• Online: 1.724

MOTORBASAR.de - Der MOTOR-TALK Fahrzeugmarkt mit über 400.000 Anzeigen

Schlawiner98

Berichte eines autoverrückten '98ers

04.10.2015 12:50    |    Schlawiner98    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Accord, Frankfurt, Honda, IAA

Es ist schon wieder ziemlich lange her, dass ihr an dieser Stelle etwas von mir gelesen habt. Tatsächlich habe ich vor gut einem Monat die praktische Führerscheinprüfung bestanden und darf seitdem in Begleitung fahren. Schon lange vorher begannen mein Vater und ich, den Besuch der diesjährigen IAA in Frankfurt zu planen. Wir waren beide noch nie dort, der lange Anfahrtsweg hielt uns bis jetzt davon ab. Dank meiner bestandenen Prüfung kam mir diese sogar recht gelegen! Ich wollte natürlich von Anfang an mit meinem Honda fahren, wozu, wenn nicht zum Fahren, habe ich ihn schließlich gekauft? Mein Vater wollte der "erprobten Langstrecken-Zuverlässigkeit" wegen lieber mit dem BMW fahren. Die einzige äußere Bedingung, die mich auch dazu hätte veranlassen können, wären hohe Außentemperaturen gewesen - Die Klimaanlage des Honda verliert Kältemittel, darum wird sich aber frühestens im Frühling gekümmert. Doch es waren milde Temperaturen angesagt (eigentlich auch nicht verwunderlich Ende September) und so starteten wir am 24.09. gegen 14 Uhr mit dem Honda Richtung Frankfurt. Eine Ferienwohnung im Frankfurter Umland war unser Ziel für diesen Tag...

 

Es war meine erste Autobahnfahrt seit der Prüfung. Deshalb, um den alten Motor auf der langen Stecke nicht zu überlasten und um einen einigermaßen wirtschaftlichen Verbrauch zu erzielen, legten wir eine Reisegeschwindigkeit von ~130 km/h fest. Mit der Zeit stellte ich fest, wie gut wir bei diesem ungewohnt langsamen Tempo vorankamen und wie viele Menschen noch bedeutend langsamer unterwegs waren... Irgendwo auf dem Berliner Ring machten wir die erste Rast. Am Honda war nichts ungewöhnliches festzustellen, sodass wir die Fahrt unbeirrt fortsetzen konnten.

 

 

 

 

 

 

 

Es folgte stockender Verkehr mit viel Stop and Go, zu allem Überfluss an einer Steigung. Doch sowohl mein Auto als auch ich meisterten die Strapazen und es ging weiter. Frankfurt, wir kommen!

 

Es wurde schon langsam dunkel, als wir das erste mal nachtankten. Nach weiteren 100 Kilometern merkte ich, wie ich meine physische Belastungsgrenze so langsam erreicht hatte. Ich bekam Schmerzen im Nacken und verspürte den Drang danach, eine Sitzposition einzunehmen, in der man lieber nicht fahren sollte. Es waren zwar nur noch etwa 1 1/2 Stunden bis zum Ziel, trotzdem ließ ich meinen Vater den Rest der Strecke fahren und entspannte mich ein wenig auf dem Beifahrersitz.

 

Wir erreichten unsere Ferienwohnung planmäßig gegen 22 Uhr und aßen noch ein kleines bisschen Abendbrot, bevor wir zu Bett gingen. Am nächsten Tag sollte es früh nach Frankfurt losgehen. Ganz nebenbei war der Honda nun in seiner alten Heimat. 1998 wurde er nämlich auf Honda Deutschland in Offenbach zugelassen.

 

Wir starteten am nächsten Morgen um 9:30 mit der Bahn und stiegen kurz vor 10 direkt unter dem Eingang zur Messe aus. Mit unseren bereits im Vorfeld erworbenen Eintrittskarten konnten wir schnell und unkompliziert durch die Schleuse gehen und mit unserem Rundgang starten. Ich war erstaunt, wie wenig Betrieb dort auf den ersten Blick herrschte, erinnerte mich aber zugleich an den Tipp eines IAA-Routiniers, den Besuch der Hallen der Premiumhersteller entweder auf den Beginn oder das Ende eines Messetages zu schieben.

