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29.03.2020 14:32    |    rogertennis2    |    Kommentare (0)

29.03.2020

 

VW-Konzern: Erst Verbrecher, jetzt barmherziger Corona-Samariter

 

VW-Chef Herbert Diess kündigte ein umfangreiches Hilfsprogramm für das deutsche Gesundheitssystem an. Nach dem Abgasverbrechen, dem Betrug an eigenen Mitarbeitern und dem Skandal mit der Hilfe der chin. Regierung bei der Umerziehung der moslemischen Uiguren eine noble Geste, weil die Bundesregierung es sträflich versäumte, sich rechtzeitig darauf einzustellen. Will der VW-Konzern jetzt doch anständiger werden und endlich wieder Vertrauen zurück gewinnen? Für 40 Mio. € kauft VW Schutzkleidungen und medizinische Geräte in China. VW konnte es nicht länger mit ansehen, wie viele Ärzte und Pflegekräfte Infizierte schutzlos behandelten. Einige starben bereits dadurch. Die ersten 400.000 Atemschutzmasken waren gestern in Wolfsburg eingetroffen. Wegen des min. 3-wöchigen Stillstands in den Werken will VW auch seine Mitarbeiter des eigenen Gesundheitsschutzes für die Mitarbeit in öffentlichen Behandlungseinrichtungen kostenlos zur Verfügung stelle. Wer hätte von VW mit diesem selbstlosen Hilfsangebot für die Allgemeinheit zur Seuchenbekämpfung gerechnet? In der Tat haben gerade Aufsichtsrat Pötsch und der VW-Vorstand wieder viel gut zu machen. Denn aus lauter Gier hatte VW weltweit über 2 Mio. Kunden durch dreisten Betrug bitter enttäuscht. Autobetriebsgenehmigungen wurden bei Behörden durch falsche Angaben erschlichen. Statt gleich den Betrug zuzugeben, wurde dieser durch Verfeinerung noch lange vertuscht. Auf Biegen und Brechen versteckte sich VW in gerichtlichen Verfahren hinter einem Lügengebilde. Bei von VW angestrebten Vergleichen unmittelbar vor Gerichtsentscheidungen blieben lange die vereinbarten Zahlungen aus. Hunderte Kläger mussten deshalb nochmals klagen. Zu guter letzt verhinderten Aufsichtsrat und Vorstände die anfangs versprochene lückenlose Verbrechens-Aufklärung. Alles wurde unter den Teppich gekehrt. Bis auf 2 kleinere Mitarbeiter, die schuldig gesprochen wurden, sind alle anderen noch auf freiem Fuß. Hoffen wir, dass wenigstens VW-Chef Herbert Diess angesichts der aus China eingeschleppten Corona-Seuche aus den Konzern-Verfehlungen der Vergangenheit lernt und das Unternehmen VW mit über 600.000 Mitarbeitern nie wieder an den Rand des Abgrunds führt. Vom VW-Aufsichtsrat kann man keine Besserung erwarten. Der hatte bei seiner gesetzlichen Kontrolle total versagt. Zumal auch noch entgegen guter Unternehmensführung der VW-Aufsichtsratsvorsitzende Pötsch,als zugleich Vorstandsvorsitzender und gleichzeitig noch Finanzvorstand der Tochter Porsche SE, sich selbst nach gesetzlichen Vorgaben kontrollieren muss. Allein diese Tochter erwirtschaftete 2019 mit nur 931 Mitarbeitern (einschließlich PTV) 4,2 Milliarden Gewinn. Wie ist das möglich und wie soll die Kontrolle im Interesse der VW AG funktionieren? Die Mehrheitsaktionäre Piëch/Porsche, Qatar und Niedersachen schauen dem sowie auch die Politik tatenlos zu. Compliance und Corporate Governance stehen bei VW unbeachtet nur auf dem Papier. Die nächste Krise lässt sicher nicht lange auf sich warten.

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