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06.01.2020 14:02    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

06.01.2020

 

Anklagen gegen weitere VW-Top-Manager und ev. Betriebsräte

 

Neben den bisher Hauptverdächtigen des VW-Abgasverbrechens Winterkorn, Pötsch, Stadler, Diess, Hatz und Neußer wurden weitere aktuelle und frühere Top-Manager des Konzerns wegen schwerer Untreue angeklagt. Sie werden aufgrund der Anzeige eines ehemaligen Versuchsingenieurs mit 43 Dienstjahren bei VW, der auch über Jahre von VW belogen und betrogen wurde, beschuldigt, Konzernbetriebsräte von Mai 2011 bis Mai 2016 mit unrechtmäßig hohen Bezügen plus Sonderboni`s und sonstigen ungerechtfertigten Privilegien versorgt zu haben. Seine Strafanzeige vom 13.1.2016 hat das Aktenzeichen NZS 201 Zs 131/16. Damit sei dem Konzern ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Wie die Ermittler berichten, entfallen allein auf die IG-Metall-Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh von VW und Uwe Hück von Porsche mehrere Millionen an zuviel gezahlten Gehältern. Während Hück freiwillig über Nacht bei Porsche ausschied, klammert sich Osterloh als Unschuldslamm immer noch krampfhaft an seinen Posten. Vermutlich machten sie sich selbst auch der Beihilfe zur schweren Untreue schuldig, wenn sie dem Gremium angehörten, das über Betriebsratsentlohnungen befindet. So wird für den VW-Konzern das Jahr 2020 und noch darüber hinaus nicht von der Entwicklung und dem Bau guter Autos geprägt sein, sondern im Wesentlichen mit der gerichtlichen Aufarbeitung der vielen noch anhängenden Zivil- und Strafprozesse des Abgasverbrechens. Mit der Aufnahme von Vergleichsverhandlungen zeigte die VW-Führung auf Druck des Gerichts im Musterfeststellungsverfahren zur Entschädigung betrogener Kunden jetzt erst Einsicht. Denn bisher verweigerte die Führung freiwillig jegliche Schadensanerkennung und Verbrechensaufklärung, die nur bisher durch gute Journalisten und Staatsanwälte erfolgte. Obwohl Pötsch und Diess nur kleine Angestellte des Konzerns sind, betrachten sie sich als Gutsherren und handeln auch danach. Vom Aufsichtsrat und seinem Einfluss auf das Geschehen der letzten Jahre hört man nichts. Er ist wieder in einen Tiefschlaf versunken. Eine Kontrolle durch ihn findet nicht statt. Die Rolle des Kontrolleurs hat Pötsch übernommen, der sich selbst entgegen den Compliance- und Corporate Governance-Regeln bei seinem zusätzlichen Porsche-Job kontrolliert. Alles mit Billigung der Eigentümerfamilien Piech/Porsche, dem Aufsichtsratspräsidiumsmitglied Weil (SPD) und dem Schurkenstaat Katar, die, bis auf das Einkassieren dicker Dividende, nie in Erscheinung treten.

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05.01.2020 14:13    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

05.01.2020

 

Braunschweiger Zeitung verharmlost VW-Verbrecher

 

