SQ5-313
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SQ5-313

10.02.2022 21:07    |    SQ5-313    |    Kommentare (6)

Mein dritter Dakar, Nummer 44 von 50, befindet sich so allmählich auf dem Weg der Besserung. Gekauft als Scheunenfund, der viele Jahre unbewegt war, ist er nun technisch bereits wieder völlig verjüngt. Um einen neuwertigen Zustand zu erreichen, war allerdings einiges an Arbeit notwendig. Da ich ohnehin die große Revision geplant hatte, wurde auch einiges erneuert, was noch nicht notwendig war, sich aber aufgrund des Zerlegungszustandes sehr angeboten hat.

Die größte Schwierigkeit habe ich mit etwas Glück überwunden. Da der Vorbesitzer den Tank beschädigt hatte, brauchte ich hier Ersatz. Glücklicherweise konnte ich über Kontakte einen neuen Tank bekommen, denn dieser ist nicht mehr so einfach bei Mitsubishi zu bekommen. Dazu gab es auch gleich eine neue Tankpumpe inkl. Elektronik, einen neuen Tankgeber und selbstverständlich auch ein neues Spritleitungssystem. Somit war ein großer Post schon mal abgeschlossen.

Weiter ging es dann am Motor. Dieser erhielt trotz der geringen Laufleistung von gerade einmal 80.000km eine Frischzellenkur. Dazu gehören natürlich sämtliche Flüssigkeiten, ein neuer Zahnriemen mit Spannern, Rollen und Wasserpumpe. Dazu noch ein neuer Keilriemen mit allem Drum und Dran, außerdem eine gründliche Reinigung sowie neue Filter. Anschließend wurden neue Zündkerzen verbaut, sämtliche Dichtungen erneuert und ein neuer Zündtransistor verbaut. Nachdem auch die neue Varta Batterie ankam, die im Übrigen nicht so einfach zu bekommen war, da bei den alten Japanern die Pole vertauscht sind, konnte ein erster Startversuch gewagt werden. Nachdem der Motor ein paar Mal ohne Zündung drehen durfte damit sich das Öl gut verteilen kann, wurde alles wieder angeklemmt. Erstaunlicherweise sprang der Motor sofort an und lief ruhig und sauber auf allen 6 Zylindern. So als wäre er erst gestern noch gefahren wurden. Selbst meine beiden Mitsubishi Meister waren begeistert.

Nachdem auch diese Baustelle abgearbeitet wurde, ging es weiter mit dem Bremssystem. Sämtliche Bremsleitungen, der Bremskraftverstärker, alle Bremssättel, alle Scheiben und Beläge wurden dabei erneuert. Auch die Handbremse wurde grundlegend überholt. Erstaunlicherweise waren alle Sättel trotz der langen Standzeit noch freigängig, obwohl die alten Pajeros die Angewohnheit haben, dass beide längerer Standzeit die Kolben in den Sätteln festgehen. Das war hier nicht der Fall.

Danach ging es mit dem Kupplungspaket weiter. Auch hier wurden alle Komponenten erneuert, sodass sichergestellt ist, dass auch hier zukünftig nichts mehr zu tun ist.

Wenig Arbeit machte die Aufhängung und das Fahrwerk. Hier wurden selbstverständlich alle Lager, Gummipuffer, etc. getauscht.

Offen ist noch die Wartung und Überholung der Klimaanlage. Abgesehen davon ist er technisch nun wieder im Neuzustand, da bei allen Arbeiten jede Komponente bedacht wurde.

 

Während der Arbeiten habe ich mich auch schon um den Unterboden und Rahmen gekümmert. Dieser wurde bereits entrostet und wird in naher Zukunft noch mit Trockeis gestrahlt. Anschließend erfolgt dann die finale Konservierung vom Profi inkl. Hohlraumversiegelung. Vorarbeit wurde hier schon entsprechend geleistet, besonders an den Bereichen die z.B. der Tank verdeckt und damit nicht mehr gut zugänglich sind.

In diesem Rahmen wurde auch eine weitere Schwachstelle ausgemerzt. Das ist die Verstrebung innerhalb der hinteren Stoßstange, die die äußeren Ecken hält. Durch den Eintrag von viel Schmutz und Wasser kann sich hier der Rost gut durchsetzen. All dies habe ich nun durch Neuteile von Mitsubishi ersetzt. Teurer Spaß, aber lohnt sich. Diese Teile habe ich dann auch gleich entsprechend behandelt, sodass hier der Rost zukünftig gar keine Chance mehr hat. Ebenso wurden alle Anbauteile wie Anhängerkupplung, Reserveradhalter, Ösen, ... sandgestrahlt und anschließend pulverbeschichtet in Originalfarbe. Auch dort wird der Rost zukünftig keine Chance mehr haben.

 

Über meine Kontakte zu den ehem. Ausstattern konnte ich auch noch die fehlenden zwei Dakar-Komponenten besorgen. Zum einen die 18 Zoll Dakar GeCo Felgen, die mit neuer Bereifung versehen wurde und zum anderen der Dakar Edelstahl-Frontbügel. Alles auch nicht ganz preiswert, aber diese Details machen das Endergebnis eben aus!

 

Aktuell ist der Dakar im Innenraum weitgehend zerlegt und wird grundlegend gereinigt. Es befand sich zwar alles im guten Zustand, aber nach den Jahren lohnt sich so eine Aufbereitung dennoch! Dies wird sich auch noch ein wenig hinziehen, da ich nicht täglich dafür Zeit aufbringen kann. Im Frühjahr erfolgt dann die Lackaufbereitung mit Politur. Anschließend kommt der Dakar dann zum Lackierer meines Vertrauens, der entscheiden wird, wo ggf. eine Lackierung erforderlich wird. Sobald dies abgehakt ist, wäre die Restauration abgeschlossen. Dazu wird es dann sicher noch mal einen gesonderten Artikel geben.

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25.01.2022 21:22    |    SQ5-313    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Mitsubishi, Pajero, V20

Auf Wunsch einiger User habe ich die mir bekannten Informationen über die weltweit 50 Fahrzeuge der "Dakar Limited Edition" gesammelt.

 

 

01/50

Dieser Pajero tauchte 2014 mit 164.000km bei einem Peugeot Autohaus in Leipzig auf. Allerdings befand sich dieses Fahrzeug nicht mehr im Originalzustand. Vieles vom Dakar-Dekor war bereits verändert oder entfernt wurden. Im Innenraum fehlte die komplette Recaro-Ausstattung, d.h. Sitze, Türverkleidungen, Teppiche, ... aber die Plakette mit der Nummer 01/50 war noch vorhanden. Auch die seltenen 18 Zoll Felgen waren umlackiert und beklebt. Leider war der Händler recht schlecht erreichbar, sodass der Dakar bereits verkauft war, ehe ich dort war.

 

02/50

Dieser Pajero hätte mich besonders interessiert. Er war 2015 zu haben. Er präsentierte sich in einem äußerst guten Zustand, lediglich wenige Gebrauchsspuren waren erkennbar. Er kam aus 1. Hand mit vollständig gepflegtem Scheckheft von Mitsubishi. Sehr guter Originalzustand und nur 140.000km. Leider kam ich mit meinem Anruf 1h nach Inseratsonlinestellung schon zu spät. Ein Scheich aus dem arabischen Raum war mir zuvor gekommen. Der Verkäufer war überaus nett und wir haben uns noch etwas über das Fahrzeug unterhalten.

 

04/50

Meiner Erinnerung nach war die Nummer 4 etwa 2012 im Raum Wiesbaden zu verkaufen. Der Zustand war abgesehen von wenigen Gebrauchsspuren auch sehr schön. Mit nur 50.000km war er ein wirklich schönes Stück. Leider war der Verkäufer nicht zu erreichen - entweder war der Pajero schon verkauft oder er hat es sich doch anders überlegt.

 

06/50

Wir befinden uns dieses Mal in Österreich. Auch in einer anderen Hinsicht stellt dieser Dakar eine Besonderheit dar, es handelt sich nicht um den 3.500 V6 sondern um den 2.800 Intercooler, also den Diesel. Der Dakar wurde als Neuwagen zumeist als V6 bestellt, weil es das Topmodell der Pajero-Reihe darstellte. Der Zustand ist gut, allerdings nicht ganz original. So fehlt beispielsweise der Dakar-Frontbügel und wurde durch einen "einfachen" Zubehör-Bügel ersetzt. Ansonsten präsentiert sich der Wagen trotz weit über 200.000km in einem guten Zustand! Inseriert wurde er vom Besitzer eines großen Mitsubishi-Autohauses, allerdings hat der Inhaber meiner Information nach den Dakar nicht verkauft.

