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09.02.2020 15:00    |    rogertennis2    |    Kommentare (7)

09.02.2020

 

Volkswagen entwickelt sich immer mehr weg vom Volk

 

Bis 1985 waren noch VW-Käfer ab Werk mit notwendigen Extras für 7.000 DM bzw. 3.500 € zu erwerben. Wichtige Extras damals, wie heizbare Heckscheibe, Breitreifen, Radio, rechter Außenspiegel, Kopfstützen, ggf. Sicherheitsgurte, Klimaanlage, Rammschutz, Front- und Heckscheibenwischer mit Intervallschaltung usw. mussten bei Bedarf zusätzlich bestellt werden. Für diesen Preis hatte man ein komplettes, zuverlässiges Auto mit geringen Wartungskosten um von nach A und B zu kommen oder auch mal in den Urlaub zu fahren. Auch beim Wiederverkauf konnte man als Werksangehöriger nach 1-2 Jahren noch bis 15 % Gewinn vom Kaufpreis machen. Mit dem Golf 1975 stiegen die Preise kräftig an. Die Golf-Preise begannen bei 10.000 DM bzw. 5.000 € und stiegen bis heute um das 5-fache auf über 25.000 €. Darüber hinaus wird den Kunden heute für viel Schnickschnack Geld aus der Tasche gezogen. Bei bestimmten Modellen sind bereits Ausstattungspakete enthalten, die der Kunde nicht haben will, aber dennoch teuer bezahlen muss. Diese Verkaufsstrategie hat sich vom Kunden wegentwickelt. Je teurer das Auto, desto höher die Rendite. Die Qualität blieb bei den fortlaufenden Produktionssteigerungen auf der Strecke. Eine kostenträchtige Rückholaktion mit Millionen Autos jagte in den vergangenen Jahren die nächste. Der Gipfel war das Abgasverbrechen an über 11 Mio. Fahrzeugen des VW-Konzerns, das mit über 40 Milliarden € den Konzern belastete und noch weiter viele Jahre andauern wird. Trotzdem werden weiter hohe Löhne, exorbitant hohe Vorstandsgehälter, Bonis und Ruhestandsgelder gezahlt, die auf die Preise aufgeschlagen werden. Diese Gelder müssen von tausenden Bandarbeitern durch schnellere Taktzeiten erst verdient werden. Viele VW-Kunden sind bereits wegen der kriminellen VW-Führung schon abgesprungen. Andere Autobauer bieten fast gleichwertige Fahrzeuge für die Hälfte an. Den Duster von Dacia mit auskömmlichen Extras gibt es bereits für unter 15.000 €. Bei der VW-E-Mobilität sieht es ähnlich aus. Weil der Betrieb des Smartphones vom Fahrer während der Fahrt verboten ist, machte VW jetzt die neue Fahrzeuggeneration selbst zum Smartphone auf Rädern. Völlig am Volk vorbei, nur um Gewinnmaximierung zu betreiben. Die dafür gebrauchten E-Equipments sind Cent-Artikel, die aber den Kunden teuer verkauft werden. Der jetzt im Sommer zum Verkauf stehende vollelektrische ID.3 fängt bei über 30.000 € an. VW-Aufsichtsratschef Pötsch prognostizierte, abgehoben vom Volk, bereits vor Monaten, dass sich bald Gering- und Mittelverdiener keinen VW mehr leisten können. Um bei der englischen VW-Dienstsprache zu bleiben, wäre heute statt "Volkswagen" die Bezeichnung „UCC“ wie „Upper Class Car“ zutreffender.

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08.02.2020 14:27    |    rogertennis2    |    Kommentare (4)

08.02.2020

 

Dubiose Zustände wie in Thüringen bald auch nach anderen Wahlen

 