In allen Berichten der Braunschweiger Zeitung über das VW- Abgasverbrechen werden die Guten bei VW und die betrogenen Kunden als Böse dargestellt. Das auch tausende BZ-Leser betrogen wurden, bleibt unberücksichtigt. Vermutlich lässt sich die BZ diese Art der einseitigen Berichterstattung auch gut bezahlen. Die Schlagzeile auf der BZ-Titelseite am 3.1.2020: „VW verhandelt mit Dieselfahrern nun doch über Vergleich“. Wie gutmütig doch VW dargestellt wird. Dabei wurde VW beim Musterfeststellungsverfahren vom Richter ernsthaft aufgefordert, bis Ende des Jahres in Vergleichsverhandlungen mit dem Kläger einzutreten. Denn bisher lehnte VW strikt die Möglichkeit eines Vergleichs ab. Weiter wird berichtet, dass bei allen tausenden Schadenersatzklagen die Uhr nur für VW ticken würde. Denn je länger die gerichtlichen Auseinandersetzungen dauerten, je geringer wäre der von VW zu leistende Schadenersatz durch die längere Fahrzeugnutzung. Nach der BZ wäre das im Sinne von VW die aktuelle Rechtsauffassung, die aber mit Sicherheit nicht vom BGH geteilt wird. Nach allgemeiner Rechtsauffassung käme ein Abzug der Fahrzeugnutzung nur bis zum Zeitpunkt der Klageeinreichung in Betracht. Also unabhängig von der Verfahrensdauer. Bei einer gerichtlichen Niederlage für VW geht die BZ von nur 1.000 € Schadensersatz aus. Dabei wird in erster Linie von den betrogenen Kunden die Rückabwicklung des Kaufvertrages plus einer angemessenen Entschädigung gefordert. Die BZ beklagt ein bitteres Erbe für VW, das bereits über 4 Jahre andauert. Aber kein Wort davon, dass das bittere Erbe die VW-Führung selbst verschuldete. Kein Wort davon, dass die VW-Führung selbst die Verbrechensaufklärung bis heute verhinderte. Kein Wort davon, dass viele Top-Manager von VW mit der VW-Spitze Pötsch und Diess wegen vorsätzlichen Betruges, schwerer Untreue und Aktienmanipulation angeklagt wurden. Kein Wort davon, dass VW bis heute noch keinen Schadenersatz von den Schuldigen fordert. Wer so einseitig Partei wie die BZ für ein kriminelles Unternehmen ergreift, hat seine Unabhängigkeit, die man von Medien erwartet, verwirkt.

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03.01.2020 13:27    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

03.01.2020

 

VW-Abgasbetrug: Gericht drängte VW zu Vergleichsverhandlung

 

Endlich hatte sich die Verbrecherorganisation VW auf Druck des Oberlandesgerichts Braunschweig beim Musterfeststellungsverfahren zur Möglichkeit des Vergleichs mit den Klägern bereit erklärt. Obwohl bereits Vergleiche in anderen Ländern mit betrogenen Kunden positiv abgeschlossen wurden, weigerte sich die VW-Führung lange Zeit, Gespräche in Deutschland über Schadenersatz von 3 Millionen Kunden zu führen. VW: „Die Kunden hätten keinen Schaden erlitten. Die Autos wären sicher und fahrbereit“. Kein Wort dabei vom Wertverlust beim Wiederverkauf. Kein Wort davon, dass die Betriebsgenehmigungen mit gefälschten Daten erschlichen wurden. Kein Wort davon, dass den Kunden beim Kauf vorsätzlich falsche Verbrauchs- und Emissionswerte vorgelegt wurden. Kein Wort von drohendem Entzug der Betriebsgenehmigung. Kein Wort von drohenden Fahrverboten in Innenstädten. Kein Wort von vielen durch Atemwegserkrankungen geschädigten Menschen und sogar daran Gestorbenen. Die Verbrecher setzten nur auf Zeit, um von gerichtlichen Verjährungen zu profitieren und um bei gerichtlichen Niederlagen möglichst hohe Fahrzeugnutzungsentgelte in Abzug bringen zu können. Diese Schäbigkeit den betrogenen Kunden gegenüber ist nicht zu fassen. Sollten die Kunden etwa seit dem Auffliegen des Betruges am 18.9.2015 das Auto stehen lassen? Eine unverschämte Ansicht des Betrügers VW. Zum Glück sehen das so auch viele Richter! Die VW-Spitze erklärte jetzt, sie hätten von sich aus Vergleichsgespräche ergebnisoffen aufgenommen. Und natürlich hat VW, wie immer, Stillschweigen vereinbart, damit nichts, wie zuvor schon beim Jones Day-Ermittlungsbericht, Öffentlich wird. Also bei der VW-Mafia weiter nur Lug und Trug.

