Thu Jun 17 19:56:15 CEST 2010
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pibaer
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Kommentare (38877)
ger
Angesichts des doch ausgeprägten Diskussionsbedarfs über technische Hintergründe und insbesondere die Frage, welcher Hersteller in welchem Bereich wohl bald die Weltherrschaft an sich reißen wird, ist hier Platz für solche Diskussionen. Hier wird nicht zensiert, nur weil der Lieblingshersteller ein anderer ist oder die Meinung von der des Blog-Erstellers abweicht. |

Wed Nov 25 18:12:55 CET 2020 |
touranfaq
@BaldAuchPrius
Danke für den Hinweis, schaue ich mir mal an.
Übrigens finde ich es sehr positiv, welche Diskussion sich hier seit gestern entwickelt hat. Zivilisiert, mit vielen Argumenten und Gedanken, gefällt mir persönlich sehr gut. Besser als das ewige Geleier um Corona
Wed Nov 25 18:26:13 CET 2020 |
PS-Schnecke52374
Der böse Spruch des Tages: du ziehst immer wieder die alte (Corona)Leier vor
Wed Nov 25 19:14:02 CET 2020 |
touranfaq
Nee echt nicht. Mir ist gerade heute aufgefallen, dass wir geschätzt 80% der Probleme in diesem Land ähnlich sehen. Nur bezüglich der Lösungsansätze gibt es keinen Konsens. Ist aber auch nicht schlimm, denn hier kann man nur begrenzt auf wissenschaftliche Erkenntnisse setzen, Politik folgt leider nur begrenzt den Naturgesetzen.
Übrigens ne Idee, die mir heute gekommen ist:
Man könnte die Festlegung der Diäten von Politikern in die Hand des Volks geben. Ein Computerprogramm, als Login deine Perso-Nummer, und Du kannst in Echtzeit die Diäten der Politiker beeinflussen. Auf Personenebene. Entweder per Bonus/Malus System oder sogar absolut. Das wäre mal ein interessantes Experiment
Wed Nov 25 19:22:08 CET 2020 |
PS-Schnecke52374
Klau mir nicht meine Ideen, das schlag ich seit Jahren vor:
Die Politik beschließt zuerst einen Prozentsatz (so wie bisher auch), anschließend gibt es eine einfache Volksbefragung: "Plus oder Minus" Das begrenzt auf der einen Seite die Gier, schließlich besteht immer das Risiko, dass es die Prozente nicht on Top gibt, sondern abgezogen, und es ist Motivator, "gute" Politik zu machen, zumindest eine, die mehrheitsfähig so viel Zustimmung findet, dass das Volk für "Plus" votiert.
Wed Nov 25 19:42:26 CET 2020 |
pibaer
Und das viel besser als vorher. Viel weniger Störungen, viel konzentrierteres Arbeiten, angenehmes Umfeld, saubere Toiletten.
Richtig. Die konsequente Digitalisierung der meisten Büroarbeitsplätze war mehr als überfällig. Vor allem mal ein echter Beitrag zum Ressourcenschutz.
Wed Nov 25 19:44:17 CET 2020 |
pibaer
Nö, Du gehst eben morgens gar nicht mehr in den Großraumstall, sondern nur ab und an, wenn es wirklich nötig ist. Dass dann nicht mehr jeder einen eigenen Platz haben kann, ist nachvollziehbar und sinnvoll. Und gleichzeitig ein sehr wirksames Mittel gegen den Rückfall in vordigitale Zeiten.
Wed Nov 25 19:45:44 CET 2020 |
pibaer
Nein, ist es nicht. Es ist ein Beispiel dafür, dass so eine Krise nicht nur negative Seiten hat.
Wed Nov 25 20:01:37 CET 2020 |
pibaer
Das läuft letztendlich darauf hinaus, dass die Leute alle praktisch nur noch Untertanen sind, die vom Staat alles nur noch zugeteilt bekommen. Sozialismus in seiner perversesten Form. Das letzte Stück funktionierende Wirtschaft würde dann die Schattenwirtschaft sein.
