• Online: 5.946

02.10.2020 18:17    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

02.10.2020

 

VW-HV: VW-Konzernführer sind die „Trumps“ des Konzerns

 

VW-Manager First! Politiker können abgewählt werden, Manager nicht! Die Berichte des VW-Chefs Diess und seines Kontrolleurs Pötsch waren nur geprägt von unrealistischer Schönfärberei mit der Aussage: Weiter, Höher, Schneller! Alles nur Ablenkungen. Dabei hatten Medien vor 2 Wochen berichtet, der Konzern wäre mit 356 Milliarden € verschuldet. Diess hatte behauptet, bei E-Autos setzt der Konzern trotz Kaufprämie 4.000 € pro Auto zu. Kein Wort davon in der HV. Statt das dreiste Abgasverbrechen beim Namen zu nennen nannten beide es wieder verharmlosend nur „Dieselthematik“. Klartext: „Wer ein Verbrechen begeht ist kein Thematiker, sondern ein Verbrecher“. Punkt. Lachhaft von Pötsch: „Die Aufklärung der Dieselthematik nähere sich dem Ende“. Lügen über Lügen. In den letzten 5 Jahren zeigten beide mit AR Stefan Weil überhaupt kein Interesse, die anfangs versprochene Aufklärung einzuleiten. Im Gegenteil. Der Jones Day-Ermittlungsbericht wurde mit wichtigen belastenden Details bis heute nicht veröffentlicht. Sogar hatten beide versucht, diesen Bericht der Staatsanwaltschaft vorzuenthalten. Zum Glück erkannten Richter diese Vertuschungsstrategie, so dass Pötsch den Bericht widerwillig doch der Staatsanwaltschaft übergeben musste. Erst danach hagelte es viele neue Anklagen gegen Beschuldigte des Konzerns. Auch den geforderten Sonderprüfer für das Abgasverbrechen wollten Pötsch und Diess unbedingt verhindern. Warum wohl? Aber vergebens. Das LG Celle verwarf den Einspruch und setzte einen Sonderprüfer ein. Bei jeder Gelegenheit betonten Pötsch und Diess mit den Strafverfolgungsbehörden umfänglich zu kooperieren. Wie alle wissen, ob es sich um Anklagevorwürfe oder um Schadensersatz handelte, es wurde nur das zugegeben, was ohnehin schon bekannt war. Wenn wieder etwas Neues bekannt wurde, kein Kommentar von Diess und Pötsch. Auch kein Wort von Beiden, dass noch tausende Schadenersatzklagen anhängig sind. Kein Wort in der HV davon, wie viel den Konzern bis jetzt nur die Rechtsstreitigkeiten für Gerichte, Gutachten und Anwälte gekostet haben. Kein Wort davon, wo diese Kosten im Geschäftbericht verbucht sind. Kein Wort davon, dass dem Konzern eine neue Klagewelle mit dem EA 189-Nachfolge-Dieselmotor, dem EA 288-Dieselmotor ins Haus steht. Dieser Betrugsmotor wurde sogar noch nach dem Auffliegen des Abgasskandals an Kunden ausgeliefert. So abgebrüht und gierig war die VW-Führung. Hauptsache die Kasse stimmt. Jetzt sogar mit Hilfe des Steuerzahlers durch unverschämte Kaufprämien. Rein zufällig musste am Tag der HV der frühere Konzernvorstand und Audi-Chef im bayrischen Gefängnis Stadelheim mit 3 anderen früheren Mitarbeitern auf der Anklagebank Platz nehmen. Stadler, der von seinen Mitarbeitern schwer belastet wird, hat sogar zugelassen, dass Betrugsmotore noch bis 2018 verkauft wurden. Obwohl bei VW auch bei Kraftstoffverbrauchsmessungen getrickst wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt bei Porsche. Hier sollen Kunden von Benzinmotoren bei Verbräuchen übel betrogen worden sein. Pötsch und Diess versuchten krampfhaft, den Konzern als jetzt besseres Unternehmen darzustellen. Nach wie vor wird gegen Gesetze verstoßen. Ehemalige PA-Vorstände und Betriebsräte Osterloh und Hück selbst werden wegen verbotener Betriebsratsbegünstigungen beschuldigt. Hück von Porsche soll sogar nach seinem Ausscheiden bei Porsche noch weitere Millionen € erhalten. Auch das wird von Kontrolleur Pötsch und Diess, als oberster Dienstherr verschwiegen. Zusammenfassend also nach wie vor alles Lug und Betrug. Bei dieser virtuellen HV brauchte die Führung des Konzerns ja nicht mit Widerstand rechnen. Mit den Mehrheitseignern Piech/Porsche und Weil, die 90,2 % der Stammaktien besitzen, können ja noch so kriminelle Dinge gemacht ohne sanktioniert zu werden.

