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Spike's Autoecke

27.03.2015 14:23    |    spike_xxx    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: bmw, Fahrberichte, hybrid, i8

Nachdem ich vor einigen Tagen die Möglichkeit hatte einen Tesla Model S P85+ probe zu fahren, hatte ich nun die Gelegenheit dies auch mit einem BMW i8 zu machen.

Zwei Fahrzeuge, die auf der einen Seite Gemeinsamkeiten haben, auf der anderen Seite aber unterschiedlicher kaum sein könnten.

Der Tesla Model S P85+ ist eine vollwertige Limousine. Mit allem erdenklichen Komfort, knapp über 415PS stark, geht es rein Elektrisch angetrieben dem Ziel entgegen. Anders der i8. Ein Sportwagen wie er im Buche steht. Flach, breit, Tief. Eine Mischung aus Elektro- und Verbrennungsantrieb sorgt mit 362PS für angemessenen Vorschub.

 

Zwei Autos. Zwei Konzepte. Zwei Zielgruppen.

 

Ich möchte hier jetzt keine Tesla vs. BMW Schlacht eröffnen. Ich möchte auch nicht alles eins zu eins Vergleichen. Es sei mir nur ab und zu mal ein Blick in Richtung Tesla gegönnt. Meinen Tesla Bericht könnt ihr unter diesem Link nachlesen.

Fangen wir mit dem BMW i8 an.

Wie oben geschrieben. Ein Sportwagen. Also gehe ich nicht mit der Erwartung ran, das dieses Auto praktisch und komfortabel sein muss. Ich habe nicht einmal in den Kofferraum geguckt und ich habe mich auch nicht mal probeweise auf die Rücksitze gesetzt. Dieses Auto will man einfach nur fahren. Oder nein. Nicht ausschließlich fahren. Man will es sich auch ansehen. Zu interessant ist diese Form. Zu futuristisch sind diverse Flächen, Kurven und Biegungen.

 

Steht man nun vor diesem Auto fällt einem erst richtig auf, wie niedrig 1,29m sind. Wie soll man da bitte einsteigen? Also wird der Türgriff betätigt und schon schwingen die, ich muss es einfach sagen, obergeilen Flügeltüren auf. Was schön aussieht, ist unpraktisch? Ja, in dem Fall stimmt das wirklich. Muss man sich zum Einstieg in den i8 nun auch noch unter den Türen durch zwängen. Scheiß drauf. Rückenschmerzen? Nie gehabt. Kniebeschwerden? Was ist ein Knie? Im dem Moment ist alles vergessen. Nach kurzem Sortieren der Gliedmaßen lässt man sich einfach in die bequemen Sitze fallen. Über das Aussteigen macht man sich erst einmal keine Gedanken. Man ist je gerade erst eingestiegen.

 

Sitzt man dann so drinnen im i8 stellt man fest, das die Sitze bequemer sind als sie aussehen. Optisch kommen die Sessel doch eher schmal, zierlich und hart rüber. Sie sind aber wirklich bequem und nicht hart. Leider fehlt eine verstellbare Oberschenkelauflage. Das ist für größere Menschen schon ein negativer Punkt. Aber auch hier kann man ja sagen, das der i8 nun kein Reisefahrzeug sein will. Also muss man das wohl verschmerzen.

Die Sitzposition findet man recht problemlos. Ungewohnt ist im ersten Moment diese tiefe Sitzposition. Was positiv auffällt ist, das die Rundumsicht gar nicht so schlecht ist. Man kommt durchaus auch ohne Kameras aus, auch wenn BMW dies anders sieht und alle möglichen Kameras in die Serienausstattung gepackt hat.

Wer sich mit BMW's auskennt, wird auch im i8 keine Probleme haben. Alles folgt der bekannten Logik. Also muss nicht viel geredet bzw. geschaut werden bevor man mit dem i8 loslegen kann. Gangwahlhebel auf D und schon kann man losfahren.

 

Apropos losfahren. Hier kann man sich jetzt überlegen in welchem der zahlreichen Modis man fahren möchte. Startet man den i8 dann befindet er sich immer im Comfort Modus. Hierbei fährt der i8 bis zu einer Geschwindigkeit von 65km/h rein elektrisch. Bei höheren Geschwindigkeiten schaltet sich der Verbrennungsmotor zu. Das tut dieser auch, wenn man unter 65km/h zügiger beschleunigen will, als es der Elektromotor zulassen würde. Als weiteren Modus gibt es ECO PRO. Hier wird alles sehr effizient und man kann die maximale Reichweite erreichen.

Sollte einem das alles zu behäbig sein, kann man in den Sport Modus schalten. Die Lenkung wird direkter, das Fahrwerk härter. Die Automatik schaltet erst bei hohen Drehzahlen. Jetzt ist man im Sportwagen angekommen!

Zusätzlich zu diesen drei Modis gibt es noch die Variante eDrive. Damit kann man den i8 rein elektrisch bewegen. Dann greift der Verbrennungsmotor nicht in's geschehen ein. In diesem Modus kann der i8 bis zu 120km/h schnell werden.

Ist man dann gestartet stellt man zum einen schnell fest, das man mit diesem futuristischen Auto ganz normal fahren kann. Man muss nicht weiter nachdenken was jetzt wann und wie passiert. Das Auto tut es einfach. Befindet man sich im Comfort oder ECO PRO Modus bekommt man, gerade in der Stadt, überhaupt nicht mit ob und wann der Verbrennungsmotor aktiv ist. Die Übergänge sind absolut fließend. Der Verbrenner hält sich akustisch vornehm zurück. Hoch lebe das 'lautlose' fahren.

Gibt man mal mehr Gas dann ist der Verbrennungsmotor schon zu hören. Aber alles in einem gemütlichen Rahmen.

Versetze ich den i8 jetzt in den Sport Modus dann wandelt sich dieses Auto von Öko-Aktivist in Vollgas-Junkie. Ab sofort arbeiten die beiden Motorvarianten permanent. Es unterstützt nicht mehr der Verbrennungsmotor den Elektromotor. Ab jetzt unterstützt der Elektromotor den Verbrennungsmotor. Ab jetzt kann man die volle Systemleistung von 362PS abrufen. Fragt nicht nach Sonnenschein.

 

Hier kann ich mir jetzt einen Quervergleich zum Tesla Model S P85+ nicht verkneifen. In der Beschleunigung von 0 - 100km/h liegen beide gleich auf. 4,4 Sekunden gibt BMW an. Und genau dieser Wert steht auch beim Tesla in den Datenblättern. Soweit gleichstand. Aber jetzt kommt genau der Punkt, den ich beim Tesla kritisiert habe. Dieser benötigt 20 Sekunden um von 0 auf 200km/h zu beschleunigen. Der BMW i8 erledigt diese Aufgabe in 14 Sekunden. Nur zum Vergleich. Ein M6 Cabrio vergeudet rund 12 Sekunden um von 0 auf 200km/h zu gelangen.

Ich will das alles mal so nicht weiter interpretieren. Ich wollte es nur mal erwähnen.

 

Also um es auf den Punkt zu bringen. Der i8 spurtet gnadenlos bis in den Begrenzer bei 250km/h. Untermalt wird alles von einer toll gelungenen Klangkulisse. Natürlich kommt diese nicht alleine vom 3 Zylinder Verbrennungsmotor. Hier wird entsprechend mit der Audioanlage im Innenraum nachgeholfen. Sei es drum. Es klingt rattenscharf. Und auch außen ist der i8 im Sportmodus nicht zimperlich. Wenngleich er natürlich nicht an die Klangkulisse eines V8 oder so ran kommt. Klar, 1.5 Liter Hubraum verteilt auf 3 Zylinder können hier keine Wunder vollbringen.

Somit muss man sagen, das sowohl die Fahrleistungen als auch das Emotionale in diesem Auto stimmen. Es macht einfach tierisch Spaß mit dem i8 zu fahren. Auf der Landstraße ist es ein Riesenspaß um Kurven und Ecken zu räubern. Der niedrige Schwerpunkt und die Gewichtsverteilung sind hier sicher ausschlaggebend.

Ja, was soll man noch schreiben. Es ist ein tolles Auto.

 

Negativ ist sicher der Preis. Klar, 130T€ Grundpreis sind kein Pappenstiel. Da bevorzugt so mancher einer Porsche. Jedoch ist dieser dann wiederum bei weitem nicht so exklusiv. Der i8 hat schon absoluten Seltenheitswert.

 

Alle Bilder, ca. 50, in 4k Auflösung gibt es hier : http://www.um41.info/bmw-i8-die-bilder/

 

Den Original Beitrag gibt es hier : http://um41.info/bmw-i8

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03.02.2014 07:28    |    spike_xxx    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: BMW, Cabrio, F12, M6

Seit nunmehr etwas über einem Monat zählt ein BMW M6 Cabrio zu unserem Fuhrpark. Hier jetzt mal ein paar bisherige Eindrücke zusammengefaßt. Nach einem Monat kann man dies ja durchaus machen.

Wie es zu dem Fahrzeug kam habe ich ja bereits in einem anderen Beitrag geschrieben.

Was ich noch nicht geschrieben habe ist der Fakt, das natürlich auch dieses Auto wieder einen Namen hat. Wir haben uns wieder mal der alten bayrischen Fernsehserie "Irgendwie und Sowieso" bedient. Passend zum M kam hier nur der Name "Sir Quickly", also kurz "Sir" in Betracht. Also wenn ich im Text mal vom Sir sprechen sollte ist bekannt worum es geht.

 

Für alle nicht allzu BMW bewandten Leser hier erstmal vorab ein paar Zahlen zum M6 Cabrio. Das Fahrzeug ist stattliche 4.90m lang und 2.10m breit. Also alles andere als ein Kleinwagen. Ein 7er BMW, eine Oberklasselimousine, ist nur 18cm länger. Gemessen an den Außmaßen kommt das M6 Cabrio sehr geduckt daher. Gerade mal 1,36m hoch. Ein Opel Zafira ist zum Beispiel satte 30cm höher.

Aufgrund der Größe und des schweren Verdecks schleppt so ein M6 Cabrio aber auch ein stattliches Gewicht von 2 Tonnen mit sich rum. Ein Schelm wer hier einen Quervergleich zum gewählten Namen "Sir Quickly" aus "Irgendwie und Sowieso" zieht, vorrausgesetzt man kennt diese Serie.

Damit in dem doch großen und schweren Auto keine lange Weile aufkommt hat man ein entsprechendes Herz eingepflanzt. 8 Zylinder, 4.4Liter Hubraum und 2 Turbolader produzieren 560PS und ein Drehmoment von 680Nm. Über ein 7 Gang Doppelkupplungsgetriebe gelangt die ganze Kraft allein an die Hinterachse. Schon auf dem Papier verspricht diese Kombination sehr viel Spaß.

