankungen das [IfSG/PCR-] Meldesystem am besten geeignet.

 

Damit gibt das RKI offiziell zu, dass das 2020 erstmalig etablierte rechtlich aufs IfSG und technisch auf PCR-Massentestung gestützte epidemiologische „Meldesystem“ samt Verstärker aus Politik und Medien mit der Lupe extrem vergrößert, was „unterhalb des syndromischen Radars liegt“ und „auf Bevölkerungsebene“ nicht wahrnehmbar ist.

 

Jedem müsste einleuchten, dass man – mal abgesehen von der Kritik an der PCR-Massentestung – auch kleinere Probleme prinzipiell durchaus sinnvoll vergrößern könnte, etwa um sie besser zu erforschen. Die massive bevölkerungspolitische Steuerung einer Epidemie, die auf Bevölkerungsebene gar nicht relevant ist, schadet allerdings zwangsläufig mehr, als sie nutzt.

 

Es wird Zeit, dass die Gerichte in Sachen Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen zur Kenntnis nehmen, was das RKI zur gesundheitspolitischen Bedeutung von Covid-19 in Deutschland selbst schreibt und hier abschließend vollständig zitiert sei:

 

Warum bilden sich die COVID-19-Wellen bisher nicht bei GrippeWeb ab? GrippeWeb ist ein Online-Portal des Robert Koch-Instituts, das 2011 online ging und die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen in Deutschland direkt aus der Bevölkerung beobachtet (https://grippeweb.rki.de). GrippeWeb gehört zu den syndromischen Überwachungssystemen. Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die idealerweise wöchentlich online melden, geben an, ob sie eine neu aufgetretene Atemwegserkrankung hatten mit Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen oder Fieber, oder ob dies nicht der Fall war. Derzeit melden etwa 6.500 bis 8.500 Teilnehmende pro Woche.

 

Bei GrippeWeb werden Symptome abgefragt, die auch bei Covid-19 beobachtet werden. Deshalb wären aufgetretene Covid-19-Erkrankungen – ob als solche (labor-)diagnostiziert oder nicht – ebenfalls inbegriffen. Eine Abfrage, ob bestimmte Atemwegserreger nachgewiesen wurden, ist im GrippeWeb-System bisher nicht enthalten.

 

Es werden bei GrippeWeb folgende Definitionen benutzt:

 

Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) sind neu aufgetretene akute Atemwegserkrankungen mit Fieber ODER Husten ODER Halsschmerzen;

grippeähnliche Erkrankungen (influenza-like illness; ILI) sind neu aufgetretene akute Atemwegserkrankungen mit Fieber UND (Husten ODER Halsschmerzen). Somit gehören alle ILI auch zu den ARE.

 

Die „Covid-19-Wellen“ (im März/April 2020 sowie im September/Oktober 2020) bilden sich bei GrippeWeb in den ARE- und ILI-Raten bisher nicht ab, da sich die COVID-19-Fallzahlen noch in einer Größenordnung bewegen, die noch unterhalb des „syndromischen Radars“ liegt. Hinzukommt, dass durch die Einhaltung der AHA(+L)-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen und Lüften) von vielen Bürgerinnen und Bürgern, ganz allgemein das Ansteckungsrisiko für viele Atemwegserkrankungen deutlich reduziert wird. Letzteres spiegelt sich in den im Vergleich zu den Vorjahren niedrigeren ARE- und ILI-Raten wider.

 

Beispielrechnung:

In der 41. KW 2020 lag die ARE-Rate bei GrippeWeb bei 4,2 % (Stand: 27.10.2020).

Angenommen: Bei im Durchschnitt 12.000 Sars-CoV-2-Fällen pro Tag, die nach IfSG von den Gesundheitsämtern gemeldet werden, ergibt das 84.000 Sars-CoV-2-Fälle pro Woche. Wenn man davon ausgehen würde, dass alle Fälle mit Sars-CoV-2-Nachweis symptomatisch sind und die zusätzlich Untererfassung beispielsweise mit dem Faktor 3 korrigiert wird (in Deutschland - je nach Studie – macht das einen Faktor 2 bis 5 aus), dann wären es in Spitzenwochen 252.000 Covid-19-Fälle. Das entspricht auf die Bevölkerung in Deutschland (ca. 83 Mio.) gerechnet rund 0,3 %. Das heißt, dass bei einer ARE-Rate von 4,2 % (GrippeWeb) die Covid-19-Erkrankungen mit 0,3 % noch nicht so stark ins Gewicht fallen würden, da noch viele andere Atemwegserreger Erkältungskrankheiten verursachen.