 

So begannen wir unseren Rundgang in der Halle von Mercedes-Benz, Praktischerweise sogar Halle 1. Auf der rechten Seite vom Eingang aus gesehen waren jede Menge Smart ausgestellt. Hier schauten wir uns zuerst um und waren auch wieder erstaunt von der geringen Besucherzahl. Doch das änderte sich schlagartig mit Betreten der Ausstellungsfläche, auf der die "richtigen" Mercedes-Modelle gezeigt wurden: Menschenmassen wurden mit Rolltreppen nach oben gekarrt, man musste schon fast anstehen, um ein Auto zu sehen (!), vom Probesitzen ganz zu schweigen. So entschied ich, mich auf die Neuheiten, bestehend aus A-Klasse Facelift, C-Klasse Coupe und S-Klasse Cabriolet, zu fokussieren. Meinem Vater war dies nur recht. Einmal Probesitzen im AMG GT musste natürlich auch noch sein. Fazit: Sehr schöne Autos,doch das Getümmel machte mich mit der Zeit wahnsinnig!

 

 

 

Da es nun nicht mehr schlimmer kommen konnte, entschieden wir, die einzelnen Hallen linear abzuarbeiten. Also ging es weiter mit Halle 2=Audi. Dort bildete sich bereits eine lange Schlange vor dem Gebäude. In dieser "parkte" ich meinen Vater und besuchte noch schnell den kleinen und sehr warmen Stand der Fuchs-Felge. Doch hier gab es nichts besonderes, sodass ich schnell wieder zu meinem Vater ging. Letztendlich ging es doch relativ schnell in die Halle. Dort wollte ich mir eigentlich nur den neuen A4 ansehen. Die große Überraschung: Audi hatte mehrere Fahrzeuge davon zu stehen, sodass ich kaum anstehen musste. Doch die Begeisterung für dieses Modell hielt sich in Grenzen, einfach nichts besonderes in meinen Augen. Ich sah mir noch schnell den Audi S8 Plus an, bevor wir die Halle verließen. Alle anderen Modelle waren mir bereits bekannt.

 

 

 

 

Nun sollte es eigentlich die volle Dröhnung VAG geben. Wir steuerten zwar auf die richtige Halle zu, allerdings auf das falsche Stockwerk. So landeten wir auf der Fläche von "New Mobility". Die Autos dort waren allesamt verschlossen und mein Interesse für e-Scooter hielt sich in Grenzen. Immerhin sah ich noch Det Müller, der eine Show auf der Bühne moderierte. Doch das war's dann auch schon.

 

So ging es jetzt ins Erdgeschoss. Dort sah ich mir zuerst den neuen Skoda Superb Combi an. Ansonsten hatte Skoda nichts neues zu bieten, trotzdem musste ich mich noch einmal in meinen Lieblings-Skoda setzen: Den Octavia RS. Seat hatte nur einen höhergelegten Leon SC als Konzept zu bieten. So ging es also weiter zu VW. Dort setzte ich mich in den mir noch immer von innen unbekannten Phaeton und den "neuen" T6, um dann noch den neuen Tiguan von außen zu begutachten. Interessant wurde es erst bei Porsche, wo ich mich bereitwillig an fast jedem Modell für's Probesitzen anstellte. Am besten gefiel mir dabei der Cayman GT4! Leider konnte ich mir den 918 Spyder nicht aus der Nähe ansehen...

