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Suli´s Blog

Die Geschichten eines überzeugten Mercedes-Diesel-Fahrers. Jeden Freitag neu!

07.02.2014 18:35    |    250d348    |    Kommentare (33)

Beladen und trotzdem gutmütigBeladen und trotzdem gutmütig

Nun geht es mit der Serie der zehn triftigen Gründe (meiner Meinung nach) die für einen alten Mercedes mit Dieselmotor sprechen, vorwiegend und hauptsächlich auf die 124er und 201er-Baureihen bezogen. Im Grunde ließen sich ja noch mehr gute Gründe aufzählen, aber ich denke zehn gute Gründe dürften reichen, die die für mich damals bei der Suche auch eine große Rolle spielten und dazu beigetragen haben, einen zu kaufen und damit eine alte, heiße aber dennoch vernünftige Liebe neu entfachten. Und weiter gehts!

 

6. Ein Mercedes-Diesel ist unzerstörbar

Jau, das stimmt! Aber seien wir real, so ganz unzerstörbar ist er natürlich nicht, Öl etc. sollte man schon mal nachkippen und wechseln, aber im großen und ganzen halten sie schon eine Menge aus. Wenn man sie in Afrika und Nahost fahren sieht, neuere schaffen sowas nicht. Selbst die Benziner, die ja auch haltbar sind haben keinen nachhaltigen Mythos der Unzerstörbarkeit, wie wir ihn ja nur von alten Mercedes-Dieseln kennen. Das ist ein beruhigendes Gefühl, so das ich mich gleich in meinen hineinsetze und mal eben 500 Kilometer nach Stuttgart ins Daimler-Museum fahre, ohne Angst haben zu müssen liegen zu bleiben.

 

7. Ein Mercedes-Diesel hat auch so seine Marotten, die aber liebenswert sind

Bonanza! Das sagt schon alles und jeder dürfte wissen, was hier gemeint ist. Ich durfte es einmal auf höchst heftige Weise in einem gemopften 200 D erfahren. Da hat es ordentlich geruckelt und gewackelt, dabei bin ich nur vom Gas gegangen um ihn an einer roten Ampel ausrollen zu lassen. Mein Schwager und ich waren verdutzt, aber es war ein lustiges Fahrerlebnis. Auf meiner Nachfrage hin meinte der Verkäufer, ein Herr mit starkem Kölschdialekt "Tja, dat is der sojenannte Bonanza-Effekt, den haben se alle...". Ich denke da dürfte er Recht haben. Ich hätte ihn fast gekauft, hätte er nicht so stark nach nassem Hund gerochen... Bonanza darf nicht abschrecken, schließlich haben wir die Serie früher doch gerne geschaut.

 

8. Ein Mercedes-Diesel startet schnell

Was ich ganz besonders an ihm schätze. Ein kurzer Schlüsseldreh und der Diesel nagelt. Nicht viele Fahrzeuge haben sowas, mein Berufs-Caddy hat einen länger orgelnden Anlassersound, es nervt. Nicht in meinem Mercedes, da ist das Betätigen des Anlassers so kurz, ohne viel zu kurz zu sein, etwas banales, für mich aber schon von großer Bedeutung. Ich möchte einfach schnell mobil sein, da kommt sowas gerade richtig.

 

9. Ein Mercedes-Diesel hat den unverwechselbaren Sound

...der wohl der wichtigste Grund für den Kauf war und es auch immer sein wird. Ein W124 oder W201 mit dem OM60x-Vorkammer-Diesel hat seinen ganz speziellen Sound, den man durch die Motorkapselung zu verdanken hat. Er nagelt nicht so stark wie die alten OM61x, sondern weicher, aber trotzdem noch angenehm vernehmlich. Das, ja genau das will ich! Gestern habe ich mich beim suchen eines Päckchens im Caddy umdrehen müssen, ich hörte schon von weitem etwas, was mich auf etwas altbekanntes ahnen ließ. Genau, ein 190 D war es, in Neuzustand von einem älteren Herrn, mit DIN-Kennzeichen. Dieser Dieselsound hat mich geprägt, daher will ich nichts anderes fahren.