Ja, es sind böse, linke Ideen. Sozialismus ist böse und verbrecherisch. Scheiße in Geschenkpapier verpackt.
Wed Nov 25 20:19:57 CET 2020 |
pibaer
Am besten wäre, wenn "wir" verstehen würden, dass die Ungleichverteilung der korrekte und gewünschte Zustand ist. Der kommt nämlich vom Wettbewerb um Ressourcen, dem allerwichtigsten Treiber von wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Fortschritt und dem Grundprinzip, das praktisch allen Lebensformen auf dieser Welt in ihren (Überlebens-)Strategien maßgeblich beeinflusst.
Das wäre die sozialistische Variante. Die schlaue Variante wäre, den Wettbewerb dort eben nicht einzuschränken, sondern im Gegenteil zu befördern, indem man nämlich die Aufsichtsräte in ihrer Unabhängigkeit stärkt und dafür sorgt, dass es dort keine Interessenskonflikte geben kann. Außerdem ist das Thema Haftung für angestellte Manager derzeit eher ein Witz in Deutschland.
Wed Nov 25 20:23:25 CET 2020 |
pibaer
Diese Idee ist superlahm. Relativ hohe Diäten für Abgeordnete sind durchaus erwünscht, denn damit sinkt die Abhängigkeit von externen Geldgebern. Und das ist sehr, sehr viel mehr wert als ein paar gesparte Millionen bei den Gehältern für Politiker.
Eure Ideen sind aus der Mottenkiste. Das sind Dinge, die man schon in der Schule in Politik oder ähnlichen Fächern diskutiert wurden und eigentlich mal Allgemeinwissen waren.
Und dass so viele Leute in der Politik sitzen, die für die Privatwirtschaft niemals zu gebrauchen wären, liegt an den Wählern.
Thu Nov 26 06:47:52 CET 2020 |
touranfaq
In der Theorie. In der Praxis: Amthor. Zum Beispiel.
Thu Nov 26 06:54:06 CET 2020 |
touranfaq
Hmm, im Tierreich kenne ich kein Beispiel wo eine Löwenfamilie 1000 Antilopen erjagt und "auf Halde legt" während andere Löwen nix bekommen weil alle Antilopen weg sind. Außerdem war ich immer der Ansicht, dass wir uns als Menschen durch Intelligenz und Sozialverhalten von den meisten Tieren unterscheiden. Aber da war ich offensichtlich zu naiv
Aber ganz davon abgesehen, wir haben ja keinen echten Wettbewerb in der Wirtschaft. Was wir haben ist quasi "Sozialismus on demand". Geht es der Wirtschaft gut, darf sie frei drehen und ihre Gewinne in der Welt verteilen. Läuft es aber mal temporär nicht so gut, springt der Staat und damit der Steuerzahler ein. Das ist doch kein Wettbewerb
Thu Nov 26 08:41:44 CET 2020 |
touranfaq
Bei solchen Meldungen kann man nur den Kopf schütteln:
+++ 07:40 Klingbeil kritisiert mangelnde Digitalisierung an Schulen +++
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die mangelnde Ausstattung der Schulen mit moderner Technik kritisiert. "Da ist vieles verschlafen worden in den letzten Jahren", sagte der SPD-Politiker in der ARD. In der Corona-Krise sei nun zu sehen, dass die Digitalisierung hätte schneller vorangetrieben werden müssen.
Vielleicht sollte man den guten Mann mal daran erinnern dass seine Partei die "letzten Jahre" mit in der Regierung war und für genau das hätte sorgen können. Von der Opposition könnte man solche "Kritik" akzeptieren, aber aus dem Mund der Regierungspartei ist das eine weitere Bankrotterklärung.
