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17.02.2015 13:03    |    Shorty-McNugget    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Was mir so unter die Linse kommt

Hallo liebe Leut,

 

habt ihr den Schnee auch so richtig ausgenutzt? Ich meine jetzt nicht ob ihr Skifahren oder jegliches wart, sondern ob ihr die Möglichkeit ausgenutzt habt, einmal mit nicht so PS-Starken Fahrzeugen, quer zu fahren?

Ich für meinen Teil konnte nicht wiederstehen, vor allem weil es mein erster Winter ist, in dem ich allein hinter dem Steuer Platz nehmen darf. Daraus wurde eine ganz lustige Angelegenheit inklusive Polizei. Aber von Anfang an ist es leichter zu erzählen

 

Also. Ich hatte Samstag wieder Pizza-Dienst, aber zum Glück nur bis acht Uhr. Wie es halt so ist, fing es während meiner Schicht ganz schön zum schneien an. Wie ihr vielleicht aus meinem vor-, vorletzten Eintrag wisst, hat der übrig gebliebene Panda nicht die größte Profiltiefe, was dazu führte, dass ich die Eisprinzessin spielte und versuchte so elegant wie möglich zu den Kunden zu rutschen.

In einer Straße neben einem Bach, der es besonders rutschig machte, kam dann ein Bordstein etwas zu schnell entgegen und ich knallte mit ungefähr 15 Km/H Restgeschwindigkeit auf den Randstein. Zum Glück ist alles heil geblieben, was wahrscheinlich am Schnee lag, der auf und neben dem Randstein lag.

 

Den ganzen Winter schon, wollte ich eigentlich nur meine Wintersch-Lampe quer legen , doch stattdessen musste ich jetzt, wenn es schneit und mein Auto fährt, mit einem Panda Fahren der überall über alle 4 Räder rutschte. Aber Gott sei Dank ging die Schicht schnell vorbei und ich rief zwei Kollegen an ob sie nicht vielleicht auch Lust hätten bisschen "driften" zu üben. Sie hatten beide Zeit und wir verabredeten uns an einen Buswendeparkplatz. Dort machten wir unsere ersten Versuche. Der eine kam mit seinem e36 316i Coupe, der andere mit seinem Fiesta und ich mit meinem 230TE.

Es war eine verdammt lustige Sache, zu versuchen im Kreis zu driften, sogar der Fiesta schaffte es(mit Handbremse). Wir waren dort gut eine halbe Stunde, bis ein grüner Dienstwagen auf den Parkplatz fuhr und zwei Beamte ausstiegen. Ich persönlich sah mit dem Fiesta-Fahrer gerade dem BMW zu als die Polizei kam.

Die beiden Staatsangestellten kamen dann auf uns zu und grüßten erst einmal sehr freundlich. Der BMW blieb auch erst mal stehen und der Fahrer kam zu uns. Die beiden Polizisten waren generell sehr freundlich und teilten uns mit, dass die "Anwohner" sie wegen Ruhestörung gerufen habe, was uns schon sehr wunderte, da das nächste Haus mindestens 200m weit weg ist.

Ohne Widerrede machten wir uns vom Acker, wir sind ja stets brav.........................nicht:cool:

 

Gleich danach trafen wir uns bei mir, denn wir hatte jetzt alle Blut geleckt. Mir fiel noch ein gepflasterter "Kreisverkehr", der als Wendpunkt in einer Sackgasse im Industriegebiet dient, ein. Dieser Kreisel war eigentlich nur befahren, wenn der Recyclinghof offen war. Und wie wir bekanntlich alle Wissen haben nicht mehr all zu viele solche Anlagen Samstag um 22 Uhr offen :D

Gesagt, hingefahren, vor allem weil dort nirgents ein Familienhaus steht. Dort angekommen, gleich wieder den Malmedi gespielt. Ich schaffte es sogar einmal mehr oder weniger elegant quer um den Kreisverkehr zu kommen. Ich ließ auch mal den Fiesta-Fahrer mit meinem Heckler Spaß haben, jedoch endete das meist eine einem Dreher. Auf jeden Fall hatten wir einen heiden Spaß, bis....die zwei in Grün wieder kamen.