 

10. Ein Mercedes-Diesel ist einfach cool

Als letzter Grund, es ist einfach nur cool einen alten Mercedes-Diesel zu fahren. Man muß nicht zwingend VAG oder vergleichbares fahren um hip zu sein. Mit einem alten Diesel ist man auch angesagt unterwegs, wenn sowas wirklich zwingend notwendig sein muss. An einem Schulzentrum wo ich desöfteren ausgeliefert habe stehen schon zwei 124er-Diesel, von 18-jährigen Fahranfängern. Anscheinend ist die Coolness eines solchen schon zur heutigen Jugend vorgedrungen, was mich doch erfreut. Es muss nicht immer A3, 1er oder Mini sein!

 

Hier enden die zehn guten Gründe, die einen Kauf eines alten Mercedes-Diesels rechtfertigen würden. Man darf ihn nicht wegen irgendeiner Plakette von vornherein ausschließen oder wegen der "späteren" Beschleunigung schlechtreden, nur weil man mit einem 3-Zylinder-Biturbo-Focus schneller und angeblich sparsamer unterwegs ist. Höhere Steuer hin oder her, bei einem 2-Liter-Diesel zahlt man aktuell nur 20 Euro weniger im Vergleich zu einem 200 D. Es ist einfach ein schönes Gefühl einen einen alten Mercedes-Diesel zu fahren, probiert es einfach aus!

 

Nächsten Freitag: Es geht los


07.02.2014 18:47    |    italeri1947

Vielen Dank, lieber Suli, auch für diese herrliche Fortsetzung deiner Reihe, die mir schon beim ersten Mal sehr gefallen hat. Man merkt einfach, wie sehr dir dein Mercedes ans Herz gewachsen ist und wie viel dir auch andere Mercedes-Diesel jener Serie bedeuten. Das ist immer wieder schön zu lesen, weil es ehrlich und von ganzem Herzen kommt. Das merkt man hier ganz besonders intensiv!

 

Ich finde die Passage mit den beiden 124er-Dieseln so schön, die von Fahranfängern bewegt werden. Etwas Ähnliches hatte ich selbst vor einigen Jahren mit einem 300D erlebt, den sich ein junger Mann aus meiner ehemaligen Nachbarschaft gekauft hat. Er fährt den perlmuttgrauen Mercedes immer noch und ist schon bei weit über 400.000 Kilometern angelangt.

 

Mit meinem E280 bin ich zwar eher der Ottomotoren-Verfechter, aber auch die Benziner von Mercedes haben ihre ganz eigenen Reize und auch einen besonderen Stil.

 

Danke, lieber Suli!


07.02.2014 20:16    |    salieridai

Habe ich schonmal erwähnt, aber kenne auch einen in den 20ern der gerne seinen W124 190 D Mercedes fährt.

Ich bin auch schonmal W123er gefahren und muss bestätigen: Das ist ein ganzes Stück anders als modernes Autofahren, aber nicht so viel anders als modernes Mercedesfahren


07.02.2014 22:00    |    monza3cdti

W123 200D BJ 77 war einst mein...und so einen in gut restauriertem Zustand (Ersatzweise jeden anderen W123er Diesel))

würde ich noch heute jedem aktuellen Mercedes vorziehen.

Ich liebte ihn, leider liebte ihn der Rost ebenso. So wich er irgendwann einem 3er BMW,

dem ein buntes Sammelsurium allermöglichen Fahrzeuge folgte.

Aber an den W123 habe ich die schönsten Erinnerungen.


07.02.2014 22:17    |    D1N0M1NAT0R

Keine Ahnung was viele Leute gegen einen Diesel haben, ein Benziner mag ich nur in einem V12 oder V8 und nur im Sportwagen ansonsten mag ich keiner Benziner außer bei den Japanischen mit ihren 2,0 Liter Motoren die voll ab gehen :D

 

Ansonsten liebe ich Diesel Motoren die halten so lange, Verbrauchen wenig und man muss meistens nur in die Werkstatt um Öl zu Wechseln. Welche Autos schaffen die Mio km ? Die Diesel Motoren !


07.02.2014 22:18    |    1,3er-i

War halt noch ein richtiger Benz. Diese Ansicht kann man verstehen oder auch nicht. Für mich haben fast alle Fahrzeuge keinen Spur mehr von Identität alles futsch. Weder Mercedes, Audi, BMW, VW usw. alles Einheitsbrei.

 

Viele denken ein alter Mercedes-Diesel muss lahm sein egal welcher...dabei wissen viele garnicht mal dass es auch andere Motoren als den 200D gab oder reden sich ein dass alle so laufen. Solche sollten mal einen 300D fahren oder in einem mitfahren.


