Thu Jan 30 21:26:53 CET 2014
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rpalmer
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Vento, VW
Ich mal wieder.
Heute fiel mir auf, dass ich ja noch eine Garage in der Nachbargemeinde gemietet habe und dort ein Fahrzeug parken habe. Steht dort schon seit Februar 2012, habe es bisher nur wenige Male gefahren. Es waren laut Spritmonitor 2.700km in der gesamten Zeit von Februar 2012 bis jetzt.
Es ist mal wieder ein Vento... den ich damals gekauft habe, weil man mir in den roten reingefahren ist und ich noch 8 Reifen, einige typische Verschleißteile wie Bremsscheiben, Zündkerzen oder auch einen Endschalldämpfer da hatte und das Zeug nicht wegwerfen wollte. Also wurde wieder das gleiche gekauft, um dort dann die Reifen runterzufahren und die Teile evtl. einzubauen.
Was kann ich zu dem Auto sagen? Nun ja im November 1995 erwarb den ein Herr in Mitteldeutschland und dieser schien das Auto sehr gemocht zu haben. Denn bis Ende des Besitzes im Jahr 2010 hat er nur 44.350km draufgefahren und Schnee oder Salz hat dieses Auto ebenso nie gesehen. Gewaschen wurde seit Erwerb nur von Hand und natürlich wurde der Service nur beim VW-Händler durchgeführt.
Lustige Intervalle sind das... die erste Inspektion nach 8.000km, danach bis '99 jährlich eine im 4tkm Abstand. Ab da schien sich was zu ändern, denn die nächste folgte 2002 mit 23.000km... Aber damit nicht genug... im Jahre 2000 wurde mit 19.834km eine Klimaanlage nachgerüstet und der Vollständigkeit halber noch eine Standheizung. Der Sinn erschließt sich mir nicht, im Winter wurde ja nicht gefahren. Was solls, man braucht es nicht, aber es beruhigt wohl ungemein
Irgendwann im Jahre 2010 schien die Zeit reif gewesen zu sein und das Auto wurde an den Sohn weitergegeben. Ab da wurde "etwas" mehr mit dem Auto gefahren (Jetzt statt 3.000km im Jahr eben 5.000) und es wurde weiterhin kräftig investiert. Tönungsfolie, 16er Alufelgen, ein Gewindefahrwerk, Sportauspuff, Schaltwegsverkürzung, eine auf Blau umgelötete Armaturenbeleuchtung, Endstufe und ein seltsamer Kühlergrill ohne VW-Emblem...
Die Services wurden fortan selber durchgeführt, der Winterbetrieb aufgenommen - doch die Arbeitsbedingungen änderten sich und ein Diesel wurde nötig. Dafür musste aber der Vento gehen. Der fand seinen Käufer... denn der war ich.
Also hatte ich nun einen 50.200km gelaufenen Vento 2.0l, aus 2. Hand und nirgends war auch nur ein Fitzelchen Rost zu entdecken. So leid es mir tat, aber die 350km Überführung musste ich auf einer extrem gesalzenen Autobahn abspulen, damals war immerhin wirklich Winter bei -15°C... Gleich am nächsten Tag wusch ich das Salz runter und verbaute den originalen Kühlergrill. Ebenso flog die Schaltwegsverkürzung raus, die ging mir auf die Nerven. Ich fuhr den Wagen drei Monate im Alltag, dann wurde der rote repariert und dieser hier ging in die Garage. Der TÜV wurde irgendwann fällig, weswegen ich den Zahnriemen tauschte (Der war einfach zu alt), vorne wurden neue Bremsschläuche fällig und das wars... ich fuhr hin und der ging ohne Mängel durch, mitsamt begeistertem Prüfer.
Tja... und was soll ich nun damit machen? Ich wollte das Auto verkaufen, was ich aber Schade fand, denn mit der Laufleistung gibt es kaum welche. Und wenn, dann sind es 75PS Versionen, gekröhnt von einer 4-Gang Automatik...
Einerseits denke ich darüber nach, den Wagen wieder komplett auf denSerienzustand zu bringen, würde ungefähr so aussehen und dann einfach warten bis er 30 Jahre alt ist. Aber andererseits... jemand anderes könnte den bestimmt gebrauchen.
Was würdet ihr tun?
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Mon Jan 20 20:52:56 CET 2014
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rpalmer
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023A, Alltagsklassiker, Exot, Malaga, Malga, Seat, Youngtimer
Tja, ich muss es wieder tun: Die Idee des Mitglieds Andi2011 für meine Zwecke nutzen. Aber dieser Wagen ist doch wohl recht selten anzutreffen, ich selber habe den im Herbst des letzten Jahres vorgefunden und gleich mal abgelichtet.
Worum geht es? Um einen Seat Malaga
Dieses Fahrzeug löste 1985 die Mittelklasselimousine Seat 131 ab. Wie bei vielen Seats aus dieser vor VAG-Ära half auch bei diesem Modell Fiat technisch mit. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Optik dem italienischen Bruder Fiat Regata etwas gleicht, wobei man sich auch am vorhandenen Kompaktmodell Seat Ronda bediente, denn von diesem entstammen die beiden Benzinantriebe: Ein 63PS starker 1,2l 4 Zylinder und ein 85PS starker 1,5l Benziner. Diese Motoren wurden damals von Porsche konstruiert, was man auch (stolz) auf dem Motor vermerkte.
Von Fiat wurde ein Diesel zugekauft, der aus 1,7l Hubraum turbobefreite 55PS erzeugte.