Thu Nov 26 08:55:41 CET 2020 |
Holgernilsson
Da bin ich ausnahmsweise mal uneingeschränkt Deiner Meinung. Allerdings gibt es an den Schulen sehr starke Unterschiede. Es gibt nämlich Schulen, die schon sehr gut ausgestattet sind und Lehrer haben, die mit den Medien sehr gut umgehen können.
Thu Nov 26 09:25:13 CET 2020 |
touranfaq
Frankreich fällt ja immer wieder mit seinen pragmatischen und effizienten Lösungen auf.
Heute: Polizeigewalt.
Erster Lösungsschritt: Der Begriff Polizeigewalt wird einfach nicht verwendet.
Sowohl er als auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lehnen es ab, den Begriff Polizeigewalt zu verwenden, da er die Ordnungskräfte unter Pauschalverdacht stelle.
Zweiter Lösungsschritt: Aufnahmen von Polizisten "bei der Arbeit" werden unter Strafe gestellt.
Der umstrittene Artikel 24 stellt es unter Strafe, Polizisten bei der Arbeit zu filmen und diese Bilder dann zu verbreiten. Strafbar wird das Filmen zwar erst, wenn "die klare Absicht" erkennbar sei, den Beamten "physisch oder psychisch zu schaden". Doch wie genau zum Beispiel bei der Berichterstattung über eine Demonstration die Absicht filmender Personen ermittelt werden soll, bleibt unklar. Artikel 24 des neuen Gesetztes wurde am Freitagabend bereits von der Nationalversammlung angenommen. Wer gegen ihn verstößt, kann mit bis zu einem Jahr Gefängnis und mit Bußgeldern bis zu 45 000 Euro bestraft werden.
Seht ihr, so einfach kann man Probleme lösen! Man definiert Polizeigewalt einfach weg und verhindert die Dokumentation auf Bild und Video. Voila!
(Achtung, das war ironisch gemeint).
Thu Nov 26 09:26:03 CET 2020 |
PS-Schnecke52374
Oh doch, wir haben einen echten und harten Wettbewerb.
Den Wettbewerb um die Staatsknete. Jeder sieht zu, irgendwie, von irgendeinem Fördertopf, oder irgendeiner Leistung zu profitieren. Anstatt sich um Arbeit zu bemühen, werden lieber zig Anträge auf Sonderleistungen ausgefüllt, anstatt etwas zu unternehemen, und selbstbestimmt entsprechend eigener Beobachtungen zu entwickeln und zu forschen, drängt man sich ljeber um die Themen, für die es Fördergeld gibt, egal, wie schwachsinnig die Forschung ist. ...
Thu Nov 26 09:27:49 CET 2020 |
PS-Schnecke52374
Ich würd sagen, ein musterschüler Muddis und ihrer Sauregurkentruppe
Thu Nov 26 10:11:17 CET 2020 |
touranfaq
Aha.
Und in einer freien Marktwirtschaft ist es aus deiner Sicht in Ordnung, wenn wir aktiennotierte Privatfirmen vorübergehend zu einem VEB machen (nämlich so lange es ihnen schlecht geht) und dann wieder in die Eigenverantwortung entlassen, wenn sie wieder Geld verdienen?
Thu Nov 26 10:21:37 CET 2020 |
passat32
Die Löwenfamilie wie auch die Antilopenfamilie opfern auch zuerst die Schwachen, Alten, Funktionslosen usw., die das jeweilige Rudel bremsen. Wenn wir also auf Dich hören erschießen wir zuerst alle Arbeitslose und alle Flüchtlinge. Respekt mein Freund.
Und weil wir grad bei Flüchtlingen sind: beide dieser Familien, eigentlich überhaupt keine Tiergattung, akzeptiert "Fremde" im eigenen Rudeln. Eher töten sie Fremde.
Du scheinst mir ein ziemlicher Rassist zu sein
...
Aber sie es so: bei uns töten die Fremden die bisherigen Familien. Irgendwas haben wir da missverstanden.
