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SQ5-313

Sat Jul 28 22:24:11 CEST 2018    |    SQ5-313    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: A6, Audi, C6/4F

Man sieht ihm sein Alter kaum an - Walter De Silva verstand sein Handwerk wie kaum ein anderer. Der A6 4F wirkt immer noch zeitlos schön und braucht sich auch heute nicht zu verstecken.

Optik ist das eine - wie schlägt er sich nach dieser Zeit? Ein kurzes Resümee.

 

Im August 2007 - vor fast genau 11 Jahren erblickte der A6 im Werk Ingolstadt das Licht der Welt. Eine von vergleichsweise wenigen Limousinen, ausgestattet mit dem S-Line Exterieurpaket in einem kühlen Lichtsilber. Unter der Haube steckt ein 3.0 TDI Quattro mit 232 PS und - ebenfalls recht selten - 6-Gang Handschaltgetriebe.

11 Jahre später zeigt der Tacho einen Kilometerstand von 236.000 Kilometern. 6 Mal hat die Limousine aus Ingolstadt die Welt umrundet, ohne Macken, ohne Probleme. Denn der A6 macht vor allem eins: Fahren! Und fahren und fahren und fahren, zwischendurch ab und zu tanken und zum Service. Sonst war nichts, naja fast nichts. Zwei Spiegelgläser wurden ersetzt, zwei Glühbirnen, der Luftmassenmesser und zwei PDC-Sensoren. Sonst stand bisher keine außerplanmäßige Reparatur an. Die 236.000 Kilometer scheinen nahezu spurlos an ihm vorrübergegangen zu sein. Gut, hier und da findet sich ein kleiner Kratzer, aber das Lichtsilber scheint erstaunlich robust. Die Front ist nur von wenigen Steinschlägen gezeichnet. Ebenso frisch präsentiert sich der Innenraum, die Sitze sind kein bisschen durchgesessen, nichts klappert, alles wirkt frisch wie aus dem Werk - ich denke die Bilder sagen mehr als 1.000 Worte!

 

 

 

Die Lenkung ist noch straff, ebenso arbeitet das optionale und sehr empfehlenswerte Luftfahrwerk absolut fehlerfrei. Die Kupplung trennt sauber, der 3.0 TDI hat nichts von seiner Kraft verloren - seine 250 km/h schafft er immer noch, wenn auch mit entsprechendem Anlauf. Selbst der Dieselpartikelfilter zeigt sich unbeeindruckt von der Laufleistung. Er ist nicht einmal zu einem Drittel gefüllt. Ja, damals baute Audi wirklich noch ausgesprochen ausgereifte und zuverlässige Fahrzeuge. In den 11 Jahren stand er weitaus seltener in der Werkstatt als mein SQ7 im ersten Jahr. Und es ist immer noch eine Freunde mit ihm zu fahren, auch wenn ich persönlich ihn seltener bewege. Aus diesem Grund bleibt er auch noch eine ganze Weile bei uns, bis er wirklich nicht mehr fahren sollte. Denn: So ein gutes, zuverlässiges Auto findet man heute kaum noch! Den TÜV hat er dieses Jahr auf Anhieb ohne Mängel bestanden - wie immer. So stehen ihm noch viele weitere Kilometer bevor.

Bis zu 1.000 km kommt man mit einer Tankfüllung, das Reisen ist nicht nur aufgrund des Luftfahrwerks und der sehr komfortablen Sportsitze wirklich angenehm. Im Mittel hat er bisher 7,6 Liter auf 100 km verbraucht, Öl musste ich nie nachfüllen, auch sonst wurden die Betriebsflüssigkeiten nur turnusmäßig gewechselt.

 

Wenn ich mit ihm unterwegs bin, erwische ich mich immer wieder dabei, wie entspannend es doch sein kann, ein robustes und absolut verlässliches Fahrzeug zu haben. Gerade im Alltagsbetrieb. Vielleicht sollte ich den SQ7 doch durch ein etwas älteres Fahrzeug ersetzen... die gesparten Nerven und die gewonnene Zeit wiegen sicher das ein oder andere technische Schmankerl (wenn es denn funktionert...) auf.

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Wed Mar 28 17:22:35 CEST 2018    |    SQ5-313    |    Kommentare (38)    |   Stichworte: Audi, C7/4G, S6

Im August 2012 wurde der S6 in Ingolstadt gebaut, fünfeinhalb Jahre später zeigt der Tacho nunmehr 120.000 Kilometer. Wie hat sich der S6 über diese Distanz geschlagen?

Der S6 ersetzte meinen Audi A6 BiTurbo der mir immer treue Dienste geleistet hat. Deswegen sollte ihm auch wieder ein gut motorisierter Audi folgen. Da ich mit dem 3.0 TFSI nie wirklich warm wurde blieb ich letztendlich beim 4.0 V8 des S6 hängen. Keine schlechte Entscheidung wie sich über die Jahre zeigte. Der Motor läuft nach wie vor absolut zuverlässig, ist sehr kraftvoll und absolut akzeptabel im Verbrauch. Über die gesamte Distanz liege ich bei 13,7 Litern / 100km wobei hauptsächlich zügige Autobahnetappen gefahren wurden. Damit ist er "sparsamer" als erwartet, wenn man das so nennen möchte. Sehr angenehm ist auch die Charakteristik des Motors. Kraft ist immer vorhanden, aber er wirkt dennoch nie hektisch - eine Wohltat, gerade auf Langstrecke.

Etwas weniger Lob verdient das Getriebe. Die 7-Gang S-Tronic macht ihre Sache gut, ist allerdings nicht ganz so komfortabel wie die 8-stufige TipTronic im RS6. Ich war dennoch zufrieden mit der S-Tronic, bis während des Servicetermins ein Softwareupdate aufgespielt wurde. Seither schaltet das Getriebe weitaus schlechter, insbesondere beim Anfahren ist das deutlich spürbar. Audi kann hierzu keine Lösung anbieten. Warum dann unbedingt dieses Update herausgebracht wurde kann man mit keiner vernünftigen Antwort unterfüttern.