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 6 fanden den Artikel lesenswert.

27.09.2020 16:16    |    rogertennis2    |    Kommentare (3)

27.09.2020

 

Verstoß gegen das BVG: Unbequeme Betriebsräte wurden von Vorständen gekauft

 

Im Betriebsverfassungsgesetz ist eindeutig festgelegt, dass Betriebsratsarbeit ehrenamtlich zu erfolgen hat. In Aktiengesellschaften wird allzu oft, um unternehmerische Entscheidungen leichter umzusetzen, dagegen massiv verstoßen. Betriebsräte dürfen finanziell keine Nachteile haben. Sie genießen aber schon viele umfangreiche Privilegien, wie verbesserten Kündigungsschutz, Freistellung von der Arbeit, eigenes gut ausgestattetes Büro mit modernen Kommunikationsmitteln, Dienstwagen mit kostenlosem Kraftstoff sowie Versicherung und bezahlte Fortbildungen. Alles das reichte ihnen aber nicht in Großunternehmen wie VW mit ihren Töchtern Audi und Porsche mit Hilfe des VW-Gesetzes. Obwohl 2007 VW-Personalvorstand Peter Hartz und VW-Betriebsratsvorsitzender Klaus Volkert zusätzlich auch neben Luxusreisen mit Prostituierten wegen schwerer Untreue zu hohen Haft- und Geldstrafen verurteilt wurden, machten nachfolgende Personalvorstände hinsichtlich Bezahlung so wie bisher weiter, um es einfach bequemer zu haben. Klaus Volkerts Nachfolger Bernd Osterloh, vormals Bandarbeiter bei VW, zahlte man jährlich bis 950.000 € und Betriebsratschef Uwe Hück, vormals angelernter Lackierer bei Porsche bis 700.000 €. Deshalb wurden die jeweiligen Personalvorstände jetzt von den Staatsanwaltschaften Braunschweig und Stuttgart angeklagt. Die gerichtlichen Hauptverfahren wurden bereits zugelassen. Wo die Überbezahlung nicht möglich war, wurden Betriebsräte einfach von den Firmen durch Übernahme auf gut dotierte Stellen gewerkschaftlich mundtot gemacht. Beispiele davon gab es bei VW sehr viele. Weitere Ermittlungen laufen noch gegen Osterloh und Hück. Beide sollen sogar in den Entlohnungskommissionen für Betriebsräte gesessen haben und so ihre fürstlichen Gehälter mitbestimmt haben. Bei entsprechender Bestätigung hätte das eine Anklage wegen Beihilfe zur schweren Untreue zur Folge. Sowohl beide Unternehmen, wie natürlich auch die Betriebsräte, sahen im Gegensatz zum IG-Metall-Vorstand, darin keinen Verstoß gegen das BVG. Das werden erst noch neben den vielen anderen laufenden Prozesse der nächsten Jahre weitere Strafkammern entscheiden müssen. Schon reifen bei der Vielzahl von Straftaten und ihrer finanziellen Folgen die Erkenntnisse in der Öffentlichkeit, dass VW- Audi- und Porsche-Kunden bei den hohen Fahrzeugpreisen kriminell abgezockt wurden.

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 6 fanden den Artikel lesenswert.