Thu Nov 26 10:33:24 CET 2020 |
passat32
Hier klaffen Wunschdenken und Wirklichkeit inzwischen weit auseinander. Spätestens seit März 2020, dem Beginn von Corona.
Ja, die Berechnung von Bedarfsgemeinschaften gibt es noch, das ist derzeit auch so ziemlich einzige Bedarfsberechnung. Also die, bei der tatsächliche Gegebenheiten herangezogen und bewertet werden. Der Rest geht ziemlich pauschal. Sobald DU also einmal Zugangsberechtigt zu ALG-II bist hast Du wenig Nöte, da nicht mehr raus zu kommen. Meldeauflagen gibt es nicht mehr, da Termine komplett gecancelt wurden. Es gibt telefonische Gespräche. Sperren und Sanktionen sind seit März praktisch nicht mehr ausgesprochen worden, weil einfach ausgesetzt. Und selbst wenn die irgendwann mal wieder kommen, dann gibt es das blöde Urteil aus Erfurt, das Sanktionen, wenn überhaupt, nur maximal bis 30% überhaupt erlaubt. Und selbst zu der Wahrheit gehört, daß Du jederzeit den Anspruch in Form von Gutscheinen bekommen kannst, wenn Du es beantragst.
Vermittlungsauflagen sind auch nur Geschwätz und Androhungen, aber nicht mehr als zahnlose Tiger. Heute kann man sich mit jedem Mist rausreden, und bevor sich der SB (Sachbearbeiter, früher FM = Fallmanager) die Arbeit macht eine Sanktion anzudrohen, müsste er eine Anhörung einberufen. Da reagiert der Empfänger nicht drauf, das war es dann auch.
Vielleicht ist es auf dem Papier nicht bedingungslos, aber in der Praxis kommt man damit bestens durch.
Noch schöner haben es da Refugees: die haben keine Bedarfsprüfung, keine Bedarfsveranlagung und überhaupt keine Sanktionen. Wenn also Ali mit seinen 3 Frauen und 14 Kindern kommt, dann kostet uns der mit Verwaltung und Miete auch mal 5-stellig. Im Monat. Und wird damit NIEMALS in seinem erbärmlichen Dasein auch nur einen einzigen Beitrag FÜR unsere Gesellschaft leisten.
Thu Nov 26 10:34:25 CET 2020 |
XuQishi
Bei Heise gibt's eine Artikelserie zu dem Thema. Solange die Leute keine Partei neu rein oder ganz raus wählen, entscheiden sie aufgrund unseres Wahlsystems über rund 10% der Leute, die da sitzen. Den Rest machen die Parteien alleine.
https://www.heise.de/tp/thema/Demokratie-am-Ende%3F
Das liegt aber eher daran, dass die das nicht können und nicht daran, dass sie es nicht würden. Das natürliche Gleichgewicht besteht nicht darin, dass irgendwelche Tiere sich zurückhalten, sondern darin, dass ihre Population nicht das übersteigen können, was sie jagen können. Bei guten Bedingungen vermehren die sich so stark, dass sie ihre Umgebung ratzekahl fressen und dann wieder auf ein gewisses Maß zurückschrumpfen.
Die großen Wanderungsbewegungen der Eisbären haben z. B. viel damit zu tun, dass es in der Arktis fünfmal so viele Eisbären gibt wie in den 60ern, die alle ein ziemlich großes Revier brauchen.
So ist es. Die Möglichkeit, mehr zu haben als andere, sorgt erst dafür, dass man den Arsch hochnimmt.
Wo ich aber zustimme, ist, dass an dem Managergehalt, gegen das ich nichts habe, tatsächlich die Haftung hängt, die als Argument vorgeschoben wird (All die Verantwortung...).
Thu Nov 26 10:37:38 CET 2020 |
touranfaq
Ähm, Stopp. Den Wettbewerb als "natüliche" Grundlage hatte pibaer ins Spiel gebracht, worauf ich darauf hingewiesen habe, dass sich der Wettbewerb bei anderen Säugetieren anders ausgestaltet als beim Homo Sapiens.