 

Es gibt am RKI verschiedene Überwachungssysteme, die sich gegenseitig ergänzen. Wenn eine Erkrankung wie COVID-19 so häufig auftritt, dass sie auf Bevölkerungsebene wahrnehmbar ist, dann sind die Überwachungssysteme wie GrippeWeb (und auch die Arbeitsgemeinschaft Influenza (https://influenza.rki.de) wichtig, um ihren Verlauf zu verfolgen. In der gegenwärtigen Lage ist aber zur Beobachtung der COVID-19-Erkrankungen das Meldesystem am besten geeignet. (Stand: 12.11.2020)

Sat Nov 28 14:03:43 CET 2020    |    mozartschwarz

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 13:58:15 Uhr:

Die Teststrategie wurde aber schon vorher angepasst, nämlich am 11.11.2020

 

https://www.rki.de/.../Testkriterien_Herbst_Winter.html

 

Die Erklärung passt daher hinten und vorne nicht.

Der Lockdown begann am 2.11. .

Sat Nov 28 14:07:12 CET 2020    |    PS-Schnecke52374

Zitat:

@Steam24 schrieb am 28. November 2020 um 13:36:37 Uhr:

Freunde, ich komme nicht mit, weil ich den Anschluss verloren habe. ...

Ja, wird langsam unübersichtlich.

 

Bis vor Kurzem wurden mit absolut weniger Tests absolut mehr unterschiedliche Menschen getestet. Jeder, die mit, ich nenne es jetzt mal so, "Erkältungssymptomen" zum Arzt ging, wurde sofort zum Test geschickt, durfte seine Kontakte der letzten Zeit angeben, welche ihrerseits, auch wenn ohne Symptom, die Wahl hatten, Test und paar Tage daheim, oder Quarantäne

 

Dann kam die "Wende" im Paradigma. Es sollten nicht mehr wahllos Menschen getestet werden, sondern nur jene, deren Symptomatik an Corona denken ließ. Gleichzeitig mussten aber Kontaktpersonen sich weiterhin "frei" testen lassen. Die berühmte Schulklasse: einer hat einen positiven Test, alle in Quarantäne, und zum Test. So generiert dann ein "Fall" bis zu 30 Tests. Gleichzeitig nahm die absolute Zahl an Tests geringfügig ab in den letzten beiden Wochen, während sie die Wochen zuvor fortlaufen gesteigert, oder auf hohem Niveau konstant gehalten wurde.

 

Unterm Strich sagt heute die Anzahl der einzelnen Tests leider nichts mehr darüber aus, wie viele Personen getestet wurden. So wie mein Bekannter, welcher als Versicherungskaufmann innerhalb von nur 10 Tagen insgesamt 4 Tests machen musste, weil er immer wieder als Kontaktperson von Verdachtsfällen benannt wurde. 4 Tests bei einer Person, welche im Nachhinein betrachtet zu keinem bestätigten Fall Kontakt hatte. Dabei kann man davon ausgehen, dass jeder dieser "Kontakte" nicht nur einen Menschen benannte, sondern mehrere. Also x Mal 4 Tests aus Sicht des Nachhinein grundlose Tests. Da kommt einiges Zusammen, was zwar als Test gezählt wird, aber nie zum "Fall" wurde.

Sat Nov 28 15:03:11 CET 2020    |    Steam24

Danke für die Infos an BAP und IG. :)

Sat Nov 28 15:10:39 CET 2020    |    myinfo

Rückblick ;)

 

 

 

SWR Aktuell - 3. November 2020

 

1. Meldung

 

Schnelltests an Schulen sollen kommen

 

Baden-Württemberg ändert Corona-Teststrategie

 

Die steigenden Corona-Fälle in Baden-Württemberg zwingen die Landesregierung zum Handeln: Antigen-Schnelltests sollen in Zukunft auch an Schulen eingesetzt werden.

 

Neben regelmäßigen Antigen-Schnelltests in Pflegeheimen und Krankenhäusern soll es anlassbezogen auch Schnelltests an Schulen geben, um auf Corona-Verdachtsfälle reagieren zu können. Das hat die Landesregierung nach ihrer Kabinettssitzung am Dienstag angekündigt.

 

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte dies am Wochenende gefordert. Das Landeskabinett werde kommende Woche eine entsprechende Testverordnung beraten, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Lucha hatte sich zunächst gegen Schnelltests an Schulen ausgesprochen. Es sei in der aktuell angespannten Lage nicht der richtige Zeitpunkt, mit Forderungen vorzupreschen.