 

 

 

 

 

 

Als nächstes auf dem Schlachtplan stand nun die Halle der Tuner, Jaguar, Land Rover, Borgward und Infinity. Hier jedes Modell aufzulisten, in dem ich Platz nahm, wäre zu viel. Kurzum: Es war diesmal fast jedes! Besonders gut gefiel mir dabei der Jaguar F-Type. Ein wirklich wunderschönes Coupe mit wahnsinnigem Sound und einem sehr angenehmen Cockpit. Überhaupt nicht begeistert war ich vom Land Rover Discovery Sport, dem Nachfolger des Freelander. Dieser wirkte einfach nur billig, was die Materialien im Innenraum anging. Auch der neue China-Borgward, dessen Modellbezeichnung mir entfallen ist, konnte mich absolut nicht überzeugen.

 

 

 

 

 

 

Begeistert hingegen war ich von Infiniti. Der kleine Q30 auf Basis der A-Klasse macht wirklich eine gute Figur und überzeugt mit deutlich besserem Raumgefühl und mindestens genauso guten Materialien. Die Verwandtschaft zur A-Klasse zeigt sich nur in kleinen Details wie der Sitzverstellung und einigen Tasten und Schaltern. Ansonsten ist das Design komplett eigenständig. Doch noch mehr beeindruckt hat mich die Mittelklasse-Limousine Q50. Das Außendesign ist wirklich hinreißend schön extrovertiert. Dazu kommen das super Platzangebot und die sehr bequemen Sitze! Einzig die beiden übereinanderliegenden Displays im Cockpit, das eine zur Anzeige des Navis, das andere für Einstellungen via Touch-Eingabe, finde ich etwas unschön. Das hätte man hübscher lösen können...

 

 

 

 

 

Somit war's das auch schon für den ersten Tag. Am Samstag sollte es mit den nächsten Hallen weitergehen.

 

Wieder waren wir gegen 10 Uhr an der Messe. Doch dann der große Schock: Das gestern noch so leere Foyer war überfüllt mit Menschen. Und ausgerechnet heute musste wir uns anstellen, um die Eintrittskarten zu erwerben. Das ging jedoch schneller als erwartet und so konnten mein Vater und ich unseren Rundgang bei Hyundai fortsetzen. Hier sah ich mir die beiden aktuellen SUV, Santa Fe und Tucson, an und war angenehm überrascht. Die Vorgänger derer konnten mich nämlich absolut nicht begeistern, die neuen sind aber richtig gut gemacht. Als nächstes begutachtete ich den Genesis, den ich bisher erst einmal in Natura gesehen habe. Ich war absolut verblüfft von diesem Auto. Das Design fast ein bisschen englisch, die Materialien und deren Verarbeitung auf hohem deutschen Niveau. Dazu wieder sehr bequeme Sitze, die gleich mal als Maßstab für diesen Tag dienten. Auch der i30 Turbo wusste zu überzeugen. Leider fand ich keinen Veloster. Entweder es stand dort tatsächlich keiner oder meine Suchfähigkeiten wurden im Kleinkindalter durch zu selten stattfindendes Ostern nicht ausreichend geschult.

 

Weiter ging es zu Alfa Romeo. Auf diesen Stand und besonders die Giulia freute ich mich besonders, zumal ich noch nie in einem Alfa gesessen habe. Doch keine Giulia war frei zugänglich, sodass die Enttäuschung riesig war. Auch MiTo und Giulietta konnten mich nicht überzeugen, zu weich die Sitze, zu einfach die Materialien. Auch die anderen Italiener waren nicht besser. Der Lancia Y, der einst DER hochwertige Kleinwagen war, wirkte billig. Maserati war mit zwei Modellen vor Ort, beide verschlossen und von Menschenmassen umlagert. Den Stand von Ferrari konnte man gar nicht erst betreten und bei Fiat gab es genau ein Modell, das mir einigermaßen gefiel: Der 500 X.