Diesmal dachte ich, sind wir wegen irgentwas fällig. Sie kamen wieder auf uns zu und der eine sagte:“Jungs, Jungs, Jungs, ihr könnt´s einfach nicht lassen, oder?“. Wir versuchten es noch zu erklären, der Polizist lachte kurz und meinte, dass es gut wäre, das wir ins Industriegebiet gefahren wären um ein bisschen zu experimentieren. Er hätte es ja früher auch so gemacht. :eek::eek::eek:

Damit hätten wir nicht gerechnet, aber mir soll es recht sein. Es hat auch keiner angerufen, sie hätten uns nur von der oberen Straße gesehen. Trotz alle dem meinte der Beamte dann trotzdem, dass wir jetzt besser heimfahren sollte bevor noch irgentwas passiert.

Dieses Mal machten wir was er sagte, denn auf ein drittes Treffen hatte keiner von uns Lust.

 

Im Nachhinein gesehen hatten wir mit der Polizei echt Glück. Ich weiß nicht was da auf uns zugekommen wäre, aber ich bin echt froh auf solche Beamten gestoßen zu sein.

 

Wenn ihr ähnliche Erfahrungen habt, schreibt es ruig in Kommentare :)

 

Shorty

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17.02.2015 14:17    |    Lewellyn

Ich hab meine Erfahrungen damals auch gesammelt. Ohne Polizei. Immerhin mit einer ruinierten Vorderradaufhängung und der Erfahrung, dass nach überschreiten einer gewissen Grenze man nur noch Passagier ist. Lehrreich fürs Leben. ;)


17.02.2015 14:31    |    Shorty-McNugget

:) hast dus mit nem Heckler oder Frontantrieb gemacht ?


17.02.2015 16:06    |    andis hp

Haben wir alles schon hinter uns. Bei mir war es mit diversen Ford Capris, Escorts (1x mit Heckantrieb und 1x mit Frontantrieb) und anderen diversen Wagen.

Wir waren, damlas vor knapp 30 Jahren, immer auf Feldwegen in der Eifel unterwegs. Oder auch mal Samstags auf einem großen Parkplatz einer Sehenswürdigkeit, die aber im Winter immer geschlossen war. Dort trafen wir uns, wenn wir eine größere Gruppe waren.

Auch immer ohne "Grünlinge". Die liessen uns damals in Ruhe. Wir störten ja auch niemanden.

 

Mfg

Andi


17.02.2015 17:33    |    Lewellyn

Fronttriebler. Und mit Vaters Hecktriebler 280TE. Mit dem hab ich Glück gehabt. Nach der Pirouette ist er kurz vorm Zaun stehen geblieben. Trotz ABS (Baujahr 1980). Da war noch Feedback im Bremspedal. :D


17.02.2015 18:33    |    go_modem_go

Klar haben wir das Gemacht, Ende der 80er spätabends auf dem riesigem verschneitem Parkgelände eines großen Mega-Einkaufzentrums über die Weihnachstfeiertage.

 

Autos:

 

Mein damaliger Citroen 2CV (mies für diesen Zweck, da super Traktion und Handbremse auf die Vorderachse, geht NICHT aktiv zu schleudern!),

VW Käfer (der Beste im Schnee, Trakltion ohne Ende UND Heckschleuder) und

Opel Kadett B (keine Traktion, aber sehr Schleuderfreudig).

 

Wir machten Autodachsurfen (im Nachhinein betrachtet saugefährlich), und spielten sogar "Autoball", mit einem Einkaufswagen als "Ball".

 

Die Tore waren 100m auseinanderliegende Flutlicht-Pilonen... :D

 

Es kam weder Polizei noch Wachdienst.

 

Der Einkaufswagen war hinüber, die Autos verbeult (waren Sie vorher aber auch schon, keines der Autos hatte mehr als DM300.- gekostet...), und es hatte eine riesigen Spaß gemacht. :)

 

Nebenei lernte man beim Autoball noch gezielt zu driften, und kontrolliert ausbrechen zu lassen. Was bei der Ente quasi unmöglich war, so stur untersteuernd geradeaus und sicher fuhr das Teil auf Schnee - daher wurde das Spiel zwischen den beiden Heckschleudern Kadett B und Käfer ausgetragen.

 

Der spaßigste Schneewagen den ich je hatte war ein 92er Alfa-Romeo 33 1.7 i.e. QV Permanent 4 (mit Allradantrieb).

 

Bollender 140PS 4-Zyl. Boxersauger, Traktion ohne Ende, und trotz Allrad / Viscodiff sehr leicht zum Driften zu Bewegen.