Wenn unsere Gesellschaft auf einem solchen Wettbewerb basieren soll, für mich kein Problem. Nur darf dann keiner mehr meckern es wäre etwas "ungerecht" verteilt, denn wie wir gelernt haben, ist die ungerechte Verteilung eben ein Ergebnis des Wettbewerbs.
Thu Nov 26 12:46:48 CET 2020 |
PS-Schnecke52374
Ist das nicht ebenfalls das Ergeiern von Staatskohle?
Thu Nov 26 13:08:31 CET 2020 |
touranfaq
Doch, aber in deinem Posting kam das so rüber als redest du hauptsächlich von Fördergeldern für Forschung o.ä.
Denn diese "Finanzhilfen" für Luftfahrtbranche oder Autoindustrie kommen ja aus keinem bereits existierenden "Topf" um den sich alle bewerben, die werden ja zusätzlich "geschaffen".
Thu Nov 26 14:04:07 CET 2020 |
passat32
huch, na hat dann Mutti irgendwo ein verstecktes Töpfchen gefunden, in irgendeinem Verlies oder ihrem SM-Keller, so wie damals das Fass mit den hunderten Milliarden für unsere neuen Goldstückfachkräfte?
Wenn dem so sei: warum findet sie kein Töpfchen für die Beseitigung der Kinderarmut, die inzwischen jedes 7. Kind in Germoney lebt, in dem "wir gut und gerne leben"?
Thu Nov 26 14:07:28 CET 2020 |
invisible_ghost
Holgernilsson, Sascha, BaP und ich hatten das Thema "Zukunft der Wirtschaft" im Zusammenhang mit Corona ja schon angesprochen, und sehen dem mit großer Sorge entgegen. Auf der Achse fand ich zu der Problematik einen hervorragenden Artikel, den ich hier mal einstelle:
Quelle
Thu Nov 26 15:30:21 CET 2020 |
Holgernilsson
Sehr guter Artikel. Wer nun noch immer der Meinung ist, dass sich unsere Wirtschaft binnen eines Jahres wieder erholt, hat den Knall nicht gehört.
Eine Sparte hat der Artikel noch ausgelassen: Kunst und Kultur inklusive der Unterhaltungsindustrie. Da wurde das Jahr 2021 auch schon komplett abgeschrieben und wer 2022 noch übrig ist, steht völlig in den Sternen.
Thu Nov 26 16:18:15 CET 2020 |
touranfaq
Der Artikel ist sehr detailliert und gut ausgearbeitet, aber wie viele andere lässt er die zentrale Frage unbeantwortet: was sind die Alternativen?
Wir haben jetzt schon trotz "light Lockdown" fast 500 Tote - pro Tag. Wie es aussieht wenn man den Virus "laufen lässt" wissen wir auch ganz genau. Dank der Kontrollgruppen wie z.B. USA.
Am Ende ist die Wahl eine ganz einfache: wirtschaftliche Kollateralschäden oder eben menschliche.
Oder sieht jemand eine andere Alternative, die ohne Schäden auskommt? Wenn ja, dann kann der/diejenige sehr reich werden.
Thu Nov 26 16:28:12 CET 2020 |
Holgernilsson
Nein, das wissen wir nicht, weil wir in Deutschland ganz andere Voraussetzungen haben. Damit meine ich das Sozialsystem, das es einem kranken Arbeitnehmer erlaubt, zuhause zu bleiben und einem Gesundheitssystem, das die Menschen wirklich gesund machen kann. Beides ist in den USA praktisch nicht vorhanden.
Man könnte genauso gut argumentieren, dass wir uns den Lockdown light sparen können, wenn es trotzdem ein so starkes Infektionsgeschehen gibt. Vor allem dürfte wohl jedem klar sein, dass ein Restaurantbesuch unter Einhaltung der Hygienevorschriften kein allzu großes Risiko bietet.
