Mon May 13 21:19:34 CEST 2013
|
SideWinder80
|
Kommentare (17)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Wie angekündigt war es dann heute soweit. Nach etwas über einem Jahr verlässt das Häuschen die Halle und rollt, wenn auch noch nicht auf den eigenen Rädern, wieder über die Straße.
Nachdem wir bereits gestern aufgeladen und in weiser Voraussicht auf das zu erwartende Wetter alles in Plane eingepackt hatten, ging's dann heute eine Runde bei den mehr oder weniger örtlichen Karosseriebetrieben vorbei.
Ich hatte ja mittlerweile schon Panik, utopische Preise jenseits meiner Vorstellung zu hören. Da wird's einem schon mulmig bei der ersten Anfahrt. Aber eigentlich blieb's überall im Rahmen, so um 2.500 - 3.500 € herum.
Es ist jedenfalls entschieden, nächsten Dienstag geht das Häuschen nach Gevelsberg. War insgesamt, das sympathischste Gesamtangebot und noch nicht mal das teuerste am heutigen Tag. Dafür dauert's nen bißchen länger, aber wir brauchen eh noch genug Zeit um die Bodengruppe und den Motor wieder aufzubauen.
Ein weitere positive Erkenntnis des heutigen Tages: Keiner hat unsere Blecharbeiten moniert, das ist ja auch schon mal was - gerade wenn man's nicht gelernt hat.
Jetzt kommt noch die finale Farbentscheidung, aktuell tendiere ich ja wieder zu L90D (pastellweiß). Über die Jahre gab's da wohl verschiedene Abstufungen drin zumindest habe ich den Ton in natura jetzt schon in drei Helligkeitsstufen gesehen. Mich zieht's zu der dunkelsten Stufe, die eher so'n cremeweiß ist. Das passt auch am ehesten zu den Resten der original Lackierungen die ich unter dem Himmel gefunden habe.
Na ja, noch bleibt ja ein wenig Zeit bis zur Endgültigkeit der Entscheidung...is aber auch schwer!
Das soll's dann als kurzes Update gewesen sein!
P.S.: Hat einer vielleicht nen Käfer aus 70-72 der noch in "original" L90D lackiert ist und schickt mir mal nen Bild? |
Sun May 05 23:47:00 CEST 2013
|
SideWinder80
|
Kommentare (10)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Unglaublich aber wahr - der letzte Beitrag ist schon wieder 3 Monate alt...
Aber wirklich viel aufregendes hätte es auch nicht zu berichten gegeben. In den letzten Wochen haben wir uns hauptsächlich mit diversen Nacharbeiten am Häuschen beschäftigt. Hier noch ein vergessener Schweißpunkt, dort noch eine scharfe Kante. Außerdem haben sich die Anpassungsarbeiten an der Front doch noch etwas hingezogen. Anschließend haben wir dann zum ersten Mal seit den größeren Austausch-Schweißarbeiten wieder alle Teile (Hauben, Türen etc.) angebaut. Siehe da, es passt alles noch!
Vor zwei Wochen haben wir uns dann den Türen angenommen, die bis dato völlig unberührt gelagert waren. Nun, wie bereits beim Kauf des Käfers bemerkt, war die Beifahrertür in schlechterem Zustand als die Fahrertür. Wie sich dann herausgestellt hat, muss diese auch schon einmal getauscht worden sein. Die auf der Innenseite liegenden Halterungen sind alle nachträglich angebracht worden und nicht zuletzt sieht die Tür unter der Verkleidung insgesamt etwas anders aus als die Beifahrertür.
Da die Fahrertür wirklich keinerlei Rostansätze zeigt darf sie bleiben.
Ebenfalls seit dem Kauf ein Problemfall war der vordere linke Kotflügel. Offensichtlich ein Repro-Teil von zweifelhafter Qualität. Grund für den Tausch scheint ein alter Frontschaden gewesen zu sein. Den hatten wir beim Wechsel der Front schon bemerkt. Es scheint nicht wirklich schlimm gewesen zu sein, aber offensichtlich zu viel für den Kotflügel.