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02.01.2020 12:26    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

02.01.2020 (Meine Email v. 2.1.20 an Medien, Verbraucherschutz und Justiz)

 

Meldung des SWR: VW hat auch bei Euro 6 Dieselmotoren betrogen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Bestätigung Ihrer Berichterstattung über eventuellen neuen Betrugsverdacht bei VW an neueren Dieselmotoren gebe ich Ihnen zur Kenntnis, dass ich bereits am 12.2.2019 unter dem Bearbeitungszeichen der Staatsanwaltschaft Braunschweig NZS 400 Js 58530/15 Strafanzeige gegen den VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Pötsch und gegen VW-Chef Diess wegen vorsätzlichen Betruges nach § 263 StGB stellte.

Straftatbestand:

Der an mich von VW in Wolfsburg verkaufte VW-Tiguan Bauj. 3/2016 mit 2,0 l 150 PS TDI Euro 6 verbrauchte über eine Fahrstrecke von 20.538 km trotz Motorabschaltautomatik und AdBlue-Bluemotion kombiniert 8,4 l Dieselkraftstoff pro 100 km. Nach VW-Angabe hätte der Verbrauch bei kombiniert 5,0 l pro 100 km liegen müssen.

Wegen des Betruges beim Kraftstoffverbrauch kontrollierte ich auch den AdBlue-Verbrauch. Bei einer Fahrstrecke von 17.438 km verbrauchte mein Motor exakt 0,745 l AdBlue auf 1.000 km. Nach VW-Angabe hätte der AdBlue-Verbrauch unter Berücksichtigung der Euro 6-Abgas-Emission bei 1 - 1,5 l pro 1.000 km liegen müssen. Also konnten die vorgeschriebenen Emissionen nicht stimmen.

Somit ist der Beweis erbracht, dass VW auch nach dem VW-Betrugseingeständnis am 18.9.2015 zumindest mich als Kunden weiter vorsätzlich betrogen hat und erstellte einen Nachtrag zu meiner Strafanzeige gegen VW. Deshalb hatte ich mich auch dem Musterfeststellungsverfahren der Verbraucherverbände bei der Braunschweiger Justiz registrieren lassen.

Ausdrücklich gestatte ich Ihnen die Weiterverwendung meiner oben stehenden Angaben.

Mit freundlichen Grüßen

Rüdiger Kammerhoff

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01.01.2020 14:25    |    rogertennis2    |    Kommentare (2)

01.01.2020

 

VW-Aufsichtsrat Pötsch gab Versagen des Kontrollgremiums zu

 

Erst zum Jahresende 2019 gab Pötsch im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zu, dass der VW-Konzern durch das Abgasverbrechen die Schuld am Niedergang des Dieselmotors trägt. Damit bestätigte er sein Totalversagen noch als Finanzvorstand und als Chef des Aufsichtsrats. Er sprach zwar von einer VW-Mitschuld, nannte aber bis auf die Diskussion um Dieselfahrverbote keine weiteren Schuldigen. Er bestätigte auch, dass es sich beim Betrug von 11 Mio. Autos durch den Konzern um den „größtmöglich verursachten Schadensfall“ eines Unternehmens handele. Natürlich sprach er, wie immer zuvor, bei diesem nur aus Profitgier begangenen abscheulichen Abgasverbrechen von Dieselthematik. Richtiger aber ist: „Wer ein Verbrechen begeht, ist kein Thematiker, sondern ein eiskalter Verbrecher ohne Scham, Demut und Reue“. Als Aufsichtsratschef hatte Pötsch die Aufgabe, die Öffentlichkeit, Aktionäre und Investoren wahrheitsgemäß über den Stand der Verbrechensaufklärung zu informieren und mit der Justiz zu kooperieren. Allerdings war hier Fehlanzeige. Pötsch verheimlicht den Jones Day Ermittlungsbericht bis heute. Pötsch wehrte sich gerichtlich erfolglos vor der Auswertung des Berichts durch die Staatsanwaltschaft. Pötsch wehrte sich erfolglos gegen den gerichtlich verordneten Sonderermittler. Pötsch spricht dagegen immer von weitestgehender Aufklärung. Statt Kooperation mit Ermittlungsbehörden, wie er immer stets betonte, erfolgten viele weitere Hausdurchsuchungen. Pötsch ließ zu, dass betrogene Kunden ihren Schadenersatz in jahrelangem Prozedere selbst einklagen müssen. Pötsch ließ zu, wie belogene und betrogene eigene Mitarbeiter bei ihren Erfindungen und Verbesserungsideen um die ihnen gesetzlich zustehenden Vergütungen gebracht wurden. Entgegen allen Compliance- und Corporate Governance-Maßstäben setzte er bei den Eigentümern, trotz seines persönlichen Versagens, seinen fliegenden Wechsel vom Finanzvorstand zum Aufsichtsratschef und zum Chef der Porsche SE mit zusätzlicher Millionen €-Vergütung durch. Kein Wort auch von Pötsch, von welchen Managern der Konzern Schadenersatz in Milliardenhöhe fordere. Rechtmäßig muss er diesen auch von sich als Aufsichtsratschef einfordern. Weiter hält der im Strafprozess angeklagte Pötsch es auch für kein unüberwindliches Problem, dass er mit dem ebenfalls angeklagten VW-Chef Diess mit Billigung der Eigentümer den über viele Monate andauernden Prozess den Konzern führen könne. Sicher auch nach Verurteilung der Beiden zu hohen Haftstrafen, die auf schwerer Untreue und Wertpapiermanipulation beruhen. Jedenfalls belasten viele Beweise die Angeklagten. Noch sehen aber beide ihren Anklagen äußerlich gelassen dickfellig entgegen. Innerlich mit Sicherheit nicht. Denn es drohen bis 10 Jahre Haft und hohe Geldbußen.