Der 1,5l Motor wurde später noch mit einer Einspritzanlage versehen, womit die Leistung auf 100PS anwuchs und für respektable Fahrleistungen verantwortlich war. Dazu kam auch eine reichhaltige Austattung bei den späteren Sondermodellen, die mit elektrischen Fensterhebern, Servolenkung, 5-Gang Getriebe, Zentralverriegelung, Leichtmetallfelgen, Wärmeschutzverglasung und Lederlenkrad als auch -schaltknauf für damalige Verhältnisse deutlich auftrumpfte. Die Qualität als auch die Rostresistenz dieses Fahrzeuges war aber eher bescheiden, weswegen diese Modellreihe relativ zügig auch wieder aus dem Straßenbild verschwand. 1991 wurde die Produktion eingestellte und der auf dem Jetta II basierende Toledo trat sein Nachfolge an.
Auf den Bildern sieht man ein spätes Modell des Malaga, es handelt sich hierbei um die 1,5l Version mit Einspritzung und 90PS, da diese Version mit Katalysator versehen ist. Die Leichtmetallräder und die Verspoilerung mitsamt roter Kriegsbemalung ist original und rein optisch schaut dieser Wagen noch sehr gut erhalten aus. Rost konnte ich nur in geringen Maßen am Schweller entdecken, was bei dem niedrigen fünfstelligen Kilometerstand auch nicht verwunderlich ist. Vermutlich noch aus erster Rentnerhand, was den niedrigen Km-Stand und die DIN-Schilder erklären kann...
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Fri Dec 20 15:46:58 CET 2013
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rpalmer
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Ärgernisse, Aufreger, Autobahn, Entspannt, fahren, Pendler, Routen, Strecken, Vielfahrer
Ein Morgen wie jeder anderer. Hunderte von Autos fahren über die morgendliche Autobahn, sie und ihre Fahrer bahnen sich ihren Weg zur Arbeit. Auch ich. Und es ist wirklich ein Morgen wie jeder anderer. Es sind immer wieder typische "Klassiker", mit denen anderen Kraftfahrer glänzen. Seien es Blinkverweigerer, welche der Auffassung unterliegen, es ginge andere nichts an wohin sie fahren wollen oder die andere Spezies, welche meint das Blinksignal ersetze das Kontrollieren auf gefährdungsfreie Spurwechsel.
Es sind Situationen die vermutlich jeder kennt, zumindest jeder des Öfteren auf der Autobahn fährt. Man regt sich darüber auf, man kann aber in der Summe nichts dagegen tun.
Heute Nachmittag, ich hatte früher Schluss, zeigte sich aber, wie sehr ein anderer Fahrstil den ganzen unnötigen Frust verhindern kann. Vor mir tauchte ein älteres, dunkel lackiertes Fahrzeug auf. Es fiel bereits vom Weiten durch seine eher schmale Bauform und die in Orange gehaltenen Rückleuchten auf. Heute ist ja alles nur ein großer Fleck, der mit albernen Leuchtgrafiken um Individualität bemüht ist. Ich näherte mich dem Fahrzeug und stellte fest, dass es sich um einen 325i der Baureihe e36 handelte. Wirklicher schöner Zustand, das Auto war sauber, der Lack glänzte und: Der BMW war unverbastelt. Kaum zu fassen. Ich wollte überholen, aber ich tat es nicht. Mir gefiel einfach das Design des Fahrzeuges, also ging ich vom Gas.
Und so fuhr ich hinter dem 3er, mit etwas über 100 km/h und merkte erst dann, welche Vorteile das bringt. Laster müssen nicht mehr in einem solch kurzen Intervall überholt werden, der Verbrauch ging auf 7,2l Gas pro 100km zurück, die Geräuschkulisse fiel etwas geringer aus – und: Mir fielen die anderen Autofahrer nicht mehr negativ auf. Das ganze Gebremse und Beschleunige auf den linken Spuren tangierte uns, die Fahrer von e36 und Vento, nicht im Geringsten. Wir fuhren einfach konstant, während der Rest an uns vorbeipreschte. Egal ob es mal wieder die Zeitgenossen waren, die bei dichtem Verkehr mal wieder die 200km/h Marke ausnutzen müssen, ob es diese sind, die einfach kurzfristig mit deutlich geringerer Geschwindigkeit herausziehen oder die mit dem Parkschein für die Mittelspur.
Die Kilometer vergingen, ich fuhr einfach entspannt dahin, erfreute mich an dem niedrigen Verbrauch - und war kaum länger unterwegs. Statt der üblichen 85 km/h Durchschnitt waren es jetzt eben nur 82 km/h. Das ist so marginal… wären da nicht die Experten, welche nicht wissen wie man auf eine Autobahn auffährt. Naja – es wäre auch viel zu ideal gewesen. Am Autobahnkreuz trennten sich dann unsere Wege, am Steuer des 325 saß ein jüngerer Mann, schätzungsweise Ende Zwanzig. Und ich muss es nochmal sagen: Der e36 ist ein wirklich schönes Auto (Wenn er Serie ist) |
Sun Oct 06 17:49:22 CEST 2013
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rpalmer
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Autoleben, erhalt, fahrweise, langes, Vento, VW
Hallo,
oft kriege ich persönliche Nachrichten geschickt, wo ich angesprochen werde, was ich denn gemacht habe, dass mein Hauptfahrzeug nach all den Jahren und Kilometern noch immer so gut dasteht. Mich überrascht das doch ein wenig, ich habe damit nichts besonderes gemacht.
Deswegen schreibe ich hier mal das kurz auf; aber das meiste sind Aspekte, die doch jeder kennt.
1. Motor im kalten Zustand möglichst schonen. Das sollte eigentlich essentiell sein, scheint aber doch vielen ziemlich egal zu sein. Solange er kalt ist, drehe ich den Motor nicht in hohe Drehzahlbereiche (Mehr als 3000 U/min vermeide ich) und fordere auch nicht zu hohe Last (Steigungen in einem hohem Gang hochfahren). Erst ab 60°C Öltemperatur lasse ich diese "Grenzen" fallen. (Öltemperatur ist nicht die Kühlmitteltemperatur!)