Die ehemaligen Volksparteien CDU/CSU und SPD schafften es durch ihr schlechtes Regieren, dass sich künftig nach Wahlen keine Regierungen mehr ohne Beteiligung der AFD bilden lassen. Deutliches Zeichen dafür ist gerade Thüringen. Niemand will es wahrhaben, dass sich tragfähige Mehrheiten künftig nur noch mit Koalitionen von 3-4 Parteien bilden lassen. Auch ein Grund dafür ist, dass vor der Wahl immer eine Zusammenarbeit mit anderen ausgeschlossen wird. In Thüringen wurde zugelassen, dass ein Kandidat der kleinsten Partei mit 5 Sitzen zum Ministerpräsidenten kandidierte und prommt auch gewählt wurde. Natürlich mit Stimmen der AFD und er nahm auch noch die Wahl an. Die Entrüstung der anderen war groß. Sie reichte bei dem Dammbruch von sofortigem Rücktritt, bis Stellung der Vertrauensfrage und Forderung nach Neuwahlen. Untypisch war, dass diesmal die Fürsten der Bundesparteien sich in Thüringens Landespolitik einmischten. CDU-Landeschef Mike Mohring wollte zumindest mit den Linken Gespäche führen, was ihm die Bundesparteispitze verbot. Die Kanzlerin forderte sogleich irrwitzig aus Südafrika, die Wahl rückgängig zu machen und AKK animierte die SPD sowie die Grünen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen, um Ramelow, der die meisten Stimmen holte, als Ministerpräsidenten zu verhindern. Gerade dadurch wurde die Demokratie im Nachhinein stark beschädigt. Ebenso irrwitzig ist der Ruf nach Neuwahlen. Durch diesen angerichteten Schaden werden CDU und SPD weiter verlieren. Grüne und AFD werden viele Stimmen hinzugewinnen, was aber auch ohne Stimmen der AFD zur Bildung einer tragfähigen Regierung nicht reichen wird. Ausweg aus dieser Misere und nach anderen Wahlen wird nur sein, wenn in Berlin wieder eine Politik für das Volk gemacht wird und Linke sowie CDU sich in Thüringen zusammenraufen. Denn ohne Linkspartei mit 29 Sitzen von insgesamt 90 im Landtag wird es keine Regierung, ohne auf Stimmen der AFD angewiesen zu sein, geben. Merkel und Kramp-Karrenbauer, die hier alles verbockt hatten, hätten vor der Wahl des Ministerpräsidenten nur rechnen und Mike Mohring in Ruhe lassen müssen. Hoffentlich wird bei den anderen Wahlen aus diesem Debakel von der niederträchtigen Strategie der AFD gelernt.

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06.02.2020 14:34    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

06.02.2020

 

Politisches Erdbeben in Thüringen durch CDU und SPD

 

Die großen Volksparteien der GroKo erhielten jetzt nach der Landtagswahl in Thüringen die Quittung für ihre monatelange mit sich Selbst-Beschäftigung, statt die großen Probleme unseres Landes zu lösen. Die Wähler der Mitte, die täglich hart arbeiten müssen, wenden sich von den etablierten Parteien schon lange ab, wählen grün, rechts oder die AFD. Diese Tendenz war allgemein lange vorhersehbar. Ähnlich war auch der undemokratische Vorgang bei der Wahl der EU-Kommissionspräsidentin, den Frau Merkel zu verantworten hatte. Ein weiter so gab es nur für die arroganten Spitzenpolitiker von CDU und SPD, die immer noch behaupten, alles richtig gemacht zu haben. Gestern erst nach der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen, das große Erwachen in Berlin. Statt des Wahlsiegers Rameloh wurde ein FDP-Kandidat, dessen Partei mit nur 5 Stimmen über der 5 %-Hürde in den Landtag kam, mit den Stimmen der AFD zum Ministerpräsidenten gewählt. Hätten Merkel und AKK ihrem Mike Mohring keinen Maulkorb verpasst, wäre es dazu nicht gekommen. Er wollte mit den Linken eine Lösung herbeiführen, die ihm von oben aber verwehrt wurde. Jetzt fordern die Spitzen in Berlin, die Wahl des Ministerpräsidenten zu annullieren und in Thüringen Neuwahlen abzuhalten. Schlimmer geht’s nimmer. Man wählt also so oft, bis ihnen das Wahlergebnis auch passt. So geht die Demokratie zu Grunde. So etwas kennen wir nur in Schurkenstaaten, wozu Deutschland dann auch bald gehören würde. Friedrich Merz hatte nach der Landtagswahl vollkommen Recht. Die katastrophalen Wahlergebnisse in letzter Zeit waren das Ergebnis der grottenschlechten Bundes-Politik von Merkel, v.d.Leyen, Kramp-Karrenbauer, Scheuer, Brinkhaus, Seehofer zusammen mit den SPD-Granden. Die haben aber auch gar nichts auf die Reihe gekriegt. Noch nicht mal die dringenden Hausaufgaben von der EU wurden erledigt. Statt den Bundestag zu verkleinern, werden nach nächster Wahl über 800 Abgeordnete dort einziehen. Statt die AFD-Wähler zurück zu gewinnen, werden es sichtlich immer mehr. 1 Mio. CDU-Wähler sind zur AFD gewechselt. Nicht wegen des Programms, sondern aus Protest. Bei der SPD waren es bei letzter Wahl 0,5 Mio. Die warten nur darauf, bei einer echten Politik für die Menschen auch zurückzukehren. Wenn daraus nichts gelernt wird, könnte auf ähnliche Weise wie jetzt in Thüringen der nächste Bundeskanzler aus der AFD kommen.