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29.12.2019 13:21    |    rogertennis2    |    Kommentare (5)

29.12.2019

 

VW-Abgasbetrug: Heimliche Entschädigung der Polizei Österreichs

 

Viele Länder fordern noch vom VW-Konzern wegen des dreisten nur aus Profitgier begangenen Abgasbetrugs bei allen Konzernfahrzeugen hohen Schadenersatz. Während VW sich auf gerichtlichen Druck hin in USA großzügig mit betrogenen Kunden einigen musste, wird Kunden bis heute in vielen anderen Ländern Schadenersatz verweigert. Heimliche geringfügige Zahlungen von VW an Kunden in Australien, Kanada, Südkorea, Frankreich usw. wurden von Behörden widerrufen, um neue höhere Forderungen gerichtlich gegen VW durchzusetzen. Wie erst jetzt bekannt wurde, einigte sich der Fahrzeugimporteur Porsche Austria sicher im Auftrag von VW mit der Polizei Österreichs heimlich im Vergleich auf die Zahlung von Schadensersatz für den Kauf von 2.300 Fahrzeugen mit Betrugsmotoren. So eine Schweinerei den anderen Kunden gegenüber. Natürlich, wie gewohnt von den Verbrechern hinter dem Kanal in Wolfsburg, wurde vertraglich wieder Stillschweigen über die Zahlungshöhe vereinbart. „Auch sollte dieser Vergleich keine Auswirkungen auf andere anhängige Verfahren haben“, betonte der VW-Sprecher. Auch hier wird die ganze Unverschämtheit der Verbrechensaufarbeitung, noch dazu durch die Österreicher Pötsch und Diess deutlich, eigene Landsleute heimlich zu entschädigen, deutsche aber zu benachteiligen. Damit beweisen Pötsch und Diess wieder einmal deutschen OLG-/BGH-Richtern, dass VW durch den Abgasbetrug an über 11 Mio. Autos erheblichen Dreck am Stecken haben. Statt Vertrauen zurück zu gewinnen, verliert der Konzern gerade durch Pötsch und Diess auch hierdurch weiteres Vertrauen. Wegen der Gefahr von Job-Verlusten die nächste Zeit wäre es angebracht, dass endlich Gewerkschaften und Mitarbeiter diese Gefahr erkennen und durch Streiks die dafür Verantwortlichen Pötsch sowie Diess zwingen, wieder den Weg des Rechts einzuschlagen. Denn wenn erst alle betrogenen Kunden ihre Autos von Wettbewerbern kaufen, wird es für unseren Konzern zu spät sein. Der unfähige Aufsichtsrat hat dabei total versagt. Wie Aufsichtsratschef Pötsch jetzt selbst, endlich über 4 Jahre nach dem Auffliegen des VW-Verbrechens einräumte, trage der VW-Konzern eine erhebliche Schuld am schlechten Ruf des Dieselmotors. Also warum nicht gleich am 25.9.2015 sich dazu bekennen?