 

09/50

Diesen Dakar habe ich 1999 bei meinem hiesigen Mitsubishi-Autohaus gekauft. Das war zunächst gar nicht so einfach. Aufmerksam bin ich auf einen anderen Dakar geworden, der plötzlich im Showroom stand. Leider war dieser bereits verkauft. Also hat sich mein Händler sehr bemüht und konnte mir tatsächlich noch einen Dakar versorgen - eben die Nummer 09! Somit war ausgerechnet der Mitsubishi-Händler hier im Ort derjenige, der als einziger 2 Dakar verkauft hat. Gefahren habe ich dieses Fahrzeug bis Ende 2001. Dann musste er einem VW mit mehr Platz weichen, da ich damals keine zwei Autos halten konnte. Das hat mich schon sehr geärgert - demzufolge habe ich alsbald mit der Suche nach einem Dakar begonnen. Nach mir ging der Dakar zunächst nach Dresden und danach vermutlich in den Norden - ab da verliert sich die Spur.

 

12/50

Die Nummer 12 fand sich bei eBay Kleinanzeigen. Der Verkäufer hatte eine recht hohe Preisvorstellung trotz der unter 100.000km. Der Wagen befand sich jedoch im sehr schönen Originalzustand. Für heutige Verhältnisse wäre das ein angemessener Preis gewesen. Scheinbar hat ihn der Besitzer jedoch behalten.

 

15/50

Das Fahrzeug war erst vor zwei Jahren im Münsterland zum Verkauf. Zunächst von privat, dann von einem Händler. Im Großen und Ganzen befand sich der Dakar im Originalzustand, allerdings fehlte der entsprechende Radsatz. Dieser wurde durch die unbeliebtesten Alufelgen ersetzt. Zudem waren schon einige Karosseriearbeiten durchgeführten wurden, zudem waren große Teile des Fahrzeugs mit tiefen Kratzern versehen und die Wartungsnachweise sehr lückenhaft. Angesichts des hohen Preises habe ich dann von diesem Fahrzeug Abstand genommen, dennoch fand er recht zügig einen neuen Besitzer.

 

16/50

Dieser Dakar ist mir mehrfach begegnet. Zum einen 2014 bei einem Ergoldinger Autohaus. An sich im wirklich sehr schönen Zustand mit etwa 100.000km, allerdings fehlte wie bei Nr. 1 die komplette, teure Recaro-Innenausstattung samt den ganzen Anbauteilen im Dakar-Design. Ärgerlich war auch die uIm Nachhinein hätte ich ihn kaufen sollen - kurz darauf kaufte ich nämlich aus einem Teilelager die Restbestände an Ersatzteilen für die Dakar - Modelle. Dabei war auch eine fast vollständige Innenausstattung. Kurz darauf war der Dakar auch schon verkauft und gelangte über Bulgarien wohl in den "Ostblock". Dort wurde er nach und nach umgebaut, erhielt eine sehr unschön platzierte Gasanlage, sämtliche Dakar Anbauteile wurden entfernt und das Fahrzeug auf harte Offroad-Einsätze umgerüstet. Ob er noch existiert, ist fraglich.

 

17/50

Hier spielte mir das Internet im europäischen Ausland übel mit. Dieser Dakar war im recht orginalen Zustand inseriert und wurde bei eBay versteigert. Ohne TÜV, dafür mit rutschender Kupplung und einiger erforderlicher Restaurations- und Schweißarbeiten. Dennoch war der Preis mehr als verlockend, aber mit "E-Netz" wollte eBay das Gebot einfach nicht rechtzeitig laden. Sehr schade.

 

21/50

Wieder mal etwas ganz besonderes. Dieser Dakar befindet sich in Bosnien. Sehr schöner, originaler Zustand und wenig Kilometer. Auf das Fahrzeug wurde augenscheinlich sehr viel Wert gelegt, er befindet sich nahezu im neuwertigen Zustand!

 

 

25/50

Erstmals begegnet ist mir dieser Dakar im Winterurlaub. Ich hatte damals auf dem Parkplatz sogar einige Fotos gemacht. Sofort ist mir der sehr gute Zustand aufgefallen. Leider war weit und breit vom Besitzer keine Spur. Wie das Glück es manchmal so will, wurde das Fahrzeug 2019 zum Verkauf angeboten. Also habe ich mich auf den Weg Richtung Görlitz gemacht. Der Zustand war sehr gut. Lediglich einige Service-Arbeiten habe ich vorgenommen und den sehr gut erhaltenen Unterboden konserviert. Seither steht dieser Dakar ebenfalls bei mir. Die Laufleistung beträgt aktuell um die 160.000km. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich hierbei auch mal um das Präsentationsfahrzeug eines großen Mitsubishi-Autohaus handelte.

 

29/50

Dieser Dakar stand lange Zeit einige Orte von mir entfernt. Anfänglich wurde er immer nochmal bewegt, stand aber zuletzt lange auf einer Wiese. Trotz intensiver Suche nach dem Halter blieb mir der Erfolg verwehrt. Ende 2021 ging es dann ganz schnell. Erst tauchte der Dakar bei einem Händler in Chemnitz auf. Dieser forderte aufgrund des miserablen Zustands (gerissene Scheiben, massive Rostschäden an Rahmen und Karosse, enormer Wartungsstau, ...) schon einen recht hohen Preis. Doch der war schnell verkauft und tauchte bei einem Händler ganz im Westen wieder auf, welcher ihn für exorbitante 30.000 Euro im selben Zustand inserierte. Zum Erstaunen aller war er tatsächlich nach nicht allzu langer Zeit verkauft - wie viel tatsächlich bezahlt wurde, ist nicht bekannt.

 

30/50

Auch hier scheiterte der Kauf daran, dass der Verkäufer nicht zu erreichen war. An sich im relativ guten Zustand, aber einige Schweißarbeiten wären erforderlich gewesen. Außerdem fehlten die Rücksitzbank und der Radsatz. Der Preis war hingegen recht gut. Da der Verkäufer weder auf Nachricht per Mail noch auf Anrufe reagierte, gehe ich davon aus, dass er ihn wohl nicht verkauft hat.

 

32/50

Es geht wieder nach Österreich. Erstaunlicherweise handelt es sich hierbei erneut um den 2800 Intercooler Diesel. Der Zustand war recht gut und original, es fehlte wieder der Radsatz sowie der Frontbügel. Auch Rostbehandlung und Vorsorge sowie Wartung wäre von Nöten gewesen. Der war recht schnell verkauft.

 

36/50

Dieser stand ganz im Norden Deutschlands. Mit dem einstigen Besitzer hatte ich einmal Kontakt, weil er ein paar Fragen zum Dakar hatte. Auch hier wurde eine Restauration begonnen, es wären aber noch Schweißarbeiten notwendig gewesen. Vermutlich aus diesen Gründen wurde der Dakar dann abgegeben. Der Wagen befand sich sonst im sehr schönen und originalen Zustand trotz der hohen Laufleistung von über 200.000km.

 

38/50

Ein sehr gepflegtes aber auch leider etwas verbasteltes Fahrzeug wurde von einem großen Mitsubishi Autohaus verkauft. Frontbügel, Seitenschweller und Radsatz wurden aus mir völlig unverständlichen Gründen ersetzt durch wenig ansehnliche, qualitativ bei weitem nicht so hochwertige Zubehörteile ersetzt. Das Bedienteil für die Standheizung wurde kurzerhand an die nummerierte Plakette "Dakar" geschraubt. Sehr schade - sonst befand er sich im guten Zustand mit unter 100.000km. Aufgrund des hohen Preises hat mich dann die nicht vorhandene Originalausstattung zu sehr gestört.

 

39/50

Dieser Dakar befand sich ebenfalls in Norddeutschland und wies einen sehr gepflegten und absolut originalen Zustand auf. Leider habe ich den Verkauf verpasst. Aufgrund des guten Zustandes und eines angemessenen Preises war das Fahrzeug schnell verkauft.