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04.02.2020 17:03    |    rogertennis2    |    Kommentare (3)

04.02.2020

 

VW-Haustarif ohne Rücksicht auf Berufe mit Studium

 

In unserem Land muss sich Arbeit auch lohnen. Ist der Lohn dafür aber zwischen Ungelernten, Angelernten, Facharbeitern, Lehrern, Pädagogen, Ingenieuren, Architekten und Managern gerecht eingeordnet? Müssen Menschen in Berufen, für die in der Regel ein Studium erforderlich ist, nicht viel besser als Un- oder Angelernte bezahlt werden? Sicherlich ja, das ist für Jedermann einleuchtend. Nur Dank der Gewerkschaft IG-Metall will man davon nichts wissen. Seit Jahren gilt bei VW die Gleichmacherei. Beim großzügig bemessenen VW-Haustarif wird jeder danach eingestuft, wo er eingesetzt ist und welche Arbeit er verrichtet. Und darüber bestimmen die gewerkschaftlich organisierten Betriebsräte, die oft auch nur eine einfache Biografie haben, mit. Egal welche Ausbildung oder welches Studium zu Grunde liegt. Deshalb war VW in letzten Jahren wie ein Magnet von Arbeitskräften zum Nachteil der mittelständischen Handwerksbetriebe. Für die war der Markt leergefegt; zumal die ja auch die hohen Löhne wie VW nicht zahlen konnten. Ungelernte bei VW fangen monatlich mit 2.167 € an und können sich kontinuierlich hocharbeiten. Facharbeiter bekommen 3.799 € monatlich plus 5.000-10.000 € jährlichem Bonus bei 35 Std. Woche. Also pro Jahr ca. 55.000 €. Der VW-Facharbeiter hat also einen Stundenlohn von 35,71 €. Als Beispiel bekommt ein Facharbeiter bei einer Heizungsbau-Firma nur einen Tarif-Stundenlohn von 19,72 bis max. 26 €. Als Beispiele folg. Berufe, für die ein Studium erf. ist mit min. 40 Wochenstunden pro Monat: Lehrer/Pädagogen 3.200-3.600 €; Architekten/ Bauing. 2.500-3.500 €; Ing./Groß-Einzelhandel 3.499 €; Master Event-Manager 2.800 €; Sozial-Pädagogen 2.846 €; IT-Service-Manager 3.719 €; Journalist 3.300 €. Gewerkschaften und Betriebsräte von Großunternehmen haben bei Haustarifen total Maß und Mitte verloren. Daraus leitet sich ab, warum die VWs überteuert verkauft werden und VW, trotz zig Millionen € Gehälter für die Manager, die die bisherigen Strafen von 32 Milliarden € für das Abgasverbrechen fast aus der Portokasse bezahlten. Die VW-Betriebsräte mit der IG-Metall wetzen schon wieder die Messer. Die neue Tarifrunde steht vor der Tür. Die Milliarden Gewinne des letzten Jahres müssen ohne Beachtung des sozialen Umfeldes bei VW wieder unter sich neu verteilt werden. Vor allem werden davon Vorstände, Aufsichtsräte und Betriebsräte ihren großen Anteil sichern. Wo kein Kläger ist, gibt es auch keinen Richter. Auf Moral wird nur geschaut, was andere tun.