 

Die Ausstattung vom Sir ist sehr umfangreich. Ich werde hier nicht alles aufzählen. Aber einiges und dazu auch gleich meine Erfahrungen damit

 

Beginnen wir mal an der Front des Autos. Hier lassen die Voll-LED Scheinwerfer die Straße in neuem Licht erscheinen. Inklusive Kurvenlicht und Fernlichtassistenten. Das Licht leuchtet die Straße nahezu perfekt aus. Nach dem schon sehr gutem Xenon Licht des X6 dachte ich eigentlich, das es nicht besser geht. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Das LED Licht kann es nochmal besser. Das liegt sicher zum Großteil an der Farbtemperatur des Lichtes. Aber man merkt auch generell den Fortschritt. Das Kurvenlicht leuchtet, ohne das man es merkt, immer dahin wo es soll. Beim X6 hat man noch den schwenkenden Lichtkegel gesehen. Beim M6 schwenkt nichts aber irgendwie ist trotzdem alles ausgeleuchtet. Auch bei Näße ist die Leuchtkraft ausgezeichnet. Um ungefähr 5000% besser funktioniert der Fernlichtassistent. Der ist jetzt sogar schneller als ich es bin. Beim X6 habe ich ihn selten genutzt. Zu unzuverlässig und irgendwie langsam. Jetzt funktioniert es wirklich sehr gut.

Ein weiteres Feature welches ich bisher noch nicht kannte sind die 3 Wischwasserdüsen die die Scheibe bei Bedarf mit Reinigungswasser versorgen. Da bin ich beim ersten mal fast erschrocken. Nicht die üblichen 4 Wasserstrahle kamen mir entgegen. Nein es sind derer 6. Naja, wenn's hilft. Die Scheibenwischer sind jedenfalls sehr gut. Auch bei höheren Geschwindigkeiten. Das will ich nur mal auch erwähnt haben.

Mit an Bord ist zur Sicherheit natürlich auch eine Alarmanlage. Deren Funktion hat Dani gestern auch gleich mal getestet. Das Auto stand mit offenem Verdeck im Hof. Verschlossen wie es sich gehört. Sie wollte sich nur schnell ihre Mütze vom Rücksitz nehmen. Das mochte der kleine Wachhund vom Sir überhaupt nicht und hat lautstark sein Missfallen geäußert.

 

 

Komfortzugang und Softclose sind auch wieder mit an Bord. Der Fahrzeugschlüssel kann also jederzeit in der Tasche bleiben. Das Auto öffnet und schließt sich ohne Aktivitäten am Schlüssel. Hier stellt man auch einige Änderungen am System fest. Vor allem die Sensibilität des Systems ist geschärft. Der Erkennungsradius ist gegenüber älteren Modellen eingeschränkt worden. Man muss jetzt schon direkt bei der Tür stehen damit sie aufgeht. Früher konnte man auch noch ein paar Schritte weg sein und eine andere Person hat die Tür geöffnet. Das geht nicht mehr.

Durch Softclose ist das Schließen der langen Türen recht einfach. Man muss sie nicht mit viel Schwung zuziehen. Wie ich finde ein muß bei diesem Auto.

Im Innenraum wird man von weichem Leder empfangen. In unserem Fall in der Farbe Silverstone. Woanders würde man es Weiß oder helles Grau nennen. Aber das wäre zu einfach. Alle erdenklichen Teile sind mit Leder bezogen. Die Mittelkonsole und das ganze Armaturenbrett. Das wertet den Innenraum sehr auf und vermittel durchaus eine Spur von Luxus. Auf Bildern kann man dieses Ambiente nicht richtig transportieren. Dazu muss man schon drin sitzen.

Technisch ist alles an Bord was man braucht oder auch nicht braucht. Von HeadUp Display, über Spurwechselassistent, Surround View bis hin zu Lenkrad und Sitzheizung sowie elektrisch verstellbaren Sitzen.

Appropos Sitze. Unser Sir ist mit Sportsitzen ausgestattet. Keine Komfortsitze. Die Sitze sind erstklassig. Auch ich mit meinen 2 Metern finde die perfekte Sitzposition. Da gibt es rein garnichts aussetzen.

BMW Typisch ist auch das Multimedia und Navigationssystem. Die iDrive Bedienung gilt nicht ohne Grund als eines der besten Systeme am Markt. An dem ganzen System, Connected Drive und all dem Zeug gibt es nichts auszusetzten. Optisch sieht es jetzt auch großartig aus. 2012 wurde hier ja einiges überarbeitet. Mit diversen Effekten und Bling Bling wurde alles der Zeit angepasst. Es macht einfach Spaß hinzusehen.

Am verbauten HiFi System Professional kann ich auch nichts aussetzen. Natürlich gibt es immer besseres. Im Falles von BMW wäre dies das Bang & Olufsen Soundsystem gewesen. Aber ich bin mit dem Pro System zufrieden.

 

 

Erstmals mit an Bord ist Internet und Online Entertainment. Mit dem Internet Browser kann man tatsächlich ganz passabel, mit 3G Geschwindigkeit, surfen. Leider nur im Stand. Wenn der Beifahrer wärend der Fahrt mal was nachsehen will geht dies nicht. Das find ich ziemlich albern. Online Entertainment ist ein durchaus interessanter Dienst. Hier kann man sich über das Internet, über die einschlägigen Streaming Dienste, Musik runterladen. Man kann zu Hause am PC bei diesen Diensten Playlisten erstellen und diese dann im Auto abrufen. Oder eben direkt im Auto schnell nach Lust und Laune nach Musik suchen und diese dann hören. Das finde ich durchaus sehr nützlich. Zumal eventuelle Jahresgebühren beim Streamingdienstleister (z.B. Rara) nicht anfallen. Diese sind durch den BMW Dienst gedeckt.

Über den verfügbaren Sitzplatz in der zweiten Reihe wurde ja schon hinreichend diskutiert. Ja, im 6er Cabrio haben 4 Personen platz. Je nach Sitzposition in der ersten Reihe dürfen die Personen in der zweiten Reihe Beine haben oder auch nicht. Verzichtet man vorne auf etwas ausschweifenden Luxus und gönnt dem Hintermann wenigstens etwas Platz so kann man da hinten sehr komod und bequem sitzen. Wenn meine Frau fährt kann ich als 2 Meter Mensch da hinten schon sitzen. Wenn ich jedoch fahre wird es eng da hinten. Aber auch ich kann etwas nach vorn rutschen und dann geht das hinten auch.

Ausreichend Platz findet man im Kofferraum. Der ist größer als in so mancher Mittelklasse Limousine. Aufgrund des Verdeckkastens ist jedoch die Ladeöffnung etwas eingeschränkt. Größere Kisten werden zum Problem. Aber dazu ist dieses Auto ja nicht gedacht.

Was mich jedoch etwas stört ist der Fakt, das in so einem Auto mit Komfortzugang und allem Schnickschnack keine elektrische Heckklappe verfügbar ist. Zum einen weil es eben so schön praktisch ist. Zum anderen weil die Heckklappe echt schwer ist. Sowohl beim auf als auch beim zu machen bedarf es schon eines gewissen nachdruckes. Zum anderen macht man sich immer dreckig. Ich weis. Luxusprobleme. Aber ich will auch das erwähnt haben.

Kommen wir noch zum Verdeck. Das 6er Cabrio hat ja ein Stoffverdeck. Aus der Vergangenheit sagt man, das so ein Cabrio im Innenraum laut wäre. Das Stoffdach dämmt ja nicht so gut. Hier muss man sagen, das man im Sir durchaus auch bei 200km/h gemütlich reden kann. Das Dach ist so gut gefüttert das kaum ein Unterschied zu einem Blechdach feststellbar ist. Solange man es auf die Windgeräusche bezieht. Andere Geräusche von außen dringen schon deutlicher nach innen. Durchfährt man einen Tunnel ist es schon deutlich lauter als mit einem Blechdach.

Hat man das Verdeck geöffnet kann man im 6er Cabrio auch bei weniger schönem Wetter das offene Fahren genießen. Es geht alles relativ zugfrei von statten. Auch bei 100km/h wird die Frisur nicht zerstört.

 

 

Nun ist aber genug zu den praktischen oder weniger praktischen Dingen gesagt. Kommen wir mal dazu, wie sich so ein Auto fährt.

 

Zuerst mal muss man unmissverständlich festhalten, das das 6er Cabrio kein reinrassiger Sportwagen ist. Dazu ist er einfach zu schwer und auch zu luxuriös. Vielmehr ist er ein Gran Tourismo mit dem man auch mal sehr flott unterwegs sein kann. Seine Stärke. Das cruisen. Ohne jedoch dabei den Hang zum sportlichen zu verleugnen.

 

Motor, Getriebe, Lenkung und Fahrwerk auf Comfort. Schon kann man gefühlt den ganzen Kontinent in einer Etappe durchfahren. Jedoch ist trotzdem alles etwas anders, geschärfter, straffer, ruppiger als in einem normalen 6er. Der Motor ist immer präsent. Der Antriebsstrang säuselt ständig vor sich hin. Permanent wird man daran erinnert in einem M zu sitzen. Gefühlvolles Anfahren? Nicht so einfach. Erst nichts und dann springt der Bock davon. Alles, nur nicht normal. Auch fehlt in diesem Auto jegliches Geschwindigkeitsgefühl. Ohne den permanenten Blick auf Tacho oder HeadUp Display wird der Fahrer sich nur noch kurze Zeit an seinem Führerschein erfreuen können.

 

Stellt man alle Parameter auf Sport oder gar Sport+ verwandelt sich der M6 vom relativ komfortablen Cruiser in den Bösen Wolf. Lenkung direkt und fest, Fahrwerk steinhart, Schaltung brutal in wenigen Millisekunden. Ein anderes Auto ist geboren. In diesem Zustand ist es dann kaum möglich, das Fahrzeug im normalen Rahmen zu bewegen. Das Auto animiert den Fahrer zum Spaß haben. Nicht unbedingt zum rasen. Aber man will einfach den Motor hören, jeder Schaltvorgang ist ein Genuß. Kurven werden zu Geraden. Jeder Abbiegevorgang endet in einem kleinen Powerslide. Es macht einfach einen riesen Spaß.

Das Fahrzeug liegt satt auf der Straße. Seitenneigung in Kurven gibt es nicht. Alles ist leicht zu kontrollieren. Auch der Übergang zum Powerslide ist sehr gut kontrollierbar. Da wird man durch nichts überrascht.

Ständig begleitet wird das ganze vom derzeit BMW M typischen 8 Zylinder Klang. Sicher nicht das normale, zu erwartende V8 bollern. Nein, hier ist ein etwas spezieller Sound kreiert worden, der aber auch süchtig macht.

Mein Lieblingsspiel damit. Handschaltung. Je nach Geschwindigkeit 3. oder 4. Gang. Zirka 1.500U/min. Dann Gaspedal voll durchtreten und zwischen 2.500 und 3.000 Umdrehungen schlagartig wieder vom Gas runter gehen. Das wird dann mit einer recht überschwänglichen Geräuschkulisse in Form von schießen, rotzen, einfach geil, belohnt. Bevorzug anzuwenden ist diese Technik natürlich unter überdachten Fahrbahnen, weithin auch Tunnel genannt.

 

 

Derzeit rollt unser Sir ja auf 19" Pirelli Winterreifen. Hier muss man ganz klar sagen, das diese mit der Leistung des V8 einfach nur überfordert sind. Selbst auf trockener Straße ist ein volles Beschleunigen nicht möglich. Auch bei 220km/h wird jeder zügigere Beschleunigungsversuch durch hilfloses Dauerblinken der DSC Lampe quittiert. Von nasser Fahrbahn wollen wir nicht erst sprechen.