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26.12.2019 11:46    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

26.12.2019

 

VW: Keine Rede mehr von Abgas-Nachrüstlösungen und Fahrverboten

 

Was wurde doch alles nach Aufdeckung des VW-Abgasverbrechens von Politikern, Medien, Experten, Umweltschutz usw. diskutiert und gefordert. Sofortige Beseitigung der „Defeat Device“, strengere Kontrollen bei Neuzulassungen, Einsatz von Nachrüstlösungen auch für Euro 4/5-Dieselmotoren und Durchsetzung von Fahrverboten. Heute, 4 Jahre danach ist keine Rede mehr davon. Die Verbrecherorganisation VW macht nach eigenen Angaben jährlich wieder Milliardengewinne. Dreist betrogene Kunden werden freiwillig nicht entschädigt. Die Haupttäter sind zwar angeklagt, beharren noch in ihren Ämtern und bedienen sich weiter jährlich mit Millionen. Staatsanwälte und Gerichte lassen sich Zeit. Nur keine neue Unruhe stiften. Die Zeit wird die Wunden schon heilen. Wenn nur Gras schneller wachsen würde. Die Leidtragenden sind wie immer bei derartigen Verbrechen die Mitarbeiter, die Kommunen und die Kunden. Die dadurch bei VW zwangsläufig über Nacht erfolgte Umstellung auf E-Mobilität wird die nächsten 2 Jahre über 20.000 Jobs allein bei VW kosten. Bei Zulieferern werden noch mal min. 20 % der Jobs entfallen. Trotz der Milliardengewinne bei VW wird sich auch die Regierung mit erheblichen Steuermitteln bei Batterieentwicklungen und beim Aufbau von Ladestationen beteiligen. Alles nur wegen des VW-Betrugs bei Dieselmotoren, der von der unfähigen Politik und dem KBA erst ermöglicht wurde. Für kaputte Straßen, marode Brücken, Bildung und heruntergekommene Schulen ist kein Geld übrig. Nachrüstlösungen und flächendeckende Fahrverbote, wie anfangs allgemein gefordert, sind heute kein Thema mehr. Der Verdienst am E-Auto mit den vielen Assistenzsystemen ist für die Autobauer jetzt wesentlich lukrativer. Menschliche Gesundheit und Würde hat vor lauter Gier bei Vorständen, wenn die Rendite stimmt, zurückzustehen.

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25.12.2019 12:18    |    rogertennis2    |    Kommentare (3)

25.12.2019

 

VW-Nachhaltigkeitsbeirat: „Außer Spesen nichts gewesen“!

 

Der Versuch der VW-Führung bereits 2016 wegen des riesigen Vertrauensverlustes durch das Abgasverbrechen einen Nachhaltigkeitsbeirat zu installieren, ist völlig schief gegangen. Außer Spesen nichts gewesen. Wie schon damals von Kritikern vermutet, ein reiner Persilschein zur Verschleierung der Wahrheit. Bis heute, 4 Jahre nach dem Betrugseingeständnis durch VW wurde kein Vertrauen in den VW-Konzern zurück gewonnen. Im Gegenteil. Die VW-Spitze verhinderte die anfangs versprochene transparente Aufklärung. Trotz des Versprechens wurde der Jones Day-Ermittlungsbericht nicht veröffentlicht. Was will Pötsch damit verbergen? Bis auf die geschädigten Kunden in USA wurden freiwillig vom Konzern keine Kunden entschädigt. Betrogene Kunden müssen einzeln gegen VW klagen. Vergleiche werden von VW erst kurz vor Urteilen angestrebt. Die Verbrecher im VW-Konzern zeigen weder Demut, Scham und Reue. Im Gegenteil. Sie betrachten das Emissionsverbrechen als weitgehend aufgeklärt. Dabei werden sich die Zivil-Gerichte bis hoch zum BGH auch noch die nächsten Jahre mit der juristischen Aufarbeitung beschäftigen. Auch sind viele Strafprozesse gegen Pötsch, Diess und weitere Top-Manager noch anhängig. Man sollte sich jetzt schon darauf einstellen, dass der Konzern bald vom Knast aus gelenkt werden muss. Also hat der mit 20 Millionen € ausgestattete Nachhaltigkeitsbeirat, von dem man sich die einzelnen Klarstellungen erhoffte, gründlich versagt und seine Funktion in keiner Weise erfüllt. Die teure Transformation hin zur E-Mobilität und Verteufelung des Dieselmotors war nur Folge des Abgasverbrechens. Also kein Erfolg des Nachhaltigkeitsbeirats, wie einige Medien darstellen.