07.02.2014 22:56    |    Fordlover1975

Und es fliegen in der Waschstraße beim Trocknen keine Teile ab wie z.B. beim Smart die Serviceklappe........


07.02.2014 22:59    |    monza3cdti

...davon abgesehen das man einen solchen Klassiker nicht in die Waschstraße schickt.


07.02.2014 23:23    |    Fordlover1975

Sag das mal den Hipstern und me toos........


07.02.2014 23:26    |    monza3cdti

:D mach ich


07.02.2014 23:30    |    Fordlover1975

Der W124 wurde zu Zeiten konstruiert, als Waschstraßen/Waschanlagen noch dazu geeignet waren, kleine Kinder zu erschrecken, spätestens beim Trockengang.:D


08.02.2014 00:00    |    monza3cdti

kurzes OT: In Zeiten einer meiner Ausbildungen jobbte ich nebenbei an einer Tankstelle, das war Anfang der 90er. Damals waren in der Region meist Waschanlagen (WaschSTRAßen gabs in dem Kaff nicht) verbaut, in die man rein fuhr (logisch) und rückwärts wieder raus musste. "Wir" hatten dann ein zu damaliger Zeit modernes System, wo man wie heute meist üblich rein fuhr

und nach Ende des Programms am anderen Ende wieder raus fuhr. Zum Start des Programms musste der Fzg.Führer aussteigen. In die Waschbox konnte man aber auch durch eine Sicherheitstür, welche

aus dem Tankstellengebäude heraus nur vom Personal genutzt werden konnte.

So kamen mein Chef und ich eines Tages auf die Idee, ausgewählte Kunden zu veräppeln.

Man konnte das System manuell beeinflussen. Flux Bürsten hinten zwecks Sichtsperre verharren lassen,

schnell rein, Ausfahrt auf, Auto raus, Ausfahrt zu, Borsten manuell bei Seite, Zugangstor auf, Auto weg,

Kundengesicht unvergesslich. :)

War ne schöne Zeit.

Die Variante durchs Ausgangstor schnell noch einen Kleinwagen rein zu stellen war eigentlich unser Ziel, das gelang in der möglichen Zeitspanne aber nicht sicher, ohne Beschädigungen zu riskieren.

Lustig war es aber auch so.


08.02.2014 02:55    |    SuriViruS

Hast schon recht mit dem Motor. Bin vor 3 Jahren nen W124/300D von nem Kumpel gefahren.

 

Automatik - super :D und dabei gar nicht mal so durstig.

Leider war der Gesamtzustand der Karosserie sehr schlecht,

sonst würde dieser Benz noch rumfahren.


08.02.2014 05:56    |    Daimler201

Grund Nummer 11 für einen alten Mercedes Diesel: Die neuen Mercedes Diesel, allen voran die Schande von OM 651.

 

:)

 

MFG Sven


08.02.2014 07:49    |    Daimler201

Was mir auch an den alten Daimlern gefällt: Irgendwie sind sie ein Statement. "Lasst mich doch in ruh mit Eurem modernen Schmarrn, bei mir passt alles", scheinen Sie zu sagen. Und es stimmt. Mit so einem alten Diesel sagt man nein zu Marketingfloskeln, nein zu Leasingraten, nein zu Trendfragen, nein zu überflüssigem Ballast und Schmarrn.

 

Dafür sagt man ja zur Nachhaltigkeit, ja zu echter Qualität, ja zum Wesentlichen.

 

Genug ist besser als zu viel!

 

MFG Sven


Bild

08.02.2014 10:08    |    där kapitän

Will hier wahrscheinlich keiner hören, aber eine Million Kilometer ohne nennenswerte Defekte schaffen u.a. ein Skoda Fabia TDI (des Users pietsbrock hier auf MT) aus 2000 und ein Toyota Prius 2 aus 2007 (der in Wien beim größten Taxidienstleister unterwegs ist und mittlerweile weit über der Million liegt).

 

Zu meiner Verteidigung: Wir hatten W123 200 D, 2x W124 250 D (einmal Vor-, einmal Mopf)

 

Und ich mag die Autos für mich, und nicht um irgendwas damit auszusagen.

 

Meine Frau hat ja bisher leider nein gesagt zu meinem kühnen Plan, einen 250 D zu nehmen. ;)

 

cheerio


08.02.2014 10:25    |    Daimler201

Ich hab meine Autos auch für mich, aber die Aussage dazu gefällt mir trotzdem ;).