Jetzt kommt wieder der Moment der Allrad Fanatiker. Mag sein das dies Sinn machen würde. Aber mehr Spaß macht es so. Und es ist auf eine Art auch sicher. Es zeigt dem Fahrer sofort die Grenzen auf, die er nicht überschreiten sollte. Alles was man irgendwie beschleunigt, egal ob mit oder ohne Allrad, muss man auch wieder bremsen können.

 

 

Ich warte jetzt auf jeden Fall sehnsüchtig auf den Frühling. Mit den Sommerreifen sollte endlich die volle Performance des Fahrzeugs abrufbar sein. Auch freue ich mich darauf das Auto dann endlich mit den schwarzen 20" Felgen und den breiten Sommerreifen zu sehen. Das wird dann nochmal etwas anders. Optisch wird er dann wohl oder übel zur Drecksau. Vielleicht kommt dazu auch noch eine komplett schwarze Niere.

 

 

Damit möchte ich den Bericht erst einmal beenden. Die Fortsetzung folgt in einigen Wochen, wenn es dann auch Bilder mit Sommerreifen und bei noch schönerem Wetter gibt. Vielleicht kommt ja auch noch das ein oder andere Video dazu.

 

In diesem Sinne allen eine schöne Woche

Lars


31.05.2013 12:16    |    spike_xxx    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: 6er, BMW, Cabrio, F11, F12 Cabrio

Letzte Woche hatte ich mal wieder die Gelegenheit ein für mich neues Auto zu testen.

Beim Kauf unserer letzten Autos gab es einen Gutschein für das BMW on Demand Programm mit dazu. 1 Tag den BMW ihrer Wahl fahren hieß es. Warum also nicht.

Problematisch ist nur, diesen Tag zu finden. An einem Wochentag mit Arbeit bringt es wohl wenig. An den Wochenenden sind die “interessanten” Fahrzeuge permanent ausgebucht. Ein paar Stunden gehen zwar immer. Wenn ich aber einen Gutschein für einen ganzen Tag habe, will ich auch einen ganzen Tag fahren. Also diesen Gutschein kann man nur unter der Woche einlösen. Anders gehts nicht. Es sei denn man begnügt sich mit einem 118d. Aber selbst das wird schon eine Herausforderung am Wochenende.

Nachdem dann feststand, das ich letzte Woche Freitag frei habe, habe ich mich mal auf die Suche nach dem passenden Auto gemacht. Und siehe da, ich bin fündig geworden. Ein 650i Cabrio war verfügbar. Und zwar den ganzen Freitag und auch am Donnerstag. Also schnell die Buchung gemacht. Von Donnerstag 14 Uhr bis Freitag Abend 18 Uhr. Gekostet hat es nichts. Auch wenn es mehr als 24 Stunden sind. Alles war mit dem Gutschein abgedeckt. Danke BMW.

 

Also habe ich mich am Donnerstag um kurz vor 14 Uhr in der BMW Welt eingefunden um das Schmuckstück in Empfang zu nehmen. Nach einigen Formalitäten ging es dann in die Tiefgarage und da stand es. Ein weißes 6er Cabrio mit M Paket. Das macht schon was her. Ein Blickfänger. Keine Frage. Das ist wohl eines der schönsten Autos die BMW derzeit baut, vielleicht auch eines der schönsten Autos die es derzeit überhaupt gibt.

Ein Rundgang ums Auto, keine Schäden. Gut, der Wagen hatte auch erst 3000km auf der Uhr. Ich habe mir dann gleich erstmal das Verdeck geöffnet. Wenn schon Cabrio, dann auch offen.

Eine sehr interessante Farbkombination. Weiß außen, weiß innen. Aber leider diese hässlichen Allu Zierleisten. Naja, darüber kann man hinweg sehen.

Ausgestattet war das Auto auf einem guten Level. Nicht komplett die Ausstattungsliste runter gekreuzt aber das wichtigste war an Bord. Gefehlt hat mir eigentlich bei diesem Auto nur das Surround View. Also die Kameras in den Spiegeln usw.. Man kommt natürlich auch ohne aus. Aber der 6er ist nicht gerade sehr übersichtlich, man sitzt sehr tief und so ganz klein ist er auch nicht. Da sind so kleine Kameras beim Einparken durchaus hilfreich. Zumal man die schönen 20 Zoll Felgen auch gern unzerkratzt lassen möchte. Aber es ging auch ohne.

Als akkustisches Highlight war die Bang & Olufsen Soundanlage verbaut.

 

Gut, also die richtige Sitzposition eingestellt und schon konnte die 8 Zylinder erweckt werden. In einem Auto ohne Dach kommt die Akkustik eines solchen Triebwerks doch noch etwas anders rüber. Das zaubert einem doch gleich ein Grinsen in’s Gesicht. Natürlich ist so ein 6er keine Krawallbude. Also stellte sich nach der kurzen Kaltstartphase erstmal vornehme Zurückhaltung ein. Naja, das war nicht anders zu erwarten.

Also erstmal die ersten Kilometer durch den Stadtverkehr. Stop & Go. Zeit genug um etwas die Sonne zu genießen und an einigen Knöpfen zu drücken.

Zuerst mal die Dumpfbacken Einstellung der B&O Soundanlage korrigiert. Beim ersten Einschalten des Radios wären wohl bei geschlossenem Verdeck die Nähte aufgesprungen. Hatten die “Vorbesitzer” doch in den Soundeinstellungen und am Equalizer den Bass auf +100 gestellt. Das müssen dann wohl eher die Gehörlosen gewesen sein, die durch reine Vibration Musik wahrnehmen. Also habe ich mich erstmal an den Einstellungen dazu verdingt und alles auf ein normales Level gestellt. Und siehe da – eine Soundanlage zum genießen. Einfach großartig diese Klangtiefe. Und auch bei offenem Verdeck und höheren Geschwindigkeiten kann man Sprache sehr gut verstehen. Diese Anlage ist wirklich top.Jetzt interessierte mich noch eine weitere Frage. Wie klingt nun so ein BMW V8 Cabrio? Im Stop & Go Verkehr eher nach nix. Ohhh gott. Start-Stop Automatik. So geht doch der V8 tatsächlich bei jedem halt aus. Also in meinem 116d lasse ich mir das gefallen. Da stört es mich auch nicht mehr und es gehört dazu. Aber in einem 650i? Also das passt so gut wie ein Aldi Aufkleber an einem Rollce Royce. Also habe ich dann mal alles ins Sport Programm geschaltet und auf Handschaltung umgestellt. Das brachte den Vorteil das der V8 immer an blieb und zum anderen war jetzt etwas mehr Klang von hinten zu hören. Der 650i mit M Paket hat eine andere Abgasanlage als ein 650i ohne M Paket. Zwar sehen die Endstücke gleich aus. Der Klang ist aber etwas aggressiver.

Und wenn man dann mal den Stop&Go Verkehr verlassen hat, etwas mehr Gas geben und unter Last schalten kann, zaubert dieses Auto ein Lachen ins Gesicht. Zum einen schieben die 450PS natürlich ordentlich nach vorn. Das Ganze aber ab ca. 2500 Touren von einem durchaus brachialem Sound begleitet. Und spätestens beim ersten Hochschalten kommt einem unweigerlich ein “ja varäck” über die Lippen. Die 8 Gang Automatik sortiert in Windeseile den nächsten Gang ein. Wozu benötigt man da noch ein Doppelkupplungsgetriebe? Begleitet wird dieser Gangwechsel von einem Fauchen, Rotzen – keine Ahnung wie man es beschreiben soll. Es klingt einfach geil. Lässt man den Motor abtouren, im 2ten oder 3ten Gang dann blubbert, knallt und rotzt es aus den Endrohren. Das ist eine wahre Freude. Wie mag das erst sein, wenn diese Abgasanlage mal 20.000km gelaufen ist? Bisweilen schießt er schon fast unanständig – sodass man selbst im Cabrio sitzend erschrickt. Das ist mir zwei mal in Wolfratshausen passiert. Beim ersten mal habe ich mich noch umgeschaut wer denn das war und wo das herkam, bis ich begriffen habe das mein eigenes Auto da geschossen hat.

Stellt man alles auf Comfort und cruist so dahin passiert das eher nicht. Da herscht vornehme Zurückhaltung. Schließlich ist man ja in einem noblem, luxuriösem Cabrio unterwegs. Und das kann er eben auch perfekt. Das Fahrwerk beherscht sowohl die flotte Gangart als auch das cruisen. Bequem ist es auch in so einem 6er, solange man nicht auf den hinteren 2 Sitzplätzen platz nehmen muss.

Der 6er beherscht auch unterschiedliche Stufen des offen fahrens. Von Stürmisch bis komod ist alles drin. Hier kann man mit den Seitenscheiben und den zwei Windschotts variieren. Fakt ist, das man auch mit 160 auf der Autobahn noch Zugfrei in diesem Auto fahren kann. Man kann sich aber auch bei 50 schon die Frisur ruinieren.

Schließt man das Verdeck, kann man auch jenseits der 200km/h noch recht entspannt und ruhig reisen. Es ist in diesem Stoffdach Cabrio dann kaum lauter als in einem Auto mit Blechdach. Jedoch, wie bei den meisten Stoffdach Cabrios, sieht es geschlossen nicht mehr annähernd so schön aus wie offen. Hier würde ich jetzt wieder das 6er Coupé bevorzugen. Aber man kann ja nicht alles haben.

 

Alles in allem ein sehr sehr schönes Auto. Ich würde es schon fast als ein Traum Auto bezeichnen. Es ist nahezu perfekt.Das zeigt auch, das ich keine Fotos oder Videos gemacht habe. Ich wollte einfach nur fahren. Sorry dafür. Aber so war es nun mal. Donnerstag Abend war schönstes Wetter. Wir sind dann durch unseren Wunderschönen Landkreis Weilheim gecruist. Bis hin zum Hohenpeißenberg. Einfach nur genießen. Und am Freitag waren wir in München, am Starnberger See. Ich hätte das Auto noch länger gebraucht um Zeit für Bilder zu finden.


23.07.2012 15:12    |    spike_xxx    |    Kommentare (27)

So richtig weis ich nicht wie ich anfangen soll.

Ja, es gibt schon wieder ein neues Auto in unserem Hause vorzustellen.

 

Diesmal ist es kein Ersatz für ein bestehendes Auto. Diesmal gibt es über ein zusätzliches Fahrzeug zu berichten.

So sinnlos dies auf den ersten Blick erscheinen mag, so durchdacht ist die Entscheidung zur Anschaffung gewesen. Kein rein

emotionales "habenwill". Nein, diesmal eher auch etwas überlegter. Was nicht heißen soll, das wir bei den anderen Autos

nicht nachgedacht haben.

 

Die Überlegungen begannen nachdem wir den 1er von unserem Sohn abgeholt und gefahren sind. Ein schönes Auto, sehr entspannt zu fahren und relativ günstig noch dazu. Also habe ich mir den Taschenrechner geschnappt und mal gerechnet. Was passiert wenn

ich anstelle des X6 jeden Tag mit so einem 1er in die Arbeit fahre?

Natürlich. Der 1er ist kein X6, er hat keine 500PS, hat keinen V8 und ist nicht annähernd so schnell und cool. Aber eigentlich würde er ja für den Alltag genügen. Und der X6 wäre ja für den Spaß noch da - wenn es einen doch mal im rechten Fuß juckt.