2. Kalt fahren: Das gilt für aufgeladene Motoren. Deswegen heiße Motoren noch ein, zwei Minuten im Leerlauf drehen lassen, das verringert die Gefahr von Ölverkohlungen im Turbo.
3. Serviceintervalle einhalten. Ich meine jetzt nicht damit, dass man die peinlich genau auf den Tag und/oder den Km einhält, aber man muss nicht unbedingt ein 15tkm Intervall auf 50tkm hinauszögern. Beachten sollte man, dass bei Fahrzeugen ohne flexible Intervallanzeige diese Angaben Richtwerte sind. Ein Fahrzeug, welches nur in der Kurzstrecke gefahren wird, sollte etwas kürzere Wechselintervalle haben, als jenes für Langstreckenfahrten. Wichtig sind aber die Wechselintervalle des Zahnriemens, der Riss hat oftmals fatale Auswirkungen.
Sicht- und Funktionskontrollen (Die eigentliche Inspektion) sind wichtig, da man so viele mögliche Defekte und Pannen im Voraus erkennen kann. Die regelmäßige Ölstandsmessung sollte ebenso erwähnt sein, wenn ich ein Fahrzeug übernehme so schaue ich alle 1000km nach dem Öl und dehne dann den Turnus entsprechend dem Verbrauch aus. Reifendruck ebenso regelmäßig prüfen, füllt ruhig auf die Angaben für beladene Fahrzeuge, das spart Sprit.
4. Eine scharfe Fahrweise schadet, so z.B. sehr schnelles Anfahren, hohe Drehzahlen, mit hohen Geschwindigkeiten über Hindernisse und Straßenschäden; alles sorgt für höhere Belastung und somit frühzeitigem Verschleiß. Dauerhaft Vmax ist übrigens auch mehr Belastung, optimal ist meist ca. 2/3 der möglichen Höchstgeschwindigkeit.
5. Kurzstrecken vermeiden. Der Motor erreicht nicht die nötige Temperatur, somit setzen sich im Öl Kondensate ab, was zu Lasten auf dessen Schmierfähigkeit geht. Ebenso in der "zu kalten" Abgasanlage, womit diese frühzeitig durchrostet. Also entweder sein lassen, oder eben die Intervalle anpassen (Siehe Punkt 3) und das Auto immer wieder mal auf längere Touren fahren.
6. Fahrzeugpflege: Sie dient in erster Linie dem Erhalt der schönen Optik. Wer noch über viele Jahre hinweg Freude an seinem Lack haben will, der sollte das Auto möglichst von Hand waschen und nicht in der Waschstraße. Vogelkot, angetrocknete Insekten, Baumharz etc. sollte man, wenn die Möglichkeit besteht, sofort abwaschen, da diese sehr aggressiv sind. Eine Versieglung (Ich nehme sehr gern 1z Hartglanz) oder ein Wachs (Dort favorisiere ich das Meguiars No. 16) schützen zusätzlich vor Umwelteinflüssen und steigern den Glanz. Für letzteres ist aber vor allem die Vorarbeit entscheidend, sprich eine Politur. Über die Jahre hinweg setzt ich immer Meguiars Ultimate Compound ein, mit der kann man auch von Hand gute Ergebnisse erreichen.
7. Kontrolle und Ergänzung des Korrosionsschutzes. Wer die Kosten bzw. die Mühe nicht scheut, der sollte die Hohlräume konservieren lassen. Empfehlen kann ich hier Mike Sanders Korrosionsschutzfett, es mit das Beste was es gibt. Wichtig ist aber auch, dass der Schutzanstrich am Unterboden vor und nach dem Winter überprüft wird. Rostige stellen, welche ich nicht komplett abschleifen kann werden 2-3x im Jahr mit Leinölfirnis bestrichen. Das durchdringt den Rost und stoppt diesen, muss aber immer wieder wiederholt werden. Als Alternative sei auch FluidFilm genannt. Alle zwei bis drei Jahre lasse ich den Unterboden und die Radhäuser mit transparenten Wachs versiegeln, das schützt vor dem aggressiven Salz.
Unterbodenwäschen in der Waschstraße würde ich sein lassen, da durch den hohen Druck das Salz noch weiter in die Fugen gedrückt wird. Ab und zu Unterboden und Radhäuser mit klarem, möglichst warmen, Wasser ausspülen reicht.
Informiert euch auch über versteckte Drecksnester, diese sollte man auch einmal im Jahr mal auswaschen. Beispiele z.B. die Innenkante der Radläufe, Endspitzen der Schweller, hinter Radhausschalen, Türkanten etc..
8. Nasse Autos nicht in der Garage parken. Warum? Die meisten Garagen sind schlecht belüftet, so dass die Luft dort mit der Feuchtigkeit angereichert wird. Ist also eher kontraproduktiv für das Blech.
9. Hinhören. Was meine ich damit? Viele Schäden künden sich schon vorher bemerkbar an. Brummende Radlager, polternde ausgeschlagene Fahrwerkslager, laute überalterte harte Reifen, quietschende nachlassende Riemenspannung usw.
10. Informiert euch; z.B. in den Fachforen von Motortalk. Dort gibt es immer die "Experten" die weitere Tipps parat haben und um die neuralgischen Stellen Bescheid wissen. |
Sun Jun 09 18:08:42 CEST 2013
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rpalmer
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1, Accord, Honda, Japaner, Klassiker, Oldtimer, selten, vintage, Youngtimer
Ich möchte hier keineswegs Andi2011 das Wasser abgraben oder seine Idee für mich nutzen. Vielmehr wollte ich nur diesen seltenen Klassiker aus Fernost hier zeigen, da man den wohl so schnell nicht mehr antreffen wird; ja selbst auf den speziellen Oldtimer-Messen habe ich dieses Fahrzeug nie gesehen, auch nicht auf dem Besucherparkplatz.