26.09.2020 17:20    |    rogertennis2    |    Kommentare (2)

26.09.2020

 

VW-Verbrechensaufklärung: Jahrelange gerichtliche Prozessflut gegen VW-Manager mit drohenden hohen Geld- und Haftstrafen

 

Statt gute und preiswerte Autos zu bauen, muss sich die jetzige VW-Führung auch noch die nächsten Jahre überwiegend mit Gerichtsprozessen beschäftigen. Rechtzeitig zur 5. VW-Hauptversammlung am 30.9.20 haben endlich die zuständigen Gerichte nach monatelangen Prüfungen wegen höchstmöglicher Verurteilungswahrscheinlichkeit der Angeklagten die Hauptverfahren gegen zahlreiche VW-, Audi– und Porsche- Manager zugelassen. Die kriminellen Anklagepunkte des Abgasverbrechens reichen von Marktmanipulation, schwerem bandenmäßigem jahrelangem Betrug, unlauterem Wettbewerb, irreführender Werbung, schwerer Steuerhinterziehung, Untreue, Anstiftung zur Vernichtung von Beweismitteln, Beeinflussung von Zeugen und wegen Falschangaben erschlichener Typprüfbescheinigungen. Allen Angeklagten drohen lange Gefängnis- und hohe Geldstrafen. Zeitnah zur Hauptversammlung beginnt in München der Strafprozess gegen den früheren VW-Konzernvorstand und Audi-Chef Rupert Stadler mit weiteren 3 Audi-Managern. Das Gericht rechnet hier aufgrund umfangreicher Beweismittel erst Ende 2021 mit einem Urteil. Der Prozess findet wegen des großen öffentlichen Interesses und der Teilnahme vieler internationaler Medien im Hochsicherheitsgefängnis Stadelheim statt. Dieser Sicherheitssaal bewährte sich bereits bei großen Kriminalfällen und Terroristen. Während die der Marktmanipulation angeklagten Pötsch und Diess sich für 10,5 Mio. € bereits vom Knast freikaufen konnten, wurde jetzt auch das Hauptverfahren gegen den früheren VW-Chef Winterkorn wegen Marktmanipulation zusätzlich zu den anderen Anklagepunkten gerichtlich zugelassen. Die Verhandlungstermine werden am 6.10.20 bekannt gegeben. Schon werden bei Winterkorn, wie bei Verbrechern so üblich, neben großen Gedächtnislücken weitere Gesundheitsprobleme angemeldet, die das Verfahren verzögern könnten. Nach der Beweislage soll Winterkorn bereits Anfang 2015 durch den damaligen VW-Konzernqualitätschef Frank Tuch und den „Feuerwehrmann“ Bernd Gottweis, ein Winterkornvertrauter für sehr risikobehaftete Fälle, über den Betrug mit großer finanzieller Tragweite informiert worden sein. Daraufhin hätte Winterkorn mit seinem Finanzvorstand Pötsch die nach dem WpHG verbindliche Ad Hoc-Meldung veröffentlichen müssen. Weil das unterblieb verloren Investoren und Aktionäre durch den dramatischen Aktienkurssturz über 9 Milliarden € an Verlusten. Um für den Schaden nicht gerade stehen zu müssen, übertrug Winterkorn noch vor dem Auffliegen des Verbrechens seiner Frau einen großen Teil seines Vermögens durch Gründung von 2 Immobilienfirmen. Ein pos. Ausgang der Kläger des z. Zt. laufenden Musterverfahrens in Braunschweig gegen VW auf Schadenersatz ist somit wahrscheinlicher geworden. In einem weiteren gerichtlich zugelassenen Verfahren werden Personalvorstände beschuldigt, Betriebsräten zu hohe Gehälter genehmigt zu haben. Selbst der Betriebsrat Osterloh und sein damaliger Mitarbeiter Kilian sollen in der Entlohnungskommission für Betriebsräte in eigener Sache mitgestimmt haben. Der frühere Bandarbeiter Osterloh soll hier für sich das Vergleichsgehalt eines VW-Bereichsleiters durchgesetzt haben, obwohl nach dem BVG Betriebsratstätigkeit aus gutem Grund ehrenamtlich erfolgen muss. Er wird sich deshalb in einem eigenen Verfahren verteidigen müssen. Durch alle diese strafbaren Dinge und den Vertrauensverlust ihrer Arbeitgeber VW, Audi, Porsche arbeiten die Mitarbeiter, von denen viele auch noch um ihren Job fürchten müssen, verständlicherweise nur mit halber Kraft. Ihre Zukunft im Konzern ist so unsicher wie noch nie in den letzten 70 Jahren der VW-Geschichte. Wie lange werden die Mehrheitseigner noch an den Straftätern im Unternehmen festhalten und dem schlechten Image Vorschub leisten??? Auf nächster virtuellen HV werden Pötsch und Diess alles wieder bestens darstellen, so dass die Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat mit > 90 % wie bisher gesichert sind. Kleinaktionäre haben durch das VW-Gesetz ja nichts zu melden.