 

44/50

Hierbei handelt es sich um meinen Scheunenfund, den ich aus dem Vogtland gerettet habe. Erstzulassung auf Mitsubishi Deutschland, gefahren wahrscheinlich von Jutta Kleinschmidt, der Rallye-Dakar Siegerin. Darauf deuten sowohl die vorhandenen Dokumente als auch die handsignierte Motorabdeckung hin. Derzeit bei mir in Restauration von Grund auf. Zuvor stand er fast 12 Jahre in einer kleinen Halle. Abgestellt wurde er wegen einer schwächelnden Kupplung und dann "vergessen". Dank des recht guten Abstellplatzes war der Zustand relativ gut - bei nur 80.000km.

 

47/50

Mein Prachtexemplar und Glücksgriff. Aus erster Hand mit allen Rechnungen und TÜV-Berichten sowie einem lückenlosen Mitsubishi-Scheckheft und 23.000 Kilometern konnte ich dieses Schmuckstück im einmaligen Zustand erwerben. Der Preis war natürlich entsprechend hoch, aber es hat sich defintiv gelohnt. Er steht bei mir sicher verwahrt und wird nur bei bestem Wetter bewegt.

 

48/50

Dieser Dakar "lief" mir zufällig über den Weg, als ich in Sachsen-Anhalt tätig war. Ich habe ihn durch Zufall auf einem großen Parkplatz gefunden. Bereits ein Bekannter hatte das Fahrzeug dort mal gesichtet. Er befindet sich ebenfalls im absolut originalen Zustand und war bestens erhalten.

 

 

Außerdem gibt es einige Dakars, denen ich keine Nummer zuordnen kann.

 

1) Ein Dakar, der ca. 2010 bei Kiesow verschrottet wurde. Leider war weder das Fahrzeug noch sonstige Daten dazu bei meinem Besuch aufzufinden.

2) Das Präsentationsfahrzeug für den Prospekt und die europaweite Werbung, ebenfalls mit unbekannter Nummerierung. Dieses Mal ein 2800 Intercooler Diesel mit Kennzeichen GG - MP700.

3) Der Dakar, den ich damals bei meinem Händler gesehen habe. Meiner Erinnerung nach war es eine Nummer 3 am Anfang, also 30-39 wäre möglich. Leider hat auch der Händler dazu keine Unterlagen mehr. Es handelte sich um einen V6, dieser wurde eher zugelassen als mein damaliger Dakar (Ende Oktober 1999)

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22.01.2022 22:26    |    SQ5-313    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: Mitsubishi, Pajero, V20

Bereits im letzten Jahr habe ich erneut einen Mitsubishi Pajero Dakar erworben. Somit steht nun der 3. der insgesamt weltweit 50 Stück bei mir. Zum Kauf bin ich eigentlich mehr durch Zufall gekommen. Der Wagen wurde aufgrund einer verschlissenen Kupplung vor ca. 12 Jahren abgemeldet und in einer Garage abgestellt und dort mehr oder minder vergessen. Nun entschloss sich der Besitzer zum Verkauf. Praktischerweise stand der Pajero nicht allzuweit von mir entfernt, sodass eine Besichtigung kurzfristig möglich war

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Standzeit wollte ich den Pajero nicht direkt starten, also machte ich mich in Begleitung meines Mitsubishi-Meisters auf den Weg um den Dakar auf dem Trailer abzuholen.

 

Ursprünglich hatte ich ihn als Ersatzteilspender für meine anderen beiden Dakar angedacht, da es ja so einige Teile gibt, die man weder für Geld noch für gute Worte bekommen kann. Nach einer ersten Begutachtung stellte sich der Zustand jedoch besser als gedacht dar, sodass ich mich für eine Restaurierung entschieden habe. Natürlich offenbaren sich nach der langen Standzeit einige Mängel, aber die Substanz ist gut! Zudem beträgt die Laufleistung lediglich 85.000km, selbstverständlich mit Scheckheft, Rechnungen und TÜV-Berichten nachweisbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

Begonnen wurde mit der Demontage der Anbauteile an der Karrosserie um eventuelle Rostschäden finden zu können. Zu meiner Überraschung fand sich nichts, alles sah einwandfrei aus. Lediglich an den neuralgischen Stellen, das sind Tank, Sprit- und Bremsleitungen hatte der Zahn der Zeit ordentlich genagt. Daher habe ich mit sehr viel Mühe und Zeit einen originalen Tank mit Pumpeinheit versorgen können. Somit konnte es an den Ausbau des alten Tanks gehen, der mit einiger Mühe und Aufwand verbunden war.

 

 

 

 

 

 

Anschließend wurden neue Spritleitungen montiert, das Kraftstoffsystem gereinigt, sämtliche Flüssigkeiten getauscht und eine neue Batterie eingesetzt. Doch zum Start kam es noch nicht - der Zündtransistor war leider defekt. Diesen habe ich als Originalteil geordert, immerhin fast 350 Euro. Umso mehr Freude bereitete der erste Startversuch. Zündschlüssel umdrehen und der V6 sprang sofort an. Kein orgeln, kein ruckeln, nichts. Der Motor lief sofort ruhig auf allen 6 Zylindern.

 

Demnächst werden alle Bremsen getauscht. Sämtliche Sättel, Scheiben, Belege und Leitungen sind bereits vorhanden. Interessanterweise waren alle Bremsen trotz der langen Standzeit freigängig.

Anschließend wird der gesamte Rahmen und Unterboden entrostet, konserviert und hohlraumversiegelt.

 

Außerdem geplant:

- Zahnriemenwechsel inkl. Wasserpumpe und Spannrollen

- Wechsel aller Lager und Gummibuchsen

- Diverse Lackierarbeiten sowie Lackaufbereitung und Versiegelung

- Montage der demontierten Anbauteile inkl. bereits vom Vorbesitzer demontieren Dakar Dachspoiler und Dakar Frontbügel

- Überholung und Erneuerung des gesamten Fahrwerks

- gründliche Reinigung und Aufarbeitung der sonst sehr gut erhaltenen Innenausstattung

- Tausch des Klimakompressors und Klimaservice

- komplett neuer Auspuff (der alte wäre zwar noch für ein paar Jahre ok, aber im Zuge der Konservierung des Unterbodens wird dieser ohnehin demontiert)

 

- - - Fortsetzung folgt - - -

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26.02.2019 23:31    |    SQ5-313    |    Kommentare (17)

Seit Dezember steht der S6 nicht mehr in meiner Garage. Er hat einen sehr zufriedenen neuen Besitzer gefunden. Nahezu wertgleich konnte ich bei meinem Stammhändler (der nun keinen Audi-Händlervertrag mehr hat) dessen letzten A8 4H erwerben. Lediglich 34.000 km standen auf dem Tacho. Hauptsächlich wurde er erworben, da für den S6 kein Nachfolger verfügbar war und er bis zur Ablöse bereits über 200.000 km auf dem Tacho gehabt hätte. Das wollte ich vermeiden.

 

 

 

 

 

 

Vom S6 zum A8 3.0 TDI - ein Abstieg? Wie man's nimmt! Qualitativ liegt der A8 eine ganze Liga darüber, er ist der perfekte Wagen für die gemütliche Langstrecke. Dort wird er auch eingesetzt. Er dient hauptsächlich zum Pendeln zwischen den Standorten. Dafür ist er gut geeignet, wenngleich die erheblich niedrigere Motorleistung im Vergleich zum S6 eine sehr große Umstellung war und ist. Gerade beim Beschleunigen macht sich das enorm bemerkbar, einmal in Fahrt, lässt es sich auch mit dem A8 gemütlich 200 km/h und mehr fahren. Emotionen? Wenig. Es ist eben ein Standarddiesel. Er tut seine Arbeit und fährt ganz passabel. Wobei man eher sagen sollte "fuhr". Seit dem Abgasupdate fährt er sich wesentlich schlechter. Leistung steht erst richtig ab 2.000 Touren zur Verfügung, das Turboloch ist ausgeprägter, der Verbrauch spürbar höher. Im Schnitt liege ich nun trotz nahezu optimaler Betriebsbedingungen (kaum Stadt, fast nur Langstrecke) bei über 10 Litern. Vorher waren es um die 8. Vor dem Kauf war mein Kenntnisstand, dass die 258 PS Variante nicht betroffen war. Eben deswegen und weil dieser Motor auch nicht von den zahlreichen Problemen der 262/272 PS Version (Kette, Spanner, Nockenwellen-Schäden, ...) betroffen ist, habe ich mich für diesen entschieden. Ärgerlich, aber nun nicht mehr zu ändern! Mein Audi Händler sucht nach einer Lösung, Ausgang offen. Ich habe aber wenig Hoffnung, dass sich da was tut.