 

 

 

 

 

 

Bei Citroen sprach mich der DS4 mit schönem Design, tollen Materialen und einer super Ausstattung an. Peugeot hatte den neuen 308 GTi zu bieten, der mir auch sehr gut gefiel. Wie auch der altbekannte RCZ. Doch dann kamen wir zu Renault. Und dort verschlug es meinem Vater und mir die Sprache:

Der neue Renault Megane ist ein sehr schönes Auto geworden, das ganz deutlich Renaults Selbstbewusstsein zeigt. Besonders gut gefallen hat mir dabei der Megane GT mit sehr sportlichen und trotzdem absolut bequemen Sitzen. Auch der große Monitor gefällt mir, anders als zum Beispiel bei Tesla, richtig gut! Doch ganz große Klasse ist der Nachfolger des Laguna, der Talisman. So bescheuert ich den neuen Namen finde, so gut gelungen ist das Auto. Für mich absolut hinreißendes französisches Design gepaart mit super Platzverhältnissen und einer tadellosen Anmutung. Dieses Auto hat das Zeug zum Erfolgstypen!

 

Bei Opel gab es den neuen Astra zu sehen, auf den ich durch die Lobeshymnen im Vorfeld sehr gespannt war. Doch ich wurde enttäuscht. Teilweise billige Werkstoffe und die teils lieblose Verarbeitung ist nicht gerade hilfreich, wenn man wieder an die großen Erfolge vergangener Tage anknüpfen will. Über das Design lässt sich bekanntlich streiten. In meinen Augen ist das neue Modell viel zu verspielt, so kann er mit dem Megane nicht mithalten. Dadurch, dass Opel auch den OPC des Vorgängers ausstellte, konnte ich beide Modelle direkt vergleichen. Selbst wenn ich mir die sportlichen Accessoires des OPC wegdenke, ist er für mich immer noch das stimmigere Auto. Aber wie gesagt, darüber lässt sich streiten...

 

 

 

 

 

Es folgten Nissan, Toyota und Lexus, die für mich allesamt nichts besonderes zu bieten hatten. Deshalb berichte ich darüber nicht weiter.

 

Allerdings konnte ich mich für den Subaru WRX STI begeistern. Er ist genau das, was alle seine Vorfahren schon immer waren: Eine klassische, japanische Sportlimousine mit allerhand Spoilerwerk. Genau der Typ Auto, der leider immer seltener wird. Außerdem gefiel mir das Rot sehr gut, es erinnerte mich an meinen Honda. Die Neuheit auf dem Subaru-Stand hörte auf den Namen Levorg und stellt den Nachfolger des Legacy dar. Auch dessen Design empfand ich als überaus gelungen, einfach weit ab vom Mainstream. Selbst qualitativ, in der Vergangenheit oft die große Schwäche von Subaru, kann er durchaus mit den direkten Konkurrenten wie Toyota Avensis oder Mazda 6 mithalten!

 

Womit wir jetzt auch schon in die vorletzte Halle schritten, begonnen mit Mazda. Für mich persönlich gab es, abgesehen von Konzeptstudien, drei Neuheiten. Die erste war der CX-3, der aufgrund seiner sehr knappen Abmessungen wenige Konkurrenten hat. Doch leider wirken sich diese stadtfreundlichen Maße auch, wer hätte es anders erwartet, negativ auf das Platzangebot im Fond aus. Ich bin mit 1,78m wahrlich kein Riese, hatte aber Probleme, hinter dem optimal auf mich eingestellten Fahrersitz Platz zu finden. Das können viele Kleinwagen sogar besser... Das für mich und offensichtlich auch für die anderen Besucher wichtigste Fahrzeug war allerdings der neue MX-5, die ND genannte vierte Generation. Im Vergleich zum Vorgänger ist er ordentlich geschrumpft und hat tüchtig abgespeckt. Trotzdem können zwei Personen recht bequem in ihm Platz nehmen und mit Sicherheit auch reichlich Spaß haben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger, wird von ihm erwartet. Schon im Stillstand ist diesem Auto die Dynamik anzumerken, die ultrakurzen Schaltwege wissen zu begeistern! Die letzte angesprochene Premiere war der Mazda 2, der zwar schon länger auf dem Markt ist, ich ihn aber noch nicht begutachtet habe. Mir gefiel das auf's wesentliche reduzierte Cockpit mit seinem großen Display, für diese Fahrzeugklasse recht untypisch. Für mich stellt er den Bilderbuch-Kleinwagen dar: Von außen niedlich bis knuffig, innen geräumig und hochwertig. Für mich ist es unverständlich, weshalb es immer noch Leute gibt, die da zum absolut überteuerten Audi A1 greifen...