Extra früh angereist und auch wenn's schwer fiel erstmal flux über den gesamten Teilemarkt gestreift. Blechkotflügel in Massen, die wenigsten jedoch für links (!) vorne - scheint ne beliebte Ecke zu sein
Jetzt ist es aber soweit, wir sind mit dem vorerst für uns eingeplanten Einsatz am Häuschen fertig. Alles weitere soll bzw. muss, so zumindest der aktuelle Plan, der noch zu bestimmende Lackierer machen. Nach dem nächsten Wochenende wollen wir, samt Häuschen im Gepäck, mal eine Runde bei den lokalen Karosseriebetrieben vorbei drehen und uns mal Angebote zu dem Thema einholen. Ich bin ja mal gespannt...und nicht zuletzt auch auf meine Farbwahl. Auch da war die Vielfalt in Hannover eher kontraproduktiv. Original war er laut Urkunde pastellweiß (L90D). Im Raum steht aber gerade auch noch so ein helles pastellgrün oder ein "kräftiges" hellblau - schwierig, schwierig.
Also falls jemand im Raum Bochum, Hattingen oder dem angrenzenden Nahbereich Erfahrungen mit einem Karosseriefachbetrieb hat, ich bin für Hinweise jeder Art (gerne auch via PN) dankbar!!! Idealerweise sollte der Betrieb sich mit Komplett-Lackierungen und noch besser auch mit Käfern auskennen. Irgendwie ist es bei dem Thema Fahrzeuglackierungen aber gar nicht so einfach überhaupt Erfahrungen zu erhalten. |
Tue Jan 15 01:09:10 CET 2013
|
SideWinder80
|
Kommentare (3)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Die Sache mit dem Winkel...
Wieder einmal ist es viel zu lange her, das ich über den Fortschritt am Käfer berichtet habe. Aber irgendwie waren die letzten Monate von 2012 doch recht arbeitsreich und dann stand ja auch noch der von den Maya's vorhergesagte Weltuntergag bevor
Wir haben natürlich trotzdem weitergearbeitet. Was ist also passiert?
Nachdem die Bodengruppe in schönem schwarz vom pulverbeschichten zurückgekommen ist, haben wir die Hinterachse demontiert. Die Achsrohre werden in Eigenregie wieder aufgearbeitet. Die Bremstrommeln sind zum Ausdrehen weg und das Getriebe kriegt aller Voraussicht nach eine Spülung. Da es sich sauber schalten ließ, es keine Geräusche gemacht hat und auch sonst keine Auffälligkeiten zeigte, sind erstmal keine weiteren Arbeiten daran geplant. Das aber vorerst nur als Randnotiz.
In der Hauptsache haben wir uns mit dem Häuschen beschäftigt, genauer gesagt mit der Front. Da selbige eigentlich nur noch aus Lack und Glasfaserspachtel bestand
Wir haben uns schließlich zum Komplett-Tausch entschlossen. Warum? Der Vorteil liegt auf der Hand. Am Ende bleiben so "nur" zwei Schweißnähte die zu versorgen sind, im Gegensatz zu diversen, teils schwer erreichbaren, Schweißstellen die beim Einzeltausch zwangsläufig angefallen wären. Das diese Variante ebenfalls so ihre Tücken hat sollten wir allerdings auch noch lernen.
Also frisch ans Werk, erstmal diverse Maße genommen. Breite der Tankaufnahme, Abstand des Schlossträgers zum Fensterrahmen, Lochabstände der Kotflügelschrauben usw.
Danach haben wir die Position für die Schnitte gewählt und die Maße mit der Front aus dem Zubehör verglichen. Sah alles ganz passabel aus. Irgendwie klang mir aber noch der Satz des Teilehändlers im Ohr: "Aber bloß mit dem Winkel aufpassen, diese *PIEEEPPPP* kriegen das nie auf die Reihe." - Zugegeben, so ganz verstanden hatte ich das nicht sofort...
Erstmal nen neue Scheibe auf die Flex und ab geht's....
Nach den ersten Schnitten sah es dann so aus.
So und jetzt fängt der Spaß dann auch an
Ein kleines Zwischenspiel gab jetzt noch diese Durch- bzw. besser gesagt Unterführung des Wasserablaufs zwischen Spritzwand und Tankaufnahme. Von Innen sah das Teil schon immer interessant aus - in schönem Rostschutzbraun und drumherum mit einer grauen Masse seltsam verschmiert.
Das was man Innen bisher hatte sehen können, war die "fachmännische" Reparatur von einem der Vorbesitzer. Das Rep-Blech war nämlich schlicht mit irgendeinem Klebezeugs draufgepappt worden. An dieser Stelle nochmals --> Daumen hoch und vielen Dank!