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04.02.2020 14:41    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

Kommentare zur NDR-Sendung, wie fürstlich Millionär Osterloh als Betriebsrat von VW die Jahre entlohnt wurde und deshalb Strafanzeigen gegen die dafür verantwortlichen Vorstände von VW-Mitarbeitern erstellt wurden.

 

Kevin K. schrieb am 12.11.2019 14:46 Uhr:

Ich bin trotzdem für die Vergesellschaftung von Konzernen.

 

Waller schrieb am 12.11.2019 15:23 Uhr:

Betriebsrat als Vollzeit Job. Das kann sich VW leisten?

In anderen Betrieben arbeitet der Betriebsrat wenigstens den halben Tag mit den Kollegen zusammen und nimmt dann seine Betriebsratstätigkeit wahr.

Die sind auch nicht so Betriebsblind. ??

 

Truth schrieb am 12.11.2019 17:09 Uhr:

@waller

Einfach mal vor dem Posten das Betriebsverfassungsgesetz lesen. Da geht gibt es einen Passus zum Thema Freistellung

 

Harald aus Bayern schrieb am 12.11.2019 17:55 Uhr:

Osterloh steht doch schon lange auf der falschen Seite von Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Verhandlungen für die Arbeitnehmer werden freundschaftlich auf dem Golfplatz mit dem Arbeitgeber abgesprochen.

So hat jeder seine Daseinsberechtigung.

Gewerkschaften und Betriebsräte wurden mal aus der Not heraus gegründet,das hat mit den heutigen Akteuren nichts mehr zu tun.

...und die paar Milliönchen? Wieso beschäftigen sich Gerichte mit diesen Peanuts?

Im Umfeld von VW sind doch nicht mal mehr Milliarden erwähnenswert.

 

Günther schrieb am 12.11.2019 18:18 Uhr:

VW bleibt sich treu: Ein Skandal jagt den nächsten Betrug.

 

Sabine Reislingen, Wolfsburg schrieb am 12.11.2019 19:00 Uhr:

Schaut mal die VW-Tariftabelle an - die ist mit den Google-Suchbegriffen "VW Tarif Tabelle" als PDF auf der Seite der IG Metall zu finden.

 

Danach die nachfolgenden Bonus-Modelle in Augenschein nehmen:

 

Tarif: Bonus normaler AN;

 

Tarif+: 4-5 x Bonus normaler AN;

 

Management-Kreis: 2x Bonus Tarif+;

 

Oberer Management-Kreis: 2x Bonus MK;

 

Topmanagementkreis: 2x Bonus OMK

 

Wer leitet was:

TMK: Vorstand, Bereich;OMK: Hauptabteilung, Abteilung, Unterabteilung;MK: Abteilung, Unterabteilung, Team, nix;

Tarif+: Unterabteilung, Team, nix;Tarif: Team, nix;

Wie werden denn normale Betriebsräte eingestuft?

 

Drosdziock schrieb am 12.11.2019 20:48 Uhr:

Gratulation dem VW-Vorstand und Betriebsrat. Es reicht offenbar immer noch aus, dem Pöbel ein paar Fleischfetzen vorzuwerfen, damit man sich selbst ungeniert und mit aller Dekadenz am Gala-Büffet bedienen kann. Das ist wirklich 'ne Leistung.

 

TWG Andi schrieb am 13.11.2019 12:43 Uhr:

Wie ist so ein Mann noch tragbar???Eine Klatsche ins Gesicht der Betriebsräte die jeden Tag ihre Arbeit Ehrenamtlich machen ohne solche horrenden Gehälter.

 

W. Hauke schrieb am 13.11.2019 13:11 Uhr:

VW kann und will nicht ohne Betrug arbeiten, müssen sie auch nicht. Es gibt Konzerne in diesem Land derer gilt ein anderes Rechtssystem, sie werden von der Politik und Justiz uneingeschränkt geschützt. Egal, da muß der an Rechtstaatlichkeit glaubende Bürger halt mal einsehen, das unsere Demokratie halt nichts mehr taugt.

Traurig aber wahr das es so gekommen ist.

Es gibt halt nur noch einen obereren korrupten Haufen, der jenige, der produktives leistet wird nur noch abgemolken und beschissen.

Da ist es völlig egal, ob man der Arbeit nachgeht oder dieses Sozialsystem mißbraucht.

Ethik und faires Verhalten wird es in dem Oligarchentum VW nicht geben.