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 6 fanden den Artikel lesenswert.

19.09.2020 12:10    |    rogertennis2    |    Kommentare (2)

19.09.2020

 

VW: Größtes begangenes Verbrechen in Deutscher Wirtschaftsgeschichte

 

Der VW-Konzern steht für die größten Betrügereien von 2006 bis 2018 in der Deutschen Wirtschaftsgeschichte. Das mühsam in 70 Jahren erlangte Vertrauen in die Deutsche Ingenieurskunst wurde schlagartig am 18.9.2015 ruiniert. Die Hauptverantwortung dafür trugen neben den 20 Aufsichtsratsmitgliedern die Top-Manager Winterkorn, Pötsch, Müller, Diess, Sanz, Hatz, Stadler, Hackenberg. Die in Kürze stattfindenden Strafprozesse werden endlich das von der Öffentlichkeit erwartete Licht in das Dunkel bringen, weil die letzten 5 Jahre intern im Konzern alles unter den Teppich gekehrt wurde. Statt sich zum Abgasverbrechen zu bekennen, hieß es offiziell bei den Beschuldigten immer nur abschwächend „Abgasthematik, Diesel-Gate, Diesel-Skandal, Diesel-Thematik“. Es bestand bei VW von Anfang an kein Interesse an Aufklärung. Diese Aufgabe haben jetzt die Wirtschaftsstrafkammern der Gerichte übernommen. Der technische Anstoß für dieses Verbrechen kam allerdings sicher im Auftrag von VW von der Fa. Bosch, die die fragliche Betrugssoftware mit Testerkennungsfunktion zur Manipulation von Abgasemissionen innerhalb der Motorsteuerung entwickelte. Natürlich mit dem schriftlichen Hinweis, diese auf keinen Fall wegen Illegalität in Serie zu verwenden. Später kostete diese Entwicklung und Weitergabe an VW der Fa. Bosch 90 Mio. € Bußgeld. Gegenüber den Gesamtkosten bei VW von bisher 32 Milliarden € ein relativ kleiner Betrag. Ein an der Entwicklung beteiligter Ingenieur bei Bosch nahm den Leitspruch des Bosch-Firmengründers Robert Bosch - „lieber Geld verlieren, als Vertrauen“ - sehr ernst und widersetzte sich später als Betriebsrat der inoffiziellen Devise der im Betrieb lautenden Bosch-Kultur „schaff beim Bosch, i halt mei Gosch“ und wurde 2018 wegen untergeschobener Fehlverhalten sogar mit Zustimmung der IG-Metall und des Betriebsratsgremiums entlassen. Gleiches hätte ihm auch als Betriebsrat bei VW, aber ohne Millionär zu werden, passieren können. Sicher wird er als Insider ein sehr wichtiger Zeuge jetzt bei den anstehenden Strafprozessen in München und Braunschweig sein, die von Aussageverweigerungen und großen Gedächtnislücken der Angeklagten gekennzeichnet sein werden. Hätten Verantwortliche des VW-Konzerns den zutreffenden Leitspruch von Robert Bosch beherzigt, wäre es nie zu dem Abgasverbrechen mit dramatischen wirtschaftlichen Folgen gekommen. Die VW-Mehrheitseigner Piëch/Porsche/Weil haben sicher schon einen Plan B mit neuer Führung im Hinterkopf und halten nicht länger an jetziger Führung fest.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 7 fanden den Artikel lesenswert.