 

 

 

Der Start verlief auch mehr als holprig. Seit Dezember haben wir erst 4.000 km im A8 hinter uns, da der Wagen bereits mehrfach zu Reparaturen in die Vertragswerkstatt musste. Kurz nach dem Kauf fiel mir die defekte Heckscheibenheizung aus, die durch einen Scheibentausch behoben wurde. Hier waren zunächst die Teile nicht lieferbar, sodass der Wagen knapp eine Woche ausfiel. Kurz darauf meldete das FIS einen Defekt an der Bremsanlage. Dieser wurde auf Garantie behoben. Aktuell gibt es Probleme mit den LED-Heckleuchten, diese sind undicht und ziehen Wasser. Sporadisch startet auch das MMI nicht beim ersten Mal oder erst mit deutlicher Verzögerung. Hier steht die Reparatur noch aus. Nicht gerade rühmlich für ein Oberklassefahrzeug mit gerade einmal 38.000 Kilometern! Ich hatte explizit nach einem ausgereiften Modell gesucht, um ein Fahrzeug zu haben, was nicht mit ständigen Werkstattbesuchen meine Zeit und Nerven raubt. Das ging gründlich daneben. Bleibt abzuwarten, ob dies zukünftig besser wird.

 

 

Mein Vertrauen in die Marke Audi ist, auch aufgrund zahlreicher Mängel und Problemen an den anderen Audis stark geschrumpft. Besonders ärgerlich ist der Umgang der Marke mit ihren Kunden, die Autohäuser bemühen sich jedoch. Deswegen werde ich auf kurz oder lange der Marke zumindest vorerst den Rücken kehren und zu BMW wechseln.

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27.10.2018 23:15    |    SQ5-313    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: A6, Audi, C5/4B

Beim Stöbern in alten Ordnern fielen mir einige Fotos von meinem ehemaligen A6 4B in die Hände - Zeit für einen kleinen Rückblick auf dieses Fahrzeug!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bereits 1999, als der 4B mit dem 2.7 BiTurbo aus dem S4 eingeführt wurde, hatte uns das Konzept begeistert und zum Kauf bewegt. Viele Jahre später suchte ich ein zuverlässiges Alltagsfahrzeug für die Familie und stieß dabei mehr durch Zufall auf einen A6 4B. Eine Limousine mit dem 2.7T Motor als 2002er Facelift Modell. Sehr selten war die Lackierung in "Delphingrau", welche dem heutigen Daytonagrau ziemlich nahe kommt. Zudem begeistert er mit einer sehr guten Ausstattung - später mehr dazu. Der Wagen machte einen sehr saubern, gepflegten Eindruck. Lediglich die Nockenwellenverstellung war in naher Zukunft austauschwürdig (ein altbekanntes Problem bei den 2.7T Motoren), wodurch ein ziemlich günstiger Einkaufspreis zustande kam. Bereits die ersten Kilometer in Richtung Heimat ließen das "2.7T-Gefühl" wieder aufkommen. Die Kraft, der sonore Klang und der vehemente Durchzug begeistern noch heute. Die 5-stufige TT schaltet schnell und sauber, nichts klappert, alles funktioniert perfekt. Die Recaro-Sitze bieten einen unwahrscheinlich guten Sitzkomfort und exzellenten Seitenhalt, selten habe ich so gute Sitze erlebt! Ebenso angenehm war die technische Ausstattung nebst RNS-D (später auf RNS-E umgerüstet) und Bose Soundsystem. Nachgerüstet wurde, zusätzlich zum werksseitig vorhandenen PDC Plus eine Rückfahrkamera mit automatischer Display-Umschaltung am Werksnavigationssystem.

 

Zu Hause angekommen, sichte ich zunächst die Unterlagen. Interessant was sich da so alles finden lässt. Audi selbst hatte dieses Fahrzeug seinerzeit als Ausstellungsstück gebaut, daher rührt wahrscheinlich auch die hochwertige Ausstattung inklusive Recaro-Sportsitzen in Buffalinoleder, Dekoreinlagen in Vavona Bernstein und allen technischen Raffinessen dieser Zeit. Das Scheckheft weißt einen penibel-sorgsamen Umgang der Vorbesitzer mit dem Fahrzeug aus: Jede Inspektion wurde bei Audi durchgeführt, die Umfänge reichen sogar weit über die Vorgaben von Audi hinaus.

 

Jede Fahrt mit dem 4B war eine Freude für mich - wenngleich ich ihn, im Gegensatz zum Rest der Familie - eher selten fuhr. Zudem lief der Wagen absolut zuverlässig. Reparaturen waren kaum nötig, der Wagen begeistert viel mehr mit hoher Qualität und Ausdauer. Er wurde allerdings auch weiterhin sehr ordentlich behandelt, immer warm- und kaltgefahren und bei Audi Scheckheft gepflegt. Er dankte es uns bis zuletzt.

 

 

 

 

Nachdem immer öfter der Wunsch nach einem Kombi laut wurde, entschieden wir uns, den A6 abzugeben. Eine Entscheidung die ich bereuen würde, doch zum Glück konnte ich ihn in gute Hände nach Österreich verkaufen. Der Käufer suchte bereits seit langem nach einer 2.7T Limousine und mein Wagen, im nahezu neuwertigen Zustand, war für ihn wie die Stecknadel im Heuhaufen. Noch heute bekomme ich regelmäßig Bilder vom Fahrzeug - er wird nur noch im Sommer bewegt und ausgesprochen gut gepflegt.

Nachfolger wurde ein Audi S6 4G Avant - den ich noch bis heute besitze.

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28.07.2018 22:24    |    SQ5-313    |    Kommentare (37)    |   Stichworte: A6, Audi, C6/4F

Man sieht ihm sein Alter kaum an - Walter De Silva verstand sein Handwerk wie kaum ein anderer. Der A6 4F wirkt immer noch zeitlos schön und braucht sich auch heute nicht zu verstecken.

Optik ist das eine - wie schlägt er sich nach dieser Zeit? Ein kurzes Resümee.

 

Im August 2007 - vor fast genau 11 Jahren erblickte der A6 im Werk Ingolstadt das Licht der Welt. Eine von vergleichsweise wenigen Limousinen, ausgestattet mit dem S-Line Exterieurpaket in einem kühlen Lichtsilber. Unter der Haube steckt ein 3.0 TDI Quattro mit 232 PS und - ebenfalls recht selten - 6-Gang Handschaltgetriebe.

11 Jahre später zeigt der Tacho einen Kilometerstand von 236.000 Kilometern. 6 Mal hat die Limousine aus Ingolstadt die Welt umrundet, ohne Macken, ohne Probleme. Denn der A6 macht vor allem eins: Fahren! Und fahren und fahren und fahren, zwischendurch ab und zu tanken und zum Service. Sonst war nichts, naja fast nichts. Zwei Spiegelgläser wurden ersetzt, zwei Glühbirnen, der Luftmassenmesser und zwei PDC-Sensoren. Sonst stand bisher keine außerplanmäßige Reparatur an. Die 236.000 Kilometer scheinen nahezu spurlos an ihm vorrübergegangen zu sein. Gut, hier und da findet sich ein kleiner Kratzer, aber das Lichtsilber scheint erstaunlich robust. Die Front ist nur von wenigen Steinschlägen gezeichnet. Ebenso frisch präsentiert sich der Innenraum, die Sitze sind kein bisschen durchgesessen, nichts klappert, alles wirkt frisch wie aus dem Werk - ich denke die Bilder sagen mehr als 1.000 Worte!