Was ist das überhaupt für eines? Nun, es handelt sich um einen Honda Accord der ersten Generation, welche im Mai 1976 dem Weltmarkt präsentiert wurde. Anfangs gab es nur die gezeigte Schrägheck-Version, welche auf der Plattform des Civic basierte. Zum nächsten Modelljahr '77 wurde die klassische Stufenheck-Variante angeboten, die 22cm länger ausfiel.
Obwohl seinerzeit es japanische Automobile in Deutschland schwer hatten, soll diese erste Generation des Accord ein Erfolg in den USA und Europa gewesen sein. Antriebstechnisch stand zumindest für den europäischen Markt nicht viel zur Auswahl, es gab nur den 1,6l 4-Zylinder Benziner mit, für die 70er, stattlichen 80 PS. Selbiges Aggregat wurde auch auf dem Heimmarkt und in den USA angeboten, allerdings gab es dort auch noch ein 90PS Triebwerk, welche wahlweise aus 1,8 Litern Hubraum (USA, Japan) oder 1,6l (Japan) generiert wurden.
Auf Wunsch war auch eine Automatikversion erhältlich, anfangs zweistufig, später dreistufig. Nach 5 Jahren Marktpräsenz lief 1981 schließlich die Produktion aus.
Der Zustand des Wagens war nach erster Einschätzung recht ordentlich, meiner Meinung wurde dieses Fahrzeug vor nicht allzu langer Zeit restauriert. Bis auf die sich lösenden Gummieinlage in den Stoßfängern und die Rostflecken auf den Felgen gab es keine Fehlstellen zu erblicken. Auch der Innenraum präsentierte sich auf dem flüchtigen Blick in einem passablen Zustand, es war keinerlei Zubehör darin vorhanden, ja selbst ein Radio fehlte. (Oder es ist versteckt?) |
Fri Jan 11 17:33:39 CET 2013
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rpalmer
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9-3, Exot, Saab, Trollhättan, YS3F, Z19DTH
Hallo Blogleser,
es war mal langsam Zeit für etwas Neues im Alltag. Lange überlegte ich was man erwerben soll; viele Autos wurden probegefahren und angeschaut, von Alfa über Subaru, es war alles mögliche dabei aus der Mittelklasse.
Nun ja, der Saab 9-3 gefiel dabei am besten; zum einen ein eher seltenes Automobil, aber mit viel Platz und niedrigen Anschaffungskosten. (Was wohl durch die Insolvenz der Marke bedingt war). Lange suchte ich nach einer Limousine, möglichst schon die mittlere Ausstattungslinie Vector und in einer dunklen Lackierung. Leider fand sich nichts passendes, bis ich in der Nähe auf einen Kombi stieß, welcher beim Vertragshändler zum Verkauf stand. Bei der Besichtigung konnte ich ein quasi neues Autos bewundern, die Lackierung war einwandfrei, kein Kratzer, kein Steinschlag, keine Dellen; nicht eine Spur des Gebrauchs zu erkennen.
Im Innenraum bestand der gute Eindruck weiter fort; der Vorbesitzer schien wirklich sorgfältig mit dem Auto umgegangen zu sein. Ich kenne Autos, welche gerade mal eineinhalb Jahre hinter sich haben, aber aussehen, als seien sie schon 10 Jahre alt, weil man die Gurtzunge immer gegen die Verkleidung knallen lässt, die Füße nicht über den Schweller hebt, sondern drüberschabt; Türen ohne Rücksicht gegen irgendwelche Hindernisse anschlägt usw..
Schnell einigte ich mich mit dem Verkäufer über den Kauf, ein wenig Preisnachlass und ein Satz Winterräder war noch drin, ebenso eine Inspektion mitsamt neuer Hauptuntersuchung.
Fortan bin ich Besitzer eines "fusionsblauen" Saab 9-3 Sportkombi, motorisiert mit dem Z19DTH, einem Diesel-Motor der in zahlreichen GM-Derrivaten sein Tun verrichtet (Ebenso Fiat/Lancia Modellen) (1,9l 110kW/150PS).
Der Vorbesitzer erwarb wohl einer der letzten 9-3, denn dieser hier verließ im Frühjahr 2010 das schwedische Trollhättan. Soweit ich weiß gab es noch einen Produktionsanlauf, bei dem sogar ein zweites Facelift durchgeführt wurde; doch diese Fahrzeuge habe ich bisher in keiner Verkaufsanzeige gesehen; nur im Prospekt.
Der Fahrkomfort in dem Wagen überzeugt, die Sitze sind äußert bequem, bieten einen guten Seitenhalt und sind auch für große Personen komfortabel. Die Verarbeitung würde ich als sehr gut bezeichnen, alles ist sauber eingepasst, nichts knarzt oder klappert; der Boden ist selbst im Kofferraum mit feinem Velours ausgelegt, welches eine schnelle Reinigung erlaubt.
Auffallend sind natürlich die Eigenarten eines Saabs, so die drei Waschdüsen, der Lichtdrehschalter, welcher gegen den Uhrzeigersinn betätigt wird, das mittige Zündschloss, die "optisch versteckte" Handbremse und die "Nightpanel"-Funktion. Mit dieser schaltet sich die komplette Illumination des Armaturenbrettes ab, nur der Tacho wird beleuchtet. Sehr angenehm bei längeren Nachtfahrten. dinge an die man sich erst gewöhnen muss, in der erste Woche griff ich oft unters Lenkrad, als den Wagen anlassen wollte. Mittlerweile ist es so, dass ich im Vento den Schlüssel immer in die Mittelkonsole stecken will... :-D
Meiner Meinung nach ist der Saab 9-3 ein wirklich gutes Auto, mir macht es große Freude mit dem Wagen zu fahren! Ich bin gespannt ob dieser mich auch knapp 20 Jahre begleiten wird; wünschen würde ich es mir |
Wed Dec 26 16:34:06 CET 2012
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rpalmer
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Fernsehen, Freizeit, Programm, TV, Unterhaltung
Unterhaltung?