18.09.2020 14:28    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

18.09.2020

 

VW-Aufsichtsrat und Vorstand feiern 5-jähriges Abgasverbrechen ohne Aufklärung

 

In Wolfsburg hinter dem Kanal knallen die Champagner-Korken anlässlich des Jubiläums und ohne in dieser Zeit das abscheuliche Umweltverbrechen aus reiner Geldgier nicht aufgeklärt zu haben. Beim VW-Konzern unter Piech/Winterkorn galt jahrzehntelang nur höher, weiter, schneller, um Toyota zu übertreffen und Renditen zu maximieren. Heute vor 5 Jahren gab VW-Chef Winterkorn im TV zur besten Sendezeit zu, über 11 Millionen Kunden schon viele Jahre betrogen zu haben. Eigentlich hätte dieses Jubuläum schon am 3. September 2015 stattfinden müssen, als die VW-Spitze diesen dreisten Betrug in USA erst unter Druck zugeben musste, weil sonst kein Autoverkauf in USA, dem wichtigsten Markt mehr möglich gewesen wäre. Damit dieses Jubiläum nicht in Vergessenheit gerät, hat ein früherer Versuchsingenieur mit 43 Dienstjahren, der selbst von seinem früheren Arbeitgeber VW über Jahre betrogen wurde, fast täglich in mittlerweile 753 Berichten VW-Manager, Medien, Staatsanwälte und Gerichte an das Verbrechen und an die Nicht-Aufarbeitung sowie an noch andere schlimme Affären erinnert. Nur Insider des Konzerns wissen bis heute, wie es zu den mafiaähnlichen Verbrechen kommen konnte. Gerichtliche Strafprozesse mit zig. Angeklagten des Konzerns wurden zugelassen und werden auch bald öffentlich stattfinden. Den Auftakt macht das LG München II mit dem Angeklagten, dem früheren Audi-Chef Rupert Stadler sowie noch weiteren Audi-Managern am 30.09.2020, denen bis zu 10 Jahre Haft und hohe Geldstrafen drohen. Auf die Strafprozesse in Braunschweig warten sehnsüchtig bereits seit 1½ Jahren Martin Winterkorn mit seinen 5 Top-Managern. Wie bei dieser kriminellen Bande zu erwarten, kündigten hochrangige Zeugen des Konzerns an, eventuell von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen zu wollen. Außerdem ist wieder mit gewaltigen Erinnerungslücken der Angeklagten und Zeugen zu rechnen, was den Gerichten die Beweisführungen erschweren und die Prozessdauer verlängern wird. Das wird ihnen nichts nützen. Die Staatsanwaltschaften sammelten in zig Büro- und Hausdurchsuchungen hunderte Beweise in Form von Protokollen, Emails und Terminkalendern. Die Firmen VW, Audi und Porsche mussten bereits 2,3 Milliarden € an Strafbefehlen zahlen. Aufsichtsrat Pötsch und VW-Chef Diess retteten sich vor mehrjähriger Haft wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation durch einen 10,5 Millionen €-Deal mit der Staatsanwaltschaft, zu Lasten des Konzerns. Ein weiterer Prozess gegen VW wird in Kürze wegen verbotener Betriebsratsbegünstigungen in Millionenhöhe stattfinden. Davon abgetrennt der Prozess wegen Beihilfe zur Untreue gegen den Betriebsrat Osterloh, der sogar selbst in eigener Sache in der Entlohnungskommission für Betriebsräte gesessen haben soll und nur so als vormals Bandarbeiter zum Millionär wurde. Durch eigenes Verhalten und Verschulden wird der Konzern auch die nächsten Jahre nicht aus den Schlagzeilen kommen. Die wirklichen Gewinner werden nur die Medien sein.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 7 fanden den Artikel lesenswert.