 

 

 

Die Lenkung ist noch straff, ebenso arbeitet das optionale und sehr empfehlenswerte Luftfahrwerk absolut fehlerfrei. Die Kupplung trennt sauber, der 3.0 TDI hat nichts von seiner Kraft verloren - seine 250 km/h schafft er immer noch, wenn auch mit entsprechendem Anlauf. Selbst der Dieselpartikelfilter zeigt sich unbeeindruckt von der Laufleistung. Er ist nicht einmal zu einem Drittel gefüllt. Ja, damals baute Audi wirklich noch ausgesprochen ausgereifte und zuverlässige Fahrzeuge. In den 11 Jahren stand er weitaus seltener in der Werkstatt als mein SQ7 im ersten Jahr. Und es ist immer noch eine Freunde mit ihm zu fahren, auch wenn ich persönlich ihn seltener bewege. Aus diesem Grund bleibt er auch noch eine ganze Weile bei uns, bis er wirklich nicht mehr fahren sollte. Denn: So ein gutes, zuverlässiges Auto findet man heute kaum noch! Den TÜV hat er dieses Jahr auf Anhieb ohne Mängel bestanden - wie immer. So stehen ihm noch viele weitere Kilometer bevor.

Bis zu 1.000 km kommt man mit einer Tankfüllung, das Reisen ist nicht nur aufgrund des Luftfahrwerks und der sehr komfortablen Sportsitze wirklich angenehm. Im Mittel hat er bisher 7,6 Liter auf 100 km verbraucht, Öl musste ich nie nachfüllen, auch sonst wurden die Betriebsflüssigkeiten nur turnusmäßig gewechselt.

 

Wenn ich mit ihm unterwegs bin, erwische ich mich immer wieder dabei, wie entspannend es doch sein kann, ein robustes und absolut verlässliches Fahrzeug zu haben. Gerade im Alltagsbetrieb. Vielleicht sollte ich den SQ7 doch durch ein etwas älteres Fahrzeug ersetzen... die gesparten Nerven und die gewonnene Zeit wiegen sicher das ein oder andere technische Schmankerl (wenn es denn funktionert...) auf.

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28.03.2018 17:22    |    SQ5-313    |    Kommentare (47)    |   Stichworte: Audi, C7/4G, S6

Im August 2012 wurde der S6 in Ingolstadt gebaut, fünfeinhalb Jahre später zeigt der Tacho nunmehr 120.000 Kilometer. Wie hat sich der S6 über diese Distanz geschlagen?

Der S6 ersetzte meinen Audi A6 BiTurbo der mir immer treue Dienste geleistet hat. Deswegen sollte ihm auch wieder ein gut motorisierter Audi folgen. Da ich mit dem 3.0 TFSI nie wirklich warm wurde blieb ich letztendlich beim 4.0 V8 des S6 hängen. Keine schlechte Entscheidung wie sich über die Jahre zeigte. Der Motor läuft nach wie vor absolut zuverlässig, ist sehr kraftvoll und absolut akzeptabel im Verbrauch. Über die gesamte Distanz liege ich bei 13,7 Litern / 100km wobei hauptsächlich zügige Autobahnetappen gefahren wurden. Damit ist er "sparsamer" als erwartet, wenn man das so nennen möchte. Sehr angenehm ist auch die Charakteristik des Motors. Kraft ist immer vorhanden, aber er wirkt dennoch nie hektisch - eine Wohltat, gerade auf Langstrecke.

Etwas weniger Lob verdient das Getriebe. Die 7-Gang S-Tronic macht ihre Sache gut, ist allerdings nicht ganz so komfortabel wie die 8-stufige TipTronic im RS6. Ich war dennoch zufrieden mit der S-Tronic, bis während des Servicetermins ein Softwareupdate aufgespielt wurde. Seither schaltet das Getriebe weitaus schlechter, insbesondere beim Anfahren ist das deutlich spürbar. Audi kann hierzu keine Lösung anbieten. Warum dann unbedingt dieses Update herausgebracht wurde kann man mit keiner vernünftigen Antwort unterfüttern.

 

Erstaunlich ist für mich auch nach wie vor die hohe Qualität der verwendeten Materialien im Innenraum. Er sieht noch aus (und riecht auch noch) wie ein Neuwagen. Man sieht keine Abnutzungsspuren oder Verschleiß, das ist wirklich ein riesiger Pluspunkt. Die S-Sportsitze sind klasse, bieten viel Seitenhalt und trotzdem viel Komfort. Die weißen abgesteppten Nähte sind eine echte Augenweide.

 

Mit den Fahrerassistenzsystem bin ich ebenfalls sehr zufrieden. Der S6 hat alle damals verfügbaren Helferlein verbaut, die man auch gern nutzt. Besonders gut ist das ACC, auf tempolimitierten Abschnitten und vor allem auf den Autobahnen im europäischen Ausland ist das ein sehr entspanntes Fahren, da das Fahrzeug sehr zuverlässig den Abstand zum Vordermann hält. Schätzen lernt man auch den Side Assist, der den toten Winkel des Avants zuverlässig ausmerzt. Aufgrund des S-Exterieurs ist der Audi nicht besonders gut einzuschätzen. Insbesondere beim rangieren in den engen Parkhäusern ist daher die 360 Grad Kamera eine tolle Sache, die ich definitiv wieder kaufen würde. Zum ersten Mal habe ich hier auch das Head Up Display - eine Sonderausstattung an die man sich schnell gewöhnen kann, da der Blick immer auf der Straße bleibt. Einzig den Nachtsichtassistenten würde ich nicht wieder nehmen, ich habe ihn in der ganzen Zeit vielleicht 10 Mal genutzt.

 

Reparaturen waren kaum nötig. Auf Garantie wurden zwei Temperaturfühler, ein Motorhaubenschloss und die Spiegelgläser wegen defekter Heizung ersetzt. Bei 95.000km wurde erstmalig die Bremse erneuert, die original Brembo Komponenten haben hier einwandfrei durchgehalten. Audi wechselte leider den Zulieferer - man merkt eine deutliche Verschlechterung der Qualität. Bei 116.000 Kilometern musste die Bremse an der Vorderachse erneut komplett ersetzt werden. Habe hier wieder Material von Brembo und nicht von Audi verbauen lassen. Seitdem ist alles wieder einwandfrei in Ordnung. Dennoch wäre es hier empfehlenswert, wenn man es sich aussuchen kann, einen S6 mit Keramikbremse zu kaufen. Diese Anlage ist über jeden Zweifel erhaben und hält nahezu ewig. Vor kurzem musste noch ein Radlager ersetzt werden. Insgesamt entstanden über die Jahre somit 2.200 Euro an außerplanmäßigen Werkstattkosten. Hält sich also im Rahmen, hoffen wir das es so bleibt.

 

Auch am S6 habe ich einige Sachen über die Jahre verändert. So wechselte ich Sommer- und Winterräder auf eine 9J breite Variante, die die Radkästen auch ohne Distanzscheiben ausfüllen und zumindest subjektiv eine bessere Straßenlage vermitteln. Im Innenraum wurden einige in meinen Augen unpassende Plastikteile durch Pendants in Klavierlack ersetzt. Außerdem war der S6 recht leise, die originale Audi Sportabgasanlage wurde hier für ein besseres Klangbild nachgerüstet. Bin damit ausgesprochen zufrieden. Mittlerweile machen die Klappen allerdings hin und wieder ein paar Probleme. Sollte hier ein Austausch nötig werden, käme eine Edelstahlanlage von HMS o.ä. zum Zuge. Sonst befindet sich der S6 im unverbastelten Originalzustand - so gefällt er mir am besten.

Würde ich das Fahrzeug noch mal kaufen? Auf jeden Fall! Der S6 bereitet mir nach wie vor viel Spaß, ist ausgesprochen zuverlässig und technisch immer noch auf einem aktuellen Stand. Selbst die Konfiguration würde ich nicht ändern - abgesehen von der Lackierung. Das Estorilblau sieht gigantisch aus, insbesondere wenn die Sonne die vielen Partikel zum Funkeln bringt. Aber es ist anfällig, sehr anfällig. Trotz Versiegelung und jährlicher Aufbereitung sieht man schnell wieder kleine Kratzer und Swirls, da der Lack scheinbar ziemlich weich ist. Daher würde ich nun eher zu Porsche Sportclassicgrau + Optikpaket schwarz tendieren, wenn ich erneut bestellen würde.

 

Wie geht es weiter?