Der größte Wahnsinn und Widerspruch ist nun aber, was über die Feiertage erlaubt sein und passieren wird. Schon jetzt ist absehbar, was passieren wird, zumindest wenn das Infektionsgeschehen tatsächlich so stark von den Kontakten im privaten Bereich abhängig ist, wie man uns erklärt. Dann werden wir nämlich spätestens ab Ende Januar ganz krasse Maßnahmen haben.
Thu Nov 26 16:59:27 CET 2020 |
invisible_ghost
Das ist ähnlich bescheuert wie die Verhängung des "Lockdown light" als solches. Am 28.10. wurde verkündet, das Corona derart verheerend geworden sei, das sofortige Maßnahmen nötig wären. Also wurde beschlossen, das der "Lockdown light" fünf (!) Tage später beginnt. Grandiose Idee, so konnte man das Wochenende noch ausgiebig zum Feiern nutzen.
Aber zum Thema "Lockdown-Pause" über Weihnachten: Ich glaube, der Hauptgrund für die Pause ist nicht in erster Linie die Ermöglichung, das Fest und den Jahreswechsel mit Familie und Freunden verbringen zu können. Vielmehr denke ich, das damit ein perfekter Vorwand für weitere "Schutzmaßnahmen" geschaffen werden soll. Also quasi so: Nach Neujahr werden die Infektionszahlen urplötzlich wieder steigen, somit kann die Regierung sagen "Seht ihr, die Lockerung hat nur Unheil gebracht, also lassen wir das ganz schnell mal wieder sein".
Vor einem halben Jahr hätte ich dergleichen als VT abgetan, aber da hielt ich noch ganz andere Dinge für undenkbar. Heute meine ich das vollkommen ernst.
Thu Nov 26 17:04:15 CET 2020 |
invisible_ghost
Richtig, im neuen Jahr werden sehr viele Leute aus allen Wolken fallen.
Im übrigen bin ich der Meinung, das vor Ostern keine einzige Kneipe und auch keine andere Freizeiteinrichtung öffnen wird.
Thu Nov 26 17:09:41 CET 2020 |
PS-Schnecke52374
Bitte wie meinen? Wir haben täglich 500 Tote? Das wären in 10 Tagen 5000., also in der aktuellen Lockdownzeit von 25 Tagen alleine 12500 Todesfälle.... bist du dir da sicher? Oder hast du da "kummulierte" Zahlen im Gedächtnis, und hast die fälschlicherweise addiert?
Thu Nov 26 17:17:51 CET 2020 |
touranfaq
Gestern war neuer Höchststand, 410 in 24h. Nicht kumuliert.
https://www.tagesschau.de/.../...twert-an-corona-todesfaellen-101.html
Du vergisst übrigens mal wieder den zeitlichen Versatz. Die gestern verstorbenen dürften sich größtenteils noch vor dem Lockdown angesteckt haben, die davor ebenfalls.
Thu Nov 26 19:02:23 CET 2020 |
pibaer
Ja, Du bist naiv. Einer von denen, die problemlos den x. Versuch des Sozialismus durchführen und nach dessen Scheitern erzählen würden, dass das doch kein echter Sozialismus war.
Doch, das ist auch Wettbewerb. Zum einen sackt sich der Staat auf der anderen Seite massenweise Steuern ein (insbesondere bei den Lohnkosten) und zweitens stehen auch die Staaten im Wettbewerb zueinander. Im Wettbewerb um die leistungsfähigste Wirtschaft.
Thu Nov 26 19:06:25 CET 2020 |
pibaer
Es ist immer ein Wettbewerb um Ressourcen. Bei allen Lebensformen auf dieser Erde. Das liegt ganz einfach daran, dass Ressourcen begrenzt sind, das Wachstum der Populationen aber nicht bzw. nur durch Ressourcenmangel.