 

Danke SPD schrieb am 13.11.2019 13:13 Uhr:

@Sabine Reislingen, Wolfsburg schrieb am 12.11.2019 19:00 Uhr:

 

(Schaut mal die VW-Tariftabelle an - die ist mit den Google-Suchbegriffen "VW Tarif Tabelle" als PDF auf der Seite der IG Metall zu finden.

Danach die nachfolgenden Bonus-Modelle in Augenschein nehmen:)

Na, eben - das sollte selbst ihnen auffallen. Welcher Art waren also die Zahlungen an den VW-"Betriebsrat"? Welchen Zweck verfolgten solche Zahlungen? Man muss jetzt nicht gerade das Kapital verstehend gelesen haben, um auf die Absichten hinter den Zahlungen zu kommen. Selbst, wenn man in Wolfsburg wohnt.

 

Rupprechts Spendenwunder von Braunschweig Lüge schrieb am 13.11.2019 13:29 Uhr:

Gut verdienende Betriebsräte sind allerdings auch bekannt für ihre großzügigen Spenden. Also lasst sie mal machen, Weihnachten steht vor der Tür ;)

 

Wer hat euch verraten Sozialdemokraten schrieb am 13.11.2019 13:52 Uhr:

@TWG Andi schrieb am 13.11.2019 12:43 Uhr:

(Eine Klatsche ins Gesicht der Betriebsräte die jeden Tag ihre Arbeit Ehrenamtlich machen ohne solche horrenden Gehälter.)

Es ist ein Teil der "Betriebsräte" vor allem in Grossbetrieben höchstselbst, allen voran der Kollege Osterloh bei VW, die hier ihren ehrenamtlichen Helden des Betriebsverfassunggesetzes in's Gesicht klatschen - denn von den Vertretern des Kapitals dürfte wohl kaum ein anderes Verhalten als das gezeigte zu erwarten sein, nicht wahr. Und das erste Mal ist das bei VW ja nun weiss Peter Hartz auch nicht.

Und ich sage ihnen als Ex-Betriebsrat gleich noch dazu: Das ist keineswegs ein "Einzelfall" in der Deutschland AG postschröderscher Prägung. Und keinesfalls auf die "Freie Wirtschaft" beschränkt - da können sie jeden aufrechten Personalrat fragen: Nach den anderen nämlich. Für rührselige Sentimentalitäten taugt das nicht - man muss nach den politisch Verantwortlichen fragen!

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02.02.2020 17:20    |    rogertennis2    |    Kommentare (6)

anonyme-strafanzeige-von-vw-mitarbeitern-v-4-12-2019-sanonyme-strafanzeige-von-vw-mitarbeitern-v-4-12-2019-s

02.02.2020

 

Strafanzeige von VW-Mitarbeitern am 4.12.19 gegen VW wg. Beihilfe zur Untreue

 

Bereits am 13.1.2016 hatte ein früherer VW-Versuchsingenieur bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig Strafanzeige gegen VW-Vorstände wegen Untreue durch erhebliche illegale Begünstigungen von Betriebsräten gestellt. Das Bearbeitungszeichen lautet NZS 201 Zs 131/16. Bis heute hüllt sich die Staatsanwaltschaft darüber in schweigen. Um dieser Strafanzeige jetzt bei den von der niedersächsischen Landesregierung abhängigen Braunschweiger Gerichten Nachdruck zu verleihen, stellten VW-Mitarbeiter erneut Strafanzeige gegen VW-Vorstände wegen Beihilfe zur Untreue. Diese 6-seitige Strafanzeige, die mir von VW-Wolfsburg am 1.2.2020 zugestellt wurde, wurde am 4.12.2019 aus vorstehender Begründung nicht nach Braunschweig, sondern an das unabhängige Landeskriminalamt Baden-Württemberg, an die Süddeutsche Zeitung und an die Staatsanwaltschaft München I geschickt. Es wurde auch darum gebeten, die Öffentlichkeit umfassend bald über die Ermittlungsergebnisse zu informieren.

 

Der Text der Strafanzeige ist dem Anhang zu entnehmen.