Normalerweise halte ich meine Fahrzeuge nicht länger als bis zum 5. Jahr. Momentan bin ich mir allerdings etwas unschlüssig, was als Nachfolger in Frage käme. Auch aufgrund der Diesel-Thematik bzw. Filtersystemen für Benzin-Direkteinspritzer. Daher werde ich den S6 auch noch einige Zeit behalten, erreichen wird er vorraussichtlich 180.000 bis 200.000km. Ein neuer Audi wird es auch später aller Voraussicht nach nicht mehr werden. Das liegt nicht am wirklich zuverlässigen S6 sondern vielmehr an der Modellpolitik seitens Audi. Leider sehe ich schon am SQ7 dass die alte Qualität nicht mehr vorhanden ist und leider auch der Kundenservice spürbar nachgelassen hat. Kleine Händler fallen immer häufiger weg und seit einiger Zeit lässt dann die Durchführung der Arbeiten meinen Erfahrungen nach zu wünschen übrig. Schade, das hat früher einwandfrei funktioniert. Heute tritt man eher als Bittsteller auf, der mit lästigen Problemen auftaucht. BMW ist Audi, zumindest meinen Erfahrungen nach (aber auch viele Bekannte und Kollegen bestätigend das), einige Schritte vorraus. Hier ist eine Abholung des Fahrzeuges und ein kostenloser Leihwagen ebenso selbstverständlich wie eine vollumfängliche Betreuung bei Kauf und Service. Man muss sich quasi um nichts kümmern, so soll es auch sein bzw kannte ich das auch so von Audi. Heute bleibt man zum Teil mit der Aussage "Stand der Technik" oder "Komfortmangel" auf den Problemen sitzen - siehe Thematik Bremsen beim SQ7 oder Luftfederung / Lenkung etc.

 

Vor einigen Tagen hatte ich die Möglichkeit einen 550xi G30 zu fahren. Ein tolles Auto! Infotainment klar besser als bei Audi, hier hält nicht mal der Q7 oder A4 mit, tolle Extras wie das vollbelederte Amarturenbrett was beim A6 nie zu bekommen war und auch die weitaus größere Motorenauswahl überzeugen definitiv. Man merkt das hier anders investiert und an den Kunden herangetreten wird. Eine durchweg positive Erfahrung, die sich bei der Auswahl des Nachfolgers definitiv auswirken wird.

 

Zum Schluss noch etwas Statistik:

Gefahrene Kilometer: 120.000

Sommerreifen: 1x Bridgestone Potenza, 1x Pirelli P-Zero, 1x Conti SCS6

Winterreifen: 1x Dunlop SP Wintersport 3D, 1x Conti Winter Contact

Wartung: 4x Inspektion, 6x Ölwechsel (erst 5W30LL, nun 0W40)

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03.10.2017 14:27    |    SQ5-313    |    Kommentare (2)

Ich bitte darum eure Probleme mit den Bremsen kurz in einem Kommentar zu schildern, ich ergänze dann die Liste hier entsprechend. Somit könnte man Audi zumindest deutlich machen, dass es sich nicht um einen Einzelfall sondern um einen konstruktionsbedingten Mangel handelt.

 

1) SQ5-313:

20.000 km, Bremse 3x ersetzt, Quietschen insbesondere beim Rückwärtsfahren, mangelnde Bremswirkung, rubbeln beim Bremsen, Tragbild Bremsscheibe: Hotspots

 

2) PPL-1:

11.000 km, Quietschen beim Bremsen, Hotspots und Verfärbungen, Schleifgeräusche

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17.12.2016 17:31    |    SQ5-313    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: Mitsubishi, Pajero, V80

Seit einigen Tagen ist auch der bestellte Pajero in meinem Fuhrpark angekommen. Er wird mittelfristig einen Volkswagen Caddy 2K ersetzen.

Ursprünglich sollte der Pajero ein Sondermodell "SUV Star" werden. Allerdings ist in dieser Ausstattungsvariante leider kein vollwertiges Navi dabei. Aufgrund des sehr guten Angebotes meines Händlers habe ich mich daher für die all-in Variante namens Top entschieden. Im Innenraum bringt diese feine Ledersitze mit etwas wenig Seitenhalt, dafür starker Sitzheizung und sehr gutem Komfort mit. Zusätzlich verziert ein Wurzelholz-Aluminium Dekor den Innenraum. Einigen mag das altmodisch erscheinen, in Natura sieht es aber edel und dezent aus. Erstaunlich gut ist die Verarbeitung. Selbst auf schlechten Strecken klappert und knarzt nichts, auch die Spaltmaße sind genau gearbeitet. Chapeau! Das kann mancher Mercedes nicht so gut! Variabel ist die kurze Version ebenfalls. Bei umgeklappter Rücksitzbank ist der Kofferraum für meine Zwecke mehr als groß genug. Einzig das MMCS - Navigationssystem ist nicht ganz perfekt. Es wirkt teils ein wenig unstrukturiert, arbeitet aber schnell und belohnt mit einer hohen Auflösung. Der exzellente Klang des Mitsubishi-Power-Sound-Systems ist ebenfalls lobend zu erwähnen. Nach einigen Tagen kommt man mit dem Infotainment gut zurecht, etwas ablenkend ist aber nach wie vor die Bedienung via Touchscreen. Dies war mir schon im Touareg und anderen Fahrzeugen aufgefallen. Das Navi an sich ist sehr gut, Routenführungen werden schnell ausgeführt, die Ansagen sind präzise und selbst kleinere, eher unbekannte Straßen sind im Kartenmaterial verzeichnet. Auch die Rückfahrkamera, welche im Reserveradhalter montiert ist, ist sehr empfehlenswert. Ein klares Bild mit Sicherheitslinien erlaubt sehr genaues einparken. Sonst ist der Pajero aufgrund seiner Bauweise sehr übersichtlich. Bleiben wir kurz beim Exterieur. Bestellt wurde der Pajero im Effektlack "Grönlandweiß" und strahlt damit tatsächlich so schön wie die alten Audis im Perlmuttweiß. In der Ausstattungsvariante TOP fügen sich diverse Chrom- und Edelstahlzierelemente sehr schön in das Erscheinungsbild ein. Viele davon besitzen auch eine Funktion, beispielsweise lassen sich die Chrom-Türgriffschalen bei Bedarf schnell austauschen und verhindern effektiv ein Verkratzen des Lackes im Türgriffbereich. Zusätzlich zu den werksseitig montierten 18 Zoll Rädern habe ich einen Winterradsatz im selben Design mit Nokian Reifen versorgt. Diese laufen erstaunlich ruhig und bieten sowohl im Schnee, im Gelände und auch auf der Straße viel Grip.

 

Soweit zum Aussehen - wie fährt sich aber das Urgestein?

Kurz Vorglühen, es sind immerhin -5°C und starten. Der 3.2 DI-D nagelt vernehmlich, aber weitgehend vibrationsfrei vor sich hin. Die ersten Kilometer spule ich entspannt ab, die Automatik schaltet ruhig und ruckfrei, aber dennoch zügig. Der Pajero entschleunigt auch ein wenig, man hat nicht das Gefühl, besonders schnell ans Ziel kommen zu müssen. Jetzt hat er schon einige Kilometer hinter sich und ist spürbar leiser geworden, selbst beim Kaltstart nagelt er nun nicht mehr so laut. Nach einigen Kilometern wird er im Innenraum wirklich sehr leise, kein Vergleich zu den alten 2.8 Turbodieseln im Pajero V20 oder dem etwas rau laufenden 3.2 DI-D im Vorgänger V60. Mein V80 beschleunigt souverän. Die Leistung von 190 PS ist für das Fahrzeug vollkommen ausreichend, man hat wie gesagt sowieso nie das Gefühl, besonders schnell fahren zu müssen. Eine Autobahn wird er sowieso nur in den seltensten Fällen zu Gesicht bekommen. Das komfortable, aber keinesfalls schwammige Fahrwerk passt bestens zum Fahrwerk. Auch den famosen Allradantrieb konnte ich bereits testen. Auf einer Straße, die eher einem Feldweg gleicht und zudem mit einer starken Steigung ausgestattet war, hatte sich etwas Schnee und einiges Eis gehalten und für ungünstige Bedingungen gesorgt. Ein Sorento und ein X3 mussten bereits wieder rückwärts den Berg hinunter, wo schon andere PKW warteten. Mit dem Super Select auf 4HLC fuhr der Pajero gemütlich den vereisten Berg hinauf. Durchdrehende Räder werden im Fahrerinformationssystem angezeigt (man erkennt daher genau, wo das Fahrzeug Grip aufbauen kann und welche Räder keine Haftung haben) angezeigt. Der Pajero macht definitiv Spaß! Auch sonst kennt der Pajero keine Traktionsprobleme. Der Caddy hatte oftmals mit verschneiten Straßen & Steigungen heftig zu kämpfen bzw. kam gar nicht vorwärts. Beim Pajero kann man darüber nur schmunzeln - es geht immer weiter! Das Allradsystem ist sogar noch etwas ausgereifter als bei meinem Dakar von 1999. Die Bedienung ist aber beinahe identisch. Etwas sollte noch Erwähnung finden: Das Xenon-Licht. Selten habe ich eine so gute, homogene Ausleuchtung erlebt. Das Fernlicht ist ebenfalls Spitzenklasse!