 

Das Ergebnis war eindeutig. Alleine in den monatlichen Spritkosten die ich mit dem X6 verblase, läßt sich ein 1er samt

Leasingrate, Versicherung, Steuern und Tanken verstecken. Weiter will ich auf diese Details jetzt auch nicht eingehen.

 

Auf jeden Fall war dann irgendwann der Entschluss gefallen. Wir machen es. Es gibt noch ein zusätzliches Alltagsauto. Der

X6 wird ab sofort zum Auto für Freizeit und Reise degradiert oder besser befördert. Je nachdem wie man es sieht.

 

Also gingen wieder die ausgiebigen Besuche der BMW Webseite, speziell des Konfigurators, los. Was soll es denn nun für ein

Einser werden?

 

Der Motor stand relativ schnell fest. Ein 116d. Mal was kleines zur Abwechslung. Das war ja auch Teil der Rechnung zur

Entscheidungsfindung. Möglichst sparsam soll er sein. Und was liegt da näher als so ein 4 Zylindriger Diesel. Dank seiner 2

Liter Hubraum ist er doch recht Durchzugsstark und gut zu fahren. Die 116PS genügen für flottes Vorankommen bis Tempo 130.

Schneller fahr ich im Alltag sowieso häufig nicht. Im Gegenteil. In der Früh geht's mit Tempomat auf 110 ganz gemütlich

Richtung München. Stressfrei ist das Motto.

 

Danach gab es noch ein paar Must Have's von mir. Automatik, Xenon, Tempomat, Regensensor, Klimaautomatik und Ledersitze.

Das war's schon fast gewesen. Also vorrangig diese kleinen Helferlein, an die ich mich nun seit Jahren gewöhnt habe und die

ich nicht mehr missen will. Vor allem im Alltag. Auf ein Navigationssystem habe ich verzichtet. Den Weg zur Arbeit kenne

ich und es stehen ja genug Autos mit Navi für den Fall der Fälle bereit.

Den ganzen anderen Schnickschnack wie Spurhalte-, Spurwechsel- und sonstige Assistenten habe ich mir auch gespart. Bisher

bin ich ohne ausgekommen. Also werde ich es auch weiterhin schaffen. Diese Dinge halte ich einfach für Sinnlos.

 

Also musste noch das Aussehen des Autos geklärt werden. Hier wurde auch noch einmal ein Besuch in der BMW Niederlassung

nötig. Vor allem die Farben stellen einen immer vor eine schwierige Aufgabe. Wie sieht nun welche Farbe in echt am Auto

aus. Nach einer eingehenden Begehung der Tiefgarage der BMW Niederlassung München und der Begutachtung aller möglichen

Farben war die Entscheidung gefallen. Es sollte ein Einser mit M Paket in Estoril Blau werden. Dazu 18" Felgen und schwarz

getönte Scheiben. Dann sieht das schon echt chic und sportlich aus.

 

Im Innenraum kann man auf, mit schwarzem Leder bezogenen, Sportsitzen Platz nehmen. Wie gewohnt habe ich auch bei diesem

Auto die Alu Dekorleisten abgewält und durch Edelholzleisten ersetzt. Ich kann mit diesem Aluzeugs nix anfangen.

 

Letzten Freitag war es dann so weit. Um 9 Uhr haben wir uns in der BMW Welt eingefunden. Ein gemütliches Weißwurstfrühstück mit

der Familie. Oma und Opa waren auch mit dabei. Danach gabs eine kurze Einweisung und Opa konnte mal im Simulator testen wie

man mit einem 3er BMW driften kann. Das hat Ihn dann gleich an seinen alten Opel Rekord erinnert. Um 11 ging es dann zum neuen Auto. Eine große Einweisung war ja nicht nötig.

Es ist schon immer wieder was besonderes wenn man sein Auto auf der Drehscheibe stehen sieht. Blitzblank im Licht.

Von 12:30 - 14:30 haben wir dann noch an einer Werksführung teilgenommen. Das kann man nur Empfehlen. Sehr interessant.

 

Und dann ging's nach Hause. Im neuen Alltagsauto gleich mal durch den üblichen Münchner Nachmittagsverkehr.

Die geplante Fotosesson ist dann in's Wasser gefallen. Es hat begonnen zu regnen. Super.

Also gibts erstmal nur ein paar schnelle Bilder. Gemacht unter'm Baum. Da bin ich nicht ganz so Nass geworden.

 

So, das soll's erstmal gewesen sein. Ich werde weiter berichten, wie sich das Alltagsauto macht. Ich freue mich jedenfalls schon,

mit ihm zu fahren.


26.06.2012 19:53    |    spike_xxx    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: BMW, F10, M5

Der gelegentliche Besuch im Autohaus, das gelegentliche Unterzeichnen von Kaufverträgen führt gelegentlich zur Möglichkeit einer Probefahrt, ganz ohne gerade aktuelle Kaufabsichten.

So hatte ich jetzt die Möglichkeit endlich einmal einen BMW M5 zu fahren.

 

Nun gibt es der aktuellen Generation dieses Automobiles ja so einige Vorbehalte gegenüber. Als erstes wird da immer wieder der Motor genannt. Ja, es ist kein V10 mehr. Er hat „nur noch“ 8 Zylinder. Zu allem Überfluss auch noch von 2 Turboladern beatmet. Vorbei die Zeit der frei atmenden Saugmotoren. Dazu noch zu viel Gewicht und ein schlechter Klang.

All das sorgte dafür, dass auch ich bereits mit etwas gedämpfter Euphorie an dieses Auto heran getreten bin. Freilich, ich habe mich tierisch auf diesen Termin gefreut. Aber ich glaube jeder kennt das Gefühl wenn man eher mit gedämpfter Erwartung ran geht um ja nicht enttäuscht zu werden.

 

Nun stand ich vor dem Auto. Gut, der 5er sieht schon Chic aus. Der M5 wirkt irgendwie noch etwas mächtiger. Aber so auf den ersten Blick gibt er sich nicht zu erkennen. Understatement nennt man das glaube ich auf Denglisch.

Außen Schwarz. Innen Schwarz. Getönte Scheiben. Das wirkt irgendwie – böse. Zum Glück hatte er keine Alu Interieurleisten verbaut. Die gefallen mir nämlich nicht. Aber das ist ja eher eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Wer sich mit der Bedienung und dem Interieur der aktuellen BMW Fahrzeuge auskennt, wird auch im M5 vor keine Probleme gestellt. Einzig die Bedienung des Wählhebels des Doppelkupplungsgetriebes weicht von der normalen Automatik ab. Ist aber auch kein Hexenwerk.

Dann wird das Fahrzeug vom Kundenbetreuer aus der Tiefgarage gefahren. Bei Tageslicht noch einmal ein Rundgang zur Übergabe und dann ist es so weit.

 

Ich setze mich ans Steuer des BMW M5.

 

Sitz einstellen, Spiegel einstellen. Erst mal rum gucken auf die allgemeinen Anzeigen. Naja, den Überblick verschaffen. 3700km stehen auf der Uhr. Also darf man auch mal richtig Gas geben wurde mir gesagt.

Dem Druck auf den „Start“ Knopf stand nichts mehr im Wege. Mit einem kurzen Schütteln erwacht das V8 Triebwerk zum Leben. Mit einem tiefen brummeln pendelt sich die Drehzahl im Leerlauf ein. Am DKG Wählhebel schnell das R angewählt, Bremse loslassen. Nichts passiert. Ahhh. Stimmt. Da war was. Der Wagen rollt erst los wenn man etwas Gas gibt. Da muss man sich wieder dran gewöhnen.

 

Gut, also runter vom Hof und erst mal gemütlich im langsam einsetzenden Feierabendverkehr durch die Stadt. Das ist gar nicht so schlecht. Hat man doch so, häufig an der Ampel stehend, genug Zeit an diversen Einstellungen, Knöpfchen und Hebelchen zu spielen. Da ich mich ja mit den allgemeinen Systemen eines BMW sehr gut auskenne, habe ich die Zeit genutzt, um mir die M Knöpfe am Lenkrad zu konfigurieren und mir eben die einzelnen M-spezifischen Einstellungen mal anzusehen.

Aus diversen Videos wusste ich ja, was dies alles so sein soll und wozu es dient. Nette Spielerei. Oder sagen wir mal so. In dem Moment war es eine Spielerei, später habe ich dann auch durchaus begriffen wozu dass alles gut ist.

 

Also habe ich die Stadt so langsam durchfahren. Mal schneller, mal langsamer. Mal weniger Gas, mal etwas mehr. Aber so richtig konnte mich das noch nicht, sagen wir mal, flashen.

 

Dann ging es auf die Autobahn. Hier stellte ich jetzt mal alles auf Sport Plus. Das hatte ich mir so auf den M1 Knopf programmiert, inklusive des Schaltens mit den Schaltwippen im schnellsten Schaltprogramm. Auf das Abschalten der Stabilitätskontrolle habe ich verzichtet. Ich bin nur ein normaler Autofahrer und nicht Walter Röhrl. Zudem habe ich ja am öffentlichen Straßenverkehr teilgenommen. Also erst mal keine wilden Experimente.

Die 80 werden aufgehoben. Ich bin gerade im Fünften Gang. Also mal eben schnell das Pedal durchgetreten. Gut, das geht zügig voran und beschleunigt wie am Gummiband gezogen. Aber den X6 Hybrid Fahrer kann das noch nicht vom Hocker reißen. Das kann der dicke SUV auch. Hmmm, haben etwa doch alle mit ihren unkerufen Recht?

 

Das nächste Bremsmanöver ließ auch nicht lange auf sich warten. Jetzt besann ich mich darauf, dass ich ja in einem M sitze. Also bei 110 oder 120 erst mal in den 3. Gang runter geschaltet und nochmal geprüft ob denn wirklich alles in Sport Plus angekommen ist. Und dann der nächste Versuch.

 

Gaspedal trifft Bodenblech.

 

Da war es. Genau deswegen sitze ich gerade in einem M5. Wie von einer Tarantel gestochen, begleitet von einem Höllenlärm, stürmt oder eher reißt es den M5 nach vorne. Der Ritt auf der Kanonenkugel. Meine Gedanken sind gefühlt nicht mitgekommen. 7000 Umdrehungen, die schaltanzeige im HeadUp Display Blinkt rot. Instinktiv ziehe ich die rechte Schaltwippe. Ein Ruck, ein Knall. Es geht ungebremst weiter voran. Ein kurzer Blick auf die Geschwindigkeit. 240. Scheiße, ich wollte doch erst mal ruhig fahren und mich an das Auto gewöhnen.

Also runter vom Gas, ein paar Gänge hochschalten und das erlebte erst mal mit einem großen Grinsen im Gesicht verarbeiten.

 

Gut, von nun an folgten mehrere Beschleunigungsarien aus unterschiedlichen Geschwindigkeiten in unterschiedlichen Gängen. Einfach so zum Spaß und um das Auto kennen zu lernen. Andere Verkehrsteilnehmer waren ja auch unterwegs. Alles in allem aber doch recht unterhaltsam. Ein Fakt ließ mich etwas stutzen. Wie konnte es sein das ich irgendwas mit 270 im Display lesen konnte, wo das Auto doch bei 250 begrenzt ist? Ganz einfach. Es gab keine Begrenzung. Am nächsten Tag, 5 Uhr morgens - kein Verkehr, habe ich’s genau überprüft. 318km/h hab ich laut HUD geschafft. Dann kam der nächste Knick in der Autobahn.

