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12.08.2009 12:01    |    Salamipizza    |    Kommentare (40)    |   Stichworte: CO2, Klimaanlage, R1234yf, R134a, R744, Umwelt

Umweltschädliches Kältemittel

 

Das gebräuchlichste Kühlmittel in heutigen Kälteanlagen, wie z.B. Kühlschränken oder Klimaanlagen, ist das Kühlmittel R134a (Tetrafluorethan). Dies ist ein teilfluorierter Kohlenwasserstoff.

Weil Fluorkohlenwasserstoffe die Ozonschicht unserer Erde nicht angreifen, wurden sie als Kältemittel zugelassen, um die ozonschädlichen FCKW-Kältemittel abzulösen.

 

Allerdings werden Fluorkohlenwasserstoffe (wie z.B. R134a) unter Anderem für die Erderwärmung verantwortlich gemacht, da die Moleküle die Wärmestrahlung von der Erdoberfläche absorbieren! Der GWP-Wert (Global Warming Potential) der einzelnen fluorierten Kohlenwasserstoffe ist sehr unterschiedlich und liegt etwa um den Faktor 100 bis 15.000 über dem von Kohlenstoffdioxid. Der GWP-Wert von R134a liegt bei 1300!

 

Im Klartext bedeutet dies, dass ein 1KG R134a genau so sehr verantwortlich für die Erderwärmung ist, wie über 1000KG CO²! Wie wir ja alle wissen, entweicht aus unseren Klimaanlagen im Laufe der Jahre immer eine geringe Menge des Kühlmittels. Laut Umweltbundesamt sind dies bei allen Fahrzeugen in Deutschland insgesamt fast 2500 Tonnen pro Jahr! Dies entspricht der Treibhausgasmenge von 3,2 Millionen Tonnen CO²! Das Paper mit den genauen Daten und Ergebnissen habe ich angehängt.

 

 

Die EU greift ein!

 

Also muss etwas dagegen getan werden! Deshalb hatte das Europäische Parlament im Jahre 2005 die Verordnung über bestimme fluorierte Treibhausgase erstellt, die dann 2006 erlassen wurde. Diese Verordnung besagt, dass das Kältemittel R134a ab 2011 aus den Autos verbannt wird. Endgültig verboten werden soll es 2017!

 

 

Die perfekte Lösung?

 

Deshalb wurden von den Auto-Zulieferen Klimaanlagen entwickelt, die mit dem Kältemittel R744 betrieben werden, was nichts anderes als CO² ist. Diese umweltfreundlichen CO²-Klimaanlagen erlangten bereits 2008 Serienreife. Die Mehrkosten der Anlagen hielten sich mit 50-80 Euro im Rahmen.

Problem gelöst sollte man meinen! Denn bis 2011 wäre noch genug Zeit die Anlagen in die Serienproduktion einfließen zu lassen! Aber kein Autohersteller bestellte die umweltfreundlichen CO²-Klimaanlagen!!! Nur Warum??? :confused:

 

 

Die billige Lösung!

 

Die Chemieindustrie macht weltweit einen Kältemittelumsatz von 4 Milliarden Euro! Durch die umweltfreundlichen CO²-Klimaanlagen würden ihre Einnahmen wegbrechen! Also entwickelten sie ein neues Kältemittel, und präsentierten es den Autoherstellern hinter verschlossenen Türen. Es trägt den Namen R1234yf und erfüllt alle Forderungen der Verordnung über bestimme fluorierte Treibhausgase. Der große Vorteil für die Autohersteller ist, dass die bereits vorhandenen Klimaanlagen damit befüllt werden können! Für die Autohersteller wäre das die wesentlich günstigere Lösung! Sie schmeissen einfach das alte R134a raus, befüllen die vorhandenen Anlagen mit dem neuen R1234yf und sparen sich somit die teureren Klimaanlagen! Doch Tests haben ergeben, dass die Benutzung von R1234yf ein paar Probleme mit sich bringt:

 

  • Es ist ungeeignet für Elektroautos!
  • Es ist sehr leicht entzündlich! Würde es zu einem Unfall kommen könnte das Kältemittel auf heiße Motorteile treffen und würde das Auto sofort abfackeln!
  • Als wäre das noch nicht genug, entsteht im Falle eines Brandes auch noch Flusssäure, ein starkes Kontaktgift!

 

 

 

Wir erinnern uns: Bis 2011 müssen Klimaanlagen in Autos die neuen Vorgaben der EU erfüllen!