Kurzerhand haben wir die ausgefranste Stelle etwas vergrößert und in Eigenarbeit eine neues Rep-Blech angefertigt. Mir fällt gerade auf, dass ich vor lauter Sprachlosigkeit gar kein Foto von dem Desaster gemacht habe. Ich werde mal bei Gelegenheit das Ergebnis der Reparatur ablichten.
Jetzt waren also die Roststellen alle behandelt, zurück zur Front. Erstmal mit Klemmzangen die ungefähre Position fixiert. Kofferaumhaube zu - sieht schon ganz gut aus. Aber irgendwie passt's nicht so ganz, also hier noch was abgetrennt und da ein bißchen. Ihr ahnt vermutlich schon was kommt...
Haube wieder zu. Ja, jetzt sieht's toll aus. Also mal die Kotflügel angehalten - Ooommmphh
Tja und da war er wieder, der Winkel. Jetzt hatte ich verstanden was mir der Teilehändler versucht hatte mitzuteilen. Der Winkel der Tankaufnahme am Ersatzteil stimmt ganz und gar nicht. Was ein Dilemma. Also erstmal die Klemmzangen gelöst, die Träger der neuen Front etwas "modifiziert" und die Kotflügel mit der neuen Front verschraubt. Dieses abenteuerliche Konstrukt dann mit dem Häuschen verbunden und den richtigen Winkel mit den Klemmzangen fixiert. Siehe da, kaum macht man's richtig - schon funktioniert's!
Was sich hier so lustig liest, war es in natura ganz sicher nicht. Alleine die ganze hin und her Anpasserei war doch recht nervig und nicht zuletzt auch zeitaufwändig. Ich glaube genau in solchen Momenten stirbt so manches Projekt und endet dann als "Verkauf wg. Hobbyaufgabe" und es gab so Momente, da könnte ich es keinem Hobby-Bastler verdenken.
Nun ja, seit Sonntag (brrr war das kalt) sieht die Front jetzt so aus:
Noch ein paar Restarbeiten und auch dieses Kapitel kann zu den Akten gelegt werden. Am Häuschen selbst stehen dann nur noch Restarbeiten an. Wir werden wohl ein, zwei Tage nochmal mit weit offenen Augen drumherum laufen und die ein oder andere Stelle nacharbeiten. Aber danach ist schon fast die Zeit reif, um das "Ding" zum Lackierer zu verfrachten. Dummerweise muss ich dann auch bald eine Farbentscheidung treffen...
So ganz nebenbei kam vor Weihnachten noch ein kleines Paket mit dem ein oder anderen Ersatzteil an.
Da die Hinterachse gerade auseinander ist, gibt's nen Satz neue Radlager samt Dichtsätzen, neue Bremsbeläge inkl. Kleinteilen. Außerdem sind auch die roten Konis gekommen, die mussten's einfach sein. Klingt verrückt aber ich wollt' schon immer mal rote Konis haben...
So, damit habe ich dann auch mal hier alles auf Stand gebracht. Kommentare, Anregungen und Kritik sind wie immer herzlich willkommen. |
Wed Oct 10 21:25:18 CEST 2012
|
SideWinder80
|
Kommentare (7)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Hier ein kurzes Update zum Status der Bodengruppe:
Nachdem wir am Tag der deutschen Einheit auch die Bodengruppe und das Häuschen kurzzeitig wieder vereint hatten - Lustig das mir das gerade erst jetzt so bewusst wird
Schließlich haben wir mittlerweile ja schon so einiges an rostigem Blech aus dem Häuschen geschnitten und ersetzt. Und was soll ich sagen? Drei Mann, drei Ecken - ein kurzer Ruck --> passt, wackelt und hat Luft!
Also alles wieder auseinander, nochmal die Bodengruppe von Schweißperlen befreit und ab damit zur Oberflächentechnik-Firma meines Vertrauens. Seit heute ist die Bodengruppe wieder da, inklusive zweitem Strahlvorgang, beschichten und backen hat es keine vier Werktage gedauert.
Sieht wirklich toll aus, fühlt sich sehr gut an und macht ein echt gutes Gefühl, ein so großes Teil schon mal in neuem Glanz erstrahlen zu sehen. Langsam aber sicher steigt die Vorfreude auf den Käfer wieder, das gibt frische Motivation!
Jetzt überlege ich doch tatsächlich, ob ich das Häuschen nicht doch auch noch noch zum Strahlen geben soll...