Bei dieser Geschwindigkeit wird daraus eine richtig enge Kurve. Und wer die A95 kennt weiß, dass diese Autobahn nicht zu denen mit ewig langen Geraden zählt. Hier entspricht die Streckenführung noch genau dem Weg, den die alten Germanen volltrunken mit ihrem Pferdefuhrwerk nahmen.

 

Die Autobahn ist verlassen. Auf der Landstraße geht es weiter. Die anfängliche Ernüchterung ist der sprichwörtlichen „Freude am Fahren“ gewichen. Im Landstraßentempo werden Kurven zu Geraden. Der M5 kann nicht nur auf der Geraden schnell sein. Es geht auch extrem zügig um die Kurve. Die Lenkung ist direkt und im entsprechenden Sport Plus Modus auch etwas schwergängiger. Jedoch, und das ist mein persönliches empfinden, würde ich es mir noch einen tacken direkter und fester wünschen. Aber das sind Kleinigkeiten und Fragen des persönlichen Geschmacks.

Er lässt sich zielsicher und absolut berechenbar in jede erdenkliche Kurve zirkeln. Dabei lässt das Fahrwerk kaum Seitenneigung zu. Erstaunlicher Weise ist es aber nicht extrem hart. Da ist auch ein durchaus guter Kompromiss gelungen. Ich hatte nie das Gefühl in einem extrem sportlich, hartem Auto zu sitzen. Obwohl er das, gemessen an den Fahrleistungen, ja ist.

 

Hat man den M5 erst einmal kennen gelernt. Hat man sich erst einmal an das Auto gewöhnt. Dann passt er wie ein Maßanzug. Man bewegt sich mit einer unsäglichen Leichtigkeit von A nach B. Und man ist, gemessen an der Straßenverkehrsordnung, irgendwie immer zu schnell.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt beim sportlichen Auto? Richtig, der Klang. Motor, Auspuff, Getriebe, Differential. Alles zusammen ergibt ja eine Klangkulisse.

Der M5 neigt bei niedertourigem Fahren, genau wie auch der M3, zum säuseln. Ich nenne dieses Geräusch mal so. Meine Frau hat den M3 nach der ersten Probefahrt gleich als „Säuselkiste“ bezeichnet. Aber das tut hier nichts zur Sache.

Der M5 hat, wie gesagt, dieselbe Eigenschaft. Wo auch immer es herkommen mag. Das kann bisweilen etwas nervig sein. Wenn man so gemütlich vor sich hin fährt stört dieses Geräusch irgendwie. Aber im Zweifelsfall kann man ja das Radio etwas lauter machen.

 

Die Soundkombination Motor-Auspuff ist beim M5 ja irgendwie speziell. Es ist kein typisches V8 grollen, es ist kein V10 und es ist kein 6-Ender. Ich weiß nicht wo die BMW Soundingenieure diese Akustik ausgegraben haben. Ich weiß auch nicht ob es von Anfang an so geplant war oder ob es ein Fehler gewesen ist. Aber eins weiß ich. So beschissen sich ein M5 in diversen Videos (Youtube, TV) auch anhört. Wenn man damit fährt und ihn Live hört ist es einfach nur Geil. Anders kann ich es nicht beschreiben. Ich vermag diesen Klang nicht zu beschreiben. Aber er geht einem nicht mehr aus dem Ohr und man kann nicht genug davon bekommen. Dazu dieses geniale bloppen und schießen beim hoch schalten, beim vom Gas gehen, beim runter schalten. Göttlich. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

 

Und bevor jetzt die V10 Liebhaber protestieren. Ich kenne den V10 Klang auch. Ich bin den auch im M6 gefahren. Zweifelsfrei ein akustisches Sahnestück. Aber der Klang vom jetzigen M5 ist auch sehr stark. Er ist anders als man ihn vielleicht erwarten würde. Aber er ist verdammt gut.

 

Jetzt hat man also so ein Auto vorm Haus stehen. Dann will man damit fahren. Meine Frau hatte dann, wie immer, eine geniale Idee.

 

Warum fahren wir nicht zum Kesselberg?

 

Klar, gut 15 Minuten fahrt dahin. Und dann geht es Kurve an Kurve bergauf. Also genau das Richtige für so eine M Testfahrt. Motorradfahrer kennen diese Strecke sicher. In diesem Kreisen ist er wohl recht bekannt, der Kesselberg. Auch meiner Frau ist er bestens bekannt. Trieb Sie doch noch vor wenigen Jahren ihre 1000er GSX-R mit Funken sprühender Fußraste den Berg hinauf.

 

Im M5 ist es nicht weniger aufregend. Die schier unendliche Kraft, der nicht enden wollende Vortrieb. Gepaart mit Kurvengeschwindigkeiten jenseits von Gut und Böse. Bevor der M5 rutscht, fällt der Beifahrer aus dem Sitz.

Bisher kam als Kommentar von meiner Frau bei allen Autos immer nur „Mit meiner Susi bin ich schneller. Da haste keine Chance“. Beim M5 hieß es nur „das könnte knapp werden“.

 

Ein Wort noch zu den Bremsen. Sie sind vorhanden. Sie verzögern absolut standfest. Auch am Ende der doch rasanten Bergabfahrt am Kesselberg bremst noch alles wie in der ersten Minute. Sauber.

Ja, dann war der Abend auch schon fast vorbei. Am nächsten Morgen habe ich das Auto dann wieder zurückgegeben. Um einige Erfahrungen reicher und schlussendlich tatsächlich mit dem „habenwill“ Gefühl. Das hätte ich nicht gedacht – auch nicht nach den ersten Kilometern.

 

Letztendlich ein absolut starkes Auto was seinem Ruf 100%ig gerecht wird. Ich behaupte sogar, er ist noch etwas besser.

 

Negatives? Viel nicht. Das Doppelkupplungsgetriebe kommt bei weitem nicht an den Komfort eines Wandlerautomaten ran. Gut, das soll und muss sicher nicht sein. Was aber wirklich negativ ist. Es ist kaum möglich mit dem Auto, nennen wir es mal, millimetergenau zu rangieren. Es rollt immer eher ruckartig los. Wenn man da noch wenige Zentimeter rollen muss bis zur Wand (zum Beispiel Tiefgarage oder KFZ Aufzug) läuft man immer Gefahr, das erst nichts passiert und dann der Ruck zu groß ist und man gegen die Wand rumpelt.

Und dem Geldbeutel tut so ein Auto auch nicht gut. Nach 300 Kilometern habe ich 58 Liter nachgetankt.

 

Da sage ich nur: PROST

 

Ich muss mich auch noch für die wenigen Bilder entschuldigen. Einige werden noch folgen. Aber so richtig Viele habe ich nicht gemacht. Bei all dem Fahrspaß habe ich das knipsen bzw. filmen irgendwie vernachlässigt.

 

Um jetzt den „hier werden Autos bei Probefahrten verheizt“ Meckerern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Ich habe vor der Probefahrt gefragt, was ich alles machen darf. Es hieß: „Alles. Und wenn wir danach einen Satz neue Reifen brauchen ist das unser Problem. Es ist ein M. Geben Sie ruhig richtig Gas.“

Es braucht keinen Satz neue Reifen, ich habe keine Launch Control ausprobiert. Ich bin nicht um jede Kurve gedriftet. Es lief alles in ganz normalem, sportlich, zügigem Rahmen.


11.05.2012 08:56    |    spike_xxx    |    Kommentare (7)

Seit einiger Zeit ist er nun auf dem Markt. Der "neue" Dreier.

Bisher habe ich ihn schon unzählige Male sehen können. Aber irgendwie hat es noch nie mit einer Probefahrt funktioniert. Interessiert hatte es mich ja schon mal, wie er sich so fährt - der Neue. Aber es war nun auch kein Grund Himmel und Hölle in Bewegung zu setzen.

 

Jetzt hat es dann endlich mal geklappt.

Ein weißer 320d sollte es sein. Kurz mal einige relevante Ausstattungsmerkmale des Fahrzeugs.

 

- Sport Line

- Sportautomatik , 8 Gang

- Adaptives Fahrwerk

- Xenon Scheinwerfer

- Navigationssystem Business

und einiges mehr.

 

Kommen wir zum ersten optischen Eindruck.

Gefallen tut er mir schon. Und in weiß ganz besonders. Nur die verbauten Standartfelgen haben mir nicht gefallen. Naja, das ist aber alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Also nicht wirklich objektiv zu bewerten.

Aber ohne Zweifel trotzdem ein schönes und vor allem auch sportlich wirkendes Fahrzeug.

Setzt man sich in das Fahrzeug fühlt man sich schnell wohl. Alles ist übersichtlich angeordnet - keine Fragen. Natürlich ist man als BMW Fahrer ja etwas vorbelastet und kennt die ein oder andere Spielerrei.

Beim zuziehen der Tür fällt der irgendwie billig und wackelig wirkende Zuziehgriff der Tür negativ auf. Ich hoffe mal das hier nur eine Befestigung locker war und das nicht Stand der Technik ist.

Gut, also schnell die passende Sitzposition eingenommen. Die Sportsitze sind recht bequem. Auch empfinde ich den verwendeten Stoff sehr angenehm. Wenngleich ich eingestehen muss, das für mich nur Ledergestühl in Frage käme. Aber prinzipiell finde ich die verwendete Innenausstattung "Stoff Track Anthrazit" doch ansprechend und angenehm.

Es kann losgehen. Ein Druck auf den Startknopf. Oha, unverkennbar - 4 Zylinder Diesel. Da sind sie wieder, die Vorurteile. Und im ersten Moment auch bestätigt. Das Auto schüttelt sich beim Start und der Motor verheimlicht seine Verbrennungsart in keinster Weise.

Also erstmal ausparken. Okay, als X6 Fahrer findet man den 3er durchaus übersichtlich. Und dank Parksensoren ist das sowieso alles kein Problem. Also rauf auf die Straße und einfach mal losrollen. Erstaunlich. Sobald der Motor der Leerlaufdrehzahl entkommen kann ist er als Diesel kaum noch wahrnehmbar. Auf einmal verschwindet das typische Genagel und Gediesel. Es bleibt ein durchaus angenehmes Geräusch über. Also nur nicht wieder stehen bleiben :).

Zum bereits nach wenigen Metern zu erkennendem recht hohen Fahrkomfort trägt natürlich die 8-Gang Automatik bei. Diese tut einfach absolut unmerklich ihren Job. Man merkt sie einfach nicht. Das gefällt und jedem kann man diese Option wirklich nahe legen. Dadurch wirkt dieses Auto richtig erwachsen.

Was ich jedoch absolut überflüssig finde, bei einem Diesel, sind die Schaltpaddles. Bei einem 335i mag dies ja Sinn machen und zum steigern von Fahr- und Hörgenuss beitragen. In einem 320d sind sie einfach überflüssig. Zumal man in Verbindung mit dem 8-Gang Automaten und dem dieseltypisch schmalen nutzbaren Drehzahlband sowieso kaum mit "klickern" hinterher kommt. Ich behaupte mal, hier tut es die normale Automatik ohne Schaltpaddles genau so.

Aber all das tut dem hervorragendem Eindruck den die Automatik hinterlässt keinen Abbruch. Wirklich erstklassig.