 

Erstaunlich ist für mich auch nach wie vor die hohe Qualität der verwendeten Materialien im Innenraum. Er sieht noch aus (und riecht auch noch) wie ein Neuwagen. Man sieht keine Abnutzungsspuren oder Verschleiß, das ist wirklich ein riesiger Pluspunkt. Die S-Sportsitze sind klasse, bieten viel Seitenhalt und trotzdem viel Komfort. Die weißen abgesteppten Nähte sind eine echte Augenweide.

 

Mit den Fahrerassistenzsystem bin ich ebenfalls sehr zufrieden. Der S6 hat alle damals verfügbaren Helferlein verbaut, die man auch gern nutzt. Besonders gut ist das ACC, auf tempolimitierten Abschnitten und vor allem auf den Autobahnen im europäischen Ausland ist das ein sehr entspanntes Fahren, da das Fahrzeug sehr zuverlässig den Abstand zum Vordermann hält. Schätzen lernt man auch den Side Assist, der den toten Winkel des Avants zuverlässig ausmerzt. Aufgrund des S-Exterieurs ist der Audi nicht besonders gut einzuschätzen. Insbesondere beim rangieren in den engen Parkhäusern ist daher die 360 Grad Kamera eine tolle Sache, die ich definitiv wieder kaufen würde. Zum ersten Mal habe ich hier auch das Head Up Display - eine Sonderausstattung an die man sich schnell gewöhnen kann, da der Blick immer auf der Straße bleibt. Einzig den Nachtsichtassistenten würde ich nicht wieder nehmen, ich habe ihn in der ganzen Zeit vielleicht 10 Mal genutzt.

 

Reparaturen waren kaum nötig. Auf Garantie wurden zwei Temperaturfühler, ein Motorhaubenschloss und die Spiegelgläser wegen defekter Heizung ersetzt. Bei 95.000km wurde erstmalig die Bremse erneuert, die original Brembo Komponenten haben hier einwandfrei durchgehalten. Audi wechselte leider den Zulieferer - man merkt eine deutliche Verschlechterung der Qualität. Bei 116.000 Kilometern musste die Bremse an der Vorderachse erneut komplett ersetzt werden. Habe hier wieder Material von Brembo und nicht von Audi verbauen lassen. Seitdem ist alles wieder einwandfrei in Ordnung. Dennoch wäre es hier empfehlenswert, wenn man es sich aussuchen kann, einen S6 mit Keramikbremse zu kaufen. Diese Anlage ist über jeden Zweifel erhaben und hält nahezu ewig. Vor kurzem musste noch ein Radlager ersetzt werden. Insgesamt entstanden über die Jahre somit 2.200 Euro an außerplanmäßigen Werkstattkosten. Hält sich also im Rahmen, hoffen wir das es so bleibt.

 

Auch am S6 habe ich einige Sachen über die Jahre verändert. So wechselte ich Sommer- und Winterräder auf eine 9J breite Variante, die die Radkästen auch ohne Distanzscheiben ausfüllen und zumindest subjektiv eine bessere Straßenlage vermitteln. Im Innenraum wurden einige in meinen Augen unpassende Plastikteile durch Pendants in Klavierlack ersetzt. Außerdem war der S6 recht leise, die originale Audi Sportabgasanlage wurde hier für ein besseres Klangbild nachgerüstet. Bin damit ausgesprochen zufrieden. Mittlerweile machen die Klappen allerdings hin und wieder ein paar Probleme. Sollte hier ein Austausch nötig werden, käme eine Edelstahlanlage von HMS o.ä. zum Zuge. Sonst befindet sich der S6 im unverbastelten Originalzustand - so gefällt er mir am besten.

Würde ich das Fahrzeug noch mal kaufen? Auf jeden Fall! Der S6 bereitet mir nach wie vor viel Spaß, ist ausgesprochen zuverlässig und technisch immer noch auf einem aktuellen Stand. Selbst die Konfiguration würde ich nicht ändern - abgesehen von der Lackierung. Das Estorilblau sieht gigantisch aus, insbesondere wenn die Sonne die vielen Partikel zum Funkeln bringt. Aber es ist anfällig, sehr anfällig. Trotz Versiegelung und jährlicher Aufbereitung sieht man schnell wieder kleine Kratzer und Swirls, da der Lack scheinbar ziemlich weich ist. Daher würde ich nun eher zu Porsche Sportclassicgrau + Optikpaket schwarz tendieren, wenn ich erneut bestellen würde.

 

Wie geht es weiter?

Normalerweise halte ich meine Fahrzeuge nicht länger als bis zum 5. Jahr. Momentan bin ich mir allerdings etwas unschlüssig, was als Nachfolger in Frage käme. Auch aufgrund der Diesel-Thematik bzw. Filtersystemen für Benzin-Direkteinspritzer. Daher werde ich den S6 auch noch einige Zeit behalten, erreichen wird er vorraussichtlich 180.000 bis 200.000km. Ein neuer Audi wird es auch später aller Voraussicht nach nicht mehr werden. Das liegt nicht am wirklich zuverlässigen S6 sondern vielmehr an der Modellpolitik seitens Audi. Leider sehe ich schon am SQ7 dass die alte Qualität nicht mehr vorhanden ist und leider auch der Kundenservice spürbar nachgelassen hat. Kleine Händler fallen immer häufiger weg und seit einiger Zeit lässt dann die Durchführung der Arbeiten meinen Erfahrungen nach zu wünschen übrig. Schade, das hat früher einwandfrei funktioniert. Heute tritt man eher als Bittsteller auf, der mit lästigen Problemen auftaucht. BMW ist Audi, zumindest meinen Erfahrungen nach (aber auch viele Bekannte und Kollegen bestätigend das), einige Schritte vorraus. Hier ist eine Abholung des Fahrzeuges und ein kostenloser Leihwagen ebenso selbstverständlich wie eine vollumfängliche Betreuung bei Kauf und Service. Man muss sich quasi um nichts kümmern, so soll es auch sein bzw kannte ich das auch so von Audi. Heute bleibt man zum Teil mit der Aussage "Stand der Technik" oder "Komfortmangel" auf den Problemen sitzen - siehe Thematik Bremsen beim SQ7 oder Luftfederung / Lenkung etc.