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22.12.2019 11:49    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

22.12.2019

 

Bericht eines Insiders nach 43-jähriger Entwicklungstätigkeit beim VW-Konzern:

 

VW: Montags 8:00 Uhr am „Schadenstisch“ des Schreckens in Wolfsburg

 

Letzte Zeit wurde in Medien viel über den berühmten "Schadenstisch" bei VW in Wolfsburg geschrieben, ohne exakt recherchiert zu haben. Als Piëch 1993 bei VW Chef wurde, brachte er Winterkorn von Audi mit und machte ihn erst zum Chef der Qualitätssicherung. Beide ärgerten sich über viele unnötige Fertigungfehler mit vielen jährlichen Fahrzeugrückrufen als Folge und wollten stärker auf die Entwicklung Einfluss nehmen. Durch Fehlermöglichkeitsanalysen sollten bereits in der Konstruktion schon Fehler erkannt und vermieden werden. Beide hielten auch die Wareneingangskontrollen nach dem Motto-“Mache es gleich richtig“-, für überflüssig. Das teure Nachmessen von Komponenten im Werk sollte wesentlich reduziert werden. So richteten beide 1994 dann in der F&E den „Schadenstisch“ ein, der jeden Montagmorgen 8:00 Uhr im Keller der Halle 70 stattfand. Alle Schadensteile aus laufenden Serien- und Versuchsfahrzeugen lagen zur Ansicht auf dem Schadenstisch. Sie wurden mit Fahrzeug-Nr., Ausfalldatum, Laufstrecke, Ausfallursache, vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen, Änderungskosten, möglichem Serieneinsatz-termin und namentlicher Zuständigkeit sauber aufgelistet. Jeden Montag musste der zuständige Bereichs- Hauptabteilungs-, Abteilungsleiter oder Versuchsingenieur über den sich jeweils ergebenen Stand berichten. Alle Aussagen wurden im Beisein des Winterkorn-Assistenten exakt im Protokoll vermerkt und bei nächstem Termin abgefragt. Piëch, der nicht immer dabei war, und Winterkorn, der jetzt Chef der Forschung & Entwicklung war, hatten sehr gute Gedächtnisse. Beide merkten bei Nachfragen sofort, wenn der Berichtende sich nicht näher mit der Sache befasst hatte , jetzt seine bisherige Aussage  revidierte  oder versuchte, sich schlicht auszureden. Dann krachte es gewaltig mit manchmal sofortigem Rausschmiss. Ich, als Versuchsfachreferent war sehr oft als Berichtender dabei, weil mein Bereichsleiter mich schon am Sonntagabend schweißüberströmt ängstlich, einem Herzanfall nahe, zu Hause anrief, dass ich dort für ihn berichten sollte. Manche Manager vergnügten sich lieber per Email mit ihren Sekretärinnen, als am Schadenstisch nieder gemacht zu werden. So eine Schreckenskultur hat es in meiner 43-jährigen VW-Tätigkeit noch nie gegeben. Das tägliche Golfspielen einiger Manager während der Arbeitszeit und das Dienstwagen-Waschen freitags von Führungskräften höchst persönlich wurde abrupt beendet. Diese Schreckenskultur im Betrieb war nach der Hahn-Ära endlich von Nöten und tat im Allgemeinen der Sache für den VW-Konzern sehr gut. Von der menschlichen Seite war sie fatal. Unterhalb des Vorstandes traute sich niemand mehr selbst über kleinere Dinge zu entscheiden. Piëch und Winterkorn hatten unterschiedliche Charaktere.  