 

Klar kann man 1 Mio km auch mit anderen Autos erreichen, es geht ja nicht nur darum. Mir gefällt halt weder ein Fabia TDI noch ein Toyota Prius.


08.02.2014 12:32    |    D1N0M1NAT0R

Zitat:

Will hier wahrscheinlich keiner hören, aber eine Million Kilometer ohne nennenswerte Defekte schaffen u.a. ein Skoda Fabia TDI (des Users pietsbrock hier auf MT) aus 2000

Bin zwar kein Fanboy, aber auf der AB können es viele Diesel Motoren ohne großen Defekte schaffen da man da wenn man normal fährt es keine große Belastung ensteht für das Auto. Da ist der Prius aber besser als der Fabia da er ja in der STADT fährt und da ist die Belastung für die Teile usw. mehr als wenn er auf der AB gefahren wird.

 

Ansonsten, die alten Mercedes Diesel Fahrzeuge sind nicht schlecht aber die neueren finde ich besser, die neuen V6 haben auch bewiesen was sich halten dabei egal ob E 270, E 280 u E320 die halten und schaffen auch eine Mio. die 220er CDIs im 211er sind auch sehr gut. Gut, beim 212er ist es wenig komisch da einige viele Kilometer schaffen und manche nur 200tkm im Vergleich zur Konkurrenz immernoch sehr gut finde ich.

 

Die LKWs schaffen egal ob alt oder jung auch 2 Mio, mein Cousin fährt auch LKW und hat einen Actros und hat schon 1,1 Mio km hinter sich mit ihm. In Bosnien werden Lkws gefahren bis die nicht mehr laufen und da auch teilweise an die 3 Mio km.


08.02.2014 16:11    |    Bugattist

Jawohl! :-)


08.02.2014 17:08    |    Turboschlumpf6

Interessanter wären meiner Ansicht nach 10 Gründe gegen einen alten Diesel. Ich hasse Diesel! Ich habe es ein Mal mit einem Diesel versucht - habe es 3 Jahre lang ausgehalten und mir danach geschworen, nie wieder einen Diesel zu kaufen.


08.02.2014 18:19    |    250d348

Ahoi alle miteinander!

 

Ich danke Euch für die vielen schönen Kommentare! Heute mal wieder und morgen erst Recht, es macht einfach nur Spaß mit ihm zu fahren. Nur wenn ich ehrlich bin, irgendwie wäre mir ein Schaltgetriebe lieber, ob es wohl einen merklichen Verbrauchsvorteil dadurch gäbe? Ich weiss es nicht so genau, hmm...

 

Heute sah ich mir einen baroloroten 190 D 2.5 in meiner Nachbarschaft an, wenn ich mental "ja" sage, kaufe ich ihn Montag, dann sind zwei Diesel in meiner Hand, das dürfte ein Fest werden :D. XG, was hast Du denn gegen Diesel? Muss ja ein schlimmes Erlebnis gewesen sein, erzähl es uns mal.

 

Gruß vom Suli


08.02.2014 18:23    |    D1N0M1NAT0R

Verstehe auch nicht was man gegen einen Diesel hat, ein Benziner macht doch nur in Sportlichen Autos Spaß für Alltag finde ich Diesel besser und finde es toll was man für Verbräuche erzielt.


08.02.2014 22:39    |    Daimler201

Das ist halt sehr subjektiv. Mich nervt bei den meisten Benzinern das dauernde Gedrehe, andere finden das toll. Bin auch mehr der Diesel-Typ.

 

Suli, schlag zu. Barolo schaut gut aus und als Getränk ist er auch nicht zu verachten.

 

MFG Sven


08.02.2014 22:54    |    Turboschlumpf6

Zitat:

XG, was hast Du denn gegen Diesel? Muss ja ein schlimmes Erlebnis gewesen sein, erzähl es uns mal.

Das ist eigentlich eine Lebensgeschichte - ich werde auch noch einen ausführlichen Blogartikel darüber machen.

Was mich am meisten stört ist das Laufgeräusch eines Diesels. Es hört sich immer irgendwie "kaputt" an. Als ob etwas mit dem Auto nicht stimmen würde - so empfinde ich es zumindest.

Dann der Leerlauf: Schrecklich! Das ganze Auto und alle Insassen werden permanent durchgeschüttelt. Alles vibriert und scheppert. Neeeee, das möchte ich nicht.