Ohne Fernseher...
...das geht auch. Mitten beim gelangweilten Durchzappen der schier unermesslichen Programme hatte das Gerät wohl aus Selbstschutz reagiert und veranlasste die Sicherung auszulösen. "Hats geraucht und gestunken... wars sicherlich von Telefunken". Das war vor zwei Wochen. Erstaunlicherweise vermisse ich das Fernsehen nicht.
Woran liegt es? Für mich, muss das Programm Unterhaltung bieten oder eben Informationen, damit das "aktionsfreie" Sitzen vorm Kasten erträglich oder gar spannend ist. Leider bietet das Groß des Programms dieses eben nicht. Schaue ich mir den Programmteil der Zeitung durch, so stelle ich fest, dass die Nachmittage zugestopft sind mit "Doku-Soaps", bei denen die Berufe der Sozialarbeiter, Richter, Detektive, Innenarchitekten, Anwälte, Tierpfleger sowie irgendwelche Existenzen verzweifelt für Unterhaltung genutzt werden. Wem das nicht zusagt, der kann umschalten und sich mit äußert geringen finanziellem Aufwand hergestellte Serien über Rettungsflieger, Kommissare, Liebestolle und Angeklagte ansehen. Wenigstens hatte die örtliche Theater-AG etwas zu tun. Andere bekochen sich gegenseitig und offenbaren ihr peinliches Verhalten für hunderttausende Zuschauer bei einem "Perfekten Dinner". Oder es wird eben von professionelle Köchen zubereitet und von zweifelhaften Jurys aufgefuttert, bewertet und niedergemacht. Schreitet die Uhrzeit weiter voran versorgen tolle Magazine wie "Taff", "Explosiv", "Exclusiv", "Prominent" die Menschen mit Bildern, Kommentaren und Erkenntnissen, die die Welt nicht braucht.
Schlussendlich ist die "Prime Time" angesagt, welche durch Casting-Shows und weitere Doku-Soaps glänzt. Unendlich gesucht wird offenbar in Deutschland, von Supermodels, über Sänger bis hin zu Löffelverbiegern. Für alles scheint es Bedarf zu geben.
Ich könnte ewig so weitermachen, bringen wird es wohl nichts. Ihr alle kennt ja vermutlich das Programm. Was ich vielleicht vermisse, das sind ein paar Spielfilme. Doch die sind auf den privaten Sendern mit Werbung durchsetzt und auf den ÖR-Programmen immer zu den unmöglichsten Nachtzeiten zu sehen. Doch brauch ich dafür den Fernseher? Das kann die DVB-S Karte im PC ebenso empfangen und auch gleich aufzeichnen; Nachrichten und Informationen kann ich ebenso gut meiner Zeitung und dem Internet entnehmen. Mein Musikgeschmack ist im kostenlosen Fernsehprogramm überhaupt nicht vertreten und die interessanten Berichte /Reportagen von Arte, Phönix und 3sat kann ich ebenso über die Onlineportale dieser Sender aufrufen.
Für was also die Schrankwand zustellen? |
Tue Nov 27 20:56:22 CET 2012
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rpalmer
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Reisen, Roadtrip, Urlaub, USA
Neulich traf ich beim Durchstöbern des Internets auf ein amerikanisches VW-Forum. Das mag ja nichts besonderes sein, allerdings gefiel mir der Reisebricht des Users "LG6R".
Dieser unternahm schon drei Riesenfahrten durch die USA, hat dabei zahlreiche Bilder geschossen und dazu interessante Berichte verfasst. Ich dachte mir "Mensch, das ist schön, dass sollten auch andere sehen" und will euch deswegen den Link zu seinem 2011er Roadtrip einstellen, vielleicht gefällt euch dieser genauso gut wie mir.
So ein hübsches Auto wie er habe ich auch, sogar in der Farbe
(Für Interessierte: 2009er Wintertrip und 2009er Sommertrip vom selben Herren |
Fri Oct 05 19:26:25 CEST 2012
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rpalmer
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1H, BRC, Flüssiggas, Gas, Just, LPG, Vento, Venturi, VW
Es gibt Neues vom mir und meinen lahmen Opa-Autos. Das Experiment mit dem 1000€-Gebrauchtwagen geht weiter, obwohl es schon zwei tiefe Einschnitte gab, einmal das demolierte Heck mit anschließender Fahrerflucht und kaum danach, der schwere Frontcrash, welcher eine ziemlich aufwendige Reparatur zur Folge hatte.
Da ich jetzt jeden Tag gute 45km zu fahren habe (Und die auch wieder zurück, also 90km) war ich am überlegen, wie ich dies am günstigsten tun könnte, ich brauch das Geld für andere Zwecke
Zuerst wollte ich mir einen Diesel zulegen, aber da muss ich mich von einem meiner Wägen trennen und wieder ein anderes anschaffen… nee, keine Lust darauf. Was kann man noch tun? Mit Ethanol fahren. Naja spart zwar, aber nicht viel, schließlich ist die Tankstelle 20km entfernt. Das lohnt sich nicht wirklich. Und jedes zweite Mal aus dem Kanister tanken nervt auch.
Also wurde der Autogas-Umbau in Erwägung gezogen. Das ist (noch) recht preisgünstig, ungefähr 79ct sind für den Liter zu entrichten. Informiert und ein bisschen eingelesen, der simple 1,8l Motor kommt bestens zurecht und es bedarf keiner komplexen Technik, eine so genannte Venturi-Anlage verrichtet hier zuverlässig ihre Dienste in tausenden von ähnlichen Motoren.