 

Vor einigen Tagen hatte ich die Möglichkeit einen 550xi G30 zu fahren. Ein tolles Auto! Infotainment klar besser als bei Audi, hier hält nicht mal der Q7 oder A4 mit, tolle Extras wie das vollbelederte Amarturenbrett was beim A6 nie zu bekommen war und auch die weitaus größere Motorenauswahl überzeugen definitiv. Man merkt das hier anders investiert und an den Kunden herangetreten wird. Eine durchweg positive Erfahrung, die sich bei der Auswahl des Nachfolgers definitiv auswirken wird.

 

Zum Schluss noch etwas Statistik:

Gefahrene Kilometer: 120.000

Sommerreifen: 1x Bridgestone Potenza, 1x Pirelli P-Zero, 1x Conti SCS6

Winterreifen: 1x Dunlop SP Wintersport 3D, 1x Conti Winter Contact

Wartung: 4x Inspektion, 6x Ölwechsel (erst 5W30LL, nun 0W40)

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Tue Oct 03 14:27:37 CEST 2017    |    SQ5-313    |    Kommentare (2)

Ich bitte darum eure Probleme mit den Bremsen kurz in einem Kommentar zu schildern, ich ergänze dann die Liste hier entsprechend. Somit könnte man Audi zumindest deutlich machen, dass es sich nicht um einen Einzelfall sondern um einen konstruktionsbedingten Mangel handelt.

 

1) SQ5-313:

20.000 km, Bremse 3x ersetzt, Quietschen insbesondere beim Rückwärtsfahren, mangelnde Bremswirkung, rubbeln beim Bremsen, Tragbild Bremsscheibe: Hotspots

 

2) PPL-1:

11.000 km, Quietschen beim Bremsen, Hotspots und Verfärbungen, Schleifgeräusche

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Sat Dec 17 17:31:57 CET 2016    |    SQ5-313    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: Mitsubishi, Pajero, V80

Seit einigen Tagen ist auch der bestellte Pajero in meinem Fuhrpark angekommen. Er wird mittelfristig einen Volkswagen Caddy 2K ersetzen.

Ursprünglich sollte der Pajero ein Sondermodell "SUV Star" werden. Allerdings ist in dieser Ausstattungsvariante leider kein vollwertiges Navi dabei. Aufgrund des sehr guten Angebotes meines Händlers habe ich mich daher für die all-in Variante namens Top entschieden. Im Innenraum bringt diese feine Ledersitze mit etwas wenig Seitenhalt, dafür starker Sitzheizung und sehr gutem Komfort mit. Zusätzlich verziert ein Wurzelholz-Aluminium Dekor den Innenraum. Einigen mag das altmodisch erscheinen, in Natura sieht es aber edel und dezent aus. Erstaunlich gut ist die Verarbeitung. Selbst auf schlechten Strecken klappert und knarzt nichts, auch die Spaltmaße sind genau gearbeitet. Chapeau! Das kann mancher Mercedes nicht so gut! Variabel ist die kurze Version ebenfalls. Bei umgeklappter Rücksitzbank ist der Kofferraum für meine Zwecke mehr als groß genug. Einzig das MMCS - Navigationssystem ist nicht ganz perfekt. Es wirkt teils ein wenig unstrukturiert, arbeitet aber schnell und belohnt mit einer hohen Auflösung. Der exzellente Klang des Mitsubishi-Power-Sound-Systems ist ebenfalls lobend zu erwähnen. Nach einigen Tagen kommt man mit dem Infotainment gut zurecht, etwas ablenkend ist aber nach wie vor die Bedienung via Touchscreen. Dies war mir schon im Touareg und anderen Fahrzeugen aufgefallen. Das Navi an sich ist sehr gut, Routenführungen werden schnell ausgeführt, die Ansagen sind präzise und selbst kleinere, eher unbekannte Straßen sind im Kartenmaterial verzeichnet. Auch die Rückfahrkamera, welche im Reserveradhalter montiert ist, ist sehr empfehlenswert. Ein klares Bild mit Sicherheitslinien erlaubt sehr genaues einparken. Sonst ist der Pajero aufgrund seiner Bauweise sehr übersichtlich. Bleiben wir kurz beim Exterieur. Bestellt wurde der Pajero im Effektlack "Grönlandweiß" und strahlt damit tatsächlich so schön wie die alten Audis im Perlmuttweiß. In der Ausstattungsvariante TOP fügen sich diverse Chrom- und Edelstahlzierelemente sehr schön in das Erscheinungsbild ein. Viele davon besitzen auch eine Funktion, beispielsweise lassen sich die Chrom-Türgriffschalen bei Bedarf schnell austauschen und verhindern effektiv ein Verkratzen des Lackes im Türgriffbereich. Zusätzlich zu den werksseitig montierten 18 Zoll Rädern habe ich einen Winterradsatz im selben Design mit Nokian Reifen versorgt. Diese laufen erstaunlich ruhig und bieten sowohl im Schnee, im Gelände und auch auf der Straße viel Grip.

 

Soweit zum Aussehen - wie fährt sich aber das Urgestein?