Da ich hier keine unerlaubte (?) Werbung machen will, aber doch sehr zufrieden mit der Arbeit der Firma bin, zu der ich die Sachen gebe - Wer im Raum Ruhrgebiet einen Tipp dazu (Sand-, Backpulver-, Trockeneisstrahlen, Beschichten etc.) benötigt, kann sich gerne via PN an mich wenden. Ich gebe die Kontaktdaten dann gerne weiter.
P.S.: Auf den Bildern ist die Bodengruppe durch den Transport auf dem offenen Hänger etwas staubig... |
Thu Sep 20 00:07:31 CEST 2012
|
SideWinder80
|
Kommentare (2)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Frisch ans Werk!
Wie beim letzen Mal beschrieben, ist die Bodengruppe in weit besserem Zustand als erwartet.
- jeweils rechts und links, an der ehemaligen Position der Wagenheberaufnahmen sind die Bodenhälften durch - die rechte Bodenhälfte ist, in dem Bereich wo diese Teermatte aufgeklebt war, recht "angefressen" - das Rahmenkopfdeckblech ist links an der Verschraubung zum Napoleonhut durch
Tja und das war es aber auch schon, mehr ist nicht dran.
Also sind wir frisch ans Werk gegangen und haben für die hinteren Ecken Reparaturbleche angefertigt und eingesetzt. Die Wagenheberaufnahmen sind übrigens ersatzlos gestrichen, ganz im Sinne des konsequenten Leichtbaus...
Die angegriffenen Stellen der rechten Bodenhälfte äußern sich in Form von kleineren und größeren Poren im Blech. Hier sind wir so vorgegangen, dass wir die wirklich "großflächigen" Poren (wo das Blech schon sehr dünn geworden ist) aufgeschweißt und den Bereich mittels Flex mit Fächerscheibe wieder in Form gebracht haben. Die kleineren Poren bleiben einfach wie sie sind. Da hier nie wieder Teermatten hinkommen werden, das Blech von unten glatt ist wie ein Neugeborenes, der Käfer wohl nur noch sehr selten Wasser (und schon gar kein Salz) sehen wird und das Ganze noch pulverbeschichtet wird sollte das wohl so gehen.
Als nächstes wird noch das Deckblech Instand gesetzt. Danach werden wir die neuen Deckbleche der Warmluftkanäle auf die Bodengruppe schrauben und dann das Häuschen auf die Bodengruppe setzen um die Bleche so richtig auszurichten und am Häuschen anzupunkten. Anschließend kann die Bodengruppe dann zum beschichten.
Neben den ganzen positiven Entwicklungen gibt es leider auch eine negative, mein Mitstreiter muss leider beruflich einige Wochen ins Ausland. Womit zumindest die weiteren Schweißarbeiten ziemlich ins Stocken geraten werden.
Viele Grüße und an dieser Stelle auch mal ein Dankeschön für Lob, Kritik und Unterstützung aus dem Forum! SideWinder80 |
Sat Sep 15 22:05:39 CEST 2012
|
SideWinder80
|
Kommentare (6)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Gut gestrahlt ist halb gewonnen
Zugegeben, leider ist das letzte Update doch schon etwas älter. Ich will mal hoffen, dass ich jetzt auch wieder etwas regelmäßiger zum Schreiben komme.
Aber wie ich schon einmal schrieb, es gibt noch ein Leben neben dem Hobby. Auch wenn's schwer fällt!
Häuschen
Der Heckbereich ist eigentlich soweit fertig, d.h. Heckblech (schraubbar) ist eingepasst. Außerdem sind beide Innenkotflügel mit den Aufnahmen für das Häuschen Instand gesetzt. Auch sind beide Einstiege oder auch Trittbrettschraubkanten genannt, sowie der untere Bereich des vorderen linken Innenkotflügels wieder schön. Als nächstes kommt die Frontpartie, die wir wohl im Ganzen tauschen werden, auch muss der Innenkotflügel rechts noch Instand gesetzt werden.
Bodengruppe
Nachdem ich lange hin und her überlegt habe was ich wohl mit meiner Bodengruppe machen soll, ist die Entscheidung mittlerweile gefallen. Es stand zwischenzeitlich mal im Raum eine Austausch-Bodengruppe zu kaufen oder eine gebrauchte in besserem Zustand zu besorgen. Letztlich hat doch der Wunsch, die eigene Bodengruppe zu behalten, gesiegt. Und wie ich seit heute weiß, war es wohl auch nicht die schlechteste Entscheidung.