Speziell in meinem Fall war es auch noch so, dass ich ständig Defekte an meinem Diesel-Motor hatte und mir irgendwann der Kragen geplatzt ist. Dabei handelte es sich um einen Neuwagen und er hat bei mir gerade mal 30.000 km gemacht. Das hat dennoch gereicht, ca. 10 Mal in die Werkstatt zu müssen.

 

Ich bin mit Benzinern aufgewachsen und will auch dabei bleiben. Mein EcoBoost-160-PS-Benziner in einem 1.7-Tonnen-Kombi lässt sich (wenn man will) mit 5.1 Litern auf 100 km fahren - wofür braucht man denn da einen Diesel?

 

Einzig einen 6-Zylinder-Diesel würde ich mir gefallen lassen, weil man da kaum merkt, dass es ein Diesel ist! :)


09.02.2014 07:59    |    Daimler201

Erstaunlich, wie unterschiedlich einen die "frühkindliche Prägung" ein und dasselbe total unterschiedlich empfinden lässt. Ich bin mit Dieseln aufgewachsen, mein Opa fuhr 200d, mein Vater hatte unter anderem einen VW LT mit Reihensechszylinder-Diesel, in der Nachbarschaft war ein Kranbetrieb mit einem Faun-Kran und einem MAN-Rundhauber.

 

Wir sind viel mit dem Wohnmobil in Urlaub gefahren, ich habe als Kind "Auf Achse" geschaut, alleine wegen dem Klang des Mercedes 1632 V10 Saugdiesels.

 

Ein Diesel klingt für mich nach Kraft und Ausdauer, Langlebigkeit, interessante Fernstecken.

 

Ein Benziner ist für mich meistens ein relativ freudloser Antrieb, mit sowas fahren alte Omas in die Norma zum Einkaufen ;). Natürlich gibt es auch da Ausnahmen, wie z.B. die BMW-Reihensechser oder natürlich ältere Alfas oder Volvo- und Audi Fünfzylinder.

 

Schau Dir mal dieses Video an: Für Dich klingt das bestimmt grausam kaputt. Ich höre hier heraus, wie der Diesel nach einer kalten Nacht "aufwacht", wie er immer ruhiger läuft während das Öl sich überall hin ausbreitet. Bestimmt nimmt der nach dem warmlaufen die nächsten 800mls unter die Räder.

 

P.S.: Versteh mich nicht falsch, ich will Dich nicht "bekehren", ich finde unsere unterschiedliche Wahrnehmung echt erstaunlich.

 

MFG Sven

 

http://www.youtube.com/watch?v=puJJvLQmNyU


09.02.2014 10:47    |    Turboschlumpf6

Ich finde es auch interessant, wie unterschiedlich die Auffassung ist. Ich habe auch viele viele Fernreisen mitgemacht - immer in einem Benziner.

 

Ich glaube auch, dass es eh keiner schafft, mich diesbezüglich zu bekehren ;).


09.02.2014 11:19    |    Daimler201

Muss ja auch nicht sein, Vielfalt sorgt für Abwechslung ;)


09.02.2014 16:54    |    250d348

http://www.youtube.com/watch?v=lF1ruMmexPA ähem... dürften die meisten ja schon kennen :D

 

heute entdeckte ich einen rostfreien 250 D schalter airbag in perlmuttgrau, ohjeeee jetzt bin ich in der zwickmühle... hatte ne komplette bordmappe am beifahrersitz liegen und aufm tacho nur 172000, er sah total nach opa aus, beim fähnchenhändler in lüdinghausen, morgen muss ich um 12 feierabend machen komme was wolle :D.


10.02.2014 18:34    |    1,3er-i

Wie schauts mit dem 250er aus ? :D Ich glaub wenn du eine Halle hättest wäre sie in kürzester Zeit voll mit guten Benz´s oder ? ;)


10.02.2014 18:38    |    250d348

ich habe mich LEIDER dazu entschlossen, doch kein zweites fahrzeug anzuschaffen, sondern die kohlen einfach bei seite zu legen, man weiß nie was so dazwischen kommt im leben... ich denke, das ein 250 D absolut ausreichend ist, aber wie du es so treffend beschreibst, bei mir wäre es in allerkürzerster zeit rappelvoll :D, für ihn hier http://suchen.mobile.de/.../189762586.html?... habe ich heute abgesagt, sonst hätte ich ihn gekauft. der perlmuttgraue 250 von gestern, ach... ich denke das es so am besten ist. :)