 

Die Präsentation von Mitsubishi überspringe ich an dieser Stelle, da es dort für mich nichts interessantes zu entdecken gab. Das einzige Modell, das mich äußerlich optisch anspricht, ist der Lancer. Doch das Interieur ist eine absolute Katastrophe, eine Mischung aus schlechtem Design und billigen Materialien.

 

Weiter ging es also bei Suzuki. Ganz vorn stand der Vitara S, der jetzt mit 140 PS ganz annehmbar motorisiert sein dürfte. Das ist eines der Autos, bei dem die Farbwahl eine sehr entscheidende Rolle spielt: In dem ausgestellten Mausgrau macht er nicht viel her. Doch ich habe auch schon die Kombination aus roter Karosserie und schwarzem Dach gesehen, die ihm den gewissen Pepp gab. Jedenfalls sah ich ihn jetzt zum ersten mal von innen und war erstaunt, wie geräumig er im Vergleich zum CX-3 ausfiel. Auch die Kunststoffe wirkten einigermaßen hochwertig, was ich von Suzuki so bisher gar nicht kannte. Ein Lob dafür! Ganz und gar nicht überzeugen konnte mich der neue Baleno. Ich denke nicht, dass dieses Modell in der hart umkämpften Kompaktklasse Fuß fassen kann. Falls doch, dann sollte mich das sehr wundern...

 

Bei Kia gab es neben dem neuen Sportage (mal wieder ein SUV, langsam reicht's) die neuen GT-Modelle zu sehen. Der Cee'd ist ja schon seit längerem als solches zu haben, neu ist die Ausstattung GT-Line, die sportliche Akzente an einen zivilen Motor koppelt. Die Ähnlichkeit des Namens zu beispielsweise S-Line oder AMG-Line ist dabei natürlich rein zufällig! Ein neues, "richtiges" GT-Modell wurde allerdings auch noch vorgestellt: Der Optima GT. Noch vor ein paar Jahren hätte Kia nie im Leben das nötige Selbstbewusstsein besessen, eine Mittelklasse-Limousine im Sporttrimm mit sage und schreibe 245 (!) PS auf den Markt zu bringen. Trotz doppelflutiger Auspuffanlage sieht man dem Optima seine Leistung nicht an. Der dürfte für den einen oder anderen verflüfften Blick sorgen!

 

 

 

 

 

Besonders gespannt war ich auch auf Honda und ob es auch ohne den Accord in Europa möglich ist, dieser Marke treu zu bleiben. Die Antwort darauf: JA! Mein Vater, der selbst schon einmal einige Jahre Honda fuhr (CR-V der zweiten Generation), war vom neuen HR-V sehr positiv angetan. Das wunderte mich zwar, da er (wie ich auch) eigentlich überhaupt kein SUV-Fan ist. Doch auch ich konnte Gefallen an diesem Auto finden. Das Cockpit wusste mit neuer Sachlichkeit, in den letzten Jahren ging Honda ja ganz andere Wege, zu gefallen. Auch die Sitzposition fand ich für ein SUV sehr angenehm. Doch mein absolutes Highlight dieses Standes (und rückwirkend betrachtet auch der gesamten Messe) war der Honda Civic Type-R. Das erste mal sah ich das Modell bereits im April in London, allerdings noch mit abgeklebten Emblemen. Seitdem freute ich mich auf das erste Probesitzen. Nun war es endlich so weit und meine Erwartungen wurden nicht erfüllt, sondern meilenweit übertroffen. Die Schalensitze waren recht angenehm gepolstert und vermittelten somit einen guten Kompromiss aus Alltag und Rennstrecke. Trotz dieser ganzen sportlichen Merkmale vernachlässigt der Type-R seine Talente, die schon die zivile Basis bietet, nicht im geringsten: Da der Tank unter den Vordersitzen montiert ist, lassen sich die Sitzflächen im Fond wie Kinosessel nach oben klappen, um beispielsweise ein Fahrrad zu transportieren. Legt man die Rückbank komplett um, ergibt sich eine riesige Ladefläche... Aber wer kauft einen Type-R, um damit Umzüge zu fahren???