Kurz Vorglühen, es sind immerhin -5°C und starten. Der 3.2 DI-D nagelt vernehmlich, aber weitgehend vibrationsfrei vor sich hin. Die ersten Kilometer spule ich entspannt ab, die Automatik schaltet ruhig und ruckfrei, aber dennoch zügig. Der Pajero entschleunigt auch ein wenig, man hat nicht das Gefühl, besonders schnell ans Ziel kommen zu müssen. Jetzt hat er schon einige Kilometer hinter sich und ist spürbar leiser geworden, selbst beim Kaltstart nagelt er nun nicht mehr so laut. Nach einigen Kilometern wird er im Innenraum wirklich sehr leise, kein Vergleich zu den alten 2.8 Turbodieseln im Pajero V20 oder dem etwas rau laufenden 3.2 DI-D im Vorgänger V60. Mein V80 beschleunigt souverän. Die Leistung von 190 PS ist für das Fahrzeug vollkommen ausreichend, man hat wie gesagt sowieso nie das Gefühl, besonders schnell fahren zu müssen. Eine Autobahn wird er sowieso nur in den seltensten Fällen zu Gesicht bekommen. Das komfortable, aber keinesfalls schwammige Fahrwerk passt bestens zum Fahrwerk. Auch den famosen Allradantrieb konnte ich bereits testen. Auf einer Straße, die eher einem Feldweg gleicht und zudem mit einer starken Steigung ausgestattet war, hatte sich etwas Schnee und einiges Eis gehalten und für ungünstige Bedingungen gesorgt. Ein Sorento und ein X3 mussten bereits wieder rückwärts den Berg hinunter, wo schon andere PKW warteten. Mit dem Super Select auf 4HLC fuhr der Pajero gemütlich den vereisten Berg hinauf. Durchdrehende Räder werden im Fahrerinformationssystem angezeigt (man erkennt daher genau, wo das Fahrzeug Grip aufbauen kann und welche Räder keine Haftung haben) angezeigt. Der Pajero macht definitiv Spaß! Auch sonst kennt der Pajero keine Traktionsprobleme. Der Caddy hatte oftmals mit verschneiten Straßen & Steigungen heftig zu kämpfen bzw. kam gar nicht vorwärts. Beim Pajero kann man darüber nur schmunzeln - es geht immer weiter! Das Allradsystem ist sogar noch etwas ausgereifter als bei meinem Dakar von 1999. Die Bedienung ist aber beinahe identisch. Etwas sollte noch Erwähnung finden: Das Xenon-Licht. Selten habe ich eine so gute, homogene Ausleuchtung erlebt. Das Fernlicht ist ebenfalls Spitzenklasse!

 

Das wäre es fürs Erste vom Pajero!

Ich bin gespannt, wie er sich in der nächsten Zeit schlagen wird.

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Fri Oct 21 20:31:38 CEST 2016    |    SQ5-313    |    Kommentare (15)

Vor fast zwei Jahren habe ich meinen Audi S5 mit dem 4.2 V8 Motor verkauft. So ganz vergessen konnte ich das Fahrzeug nie. Die zeitlose Form, der V8 Sound und die tolle Straßenlage trugen nicht unwesentlich dazu bei. Bei meinen Recherchen in diversen Gebrauchtwagenbörsen musste ich schnell feststellen, dass der S5 immer mehr an Wert gewonn. Mittlerweile liegt ein mit meinem S5 vergleichbares Fahrzeug rund 7.000 Euro höher als zum Zeitpunkt meines Verkaufs. Fahrzeuge mit wenigen Kilometern waren zudem sehr selten. Wenn man überhaupt eins fand, war es meist ein Handschalter, US-Reimport oder ein Fahrzeug mit unvollständiger Historie. Nach und nach weitete ich meine Suche auch auf den RS5 aus - natürlich wieder nur als Coupe! Vor kurzem stand ein nahezu einmaliges Fahrzeug zum Verkauf: Ein RS5 DTM. Ich war selbst etwas von der Bezeichnung verdutzt und informierte mich sogleich über diese DTM Edition. Es handelt sich dabei um exakt zwei Fahrzeuge in identischer Konfiguration, die von der Quattro GmbH anlässlich der DTM als Showfahrzeuge für den Audi Stand produziert wurden. Besonderheiten waren unter anderem die Individuallackierung in Zitronengelb inklusive diversen Dekorelementen in Wagenfarbe im Interieur. Dazu verbaute man die seltenen RS-Sportsitze mit pneumatisch verstellbaren Seitenwangen, die wieder mit gelben Nähten verziehrt wurden. Passend dazu gestaltete die Quattro GmbH die restlichen Bedienelemente. Dazu gab es einige DTM Logos, die ähnlich wie die S-Line Logos aussehen. Da es nur zwei Stück davon gibt, war mein Interesse augenblicklich geweckt. Schnell wurde ich mit dem aktuellen Besitzer handelseinig und konnte das Fahrzeug übernehmen. Es ist penibel gepflegt, man erkennt keine Spur der Abnutzung. Diesen Zustand möchte ich aufgrund der extremen Seltenheit und der sehr positiven Wertentwicklung auch zukünftig erhalten.

 

Die Liste der Sonderausstattungen ist gemäß des Sondermodells sehr reichhaltig:

 

 

Allgemeine Daten

Exterieur: Individuallackierung Audi Exclusive Zitronengelb

Interieur: RS-Schalensitze in Leder Audi Exclusive Schwarz / Zitronengelb mit Ziernähten in Zitronengelb, Lehnenabdeckung in Zitronengelb lackiert, Dekoreinlagen Audi Exclusive in Wagenfarbe, Bedienelemente in Wildleder mit Ziernaht in Zitronengelb

 

Ausstattung

• Adaptive Light (Kurvenlicht)

• Aluminium-Gussräder im 5V-Speichen-Design in Titanoptik matt glanzgedreht, Größe 9x20 mit Reifen 275/30 20

• Aluminium-Gussräder im 5-Arm Rotor-Design, hochglantschwarz, Front in Individuallackierung Zitronengelb Audi Exclusive, Größe 9x20 mit Reifen 275/30 20