10.02.2014 19:17    |    1,3er-i

Wohl richtig so das Geld zur Seite legen ist vernünftiger. Schöner 190er der Innenraum schaut aus wie neu und die Farbe gefällt mir extrem. Mein Nachbar hat den gleichen nur als Vormopf in einem dunkel blauen Farbton der Innenraum ist jedoch auch dunkel und kratz fast an der 500TKM 1. Hand von ihm von anfang an gefahren als Automatik. Solang er fahren kann und darf will er ihn nicht hergeben. Ein wenig Ölverlust hat er und er legt eine Pappe unter den Wagen, dass ist aber bei fast 500TKM nicht verwunderlich, er möchte es aber noch richten lassen demnächst. Tüv gabs noch vor einem halben Jahr ohne Mängel. Rost nur ganz leicht an der Tür und hinteren Radlaufspitze. Er betont immer stolz dass sein 190er nicht den kleinen Diesel hat sondern den großen und nur den sollte ich nehmen falls ich mir mal einen hole :D


26.07.2014 02:42    |    Pingback

28.07.2014 00:23    |    max.tom

ja die älteren diesel sind robuster und nicht vielvon moderner tec´hnik die gleich rumzickt ....


14.08.2014 02:06    |    oberpfalzdiesel

Vielen Dank, lieber Suli, für diesen tollen Beitrag.

Bin erst kurze Zeit hier. MT ist für mich das erste Forum, bei dem ich auch aktiv schreibe und nicht nur lese.

 

OM60x Triebwerke in einem Blechkleid, das sich deutlich vom Rest der umherirrenden, windkanalorientierten Designver(w)irrungen abhebt. Das ist ebenfalls mein Ding.

Für einen alten Mercedes-Diesel kann ich indes nur drei Gründe anführen:

 

ZUVERLÄSSIG

 

ZUVERLÄSSIG

 

ZUVERLÄSSIG

 

Hierzu zwei Beispiele:

 

1.

War von 1989 bis 1996 Mannschaft für einen zur segelfliegerischen Spitzengruppe in Europa zählenden Piloten. Unser Fahrzeug über diese Jahre war ein W123 300 D, silber, Automatik, Leder, Servo, Schiebedach. Waren ca. 250.000 km im Hängerbetrieb in ganz Eurpoa unterwegs. Gewicht des Hängers mit Flugzeug und Equipment immer so um die 1000 kg. Und wir sind die wenigste Zeit mit 80 km/h unterwegs gewesen. Optimal für dieses Gespann war so ca. 110 km/h. Aber natürlich nur bei freier Bahn von einem Wettbewerb zum nächsten. Dies geschah in der Regel nachts. 110 bei dichtem Verkehr. Keinesfalls. Denn hinten im Hänger ist u.a. in etwa der Gegenwert eines damaligen fabrikfrischen 600 SEL (W 140), und die übrigen Verkehrsteilnehmer sind ja auch noch da. Aber die Hänger sind so konstruiert, dass diese Geschwindigkeit mit dem entsprechenden geeigneten Zugfahrzeug keinesfall stressig zu fahren ist.

Während der ganzen Zeit keinerlei Probleme mit Motor und Getriebe des W123. Wenn das Eisen mal rollt und so um die 100 km/h erreicht hat, dann war das eine entspannte Fuhre. Die Geräuschkulisse mit dem dumpf im Hintergrund gelangweilt vor-sich-hin-brummelnden Triebwerk erzeugt eine extreme Gelassenheit, die sich jedenfalls bei mir im Gesichtsausdruck "im Augenblick vollkommen zufrieden" fortsetzt. Streß, Hektik, Ärger kann hier gar nicht aufkommen.

Lediglich ein einziges anderes Zugfahrzeug, das ich in all den Jahren gesehen und auch einmal mit Flugzeughänger gefahren habe, konnte dem W123 das Wasser reichen (nur bezüglich Gelassenheit).

Ihr werdet es nicht glauben, aber der hat in etwa dasselbe Programm wie wir abgespult, aber mit einem W109 6.3. Es stand auch immer irgenwie ein Tankwagen in der Nähe rum, glaub ich wenigstens.