 

Ford präsentierte einen der Hauptkonkurrenten des Type-R, den neuen Ford Focus RS. Leider stand dieser nur verschlossen auf der typischen "Drehscheibe", so musste zum Probesitzen der Focus ST ausreichen. Aber verglichen mit dem Type-R zieht er für mich klar den Kürzeren! Außerdem zeigte man dem Publikum noch den neuen Ford GT, leider auch wieder nicht frei zugänglich. Dafür nahm ich im neuen Mustang platz. Doch lange konnte ich dort nicht verweilen, schließlich war es bereits 17:30 und es wartete noch die letzte Halle, nämlich die von BMW und Mini.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Plan war aufgegangen: Im Vergleich zu Mercedes und Audi am Vormittag war es bei BMW relativ leer. So konnten wir uns zuerst die Show ansehen, bei der die M-Modelle über die "Straßen" der Halle fuhren und ihren Sound präsentierten. Herrlich! Als nächstes sah ich mir den neuen 7er an. BMW hatte tatsächlich 5 verschiedene Versionen ausgestellt, aller Achtung! Die Hybrid-Version diente dazu, den Platz des Selbstfahrers einzunehmen. Es ist war komplett anderes Gefühl als in einer S-Klasse. Als wenn viel mehr Wert auf diesen Platz gelegt wurde. Danach musste ich natürlich noch den Platz hinten links testen. Wo, wenn nicht im 750iL? So stellte ich mich also brav in die Schlange. Als ich nun endlich saß, entspannte ich erst einmal einen kleinen Moment. Es muss wirklich sehr bequem gewesen sein, denn erst nach zehn Minuten stieg ich wieder aus. Im Untergeschoss besichtigte ich noch mit meinem Vater zusammen das M235i Cabrio, auch ein wirklich wahnsinnig schönes Auto. Es blieb noch Zeit, um in Z4 und den neuen 1er einzusteigen, dann ertönten bereits die Durchsagen, die Messe schließe in wenigen Minuten und man möge doch bitte die Hallen verlassen. So schafften wir vorbildlichen Besucher es also nicht mehr, uns den neuen Mini anzusehen. Der zweite und letzte Messetag war somit beendet.

 

Die IAA war für mich eine super Erfahrung. So viele tolle Autos an einem Ort sieht man selten. Ich werde in zwei Jahren sicher wieder dort sein. Dann aber wahrscheinlich ohne meinen Vater, dem der ganze Trubel zu viel war. Am Sonntag Morgen starteten wir wieder nach Hause. Diesmal war ich ausgeruht genug, um die ganze Strecke selbst zu fahren. Der Honda hat sich super geschlagen und seine "Langstrecken-Zuverlässigkeit" unter Beweis gestellt. Am Ende standen gut 1.500 Kilometer mehr auf dem Zähler.

 

 

 

 

 

 

 

In der Bildergalerie findet ihr noch einige Fotos, die ich nicht mehr in den Artikel gepresst habe. Doch auch diese bildet nur einen kleinen Auszug dessen, was ich an diesem Wochenende fotografiert habe, denn insgesamt waren es 1.000 Fotos. Solltet ihr weitere Fragen zu einem bestimmten Modell haben, die ich hier noch nicht beantwortet habe, oder ein Foto wünschen, so braucht ihr nur zu kommentieren. Ich werde dann versuchen, eure Wünsche zu erfüllen.

 

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße, euer Schlawiner!

 

Hat Dir der Artikel gefallen? 5 von 5 fanden den Artikel lesenswert.

04.10.2015 14:51    |    SXE10

Hi! Erstmal sehr gelungener Blogartikel.