Piëch war auch in gereizter Stimmung sehr ruhig. Er zog nur in 3 Stufen seine Augenbrauen hoch. Wenn aber sein Gesprächspartner die 3. Stufe verpasste, war er bereits draußen. Winterkorn dagegen war jähzornig und polterte sofort los. Wie allgemein im Werk erzählt wurde,  schüttelte er schon mal Jemanden an der Schulter, wenn die gewünschte Antwort nicht gleich kam, benutzte er auch schon mal einen Kabelbaum als Lasso und peitschte Kaffeetassen vom Tisch. Mir persönlich warf Winterkorn 1998 im Beisein eines Abteilungsleiters Versuchsteile vor die Füße. Auch wurde ich bei meiner Diensterfindung, die ein ernsthaftes Geräuschproblem an allen Konzernautos bis heute und auch künftig beseitigt, um die mir gesetzlich zustehende Erfindervergütung belogen und betrogen. Deshalb halte ich es auch absolut für möglich, dass Winterkorn jemanden mit einer Wasserpumpe am Schadenstisch verletzt hat. Das war sicher kein Unfall, wie sein Rechtsanwalt zum Schutz seines Mandanten jetzt darstellt. Der war ja nicht dabei. Beweis: Jeder VW-Werkssanitäter muss Verletzungen und die interne medizinische Behandlung dokumentieren. Man bräuchte im VW-Gesundheitszentrum nur nachsehen. Auch vom Abgasverbrechen will Winterkorn erst am 18.9.2015 aus der Presse erfahren haben. Dabei waren Emissionsprobleme öfters Themen am Schadenstisch sowie bei Konzernabnahmefahrten mit Piëch und Winterkorn. Anfang September 2015 gestand VW in USA den Betrug endlich schriftlich ein. Niemand von VW, ohne Winterkorn auch noch als Physiker und als VW-Chef bis ins Detail einzuweihen, hätte diesen zig. Milliarden Euro teuren Betrug mit enormen geschäftlichen Auswirkungen und dramatischem Vertrauensverlust  eingestanden. Deshalb erstellte USA auch weltweit gegen ihn als Mitwisser und Täter einen internationalen Haftbefehl. Eine Chance gut dabei wegzukommen hat er nur beim Oberlandesgericht Braunschweig, das die Anklage so lange prüft, bis das öffentliche Interesse nachlässt und dieser dreiste Betrugsfall aus lauter Profit-Gier still und leise eingestellt werden kann. Auch Schadenersatz will bis heute keiner von Winterkorn der im Amt verbliebenen Angeklagten Pötsch und Diess fordern. Die eigentlichen Profiteure des Abgasverbrechens sind bis heute die Mitwisser des Abgasverbrechens Finanzvorstand Pötsch und Markenvorstand Diess. Pötsch wurde danach Aufsichtsratschef, kann aber von sich selbst als Aufsichtsrat keinen Schadenersatz fordern und kontrolliert sich entgegen Compliance und Corporate Government selbst in seiner Funktion bei Porsche. Diess wurde bei dem erst durch VW angefüttertem Betriebsrat sowie unfähigen Aufsichtsräten VW-Konzernchef und wirbt heute, wie Piëch damals kriminell den Einkaufschef Lopez mit seinen 6 Kriegern und kistenweise Geheimmaterial von GM, seine früheren BMW-Kollegen ab. Dabei drängte der Betriebsratsvorsitzende Osterloh noch vor dem Bekannt werden des Abgasverbrechens im März 2015 den Aufsichtsrat, die Verträge von Piëch als Aufsichtsratschef und Winterkorn als VW-Konzernchef vorzeitig ohne Not um weitere 5 Jahre zu verlängern. Nicht auszudenken, wenn das gemacht worden wäre. Dass Piëch im April 2015 auf Distanz zu Winterkorn ging, hing auch sicher damit zusammen, dass Winterkorn, nachdem ihn Piëch beim Genfer Autosalon im März 2015 auf den Abgasbetrug angesprochen hatte, die Dinge als verantwortlicher Firmenchef weiter laufen ließ, ohne wirksam gegenzusteuern.