Also mal ein wenig am Fahrerlebnisschalter rumgespielt. Ja, tatsächlich. Die Unterschiede merkt man deutlich. Das Adaptive Fahrwerk verhällt sich in Comfort durchaus anders als in der Stellung Sport. Auch die Lenkung ist in der Sport Stellung deutlich schwergängiger und direkter. Generell muss man sagen, das der F30 mit diesem Fahrwerk sehr zügig zu bewegen ist. Er folgt jeder Lenkbewegung gefühlt bevor man sie überhaupt tätigt. Wirklich sehr gut. Jedoch, verglichen mit dem E9x (Vorgängermodell), fühlt man sich immer etwas von der Straße abgekoppelt. Es ist nicht mehr dieser direkte Kontakt zu spüren. Ein Stück weit erinnert mich dies an den 7er BMW. Mit diesem (Aktivlenkung + Dynamic Drive) konnte man fast irrwitzige Kurvengeschwindigkeiten fahren. Jedoch ohne es irgendwie zu spühren.

Dadurch kann ich durchaus verstehen das der ein oder andere, der es sportlich direkt mag, eventuell entäuscht ist vom Fahrverhalten F30. Es wirkt einfach nicht mehr so sportlich. Ja, wenn man böse ist nimmt man das Wort emotionslos in den Mund.

Stellt man den Fahrerlebnisschalter in Eco Pro dann stellt sich alles auf weich, eben easy cruising. Die Automatik schaltet bei spätestens 2000U/min hoch und alles wird entschleunigt. Ganz ehrlich - das reicht trotzdem um easy und locker im Verkehr mitzuschwimmen. Wenn sich so der ein oder andere Cent sparen lässt - warum nicht.

Kommen wir noch schnell zum Motor.

Ja, 2 Liter Diesel. 184PS, 380Nm. Damit ist der 3er BMW gut motorisiert und alles andere als lahm. In Verbindung mit der 8-Gang Automatik geht es sehr zügig voran. Ein absolut passender Motor für den 3er. Wenn da nur der Klang nich wäre. Wie gesagt. Beim fahren ist es okay. Aber es ist eben ein 4 Zylinder und er kommt nicht an die Laufruhe eines 6 Zylinders ran. Und auch der Klang ist Meilenweit weg vom 6 Zylinder. Jeder der hier was anderes behauptet redet sich etwas schön oder es ist ihm sowieso egal.

 

Alles in allem ist der 3er ein sehr schönes Auto. Ich behaupte sogar, das er sehr Nahe an das derzeit mögliche Optimum in dieser Fahrzeugklasse heran kommt. Ob dies dann gefällt, zu den persönlichen Vorlieben passt und ob dies einem das Geld Wert ist muss jeder für sich entscheiden.

Ich jedenfalls würde ihn kaufen - auch wenn ich noch über M Fahrwerk und Motor nachdenken müsste.


27.04.2012 07:42    |    spike_xxx    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: BMW, E89, Kauf, Z4

Ja ja, so ist das. Kaum ein Jahr rum und schon steht wieder ein neues Auto auf dem Hof.

Diesmal ging es ja um den durchaus geplanten Ersatz des 5ers. Dieser wird ja im Juli 3 Jahre alt und stand somit zum Tausch an.

Was tun - sprach der Blinde.

Also kreisten unsere Gedanken so über dies und das. Überlegungen in viele Richtungen. Aber so ganz genau war es eigentlich bis zum 31.3.2012 nicht geklärt. An diesem Tag machten wir uns eher zufällig mal auf den Weg zur BMW Niederlassung. Und was sahen die Augen meiner geliebten Frau? Der ganze Hof stand voller Z4's. Na was für ein Zufall. Stand doch dieses Modell durchaus recht weit oben auf der Wunschliste.

Bei BMW stand diese gezeigte Hofdekoration unter dem Namen "Cabrio Wochen".

Nun, es parkten schon ein paar schöne Z's rum. Aber einer hatte es uns schon beim ersten durchqueren des Fuhrparks angetan. Tiefseeblau mit weißer Lederausstattung. Genau so hätten wir ihn denn wohl auch konfiguriert. Naja. Also haben wir mal einen der Verkäufer aufgesucht und uns mit ihm zusammen gesetzt.

Die Anforderungen an einen Z4 waren denkbar einfach.

 

1. 6 Zylinder sind ein muss, es muss aber nicht unbedingt ein 35i sein - ist ja eher ein Auto zum cruisen.

2. Automatik, wobei die nicht unbeding ein k.o. Kriterium gewesen wäre

3. er muss von der Farbkombination gefallen (Frauenauto :) )

4. .....gab es schon nicht mehr.

 

Also hat er sich an seinem Computer auf die Suche gemacht. Und da war er. Tiefseeblau, weißes Leder, Automatik und ein 23i - also 6 Zylinder. Einer der letzten - denn bestellen kann man diesen Motor schon seit Mitte 2011 nicht mehr. Downsizing. Auch im Z4 gibt es nur noch 4 Zylinder Motoren, bis auf den 35i/is. Wie sich rausstellte gab es noch genau dieses eine Auto in der für uns passenden Farb-Motor-Getriebe Kombination.

Was soll ich sagen. Das Herz schlug schneller und irgendwie schien es ein Glückstag zu sein. Also erstmal raus und alles begutachtet.

Das Auto war wie gemacht für unsere Vorstellungen. Es passt irgendwie alles.

 

Z4 23i

2,5l Reihensechszylinder Saugmotor

204PS

Sportautomatik

M Sportpaket und Sportfahrwerk

Navi Professional

HiFi Professional

USB, Bluetooth und all so Zeugs

Regensensor, Xenon, Lenkradheizung, Sitzheizung und blablabla.

 

Also mal Probesitzen und einmal starten. Ja, was für ein genialer Klang - scheiß auf 4 Zylinder Turbo.

Naja. Nach all dem Spaß musste nun natürlich noch das finanzielle passen. Also wieder an den Tisch und zahlenschubbsen. Aber was soll ich sagen. Es dauerte keine 10 Minuten. Blablabla - 20% Nachlass weil es ja ein Bestandsfahrzeug ist und nochmal 8% weil ja Cabrio Wochen sind.

Bei den Konditionen war der Vertrag so schnell unterzeichnet wie eine Frau normalerweise Schuhe kauft. Erst danach haben wir dann geklärt wie es denn überhaupt mit dem 5er alles geht. Denn eigentlich läuft das Leasing ja noch 3 Monate. Aber wenn man wieder einen BMW kauft gibt es eine 90 Tages Regel. Soviel vorher bzw. nachher kann man ein Auto zurückgeben. Und da fällt der 5er ja rein. Also hatten wir am 31.3. ein neues Auto gekauft. Da der 5er ja erst ab Mai in die 90 Tage Regel fällt und der Z4 bis Ende April vom Hof musste (nur dann galten die Konditionen) haben wir die Übergabe und den Beginn des Leasingvertrages eben auf Ende April, nach unseren Urlaub gelegt. Und somit haben wir eben am Mittwoch den Elvis, das neue Auto meiner Frau, abgeholt. Und nun steht er da und ich darf nicht damit fahren....... :D

 

Soviel erstmal zur Geschichte der Anschaffung.


11.04.2012 06:34    |    spike_xxx    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: ActiveHybrid, BMW, E71, E72, Fazit, Hybrid, X6

Nun Leute. Es ist schon wieder ein Jahr vergangen. Unglaublich.

 

Mit unserem X6 habe ich gestern in der Früh die 20.000km Marke durchbrochen. Wie immer hat man in dem Moment keinen Knipsomaten in Reichweite. Nicht mal das iPhone. Das lag in meiner Tasche auf dem Rücksitz.

Na egal. Auf jeden Fall ist es mal an der Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen.

Wie man an den gefahrenen Kilometern sieht, steht das Auto nicht nur rum. Nein, es wird auch bewegt.

Von Kurzstreckengondelei bis zu langen Autobahnetappen war alles dabei.

 

Fangen wir mal mit den positiven Dingen an.

Da wäre zum einen der allgemeine Fahrkomfort. Nicht umsonst belegte der X6 Hybrid bei einer Automobilzeitschrift (4 große Buchstaben) einen der vordersten Ränge im Vergleich der leisesten Autos, gemessen im Innenraum bei 130km/h. Es ist ein durchaus lässiges und entspannendes fahren. Seinen Beitrag dazu trägt natürlich der V8 in Verbindung mit dem Elektromotoren bei. Es geht immer zügig, absolut stressfrei und irgendwie entspannt voran. Dies ist sicher auch der erhabenen Fahrposition zuzuschreiben. Dieses Auto entschleunigt. Es regt einen zum cruisen an - nicht zum rasen. Auch wenn man dies vorzüglich damit machen kann.

Vielmehr macht man es sich in den Sportsesseln bequem und lauscht den leisen oder lauten Tönen aus dem großartigen Audio System.

Noch genau so viel Spaß wie am ersten Tag macht die Sucht nach dem elektrischen Fahren. Wann immer es geht wird es versucht. Man perfektioniert mit der Zeit seine Fahrweise und erziehlt damit erstaunliche Resultate. Natürlich wird deswegen kein Sparmobil aus dem X6. Man wird nicht mit 3 Litern auf 100 Kilometer auskommen. Das ist einfach nicht möglich - bei 2,5 Tonnen Lebendgewicht, Reifen so breit wie Ölfässer und dem Luftwiderstand einer Einbauküche.

Aber das von BMW versprochene Einsparpotential von 20% zum X6 50i erreicht man ohne große Anstrengungen, trotz 350kg Mehrgewicht. So schaffe ich es im Normalbetrieb mit einer Tankfüllung um die 700km. Das entspricht dann einem Verbauch von ziemlich genau 12 Litern. Bei sehr defensiver Fahrweise hab ich auch schon knapp 800km geschaft - 10,5Liter. Mehr geht natürlich immer - nach oben gibt es kaum Grenzen. Es begab sich auch schon, das nach knapp 400km zum Tankstop gerufen wurde. Das sind dann jenseits der 20l. Spaß muss man eben bezahlen.

Was man auch als durchaus positiv sehen kann ist das Image des Autos - so man darauf Wert legt. Sicher. Die Hybrid Schriftzüge sind klein und kaum Sichtbar. Aber wenn sie dann mal entdeckt werden oder man lautlos auf den Parkplatz gleitet ist man der meist positiven Blicke sicher. Auch muss man auf Gespräche eingestellt sein. Der ein oder andere fragt schon mal. Besonders Autobahnraststätten scheinen die Leute gesprächig zu machen. Hierbei spielt es keine Rolle ob Deutsch oder sonst eine Sprache. Man erntet schon mal ein "a realy nice car" oder so. Also verstecken ist nicht mit dem X6 - mit dem Hybrid noch weniger.

Was ist noch positiv. Der Antrieb an sich natürlich. Der V8 schiebt ordentlich an und klingt saugut. Obwohl er gerne etwas lauter sein könnte. Wobei dies dann wieder gegen den ersten Punkt meiner Positiv Liste arbeiten würde. Ich glaube aber, das BMW hier einen doch recht guten Kompromis gefunden hat. Es ist eben keine Kravallbude.

Positiv würde ich auch die relative Dynamik dieses Panzers bewerten. Man glaub nicht wie zügig er dann doch um's Eck geht. Natürlich immer im Verhältnis zum Gewicht gesehen. Ein leichteres Auto ist da natürlich überlegen.

 

Wo Licht, da auch Schatten.