15.09.2020 14:43    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

15.09.2020

 

Hiltrud Werner: VW-Konzern ist jetzt ein besseres Unternehmen!?

 

Nach 3 Jahren beendete jetzt der von der US-Justiz wegen des Abgasverbrechens nach Wolfsburg abgeordnete Aufpasser Larry Thompson mit seinem 60-Mann-Team seine Tätigkeit. Ohne seinen Abschlussbericht auch zu veröffentlichen, zitiert die Vorständin für Recht und Integrität, Hiltrud Werner, daraus, VW wäre jetzt ein besseres Unternehmen. Die Öffentlichkeit hat ein vollkommen anderes Bild. Trotz Nichtaufklärung des Abgasverbrechens, trotz noch vieler laufender Schadensersatzprozesse, trotz erst jetzt beginnender Strafprozesse gegen leitende und entlassene VW-Manager, trotz der mysteriösen unaufgeklärten Abhöraffäre mit mysteriösem Tod eines VW-Managers sind Beschuldigte von Straftaten weiterhin im VW-Konzern beschäftigt. Das System Wolfsburg blüht munter weiter und gedeiht. Pötsch, Diess und die Unternehmen VW, Audi sowie Porsche akzeptierten zwar ohne Widerspruch Strafbescheide über insgesamt 2,3105 Milliarden €, müssen sich aber weiter wegen vorzeitigen Wissens um den Betrug, ohne zu handeln, vor Gericht verantworten. Nur mal zur Erinnerung: Die VW-Spitze hatte schon am 3.9.2015 in USA den Betrug eingestanden und nicht erst, wie VW behauptet am 18.9.2015. Das „Statement of Fact“ folgte am 17.1.2017, in dem der VW-Konzern der US-Justiz schriftlich zu Protokoll gab, jahrelang in bandenähnlicher Verschwörung 3 Verbrechen gegen US-Gesetze begangen zu haben. Was soll sich also bis jetzt im Konzern verbessert haben? Auch wurde der Betrug von einer ½ Million € am eigenen Mitarbeiter bis heute durch VW nicht bereinigt. Sehr hohe Achtung geniest der für 2 Jahre bei VW tätige Beschaffungsvorstand Stefan Sommer, der mit dem „System Wolfsburg“ nichts mehr zu tun haben wollte, seinen Posten abgab und noch auf viel Geld verzichtete. Das war bei VW ungewohnt und einmalig. Ansonsten kassierten immer in Ungnade gefallende VW-Manager neben Luxuspensionen noch Millionen an Abfindungen. Beispiele gab es genügend. Christine Hohmann-Dennhardt für 1 Jahr Tätigkeit 13 Millionen € und Bernd Pischedsrieder sogar für 5 Jahre Untätigkeit noch jährlich 5 Millionen €. Als Hauptgrund für den Weggang von Sommer waren uneinsichtige überbezahlte Betriebsräte, die wie schwere Klötze am Bein, gedeckt durch das VW-Gesetz und MP Stefan Weil, gute Unternehmensführung verhinderten. So eine Behinderung gibt es in keinem anderen Unternehmen. Wegen des Kaufs von Betriebsräten werden sich angeklagte VW-Personalvorstände bald vor Gericht verantworten müssen. Auch der Betriebsratsvorsitzende Osterloh wird wegen Beihilfe zur Untreue beschuldigt, weil er selbst mit Personalvorstand Kilian in der Findungskommission für Betriebsratsentlohnung gesessen haben soll. Diese hatte für den Bandarbeiter Osterloh die Entlohnung vergleichend mit einem VW-Bereichsleiters festgelegt. Alles in allem kann also, solange die Verbrecher im Konzern und schmarotzende Betriebsräte noch tätig sind, sowie Ermittlungsberichte versteckt werden, nicht von einem besseren Unternehmen Volkswagen gesprochen werden.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 7 fanden den Artikel lesenswert.