 

Werden die Hersteller rechtzeitig die Umstellung auf umweltfreundliche CO²-Anlagen schaffen?

Werden sie R1234yf benutzen?

Wird das Gesetz gelockert?

Wird es gekippt?

 

Wir dürfen gespannt sein! Eure Meinungen sind erwünscht!

 

 

Anbei noch ein ausführliches, gutes Video zum Sachverhalt:

 

 

 


Quellen:

Ich habe die erwähnte EU-Verordnung und den Bericht über die Emissionen von R134a als PDF angehängt!


12.08.2009 12:01    |    Salamipizza

und hier noch die VERORDNUNG (EG) Nr. 842/2006 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

 

vom 17. Mai 2006

 

über bestimmte fluorierte Treibhausgase



12.08.2009 12:39    |    Scout-sama

Vielen Dank,

 

ich werde bei meinem nächsten Klimaanlagenservice genau darauf achten, welches Kältemittel eingesetzt wird.


12.08.2009 13:07    |    m.p.flasch

Heißt das jetzt, das ich meine Klimaanlage Baujahr 1999 ab 2011 nicht mehr befüllt bekomme? :mad:


12.08.2009 13:32    |    Salamipizza

R134a wird zumindest bei Neuwagen ab 2011 nicht mehr benützt werden dürfen!

 

Von einem endgültigem Verbot (also für andere Geräte und Anlagen die bereits im Betrieb sind) ist erst 2017 die Rede!


12.08.2009 13:34    |    m.p.flasch

also muss ich ab 2017 schwitzen?


12.08.2009 13:44    |    Salamipizza

Nein, da bekommst du dann die explosive Mischung! :D ;)

 

Ne im Ernst: Bis 2017 wird sich sicherlich noch viel tuen. Ich fände es auch nicht gerade toll, wenn mein bis dahin 8 Jahre alter Polo keine Klima-Neubefüllung mehr bekommen würde!

 

 

Trotzdem sollten die Autohersteller endlich ihre Neuwagen mit dem natürlichen Mittel R744 bestücken! Auf der IAA 2007 haben sie alle noch groß rumgetönt, dass die Umstellung bald erfolgen wird, weil sie ja ab jetzt ja sooo umweltfreundlich sind! Aber stattdessen setzen sie wieder auf chemische Mittel, die halt leider "etwas" gefährlich, dafür aber billiger sind!

 

Ich verstehe sowieso nicht, warum nicht zumindest ein Hersteller so mutig war, die neuen Klimaanlagen einzusetzen? Das hätte man doch als die Innovation zum Klimaschutz vermarkten können! Die 50 Euro mehr für die teurere Klimaanlage hätten sie dafür auch einfach an den Kunden weitergeben können. Die hät ich auch noch gezahlt...:rolleyes:


12.08.2009 13:49    |    rayvip

Oh man da haben die sich wieder etwas überlegt in der EU...

Das ist so wie mit dem Bio-Anteil im Sprit, wo die meisten Motoren abgesoffen wären damit.

Dafür stellen die den Biosprit günstig im Ausland her und die Leute haben dann noch weniger zu essen dort als sie sowieso schon haben, weil die Ackerfläche lieber für die Herstellung genutzt wird.

 

Bin gespannt wie das kommen wird und ich bin auch nicht so erfreut darüber, dass bei einem Unfall mein Auto fast immer in Brand geraten könnte.

 

MfG Ray


12.08.2009 13:59    |    m.p.flasch

Die Umweltbehörde von Kalifornien will die Farbe der Autos einschränken und alle dunklen Farben und speziell Schwarz als Lackierung verbieten, weil sich diese stärker aufheizen und deshalb mehr Energie für die Klimaanlage benötigen, als Massnahme um den CO2-Ausstoss zu verringern.

Im Jahre 2006 hat der amerikanische Bundesstaat Kalifornien den „California Global Warming Act“ angenommen, oder auf Deutsch „das kalifornische globale Erwärmungsgesetz“, welches die Treibhausgase bis 2020 auf das Niveau von 1999 reduzieren soll. Das Vorschreiben von „kalten Farben“ war einer der Punkte die man als schnelle Lösung bis zum 1. Januar 2010 umsetzen will. Siehe hier.