Ja, dieses Auto ist ein BMW. Ja, dieses Auto ist teuer. Aber es ist nicht in Deutschland gebaut. Und das merkt man. Die Qualität ist spürbar schlechter als zum Beispiel im 3er, 5er oder 7er. Man mag gern den Versuch unternehmen es wegzureden. Es geht aber nicht. Es ist eben schon das ein oder andere Knistern beim überfahren von Unebenheiten zu hören. Es sind eben nicht überall schöne Materialien verbaut. Das alles ist kein Beinbruch und auch kein Weltuntergang. Aber man merkt es. Alles andere wäre gelogen.

So ist dies auch der erste BMW mit dem wir schon mal eine Panne hatten. Besser gesagt meine Frau. Der Motor ist einfach ausgegangen, in der Stadt, und ließ sich auch nicht mehr zum leben erwecken. Erst der BMW Servicetechniker konnte weiterhelfen und so kam das Auto dann in die Werkstatt. Nach 3 Tagen haben wir ihn wieder bekommen. Natürlich ohne einen Cent zu bezahlen und mit kostenlosem Mietwagen. Einen genauen Grund haben wir auch nie erfahren. Naja, die Elektronik eben.

Positiv für so einen Fall natürlich das integrierte BMW Notrufsystem. Ein paar Drehungen und Klicks am iDrive Knopf und schon kommt Hilfe. Das ist wirklich sehr vorbildlich von BMW. Aber man will es ja eigentlich lieber nicht nutzen.

Was fällt sonst noch negativ auf. Eigentlich nichts. Klar, das Auto ist an sich nichts für die Stadt. Er ist zu groß, zu unübersichtlich und der Wendekreis ist auch, sagen wir Überdimensioniert. Aber das wußte man ja vorher. Und irgendwie haben wir es bisher trotzdem in jede Lücke geschaft. Auch dank der ganzen Kameras am Auto. Man muss nur die richtige Lösung für ein Problem zur Hand haben.

Auch macht man die Erfahrung, das der X6 an sich ein sehr gutes Winterauto ist. Vorwärts kommt man immer - dank Allrad. Auch macht es Spaß, das der Allrad ganz BMW-Like sehr Hecklastig ausgelegt ist. Man kann sich gefühlt wie mit einem Hecktriebler fortbewegen. Das macht Spaß. Aber der Spaß endet beim bremsen. Nicht weil die Bremsen schlecht wären, ganz im Gegenteil. Aber 2,5 Tonnen schieben und schieben und schieben. Wenn es dazu noch bergab geht ist der Dicke kaum zu bremsen. Da muss man sich dran gewöhnen. Wenn man es weiß ist es kein Problem. Aber am Anfang hat es so manches Herzrasen ausgelöst.

 

Nun. Damit will ich mal beenden.

Als Fazit kann man sagen, das wir mit diesem Auto doch alles in allem sehr zufrieden sind.

Ich möchte ganz einfach wie folgt enden :

 

Dieses Auto braucht kein Mensch - aber es ist einfach geil


27.06.2011 06:31    |    spike_xxx    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: BMW, F25, X3

In den letzten 2 Tagen hatte ich wieder die Gelegenheit ein neues Fahrzeug aus der BMW Modellpalette zu testen.

Unser 5er musste zum Service in die Werkstatt. Das alleine würde ja allenfalls 45 Minuten dauern. Jedoch hatte sich ein Marder an einem Kühlwasserschlauch im Motorraum zu schaffen gemacht. Da dieser Schlauch nicht auf Lager war, musste der Dicke eine Nacht in der Werkstatt verbringen.

Um in dieser Zeit mobil zu bleiben stellte mir das Autohaus einen X3 xDrive20d zur Verfügung. Das hat mich natürlich gefreut da mich der X3, als so vielgelobtes Auto, schon immer mal interessiert hat.

Nun stand er da. Farbe Alpinweiß. 18" Alufelgen. Abgedunkelte Scheiben. Also nicht häßlich, wie ich finde.

Mit allen Extras, so wie er dastand, kam dieser X3 auf einen stattlichen Listenpreis von kanpp 54.500€. Kein Schnäppchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steigt man ein, erwartet einen ein BMW-typischer Innenraum. Die bekannten 4 Rundinstrumente. Der bekannte eigenwillige Automatikwählhebel. Auch die Bedienung der Klimaautomatik stellt den BMW erfahrenen Nutzer vor keine Rätsel. Alles gepaart mit einer doch recht ordentlichen Verarbeitung und hochwertigen Materialien. Nichts klappert, nichts knarzt.

Einzig die popelig wirkende Einfassung des Navi Bildschirms trübt den Gesamteindruck. Im Fahrzeug war das "kleine" Navi Business verbaut. Dies kommt mit einem kleinerem Bildschirm aus als das Navi Professional. Hier hätte man sicher eine schönere Einbauvariante finden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnell hat man auf dem voll elektrisch verstellbarem Gestühl die passende Sitzposition gefunden. Der getestete Wagen hatte die Standartsitze verbaut. Jedoch fällt sofort der Unterscheid zu den Sport- oder Komfortsitzen auf. Man vermisst dieses Gefühl "umschlossen" zu werden. Und dieses Gefühl verstärkt sich noch, sobald man fährt. Kommt man auf Geraden noch gut mit den Sitzen zurecht so fehlt in Kurven jeglicher Seitenhalt. So sportlich das Fahrwerk des X3 auch sein mag. Mit diesen Sitzen kann man es nicht wirklich genießen. In zügig gefahrenen Kurven hängt man schnell an der Mittelkonsole oder der Türverkleidung. Hier kann ich jedem wirklich die optionalen Sportsitze ans Herz legen. Mit dem Seriengestühl wird der Spaß sehr schnell eigebremst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommen wir zum Motor. Hier ist der 2 Liter 4 Zylinder Diesel mit 184PS verbaut. Mit seinen 380Nm sicher keine schwachbrüstiger Zeitgenosse. Kombiniert mit der absolut ruckfrei schaltenden 8 Gang Automatik ist für ausreichend flottes vorankommen gesorgt.

Jedoch muss ich an dieser Stelle einen Appell an BMW loswerden. Bitte Bitte Bitte - lasst uns doch die 6 Zylinder Motoren. Scheißt auf dieses Downsizing. Denn mal ehrlich. Jeder der sagt das so ein 4 Zylinder Diesel gut klingt scheint noch nie etwas anderes gehört zu haben, oder versucht sich irgend etwas schön zu reden. Nein, nein und nochmals nein. Dieses Motorgeräusch stuft den X3 in meinen Augen gleich eine Klasse runter.

Natürlich. Flott ist er mit dem Motor. Es gibt, bis auf den Klang, sicher kaum Argumente die für einen, sagen wir 25d als 6 Zylinder sprechen. Die Fahrleistungen werden nur marginal besser sein. Aber da ein Autokauf auch etwas mit Emotionen zu tun hat, vor allem in dieser Preisklasse, sollte man hier nicht nur der Vernunft folgen. Für mich persönlich gehört in dieses Auto ein 6 Zylinder. Punkt.

Angaben zum Verbrauch kann ich leider nicht machen,da ich vergessen hatte den Bordcomputer zu resetten. Der Durchschnittsverbrauch wurde mit 7,6l angezeigt. Jedoch weis ich ja nicht wie dieser entstanden ist. Deswegen kann ich diese Zahl nicht wirklich bewerten.

An Bord befand sich auch die Start-Stop Automatik. Zum ersten Mal durfte ich dieses Erlebnis in Verbindung mit einer Automatik erleben (abgesehen von unserem Hybrid, da ist es aber alles etwas anders). Prinzipiell funktioniert es so ganz gut. Jedoch habe ich eine Situation erlebt in der sich dieses System eher nachteilig zeigte. Kreuzung, keine Ampel, man rollt nach und nach ran. Bleibt stehen - schaut noch einmal. Und genau in dem Moment wo man losfahren will geht der Motor aus. Nun, er geht zwar sofort wieder an. Jedoch vergehen schon ein paar Sekunden ehe man wieder losfahren kann. Es gibt erstaunlicher Weise auch keine Taste mehr um dieses System zu deaktivieren. Ich vermute das es abgeschaltet ist, wenn man das Fahrdynamikprogramm in den Sportmodus schaltet. Ob dies alles immer so im Sinne des Erfinders ist sein dahingestellt. Aber prinzipiell funktioniert es.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommen wir zum allgemeinen Fahrgefühl.

Hier konnte der X3 restlos überzeugen. Jetzt weis ich auch, warum er immer als der sportlichste SUV bezeichnet wird. Die Lenkung ist sehr direkt. Es ist erstaunlich mit welcher Leichtigkeit man dieses hochbeinige SUV durch Kurven zirkeln kann. Und es macht echt riesig Spaß. Einzig die Sitze bremsten den Spaß immer wieder ein. Aber dafür gibts ja Abhilfe.

Erstaunlich ist, das diese Dynamik nicht zu lasten des Komforts geht. Hier hat BMW im Verhältnis zum alten X3 eine 180° Wende hingelgt. Dieser konnte auch mit hervorragender Dynamik überzeugen. Jedoch war ihm jede Art von Komfort fremd. Der Neue kann tatsächlich beides. Einzig kurze Stöße und kurz hintereinander folgende Bodenwellen mag er nicht. Das ist aber eine Eigenschaft fast aller BMW Modelle und ist sicher zu einem gewissen Teil auf die Run-Flat Bereifung zurückzuführen. Durch die steiferen Flanken der Reifen ist hier eine wesentlich geringere Federwirkung gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nun die Frage. Ist ein solches Auto auch praktisch?

Diese Frage kann man durchaus mit Ja beantworten. Die hohe Sitzposition, der Überblick und das leichte ein- und aussteigen sind sicher von Vorteil. Auch ist die Karosserie erstaunlich übersichtlich. Klar, es verbirgt sich nichts hinter irgendwelchen Wölbungen und Bögen. Er ist ja doch recht Eckig gehalten. Auch die Sicht nach hinten ist ganz gut. Kein Verglich zu unserem X6. Jedoch würde ich trotzdem jedem mindestens das Park Distance Controll empfehlen. Auch die optionale Rückfahrkamera ist sicher eine Überlegung wert. Alles in Kombination ist für ~1000€ zu haben. Ein übersehener Stein, Poller oder Zaun führt schnell zu einem Schaden der den 3fachen Wert haben dürfte.

An der Ergonomie und der Bedienung an sich gibts nichts zu meckern. Der Einstieg gelingt vorn wie hinten problemlos. Auch ich als Vertreter der 2 Meter Fraktion finde im Fond ausreichend Platz. Hier ist auch eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger zu spühren.

Am Kofferraum gibts auch nichts zu meckern. Ich sage mal Klassenüblich. Unter dem Ladeboden befindet sich noch eine Ebene mit Fächern zum verstauen von Kleinzeug. Das ist ganz praktisch. Die Rückbank ist gleich in 3 Teilen umzuklappen. Verhältnis 40:20:40. Dies gehört wohl heutzutage zum guten Ton. Ich kann dem ganzen keinen wirklichen Vorteil zur herkömmlichen 60:40 Teilung abgewinnen. Aber es wird sich sicher jemand etwas dabei gedacht haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie fällt nun das Fazit aus.