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30.01.2020 15:42    |    rogertennis2    |    Kommentare (3)

30.01.2020

 

VW hat nichts gelernt: Nach dem D-Abgasverbrechen folgt das E-Umweltverbrechen

 

Volkswagen verlor total durch den jahrelangen Betrug an über 11 Mio. Diesel- Motoren aus reiner Profitgier das Vertrauen, den Klimaschutz wirklich retten zu wollen. Wieder als Ablenkung und aus reinem Selbstschutz legte VW-Chef Diess kopflos den Hebel um und stellte die generelle Autofertigung auf künftige E-Autos um. Zwar stößt das E-Auto kein giftiges Abgas aus, ist aber bei der Batterieproduktion und dem heute noch dreckigen Betriebsstrom weitaus umweltschädlicher. Am VW-Produktionsstandort Zwickau läuft schon ab Sommer 2020 alle 90 Sek. der rein elektrische VW-ID.3 vom Band, obwohl sich Käufer dafür noch sehr zurückhalten. Bis 2030 sollen 7 – 10 Millionen Elektroautos auf unseren Straßen in Deutschland rollen, die an 1 Million Ladesäulen aufgeladen werden können, so „Autokanzlerin“ Angela Merkel, die am VW-Betrug mit ihrem Verkehrsminister nicht ganz unschuldig war. Trotz Milliarden jährlicher VW-Reingewinne will die Bundesregierung bei der Batterieforschung, bei der Verkaufsförderung und bei der Erstellung von Ladesäulen mit Milliarden Steuergeldern behilflich sein. Dabei kommt es jetzt genauso, wie bei den Atomkraftwerken. Niemand stellt die Frage, wohin später mit dem Müll. Jetzt erst macht man sich wie üblich Gedanken über die Recyclung von Batterien, Windrädern und Fotovoltaikanlagen. E-Autos mit größerer Reichweite brauchen große schwere Batterien. Klimafreundlicher wären nur Mini-Autos mit E-Motor für Stadtfahrten, denn im Durchschnitt wird von den 47 Mio. Autos in Deutschland statistisch jedes Auto nur 39 km pro Tag bewegt. Lithium und Kobalt kommen aus Südamerika und aus China. Südamerika hat 60 % des Lithiums. Kobalt wird im Kongo abgebaut. 90 % aller seltenen Erden kommen aus China. Dazu gehören Neodym, Dysprosium, Neodym, Lanthanum, Cerium, Neodymium, Lutetium und Ytterium die alle für die Energiewende bei der Mobilität gebraucht werden. Für deren Gewinnung werden ganze Landstriche verwüstet und die dort noch vorhandenen spärlichen Wasservorräte als Lebensgrundlage der einheimischen Menschen dort in großen Mengen geplündert. Alle Politiker und Autobosse reden dabei von Nachhaltigkeit. Niemand von den auf zig Jahre verwüsteten Gebieten und von den dort unter unmenschlichen Bedingungen schuftenden Menschen, oder mancherorts auch von Kindern. Als ausreichend nachhaltig betrachten es die Autobauer, wenn sie mit den Rohstofflieferanten nachhaltige Rohstoffgewinnung vereinbarten, ohne je eine Mine von innen gesehen bzw. kontrolliert zu haben. Der E-Autoboom hat für die Menschen dort gravierende Konsequenzen. In den letzten 10 Jahren hat sich der Verbrauch der seltenen Erden verzwanzigfacht. Niemand der Autobosse schämt sich für das Umweltverbrechen an der Natur und an den Menschen. Hauptsache die eigene Kasse stimmt. Hätte VW statt auf Betrug zu setzen, auf seine tüchtigen Ingenieure gehört, die in der Lage waren, den Dieselmotor mit äußerst geringer NOX-Emission bei Straßenfahrt zu bauen, hätte VW mit zunehmender Dieselbeliebtheit der Erderwärmung entgegen gewirkt. So aber wurde der Diesel durch die VW-Führung platt gemacht und die CO2-Benzindreckschleudern, die noch gesundheitsschädlicher sind, gefördert. Bisher außer acht geblieben sind mögliche politische Einflüsse dieser Länder, die die Rohstofflieferungen und Batteriefertigungen zum Erliegen bringen könnten. VW-Chef Diess setzt bei der ID.3-Fertigung auf CO2-Neutralität, lässt aber Batterien in Polen fertigen, deren Energie aus 80 % Kohlestrom kommt. Wer also Diess glaubt, wird seelig. Wann hört endlich das Lügen auf?