 

Diese Massnahme soll nur noch Farben in der Öffentlichkeit erlauben, welche das Sonnenlicht reflektieren. So sollen Autos die eine dunkle Farbe haben nicht mehr zugelassen werden, da sie sich auf dem Parkplatz stärker im Innenraum aufheizen, oder auch Gebäude mit einer dunklen Fassade dürfen nicht mehr gebaut werden, weil der Betrieb der Klimaanlage für Autos und Gebäude zur Abkühlung mehr Energie verbraucht und deshalb mehr CO2 ausstösst, als wenn helle oder „kalte“ Farben verwendet werden ... wird jedenfalls behauptet.

 

Die Farbindustrie ist deshalb fieberhaft dabei dunkle Farben zu entwickeln, die weniger Wärme absorbieren, denn die Autokäufer verlangen schon immer am meisten dunkle Töne. Bisher ist es ihnen aber nicht gelungen. Man versucht deshalb mit einer speziellen Beschichtung die Oberfläche reflektierender zu machen. Fensterscheiben, Dachfenster und Rücklichter werden dann auch laut neuer Vorschrift weniger Wärmestrahlung durchlassen müssen.

 

Black ist nicht mehr beautifull sondern böse!


12.08.2009 16:26    |    swallerius

@letzter Beitrag

 

So ein Schwachsinn! So etwas bekäm man in Europa (zum Glück) wohl nicht druchgesetzt. Die sollen bessere ihre heimische Autoindustrie dazu verdonnern effiziente Motoren zu bauen! Bringt mehr und ist nachhaltiger.


12.08.2009 19:21    |    ballex

Der Versuch im Video ist aber nicht ganz realistisch. Da soll angeblich ein Unfall nachgestellt werden, bei dem sich der Schlauch der Klimaanlage löst und dann das Kältemittel austritt. So weit ich das aber beobachten kann läuft der Motor munter weiter...wäre bei einem Crash sicher nicht der Fall.

Trotzdem beunruhigend dieses neue Kältemittel...da sollte es doch noch etwas anderes geben...

 

mfg

ballex


12.08.2009 19:55    |    lombard84

So ein SCHWACHSINN wieder!!! :(

 

Wieder so eine Geldmasche von D und EU !!!

 

Was soll das immer... Kältemittel hin und her!

 

Wir haben genug getan für das "CO2" und jetzt wieder Geld für die Umrüstung kassieren lassen.


12.08.2009 20:06    |    m.p.flasch

R134 a wurde ja auch vor nicht all zu langer Zeit eingeführt, weil das vorherige Mittel r12 so umweltverschmutzend war, wie es immer hieß. Mal sehen, wie lange es dauert, bis das neue Ersatzmittel dann auch wieder verteufelt wird.


12.08.2009 20:21    |    Salamipizza

wie oben im Beitrag schon geschrieben:

R134a wurde eingeführt, um die ozonschädlichen FCKW-Kühlmittel zu ersetzen! An den Treibhauseffekt hat damals halt noch keiner gedacht!

 

Ich finde das ist kein Schwachsinn. Sie packen endlich mal an der richtigen Stelle an und sorgen dafür, dass die wirklich klimaschädlichen Dinge ersetzt werden! Nicht immer nur das ach so böse CO² vermeiden, dass im Vergleich zu anderen Treibhausgasen kaum für den Treibhauseffekt verantwortlich ist!

 

 

Und so ein großer Aufwand ist das Umstellen der Klimaanlagen nun wirklich nicht! Im Idealfall bekommt der Durchschnittsbürger dass nichteinmal mit!

 

Da werden Unsummen an Geld ausgegeben, um jedes einzelne Gramm CO² einzusparen:

 

- Kühlerlamellen die sich automatisch schließen und öffnen

- Bremsenergierückgewinnung

- Leichtlaufreifen

- Start-Stop-Systeme

- Hybridsysteme

- Bordcomputer die zum sparsamen Fahren ermahnen

- USW...

 

Das alles kostet die Autohersteller (und damit auch die Kunden) auch viel Geld! Mit der umweltfreundlichen Klimaanlage wäre viel gewonnen (für die Umwelt) für vergleichsweise wenig Geld!


12.08.2009 20:33    |    m.p.flasch

ozonschädigung bedeutet aber auch Treibhausefekt. Und auch schon damalst wusste man, was Treibhausefekt bedeutet.

 

Und es werden unsummen von Geld ausgegeben für umweltfreundliche Fahrzeugtechnik..dann wird der Wagen mit der gröst möglichen Motorisierung bestellt, an Ampeln mit durchdrehenden Reifen angefahren, von Ampel zu Ampel gesprintet...