• Audi Anschlussgarantie 3 Jahre / 100.000km

• Audi Connect

• Audi music interface

• Außenspiegel elektrisch anklappbar und elektrisch einstell- und beheizbar

• Außenspiegelgehäuse in Hochglanzschwarz lackiert Audi exclusive

• Bang und Olufson High End Soundsystem

• Bedienelemente Audi exclusive in Wildleder

• Bordwerkzeug und Wagenheber

• Dekoreinlagen in Wagenfarbe Audi Exclusive

• Design-Paket Carbon

• Diebstahlwarnanlage mit Innenraumüberwachung, Back-Up-Horn und Abschleppschutz

• Digitaler Radioempfang

• Drive Select

• Durchladeeinrichtung mit Skisack

• DVD-Player

• Dynamiklenkung

• Einparkhilfe vorn und hinten mit Rückfahrkamera

• Einstiegleisten individualisiert Audi exclusive

• Fahrerinformationssystem mit Farbdisplay

• Fernlichtassistent, Leuchtweitenregulierung automatisch / dynamisch

• Fußmatten mit farbigem Lederkeder und RS5-Schriftzug Audi exclusive

• Gepäckraum-Paket

• Geschwindigkeitsregelanlage / Tempomat

• Handyvorbereitung Bluetooth mit Audi Connect und SIM-Slot

• Heckspoiler elektrisch ausfahrbar

• Höchstgeschwindigkeit 280 km/h

• Individuallackierung Audi Exclusive

• Keramik-Bremsanlage vorn

• Komfortklimaautomatik 3 Zonen

• Komfortschlüssel / Keyless-Entry

• Lederausstattung (Paket 1) in Leder Valcona mit Rautensteppung Audi exclusive

• Lehnenabdeckung in Wagenfarbe lackiert für RS-Schalensitz vorn Audi exclusive in Zitronengelb

• Lenkrad Audi exclusive in Wildleder mit 12 Uhr Markierung

• Licht-/Regensensor

• Lichtpaket

• MMI Navigationssystem Plus

• Motorabdeckung Carbon Audi Exclusive

• Quattro mit Sportdifferential / Torque Vectoring

• Radschrauben mit Diebstahlsicherung

• Reifendruckkontroll-Anzeige

• RS-Schalensitze vorn

• Sicherheitsinnenspiegel automatisch abblendend

• Sitzheizung vorn

• Sportauspuffanlage

• Sportfahrwerk mit variabler Dämpferregelung

• Sportlederlenkrad im 3-Speichen-Design, unten abgeflacht, mit Schaltwippen und Multifunktion

• Sprachsteuerung

• Türarmlehnen beledert

• Xenon-Scheinwerfer Plus

 

EDIT: Leider hat sich die Bildqualität beim Upload massiv verschlechtert. Ich versuche dies noch zu beheben.

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Sat Sep 24 17:38:36 CEST 2016    |    SQ5-313    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: 8R, Audi, SQ5

Seit wenigen Tagen ist der aktuelle Q5 nicht mehr bestellbar. Beim SQ5 werden nur noch begrenzt Bestellungen angenommen. Still und heimlich, ganz ohne einen großen Abschied, ließ Audi das Modell vom Markt verschwinden. Lediglich die sogenannte "Last Call Aktion" versprach eine Woche vor Bestellschluss noch mal hohe Rabatte. Bis zum Schluss waren die Bestelleingänge überaus hoch. Im August 2016 wurden noch einmal 2.285 Fahrzeuge neu zugelassen, was einer Steigerung von 60,9% gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet. Obwohl der Q5 seit Herbst 2008 auf dem Markt ist, erfreute er sich immer noch größter Beliebtheit. Waren es anfangs noch die 2.0 TDI Modelle, welche die hohen Stückzahlen brachten, änderte sich dies schlagartig mit der Vorstellung des SQ5 Ende 2012. Als die allerersten Fahrzeuge ausgeliefert wurden, kam ich ganz unerwartet zu einem SQ5. Ursprünglich sollte es ein Q7 werden, entweder als 4.2 TDI oder 6.0 V12 TDI. Nach diversen Probefahrten und zahlreichen Konfigurationen wollte ich die Bestellung bei meinem Stammhändler aufgeben. Dieser erwartete mich schon mit den Worten: "Vergiss deinen Q7, ich habe etwas besseres für dich!". Da ich mich gar nicht mit dem Q5 beschäftigt hatte, war ich zunächst vom Vorschlag des SQ5 wenig begeistert, bis der Verkäufer den Motor anließ und das Active Sound System erfüllte die Halle mit einem wunderbaren V8 Blubbern. Ich war sofort begeistert! Das möchte was heißen, da ich zu dieser Zeit noch einen S5 4.2 V8 mit Akrapovic Sportabgasanlage als Zweitwagen fuhr. Letzte Zweifel räumte die anschließende Probefahrt aus. Ich hätte nie gedacht, dass sich ein SUV so klasse fahren lässt. Eine dynamische Lenkung, das direkte Fahrwerk, der überaus kräftige Motor und der geniale, wenn auch künstliche Sound - es passte einfach alles! Genau dies hatte ich bei meinen zahlreichen Probefahrten mit X5, Q7, ML und Range Rover gesucht und noch nie so gefunden! Nach 180km stand das Auto wieder beim Händler und der Kaufvertrag wurde unterzeichnet. Das Auto hätte ich mir exakt so konfiguriert. Der leicht lila schimmernde Kristalleffektlack, die schwarz-roten BiColor Sportsitze und die umfangreiche Ausstattung ließen keine Zweifel offen. In der darauffolgenden Woche gehörte einer der ersten SQ5 bereits mir. Die Begeisterung, hier im Forum auch als das "Dauergrinsen" bezeichnet, wuchs von Tag zu Tag. Bisher hatte ich nur wenige Autos, die mich so sehr begeistert hatten. Diese Begeisterung führte dazu, dass ich mich hier bei Motortalk anmeldete um mich mit anderen SQ5-Besitzern auszutauschen. In Windeseile wurde ich Teil einer Community, die ich in dieser Form noch nie erlebt hatte. Es gab Statistiken über die gewählten Ausstattungen der Forenteilnehmer und schnell wurden auch die ersten Treffen organisiert. Das Auto namens SQ5 hat uns zu einer tollen Gemeinschaft gemacht - teils über 30 Fahrzeuge fanden sich bei den Treffen, es gab viel zu erzählen, Codierungen, Umbauten und diverse Optimierungen wurden vorgenommen. Wir besuchten verschiedene Teile Deutschlands, Bayern, Hessen und das Erzgebirge sind nur ein paar Orte von vielen. Der SQ5 begeisterte weiterhin. Erst recht mit der Erfindung des Soundmoduls für die Steigerung des serienmäßigen Motorsoundsystems. Das bereits beschriebene "Dauergrinsen" hielt Jahre an. Für uns stellte der SQ5 das nahezu perfekte Fahrzeug da. Häufig war von der eierlegenden Wollmilchsau zu lesen. Das stimmt tatsächlich: Leistung im Überfluss - viel Platz bei kompakten Abmaßen - ausreichend Komfort bei einem hohen Grad an Sportlichkeit. Doch auch der Q5 wusste zu begeistern. Während meiner SQ5-Zeit hatte ich ihn des öfteren als Ersatzwagen und wurde immer mehr zu einem Fan des Fahrzeuges. Die unterschiedlichen Ausstattungsmöglichkeiten und Designpakete lassen jeden Q5 individuell wirken - und jedes Konzept überzeugt. Sei es die sportliche Variante SQ5, ein komfortabel ausgestatteter Q5 mit dem 3.2 FSI V6 Benziner oder der 2.0 TDI mit Offroad-Paket. Alle haben ihren Charme!