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18.12.2019 14:09    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

18.12.2019

 

VW-Verbrecher wollen ihr kriminelles Gewissen durch wohltätige Spenden erleichtern

 

Im Allgemeinen sind Geldspenden und ehrenamtliche Tätigkeiten der Mittelschicht Deutschlands für soziale Projekte sehr willkommen und eine gute Sache, Armut zu bekämpfen. Allerdings entstand bei den dürftigen Spenden durch den VW-Konzern in letzter Zeit ein sehr bitterer Beigeschmack. Trotz Milliarden jährlicher Konzerngewinne wurden mit gleichzeitig verbundener medialer Werbung läppische 250.000 € für „Ein Herz für Kinder“ und jetzt wieder für die Wolfsburger Tafel vom Adventsgespräch mit Top-Managern 9.090 € gespendet. Da hatte sogar Maschmeyer, der viele Menschen um ihr Erspartes gebracht hatte und sich den Beschiss mit der Riesterrente erdachte, schon mal 1 Mio. € gespendet. Dabei sind den Medien fast entschwunden die über 11 Mio. durch VW arglistig betrogenen Kunden, die mühsam mit hohem finanziellem Risiko den ihnen durch VW zugefügten Schaden vor Gerichten geltend machen müssen. Trotz klammer Kassen spendiert VW der FIFA, UEFA, dem DFB und dem FC Bayern sowie noch anderen Vereinen über viele Jahre hunderte Millionen €. Da sind die VW-Verbrecher in guter korrupter Gesellschaft mit den Funktionären des „Sommermärchens“. Mit diesen Spenden hoffen sie, ihr Gewissen damit zu erleichtern und über Jahre begangenes Unrecht möglichst schnell in Vergessenheit geraten zu lassen. Außerdem sind diese Millionen noch zum Nachteil der Kommunen und der Allgemeinheit steuerlich absetzbar. Ach, was könnten die Autos von VW als echte „Volkswagen“, wie noch unter Nordhoff gedacht, doch wesentlich billiger sein. Unverschämter weise wird der Golf 8 jetzt von den Verbrechern erstmalig für knapp 29.000 € verkauft, um die Millionen für die Führungskräfte zu sichern. Wer darauf von den Kunden rein fällt, hat selber Schuld. Von Verbrechern kauft man halt keine überteuerten Autos. Vorstände, Aufsichtsräte, Top-Manager und Betriebsräte erhalten trotz der hausgemachten Verbrechen ungerechtfertigt viele Millionen € jährlich. Diese Gelder müssen erst mal durch die zum Vergleich billig abgespeisten Muschkoten an den Bändern verdient werden. Auch die an Winterkorn, Heizmann u. a. zu zahlenden Betriebsrenten von 3.100 € bzw. 2.100 € pro Tag fallen darunter. Bei Arbeitsgerichtsprozessen in letzter Zeit wurde auch Öffentlich, dass bereits durch das Abgasverbrechen angeklagte und entlassene Hauptabteilungsleiter bei VW im Monat min. 50.000 € abzockten. Aber die eigentlichen Ingenieure als Leistungsträger des Unternehmens mit nur 8.000 € monatlich abgespeist wurden und dann noch bei ihren ihnen gesetzlich zustehenden Erfindervergütungen durch VW belogen und betrogen wurden. Aufsichtsrat Pötsch, VW-Chef Diess, Betriebsrat Osterloh und alle Vorstände sowie Aufsichtsräte sollten sich für ihr Geleistetes der letzten Jahre in Grund und Boden schämen. Aber Demut, Scham und Reue sind Attribute, die leider bei VW unbekannt sind. Die Devise heißt bei VW: Weiter so wurschteln, wie bisher! Aufarbeiten können die VW-Vergangenheit mit den Angeklagten Winterkorn, Pötsch, Diess, Hatz und Neußer nur Staatsanwälte und Gerichte.

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