 

Das wäre es fürs Erste vom Pajero!

Ich bin gespannt, wie er sich in der nächsten Zeit schlagen wird.

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21.10.2016 20:31    |    SQ5-313    |    Kommentare (15)

Vor fast zwei Jahren habe ich meinen Audi S5 mit dem 4.2 V8 Motor verkauft. So ganz vergessen konnte ich das Fahrzeug nie. Die zeitlose Form, der V8 Sound und die tolle Straßenlage trugen nicht unwesentlich dazu bei. Bei meinen Recherchen in diversen Gebrauchtwagenbörsen musste ich schnell feststellen, dass der S5 immer mehr an Wert gewonn. Mittlerweile liegt ein mit meinem S5 vergleichbares Fahrzeug rund 7.000 Euro höher als zum Zeitpunkt meines Verkaufs. Fahrzeuge mit wenigen Kilometern waren zudem sehr selten. Wenn man überhaupt eins fand, war es meist ein Handschalter, US-Reimport oder ein Fahrzeug mit unvollständiger Historie. Nach und nach weitete ich meine Suche auch auf den RS5 aus - natürlich wieder nur als Coupe! Vor kurzem stand ein nahezu einmaliges Fahrzeug zum Verkauf: Ein RS5 DTM. Ich war selbst etwas von der Bezeichnung verdutzt und informierte mich sogleich über diese DTM Edition. Es handelt sich dabei um exakt zwei Fahrzeuge in identischer Konfiguration, die von der Quattro GmbH anlässlich der DTM als Showfahrzeuge für den Audi Stand produziert wurden. Besonderheiten waren unter anderem die Individuallackierung in Zitronengelb inklusive diversen Dekorelementen in Wagenfarbe im Interieur. Dazu verbaute man die seltenen RS-Sportsitze mit pneumatisch verstellbaren Seitenwangen, die wieder mit gelben Nähten verziehrt wurden. Passend dazu gestaltete die Quattro GmbH die restlichen Bedienelemente. Dazu gab es einige DTM Logos, die ähnlich wie die S-Line Logos aussehen. Da es nur zwei Stück davon gibt, war mein Interesse augenblicklich geweckt. Schnell wurde ich mit dem aktuellen Besitzer handelseinig und konnte das Fahrzeug übernehmen. Es ist penibel gepflegt, man erkennt keine Spur der Abnutzung. Diesen Zustand möchte ich aufgrund der extremen Seltenheit und der sehr positiven Wertentwicklung auch zukünftig erhalten.

 

Die Liste der Sonderausstattungen ist gemäß des Sondermodells sehr reichhaltig:

 

 

Allgemeine Daten

Exterieur: Individuallackierung Audi Exclusive Zitronengelb

Interieur: RS-Schalensitze in Leder Audi Exclusive Schwarz / Zitronengelb mit Ziernähten in Zitronengelb, Lehnenabdeckung in Zitronengelb lackiert, Dekoreinlagen Audi Exclusive in Wagenfarbe, Bedienelemente in Wildleder mit Ziernaht in Zitronengelb

 

Ausstattung

• Adaptive Light (Kurvenlicht)

• Aluminium-Gussräder im 5V-Speichen-Design in Titanoptik matt glanzgedreht, Größe 9x20 mit Reifen 275/30 20

• Aluminium-Gussräder im 5-Arm Rotor-Design, hochglantschwarz, Front in Individuallackierung Zitronengelb Audi Exclusive, Größe 9x20 mit Reifen 275/30 20

• Audi Anschlussgarantie 3 Jahre / 100.000km

• Audi Connect

• Audi music interface

• Außenspiegel elektrisch anklappbar und elektrisch einstell- und beheizbar

• Außenspiegelgehäuse in Hochglanzschwarz lackiert Audi exclusive

• Bang und Olufson High End Soundsystem

• Bedienelemente Audi exclusive in Wildleder

• Bordwerkzeug und Wagenheber

• Dekoreinlagen in Wagenfarbe Audi Exclusive

• Design-Paket Carbon

• Diebstahlwarnanlage mit Innenraumüberwachung, Back-Up-Horn und Abschleppschutz

• Digitaler Radioempfang

• Drive Select

• Durchladeeinrichtung mit Skisack

• DVD-Player

• Dynamiklenkung

• Einparkhilfe vorn und hinten mit Rückfahrkamera

• Einstiegleisten individualisiert Audi exclusive

• Fahrerinformationssystem mit Farbdisplay

• Fernlichtassistent, Leuchtweitenregulierung automatisch / dynamisch

• Fußmatten mit farbigem Lederkeder und RS5-Schriftzug Audi exclusive

• Gepäckraum-Paket

• Geschwindigkeitsregelanlage / Tempomat

• Handyvorbereitung Bluetooth mit Audi Connect und SIM-Slot

• Heckspoiler elektrisch ausfahrbar

• Höchstgeschwindigkeit 280 km/h

• Individuallackierung Audi Exclusive

• Keramik-Bremsanlage vorn

• Komfortklimaautomatik 3 Zonen

• Komfortschlüssel / Keyless-Entry

• Lederausstattung (Paket 1) in Leder Valcona mit Rautensteppung Audi exclusive

• Lehnenabdeckung in Wagenfarbe lackiert für RS-Schalensitz vorn Audi exclusive in Zitronengelb

• Lenkrad Audi exclusive in Wildleder mit 12 Uhr Markierung

• Licht-/Regensensor

• Lichtpaket

• MMI Navigationssystem Plus

• Motorabdeckung Carbon Audi Exclusive

• Quattro mit Sportdifferential / Torque Vectoring

• Radschrauben mit Diebstahlsicherung

• Reifendruckkontroll-Anzeige

• RS-Schalensitze vorn

• Sicherheitsinnenspiegel automatisch abblendend

• Sitzheizung vorn

• Sportauspuffanlage

• Sportfahrwerk mit variabler Dämpferregelung

• Sportlederlenkrad im 3-Speichen-Design, unten abgeflacht, mit Schaltwippen und Multifunktion

• Sprachsteuerung

• Türarmlehnen beledert

• Xenon-Scheinwerfer Plus

 

EDIT: Leider hat sich die Bildqualität beim Upload massiv verschlechtert. Ich versuche dies noch zu beheben.

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24.09.2016 17:38    |    SQ5-313    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: 8R, Audi, SQ5