Denn so schlecht sieht sie gar nicht aus. Sie war mittlerweile zum Strahlen und siehe da, wirklich hin ist nur das Rahmenkopfdeckblech an der linken Verschraubung am Napoleonhut - das war ja auch bekannt. Auch das sieht so gestrahlt weit weniger schlimm aus als befürchtet. Ersatz liegt schon bereit, so dass wir nun das Deckblech tauschen können und anschließend noch ein paar kleine Stellen an den Bodenhälften reparieren können.
Diese "Schadstellen" sind allerdings so gering, dass ein Austausch der kompletten Bodenhälften wirklich überflüssige Arbeit wäre.
Nach dem Schweißen und anpassen des Häuschens an die Bodengruppe geht es dann zurück zur Oberflächentechnik-Firma meines Vertrauens. Die Bodenguppe wird dann nochmals "sanft" gestrahlt um den bis dahin angesetzten Flugrost zu entfernen, grundiert und abschließend pulverbeschichtet.
Neben der Bodengruppe werden auch alle Anbauteile wie Drehstabschwerter, Vorderachskörper, Stabi, Staubbleche etc. gestrahlt und beschichtet. Auch ein der Teil bereits eingetroffenen Neuteile.
Hier ein Ausschnitt der Teile die schon da sind:
Der Käfer bremst demnächst mit einer 42 mm Scheibenbremse und Typ 3 Sätteln sowie 19mm Porsche-Radbremszylindern an der Hinterachse. Neben neuen Bremsleitungen gibt es auch einen Satz Stahlflex-Bremsschläuche und rundum neue Buchsen und Lager.
So damit seid Ihr wieder auf dem aktuellen Stand, das soll dann für heute erstmal reichen!
Viele Grüße SideWinder80 |
Sun Jul 08 21:41:22 CEST 2012
|
SideWinder80
|
Kommentare (0)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Entscheidungen...
So, nach längeren Wochen des Stillstands, einige davon nicht ganz freiwillig
Ziel war es eigentlich die Deckbleche der Warmluftkanäle wieder einzuschweißen. Doch nachdem das Blech zur Hälfte drin war, stellten wir fest das es wohl recht problematisch wird die Passgenauigkeit mit der Bodengruppe wieder hinzubekommen. Immerhin wird diese ja über die Deckbleche mit dem Häuschen verschraubt. Zwar hatten wir extra einige Teile der alten Deckbleche stehen gelassen um uns daran auszurichten, doch das hat's leider nicht gebracht.
Jetzt sieht der Plan so aus, dass wir erst das ganze drumherum fertig machen (ist ja nicht so als wäre da schon alles fertig
Allerdings stellt sich dann auch jetzt schon die Bodengruppenfrage...passen wir das Häuschen so auf die vorhandene Bodengruppe an oder wird es doch eine andere/neue? |
Sun Jun 03 23:20:45 CEST 2012
|
SideWinder80
|
Kommentare (10)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Blech auf Blech auf....
So, nachdem der letzte Bericht schon wieder etwas zurück liegt, hier mal ein Update.
Zunächst haben wir uns um das linke hintere Radhaus gekümmert. Bei der ersten "kleinen" Instandsetzung im letzten Jahr hatten wir ja hier bereits den Halter ersetzt und dabei feststellen müssen, dass hier noch mehr lauert. Die Stelle war vor einiger Zeit wohl schon einmal bearbeitet worden. Wir mussten daher hier zunächst den alten Flicken entfernen und die Rep-Bleche anpassen. Außerdem mussten drei kleine Stellen an der Schraubkante für den Kotflügel repariert werden.
Im Anschluss haben wir dann gleich die hintere Stirnseite des linken Warmluftkanals in Angriff genommen. Hier waren über die Jahre mittlerweile vier, wenn nicht fünf, Schichten Blechflicken zusammengerottet.
Nachdem die linke Seite nun erstmal verarztet war, ging es auf der rechten Seite weiter. Hier war es nicht ganz so schlimm. Die Halterung des Häuschens musste auch hier ersetzt werden, allerdings nur der Halter und nicht auch die gesamte Blechverstärkung dahinter. Wir haben daher den Halter vom Repblech getrennt und nur diesen wieder eingeschweißt. Auch auf dieser Seite musste die Stirnseite des Warmluftkanals überarbeitet werden und siehe da, wieder 4 Schichten rostiges Blech...