Ich entschied mich für einen Radmuldentank, genauer gesagt einen mit 48Liter Inhalt (600x225mm), da ich den Kofferraum so brauche wie er ist. Dieser fasst nicht wirklich 48 Liter, aus Sicherheitsgründen (Das Gas dehnt sich ja mit den steigenden Temperaturen aus) werden nur 80% der Kapazität ausgenutzt, doch dies reicht für mich immer noch eine Woche aus
Der Tankanschluss wurde „versteckt“ verbaut, also weder Bohrungen in die Stoßstange oder gar in das Seitenteil. Das gefällt mir einfach aus ästhetischen Gründen nicht. Ergo ist dieser neben den originalen Tankstutzen verbaut, das ist meiner Meinung nach die beste Lösung.
Der Rest der Anlage fand im Motorraum seinen Platz, der Verdampfer neben der Batterie und das Steuergerät unterhalb des Ausgleichbehälters. Beide stören in keiner Weise das Arbeiten am Triebwerk, es ist immer noch ziemlich luftig unter der Haube.
Für meinen Teil bin ich sehr zufrieden mit dem Verbau und der Einstellung, der Motor läuft nach wie vor wie eine Eins, sei es auf Benzin oder Gas. Auf meiner täglichen Route komme ich mit 7,7l Gas auf 100km aus; diese kosten mich somit 6,10€. Ein Benzinauto müsste somit einen Verbrauch von 3,8l/100km haben, ein Diesel 4,1l/100km. Klar gibt es Fahrzeuge die dies schaffen, nur muss man auch noch die Anschaffungskosten berücksichtigen. (Mein Umbau bleif sich total auf nicht einmal 900€)
Inzwischen ist die Anlage abgenommen worden, es gab daran nichts zu kritisieren. Morgen lasse ich noch die Zulassungspapiere anpassen und damit ist dann alles rechtgemäß unter Dach und Fach.
Ich muss sagen, es ist zwar ein altes Auto, welches nicht gerade eine Schönheit darstellt, doch dafür absolut günstig zu unterhalten ist; sei es von den Fixkosten her oder von (im Alter leider notwendigen) Reparaturen.
Mal sehen wie lange sich der „Billig-Vento“ bzw. „Gute Gebrauchte“ sich halten wird. Ich bin gespannt, derzeit hat er über 16 Jahre und mehr als 133.000km hinter sich |
Fri Jul 20 17:32:59 CEST 2012
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rpalmer
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Erfahrungen, Erfahrungsaustausch, Korrosion, Korrosionsschutz, Oldtimer, Rost, Rostschutz, Youngtimer
Wer ältere Fahrzeuge bewegt, der wird sich irgendwann auch mit dem Thema Rostbeseitigung auseinandersetzen müssen. Ich habe im Laufe der Jahre unterschiedliche Methoden angewandt um diesen zu Leibe zu rücken, mit unterschiedlichem Erfolg. Daher möchte ich nun ein wenig von meinen Erfahrungen berichten, ihr dann von euren, so kann ein durchaus interessanter Austausch stattfinden und der ein oder andere kann eventuell sein Wissen erweitern
Bei jeder Anwendung wurde der Rost so gut wie es geht mechanisch entfernt (CSD Scheibe und Schleifstein), anschließend wurde nach Herstellervorgabe verarbeitet.
BOB Rostschutz (bestehend aus BOB Rostversieglung (Bob 1) und Rostschutzgrundierung (Bob 2))
BOB ist kein Rostumwandler, sondern versucht den Rost luftdicht einzukapseln um diesen zu stoppen. Dazu verdrängt das Mittel die Restfeuchte aus der Korrosion und muss anschließend mit der Grundierung geschützt werden, da sonst kein Schutz gewährleistet wird.
Ich habe die BOB Serie an mehreren Stellen meines Fahrzeuges (VW Vento) angewandt: - Kofferraumdeckel (2006): Bis jetzt keine erneute Korrosion - Türen, rund um die Kanten für den Türfeststeller (2008): Keine erneute Korrosion - Schweller/Einstieg unter der Fuge der Türdichtung (2008): Keine erneute Korrosion - Heckblech an meinem 2. Vento (2011): Keine erneute Korrosion Beide Wägen werden ganzjährig eingesetzt!
+ Schnell zu verarbeiten, die Versieglung kann nach 60min grundiert werden; die Grundierung nach 2h + Guter Rostschutz, auch Stiftung Warentest bescheinigt „Sehr Gut“ (11/87 u. 9/93) + Recht preisgünstig - Grundierung beim Streichen sehr dick - Pinsel trotz gründlichem Auswaschen der Versieglung unbrauchbar geworden - Produkt muss absolut dicht verschlossen werden, ansonsten innerhalb weniger Monate unbrauchbar
Lesonal R46 (Zinkchromathaltige Grundierung)
R46 ist eine klassische Rostschutzgrundierung, die aber auf maschinell entrosteten Blech (D.h. vorhandener Porenrost) aufgetragen werden kann. Ich habe dieses Produkt an meinem verblichenen Fiesta MkI angewandt, rund um die rostigen Radläufe. In den zwei Jahren geschah nichts; später entdeckte ich die Dose nach Jahre des Vergessens und behandelte die Schwellerköpfe (2010) meines Ventos. Anschließend wurde dünn Wachsunterbodenschutz aufgetragen. Diese sind bis heute rostfrei, wurden aber vorher durch Pelox RE entrostet. Das Produkt ist aber nicht mehr erhältlich, daher erspare ich mir eine Bewertung.
Hammerite Metallschutzlack (Grundierung und Lack in einem)
Hat am Auto eigentlich nichts verloren, weil es aushärten soll und somit sich Harrrisse bilden, durch die dann wieder Feuchtigkeit eindringen kann.