Du hast es erfasst.
Thu Nov 26 19:10:20 CET 2020 |
pibaer
Oder er sieht mit eigenen Augen, was in der Wirtschaft abgeht. Nicht direkt betroffene Zweige (also Industrie) haben ihre Dellen teilweise heute schon wieder ausgeglichen. Und ich sage da sogar noch einen deutlichen Überschwinger voraus, sobald Corona kein Thema mehr ist.
Die Gefahr droht nicht von Corona-Gesetzen (jedenfalls nicht langfristig), sondern von infantilen und inkompetenten Politik-Prinzessinnen in der EU und den Nationalstaaten, die das Klima zu ihrem Pflegekind ernannt haben. Die führen zur langsamen Deindustrialisierung hierzulande, die unseren Wohlstand und den unserer Kinder massiv bedroht. Die Automobilindustrie fängt gerade an, wirklich nennenswert zu verlagern und bei weitem nicht mehr nur die Produktion. Da wird am Ende selbst von ganz großen Firmen hier irgendwann nicht viel mehr als nur etwas Verwaltung und etwas Management übrig bleiben.
Thu Nov 26 19:32:18 CET 2020 |
rpalmer
Das kann ich nur unterstreichen. Man merkt es bereits am Rückzug diverser Marken aus dem europäischen Markt ("Nicht mehr lohnenswert"), als auch bei Entwicklung und dem allen dazugehörigen. Simulationen und Berechnungen liefen schon einige Zeit gern in Indien, aber eher für Nebensächlichkeiten. Für Folgeprojekte sieht das schon deutlich gewichtiger aus. Auch so Themen wie digitale Untersuchungen und Produktdatenmanagement wird verlagert, Lieferanten aus "fernen" Länder für komplette Projekte beauftragt.
Aber OK, es ist ja ein großer Wählerwille der das so will und dann soll es eben so sein!
Im übrigen halte ich jedoch auch die Coronagesetze für gefährlich, denn einiges wird momentan auch an der Aufmerksamkeit vorbei entschieden. Siehe die "Euro- äh Coronabonds". Schäuble hatte ungeniert das Kind beim Namen genannt und die Leitmedien sind mit Biden und der x-ten Corona-Hysterieberichterstattung beschäftigt.
Auch ist dieser "Nebenteil" der Wirtschaft, abseits der großen Industrie, ein bedeutender. In der ganzen Zeit hätte man viele Lösungen diskutieren können. Aber wie bei den Schulen geschah nichts. Und ich bin mir sicher, dass es abseits der großen Ämter und Namen bestimmt einige gute Ideen gab/gibt.
Thu Nov 26 19:35:45 CET 2020 |
invisible_ghost
Wenn Du dich in diesem Punkt mal nicht täuschst. Freizeit dient nämlich nicht nur der Erholung, sondern erfüllt auch eine ungeheuer wichtige soziopsychologische Funktion. Und wenn nun der gemeine AN mehr oder weniger gezwungen ist, zu Hause herumzulungern, wird es Übel. Bereits jetzt (!) steigt der Alkoholkonsum deutlich an, der Drogenhandel erreicht ungeahnte Höhen, ebenso wie der Verbrauch von Schmerzmitteln. Das Frau und Kind des Hauses zunehmend häufiger Prügel beziehen, ist auch keine VT, sondern bitterer Ernst.
Und das sind sehr wohl langfristige Gefahren.
Thu Nov 26 19:52:56 CET 2020 |
PS-Schnecke52374
14.700 kummuljert, Januar bis heute 329 Tage .... 44,7 pro Tag durchschnittlich oder 312 pro Woche durchschnittlich
Quelle:
https://www.rki.de/.../COVID-19_Todesfaelle.xlsx?...
Passt nicht so ganz dazu.
Thu Nov 26 20:00:41 CET 2020 |
illusion2001
Die Tabelle geht nur bis KW44, aktuell haben wir KW48.
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