• Online: 5.521

08.01.2021 12:38    |    rogertennis2    |    Kommentare (1)

08.01.2021

 

Winterkorn und seine Versuche, den Betrugsprozess noch zu verhindern

 

Das LG Braunschweig hatte 8 Monate gebraucht, die Anklagen gegen den früheren VW-Konzernchef Winterkorn mit 4 weiteren Managern für die Hauptverhandlung zuzulassen. Dabei setzte das Gericht noch einen drauf und beschuldigt Winterkorn nun sogar des bandenmäßigen Betruges in Tateinheit. Es drohen ihm jetzt langjährige Haftstrafen. Prozessbeginn ist der 25.2.2021, der bis 2023 terminiert wurde. Ein gefundenes Fressen in Millionenhöhe für mehrere hochkarätige Strafverteidiger, vermutlich auch wie schon bei Pötsch und Diess, auf Kosten des Konzerns. Bereits 8 Wochen vor Prozessbeginn versuchten pfiffige Verteidiger den Prozess infolge Winterkorns Hüftleiden platzen zu lassen. Das vom Gericht in Auftrag gegebene Gutachten bestätigte ihm aber volle Verhandlungsfähigkeit; notfalls auch im Rollstuhl oder sogar auch liegend auf einer Trage im Gerichtssaal. Die Hüfte hat mit dem Kopf nichts zu tun. Auch ich als Versuchsingenieur bekam unmittelbar nach meiner VW-Zeit eine neue rechte Hüfte, die berufsbedingt, wie auch bei Winterkorn, durch häufiges testbedingtes Einsteigen in viele Autos unterschiedlicher Höhen arg zerschlissen war. Allerdings bedeutet das nur 9 Tage Krankenhaus und 3 Wochen Reha bis die Hüfte wieder vorsichtig in Stufen belastbar ist. Also noch genügend Zeit bis zum Prozessbeginn. Wir können darauf gespannt sein, was den Verteidigern als nächstes einfällt, diesen in der Stadthalle Braunschweig stattfindenden Prozess zu verzögern. Durch die Verhinderung der Verbrechens-Aufklärung durch Pötsch und Diess müssen das endlich die Gerichte in Anwesenheit der Öffentlichkeit übernehmen. Natürlich gilt für Winterkorn, so lächerlich wie das auch klinkt und alle Angeklagten in unserem Rechtsstaat trotz schwerwiegender Beweislast der Staatsanwaltschaft bis zur Urteilsverkündung die Unschuldsvermutung.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

09.01.2021 19:20    |    Kruemmerkater

Mag zwar sein, dass Martin Winterkorn aufgrund seines Hüftleiden den Prozess nicht verhindern kann, da ist ja auch die Möglichkeit eines Rollstuhles gibt, mit denen er in das Gerichtsgebäude, bzw Stadthalle Braunschweig hinein gefahren werden kann.....

 

Vor kurzem wurde ja sogar ein 97-ähriger Opa namens Oskar Gröning vor Gericht gezerrt, und man hat auch diesen alten Herrn mit dem Rollstuhl in das Gerichtsgebäude gefahren, und auch er wurde eigentlich wegen Dingen angeklagt, die er nicht begangen hat, und für die ja nicht verantwortlich war.

 

aber....... Martin Winterkorn hat auch noch ein Herzleiden, und darf ich die Sache schon wieder anders aus

 

Wegen eines Herz Leidens kann er sehr wohl verhandlungsunfähig beschrieben werden

 

Einer Hüfte, und auch einer kranken Hüfte kann Aufregung und Stress nicht schaden, aber einem Herzen schon

 

Also ich würde hier nicht darauf tippen und wetten, dass der Prozess gegen den nunmehr über 70 jährigen Martin Winterkorn überhaupt aus gesundheitlichen Gründen stattfinden kann.


Deine Antwort auf "Winterkorn und seine Versuche, den Betrugsprozess noch zu verhindern"

Blogautor(en)

rogertennis2 rogertennis2

VW