Seit wenigen Tagen ist der aktuelle Q5 nicht mehr bestellbar. Beim SQ5 werden nur noch begrenzt Bestellungen angenommen. Still und heimlich, ganz ohne einen großen Abschied, ließ Audi das Modell vom Markt verschwinden. Lediglich die sogenannte "Last Call Aktion" versprach eine Woche vor Bestellschluss noch mal hohe Rabatte. Bis zum Schluss waren die Bestelleingänge überaus hoch. Im August 2016 wurden noch einmal 2.285 Fahrzeuge neu zugelassen, was einer Steigerung von 60,9% gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet. Obwohl der Q5 seit Herbst 2008 auf dem Markt ist, erfreute er sich immer noch größter Beliebtheit. Waren es anfangs noch die 2.0 TDI Modelle, welche die hohen Stückzahlen brachten, änderte sich dies schlagartig mit der Vorstellung des SQ5 Ende 2012. Als die allerersten Fahrzeuge ausgeliefert wurden, kam ich ganz unerwartet zu einem SQ5. Ursprünglich sollte es ein Q7 werden, entweder als 4.2 TDI oder 6.0 V12 TDI. Nach diversen Probefahrten und zahlreichen Konfigurationen wollte ich die Bestellung bei meinem Stammhändler aufgeben. Dieser erwartete mich schon mit den Worten: "Vergiss deinen Q7, ich habe etwas besseres für dich!". Da ich mich gar nicht mit dem Q5 beschäftigt hatte, war ich zunächst vom Vorschlag des SQ5 wenig begeistert, bis der Verkäufer den Motor anließ und das Active Sound System erfüllte die Halle mit einem wunderbaren V8 Blubbern. Ich war sofort begeistert! Das möchte was heißen, da ich zu dieser Zeit noch einen S5 4.2 V8 mit Akrapovic Sportabgasanlage als Zweitwagen fuhr. Letzte Zweifel räumte die anschließende Probefahrt aus. Ich hätte nie gedacht, dass sich ein SUV so klasse fahren lässt. Eine dynamische Lenkung, das direkte Fahrwerk, der überaus kräftige Motor und der geniale, wenn auch künstliche Sound - es passte einfach alles! Genau dies hatte ich bei meinen zahlreichen Probefahrten mit X5, Q7, ML und Range Rover gesucht und noch nie so gefunden! Nach 180km stand das Auto wieder beim Händler und der Kaufvertrag wurde unterzeichnet. Das Auto hätte ich mir exakt so konfiguriert. Der leicht lila schimmernde Kristalleffektlack, die schwarz-roten BiColor Sportsitze und die umfangreiche Ausstattung ließen keine Zweifel offen. In der darauffolgenden Woche gehörte einer der ersten SQ5 bereits mir. Die Begeisterung, hier im Forum auch als das "Dauergrinsen" bezeichnet, wuchs von Tag zu Tag. Bisher hatte ich nur wenige Autos, die mich so sehr begeistert hatten. Diese Begeisterung führte dazu, dass ich mich hier bei Motortalk anmeldete um mich mit anderen SQ5-Besitzern auszutauschen. In Windeseile wurde ich Teil einer Community, die ich in dieser Form noch nie erlebt hatte. Es gab Statistiken über die gewählten Ausstattungen der Forenteilnehmer und schnell wurden auch die ersten Treffen organisiert. Das Auto namens SQ5 hat uns zu einer tollen Gemeinschaft gemacht - teils über 30 Fahrzeuge fanden sich bei den Treffen, es gab viel zu erzählen, Codierungen, Umbauten und diverse Optimierungen wurden vorgenommen. Wir besuchten verschiedene Teile Deutschlands, Bayern, Hessen und das Erzgebirge sind nur ein paar Orte von vielen. Der SQ5 begeisterte weiterhin. Erst recht mit der Erfindung des Soundmoduls für die Steigerung des serienmäßigen Motorsoundsystems. Das bereits beschriebene "Dauergrinsen" hielt Jahre an. Für uns stellte der SQ5 das nahezu perfekte Fahrzeug da. Häufig war von der eierlegenden Wollmilchsau zu lesen. Das stimmt tatsächlich: Leistung im Überfluss - viel Platz bei kompakten Abmaßen - ausreichend Komfort bei einem hohen Grad an Sportlichkeit. Doch auch der Q5 wusste zu begeistern. Während meiner SQ5-Zeit hatte ich ihn des öfteren als Ersatzwagen und wurde immer mehr zu einem Fan des Fahrzeuges. Die unterschiedlichen Ausstattungsmöglichkeiten und Designpakete lassen jeden Q5 individuell wirken - und jedes Konzept überzeugt. Sei es die sportliche Variante SQ5, ein komfortabel ausgestatteter Q5 mit dem 3.2 FSI V6 Benziner oder der 2.0 TDI mit Offroad-Paket. Alle haben ihren Charme!

Nach etwas mehr als drei tollen Jahren beschloss ich den SQ5 gegen einen neuen Q7 einzutauschen. Ein gestiegener Platzbedarf in Verbindung mit dem Wunsch nach etwas mehr Komfort ließen mich zu diesem Entschluss bringen. Leider kam der SQ7 erst sehr spät, sodass mein bestelltes Fahrzeug erst im Oktober geliefert wird. Den SQ5 nahm mein Händler aber sofort in Zahlung - zu einem Spitzenpreis. Gerade gebrauchte SQ5 waren hier so sehr nachgefragt, dass mein Händler händeringend nach Fahrzeugen suchte, die auch sofort weiterverkauft wurden. In den etwas mehr als 3 Jahren und 62.000km machte ich somit nicht einmal 25 Prozent Verlust. So günstig hätte kein Leasing sein können! Ein wenig traurig machte mich der Abschied schon - so viel hatte ich mit diesem Fahrzeug erlebt, viele neue Freunde kennen gelernt und ein tolles Forum entdeckt. Kurzum: Audi hatte mit diesem Fahrzeug einen großen Wurf gelandet!

Ob das mit dem neuen Q5 bzw. SQ5 auch gelingt? Das bleibt abzuwarten, aber die ersten Bilder versprechen ein schönes Fahrzeug, wenngleich man von der Front noch nicht viel zu sehen bekommt. Ich hoffe, diese wird optisch schöner gestaltet als beim neuen A5. Auch auf einen schönen Innenraum hoffe ich - das optisch aufgesetzt wirkende Display aus dem A4/A5 würde mich ein wenig enttäuschen, eine versenkbare Variante würde ich präferieren. Nun heißt es abwarten bis zum Freitag, dann wird der neue Q5 vorgestellt.

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10.08.2016 21:30    |    SQ5-313    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Mitsubishi, Pajero, V80

telDie aufmerksamen Leser meines Blogs werden sich an dieser Stelle sicher wundern. Wie kommt er denn vom Audi zum Japaner? Der Pajero hat mir schon immer sehr gut gefallen, besonders jetzt als Facelift. In den letzten Wintern musste ich feststellen, dass der VW Caddy nicht optimal fürs Gebirge geeignet ist. Das liegt einerseits an der Kombination aus Frontantrieb und kleinem Diesel. Damit kommt man auf verschneiter Fahrbahn insbesondere in Verbindung mit Steigungen nicht sehr weit. Ich hätte mir das im Vorraus besser vorgestellt, war da aber vermutlich etwas blauäugig. Nachdem im letzten Jahr mehrmals der Caddy aus dem Schnee geborgen werden musste, überlegte ich, was ein besserer Nachfolger sein könnte. Das zweite Manko war das Schaltgetriebe. Einerseits ist der Schaltpunkt zwischen 3. und 4. Gang beim 1.6 TDI bei 50 km/h denkbar ungünstig positioniert. Demzufolge fährt man in der Stadt häufig im 3. Gang und verbraucht aufgrund des erhöhten Drehzahlniveaus unötig viel Sprit. Im Durchschnitt waren es 8,4 Liter auf 100 km. Auch die Kupplung ist nicht die stabilste. Nach nicht einmal 60.000 Kilometern musste die Kupplung ausgetauscht werden. Kulanz gab es seitens VW nicht. Dies liegt weniger an der Fahrweise als viel mehr am schwachen Motor. Zudem sind die Materialien der Kupplung meiner Meinung nach zu schwach dimensioniert. Beim Vorgänger, einem VW Sharan war die Kupplung bei 316.000km - im Gegensatz zum Motor - noch einwandfrei!

Da ich sonst mit dem Konzept des Caddy zufrieden war, habe ich mir einen Caddy mit Allrad und Automatik konfiguriert. Mit der erforderlichen Ausstattung (Winterpaket, Alltrack wegen Fahrwerkshöherlegung, Navi, Xenon, ...) war mir der Caddy als Nutzfahrzeug deutlich zu teuer. Ein vergleichbarer Pajero war letztendlich fast 14 Prozent günstiger, obwohl er wesentlich besser ausgestattet ist und ein erhebliches besseres Allradsystem besitzt. Da ich bereits privat einen 99er Pajero Dakar fahre, ein auf 50 Stück limitiertes Sondermodell, und daher sehr gute Beziehungen zu unserem örtlichen Mitsubishi-Händler aufgebaut habe, fiel die Entscheidung für den Pajero nicht schwer.

 

 

Der Pajero wird in der Ausstattungsvariante "Top" bestellt, da nur diese ein Navi mitbringt. Die zusätzlichen Annehmlichkeiten nehme ich natürlich gern mit. Lackiert wird er in der Farbe "Grönlandweiß".

 

Liefertermin ist Ende September / Anfang Oktober. Also weitaus schneller als der Audi :).

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