Auf eine Nachfrage hin entgegnete er:

"Das ist mein Lieblings-Auto und ich nutze es lediglich zu dem Zweck, für den es gebaut wurde. Das muss er abkönnen. Ich fahr ja kein Museumsstück spazieren."

Die Kosten spielten für ihn keine Rolle, also wenn schon, denn schon und dann mit Stil. War aber ein vollkommen lässiger und angenehmer Zeitgenosse ohne irgenwelche Abgehobenheiten. Netter Mensch eben mit passendem Fahrzeug.

 

Somit wäre auch das Thema "Schwerer dauernder Hängerbetrieb" mit alten Mercedes-Diesel-Fahrzeugen abgehandelt.

Grund Nr. 12 im Nachgang zu der vorher von Daimler201 offerierten Nr. 11.

 

@ Daimler201. Du sprichst mir voll aus der Seele, allerdings würde ich sagen, unsere Fahrzeuge sind nicht irgendwie, sondern DAS STATEMENT für Ruhe und Ausgeglichenheit des jeweiligen auch im Bezug auf die Nachhaltigkeit des Fahrzeuges verantwortungsvollen Besitzers.

Denn während unsere Daimler immer noch fahren, haben sich andere mehrere oben bezeichnete Fuhren gekauft, die mit einem riesigen Aufwand (z. B. CO 2, von den anderen Rohstoffen will ich hier gar nicht reden) hergestellt und auch wahrscheinlich alle auch schon wieder mit unwesentlich geringeren Aufwand auch schon wieder vernichtet sind.

Da hab ich beim etwas höheren Schadstoffausstoß meines Diesels im Vergleich zu den modernen Fahrzeugen aber locker über die ganze Laufzeit unserer Fahrzeuge die besseren Karten. Und der Grobstaub von unseren Dieseln geht nicht tief in die Lunge, sondern wird eh oberflächlich abgehustet. Und was sonst noch aus den modernen Dieseln und auch aus diesen FSI-Motoren so herauskommt, will ich eigentlich gar nicht wissen.

 

2.

Mein jetzt wieder gut aussehender 1987er S124 250 TD mit ASD und ABS (weitere Details in meinem Profil). Hier erkennt ihr auch meine Grundeinstellung, die sich u.a. durch dieses Auto mit beeinflußt wurde. Bitte die nicht passenden Vordersitze entschuldigen, aber das 1987 serienmäßig verbaute Gartengestühl ist nicht gut für meine kaputten Rückenwirbel.

 

 

Weitere Gründe für alte Diesel-Mercedes:

Passt mal an einer roten Ampel auf. Manchmal kann man in den gestressten Augen in tiefen Höhlen, schauend aus nichtssagenden Plastikkisten, folgende Frage erkennen, verbunden mit einer leichten Aufhellung des Gesichtsausdrucks:

"Warum hab ich mir nicht gleich ein gescheites Auto gekauft, als ich das Geld hatte?"

Tja, vielleicht dann, wenn die elektronik-überfrachtete Design-Gurke 1,5 Jahre nach deren Vorstellung vom Nachfolgemodell abgelöst wird und schon die ersten Elektronik-Schaltkreise aus Festland-China (EDV = Ende der Vernunft) die Grätsche machen. Wenn dann noch Fahrzeuge unseres Kalibers am Markt vorhanden sind.

 

Zu den Design-Linien, die unsere Fahrzeuge nicht nötig hatten und auch bis heute nicht haben, an denen sich leider auch Mercedes im Zusammenhang mit dem Qualitätsverlust in der nach-W124-126-140-Zeit (diese hält im übrigen bis heute an), beteiligt, fällt mir etwas ein.

 

Weitere Golf 3 Design-Linie (es gab glaub ich Bon Jovi, Pink Floyd, Genesis, Europe):

"Golf Nirvana, hier werden die Abgase 1 mal in der Stunde für 10 min. direkt in den Fahrzeuginnenraum geleitet."

 

Will ich allerdings doch mal mit etwas mehr Power rumfahren, dann nehm ich das Coupe.

Aber wenn ich es recht überlege und mit den Worten von D1NOM1NATOR gesprochen:

Wenn Benziner, dann V 8 oder V 12. Da hol ich mir dann lieber den 500 E, oder 400 E oder irgend einen W 140 12-Ender von meinem Sammlerfreund für das Wochenende/die Ausfahrt oder für was auch immer. Sind nur 30 km bis zu ihm.