Zu guter letzt haben wir dann noch den linken Schweller ersetzt. Damit sieht der Status dann wie folgt aus:
- Deckbleche Warmluftkanäle
-Trittbrettschraubkante/Schweller rechts
- Radhäuser vorne - Reserveradmulde
Gerne hätten wir mehr erledigt, doch leider waren da auch noch zwei ungeplante Krankenhausaufenthalte...
P.S.: Dank des Tipps von Red1600i haben wir auch das Heckblech noch etwas für den besseren Ein- und Ausbau modifiziert. |
Sun May 13 23:43:48 CEST 2012
|
SideWinder80
|
Kommentare (5)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Geschüttelt oder Geschraubt?
Zuerst die gute Nachricht, der Blech-Nachschub ist rechtzeitig angekommen oder besser gesagt abgeholt worden. Glücklicherweise sind alle Teile lieferbar gewesen.
In der letzten Woche haben wir uns also um das Einpassen der Endspitzen gekümmert. Folgerichtig ging es also mit dem Heckblech weiter.
Wir haben also zunächst den Rest des alten Heckblechs vorsichtig herausgetrennt. Für das Einpassen der Endspitzen hatten wir es so zu 95% intakt gelassen. Nachdem wir das Blech entfernt hatten, konnten wir zudem die "Anschlüsse" der Ensdspitzen auf der Rückseite noch etwas nacharbeiten.
Anschließend ging es ans Anpassen des Ersatzblechs. Für ein Reproteil war die Passgenauigkeit schon gar nicht so schlecht. Nichts desto trotz musste einiges angepasst und immer wieder viel probiert werden.
Ein kleines Detail wurde dann auch spontan noch übernommen, die Blechkante für die Dichtung der Motorhaube wurde kurzerhand entfernt. Einerseits war sie auf dem neuen Heckblech recht lieblos aufgesetzt, zum anderen erinnerte ich mich beim Anblick der Bilder im Forum spontan daran, mal was zum Thema Rost in Verbindung damit aufgeschnappt zu haben. Zu Recht, denn unter den Kanten am Häuschen hatte sich die braune Pest, nach außen noch unsichtbar, schon eingenistet.
Am Ende des Tages hatten wir es dann, saubere Endspitzen, passendes schraubbares Heckblech und die Kotflügel passen auch wieder.
Status Häuschen:
- Deckbleche Warmluftkanäle - Trittbrettschraubkanten - Radhaus hinten links - Radhäuser vorne - Reserveradmulde
|
Mon May 07 00:23:01 CEST 2012
|
SideWinder80
|
Kommentare (9)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Raus mit dem Rost!
Nachdem wir also am 1. Mai in Hannover eine ganze Menge an Anregungen und Ideen gesammelt haben, ging es heute zurück in die Werkstatt. Die letzten Wochen waren ja eher von Demontage geprägt.
Nach kurzer Überlegung haben wir uns dazu entschieden die Sache von hinten nach vorne anzugehen. Also mussten erstmal die maroden Endspitzen weichen, die Bleche lagen ja schon seit einem Jahr auf Lager. Wir haben also zunächst die betroffenen Stellen mit Flex und Grobreinigungsscheibe freigelegt um festzustellen, wie weit das Blech befallen war. Die erste Erkenntnis war dann - da hat schonmal jemand dran "rumgebraten". Da wurde wohl mal was TÜV-fertig gemacht, so vor 10 Jahren...
Es lagen mittlerweile drei Belchschichten, bzw. das was noch davon übrig war, übereinander. Also höchste Zeit das mal wieder in Ordnung zu bringen. Anschließend wurden die Reperaturbleche angepasst und nach dem Einpassen verschweißt. Immer mit dem Ziel, so viel Original-Blech wie möglich zu erhalten.
Die Endspitzen sind also schon mal drinnen, als nächstes folgt das Heckblech.
P.S.: Die Grundierung der Schweißnaht ist natürlich erstmal nur ein Behelf!
Status Häuschen:
- Heckblech - Deckbleche Warmluftkanäle - Trittbrettschraubkanten - Radhaus hinten links - Radhäuser vorne - Reserveradmulde |
Tue May 01 23:13:45 CEST 2012
|
SideWinder80
|
Kommentare (3)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Hoch hinaus!