Ich war am Letzten Samstag auch bei der IAA. Infiniti (heißt übrigens nicht Infinity, wäre zu verbessern :D) hat uns Karten für die IAA und ihre Infiniti-Lounge geschickt. Meinem Vater und mir hat der Q50 auch sehr gut gefallen. Besonders der Hybrid mit allrad hat es uns angetan. Gleich am Stand haben wir dann auch für eine Probefahrt angemeldet, mal sehen wann die sich melden :)


04.10.2015 14:53    |    SXE10

Ach und Det Müller hab ich auch schon gesehen, letzten März in Stuttgart auf der Retro Classics. Hab sogar ein Foto mit mir und khm und ein Autogramm :D zur IAA gehe ich jedes mal seit ich sieben Jahre alt bin. Ist immer wieder geil!


04.10.2015 20:34    |    Telsch

Ich finds schön, mal wieder einen IAA Bericht zu lesen, so richtig viele gabs ja bisher nicht dazu. (Vielleicht hab ich sie aber auch einfach nur nicht gesehen)

Ist ziemlich lang geworden, aber ich kommentiere auch mal ein bisschen was :D

 

Den neuen T6 habe ich mir auch angesehen - zwar nicht auf dem VW-Stand, sondern bei einer Probefahrt. Ich bin noch nie zuvor einen solchen "Bus" gefahren, war aber angenehm überrascht wie "PKWig" er fährt. Auf der Autobahn bei schnellerem Fahren wird er etwas lauter, aber lange nicht so schlimm wie ich es gedacht hatte. Auch die Auswahl der verfügbaren Assistenzsysteme empfand ich als äußerst positiv.

Die Meinung zum Cayman GT4 teile ich mit dir - geiles Auto. Macht übrigens auch auf der Straße wirklich Spaß :D

Borgward hat mich auch sehr enttäuscht. Die ursprünglichen Borgward Fahrzeuge hatten eine wirklich elegante Linie. Das neue Borgward SUV ist eigentlich eine Beleidigung dafür. Ein SUV der einfallslos und billig aussieht. Lediglich der Antrieb könnte evtl. interessant sein.

Der Q30 hat mir auch sehr gut gefallen, v.a. die Qualitätsanmutung überzeugt. Der Q50, welcher mich mehr interessiert, gefällt mir auch sehr gut, aber teilweise ist die Qualitätsanmutung noch deutlich verbesserbar (bspw. Teppich auf der Innenseite Heckdeckel).

Den Hyundai "Santa Fee" schreibt man übrigens "Santa Fe", und ist von der gleichnamigen Stadt abgeleitet ;) (Genesis ist übrigens auch falsch geschrieben)

So genug korrigiert. Zum Veloster: Dieser stand ebenfalls für Probefahrten zur Verfügung. Einzig aufgefallen ist mir das schlechte Fahrwerk. Bei stärkeren Bodenwellen auf der Autobahn schlägt es gerne durch.

Ferrari und Maserati sind immer ein Erlebnis :) V.a. der Ghibli gefällt mir sehr gut, nicht zu groß und trotzdem sehr edel. Auch der Innenraum weiß zu überzeugen.

Peugeot hat bei der Motor Talk Führung sehr überzeugt und neugierig auf eine Fahrt mit dem 308 GTi gemacht. Das Konzept und die Daten überzeugen jedenfalls.

Mit Renault kann ich ehrlich gesagt nichts anfangen. Irgendwie gefallen sie mir überhaupt nicht.

Lexus ist für mich natürlich ein wichtiger Pflichtpunkt gewesen und konnte mich überzeugen. Ich brauch wohl mal wieder einen.

Der Subaru Levorg gefällt mir auch äußerst gut, aber die Tatsache dass es nur den 170 PS Benziner und wohl auch nur einen weiteren Diesel in einer ähnlichen Leistungsklasse geben wird, passen für mich einfach nicht zu der aggressiven Optik. Da müsste der WRX STI Motor drunter, dann wäre er perfekt.