 

Mit dem fuhr ich täglich auf der nie geräumten, häufig verschneiten Bergserpentine 10km zur Arbeit, die gleiche Strecke die auch Mercedes-Benz für Vorserientests im Winter nutzte - selbst der fetteste Benz hatten gegen meinen Alfa keine Chance, dabei machten die Testfahrer von Daimler sonst keine Gefangenen (konnten bestimmt auch besser Autofahren als ich)! ;)

 

Ich hätte den Allrad-Alfa NIE verkaufen sollen - wurde gegen einen langweiligen alten Golf III 1.9TD mit lahmen 75PS ersetzt, das währte nicht lange... :(


17.02.2015 23:23    |    ladafahrer

Schnee mochte ich vor 30 Jahren und mag ich ihn immer noch. Nur die Reaktionen und die Gelenkigkeit nehmen ein wenig ab. Also mit 80 aus einem vereisten Schlagloch in der Kurve ausgehebelt zu werden mit dem Motorrad das möchte ich heute nicht mehr machen. Bei meinen Ex-Fahrzeugen gibt es ein Krad mit XT-Rahmen, TT-Motor und XT-Originalfelgenausstattung. Das eine Bild vom Winterurlaub 1996 zeigt eine Kurve mit Verdunstungslöchern auf der Eisfahrbahn. Da hat es mich hingelegt. Trotz dünnem Gabelöl. Keine Chance. Reifenprofil vorne Barum Sandy Muddy, hinten StoneKing, beides "leichte" Gummimischung. Reifenluftdruck 0,9 bis 1 bar.

Ersatzreifen für harten Schnee / Eis hatte ich dabei, aber ich war zu faul oder zu bequem gewesen, sie zu wechseln. Nachts waren es um -22°C, Tags nur wenig wärmer.

 

Driften mit dem Auto? ...ja nun es ist ein Frontkratzer. Aber die "Schneetouren", wenn sie selbstgewählt sind und nicht auf einer bergigen Autobahn stattfinden, finde ich auch noch gut.

Das Problem ist halt, daß, wenn man schon ein wenig älter ist, die frühere Umgebung schon längst "vernünftig" geworden ist.

Aber wenn irgendwo "was geht", nehm ich es mit. :D

 

Mit der Polizei hatte ich, als ich noch jeden WinterTag gefahren bin, keine Probleme. Denen war es sicher zu kalt. Heute mit dieser ganzen Mufu-Kleidung geht es denen auch besser.


18.02.2015 09:16    |    Shorty-McNugget

@go_modem_go

ihr habt echt autoball mit einem Einkaufswagen gespielt :D

stell ich mir lustig vor

 

@ladafahrer

du driftest mit einem Moped ?


18.02.2015 12:30    |    ladafahrer

Ja, als ich jünger war und noch wirklich mental ins Moped übergegangen bin. Das geht (heute auch noch, nur nicht mehr so schnell). Wenn man es physikalisch nicht übertreibt auch ohne Schleifschuh.

Passender Untergrund und Reifen vorausgesetzt. Und das Moped muß auch passen. Auch mit dem tiefen Straßenumbau funzt das, selbst in Ungarn anno 86 und 87 praktiziert. Mitte 80er bis Mitte 90er Jahre war ich am WE sehr oft in Ungarn, weil ich mit den deutschen Kradfahrern und auch dem Rechtsstaat nicht zurechtgekommen bin.

 

Erfolgreich ließ sich mit Avon MK2 am 5.00-16"-Hinterrad fahren, schlecht in Schräglage fährt sich Funsa aus Uruguay, der ein reiner Autoreifen ist. Mit dem für die Größeneintragung hergenommenen K112 von Continental war auch gut. Der Sommerumbau taugt aber nicht für den Winter.

 

Die Wintermopeds haben / hatten Metzeler MC3, Barum stoneking oder sandymuddy hinten. (Barum für Zweirad heißt jetzt Mitas) Der Sandy taugt nicht zum Driften, wegen der "abknickenden" Seitenstollen und der Radiergummitraktion. Vorne sind bei allen 23-Zöllern Yokohama Y962 montiert oder im Winter früher IRC oder Bridgestone. Jetzt muß ich Chenchin nehmen, von dem ich nicht weiß, wie der Gummi ist.

21-Zöller vorne waren reine Stein-/Schneereifen. Allerdings bin ich ein bekennender 23"er-Fahrer und ich glaub ich habe grade nur noch eine leere 21er Felge. Außer bei der originalbefelgten 76er, die hat Mitas 01 weil das Profil am ähnlichsten zu dem originalen TW5 von Bridgestone ist.