Nach etwas mehr als drei tollen Jahren beschloss ich den SQ5 gegen einen neuen Q7 einzutauschen. Ein gestiegener Platzbedarf in Verbindung mit dem Wunsch nach etwas mehr Komfort ließen mich zu diesem Entschluss bringen. Leider kam der SQ7 erst sehr spät, sodass mein bestelltes Fahrzeug erst im Oktober geliefert wird. Den SQ5 nahm mein Händler aber sofort in Zahlung - zu einem Spitzenpreis. Gerade gebrauchte SQ5 waren hier so sehr nachgefragt, dass mein Händler händeringend nach Fahrzeugen suchte, die auch sofort weiterverkauft wurden. In den etwas mehr als 3 Jahren und 62.000km machte ich somit nicht einmal 25 Prozent Verlust. So günstig hätte kein Leasing sein können! Ein wenig traurig machte mich der Abschied schon - so viel hatte ich mit diesem Fahrzeug erlebt, viele neue Freunde kennen gelernt und ein tolles Forum entdeckt. Kurzum: Audi hatte mit diesem Fahrzeug einen großen Wurf gelandet!

Ob das mit dem neuen Q5 bzw. SQ5 auch gelingt? Das bleibt abzuwarten, aber die ersten Bilder versprechen ein schönes Fahrzeug, wenngleich man von der Front noch nicht viel zu sehen bekommt. Ich hoffe, diese wird optisch schöner gestaltet als beim neuen A5. Auch auf einen schönen Innenraum hoffe ich - das optisch aufgesetzt wirkende Display aus dem A4/A5 würde mich ein wenig enttäuschen, eine versenkbare Variante würde ich präferieren. Nun heißt es abwarten bis zum Freitag, dann wird der neue Q5 vorgestellt.

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Wed Aug 10 21:30:52 CEST 2016    |    SQ5-313    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Mitsubishi, Pajero, V80

telDie aufmerksamen Leser meines Blogs werden sich an dieser Stelle sicher wundern. Wie kommt er denn vom Audi zum Japaner? Der Pajero hat mir schon immer sehr gut gefallen, besonders jetzt als Facelift. In den letzten Wintern musste ich feststellen, dass der VW Caddy nicht optimal fürs Gebirge geeignet ist. Das liegt einerseits an der Kombination aus Frontantrieb und kleinem Diesel. Damit kommt man auf verschneiter Fahrbahn insbesondere in Verbindung mit Steigungen nicht sehr weit. Ich hätte mir das im Vorraus besser vorgestellt, war da aber vermutlich etwas blauäugig. Nachdem im letzten Jahr mehrmals der Caddy aus dem Schnee geborgen werden musste, überlegte ich, was ein besserer Nachfolger sein könnte. Das zweite Manko war das Schaltgetriebe. Einerseits ist der Schaltpunkt zwischen 3. und 4. Gang beim 1.6 TDI bei 50 km/h denkbar ungünstig positioniert. Demzufolge fährt man in der Stadt häufig im 3. Gang und verbraucht aufgrund des erhöhten Drehzahlniveaus unötig viel Sprit. Im Durchschnitt waren es 8,4 Liter auf 100 km. Auch die Kupplung ist nicht die stabilste. Nach nicht einmal 60.000 Kilometern musste die Kupplung ausgetauscht werden. Kulanz gab es seitens VW nicht. Dies liegt weniger an der Fahrweise als viel mehr am schwachen Motor. Zudem sind die Materialien der Kupplung meiner Meinung nach zu schwach dimensioniert. Beim Vorgänger, einem VW Sharan war die Kupplung bei 316.000km - im Gegensatz zum Motor - noch einwandfrei!

Da ich sonst mit dem Konzept des Caddy zufrieden war, habe ich mir einen Caddy mit Allrad und Automatik konfiguriert. Mit der erforderlichen Ausstattung (Winterpaket, Alltrack wegen Fahrwerkshöherlegung, Navi, Xenon, ...) war mir der Caddy als Nutzfahrzeug deutlich zu teuer. Ein vergleichbarer Pajero war letztendlich fast 14 Prozent günstiger, obwohl er wesentlich besser ausgestattet ist und ein erhebliches besseres Allradsystem besitzt. Da ich bereits privat einen 99er Pajero Dakar fahre, ein auf 50 Stück limitiertes Sondermodell, und daher sehr gute Beziehungen zu unserem örtlichen Mitsubishi-Händler aufgebaut habe, fiel die Entscheidung für den Pajero nicht schwer.

 

 

Der Pajero wird in der Ausstattungsvariante "Top" bestellt, da nur diese ein Navi mitbringt. Die zusätzlichen Annehmlichkeiten nehme ich natürlich gern mit. Lackiert wird er in der Farbe "Grönlandweiß".

 

Liefertermin ist Ende September / Anfang Oktober. Also weitaus schneller als der Audi :).