Zu Kia: Auch den Cee´d GT bin ich auf der Messe probegefahren. Ich hätte es von Kia nie erwartet, aber dieses Auto ist wirklich sehr gelungen. Das Probefahrtauto hatte einen richtig geilen Sound (für einen R4), das Fahrwerk war top abgestimmt und die 204 PS waren auch ausreichend. Großer Pluspunkt für Kia an dieser Stelle!

Ich finde den Touchscreen im Model S durchaus gut. Der Tesla ist insgesamt nicht so ein Auto wie man es heute kennt, es ist m.Mn.n. an einigen Punkten schon sehr fortschrittlich. Aber die Fahrleistungen und die Ruhe beim Fahren haben mich schon längst überzeugt.

Bentley hat mir auch sehr gut gefallen. Auf den Bentayga war ich besonders gespannt. Mit seiner ausklappbaren "Campingbank", dem gewohnt hochwertigen Interieur und den eigentlich abartigen Fahrleistungen für ein SUV ist er eigentlich ganz gut gelungen. Aber der Mulsanne war das absolute Highlight - einfach perfekt. Auch innen kein billiges Plastik, überall wirklich richtig klasse. Wenn man dann nach dem Aussteigen aber aufs Preisschild schaut wirds einem ganz anders - 404.000 Euro waren aufgerufen


04.10.2015 21:59    |    Schlawiner98

Danke für eure Kommentare. Es stimmt, teilweise kann der Q50 qualitativ noch nicht mit der europäischen Konkurrenz mithalten. Verstecken braucht er sich aber auch nicht. Die Rechtschreibfehler (wie peinlich) habe ich schnell mal behoben. Ich schiebe es einfach mal auf die ungewohnte Textlänge :D


04.10.2015 23:00    |    SXE10

Ist euch übrigens aufgefallen, dass man beim Genesis den BEIFAHRERSITZ von der RÜCKBANK aus bedienen kann? Wer braucht sowas?! :D Lässt sich ja eh niemand in nem Hyundai chauffieren, wenn dann eher in einem Equus.


05.10.2015 08:25    |    pico24229

Sehr interessanter Artikel :)


05.10.2015 13:11    |    PIPD black

Zitat:

dann eher in einem Equus.

In nem Pferd?:confused:

 

Ja sind wir denn bei den Trojanern?:confused::p:D


20.11.2015 12:13    |    MB Dieselmaster

Eigentlich war auch die IAA auf meiner Agenda, doch es kam alles anders. Daher schön was davon zu lesen und auch so einen Eindruck zu bekommen.

 

Nur kurz auf den neuen Astra zukommen, mir gefällt der neue Wagen durchweg gut. Die im Laden angeschauten Fahrzeuge waren sehr gut verarbeitet. Nur warum es im neuen Modell keine Mittelarmlehne mehr als Serienausstattung gibt, erschließt sich mir nicht ganz.

 

Werde den Wagen demnächst mal ausgiebig testen und darüber berichten.

 

Auf jeden fall ein sehr schöner Blogartikel.


30.12.2015 18:14    |    Trackback

Kommentiert auf: Schlawiner98:

 

Jahresabschlussbericht 2015

 

[...] Ziel. Der Besuch der IAA war für mich ein weiteres großes Highlight in diesem Jahr, natürlich in Wort und Bild dokumentiert.

 

 

Ich bin gespannt, was 2016 für mich zu bieten haben wird. Eines steht fest: Im Sommer [...]

 

Artikel lesen ...


Deine Antwort auf "Mit dem Honda nach Frankfurt: IAA-Impressionen"

Blogautor(en)

Schlawiner98 Schlawiner98

BMW

 

Eure Kommentare

Schlawiners Gäste

  • anonym
  • audi8ktdi
  • Schlawiner98
  • Trixi637
  • bmwmichl
  • jonas.f
  • legooldie
  • SchrauberfreundeMV
  • Nils Zaayenga
  • JakobK

Schlawiners Abonnenten (117)

Blog Ticker