Aber das Coupe ist ein Erbstück und einen Ersatz-Benz sollte man immer fahrbereit in der Garage haben. Den geb ich wie das T-Modell mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht wieder her.

 

Hier noch eine Idee für die Befriedung der Raser- und Drängler-Fraktion:

Keine Geldstrafen und zeitweiser Führerscheinentzug

SONDERN

Für Ersttäter:

4 Wochen mit einer Wanderdüne (W123, W124, 200 D, nur mit Automatik) als einziges motorgetriebenes Gefährt! In dieser Zeit darf kein Urlaub genommen werden.

Im Wiederholungsfall oder gröberen Verstößen:

3 Monate lang dasselbe (vielleicht auch ein 250 D, aber kein 300 D, keine Turbos), aber jeweils noch mit 1000 kg an der Kugel!

Könnte vielleicht besser wirken als das Geld und der Scheinentzug.

Habe einen Freund aus dieser Klientel: Größter erhältlicher 5er BMW-Diesel (nicht der aktuelle, sondern einer davor, E??, kenn ich mich nicht aus) mit dem maximalsten Chiptuning, das es auf dem Markt gibt. Fahr ich bei ihm mit (versuch ich so weit wie möglich zu vermeiden), schau ich nur rechts aus dem Beifahrerfenster, sonst werd ich krank. Aber B. aus K. ist unbelehrbar und hat einen guten Anwalt. Alle 12.000 km neue Bremsen, mehr sag ich hierzu nicht mehr.

 

Aber wir haben mit unseren Sternencruisern diese Problematik nicht, werden nur ab und zu hiervon tangiert, wenn wieder einer auf der Bahn von seinem Auto aus prüfen will, ob du noch eine gültige Plakette kleben hast. Hierfür hat man den Ruß in der Auspuffanlage durch verhaltenes Fahren gesammelt und dann wird kurz mal vom Maschinenraum 4200 Umdrehungen oder etwas mehr geordert, schon ist der gehörende Abstand wieder da, insbesonders bei den Cabriolets. Aber was solls. Ich will nicht oberlehrerhaft sein. Meistens mach ich gar nichts, mach so schnell wie möglich die Spur frei, wenn er vorbeifährt, schau ich nicht mal rüber, Faust, Finger o.ä. sowieso nicht, ich ignorier den Typ und sein Auto vollkommen und schon isser vergessen. Nur 1 mal ist es mir passiert, dass ich im weiteren Streckenverlauf so einen Plakettenkontrolleur neben der Straße auf dem Dach liegend wieder gesehen habe. Ist aber niemandem etwas passiert, Gott sei Dank.

 

Die Gelassenheit kommt mit dem Fahrzeug als Gesamtpaket (mein Paket ist mein 250 TD). Irgendwie wurde durch dieses Fahrzeug u.a. meine Persönlichkeit mit beeinflußt. Und zwar im positiven Sinne, wie ich meine.

Jetzt aber Vorsicht! Nicht weiter abschweifen, denn wenn man glaubt, das Auto hätte eine Seele o.ä., dann könnten bald die Männer mit den weißen Turschuhen auftauchen. Es ist nach wie vor ein Gebrauchsgegenstand und nicht mehr. Kein Hinderungsgrund allerdings, es als Hilfsmittel für seine Persönlichkeitsentwicklung/Problembewältigung (sh. mein Profil) zu verwenden.

 

Für uns alle noch viel Freude an unseren Fahrzeugen, immer genug Betriebsstoffe (was auch immer) im Tank und genug Gelassenheit für den alltäglichen Wahnsinn auf den Straßen.

 

Eine gute Zeit für alle.

 

Mit den Worten von Daimler201:

"Genug ist besser als zu viel!"

 

Norbert

 

Bin noch neu hier und bitte um Nachsicht, wenn ich noch nicht alle Features kenne (z.B. die Kennzeichnung der Zitate), bin am üben. Bitte sagt mir aber, wenn ich grundsätzlich etwas falsch mache. Umgekehrt würde ich es genauso machen.


Deine Antwort auf "Zehn Gründe für einen alten Mercedes-Diesel, Teil II"

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Mercedes-Benz, wahre Liebe

Ach wie sehr habe ich Dich in mein Herz geschlossen, mein geliebter 250 D.

 

Gebe Dich nie wieder her, sonst schmerzt das Herz umso mehr.

 

Wie eine schützende Hand wachst Du über mich, ich kann nur sagen: Ich liebe Dich.

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