12.08.2009 20:38    |    Frankiboi

hier wird gespart, koste es was es wolle:)

Auf das Ozon Loch bezogen... na ja Umweltschutz muss ja auch sein....


12.08.2009 20:58    |    CaptainSlow

Der Aspekt, daß das Zeug gut brennbar ist, ist durchaus ein Sicherheitsrisiko...der Treibhauseffekt...naja, ok daß man es austauscht, aber ich finde es nicht so wichtig.


12.08.2009 22:10    |    MV97

Also sollte man sich beim nächsten Urlaub in USA oder UK mal reichlich mit R134a Dosen eindecken. ;-)


12.08.2009 23:15    |    martinkarch

Zitat:

Die perfekte Lösung?

 

 

 

Deshalb wurden von den Auto-Zulieferen Klimaanlagen entwickelt, die mit dem Kältemittel R744 betrieben werden, was nichts anderes als CO² ist. Diese umweltfreundlichen CO²-Klimaanlagen erlangten bereits 2008 Serienreife. Die Mehrkosten der Anlagen hielten sich mit 50-80 Euro im Rahmen.

 

Problem gelöst sollte man meinen! Denn bis 2011 wäre noch genug Zeit die Anlagen in die Serienproduktion einfließen zu lassen! Aber kein Autohersteller bestellte die umweltfreundlichen CO²-Klimaanlagen!!! Nur Warum??? :confused:

CO² braucht einen Verdichter, der auf wesentlich höhere Drücke ausgelegt ist.............das wird wohl deutlich teurer sein !

 

Dasselbe kann man im Heimbereich auch beobachten:

 

- die ganz preiswerten Split- und Schiebeklimaanlagen (oft schon ab 150 € neu) haben das Kältemittel R407C, welches mit geringer verdichtenden und somit billigeren Kompressoren klarkommt.

 

- Die teure Baumarktklasse (ab 500-1000 €) und echte Fachhandelsmarken (Daikin, LG usw.) haben dagegen hochverdichtende Kompressoren und arbeiten mit R410A !

 

 

CO² dagegen muß noch wesentlich höher verdichtet werden als R410A ! Und auch im Rest des Systems (Wärmetauscher und Leitungen) liegt der Druck höher ! D

 

as bedeutet den Einsatz innovativer und präzise gefertigter Rohrsysteme, Verdichter usw...........aber es soll ja auch schon in billigsten Wagen zum Einsatz kommen ! Das ist eben der Widerspruch !

 

 

Anders kann ich es mir nicht erklären.......ich habe mir die Erklärung allerdings selbst zusammengereimt :D


20.08.2009 20:53    |    ossi2005

Ich habe eine Frage zu dem Thema - vielleicht weiß das ja wer...

Habe letztens einen längeren Artikel gelesen darüber, dass immer etwas Kühlmittel austritt aus Klimaanlagen im Auto. Seitdem stelle ich immer nur die Lüftung an in meinem Smart. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob die nicht auch bereits wie eine Klimaanlage funktioniert (die man eigentlich extra anstellen muss) und das Ganze also ohnehin nichts nützt.

 

Wer da mehr drüber weiß---dankeschön.


20.08.2009 23:00    |    Frankiboi

Du meinst praktisch als ob man die Klima auf Automatik stellt oder eben das Automatik ausschaltet... Gute Frage, ich denke die Klima geht deswegen trotzdem, weil bei mir immer Kondensat unter dem Auto ist egal ob ich die Klima auf Autom. stehen habe oder nicht... und Kalt bläst die "Lüftung" trotzdem fast wie bei Automatik....:confused::)

G.Frank


20.08.2009 23:59    |    Salamipizza

@ossi:

 

Normalerweise sollte die Klimaanlage aus sein (also der Klimakompressor nicht mitlaufen), wenn die Klimaanlage nicht mittels Knopfdruck aktiviert wird! Wie kommst du darauf dass die Klimaanlage bei Dir trotzdem mitläuft? Kommt immer noch kalte Luft?

Evtl handelt es sich auch um einen Defekt, dass z.B. die Magnetkupplung (die über einen Riemen den Klimakompressor antreibt) nicht mehr richtig trennt?


24.08.2009 16:02    |    gear fan

Hallo

warum nicht wieder die umweltfreundliche Fensterklimaanlage (Fenster vorne rechts einen Spalt und Fenster hinten links einen Spalt auf) und schon läuft die "Anlage" zumindest wenn nur der Fahrer im Auto sitzt. Für Mitfahrer nicht so geeignet!