 

Für irgendwelche Kasperaden wie Drift o.ä. habe ich 32er Vergaser mit einer 0.230 Hauptdüse benutzt und am besten noch mit dem "alten" Zylinderkopf, der ein kleineres Einlaßventil hatte. Da geht untenrum einfach mehr als mit den 34ern oder 38ern bzw man kann seine Gedanken quasi ins Moped implantieren.

Ich habe aber in Ungarn auch kurze Geschicklichkeitsparcours mit meinem großen Sommerofen und Vergaser PHM38 gewonnen.

 

Ich glaube, daß man auf jedem Motorrad irgendwelche grenzwertigen Sachen machen kann und es auch gut beherrschen kann, sobald man sozial und charakterlich auf einem Level angekommen ist, wo man keine Freunde mehr hat - und Erotik im Geräusch eines Kickstarters oder eines schnaufenden Luftfilters sucht.

 

Es gab in den späten 80ern übrigens einen Österreicher, der auch einen EigenbauChopper als Kurvensau benutzt hat. Ich meine das war eine 750er. Auch mit einem Autoreifen hinten, allerdings eine heuzeitliche europäische Autogröße. 13" oder 14". Der hat auf dem Ring in Ungarn auf der Langstrecke ordentlich abgesahnt und der konnte das mit dem Drift auch. Der hatte einige Jahren in Folge die Langstrecke gewonnen. Völlig abgedreht der Typ, Österreicher eben. Ging mit 130 km/h auf seinem Autoreifen in die Kurve, eierte bis in die Gerade und rollte das Feld dann auf der Geraden wieder auf.

Vielleicht war auf dem Hungaroring und Ungarn allgemein die Geburt der SuperMotos. Rückblickend würde ich es so sehen.


18.02.2015 13:02    |    Shorty-McNugget

Gut so sehr bin ich jetzt nicht in der Technik der Mopeds, aber hört sich sehr interessant an


18.02.2015 23:37    |    ladafahrer

Gab noch einen anderen wenn ich recht weiß auch Österreicher mit einem gechoppten Japaner, hinten auch mit Autoreifen und Starrahmen, der in Brünn Ende 80er / Anfang 90er alles gewonnen hat, was um die Kurve ging. Der war sogar in einer Bikerzeitschrift.

Also man braucht kein Auto, um mit dem Auspuff den Zuschauern eine Dauerwelle zu frisieren.

Aber ob der sonst auch auf Schnee gefahren ist weiß ich nicht. Starrahmen im Schnee taugt nix.

 

Ja mei, der wird aber auch schon über 50 sein...

Wenn man sich mal überlegt, wie alt die Mädels von damals heute sind.....tja...

 

 

 

 

Mistige Tastatur vom tragbaren Rechner, oben sollte es 230er Hauptdüse heißen


19.02.2015 09:47    |    Shorty-McNugget

:D

Den einzigen Biker der gedriftet/geslidet ist, den ich kenn ist der Gary McCoy

 

Shorty


19.02.2015 13:44    |    andis hp

Shorty du solltest deine Hintergrundfarbe nochmals überdenken.:eek: Schwarze Schrift auf dunklem Hintergrund ist nicht der Brüller. Ich kann es praktisch nicht lesen (habe leider eine Hell/Dunkel-Sehschwäche).

Nach zwei Sätzen verwischen die Buchstaben und lesen ist nicht mehr möglich.

 

Mfg

Andi


19.02.2015 15:09    |    Shorty-McNugget

ja ich suche gerade nach einer guten lösung


20.02.2015 20:02    |    Al Bundy II.

Winter ist natürlich immer willkommen um selbst mal den "Fronttriebler der Frontrriebler" - meinen Golf - ordentlich quer ums Eck zu jagen. Das geht erstaunlich gut! :D Natürlich nur auf leerer Piste.


21.02.2015 16:34    |    andis hp

Du liebst knallige Farben, oder?:D;)

 

Ist aber besser als in dem dunklen Grau.:p

 

Mfg

Andi


21.02.2015 21:57    |    anntike

Den Spaß goenne ich mir mehrmals jedes Jahr, was aber auch damit zu tun hat, dass ich so ziemlich jedes Jahr ein anderes Auto habe, und die wollen natuerlich eingehend erforscht werden :D

 

Ich finde, der Daewoo hatte die bessere Straßenlage (generell mehr Go-Kart-Feeling), aber mit dem Corsa macht's eigentlich am meisten Spaß. Pseudo-Burnouts sind natuerlich auch witzig.


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