Der X3 ist ein sehr gutes Auto. Er ist genau das, was er laut BMW sein soll. Ein sportliches SUV. Von seinen Maßen ist er noch relativ Kompakt geblieben was ihn zu einem angenehmen Begleiter, auch in der Stadt, macht. Er ist ist wendig und vermittelt ein sicheres, agiles Fahrgefühl. Bei der Bedienung und Ergonomie leistet er sich auch keine Schwächen.

Ob er nun den Preis von über 50.000€ wert ist muss jeder für sich entscheiden.

Aber scheinbar entscheiden sich sehr viele Interessenten für einen X3. Momentan liegt die Lieferzeit nach Bestellung bei ca. 11 Monaten!!!

 


27.04.2011 20:57    |    spike_xxx    |    Kommentare (26)

Hallo MotorTalker,

 

seit ein paar Tagen bin ich nun Besitzer eines BMW X6 ActiveHybrid.

ich habe mich jetzt zu diesem Blog hinreißen lassen, da das Thema Hybrid ja so langsam immer mehr allgemeines Interesse annimmt. Schreibt man Beiträge in einem speziellen Marken und Typenforum so verschwinden diese nach kurzer Zeit im Nirvana und sind nur schwer wiederzufinden.

 

Ich versuche hier einige Informationen und Fakten zum Thema X6 ActiveHybrid und dessen, durchaus faszinierenden, Technik zusammenzufassen.

 

Eins gleich vorweg. Ich weiß, das der X6 ein sehr polarisierendes Auto ist. Die einen mögen es, die anderen hassen es. Bitte lasst dieses Thema einfach mal außen vor und akzeptiert, das es Menschen mit unterschiedlichen Geschmäckern und Vorlieben gibt.

Mir und meiner Frau gefällt dieses Auto einfach und deswegen haben wir uns den X6 zugelegt. Ich brauche diesen nicht, wie immer wieder von Holzköpfen zu diesem Auto angemerkt, zum Aufreißen von Frauen oder als Schwanzverlängerung!

 

Fangen wir an. Unser Hybrid hat äußerlich alle Merkmale, welche BMW dem Hybrid mit auf den Weg geben will. Das ist zum einen die Außenfarbe. Diese hört auf den Namen Bluewater Metallic. Dazu kommen die aerodynamisch Optimierten 20" BMW Alufelgen welche von BMW Streamline genannt werden.

Bluewater MetallicBluewater Metallic

Äußerlich ist der Hybrid sonst nur noch an diversen kleinen Schildchen mit dem Schriftzug "ActiveHybrid" und an der Motorhaube mit Powerdome zu erkennen.

Dieser mächtige Buckel auf der Motorhaube ist keine Zier. Er ist einfach notwendig um die Leistungselektronik für den Hybridantrieb irgendwie im Motorraum unterzubringen.

Im Innenraum ist von all der Technik auch nichts zu sehen. Einzig eine Hybrid Nutzungsanzeige befindet sich dort im Drehzahlmesser wo sonst bei BMW historisch die Momentanverbrauchs- oder Öltemperaturanzeige sitzt. Das ist dann auch der einzigste Indikator dafür, in einem Hybrid zu sitzen.

Wer hier irgendweche futuristischen LED und LCD Anzeigen erwartet, wie in so manchem Hybrid aus Fernost, wird im X6 entäuscht. Alles sieht aus wie in einem "normalen" X6. Keine Spielereien, keine Experimente.

Was erwartet den Fahrer nun mit so einem Hybrid?

Erst einmal nach dem öffnen per Fernbedienung ein summen und surren von, gefühlt, überall her aus dem Auto. Dies verstummt aber nach kurzer Zeit wieder. Ist man eingestiegen präsentiert sich alles wie bekannt.

Ist der Verbrennungsmotor noch kalt brabbelt nach Betätigung des Startknopfes, wie bisher gewohnt, der V8 Biturbo los. Jedoch vernimmt das geübte Ohr ein etwas anderes Startgeräusch. Der Verbrenner wird ja nicht mit einem Anlasser im herkömmlichen Sinn gestartet. Diese Aufgabe übernimmt beim Hybrid ja einer der Elektromotoren. Dieser bringt den Verbrenner auf Drehzahl. Dadurch entsteht ein völlig ruhiger Startvorgang. Nichts "rattert" mehr. Der V8 ist einfach an, wie aus dem Nichts.

MotorhaubeMotorhaube

Jetzt noch die Automatik auf "D" gestellt und schon kann es los gehen. Ganz wie man es von jedem mit Verbrennungsmotor angetriebendem Auto kennt.

Ist der Verbrenner dann etwas warm (er muss nicht volle Betriebstemperatur haben) kann es unter umständen zum ersten Hybrid Erlebnis kommen. Befindet man sich jetzt im Geschwindigkeitsbereich unter 65km/h kann es dann urplötzlich passieren, dass der Verbrennungsmotor aus geht und man rein elektrisch weiter fährt.

Hierbei ist dieser Umschaltvorgang absolut nicht wahrnehmbar. Einzig der auf 0 fallende Drehzahlmesser ist ein Indiz für das rein elektrische Fahren.

Möchte man jetzt wieder beschleunigen und kommt über die 65km/h hinweg schaltet sich, wieder absolut unmerkbar, der Verbrennungsmotor wieder zu. Einer der beiden Elektromotoren dreht den V8 bereits auf die benötigte Drehzahl hoch. Dadurch entsteht dieser absolut ruckfreie Übergang. Und das erzähle ich nicht, weil es in irgendwelchen Prospekten steht. Nein, es ist wirklich so.

Ein "unwissender" Autofahrer würde von all dem Hybridzeugs absolut nichts mitbekommen. Einzig der Drehzahlmesser und das fast geräuschlose Dahingleiten sind Indikatoren für das elektrische Fahren.

imposantes Heckimposantes Heck

Laut BMW reicht eine Akkufüllung für 2,5 Kilometer bei 65km/h. Ist man langsamer eben entsprechend auch länger. Häufig wird ja bei Hybridfahrzeugen die eigentlich geringe Nutzung des Elektroantriebes bemängelt. Sicher stellt der X6 an dieser Stelle keine Ausnahme dar. Auch hier würde man sich mitunter leistungsfähigere Akkus wünschen, die am besten unendlich lange halten. Aber die Realität sieht eben anders aus. Allzu schnell bewegt sich der Zeiger der Ladungsanzeige Richtung 0 und der Verbrenner muss wieder eingreifen. So dramatisch negativ sich dies auch anhören mag ist es dann zum Schluß doch nicht.

Mit etwas Hybrid-Übung und geschickter Ausnutzung der Bremsenergie fährt man zum Beispiel in der Stadt locker auch 5 Kilometer oder mehr am Stück elektrisch.

Die Kunst des Hybrid Fahrens liegt irgendwie in der Gleichmäßigkeit. Dabei muss man nicht als Verkehrshindernis umherschleichen. Die Beschleunigung mit den ~80PS starken Elektromotoren reicht locker aus um im Verkehr mitzuschwimmen. Klar, Ampelrennen kann man damit nicht gewinnen. Und dann kommt es nur darauf an, möglichst smooth möglichst viel dahin zu rollen. Möchte man langsamer werden sollte man etwas zeitiger, dafür aber nur ganz leicht, mit bremsen anfangen. Bis zu einer bestimmten Verzögerung wird das Fahrzeug nämlich nur mit Hilfe der Elektromotoren im generatorischen Betrieb gebremst. Und es ist unglaublich wie schnell man damit die Akkus wieder geladen bekommt. In dem Moment kann man der Nadel der Ladeanzeige beim klettern zusehen.

Man kann es also tatsächlich zu seiner persönlichen Challenge machen, möglichst lange elektrisch zu fahren. Natürlich ist irgendwann der Punkt erreicht an dem man wieder den Verbrenner braucht. Aber diesen Moment kann man mitunter weit rauszögern.

Im Stadtverkehr lassen sich somit Verbräuche von 9,5l realisieren. Hier ist auch schon mal der ein oder andere zügigere Ampelsprint eingerechnet.

Nun mag dieser Wert dem ein oder anderen Dieselfahrer ein müdes Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich finde diesen Wert für solch ein 2,5 Tonnen schweres Auto im Stadtverkehr aller Ehren wert.

Bei Geschwindigkeiten über 65km/h werden die Elektromotoren zum laden der Akkus und zur Unterstützung beim Beschleunigen genutzt. Das System arbeitet hierbei auch so unauffällig das man von all dem Spaß nicht wirklich viel mitbekommt. Alles passiert irgendwie. Wenn man mal richtig auf's Gas latscht wird der sogenannte eBoost aktiviert. Sprich alle 3 Motoren schieben die Fuhre mit 485PS und 780NM nach vorne. Ausgebremst wird man, dank Hochgeschwindigkeitsabstimmung, elektronisch bei 250km/h. Lässt man es jetzt wieder gemütlicher rollen oder muss man bremsen werden die Akkus wieder geladen.

StreamlineStreamline

All dies funktioniert so gut, das man eigentlich immer Strom in den Akkus hat wenn man ihn benötigt. Ich kann mich ehrlich nicht daran erinnern einmal den Moment erlebt zu haben das der Verbrennungsmotor nicht ausgehen konnte da der Akku leer war. Klar, ausgenommen der Fall das man bereits ewig mit Elektroantrieb unterwegs war und die Akkus dann einfach leer sind. Aber dann benötigt es 500m und 2 Ampeln, inklusive der entsprechenden "Anbremsmanöver" und schon ist wieder genug Strom da um elektrisch zu fahren.

Wie gesagt, all dies bedingt aber ein Hybrid Freundliches fahren. Da muss man sich am Anfang schon etwas umstellen und anpassen. Aber es funktioniert dann ganz gut.

Meine Frau fährt auch sehr gern mit dem Hybrid. Gerade meint sie "...da bekommt der Begriff "herumstromern" eine ganz neue Bedeutung...". Auch Sie achtet darauf und versucht sich etwas auf die "Stromerei" einzustellen.

CockpitCockpit

Das ganze mag sich jetzt so anhören, als ob wir jetzt nur noch versuchen elektrisch durch die Gegend zu schleichen. Aber es sollte jedem klar sein das es sich bei diesem Auto um ein über 400PS starkes V8 Geschoss handelt. Damit ist es einfach nicht möglich nur langsam zu fahren. Man will auch mal den satten V8 Sound hören und es krachen lassen. Das ist ja irgendwie genau die Stärke dieses Autos. Es kann eben beides, leise und laut.

Alles in allem haben wir momentan einen Durschnittsverbrauch von 12,4l/100km. Nun, für einen 2,5 Tonnen schweres - 485PS starkes Auto ist dies sicher kein schlechter Wert.

Natürlich ist der X6 ActiveHybrid weit davon entfernt ein Sparmobil zu sein. Aber er zeigt recht Eindrucksvoll was möglich sein kann, wenn man beide Technologien miteinander in Verbindung bringt.

 

Damit möchte ich vorerst diesen Bericht beenden. Ich werde selbstverständlich weiter berichten. Auch das ein oder andere Video werde ich noch nachreichen. Es ist sicher für den einen oder anderen Interessant zu sehen wie das alles arbeitet und funktioniert.

Zum Abschluss noch ein erstes Video welches die Soundkulisse beim elektrischen sowie verbrennungsmotorischem Fahren zeigt. Auch zeigt es, das der absolut smoothe Übergang tatsächlich funktioniert.

 


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