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14.10.2020 18:43    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

14.10.2020

 

Wie schäbig der VW-Konzern mit Betriebsrat Arbeitskräfte behandelt

 

Der VW-Konzern soll nach dem Abgasverbrechen jetzt ein besseres Unternehmen geworden sein. So urteilte Hiltrud Werner vor ein paar Wochen beim Abgang des US-Aufpassers. Davon ist überhaupt nichts zu sehen. Im Gegenteil. Oberkontrolleur Pötsch und VW-Chef Diess sind völlig konzeptlos. Noch verschweigen beide, dass ihre Elektrooffensive die nächsten Jahre 1/3 Jobs vernichten wird. Oberkontrolleur Pötsch, der sich selbst auch bei Porsche kontrolliert, versucht mit allen Mitteln, den gerichtlich bestellten Sonderprüfer zu verhindern. Warum wohl? Er will die Wahrheit über die Umstände, die zum Abgasverbrechen führten, im Dunkel lassen. Wie jetzt bekannt wurde, wollte Porsche neben Audi die Softwaremanipulation auch als Akustikoptimierung nutzen. Auch für ihn und Diess könnte die Sonderprüfung extrem teuer werden, weil sie trotz des frühzeitigen Wissens um die dreiste Abgas-Manipulation die Verkäufe der Betrugsautos nicht gestoppt hatten. Der frühere Audi-Chef Stadler sitzt wegen gleicher Straftat in der JVA-Stadelheim auf der Anklagebank. Alle bei diesem bandenmäßigen Betrug angeklagten Manager plagen sich mit riesigen Erinnerungslücken oder verweigern die Aussage. Darum versteckt Oberkontrolleur Pötsch auch immer noch den Jones Day-Ermittlungsbericht. Vor Gericht wird er diesen bald offen legen müssen. Jetzt zahlt sich auch der Kauf von Betriebsräten aus, die zustimmten, dass VW sich von tausenden zu teuren Stammmitarbeitern trennt. Mit einem jungen Alter von 54 werden die in Altersteilzeit geschickt, um wieder, wie die letzten Jahre schon, durch billigere Leiharbeiter mit befristeten Verträgen ersetzt zu werden. Statt ihre Arbeitnehmerschaft zu unterstützen helfen sie der Arbeitnehmerseite. So unternahmen die Betriebsräte auch nichts, als eigene Mitarbeiter bei der ihnen gesetzlich zustehenden Erfindervergütung von VW dreist beschissen wurden. So lange Geld nicht stinkt, will Millionär Osterloh als Betriebsrat, der bald wegen Beihilfe zur Untreue vor Gericht stehen wird, auch mit 64 noch weiter bei VW abkassieren. Unanständigerweise werden bei VW auch wieder Werkverträge abgeschlossen, die gerade bei der Fleischindustrie als menschenunwürdig per Gesetz verboten werden. Die Richtlinien des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes wurden bei VW nie beachtet. Das galt für Mitarbeiter von Fa. Karmann, Fa. Volke, Fa. IAV und Fa. IVM. Über zig. Jahre wurde ihnen verbotenerweise Werksmaterialien, Werksschreibtisch, Büromaterial und Werkswerkzeuge bei ihrer Arbeit zur Verfügung gestellt. Ihre Gehälter waren natürlich nur halb so hoch wie das ihrer VW-Kollegen. Wenn einige sich dann erdreisteten, von VW übernommen zu werden, wurden sie auf der Stelle rausgeschmissen. Hauptsache die Kasse stimmte. Diese Menschen kann man ja heuern und feuern, wie es gerade passt. Der frühere Kanzler Schröder und PA-Vorstand Hartz hatten die Leiharbeit erst salonfähig gemacht, die SPD-Arbeitsminister Wolfgang Clement vergeblich abschaffen wollte, er später aber selbst Chef einer Verleihfirma von Arbeitskräften wurde. Das sind die Herren, wie bei VW, ohne Moral und Anstand. Von einem guten Arbeitgeber ist der Konzern weit entfernt.

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