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27.01.2020 13:24    |    rogertennis2    |    Kommentare (3)

Betreff:

Drei Tote bei schwerem Autounfall gegen einen Baum nahe Bremen (Artikel-ID: a6e9f7ab-858c-4ad1-80da-a07906edeed4)

Ihre Nachrichterforderlich

27.1.2020

Wieder ein schwerer Unfall mit 3 Toten, ohne dass der Grund erkennbar ist. Glatteis und Suizit wurde ausgeschlossen. War der Fahrer durch Telefon, Navi, Bord-PC, Radio, Blick auf Monitore, Rauchen am Steuer oder durch Spielerei mit Assistenzsystemen während der Fahrt abgelenkt? Wenn kein Alkohol dabei war, war das sicher ein Grund des Unfalls ohne weitere Beteiligten. Da die neueren Autos heute viele Ablenkungen haben und die Monitore immer breiter werden, habe ich die Verkehrsminister gebeten, diese möglichen Unfallgründe künftig in der jährlichen Unfallstatistik mit aufzunehmen.

Rüdiger Kammerhoff

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26.01.2020 13:26    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

26.01.2020

 

VW-Abgasbetrug: Die Wahrheit kommt nur Scheibchenweise ans Licht

 

Vor 2 Jahren berichteten Aufsichtsrat Pötsch und VW-Chef Diess der Öffentlichkeit, dass der Konzern jetzt, nach dem die „Abgasthematik und die Dieselkrise“ weitgehend aufgeklärt sei, anständiger würde. Davon konnte man jetzt über 4 Jahre danach noch nichts merken. Im Gegenteil! Um Werksangehörigen E-Autos, die auch Werbeträger in der Region sein sollen, schmackhafter zu machen, wurde ihnen kostenloser Strom an internen Ladesäulen versprochen. Wie sicher auch anfangs von Pötsch und Diess geplant, wird dieses Versprechen auch schon am 3.2.20 wieder gebrochen. VW muss also wegen noch zahlreicher anderer zu erwartenden Milliardenstrafen sparen. Eine 140 Millionen € Strafe wegen des Abgasverbrechens an 150.000 Konzernfahrzeugen fordert jetzt vorerst die kanadische Regierung von VW. Von vielen anderen noch laufenden Kundenklagen abgesehen. Und viele weitere Länder ziehen noch nach. Auch in USA sind noch hunderte einzelne Kundenklagen anhängig. Zur Unterstützung dafür hatte sich die VW-Führung wieder einen fiesen Schachzug einfallen lassen. Sie wollten den früheren FBI-Chef und Staatsanwalt Louis Freeh als Berater "kaufen" und überließen ihm dämlicher weise noch vor Vertragsabschluss bereits zahlreiche geheime VW-Papiere. Mit allen Mitteln will VW sehr Vertrauens fördernd erreichen, dass viele andere betrogene VW-Konzern-Kunden auf ihren Schäden sitzen bleiben. Louis Freeh ist sehr kompetent als juristischer Vermittler bei Wirtschaftsverbrechen wie hier das von VW. Weil aber zwischen ihm und VW kein Vertragsabschluss zustande kam, will Freeh jetzt aus gutem Grund sachkundig die Anwälte der VW-Gegenseite in US-Schadenersatzprozessen beraten. Durch die eigene Dämlichkeit kämpft der Konzern jetzt gerichtlich wegen Geheimnisverrats gegen Freeh und beantragte bei Gericht, ihn als Gutachter der Gegenseite nicht zuzulassen. Sicher fällt VW auch hier wieder hinten runter. Pötsch und Diess ließen nie eine Gelegenheit aus zu betonen, dass mit allen Beteiligten sehr eng kooperiert würde. Enge Kooperation sieht aber ganz anders aus. Den Durchbruch schaffte VW-Chef Diess am 18.6.2019 bei Talkmaster Marcus Lanz, als er den Betrug in Tateinheit vor einem Millionenpublikum zugab. Aber im Übrigen glaubt man der Konzernführung kein Wort mehr. Es wurde zuviel gelogen und unter den Teppich gekehrt. Warum wurde dann statt Freeh der unabhängige US-Aufpasser bei VW in Wolfsburg, Larry Thompson, damit nicht beauftragt? Wurde er übergangen oder auch schon "gekauft"? Bei VW ist immer noch alles möglich. Man kann auf seinen Abschlussbericht im Sommer 2020 sehr gespannt sein.