12.09.2020 12:13    |    rogertennis2    |    Kommentare (21)

Inhalt wurde von MOTOR-TALK entfernt.

Hat Dir der Artikel gefallen? 9 von 14 fanden den Artikel lesenswert.

11.09.2020 12:18    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

11.09.2020

 

Statt untätige Aufsichtsräte müssen Gerichte bei VW aufklären!

 

Der Supertanker VW wird immer noch von der Tatsache gelähmt, wie es zu dem dreisten Verbrechen der Abgasreinigung bei Dieselmotoren an 9 Millionen Autos überhaupt kommen konnte. Der gute Ruf von VW wurde am 18.8.2015 mit dem öffentlichen Betrugseingeständnis von Winterkorn zerstört. Viele Mitarbeiter schämten sich, für VW jahrelang gearbeitet zu haben. Noch heute wird in den Entwicklungs- und Produktionsabteilungen wegen des unaufgeklärten Verbrechens mit halber Kraft gearbeitet. Beispiele sind die zahlreichen Mängel an neuen Modellen. Es besteht kein Vertrauen mehr in die verlogene VW-Führung. Hoffnung für vollkommene Aufklärung wird jetzt von den Gerichtsverfahren erwartet, die sich aber über Jahre hinziehen können. Haupttenor der Angeklagten mit Zeugen von VW-, Audi- und Porsche- Vorständen werden große Erinnerungslücken sein. Im Bundestagsuntersuchungsausschuss gab Winterkorn schon eine Probe von Vergesslichkeit. Die Gehirnzellen von Pötsch, Diess u. W. sind sicher auch durch Aussetzer gekennzeichnet. Dabei müssten doch alle jetzt darum kämpfen, dass die vollkommene Aufklärung dieses Verbrechens für VW eine heilsame Zukunftswirkung hätte. Allerdings wurde diese Hoffnung durch bezahlte Strafbefehle von Diess und Pötsch in Höhe von 9 Mio. € ohne Hauptverfahren zerstört. Beide wollten zu Lasten VW keine Aufklärung, werden aber noch von den Mehrheitseignern Porsche, Piech und Weil im Amt gehalten. Wurde nicht schon im April 2015 im Aufsichtsrat am Braunschweiger Flughafen über das Abgasverbrechen gesprochen, als Piech zu Winterkorn auf Distanz ging, aber alle an Winterkorn festhielten. Piech war nichts zu verheimlichen. Er hatte überall seine Informanten. Um nicht persönlich belangt zu werden gab er kurz danach mit seiner Frau alle Ämter auf. Kurz zuvor machte sich Betriebs- und Aufsichtsrat Osterloh mit Weil noch dafür stark, die Verträge mit Winterkorn und Piech vorzeitig zu verlängern. Nicht auszudenken, wenn das geklappt hätte. Die Übeltäter in den Vorständen und Aufsichtsräten wissen genau, wie das jahrelange Verbrechen gedeihen und wachsen konnte. Wenn doch diese demenzähnliche Vergesslichkeit nicht wäre.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 7 fanden den Artikel lesenswert.

11.09.2020 10:25    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

11.09.2020

 

Auch das noch: Erste Tests von Journalisten mit VW-ID.3 mangelhaft

 

