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SideWinder80

Mein Käfer-Blog

03.11.2013 23:49    |    SideWinder80    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

15- oder 17-Zähne

 

Der November hat netterweise mit einem Feiertag begonnen, das verschafft dem geneigten Schrauber einen zusätzlichen Tag in der Werkstatt. :D So auch mir. Da glücklicherweise dann auch am Donnerstag der dringend benötigte Teile-Nachschub gekommen ist, war der Grundstein gelegt.

 

Aber fangen wir von vorne an. Das neue Getriebe (Rancho mit 3.88er Diff und 0.89 4. Gang) lag ja nun schon ein paar Tage bereit, doch der Teufel steckt ja manchmal im Detail. :rolleyes: Denn es gibt da einen Punkt den lernt man, also zumindest ich, erst dann wenn man den Beipackzettel zum Getriebe in den Händen hält. Es gibt beim Pendelachsgetriebe zwei verschiedene Kombinationen aus Ausgleichswellenrad und Kegelrad, nämlich 10/15 und 11/17. Das neue Getriebe hat innen ein 10-Zahn-Ausgleichswellenrad - damit war klar wir brauchen zwei 15-Zahn-Kegelräder. Je eins für rechts und links. Die Kegelräder sind dabei nicht (!) Bestandteil des "kompletten" Getriebes. Das wiederum liegt offenbar daran, dass die Kegelräder auf die Antriebswellen passen müssen. Es gibt da seitens VW eine entsprechende Farbcodierung, bei der Kegelrad und Antriebswelle einander zugeordnet werden.

 

Voller Eifer ging es dann an die Demontage des alten Getriebes und kurz nach dem Öffnen der Achsrohre war klar - so ein Mist - die vorhandenen Kegelräder haben 17 Zähne. :eek::(

 

Wer jetzt denkt: "Kein Problem - so'n Teil ist fix besorgt", der liegt völlig falsch. Die bekannten Teilehändler führen die Teile schon mal gar nicht. Auch der ein oder andere Tipp aus dem Forum verlief leider im Sand - "Nicht lieferbar", "Kein Nachschub in Sicht", "Gibt's nicht mehr"...nur ein kleiner Auszug der Antworten. Das ist ja auch gar nicht so einfach, nicht das man einfach nur zwei 15-Zahn-Kegelräder benötigt. Nein sie müssen auch die richtige Farbmarkierung, in meinem Fall "blau", haben - sonst kann man auch gleich noch andere Achswellen besorgen. Was allerdings auch nicht ganz so einfach ist, wenn man nicht gleich ganze Hinterachsen samt Getriebe kauft. Das war das erste mal, dass mir bei dem ganzen Projekt so'n bisschen der Atem gestockt hat.:p

 

Doch dann war ein Tipp Gold wert - ein Getriebeservice hatte tatsächlich welche da und konnte mir diese kurzfristig zukommen lassen.

 

Damit es bis zum Eintreffen der Kegelräder wenigstens ein bisschen was weitergeht, haben wir uns daran gemacht den Rumpfmotor zu komplettieren. Alle Anbauteile liegen schon länger bereit und die letzten Bleche vom Pulverbeschichter waren auch vor kurzem eingetroffen.:)

 

Doch auch hier gab es schnell Probleme. Die Ansaugbrücke hatte eine Passgenauigkeit, dass es einem die Tränen in die Augen schießen lässt. Das man ein bisschen was anpassen muss ist mir bei so Repro-Teilen klar, aber das es echt gar nicht passt, ist schon nen Witz. Für was wird das Zeug denn "reproduziert"?:confused: Ach ja und das Teil war nicht mal billig. Egal auch hier also nochmals eine Alternative besorgt, die ebenfalls am Donnerstag eintraf. Ein Glück die passt jetzt und war gerade mal 9,- Euro teurer...

 

Nun ja neben den ganzen "Problemen" der letzten Wochen ging es dann am Freitag und heute doch einige Schritte nach vorne:

 

- der Motor ist nahezu fertig montiert

- neue 200er LUK-Kupplung eingebaut

- Getriebe und Achse sind wieder zusammengesetzt und an der Bodengruppe montiert

- hintere Radlager sind neu

- Bremse hinten ist ebenfalls fertig

 

Als nächstes werden wir noch die hinteren Bremstrommeln montieren, die Stoßdämpfer einbauen und alle Schrauben an der Bodengruppe nochmal kontrollieren. Dann sollte dem "Abdocken" der Bodengruppe von den Böcken nichts mehr im Wege stehen. Wenn er dann wieder auf den eigenen Rädern steht kommt testweise der Motor einmal ans Getriebe - mal gucken ob alles passt. Tja und dann steht auch schon die "zweite Hochzeit" von Bodengruppe und Häuschen an. (Hoffentlich die finale.. ;) )

 

Vorher muss ich mich nur noch für eine der verschiedenen Bodengruppen-Dichtungen entscheiden...ich tendiere ja fast zur originalen "Schaumstoffdichtung getränkt mit Dichtmasse". Die war ja auch drauf und an den Stellen war nirgends Rost - so falsch kann's dann ja nicht gewesen sein, oder?

 

Was auch noch aussteht, ist die Wahl des Getriebeöls. Nach dem Studium diverser Einträge hier, tendiere ich ja noch zu den 3 Litern EPX 90 (GL5), die hier im Schrank stehen. Oder doch das TAF-X SAE 75-90 GL4/5...aber das scheint mir fast ne Glaubensfrage zu sein. :)