Ich habe damit 2010 die Bremstrommeln meines Fahrzeuges nach grober Handentrostung gestrichen, nach den zwei Jahren hat sich noch nicht viel getan, außer dass der Lack an einigen Stellen wieder abgeplatzt ist, da dort die Felgen anliegen. Auf den Bremssattel habe ich es noch nicht aufgetragen, mich würde da interessieren wie es mit der Hitzebeständigkeit ausschaut.
- Teuer + Kombiprodukt, man braucht keinen Decklack aufzutragen
Brantho Korrux Nitrofest Rostschutzgrundierung
Laut dem Hersteller braucht man mit dieser Grundierung keinen Rostumwandler mehr, grob entrosten reicht, den Nitrofest saugt den alten rost in sich auf und versiegelt diesen dauerhaft. Ich habe das geglaubt und die abgeschliffene Unterbodenseite vom Schweller damit gestrichen, anschließend wurde dünn Unterbodenschutz aufgepinselt.
Resultat: Nach einem Jahr war wieder Rost zu sehen, es hatte die Grundierung durchdrungen und löst den Unterbodenschutz an. War wohl doch nichts mit der Roststoppenden Wirkung.
Allerdings habe ich den gründlich entrosteten Rahmen meines Motorrollers damit grundiert. Nach der Austrocknung hatte ich einen sehr widerstandsfähigen Oberflächenbezug, der auch Hammerschläge ohne Schäden überstand.
+ Als Grundierung auf rostfreiem Blech gut zu gebrauchen + Schnell grifftrocken (Ca. 30min) - Als Roststopper ungeeignet - Teuer
VW Korrosionsschutzlackierung Wird explizit nur für rostfreie und neue Bleche empfohlen. Mit 15€ ist sie zudem auch nicht preiswert, ist nun mal der Aufschlag für originale Lacke und Farben. Ich habe damit die Innenseiten von den neuen Kotflügeln grundiert, die Bohrlöcher in der Heckklappe nach der Spoilernachrüstung und auch am Unterboden, als ich mit dem Wagenheber abgerutscht bin. Es trocknet sehr schnell und ist somit schnell überzulackieren. Die Rostschutzwirkung ist sehr gut, an keiner der Stellen ist Korrosion vorhanden. (Uboden: 2007, Heckklappe: 2009, ebenso die Kotflügel)
+ Schnelle Trocknung (15 Min) + Guter Rostschutz auf neuen/rostfreien Blechen - Sehr teuer (15€ (2007))
FluidFilm (Daueraktiver Rostschutz)
FF ist seit Jahren im Schiffsbau bekannt und dient hauptsächlich zur Konservierung von Hohlräumen. Es kann aber auch als Konservierung am Unterboden eingesetzt werden, da es den Rost durchdringt und konserviert. Es muss allerdings von Zeit zu Zeit wieder aufgefrischt werden (Erneute Anwendung) da es mit der Zeit abgewaschen wird.
Ich habe damit im Winter 2010 den Unterboden meines 2. Ventos bepinselt/eingesprüht, auch bereits rostige Stellen wurden damit behandelt. Ich musste zwar nach 2 Monaten die Anwendung wiederholen, doch das Mittel tat was tun soll, es verhinderte den Ansatz von erneuter Korrosion und die Roststelle am Längsträger breitete sich nicht weiter aus.
+ Gute Roststopperwirkung + Ergiebiges Produkt, die 1L Dose reichte für eine zweimalige Behandlung des Unterbodens - Sehr prägnanter Geruch (Fahrzeug muss gründlich gelüftet werden, wenn es im Innenraum angewandt wird)
Owatrol Öl: Soll eine ähnliche Wirkung wie FluidFilm haben, basiert auf Leinölfirnis. Ich habe damit noch keine Erfahrung, ich will es demnächst ausprobieren. Man kann es aber auch Brantho Korrux nitrofest beimengen, dadurch lässt sich diese leichter streichen und hat bessere Roststoppereigenschaften.
Fertan Rostumwandler
Fertan wirkt chemisch und zersetzt zunächst den Rost, um anschließend eine leicht schützende Schicht zu hinterlassen. Es scheint von der Wirkung her die Leute zu polarisieren, manche schwören darauf, andere sehen es als völlig wirkungslos an.
Wer sich strikt an die Verarbeitungshinweise hält (Gründlich abschleifen, anschließend entfetten, zweimaliger Anstrich, gründliches Abwaschen, langes Einwirken (24h, danach nochmalige Anwendung, also 48h res.) UND diese Schicht dann grundiert) kann damit durchaus dem Porenrost zu Leibe rücken. Ich habe wohl einen Fehler bei der Verarbeitung gemacht, denn nach 2 Jahren brach der Rost durch die Grundierung durch. Vllt. war aber auch der Rost bereits zu stark. Wie auch immer, die Stelle ist nun durch ein Neuteil ersetzt.
- Aufwändige Verarbeitung - Lange Einwirkzeit + Bei richtiger Anwendung gute Schutzwirkung (?) + Empfohlen von Motorklassik 12/86, 1/87 und 1/88
Teroson Wachsunterbodenschutzspray Wurde von mir stets als abschließende Schicht auf den Unterboden aufgetragen. Es ist dauerhaft elastisch und lange klebrig, erst durch den anhaftenden Staub und Schmutz verliert sich diese Wirkung. Für Flächen außerhalb des Schleuderbereiches ist die Abriebfestigkeit ausreichend, im Schleuderbereich ist es allerdings zu schnell abgetragen. Das liebt aber vermutlich auch daran, dass man mit der Dose nicht so dicke Schichtstärken hinbekommt.
