• Online: 3.847

S4ckr4tt3

Tipps, Tricks und Mehr über AstraF, Opel und allgemein KFZ

29.09.2009 16:47    |    S4ckr4tt3    |    Kommentare (7)

foto0381
Foto0381

FAQ – Dome erneuern Autor: mousjunkie

 

 

Diese Anleitung erklärt den Austausch der hinteren Domen bei einem Astra F. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgabe ist hoch. Es werden Kenntnisse in der Metallverarbeitung und der Fügetechnik benötigt.

Es handelt sich außerdem um sicherheitsrelevante Teile weshalb dringend davon abzuraten ist diese Aufgabe ohne praktische Kenntnisse auf diesen Gebieten auszuführen.

 

Folgende Schritte sind auszuführen:

 

1. Heraustrennen der Blechteile aus einem Schlachtwagen (Als Ersatzteil sind die Dome nicht zu beziehen, da sie nicht mehr hergestellt werden.)

 

2. Korrosionschutz der Ersatzteile

 

3. Heraustrennen des Altmaterials

 

4. Einschweißen

 

5. Abdichten und Korrosionsschutz am Fahrzeug

 

Folgende Materialen werden benötigt:

 

1. Bohrmaschine

2. Flex (Winkelschleifer)

3. Karosseriedichtmasse

4. Inox-Spray

5. Silikonentferner

6. Lack (falls gewollt Haftgrund)

7. Unterbodenschutz

8. Schweißpunktbohrer (nicht unbedingt benötigt)

9. Schweißgerät (MAG, MIG, Autogen, WIG, E-Hand ist für diese Arbeit schlecht geeignet)

 

1./2. Heraustrennen der Ersatzteile/Korrosionschutz:

 

Nachdem die Ersatzteile besorgt wurden entfernt man als erstes den Unterbodenschutz bis aufs

blanke Blech. Danach kann schon mit dem Aufbohren der Schweißpunkte begonnen werden. Dazu habe ich einen pneumatischen Schweißpunktbohrer benutzt, da das Blech nicht

ganz durchbohrt werden darf. Nimmt man eine normale Bohrmaschine benötigt man entweder einen im Handel erhältlichen Schweißpunktfräser als Werkzeug oder schleift einen herkömmlichen Bohrer so, dass der Spitzenwinkel 180° beträgt. Der Durchmesser ist den Schweißpunkten anzupassen. Ich habe mir die Bleche schon aus den Radhäusern trennen lassen. Deshalb konnte ich die Teile bequem in den Schraubstock einspannen. Jetzt wurden noch vorhandene Abstufungen im Dom mit Karosseriedichtmasse abgedichtet, damit in dieser

Kante sich kein Schmutz festsetzen kann. Nachdem dieser Schritt beendet wurde sind die Bleche mit Silikonentferner gereinigt und mit Inox-Spray lackiert. Inox-Spray kann man im Lackierer-bedarf oder beim Lackierer des Vertrauens kaufen. Ich habe zu

dieser Farbe gegriffen, da sie schweißbar sein muss! Nimmt man etwas anderes muss die Farbe vor dem Schweißen wieder entfernt werden. Der Korrosionschutz ist dann ungleich schwieriger.

 

3. Heraustrennen der Dome aus dem Fahrzeug:

 

Jetzt beginnt der schwierige Teil der Aufgabe. Hat man alle Teppiche und Verkleidungen im Fahrzeug entfernt und die Stoßdämpfer auf einer Seite demontiert (werden beide

gleichzeitig entfernt klappt die Hinterachse nach unten) kann auch hier mit dem Aufbohren der Schweißpunkte begonnen werden. Vor dem Heraustrennen sollte unbedingt die Lage

markiert werden, damit die Neuteile so gerade wie möglich in die Karosse kommen. Es ist hilfreich erst mit einem 5er-Bohrer vor zu bohren bevor man einen Bohrer mit der Größe der Schweißpunkte wählt. Es ist wichtig die Schweißpunkte so genau wie möglich in der Mitte zu treffen, da sich dann das Blech leichter trennen lässt. Bei mir waren auf der

Beifahrerseite die Schweißpunkte so nahe zusammen, dass das Blech beim herausstemmen gerissen ist. Damit wächst die Schwierigkeit beim Schweißen.

Sind alle Punkte aufgebohrt beginnt man mit einem scharfen!!! Meißel das Blech von innen zu

trennen. Es ist besser diesen Schritt von innen auszuführen, da sonst das Radhaus sehr schnell

einreißt!