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Thu Jul 21 16:14:28 CEST 2016    |    SQ5-313    |    Kommentare (6)

Wunschtermin für das Treffen

Bitte den gewünschten Termin auswählen. Es ist eine Mehrfachauswahl möglich, d.h. bitte alle Termine angeben, bei denen ihr dabei sein könnt. Der Termin mit den meisten Stimmen gewinnt.

Am 17./18. September müsste sich jemand anderes um die Organisation kümmern, da ich selbst an diesem Termin nicht da bin.

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Sat Feb 27 20:27:31 CET 2016    |    SQ5-313    |    Kommentare (0)

Vorwort

Mein Audi-Händler hatte mir im letzten Jahr den neuen Q7 3.0 TDI zum Testen mitgegeben. Ich bin das Fahrzeug ein Wochenende lang gefahren.

 

Exterieur

Der neue Q7 polarisiert. Einige finden ihn optisch gelungen, da er weniger dick aufträgt als der dominante Vorgänger. Anderen ist er nicht dominant genug. Mir gefällt er gut, besonders in einer dunklen Lackierung. Lediglich das S-Line Exterieurpaket habe ich beim Vorführwagen etwas vermisst. Die robuste Plastik-Optik der Serienausstattung passt nicht hundertprozentig zum edlen Auftritt des Q7. Die Proportionen wirken stimmig, auch wenn der große Kühlergrill optisch etwas zu stark in Erscheinung tritt. Ich würde daher eher zum Optikpaket Titanschwarz tendieren.

 

Interieur

Der alte Q7 war in die Jahre gekommen - umso moderner designte Audi das Cockpit des neuen Modells. Man spürt nicht nur den Unterschied zum alten 4L, sondern auch zum Q5, A4 und A5. Obwohl der Testwagen nicht das Virtual Cockpit hatte, überzeugte mich das Infotainment auf ganzer Ebene. Besonders gut gefällt mir das schlanke und dennoch große, ausfahrbare MMI-Display. Das Touchpad kenne ich bereits aus RS6 und A8, aber im Q7 wurde es nochmals verbessert und bietet nun einen größeren Funktionsumfang. Der Wählhebel dient dabei als Auflagefläche für die Hand. Die Sportsitze in Alcantara-Leder sind optisch sehr schick und bieten zudem einen sehr guten Sitzkomfort. Durch die Alcantara-Mittelbahn sitzt man sehr sicher und rutscht nicht hin- und her. Die Sitzposition ist ebenfalls gelungen. Nach oben habe ich selbst mit einer Körpergröße von über 1,80m genügend Platz. Die Verarbeitung ist Audi-Typisch über jeden Zweifel erhaben. Besonders loben möchte ich den sehr geringen Geräuschpegel im Fahrzeug. Wind- und Rollgeräusche dringen kaum in den Innenraum vor, auch der Motor hält sich akustisch im Hintergrund. Ebenso löblich sind die zahlreichen Ablageplätze. Hier hat Audi gegenüber dem Vorgängermodell deutlich nachgebessert.

In der zweiten Reihe hat der Q7 sehr viel Platz. Selbst wenn vorn und hinten große Personen sitzen, haben alle genügend Beinfreiheit. Auch die Rücksitze sind sehr bequem. Von hinten hat man nicht nur einen guten Blick nach vorn, sondern auch nach oben! Das Panorama-Schiebedach bietet eine tolle Aussicht, besonders bei einem sternenklaren Nachthimmel.

Auch der Kofferraum verdient viel Lob. Obwohl das Fahrzeug mit sieben Sitzen ausgestattet war, bietet das Gepäckabteil sehr viel Platz. Große Gegenstände lassen sich dank der breiten Heckklappe problemlos einladen. Das Ladeniveau ist auf einer angenehmen Höhe und lässt sich bei einem Fahrzeug mit Luftfederung sogar absenken.

 

Motor und Getriebe

Der Q7 war, wie bereits erwähnt, mit einem 3.0 Turbodiesel ausgestattet. Dieses Triebwerk leistet 272 PS und 600NM, welche über eine 8-Gang Tiptronic und den permanenten Allradantrieb Quattro auf die Straße übertragen werden. Meine anfängliche Skepsis gegenüber der Motorisierung verschwand nach den ersten Kilometern recht schnell. Mit diesem Motor ist der Q7 ausreichend kräftig motorisiert und bietet auch für die Autobahn genügend Leistungsreserven. Dennoch wünschte ich mir in einigen Situationen etwas mehr Leistung. Demnächst wird der SQ7 vorgestellt, diesen schaue ich mir auf jeden Fall noch an. Prinzipiell reicht mir aber der 3.0 TDI aus. Das Getriebe schaltet sehr schnell und sauber. Nähert man sich einem Tempolimit oder einem Ortseingang, so weist der Energieeffizienzassistent mit einem grünen Fuß darauf hin. Folgt man dieser Empfehlung, so rollt man im Segelmodus aus und erreicht meist perfekt die jeweilig vorgeschriebene Geschwindigkeit. Sonst habe ich keine Spritspar-Programme genutzt und kam dennoch auf einen Durchschnittsverbrauch von 8,5 Litern trotz sportlicher Fahrweise. Dies ist in meinen Augen gerade im Gebirge ein guter Wert.

 

Fahrverhalten und Technik

Leider hatte der Q7 keine Luftfederung. Trotzdem war der Q7 ausgesprochen komfortabel, auch mit den 20 Zoll Sommerrädern. Besonders erstaunlich war die verblüffende Leichtigkeit, mit der sich der neue Q7 bewegt. Man vermutet hinter dem Steuer niemals ein Fahrzeug dieser Größe. Die Lenkung hat mir ebenfalls gut gefallen, da sie eine weite Spreizung zwischen Comfort und Dynamik bietet und genügend Rückmeldung bietet. Im Gelände kommt der Q7 auch recht weit. Die Bodenfreiheit ist vollkommen ausreichend, mit der optionalen Luftfederung lässt sich diese noch weiter erhöhen.

Das Drive-Select ist wieder mittels Taster oder per MMI bedienbar. Die Abstimmung der einzelnen Modi ist gut gelungen und lässt sich per Individual auf jeden Fahrer optimal anpassen.