Spass beiseite, manchmal könnte mann die Klima schon ausschalten und einfach mit Fahrtwind kühlen.


25.08.2009 19:12    |    der_deppen_daemel

Geplannt ist, so wie ich es von einem Klimatechniker erfahren habe, reinstes CO2 zu verwenden. Klimaneutral (naja, einigermaßen) und sehr effektiv - NUR: es braucht sehr starkbelastbare Rohre und Verbindung aufgrund des enormen Druckes...

 

Mein Altes Auto hatte ich sogar 2008 noch mit R12 befüllen lassen :D Meine jetztige Klimaanlage hat noch R134a - und wird es auch behalten...!


01.09.2009 11:15    |    Physico

Dies als Entwarung für alle Autobesitzer: " Alte", also schon gekaufte Autos dürfen weiter das Kältemittel R134a haben und damit nachgefüllt werden. (also man braucht deshalb nicht extra nach Amerika :)).

 

Nur ab 2011 neu gebaute Autos (Pkw bis 9 Sitze und ähnlich große Nutzfahrzeuge), die nach dem Jahr 2011 eine neue Typenzulassung (diese beantragt der Autohersteller beim Krafttfahrtbundesamt ) erhalten haben, müssen zunächst ein neues Kältemittel (übrigens nicht Kühlmittel) mit einem nur kleinen Treibhauseffkt (unter 150) haben.

 

Erst ab 2017 müssen dann alle neu gebauten Autos (kleinere, siehe oben) mit einer Klimaanlage mit neuem Kältemittel ausgerüstet sein.

 

Im Übrigen gibt es schon einige Prototypenautos mit CO2 Anlagen, auch bei Bussen, obwohl bei Bussen R134a bisher noch nicht verboten ist. Es ist richtig, dass CO2 bei höheren Drücken arbeitet, und es kostete die Ingenieure einige Jahre Entwicklungsarbeit, geeignete Materilaien etc. zu finden. Aber die Lösungen mit CO2 (in der Großserie von Herstellern angegeben etwa 50€ teurer als bisherige Anlagen) liegen vor und man müsste jetzt anfangen, die Anlagen in der Serie zu Ende zu testen und endgültig einsatzbereit zu machen.

Auch die Lösung mit dem neuen brennbaren Kältemittel der chemischen Industrie würde teurer werden, da das Kältemittel wesentlich teurer ist als R134a und Komponenten anders ausgelegt werden müssen. Auch empfiehlt der Chemikalienhersteller, das Auto -aus Sicherheitsgründen- umzukonstruieren.....

 

Leider wirbt der Chemiklienhersteller mit einem Nachfüllen alter R134a Anlagen mit dem neuen Kältemittel R1234yf. Dies ist wohl aber wenig realistisch, denn davor warnen die Autohersteller ausdrücklich, u.a. weil chemische Unverträglichkeiten mit Bauteilen und Kälteöl etc. auftreten können.

 

Im übrigen wirbt Coca Cola mit Ihren Flaschenkühlschränken mit CO2 Kältenanlagen, das heisst, sowas geht. Wärmepumpen gibts auch schon mit CO2.

 

Weiter an CO2 Interessierte können ja mal auf R744 (leider nur in Englisch) stöbern.


06.09.2009 01:30    |    martinkarch

Zitat:

Im übrigen wirbt Coca Cola mit Ihren Flaschenkühlschränken mit CO2 Kältenanlagen, das heisst, sowas geht. Wärmepumpen gibts auch schon mit CO2.

Bei diesen Anlagen sind die Rohre ja auch verlötet bzw. es sind keine Schläuche ..........


19.10.2009 10:56    |    R744

Mehrere Zulieferer haben mit CO² betriebene Klimanalgen für Fahrzeuge fertig entwickelt in der Schublade liegen. Die Mehrkosten belaufen sich je nach Sichtweise auf € 60 bis Null. Denn wenn man weltweit auf diese Technik umstellen würde, gäbe es keine Mehrkosten. Es handelt sich um dieselbe Anzahl Komponeten im System, nur bei höheren Drücken. Und der Druck allein ist kein Argument.

 

Aber die Chemieriesen haben die Autohersteller bequatscht, doch lieber Ersatzstoffe wie R1234yf oder AC4 zu nehmen, allesamt brennbar und im Brandfall toxisch. Das Geschäft für die Chenieindustrie isteinfach zu groß, als daß man es so einfach geschehen lassen könnte, daß zukünftig jede Autowerkstatt sich das Kältemittel im Getränkegroßhandel besorgen könnte.