 

4. Einschweißen:

 

Bevor man mit dem Einschweißen beginnt sollte man das Blech des

Radhauses mir der Flex und einem Drahtbürstenaufsatz entrosten,

mit Silikonreiniger Entfetten und mit Inox-Spray zu lackieren.

Zuerst werden 2-3 Punkte geschweißt und das Radhausblech so gut

es geht an den Dome angeschlagen. Das wird so lang fortgeführt bis das Blech korrekt passt und an allen Punkten neu verschweißt ist. Im Anschluss schleift man die Schweißstellen gerade, um den Filz, der hinten dem Teppich verklebt ist nicht zu zerstören.

 

5. Abdichten und Korrosionschutz am Fahrzeug:

 

Dieser Punkt ist für das weitere Leben des Fahrzeuges besonders wichtig. Hier scheiden sich die

Geister, wie der Korrosionschutz aussehen sollte. Ich beschreibe den Weg, der für mich am

sinnvollsten erschien.

Als erstes habe ich mit herkömmlicher Karroseriedichtmasse die Fugen abgedichtet. So kann von

Außen keine Feuchtigkeit unter die Dome kriechen. So wie es aussah hat Opel ab Werk diesen Schritt nicht unternommen. Deshalb war sowohl bei den „Neuteilen“ als auch an meinem Auto dieÜberlappung leicht unterrostet.

Im Anschluss habe ich den Dom und den Bereich darum mit herkömmlichen Lack aus dem Baumarkt gestrichen und trocknen lassen. Um die ganze Sache abzurunden wurde der jetzt noch „nackte“ Bereich mit Unterbodenschutz behandelt.

Das war eigentlich schon alles, hat aber mehrere Tage gedauert. Die Schweißarbeiten wurden auch nicht von mir ausgeführt. Die sind aber auch wirklich kein Zuckerschlecken, wenn das Blech abreißt.

 

Weitere Bilder sind auf mt-mousejunkie.magix.net abrufbar.

mousejunkie für motor-talk.de

 

alle Angaben wie immer ohne Gewähr und Pistole!


30.09.2009 00:32    |    quali

Ist hervorragend beschrieben. Bei Opel kauft man leider den Rost schon mit.

 

Schön wäre es, wenn Du einen Link hier hineinstellen würdest, damit man schnell zu den Fotos kommt.


04.10.2009 13:39    |    mousejunkie

danke. das kannst du laut sagen. zur zeit hab ich die schnauze voll von dem kasten :mad:


07.08.2015 14:09    |    Trackback

Kommentiert auf: Opel Astra F:

 

Stoßdämpfer ragt in Kofferraum

 

[...] http://www.motor-talk.de/.../...omen-beispiel-astra-f-cc-t2424330.html

[...]

 

Artikel lesen ...


14.03.2017 01:28    |    Trackback

Kommentiert auf: Opel Astra F:

 

Halterung am Stoßdämpfer hinten durchbrochen.

 

[...] dämpferdom.

Nur kaum noch zu bekommen...leider. ich dengel die teile selber, aber das kann nicht jeder.

Hier mal ne anleitung...

http://www.motor-talk.de/.../...omen-beispiel-astra-f-cc-t2424330.html

[...]

 

Artikel lesen ...


08.03.2018 13:28    |    Firebleider

@Trackback : Hi, ich habe momentan genau das gleiche Problem. Die Anleitung ist so ausführlich, dass ich mir das zutraue, aber die Beschaffung des Dämpferdoms ist sehr schwierig.

Hat jemand ne Ahnung wo ich den bestellen könnte (außer Schrottplätze abklappern) oder könnte das jemand dengeln?

Vielen Dank schonmal für die Antwort.


20.05.2018 16:32    |    claubert

Hallo,

wo bekomme ich das Domblech für einen Opel Astra


18.09.2018 08:38    |    TomDortmund

Hallo, wenn jemand eine Bezugquelle für Dombleche hat, würde ich mich über eine Info freuen.


Deine Antwort auf "Wechsel von Dämpferdomen (Beispiel Astra f CC)"

Wer sich hier so auskotzt...

S4ckr4tt3 S4ckr4tt3

CarAVan

Opel

 

Wer zuletzt sein Unwesen trieb...

  • anonym
  • omegaAnfaenger
  • Marcel17011998
  • steini111
  • -=TbMoD=-
  • hwd63
  • Schnubbi20
  • SteveUndDerAstra
  • PaulMuenster
  • C111