Auch sehr gut gelungen ist das LED-Licht. Der Lichtkegel ist ausgeglichen hell und strahlt angenehm weit ohne dabei andere Fahrzeuge zu blenden. Im Bereich der Lichttechnik liegt Audi momentan wirklich weit vorn. Ich hatte noch die Gelegenheit, einen Q7 mit Matrixlicht zu testen. Dies ist nochmals besser und steht auf meiner Must-have Liste.

 

Infotainment

Verbaut war das MMI Navigationssystem Plus. Die Auflösung und der Bildschirm sind klasse. Schön ist, dass sich der Bildschirm auf Knopfdruck versenkt. Dies bietet nicht nur einen Schutz gegen die Navi-Diebe, sondern ist auch bei Nachtfahrten angenehm. Die Connect Dienste wurden weiterentwickelt und arbeiten nun deutlich schneller. Leider war das optionale Virtual Display nicht verbaut. Dennoch war ich vom FIS überzeugt. Dies ist eine große Weiterentwicklung gegenüber dem Vorgängermodell. Dennoch würde ich das Virtual Cockpit bestellen, da es sich noch individueller einstellen lässt.

 

Fazit

Der neue Q7 hat mich begeistert und steht auf der Liste für den SQ5-Nachfolger ganz oben. Audi hat ein tolles neues Fahrzeug auf die Räder gestellt, dass mich sowohl optisch als auch technisch in vollem Umfang überzeugt. Ich warte nun noch den SQ7 ab und werde dann langsam den Konfigurator bemühen.

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Thu Oct 22 17:35:09 CEST 2015    |    SQ5-313    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Audi, C7/4G, RS6

Wir hatten endlich Zeit, um die Performance-Messung auf einem abgesperrten Gelände zu testen. Dazu verwendeten wir einen GPS-Rundenzeitmesser. Dabei handelt es sich um ein sehr genaues Messgerät, welches selbstständig die Zeit misst, die der Wagen braucht um von 0 auf 100 bzw. von 0 auf 200 zu beschleunigen. Dabei haben wir die Tests natürlich mehrfach durchgeführt, um Fehler auszuschließen. Folgende Werte sind im Mittel herausgekommen:

 

Fahrzeug: Audi RS6 Avant 4.0 TFSI Quattro 560 PS (Serienfahrzeug, keinerlei Tuning!)

0-100: 3,41 Sekunden

0-200: 11,65 Sekunden

 

Zum Vergleich gibt es hier die Prospektwerte von Audi für den RS6:

0-100: 3,90 Sekunden

0-200: 13,50 Sekunden

 

Rechnerisch ergibt sich somit eine Leistung von 644,40 PS! Das sind 15 Prozent bzw. 84,4 PS mehr als Audi ab Werk angibt. Dies ist insofern sehr erstaunlich, da mein RS6 sich im absoluten Werkszustand befindet und bei der Messung die 21 Zoll Breitreifen montiert waren. Audi testet mit den kleineren 20 Zoll Rädern.

 

Heute wurde der neue Audi RS6 Performace vorgestellt. Dieser soll ab Werk 605 PS haben. Technisch unterscheidet sich der Motor nicht vom "normalen" RS6. Höchstens Softwareänderungen wären denkbar. Ich denke eher, dass Audi hier die bereits vorhande Mehrleistung vermarkten möchte und so ein Sondermodell auf den Markt etablieren möchte.

 

 

Weniger "erfreulich" waren die Ergebnisse beim SQ5. Auch hier habe ich kein Tuning durchführen lassen, allerdings steht auch dieser Wagen nicht auf der 19 Zoll Audi Testbereifung, sondern auf den deutlich breiteren 21 Zoll Rädern. Hier gäbe es also, wie auch beim RS6, Potential für eine bessere Messung. Ich beziehe mich im folgenden ausschließlich auf den SQ5 mit 313 PS und Euro5 Motor.

 

Folgende Werte haben wir im Schnitt beim SQ5 gemessen:

0-100: 5,64 Sekunden

0-200: 20,57 Sekunden

 

Serienmäßig sind von Audi folgende Werte angegeben:

0-100: 5,1 Sekunden

0-200: 22,5 Sekunden

 

Demzufolge verfehlt der Audi SQ5 die 0-100 Angabe, unterbietet aber die 0-200 Angabe relativ deutlich. Das könnte meiner Meinung nach am kräftigeren der beiden Turbos liegen, der erst bei höheren Drehzahlen arbeitet.

Rechnet man nun wieder die Leistung anhand dieser Angaben aus, so erreicht der SQ5 310 PS statt 313 PS. Meiner Meinung nach ist das voll im Rahmen.

 

 

Demnächst werde ich noch einen Leistungsprüfstand aufsuchen um die rechnerischen Werte zu überprüfen.

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Sat May 16 20:09:13 CEST 2015    |    SQ5-313    |    Kommentare (46)    |   Stichworte: Audi, C7/4G, RS6

Audi RS6 Avant 4.0 TFSI V8 Quattro

 

Der RS6 steht nun bereits seit Januar bei mir. Endlich konnte ich die Sommerräder montieren und ein paar weitere Modifikationen durchführen. Jetzt ist er perfekt! Daher haben wir uns heute spontan zu einer Ausfahrt entschlossen. Dabei sind auch ein paar schöne Bilder entstanden.

 

 

Noch ein paar Daten zum RS6

Lackierung: Audi Individuallackierung Sepangblau

Optikpaket: Carbon Audi Exclusive + Spiegelgehäuse in Echtcarbon

Sitze: RS-Sportsitze mit Wabensteppung, Audi Exclusive Leder Wolkengrau

Innenraum: Erweitertes Lederpaket Audi Exclusive Leder Wolkengrau

Sonstiges: Bedienelemente Audi Exclusive Leder gelocht und Ziernaht

Sonstiges: Alcantara Dachhimmel Audi Exclusive

Sonstiges: Audi Exclusive Fußmatten mit RS6-Schriftzug und Lederkeder

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