Am Ende der letzten Schrauber-Session haben wir also Bodengruppe und Häuschen von einander getrennt. Was für mich bis jetzt ziemlich erstaunlich war, ist die Tatsache das bislang keine bösen Überraschungen aufgetaucht sind.
Teilen wir das Ganze mal in Bodengruppe und Häuschen auf, dann fallen in den Gruppen folgende Instandsetzungsarbeiten an: (entrosten, lackieren und konservieren versteht sich ja von selbst)
Bodengruppe - Bodenhälfte rechts (eventuell nur hinterer Teil - ich bin noch unschlüssig was hier der beste Weg ist) - Rahmenkopfdeckblech - Vorderachse (höhenverstellbarer Achskörper liegt schon auf Lager
Häuschen - Endspitzen - Reserveradwanne bzw. untere Teil Vorderwagen - Schwellerdeckbleche und Schraubkanten - Radhaus hinten links - Radhäuser vorne (untere 5 cm) - Schürze hinten + ein paar kleinere Arbeiten
Um den nötigen Platz zur Bearbeitung des Häuschens zu schaffen, haben wir zunächst die Bodengruppe weiter demontiert. Also erstmal Motor und die Achsen ausgebaut und alles verstaut. Danach haben wir dann, aus lagermäßig vorhandenem Material
Tja und nach Abschluss der Arbeiten war auch der 1. Mai quasi über Nacht schon fast erreicht
Auch in Sachen Farbgebung war der Ausflug hilfreich, ich habe mittlerweile meine Favoriten. |
Sat Apr 21 00:26:11 CEST 2012
|
SideWinder80
|
Kommentare (4)
Manchmal muss man auch Glück haben!
So, nachdem nun am letzten Wochenende der Anfang für die Restaurierung gemacht wurde, ging es dann heute weiter. Direkt nach Feierabend auf Richtung Käfer, zwischendurch noch ein Stop an der örtlichen Fleischtheke und was für den Werkstatt-Grill besorgt, hungrig lässt es sich so schlecht arbeiten!
Zunächst haben wir uns um den Kabelbaum gekümmert, da will ja alles gut markiert und beschrieben werden. Das war beim Mini irgendwie einfacher, insbesondere wegen der Steckverbindungen die immer nur genau in eine Richtung gepasst haben. Anschließend dann den Tank und diverse Kleinteile im Innenraum, sowie den Himmel inkl. B- und C-Säulen ausgebaut. Hier stellt sich dann gleich die Frage, was baut man hier wieder ein? Der alte Himmel ist jedenfalls hinüber, war aber auch eh nicht mehr der schönste. Ich finde aber auch die Lösung ohne echten Himmel, mit so Nadelfilz am Dach wie ich es hier im Forum schon bei jemandem gesehen habe nicht schlecht... Nun ja, bis es soweit ist vergeht wohl noch etwas Zeit zum Überlegen.
Jetzt noch die Lenksäule ausgebaut und plötzlich fragten wir uns was eigentlich noch zu tun war, um das Häuschen abzuheben? Richtig, die Schrauben lösen, mehr war es ja gar nicht mehr. Also erstmal ringsum die Schrauben gelöst und ja, selbst die vier Schrauben am Napoleonhut ließen sich eigentlich problemlos lösen!
Es war nun also soweit, wir haben mal vorsichtig versucht das Häuschen anzuheben - aber nix, nicht ein Millimeter bewegt sich das Ding. Erstmal Ratlosigkeit!
Da wir den vorderen Teil nun anheben konnten, merkten wir schnell, dass auch im Bereich der Wagenheber-Aufnahmen die BG irgendwie mit dem Häuschen verbunden war. Offenbar war an diesen Stellen auch schon einmal ein Blech eingesetzt worden. Aber auch hier half ein kurzer Griff zur Flex, vor allem da die Wagenheber-Aufnahmen ebenfalls bereits stark angegammelt sind bzw. besser gesagt waren!
Was wir heute zu Beginn der Arbeiten kaum für möglich gehalten hätten war geschafft - das Häuschen ließ sich abheben.
Jetzt war die Überraschungstüte, besser gesagt die BG also gelüftet. Und was soll ich sagen? Ich hatte es eigentlich schlimmer erwartet. Die Bodenbleche sind nicht mehr so toll, das war ja eh klar. Dazu gesellt sich das Rahmenkopfdeckblech - wo wir gerade bei Rahmenkopf sind - den hatten wir uns noch gar nicht von Innen angesehen.