 

Labore mehr als 120 Prozent ausgelastet

 

Bei Hinweisen auf Infektionen bei Schülern oder Lehrkräften sollen neben den PCR-Tests nun auch Schnelltests eingesetzt werden. Lucha räumte ein, dass die Kapazitäten von PCR-Tests knapp werden, die Labore hätten einen Auslastungsgrad von mehr als 120 Prozent. Die Gesundheitsämter würden nun dazu übergehen, nur noch Menschen mit Symptomen zu testen. Ulm und der Alb-Donau-Kreis priorisieren bereits bei den Tests, weil es Engpässe in den Laboren gibt."

 

 

2. Meldung

 

Mehrzahl der Infektionen nicht mehr nachvollziehbar

 

Wegen Corona: Teil-Lockdown und neue Corona-Teststrategie

 

Bei 60 Prozent der neuen Corona-Fälle in Baden-Württemberg können die Gesundheitsämter nicht mehr nachvollziehen, wo die Infizierten sich angesteckt haben. Diese Zahl nannte Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) am Dienstag.

 

 

 

 

 

MDR Aktuell - 19. November 2020

 

Coronavirus-Teststrategie

 

Weniger Tests, mehr positive Ergebnisse

 

Die angepasste Corona-Teststrategie des Robert Koch-Instituts zeigt erste Ergebnisse: So wurde in der vergangenen Woche weniger getestet, zugleich stieg der Anteil der positiven Testergebnisse deutlich. Zuletzt war die sogenannte Positivenquote Ende April und Anfang Mai ähnlich hoch wie jetzt.

 

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in der vergangenen Woche deutlich weniger Corona-Tests durchgeführt worden.

 

Demnach ging die Zahl zwischen dem 9. und 15. November auf 1,38 Millionen Tests herunter. In den zwei Wochen davor wurden jeweils etwa 1,6 Millionen Menschen in Deutschland auf das Coronavirus getestet.

 

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[Grafische Darstellung im Originalartikel inkl. Link zum RKI]

 

Coronatests in Deutschland und Positivenquote

 

Anzahl wöchentlich durchgeführter Coronavirus-Tests laut Robert Koch-Institut, inklusive der Zahl positiver Testergebnisse und der wöchentlich aktualisierten Positivenquote.

 

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Die Zahl der positiven Tests blieb dagegen auf einem ähnlich hohen Niveau – auf die Woche gerechnet wurden laut RKI 124.580 Infektionen entdeckt, nach 125.680 in der Woche davor. Entsprechend stieg der Anteil positiver Tests an den Gesamttests – die sogenannte Positivenquote – auf 9 Prozent.

 

Neue Teststrategie scheint erfolgreich

 

Das RKI hatte zuletzt eine andere Teststrategie empfohlen, nach der nur Menschen mit Symptomen getestet werden sollen. Wer dagegen trotz Risiko-Kontakten symptomfrei bleibt und nicht einer Risikogruppe angehört oder in einem systemrelevanten Beruf arbeitet, soll demnach nicht getestet werden, um Testlabore nicht unnötig zu belasten.

 

Ein Erfolg dieser Strategie zeichnet sich ab: Nicht nur die Positivenquote steigt erheblich, auch der Rückstau von Tests konnte in den vergangenen Wochen deutlich verringert werden. Während sich vor drei Wochen noch fast 100.000 Corona-Tests in den Laboren stauten, sind es jetzt nur noch knapp 24.000.

 

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[Grafische Darstellung im Originalartikel inkl. Link zum RKI]

 

Probenrückstau in Laboren

 

So viele Coronatest-Proben wurden bundesweit pro Woche nicht rechtzeitig ausgewertet.

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VG myinfo

Sat Nov 28 15:56:05 CET 2020    |    touranfaq

Zitat:

@mozartschwarz schrieb am 28. November 2020 um 14:03:43 Uhr:

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 13:58:15 Uhr:

Die Teststrategie wurde aber schon vorher angepasst, nämlich am 11.11.2020

 

https://www.rki.de/.../Testkriterien_Herbst_Winter.html

 

Die Erklärung passt daher hinten und vorne nicht.

Der Lockdown begann am 2.11. .

Dann rudere ich hiermit offiziell zurück.

Sat Nov 28 15:58:25 CET 2020    |    touranfaq

Ich hatte ja versprochen mich nochmal wegen den Wohnwagen zu melden. Heute morgen war der Parkplatz noch voll, inkl. Mülltüten überall. Jetzt sind alle weg, der Parkplatz picobello sauber. @passat32 Vorhersage war etwas übertrieben ;)


Sat Nov 28 16:12:52 CET 2020    |    Steam24

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 15:58:25 Uhr:

Ich hatte ja versprochen mich nochmal wegen den Wohnwagen zu melden. Heute morgen war der Parkplatz noch voll, inkl. Mülltüten überall. Jetzt sind alle weg, der Parkplatz picobello sauber. @passat32 Vorhersage war etwas übertrieben ;)

Fragt sich nur, ob die da freiwillig aufgeräumt haben. Beziehungsweise, wer da aufgeräumt hat und wer es bezahlt hat.