Teroson Terotex Unterbodenschutz Ist nicht bitumenhaltig, sondern basiert auf Kautschuk. In den 4 Jahren am Schwellerkopf ist nicht ausgehärtet, ich bin gespannt wann ich die ersten Risse sehen werden. Es ist nach der Durchtrocknung fasr hart, nur noch eine geringe „Weiche“ ist vorhanden; dafür ist es aber sehr widerstandsfähig und hält auch Wagenheber ohne Schutzholz/Schutzgummi aus.
Elaskon Agro Ist ein Schutzwachs dass zur temporären Anwendung gedacht ist, also z.B. um Chromteile im Winter zu schützen oder um blanke Blech zu schützen. Ich trage es immer wieder (Ca. alle 6 Monate) als zusätzlichen Schutz in den hinteren Radhäusern auf. Es ist gegen die winterliche Salzwassermischung sehr gut beständig, es hielt den gesamten Winter durch.
Pelox RE Rostentferner
Pelox wirkt ganz anders als die anderen vorgestellten Mittel, denn als entfernt den Rost vollständig, man hat also quasi neues Blech hinterher. Man entrostet soweit wie möglich, um die Zahl der Anwendungen zu verringern. Anschließed trägt man Pelox satt auf, durch die leichte Dickflüssigkeit klappt dies auch an fast senkrechten Flächen. Nach etwa 4h schleift man mit einer Handdrathbürste die Schicht ab und trägt erneut Pelox auf; gute 6-7 Anwendungen waren bei mir meistens nötig. Hinterher ist ein gründliches Abwaschen mit Seifenwasser nötig, da die darin enthaltene Phosporsäure ansonsten das Blech angreifen kann).
+ Entfernt den rost vollständig - Sehr aufwändige Verarbeitung - Zeitintensiv - Teuer (1L ca. 35€)
Von Hacki81 auf Motor-Talk kam der Tipp, dass man mit 85%iger Phosporsäure dieselbe Wirkung erzielt.
TimeMax Color Daueraktiver Unterbodenschutz
Das neuste Zaubermittel in meinem Fundus. Ich habe es noch nicht getestet. Es enthält Leinölfirnis und bedarf keiner Grundierung, einfach auf das soweit wie möglich entrostete Blech auftragen, dabei die erste Schicht kräftig mit dem Pinsel einarbeiten, die darauf folgenden können gespritzt werden. Ich bin gespannt… |
So ging es weiter bis eben das Auto einen neuen Halter fand.

; Europa hat auch schöne Flecken... warum unternehme ich nicht sowas?
Ich bin stark am Überlegen soetwas 2013 durchzuführen

Sun Apr 06 20:10:38 CEST 2014 |
rpalmer
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Kommentare (16)
| Stichworte:
E2, Exot, Opel, Rekord, selten, Youngtimer
Ein Hallo an die Leser von diesem Artikel
Hier steht diesmal der Opel Rekord im Fokus. Den älteren Semestern dürfte diese Modellbezeichnung bekannt sein, war er schließlich doch jahrzehntelang einer der erfolgreichsten Modelle aus dem Hause Opel und genauso alltäglich auf den Straßen seinerzeit wie heute der "Nachfolger" Insignia.
Der Name Rekord für Automodelle wurde erstmals 1953 eingeführt, dort allerdings noch in Verbindung mit "Olympia". Es folgten sieben weitere Generationen, hier wird die letzte, "E" genannte vorgestellt. Mit der Produktion des Omega ab 1986 verschwand dieser langjährige Modellname aus dem Opel-Programm, selbes Schicksal ereilte auch den Omega, der ja keinen wirklichen Nachfolger hat.
Heute sind schon Omega A selten zu sehen, beim Rekord sieht es noch schlechter aus. Die Modellreihe ist trotz ihren damaligen Erfolgs aus dem alltäglichen Straßenbild komplett verschwunden - das Alter und seine Folgen wird dazu seinen Beitrag geleistet haben - wie auch die fehlende "Begeisterungsfähigkeit" für dieses Auto.
Nun, zumindest ich sehe noch regelmäßig einen Rekord E, genauer gesagt E2 (Damit wird das Facelift zum Modelljahr '82 bezeichnet). Dieser gehört einem Mittfünfziger welcher dieses Auto wie eh und je im Alltag nutzt. Der pergamentfarbene GLS hat sogar einen geregelten Katalysator an Bord, welcher nicht nachgerüstet, sondern ab Werk verbaut wurde! Dies engte allerdings die damaligen Kombinationsmöglichkeiten ein, wer den Katalysator wollte, dem blieb nur 100PS starke 1,8l Vierzylinder als Antrieb übrig. Für damalige Verhältnisse durchaus nicht langsam, Spitze sind etwa 178 km/h drin.
Die opulente GLS-Ausführung stellt sich bereits im Exterieur mit Kreuzspeichen-Alufelgen, umlaufender Chromverzierung und Metallic-Lackierung elegant dar, im Interior setzt sich der Anspruch mit Lederlenkrad, feiner Velourspolsterung, Schiebedach und zeitgenössischen SC203 Radio fort. Zentralverriegelung und Servolenkung waren ebenso serienmäßig dabei wie auch die Höhenverstellung für den Fahrersitz.
Das Auto selbst macht für sein Alter (29 Jahre !) einen recht guten Eindruck, Rost ist ein wenig an den Schleuderbereichen vorhanden, aber nicht tragisch, hier und da ein paar Kratzer oder Dellen und die Lackierung selbst wirkt durch den Dreck etwas stumpf; was sich aber durch eine gründliche Wäsche mit anschließender maschineller Politur beheben ließe. Auf den Bildern nicht zu sehen ist allerdings der mit Klebeband reparierte rechte Außenspiegel. Wahrscheinlich eine schnelle Notreparatur oder einer aufwändigen Ersatzteilsuche geschuldet.