Aufgrund der Rostlöscher im Deckblech ahnte ich auch hier böses! Also vorsichtig die beiden zehner Schrauben am Deckel vorne gelöst und mal vorsichtig ins Innere geschaut -
Das hat dann als Tagesziel erstmal gereicht. Als nächstes werden wir ein ordentliches Gestell für das Häuschen bauen, so dass man hier vernünftig dran arbeiten kann.
So, bevor ich den Artikel schließe habe ich doch glatt mal ein paar Fragen, vielleicht kann da ja einer von euch gute Tipps geben?
- Welche Erfahrungen habt Ihr mit Ersatz-Bodenhälften? Was kauft man da am besten, original wg. passgenauigkeit? - Wie sieht's da beim Rahmenkopfdeckblech aus? Irgendwelche Empfehlungen/Erfahrungen? - Was habt Ihr in Sachen Innenhimmel gemacht? Weiß jemand was es ca. kostet da professionell einen neuen Himmel einbauen zu lassen? Ich bezweifle nämlich stark das wir das selbst wieder eingebaut kriegen... - Hat jemand Erfahrungen mit den als "original" angepriesenen Türen vom Volkswarenhaus? Mein beiden sind nämlich etwas "angefressen". |




)


Warum passen die vorderen drei Löcher für die Kotflügel nicht? Warum stehen die Kotflügel vorne ca, 1,5 cm vor der unteren Spitze der Front und warum zum Teu*el kommen wir nicht mehr auf unsere Maße??? Aber die Rundung zur Haube passt -
Aber so ist das Leben, solche Chance wollen genutzt werden und es gibt da auch noch ein paar andere Arbeiten, die auch erledigt werden wollen.
. Der ein oder andere wird die Erfahrung bei seinem Projekt sicher auch schon gemacht haben. Also endete der heutige Tag eigentlich mit dem selben Status mit dem er begonnen hatte.
Tue Jul 16 20:10:51 CEST 2013 |
SideWinder80
|
Kommentare (17)
| Stichworte:
1300, Käfer, VW
Ja ist denn etwa schon Bergfest?
Wie die Zeit so vergeht....mittlerweile ist das Häuschen gute sechs Wochen weg. Aber der Lackierer meines Vertrauens hatte ja angekündigt das es nen bisschen was dauern wird. So langsam steigt die Vorfreude wie es wohl wird - ich rechne jetzt fast täglich mit dem Anruf um mir mal das Probeblech ansehen zu können.
Aber keine Sorge, langweilig wird uns nicht.
Da jetzt tatsächlich auch das letzte verrostete Teil aufgearbeitet oder ersetzt wurde, geht's an den Wiederaufbau. Herrlich, endlich kann man die ganzen schönen, sauberen und funkelnden Teile aus ihren Kisten und Kartons befreien. Da fängt das Ganze doch wieder an Spaß zu machen.
Bislang sieht's daher aktuell so aus:
Vorderachse wieder zusammengesetzt inkl.
- neuwertiger verstellbarer Achskörper
- neue Dichtungen
- neue Traggelenke mit größerem Verstellwinkel
- neue Spurstangenköpfe
- komplett neue Scheibenbremsanlage mit Typ 3 Sätteln
- neue Koni-Dämpfer
- neue Stahlflex-Bremsleitungen
Bodengruppe (sandgestrahlt und pulverbeschichtet)
- neue Züge
- neues Fußhebelwerk
- neue Bremsleitungen
- neuer Ate-Hauptbremszylinder
- rundum neue Gummidichtungen für alle Durchführungen
- runderneuerter Handbremshebel
- runderneuerter Schalthebel
Außerdem haben die Hohlräume der Bodengruppe dann am vergangenen Sonntag schon eine erste Portion Korrosionsschutzfett abbekommen - da rostet so schnell nix mehr!
Selbstverständlich haben wir alle Hohlräume vorher auch nochmals ordentlich ausgeblasen, um so viel Rest-Strahlgut wie möglich aus den Ritzen zu bekommen.
Als nächstes geht's nun an das Zusammensetzen der Hinterachse. Das wird noch spannend...allerdings fehlen da ein paar Kleinteile, die leider länger als erwartet bei der Beschichtungsfirma liegen.
So sieht's also derzeit aus - sobald es Neuigkeiten aus der Lackiererei gibt, werden die natürlich hier veröffentlicht.