Sat Nov 28 16:27:03 CET 2020    |    touranfaq

Zitat:

@Steam24 schrieb am 28. November 2020 um 16:12:52 Uhr:

 

Fragt sich nur, ob die da freiwillig aufgeräumt haben. Beziehungsweise, wer da aufgeräumt hat und wer es bezahlt hat.

Normalerweise macht dort unser lokaler Bauhof sauber, und die arbeiten Samstags nicht. Wenn sie den Müll dort gelassen hätten, würde das frühestens am Montag sauber gemacht. Da das alles in den letzten 6 Stunden passiert ist, gehe ich davon aus dass sie selbst alles mitgenommen haben.

Sat Nov 28 17:17:50 CET 2020    |    Steam24

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 16:27:03 Uhr:

Zitat:

@Steam24 schrieb am 28. November 2020 um 16:12:52 Uhr:

 

Fragt sich nur, ob die da freiwillig aufgeräumt haben. Beziehungsweise, wer da aufgeräumt hat und wer es bezahlt hat.

Normalerweise macht dort unser lokaler Bauhof sauber, und die arbeiten Samstags nicht. Wenn sie den Müll dort gelassen hätten, würde das frühestens am Montag sauber gemacht. Da das alles in den letzten 6 Stunden passiert ist, gehe ich davon aus dass sie selbst alles mitgenommen haben.

Man kennt diese Berichte über illegal im Wald abgelagerte Müllsäcke ... :o

 

Okay, nen Link in dem speziellen Fall habe ich nicht. ;)

Sat Nov 28 17:37:30 CET 2020    |    touranfaq

Zitat:

@Steam24 schrieb am 28. November 2020 um 17:17:50 Uhr:

 

Man kennt diese Berichte über illegal im Wald abgelagerte Müllsäcke ... :o

 

Okay, nen Link in dem speziellen Fall habe ich nicht. ;)

Ehrlich gesagt dachte ich die lassen es stehen, der Müll stand um diese Bäume herum. Aber wie man sieht alles weg.

Sat Nov 28 18:09:10 CET 2020    |    Steam24

Zitat:

@touranfaq schrieb am 28. November 2020 um 17:37:30 Uhr:

Zitat:

@Steam24 schrieb am 28. November 2020 um 17:17:50 Uhr:

 

Man kennt diese Berichte über illegal im Wald abgelagerte Müllsäcke ... :o

 

Okay, nen Link in dem speziellen Fall habe ich nicht. ;)

Ehrlich gesagt dachte ich die lassen es stehen, der Müll stand um diese Bäume herum. Aber wie man sieht alles weg.

Es ist davon auszugehen, dass die Autokennzeichen den Behörden bekannt sind. Es auf dem Parkplatz zu lassen, wäre teuer geworden. Aber wir haben ja gelernt, dass es im Odenwald viele einsame Winkel gibt, wo niemand den Müll zuordnen kann. ;)

Sat Nov 28 18:33:44 CET 2020    |    mozartschwarz

Ich würde nichts unterstellen.

Sat Nov 28 18:36:46 CET 2020    |    rpalmer

Als ob man bei son "Minigeschiss" das Geld im Ausland erfolgreich eintreibt... bevor die sich das drittklassige Eierklauverfahren geben, wirds auf die allgemeine Kasse gewälzt.

 

Aber es gibt immer Ausnahmen, es gibt immer Zeichen und Wunder und wer auch immer da campierte... man weiß es nicht, von daher alles nur Spekulatius.

Sat Nov 28 18:39:17 CET 2020    |    touranfaq

Zitat:

@Steam24 schrieb am 28. November 2020 um 18:09:10 Uhr:

 

Es ist davon auszugehen, dass die Autokennzeichen den Behörden bekannt sind. Es auf dem Parkplatz zu lassen, wäre teuer geworden. Aber wir haben ja gelernt, dass es im Odenwald viele einsame Winkel gibt, wo niemand den Müll zuordnen kann. ;)

Auf den Parkplätzen an der Bundesstraße wird immer sehr viel abgelagert, dort parken aber auch LLWs übers Wochenende oder über Nacht.

 

Wie dem auch sei, der "Besuch" ist ohne negative Folgen geblieben.

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