 

Und die Hersteller spekulieren damit, daß zwar ab Werk yf oder AC4 eingefüllt wird, jedermann das aber bis 2017 durch R134a ersetzen wird. Eine noch größere Dummheit kann es kaum geben.


19.10.2009 11:00    |    MV97

Könnten für solche Behauptungen bitte mal Quellen angegeben werden?! Oder handelt es sich dabei nur um persönliche Meinungen, die als Wahrheiten dargestellt werden?


07.06.2010 17:18    |    slv rider

gibts eigentlich schon neuigkeiten?

in der firma hat jemand behauptet das jetzt doch der chemische kampfstoff r1234 als ersatz in bestehende anlagen kommen soll. in dem fall hab ich schon ernsthaft überlegt den beruf zu wechseln weil ich dann täglich mit der scheisse zu tun hätte.


17.06.2010 14:22    |    Salamipizza

@slv: was bist du denn von Beruf? ;)

 

Ich hab leider keine Ahnung wie es denn aktuell aussieht. In den Nachrichten hört man ja leider auch nie etwas zu diesem Thema... Falls jemand weiß wie es aktuell aussieht, darf er gerne hier schreiben! ;)


22.06.2010 15:49    |    slv rider

ich bin einer der dummen die autorisiert sind an euren klimaanlagen zu arbeiten und deshalb mit diesem giftzeugs (hoffentlich nicht) in kontakt kommt.


17.02.2011 18:57    |    HAYES HDX

Sieht wohl so aus, dass das GIFT gewonnen hat:

 

http://...tomobil-industrie.vogel.de/.../

 

Dagegen sollte man echt was machen!


17.02.2011 20:00    |    Salamipizza

Danke für den Link!

Ich möchte nicht wissen wieviele Bestechungsgelder da geflossen sind, dass sie diese Plörre benutzen dürfen...:mad:

 

Andererseits gibt es auch Quellen, die behaupten, dass das mit der Entflammbarkeit und der Giftigkeit gar nicht stimmt! Da weiß man so langsam nicht mehr was man Glauben soll... :(

 

http://www.automobil-produktion.de/.../


17.02.2011 20:47    |    Trackback

Kommentiert auf: Salamipizza:

 

Kältemittelumstellung in Klimaanlagen!

 

[...] hier im Blog einen Artikel verfasst, indem es um das neue Kältemittel für unsere Klimaanlagen geht. Hier der Link zum Artikel! Nun... eigentlich ist im Artikel und in den Kommentaren alles gesagt. Dennoch möchte ich die Thematik [...]

 

Artikel lesen ...


17.02.2011 21:10    |    TWINPIN

Erschwerend kommt noch hinzu, daß die Befüllung der Klimaanlage mit dem neuen Zeugs um nahezu das 10 bis 15fache teurer werden soll, weil der Hersteller von dem Kram (alleiniges Patent) viele Jahre Entwicklungskosten wieder reinspielen muß.

---> Ich frag mich, woran die jahrelang forschen, wenn danach giftiges und leichtenzündliches Gemisch bei raus kommt. (Kopfschüttel!)


17.02.2011 21:19    |    Racer X

Ich kenne mich mit Kältetechnik ein wenig aus.

 

Ich sags mal so, das angebot bestimmt die Nachfrage.

 

Kann ich den eine eine 134a klimaanlage mit wenig aufwand C02 Einfüllen ? wenn ja sollten die Kunden Darauf bestehen sich ihre anlagen darauf umzurüsten, statt die alternative zu nehmen.


17.02.2011 22:07    |    Salamipizza

Zitat:

Kann ich den eine eine 134a klimaanlage mit wenig aufwand C02 Einfüllen ?

Nein, für CO2 bräuchte man spezielle Anlagen. Wenn Sie zum Einsatz kämen, wären diese aber nicht teurer wie die herkömmlichen Klimaanlagen. Aber man braucht sie ja nicht...


17.02.2011 22:38    |    heizölraser

edit


18.02.2011 14:04    |    Racer X

Zitat:

Wenn Sie zum Einsatz kämen, wären diese aber nicht teurer wie die herkömmlichen Klimaanlagen. Aber man braucht sie ja nicht...

Das habe ich durch deinen Beitrag Oben schon verstanden. Nur was muss den Geändert werden ?

 

Verdampfer und verflüssiger können doch bleiben oder ?

Also evtl nen Anderen kompressor ? und nen Anderes Ventil ?


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