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25.01.2020 13:29    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

25.01.2020

 

VW-Führung sorgt weltweit umsonst bei Anwälten für finanzielle Hochkonjunktur

 

Nach dem Auffliegen des weltweiten VW-Abgasverbrechens sind über 4 Jahre vergangen. VW gab in USA den Betrug sofort zu, zahlte dort ohne zu murren Milliarden € an Entschädigungen und Strafen. Nur in der EU verweigerte der Konzern den Geschädigten die Schadensanerkennung. Das führte bisher und wird auch die nächsten Jahre noch andauern, zu zahlreichen gerichtlichen Auseinandersetzungen. Gewinner dabei sind tausende von Anwälten und Großkanzleien mit horrenden Stundensätzen. Allein bei VW schlugen die bisher nur durch die miese Strategie der Konzernführung von Pötsch und Diess mit fast 2 Milliarden € zu Buche. Eine Ende ist nicht abzusehen. Selbst die Einzelunternehmen VW, Audi und Porsche wurden mit 2,3 Milliarden € Strafen deutscher Staatsanwälte belegt, die der Konzern umgehend akzeptierte. Einschüchternd ließ VW bisher falsch mitteilen, die meisten Verfahren für sich entschieden zu haben. Dabei wurde verschwiegen, dass es sich nur um das Braunschweiger Landgericht handelte. In Wahrheit haben 14 Oberlandesgerichte gegen den Konzern geurteilt. Auch 98 Landgerichte sprachen betrogenen Kunden beträchtlichen Schadenersatz zu. VW gewann nur bei 17 Landgerichten zuungunsten betrogener Dieselkäufer, wobei die Meisten davon endgültig vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden werden. Es ist ersichtlich, dass VW unwürdig dabei auf das hohe Prozessrisiko mit hohen Anwalts- und Gerichtskosten seiner betrogenen Kunden sowie auf den Eintritt von Verjährung setzt. Obwohl der BGH in seiner ersten Einschätzung vom Februar 2019 sich gegen VW entschieden hatte, pokern Pötsch und Diess immer noch weiter, letztendlich zu den Gewinnern gehören. Es ist ja nicht ihr Geld, was weiter verbraten wird. Vertrauen gewinnt man damit jedenfalls nicht. Weil viele von VW Geschädigte ihr Prozessrisiko minimieren müssen und sich gegen Gewinnbeteiligung sowie sich bis zu 1.000 € Gewinnvorauszahlung von Rechtsdienstleistern vertreten lassen, zweifelt natürlich die VW-Führung die Rechtmäßigkeit dieses Verfahrens jetzt plötzlich an. Am 5.Mai 2020 ist jedenfalls beim BGH in Karlsruhe ein sehr wichtiger Termin. Da wird erstmals über die Schadenersatzklage eines betrogenen VW-Sharan-Kunden verhandelt. Denn bisher verarschte VW die BGH-Richter der dort höchstrichterlich gelandeten Fälle, indem VW sich kurz vor dem Urteilsspruch noch großzügig mit dem Kläger verglich. Diese durchsichtige dreiste VW-Strategie wird sich der BGH künftig nicht mehr bieten lassen. Auch der VW-Aufsichtsrat und Niedersächsische SPD-Ministerpräsident Stefan Weil, der bei der VW-Kontrolle versagte, wird hier endlich beim unabhängigen Gericht seinen Einfluss im Sinne der VW-Führung nicht mehr geltend machen können. Jetzt wird das Abgasverbrechen nochmals richtig teuer für den Konzern und gerade das bei der Transformation so wichtige Unternehmensvertrauen geht durch Pötsch, Diess, Werner, Kilian und Osterloh leider weiter in den Keller. Leidtragende sind die hunderttausenden fleißigen ideenreichen Mitarbeiter, die nun durch das Versagen der Konzernführung um ihren Job fürchten müssen. Die früheren seriösen Vorstandsvorsitzenden, die jährlich den Konzern nach vorn brachten, werden sich jetzt vor Scham im Grab umdrehen.

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