Wie strahlte doch VW-Chef Diess bei seiner diesjährigen Urlaubsfahrt an den Garda-See mit dem ID.3 über die Qualität und Funktionalität seines Zukunftsmodells. Jedenfalls hatte er nichts zu bemängeln. Hatten ihm etwa seine Untergebenen wieder, wie es bisher immer schon bei VW praktiziert wurde, das Auto tagelang vorher speziell vorbereitet? Ist er wieder darauf hereingefallen? Weil sein Vorvorgänger Ferdinand Piech genau das vor seinen Testfahrten verhindern wollte, nahm er seinen Testwagen immer jungfräulich aus der Produktion und fand meistens aus „Kundensicht“ vieles zum Nachbessern. Auch Betriebsrat Osterloh, der den ID.3 unberechtigt auf Werkskosten fährt, war voll des Lobes, ohne Mängel erkannt zu haben. Waren jetzt beide blind oder als Autotester untauglich. Autojournalisten kamen jedenfalls zu erschreckenden Ergebnissen hinsichtlich elektronischer Funktionalität und Karosserie-Qualität, die den Fahrzeugpreis von 49.000 € in Frage stellen. Die VW-Führung hätte schon bei den großen Problemen mit dem Golf 8 gewarnt sein und jetzt Mitte September die ersten ID.3 in makellosen Zuständen den ersten Kunden übergeben müssen. Werden die Kunden nach dem Abgasverbrechen von der VW-Spitze immer noch für blöd gehalten? Aber jetzt fängt VW erst an, die Beanstandungen auf Berechtigung zu überprüfen. Gute Werbung für ein neues Modell sieht anders aus. Viele Vorbestellungen werden sicher deshalb storniert. Die staatlichen Kaufprämien sind VW ja sicher.

Hat Dir der Artikel gefallen? 0 von 5 fanden den Artikel lesenswert.

09.09.2020 14:49    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

09.09.2020

 

Gerichts-Hauptverfahren gegen Winterkorn u.a. wird endlich eröffnet!

 

Über 2 Jahre brauchte die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Braunschweig für die Prüfung auf Zulassung zum Hauptverfahren der staatsanwaltschaftlichen Anklage gegen den früheren VW-Chef Winterkorn und gegen 4 weitere Manager. Die Kammer ist zu der Überzeugung gekommen, dass es hinreichenden Tatverdacht mit überwiegender Verurteilungswahrscheinlichkeit gibt. Vorgeworfen wird den Angeklagten gewerbs- und bandenmäßiger Betrug in Tateinheit mit schwerer Steuerhinterziehung sowie strafbarer Werbung bzw. Beihilfe zu den Straftaten. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Betrug an 9 Millionen Autos mit einem Vermögensschaden der Käufer von min. 100 Mio. €. Zusätzlich soll es sich bei 6.800 Fahrzeugen um Steuerhinterziehung eines besonders schweren Falles handeln, weil die werksseitig angegebene Euro6 nicht erfüllt wurde. Die Steuerhinterziehung beläuft sich somit auf 1,02 Mio. €, so dass eine mögliche Knast-Bewährungsstrafe ausscheidet. Der Prozess könnte sich 2 Jahre hinziehen, weil mit Sicherheit hunderte Zeugen gehört würden, um die Gedächtnislücken der alten und neuen VW-Führung aufzufrischen. Die Öffentlichkeit und VW-Mitarbeiter sehen den Verhandlungsterminen mit großem Interesse entgegen. Sie wollen Auge in Auge den VW-Verbrechern gegenüber sitzen, die ihr Produkt so in Misskredit brachten 30 Milliarden € an Strafen verbrannten. Vermutlich wird die Kammer auch in die Stadthalle umziehen, in der z. Zt. auch das Musterfeststellungsverfahren der geschädigten Investoren gegen VW läuft. Terminiert wurden die Sitzungstermine bereits gegen den früheren Audi-Chef Stadler, die am 30.9.20 in München beginnen. Wir erinnern uns. VW, Audi und Porsche als Unternehmen bekamen bereits Strafbefehle über 2,3 Milliarden €, weil sie als Unternehmen diese Straftaten ermöglichten. Aufsichtsratschef Pötsch und VW-Chef Diess zahlten Geldstrafen ohne Widerspruch aus der VW-Kasse von 9 Mio. € wegen Marktmanipulation, um einem Hauptverfahren zu entgehen. Pötsch außerdem nochmals bei der Porsche SE wegen gleicher Straftat 1,5 Mio. € aus der Porsche-Kasse. Hierbei handelte es sich nicht um erwiesene Unschuld. Der Verdacht besteht weiter. Diese ganzen Verfahren werden die Führung des VW-Konzern gerade jetzt weiter lähmen.

Hat Dir der Artikel gefallen? 1 von 6 fanden den Artikel lesenswert.

Blogautor(en)

rogertennis2 rogertennis2

VW